Autor Thema: Direktvermarktung  (Gelesen 59005 mal)

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Offline reserlTopic starter

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Direktvermarktung
« am: 08.01.02, 12:52 »
Welche Chancen bringt die Direktvermarktung?
Wo liegen die Grenzen?

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« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
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biene

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #1 am: 08.01.02, 19:43 »
ich versuch's nochmal auf diesem wege- seit 2 jahren vermarkte ich schnittblumen ab feld und suche gleichgesinnte zwecks erfahrungsaustausch- biene
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Dody

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #2 am: 16.01.02, 09:35 »
Die Direktvermarktung beschränkt sich bei uns auf diverse Apfelsorten.
Das Handling ist da zugegeben relativ einfach, man packt sie in Beutel oder Kisten - nicht zu vergleichen mit einem Hofladen.
Trotzdem ist und bleibt es schwierig diese Schiene auszubauen, wenn Konkurrenz in nächster Nähe ist. Direktvermarktung wird zu den sogenannten Nischen gezählt  und das Typische an einer Nische ist: sie ist sehr, sehr schnell voll.
Oft denke ich, das Direktvermarkter eines aus den Augen lassen: die Lohnkosten.
Ist es nicht so, das oft die Bäuerin im Laden steht - neben all ihren anderen Aufgaben -
aber für sie nur ein Cent-Betrag als Stundenlohn effektiv dabei rauskommt ?

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Offline Carmen

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #3 am: 17.01.02, 13:46 »
Ich habe zwar nicht viel Ahnung von Direktvermarktung, denke aber, daß es auch wieder sehr viel Arbeit mit sich bringt, dann muß man auch die bürokratische Seite beachten (wie Raum anbauen, ausbauen oä). Und dann ist es wieder die Bäuerin, der die Aufgabe zufällt, tagein tagaus im Laden zu stehen, und könnte mir auch vorstellen, daß abends und 20.00 uhr noch jemand kommt und seine Wurst kaufen will.

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LG
Carmen

Karin

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #4 am: 24.03.02, 14:49 »
Hat jemand schon einmal versucht Dörrobst zu machen  ???
Ich esse wahnsinnig gerne getrocknete Zwetschken/Pflaumen, doch als ich voriges Jahr welche machte, begannen sie nach zwei Wochen zu schimmeln.  :-[ :'(
Wie verpackt man/frau diese getrockneten Früchte am besten ??
Würde auch gerne welche für den Verkauf anbieten, da wir immer genügend Obst haben.
Hat jemand von euch vielleicht Erfahrung damit, oder weiss wo ich mich schlau machen könnte  :D

Liebe Grüsse Karin aus Ö
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Offline Kerstin-44

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #5 am: 14.06.02, 22:05 »
Seit einem Jahr vermarkten wir unsere Jungbullen alle privat.  Es begann damit, dass wir im Ort gefragt wurden ob wir unser Vieh an den ortsansässigen Metzger liefern. Das war nicht der Fall und die Frage nach Fleisch von unseren Tieren wurde immer öfters gestellt.Wir haben den Schritt gewagt unsere Jungbullen privat zu vermarkten und das Geschäft boomt. Wir bieten den Kunden Fleischpakete zu 10 kilo oder 20 kilo an. Es handelt sich dabei um Gemischtpakete. Die Kunden bekommen das Fleisch truhenfertg geliefert. Wir haben einen Metzgermeister an der Hand der sich auf diese Art der Vermarktung spezialisiert hat.Ich brauche keinen Hofladen, das Fleisch ist ja quasi schon verkauft, da ich zuerst soviel Bestellungen zusammenkomme lasse, bis wieder ein Tier geschlachtet wird. Ich mache nur gute Erfahrungen damit.  
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Offline Christa L.

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Re: Direktvermarktung
« Antwort #6 am: 25.07.02, 00:25 »
Hallo
Ich hätte eine Frage. Wir möchten Schweine und Puten direkt vermarkten. Aber nur im kleinen Stil. Was für Auflagen muss ich erüllen, muss ich da ein Gewerbe eintragen lassen, wo erhalte ich die notwendigen Vorschriften?

Gruss Christa    
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Offline reserlTopic starter

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Re:Direktvermarktung
« Antwort #7 am: 28.01.03, 08:58 »
Nachdem es nun auch "Öko" in jedem Supermarkt gibt, ist es sicherlich für die Direktvermarkter nicht unbedingt einfacher geworden, ihre Kunden zu halten bzw. neue dazuzugewinnen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Direktvermarktung?
Wie honorieren eure Kunden diese Arbeit?
lieben Gruß
Reserl



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NadeNa

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Re:Direktvermarktung
« Antwort #8 am: 01.03.03, 20:38 »
Wo gibt es eine gemeinsame Darstellung in der Öffentlichkeit ?
z.B. "Regionale Marktprodukte aus Erzeugerhand"
Radiowerbung, die besser ist, als die der "goldenen Bögen".
Wenn Plakatwerbung: Suche Wohnung ohne Küche !
den Hinweis für ein Sparmenüe führt, wird es Zeit,
bei der Bevölkerung an den Tisch zukommen OHNE den Hof zu verlassen.
Wie?
Ideen und Wege in die Zukunft gibt es unter
www.rme-ag.de
Aus Liebe zum Land für Leute mit Verstand.

