Autor Thema: Hofübergabe  (Gelesen 129628 mal)

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Offline passivM

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Re: Hofübergabe
« Antwort #225 am: 20.12.08, 23:10 »
du tust ihm mit "nachgeben" keinen Gefallen meiner Meinung nach, weil ihr dann weiter das Spiel der Eltern spielt!

Das sehe ich auch so.
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Benita2

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Re: Hofübergabe
« Antwort #226 am: 06.01.09, 11:45 »
Hallo Jara,

Ich würde in das Haus hinziehen, wenn die Alten darauf bestehen. Nachdem dann übergegeben wurde,  würde ich aber wieder ausziehen (eine Anstandsfrist müßtest du schon einhalten) und die jetzige Form wieder herstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass man das testamentarisch gar nicht machen kann, denn DIR wird ja ohnhin keiner was geben. So bist du auch nicht betroffen!

Mach dein Ding so weiter, wie du es dir vorstellst!
« Letzte Änderung: 13.01.09, 08:57 von Benita2 »

Offline Paula73

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Re: Hofübergabe
« Antwort #227 am: 06.01.09, 12:43 »
Du schreibst das Sie nur übergeben wollen wenn ihr Bedingungen erfüllt. Was wollen sie denn tun wenn ihr nicht übernehmt ? Außer zu verpachten scheint es doch keine Alternativen zu geben. Wenn sie gesundheitlich so angegriffen sind, sollten sie sich überlegen was geschieht wenn sie im schlimmsten Fall zum Pflege Fall werden. Wenn die Pflege zuhaus nicht möglich ist, droht das Heim. Wenn dafür das vorhandene Geld nicht mehr reicht, ist der Betrieb dran. Es ist zu hoffen das es so weit nicht kommt, aber wenn ist es zu spät um etwas zu regeln und der Betrieb ist weg.

Offline passivM

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Re: Hofübergabe
« Antwort #228 am: 07.01.09, 00:53 »
Oh, da bleibt mir die Luft weg, wenn ich das lese.
Ich schreibe mal -blau- mitten rein:



Weihnachten ist nun rum. Geredet wurde natürlich nicht. Jetzt erst die letzten Tage ein wenig.
Ob ich das positiv bewerten soll, da bin ich mir nicht sicher.
SV ist nun wieder der Ansicht, dass ich herkommen muss damit der Hof überschrieben werden kann.
Das ist ganz klar "ein Vertrag zu Lasten Dritter". Jara, du bist die Dritte, die da schaffen soll, weil es sonst angeblich oder tatsächlich nicht mehr geht. Den Hof bekommt dein Mann.
Meinem Mann hab ich erzählt was hier so geschrieben wurde.
Ich hab den Eindruck ihm ist das alles zuviel. Er hat viel wichtigere Dinge, über die er nachdenken sollte
(Kälber krank etc.), das erinnert mich sehr stark an meinen Mann, der damals auch vor lauter Schaffen keinen klaren Gedanke mehr fassen konnte   und da redet er immer nur mit mir über Hofübergabe und man kommt nicht weiter.
Ich sagte ihm, wenn er den Hof bekommt, ohne große Einschränkungen, so dass es reicht eine Familie damit zu ernähren, dann komm ich auch her und helfe ihm bei der Arbeit. Er sagte mir darauf "Was reden wir hier überhaupt rum, wenn du eh dableibst?" Er meint ich hab den Standpunkt "Ich komm her, wenn der Hof übergeben worden ist, so dass es auch für uns tragbar ist" und seine Eltern hätten den Standpunkt "Die muss herkommen und arbeiten, sonst geht der Hof zugrunde". Keiner will von seinem Standpunkt abrücken und er sitzt zwischen den Stühlen. Seine Mutter beharrt wohl immer noch auf diesen 5000€ die er an jeden auszahlen soll.
Sein Vater redet unsere Ehe schlecht (noch kein viertel Jahr verheiratet). Wir würden uns entfremden, ich hätte dann einen alten
und abgeschafften Mann und wenn wir später mal Kinder hätten, dann sei mein Mann eh abgeschrieben und könne sich aufhängen. Das ist doch Niveau unterster Schublade: Die Ehe schlecht reden, wenn du nicht gehorchst. KAPUTT macht dein Mann sich doch eher wegen der Auflagen und Belastungen, die deine SE in diesen Übergabevertrag reinpacken wollen, oder?

