Autor Thema: Baby und Stall  (Gelesen 2971 mal)

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Melha

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Baby und Stall
« am: 01.11.17, 20:37 »
Hallo meine Lieben...
Mein Mann und ich haben seit jetzt schon 4 Jahren einen mittelständige Landwirtschaft  (Milchvieh) in Pacht.
Bei uns ist alles ein bisschen kompliziert. Bevor wir auf den Betrieb gekommen sind hat es seit 1970 überhaupt keine Veränderung gegeben deswegen dauern auch noch viele Arbeiten viel länger als es überhaupt notwendig ist. Mein Mann und ich sind bis auf den Verpachter komplett alleine.
Vor 11 Monaten ist unsere Tochter auf die Welt gekommen und seit diesem Zeitpunkt regiert bei uns ein Durcheinander..
Ich bin eigendlich der Meinung gewesen das ich nach spätestens 8 Wochen wieder normal mitarbeiten kann, aber unsere Tochter wahr ein totales schreibaby sie hat in der Früh angefangen zu schreien und am Abend so um 8 oder 9 aufgehört..Natürlich mit einigen Augenblicke wo sie vor Erschöpfung eingeschlafen ist. Das hat sich ganze 6 Monate hingezogen. Bis vor 3 Wochen ist sie mir auch in der Nacht bis zu 8 mal aufgewacht. Sie ist auch ein SEHR aktives Baby. Ihr kleinen Beine bewegend sich den ganzen Tag und sie mag es überhaupt nicht im Kinderwagen zu seien und auch nicht im laufstall. Wenn ich sie irgendwo hineinsetze fängt si e nach spätestens 15 Minuten wie eine verrückte an zu brüllen.
Mein Mann muss seit der Geburt den Großteil der Arbeit selber machen weil sie sobald sie irgendwo eingesperrt ist so brüllen anfängt das sie rot abläuft.
Ich finde einfach keinen Lösung mehr, mein Mann und ich laufen beide schon an Zahnfleisch.
Vielleich hat jemand einen Tipp für mich..

Offline gina67

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Re: Baby und Stall
« Antwort #1 am: 01.11.17, 21:02 »
Hallo meine Lieben...
Mein Mann und ich haben seit jetzt schon 4 Jahren einen mittelständige Landwirtschaft  (Milchvieh) in Pacht.
Bei uns ist alles ein bisschen kompliziert. Bevor wir auf den Betrieb gekommen sind hat es seit 1970 überhaupt keine Veränderung gegeben deswegen dauern auch noch viele Arbeiten viel länger als es überhaupt notwendig ist. Mein Mann und ich sind bis auf den Verpachter komplett alleine.
Vor 11 Monaten ist unsere Tochter auf die Welt gekommen und seit diesem Zeitpunkt regiert bei uns ein Durcheinander..
Ich bin eigendlich der Meinung gewesen das ich nach spätestens 8 Wochen wieder normal mitarbeiten kann, aber unsere Tochter wahr ein totales schreibaby sie hat in der Früh angefangen zu schreien und am Abend so um 8 oder 9 aufgehört..Natürlich mit einigen Augenblicke wo sie vor Erschöpfung eingeschlafen ist. Das hat sich ganze 6 Monate hingezogen. Bis vor 3 Wochen ist sie mir auch in der Nacht bis zu 8 mal aufgewacht. Sie ist auch ein SEHR aktives Baby. Ihr kleinen Beine bewegend sich den ganzen Tag und sie mag es überhaupt nicht im Kinderwagen zu seien und auch nicht im laufstall. Wenn ich sie irgendwo hineinsetze fängt si e nach spätestens 15 Minuten wie eine verrückte an zu brüllen.
Mein Mann muss seit der Geburt den Großteil der Arbeit selber machen weil sie sobald sie irgendwo eingesperrt ist so brüllen anfängt das sie rot abläuft.
Ich finde einfach keinen Lösung mehr, mein Mann und ich laufen beide schon an Zahnfleisch.
Vielleich hat jemand einen Tipp für mich..
Hallo
wie sieht's mit einem Babysitter aus? Eine Schülerin aus der Nachbarschaft vielleicht?
Oder ihr besorgt euch Hilfe für den Stall.