Offline Poldi

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Re:Direktvermarktung
« Antwort #9 am: 17.03.03, 01:02 »
Wir leben von der Direktvermarktung, indem wir drei mal die Woche auf dem Wochenmarkt stehen, aber das Geschäft stagniert seit einigen Jahren, auch bei den anderen Händlern. Für viele Leute ist es bequemer, alles im Supermarkt zu kaufen, die Supermärkte haben inzwischen bessere Frischeabteilungen als noch vor Jahren.
Seit 2 Jahren haben wir einen Verkaufsstand bei uns auf dem Hof, wo die Leute sich selbst bedienen, sich auch selbst Wechselgeld aus der Kasse nehmen. Diese Sache läuft super und wir haben es schon bereut, damit nicht schon viel früher angefangen zu haben. Selten wird mal was geklaut, aber wir verkaufen trotzdem viel mehr als zuvor, wo wir noch keine Selbstbedienung hatten und die Leute erst klingeln mußten. Hier in Norddeutschland ist der Straßenverkauf oft verbreitet, wenn Urlauber kommen sind die oft ganz erstaunt, daß man sich selbst bedienen kann.

Offline Ingrid2

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Re:Direktvermarktung
« Antwort #10 am: 17.03.03, 22:15 »
Hallo zusammen,
also wir machen schon seit ca. 15 Jahren Direktvermarktung. Haben ganz klein angefangen mit Fleisch und Wurst, die Schweine wurden bei einem Metzger geschlachtet. Dann haben wir Schlacht- und Verarbeitungsraum gebaut. Ein Hofladen kam auch dazu. Und dann sind wir dreimal in der Woche auf dem Bauern- bzw. Wochenmarkt. Vor einigen Jahren haben wir dann eine Ölpresse gekauft (der Rapspreis war so fürchterlich schlecht, das konnte mein Göga nicht abhaben) und machen nun kaltgepresstes Rapsöl als Speiseöl (lierfern wir auch an andere Hofläden) bzw. natürlich auch als Futteröl. Als letztes kam dann noch die Beteiligung beim "Ostalb-Bäuerinnen-Service" dazu, das ist ein Party-Service. Und so wie die Direktvermarktung mehr wurde, haben wir den landwirtschaftlichen Betrieb reduziert. Das hört sich vielleicht alles ganz einfach an, war es aber ganz sicher nicht.
Wir sind mit unserer Direktvermarktung sehr zufrieden, sehen momentan mehr Chancen als in der konventionellen Landwirtschaft. Natürlich kann das nicht jeder machen, dann funktioniert es auch nicht mehr. Und man muß schon mit Spaß und Begeisterung bei der Sache sein. Aber das muß man wohl überall. Es wird sicher in Zukunft nicht einfacher, Kunden und Umsätze zu halten oder zu steigern, aber irgendwas fällt uns schon immer wieder ein und jetzt machen wir im Sommer mal unser Hoffest, ich freu mich schon drauf ;D ;D.

Viele Grüße Ingrid

Karin

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Re:Direktvermarktung
« Antwort #11 am: 23.03.03, 11:16 »
Bei  uns hat diese Woche im Dorf das Geschäft zugesperrt, also haben wir gleich bei der Einfahrt zu unserem Hof ein grosses Schild mit "frische Milch direkt vom Bauern" inkl. Abholzeiten und Möglichkeit einer persönl. Belieferung aufgestellt. Ich bin neugierig ob wir ein paar Kunden dazugewinnen können. :-\

Ausserdem sind wir Mitte April wieder bei einem Bauernmarkt im Gasthaus der Nachbarortschaft dabei. Dort verkaufen wir selbstgemachte Aufstriche, Topfenkugerl in Öl, Käsestangerl, Topfenstrudel, Topfenpolsterzipf, Topfenkräuterröllchen, Topfen, Rahm aber auch Käse von der Molkerei die u.a. unsere Milch verarbeitet. Letztes Mal im November waren wir mit den Einnahmen sehr zufrieden und hoffen diese nochmals zu steigern.  ;D

ChristaW

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Re:Direktvermarktung
« Antwort #12 am: 07.05.03, 16:59 »
Hallo miteinander,

ich stelle seit kurzer Zeit selbst Eierlikör her. Kann mir jemand Auskunft geben, welche Haltbarkeitszeit beim selbstgemachten Eierlikör angegeben werden muss. Wie ist es bei Fruchtaufstrichen. (Stimmt es 1 Jahr - Fruchtaufstriche).
Vielen Dank im Voraus.

Christa

Offline Kerstin-44

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Re:Direktvermarktung
« Antwort #13 am: 30.06.03, 22:33 »
Hallo liebe Direktvermarkterfrauen;-))

ich brauche ganz dringend Hilfe.Seit zwei Jahren vermarkte ich die Bullen und Schweine privat.In diesem Jahr möchte ich im Herbst zusätzlich zu unseren Kartoffeln und Wurst,-und Fleischprodukten Zwiebel und allerhand Gemüsesorten anbieten, ausserdem Ziermais und Zierkürbis.Wer hat Erfahrungen mit den Produkten gemacht und vor allen Dingen: Was kann ich für das Gemüse verlangen.Ich habe Rotkohl,Wirsing,Weisskohl,Kohlrabi und Blumenkohl anzubieten.Wer kann mir weiterhelfen??????
In der Hoffnung dass sich jemand meiner erbarmt,

viele Grüsse

Kerstin

Werner

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Re:Direktvermarktung
« Antwort #14 am: 29.07.03, 15:40 »
Hallo die Damen, finde immer neue Themen die mich interessiere bei euch und muß sage einfach super hier.

Zum Thema selbstvermarkten nur ganz kurz.
Ich kaufe seit ca. 2 jahren bei Kollegen von euch mein ges. Fleisch und meine Hausmacher Wurst ein.

Ich kann nur raten es diese nachzumachen, denn wer nicht frühzeitig bestellt steht mit leerem Korb da, denn immer mehr Verbraucher haben Supermarktqualitäten satt. Ich weiss woher mein Fleisch und anderes ist und zahle dafür gerne nen ? mehr.

Und es geht ohne große Werbung nur Mund zu Mund.