Seine Eltern können eigentlich nicht mehr. Deshalb würd ich ja auch dann herkommen.
Sein Vater darf laut Arzt gar nicht mehr arbeiten, tut es aber trotzdem. Das machen viele in seiner Situation so.
Bei seiner Mutter muss auch eher früher als später Knie und Hüfte operiert werden.

Ach was soll das ganze das ich hier schreibe, die wissen das auch nicht erst seit gestern, dass sie nicht mehr können. Aber meinem Mann "alleine" den Hof übergeben, das wollen sie ja nicht. (nicht falsch vertstehen, für mich soll nichts in den Übergabevertag geschrieben werden, ich bin ja schon froh, wenn nichts über mich drinsteht)  :'(



Wir haben jetzt mal einen Termin bei der landw. Familienberatung, vielleicht hilft das was. Hoffentlich. Aber dein Mann muss ja erst mal den Kopf frei bekommen. Erst mal "sortieren". Vielleicht kann die LFB da bei helfen.


@ Benita:
Ich kann deine Gedanken nachvollziehen, aber ich glaube, wenn Jara erst mal da "drin steckt", kommt sie nicht mehr raus, und ihr Mann wird auch nicht raus wollen, wenn es einigermaßen läuft ..mehr schlecht als recht, ist IHM wohl recht, richtig? Aber ob das auch Jara "recht" ist..? Ich denke: Nein.

Ich finde, Paula73 hat eine interessante Frage aufgeworfen:
"Was wollen sie denn tun, wenn ihr NICHT übernehmt?"

Irgendwie tut mir Jaras Mann leid, denn der wird arbeitsmäßig und finanziell von seinen Eltern dermaßen verheitzt, dass der vor lauter Arbeit und Sorgen (Vieh krank und so) überhaupt nicht dazu kommt, mal alles logisch abzuwägen, alles mal zu sortieren. Da ist die LFB sicher eine gute Adresse. Ich würde ja sagen, Jara könnte ihm den Rücken jetzt ein bisschen frei halten, dass der sich mal mit dem Thema auseinander setzen kann. ABER ICH BEFÜRCHTE, er würde das werten, als ein Signal, dass Jara den Wünschen seiner Eltern nachgibt, und das wäre dann genau das falsche Signal ! Männer denken in so einer Belastungssituation nämlich oft nicht "um die Ecke" -wie wir Frauen. Die sehen nur: Ah, sie hilft. Also: alles klar. Wo zu nun noch Familienberatung? Es hat doch geklappt. Sie macht 's ja. - Jara, oder tu' ich deinem Mann damit Unrecht? Ich mein', ich weiß 100 prozentig: MEINER würde so denken. Ich hab' irgendwann angefangen, konsequent das zu machen, das ich für richtig halte, und das nicht zu unterstützen, das ich nicht für richtig halte. Es war verdammt schwer, das durch zu halten. Aber es hat sich gelohnt ...auch wenn noch nicht alles so ist, wie ich es gerne gehabt hätte  Aber die Richtung stimmt.  ;)
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Benita2

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Re: Hofübergabe
« Antwort #229 am: 07.01.09, 10:29 »
Hallo Anna,

aber die Jara macht doch ihr Studium gerade, da kann sie ja gar nicht nebenher groß dazuarbeiten.

Ich würde am Anfang der Semesterferien hinziehen, ..... dann muß alles über die Bühne gehen und wenn nicht wäre ich gleich wieder verschwunden. .. Sie kann doch wirklich nicht das Studium aufgeben, gerade bei diesen Verhältnissen.

Wie du sagst, die hätten schon lange ihre Hüften und Kniee operieren lassen können, wenn man wartet wirds immer komplizierter, außerdem bekommen sie dann doch auch noch eine Betriebshilfe, .... wenn noch nicht übergegeben ist. Hernach bekommen sie keine mehr!