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Offline allgäurenate

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Re: Baby und Stall
« Antwort #2 am: 01.11.17, 21:49 »
Hallo Melha,

kann mit dir fühlen, bei mir war es so Zwillinge (einer schrie immer bzw. weckte den anderen auf dann doppel Konzert) hab damals mein Problem dem Kinderarzt erzählt und der meinte, wenn der 1 anfängt zu schreien auf die Uhr schauen und 5 Minuten schreien lassen. Du glaubst nicht wie lange eine Minute mit schreiendem Kind sein kann.Die ersten paarmal dauerte das Schreien immer 5 bis 6 Minuten, aber schon nach kurzer Zeit wurden die Schreiattacken kürzer.

Aber wirklich Uhrzeit und jeden Tag konsequent den 5 Minutenrythmus durchziehen!!

Ansonsten kann ich mich nur Gina67 anschliessen evtl. Babysitter zu organisieren.

Lg und gute Nerven von  Allgäurenate, die Zwillinge sind heute 25 Jahre alt und kern gesund, keinen Schaden vom Schreien 8)

Offline Tessi

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Re: Baby und Stall
« Antwort #3 am: 02.11.17, 05:56 »

Hallo Melha,

meine Nichte hatte genau das selbe Problem und wusste sich keinen Rat mehr.
Sie hat den Kleinen dann bei einem Osteophaten vorgestellt...und es wurde besser.
Wie und was der gemacht hat  ???   Die Kosten werden, so viel ich weiß, von der Krankenkasse übernommen...

LG Mary

Offline martina-s

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Re: Baby und Stall
« Antwort #4 am: 02.11.17, 07:43 »
Hallo,
ja, LKK trägt auf alle Fälle Kosten von Osteopath!
Ich würde das auch in Angriff nehmen! Da ist schon vielen geholfen worden, einschließlich mir, die ich so was immer abgetan hab.

Aber zum anderen Thema würde ich Dir sagen, dass die Zeit die Du jetzt aufwendest für das Kleine unwiederbringbar ist!

Ich weiß, es ist hart mit Umdenken wenn man überall die Arbeit sieht. Trotzdem würde ich Dir empfehlen eher jemand für den Stall zu nehmen wie da Abstriche beim Kind zu machen.

Meine Tochter war drei Jahre alleinerziehend.

Für die erste Tochter hatte sie alle Zeit der Welt! Wenn ich so die Entwicklung dieses Kindes verglichen zu den anderen beiden, in der Ehe geborenen Kindern anschaue, dann muss ich sagen, diese Investition hat sich gelohnt.
Meine Tochter ist nun mit einem Landwirt verheiratet und hatten nach den beiden Geburten schon immer minimale Auszeiten weil jedesmal Kaiserschnitt. Aber hinterher ist sie wieder voll im Betrieb eingesetzt.
Sie haben gute Einteilung weil SM nach Plan auf die Kinder achtet wenn sie im Stall ist.
Nur finde ich, dass die beiden sich nicht so gut entwickelt haben wie das erste Mädchen. Das darf ich nicht so laut sagen. Aber meine Beobachtung ist so.

Was haben wir mit Maria gespielt, angeguckt, auf sie eingegangen! Hier war noch eine Uri da. Und nachdem meine Tochter bei der Ersten wieder arbeiten ging, haben Uri und ich uns aufgeteilt.

Das Kind ist sehr ruhig und "unzerrissen" aufgewachsen.