Benita2

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Re: Hofübergabe
« Antwort #230 am: 13.01.09, 08:56 »
Hallo allerseits,

ich würde diese Küche auf keinen Fall noch vor dieser "Besprechung" aufbauen (einlagern), .... ihr seid ja dann noch mehr in der Falle.
Erkundigt euch doch endlich, was ein Frembetrieb zu pachten kostet mit allem Drum und Dran und nicht der ewigen Belastung, die SE immer und zu jeder Zeit vor den Füßen zu haben. Das Ganze kostet euch ja ohnehin viiiiiel zu viel.
Allein der Gedanke ... ohne SE .... muß ja köstlich sein.
Ab diesem Jahr greift ja dann die Erbschaftssteuer mit ihren unerbittlichen Auswirkungen durch, das heiß, nach einer Veräußerung des Betriebes muß erst mal alles versteuert werden ...... und das ist für die SE ein scharfes Schwert.
Andererseits., wenn du den Betrieb übernimmst, dann muuuußt du ihn wengsten 10 Jahre führen ohne Wenn und Aber  ............. und immer diese SE vor der Nase ....... da kannst du dich letztendlich gleich mal für einige Wochen in der Nervenheilanstalt anmelden .... in regelmäßihgen Abständen.

Offline passivM

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Re: Hofübergabe
« Antwort #231 am: 25.01.09, 22:23 »
Hallo Jara,

warum machst du dir Gedanken darüber, ob deine SE ohne diesen (Pseudo-)Ruhestand Rente bekommen oder nicht?
Ändert sich da durch etwas an den Bedingungen und Auflagen bei einer/oder keiner Hofübergabe / bzw. Hofübernahme?  ::)

Ich mache mir gerade einen Knoten in die Pfoten...
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Offline Su

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Re: Hofübergabe
« Antwort #232 am: 31.01.09, 18:07 »
Ich habe mich eine Weile in die Geschichte von Jara vertieft. Ich habe nicht alles gelesen. Aber mein Eindruck: Es wird nie Frieden geben, solange die SM lebt. Und bis dann ist vermutlich viel zu viel Geschirr zerschlagen. Mein Schluss aus dieser Geschichte: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Schaut, dass Ihr unabhängig von seinen Eltern etwas aufbauen / pachten / übernehmen könnt. Führe auf alle Fälle Dein Studium weiter und gehe DEINEN Weg, in der Hoffnung, dass ihn Dein Mann mitgeht.
Ich wünsch Dir alles Gute dabei.
Herzliche Grüsse, Susanne

Offline klara

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Re: Hofübergabe
« Antwort #233 am: 09.02.09, 23:13 »
Hallo Jara,
da muss ich Su zustimmen. Die Gier der andern wird nie zufriedenstellend sein. Bei uns war damals im Übergabevertrag die Klausel:sollte innerhalb 10 Jahren etwas vom Hof verkauft werden, so muss es mit den Geschwistern geteilt werden.
Wenn Ihr mal Pokerface zeigt u. sagt:okay,wir wollen auch nichtmehr,bitte meine Hand auch füllen.Wie sieht´s dann aus?Hof müsste verkauft werden, Finanzamt holt sich zuerst mal nen fetten Brocken, der Rest wird dann verteilt, was bleibt da noch übrig?Oder Verpachten.
 Und wer pflegt die Eltern im Pflegefall ist dann auch zu klären.Schmeiss das denen mal vor die Füsse.
Ich hoffe, Ihr findet eine gute Lösung, viel Glück.
LG Klara
Carpe diem,nutze den Tag

Offline Mirjam

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Re: Hofübergabe
« Antwort #234 am: 10.02.09, 07:51 »
Mein Mann wurde in die Ecke gedrängt, es hieß er bringe nichts auf die Reihe,
es sei kein "Zug" dahinter. Sie befürchten, dass sie jetzt abgespeißt werden
sollen und er in  3 Jahren aufhört und sie stehen mit leeren Händen da.
Er stehe zu spät auf, würde den ganzen Tag sich verzetteln etc.
Da frag ich mich doch, wie er wie er bis jetzt einen Gewinn
erwirtschaften konnte bei insgesamt über 50000€ Pacht p.a. ::)
wenn er soo ein Depp sein soll.