Verglichen damit wie ich Spagat zwischen Betrieb und Kinder gemacht hab, würde ich das nimmer von einer jungen Bäuerin verlangen wollen.
Liebe Grüße
Martina

Offline geli.G

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Re: Baby und Stall
« Antwort #5 am: 02.11.17, 08:35 »

ja, LKK trägt auf alle Fälle Kosten von Osteopath!

Die LKK zahlt 80 % aber auch mit einer jährlichen Obergrenze. Aber selbst wenn ich das selber zahlen müsste, würde ich das machen.
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline Niernderl

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Re: Baby und Stall
« Antwort #6 am: 02.11.17, 09:33 »
Also fünf Minuten schreien lassen ist schon ok. Oftmals hören sie auf zu schreien wenn sie merken dass keiner kommt. Wenn du aber zu schnell aufgibst dann nutzt sie das aus. Leider überträgt sich die eigene Psyche auf das Kind. Du bist gestresst, weisst genau wenn du dein Kind absetzt fängt es zu schreien an, diese Angst und Panik überträgt sich auch auf dein Kind. Zuerst musst du dir im Klaren sein, dass du ruhig werden musst. Wenn du ruhig und ungestresst bist wird sich das auf dein Kind auswirken.

Sollte es sich nach mehreren 5 Minuten Schreiattaken die du abwartest bevor du zu deinem Kind gests nicht bessern, dann würd ich dir auch raten dich mit dem Kinderarzt zu bereden was zu tun wäre. Vielleicht braucht sie aber einfach nur viel Nähe und Geborgenheit. Ist bei der Geburt oder Schwangeschaft etwas vorgefallen was Stress oder Angst verursacht hat. Es kann sich so vieles auf das Kind übertragen woran man gar nicht denkt.

Vielleicht verträgt sie aber auch gewisse Nahrungsmitteln nicht, hast du gestillt oder bekam sie gleich Fläschen? Jetzt müsste sie ja schon gut mitessen können. Fängt sie bald zu gehen an, krabbelt sie nicht in der Gegend herum?

Ich kann nur wiederholen, ihr müsst lernen bei diversen Situationen ruhig zu bleiben. Diese Schreiattacken überstehen. Mittlerweile weiss sie ja wenn es ihr langweilig ist oder es ihr nicht passt "eingesperrt" zu sein im Laufstall oder Kinderwagen braucht sie nur zu brüllen und ihr gebt nach. Ich weiss es ist ein harter und steiniger Weg, aber wenn sonst keine körperlichen und gesundheitlichen Aspekte dahinter stecken dann heisst es "stark" sein.
Es grüßt euch ganz herzlich aus dem Salzburger Land
                                            Regina :-)

Offline ayla

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Re: Baby und Stall
« Antwort #7 am: 02.11.17, 11:12 »
Liebe Melha

Vielleicht gibt es jemanden in deinem Umfeld, welcher regelmässig mit deiner Tochter einen Spaziergang macht oder mal mit ihr spielt. Das kann ein Schulmädchen sein, welches sich etwas Sackgeld verdienen möchte, oder eine liebe Nachbarin, welche mit Freuden mal auf wieder auf ein Kleinkinde aufpasst. Das würde dir hin und wieder etwas Luft verschaffen und deiner Tochter volle Aufmerksamkeit seitens der Betreuungsperson.

Gäbe es im Stall (oder einem Arbeitsplatz, wo ihr euch oft aufhaltet) die Möglichkeit, eine Schaukel zu montieren? So ein richtiger Schaukelsitz, wo sie nicht rausfallen kann, und euch bei der Arbeit im Blickfeld hat, und wo ihr die Schaukel ab und zu anschubsen könnt.
Praktisch sind auch die kleinen "Rutscherautos", wo die Kinder draufsitzen können. Es gibt glaub auch da solche mit "Gestell"  um den Sitz, damit das Kind nicht runterfällt. Nur darauf sitzen kann ein Kind schon, bevor es laufen kann, und richtig weit fahren kann es damit auch noch nicht. Trotzdem kommt es dem Bewegungsdrang etwas entgegen, und das "Auto" hat ein Steuerrad zum halten und vielleicht sogar eine Hupe, das macht dem Kind Freude...(den Eltern evtl. weniger...) ;), und es ist zufriedener.
Es kommt halt auch auf die Baulichkeiten an, was möglich ist. Bei uns im alten Anbinde-Stall waren die Kinder zu Stallzeiten meist im Futtertenn, an dessen Ende ich das Laufgitter aufgestellt hatte. Das war praktisch und ungefährlich, sie hatten Spielsachen dabei und sind auch mal herumgekrochen oder am Futtertrog gestanden, oder haben den Katzen das Trocken-Futter weggegessen... ;D
Mit einem Melkstand wäre es vermutlich schwieriger gewesen, die Kinder dabei zu haben, aber man wird erfinderisch, und es hätte auch gehen müssen.

Einer meiner Neffe hat auch oft geweint und war sehr unzufrieden. Sobald er aber selber laufen konnte, hat sich das gelegt. Ansonsten denke ich auch, Osteopathie wäre etwas, was du mit ihr versuchen könntest.

Viel Glück


Offline martina-s

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Re: Baby und Stall
« Antwort #8 am: 02.11.17, 12:20 »
stimmt, Geli!

aber meist sind gar nicht so viele Behandlungen nötig. Also ich bin sehr zufrieden gewesen mit Deinem Tipp. Das linke Knie brauchte ich so nicht operieren zu lassen. Und hatte auch schon Erguss drin

Liebe Grüße
Martina

Offline Lisa

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Re: Baby und Stall
« Antwort #9 am: 02.11.17, 14:48 »
eine Schaukel ist nie verkehrt, wir hatten eine im Melkstand wenn Enkelkind da war,
musste ich es ja auch in den Stall mit nehmen und es war immer gerne dabei.
einen Schneeanzug, für den Herbst einen leichteren und für kälteren Tage einen wärmeren.
Bei dem dritten Enkel montierte Schwiegersohn in der Küche  mit 2 Dübel einen großen
Korb zum aufhängen, geschützt von den älteren und zum einschaukeln bestens geeignet.
Das hätten wir bei dem ersten schon machen sollen, da wäre uns viel erspart geblieben,
erzählte er mir. Die Küche war übrigens groß genug, was natürlich Voraussetzung ist.
Glück ist das Einzige das sich verdoppelt,wenn man es teilt

Offline Corina

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Re: Baby und Stall
« Antwort #10 am: 03.11.17, 09:13 »
Hallo,
ich weiß genau wie es dir geht - zerrissen zwischen Kind und Stall und allen anderen Arbeiten. Meiner ist auch so ein Wirbelwind.
Bei mir ging es noch gut wie mein Sohn ganz klein war - Kinderwagen auf dem Futtertisch, da hat er geschlafen, danach Laufgitter auf dem Futtertisch, so daß er zu den Kälbern schon hinlangen konnte, da war er zufrieden, bei gewissen Arbeiten hatte ich ihn in der Rückentrage - er wollte halt immer überall dabei sein. und in einem ruhigem Zimmer alleine schlief er sowieso nicht. Er fing relativ früh zu gehen an und manchmal musste er einfach in die Kälberbox. Ach ja, Radio mit Kinderhörspiel hilft auch manchmal, sie ein paar Minuten ruhig an einem Ort zu Halten  ;) Jetzt ist er viereinhalb und darf im Stall sämtliche wände anmalen, Heuhüpfen, mit Holzstöcken Türme, Ställe etc. bauen, hat einen Fuhrpark im Stall und sein kleines Werkzeug und und und ...(und trotzdem dreh ich manchmal fast durch.....) Aber es wird besser  ;) und ganz ehrlich gesagt ist mir mein kleiner Lausbub lieber als ein Stubenhocker  ;D