Hallo Jara,

es ist ihr Bruder und nicht ihr Angestellter auf dem Hof der Rendite bringen muss...

Etwas läuft ganz arg schief in dieser Familie und auf dieser Basis einen Hofübergabevertrag zu machen...? Bitte sucht euch Hilfe, einen Wegbegleiter, der das aufdröselt, was dort WIRKLICH passiert: Die ganzen Forderungen, Aussagen sind doch nur die Spitze eines Eisberges  :-[.

viele Grüsse

Mirjam (die es gar nix angeht, wann ihr Bruder, der jetzige Hofbesitzer aufsteht...!)
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Benita2

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Re: Hofübergabe
« Antwort #235 am: 10.02.09, 18:31 »



Ich habe immer wieder das Gefühl, dass hier über einen viiiiiel größeren Hof gesprochen wird.
Wie soll denn das alles gut gehen.
Dein Mann wird sich anscheinend nie entscheiden, dafür mußt aber DU dich ..... entscheiden, bedenke, dass du  jetzt deine besten Jahre hast und nicht in 20 Jahren. So lange dauert es nämlich mindestens, bis der ganze Ärger vorbei ist.

Offline Smart

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Re: Hofübergabe
« Antwort #236 am: 10.02.09, 23:31 »
Klaras Lösung hat hier mal ein kleinerer Landwirt aus dem Dorf seinem angeheirateten Schwager "angedroht". Dieser könne den Hof gerne bewirtschaften, auszahlen könne er ihn nicht. Der Landwirt würde sich gerne zurückziehen. Da hat der Schwager aber dann den Schwanz eingezogen.... Und wie oft sind schon Betriebe, aus denen das letzte herausgezogen wurde bei der Hofübergabe, nicht viel später kaputt gegangen.

Holt euch Hilfe!

Und wenn das angesparte Kindergeld nix ist, dann gehören diese Geschwister doch echt auf den Mond geschossen!! Und die anderen haben nix von den Eltern... Die sind doch alle erwachsen!
Jede Generation ist doch für sich selbst verantwortlich!! Klar, es ist einfacher, wenn man auf dem der vorangegangen Generation aufbauen kann und nicht ins kalte Wasser springen muss. Aber so gut, wie wir heute ausgebildet sind, können wir uns auch sehr gut selbst versorgen, oder?

Offline Paula73

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Re: Hofübergabe
« Antwort #237 am: 17.06.09, 05:28 »
Neuer Lagebericht:


Seine Mutter ist mittlerweile, so unser Eindruck, wie auch die anderen Geschwister dagegen, dass
mein Mann den Hof erhalten soll.
Es soll doch lieber alles aufgeteilt werden, dann sind alle (?) zufrieden und glücklich.

Ich habe das am Anfang gar nicht richtig verstehen können, aber mein Mann sagte schon damals,
dass ihr das Auskommen mit den anderen Kindern wichtiger ist, als dass der Hof weitergeht.



Ist es denn für euch eine Option auf einem anderen Betrieb neu anzufangen ? Das hört sich für mich nicht so an als wäre noch viel zu retten.

Es hört sich jetzt zwar sicher blöd an, aber wenn man sich so umhört (Viehhändler etc.) werden in nächster Zeit wohl Deutschland weit einige Betriebe zum verkauf stehen . Jede Krise ist ein neuer Anfang - jedenfalls für einige . 

Offline Dorotee

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Re: Hofübergabe
« Antwort #238 am: 17.06.09, 07:30 »
Hallo mitsammen,

wenn der Hof so klein ist und alles dazugepachtet werden muß, so ist es wirklich ernsthaft zu überlegen, ob das Ganze nicht unter allen aufgeteilt werden sollte.
Du mußt dich mal in die Lage von den SE versetzten,
Wenn du auch so viele Kinder hättest und diese Voraussetzungen, dann würdest du auch schauen, dass du mit  deinen anderen Kindern in gutem Kontakt bleibst.
Gemein ist natürlich schon bei dem Ganzen, dass sie ihren Sohn in diese Richtung bei der Berufswahl gelenkt haben. Andererseits kommt er eh auf keinen grünen Zweig mehr, wenn er all die geforderten Verpflichtungen einhalten soll.
Es kann aber auch sein, dass er selber diesen beruf unbedingt lernen wollte.

Man muß verpachtet und eine Gesellschaft gegründet werden und dann ........, nach der entsprechenden Wartezeit (6Jahre) kann alles getrennt werden. Dann bekommt aber auch er seinen Teil, sollte über überhaupt dann noch was übrig sein. Denn die Eltern brauchen ja auch noch erst mal was zum Leben. Heute werden so viele Höfe aufgegeben, dass ich mir schon vorstellen kann, wenn so ein kleiner Hof nicht weitergeht. Vor allem mit ........der Milchmisere.

Ich glaube, dass er mal froh sein wird als Landwirt auf einem anderen Betrieb arbeiten zu können, als ständig mit Schulden und Geldsorgen kämpfen zu müssen. jetzt weiß er wenigstens, dass er nichts mehr in die gebäude investieren muß. Ich glaube, dass Menschen wie er schon auf größeren Höfen gesucht werden und er dann um gutes Geld arbeiten kann
Er kann doch auch sein Pflichtteil verlangen, also die 100000 € wie alle anderen Kinder.
Wenn er allerdings damals selber verzichtet hat, dann ist guter Rat teuer, hoffentlich hat er nichts unterschrieben.
Jara du selber kannst auch in deinem Beruf arbeiten, das kann dir doch nur entgegekommen.

grüße von Dorotee
Wenn die SE dies so beschlossen haben, dann werdet ihr diese Entscheidung akzeptieren müssen.
herzliche Grüße von Dorotee

Offline Mirjam

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Re: Hofübergabe
« Antwort #239 am: 17.06.09, 09:14 »
Hallo Jara,

eine Frage an dieser Stelle: Damit ihr um jeden Preis diesen Hof weiterführen könnt - wieviel "Familie" steht hier auf dem Spiel?

Ich seid gesund, jung, gut ausgebildet (oder gerade dabei), er hat (noch) Eltern, Geschwister (auch wenn man sich nicht einig ist) und wer hängt hier mehr an nur "einem" Weg für den Hof und die Familie fest? Wenn die Entscheidung Hof oder Familie ist - wofür würdet ihr euch entscheiden? Lieber im Streit mit Geschwistern trennen und den Hof übernehmen... ???

Sind sogar die Eltern bereit, den Hof lieber aufzugeben, aufzuteilen als das sie einem jahrelangen Streit/Missgunst unter den Kindern entgegenblicken? Wollen sie ggf. mit der Hofaufgabe/-aufteilung "klar Schiff" machen, den "Recht" können sie es ja niemanden tun? Dann sage ich Respekt! Das sie Familie vor Ware stellen!

Wäre es so schlimm für deinen Partner den Hof "aufzugeben" - wenn es sich schon die Eltern/Geschwister vorstellen könnten? Wofor hat er "Angst", dass er nicht Alternativen in Betracht zieht? Ist die Veränderung - eben nicht nur den Weg "Hofnachfolge" als vorgegeben zu gehen - so schlimm für ihn?

Ich kenne inzwischen eine Reihe von Landwirten mit erfolgreiche Betriebskonzepten und  "Wachstumsbetrieben", die einen deutschen Betriebsleiter suchen, nicht nur 08/15 Hilfskräfte, jemand auf den sie sich verlassen können, wenn sie mal auf länger DLG-Tage oder ins Ausland fahren und der bereit ist Verantwortung/Entscheidungen zu übernehmen, die Stalltechnik wuppt oder ein Betriebsteil komplett eigenständig zu führen.

viele Grüsse

Mirjam

« Letzte Änderung: 17.06.09, 09:23 von Mirjam »
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!