Autor Thema: Zahnspange, Brackets, Außenspange, Kieferorthopädie+ -chirurgie  (Gelesen 84019 mal)

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Offline geli.GTopic starter

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Hallo,

vor kurzem war ich mit meinen beiden Töchtern (10 und 8 Jahre) bei einer Kieferorthopädin.

Katharina hatte mit zwei Jahren einen Unfall und sich dabei einen Zahn komplett ausgeschlagen und einen richtig ins Kiefer raufgeschlagen.
Jetzt sind die zweiten Zähne da, einer ist aber an einer völlig falschen Stelle. ::)

Was sagt die Kieferorthopädin: "Es gehört gemacht, ist aber laut Gesetzgeber selbst zu bezahlen!"

Dann kam die Christina dran. Sie hat wunderbare Zähne, aber mit dem Oberkiefer einen leichten Vorbiss. Der Wert beträgt 5, um es bezahlt zu bekommen, müsste es aber 6,5 sein. Also, auch selbst bezahlen. :o

Bei Katharina wäre das wohl in einem halben Jahr erledigt.
Bei Christina kämen aber für die nächsten drei Jahre im Monat ca. 80 bis 100 € zusammen. :o

Mich hätt ja fast der Schlag getroffen....

Habt ihr eine Zusatzversicherung, die für solche Sachen aufkommt.

Ich merke schon, es wird immer mehr zu einer "Zweiklassengesellschaft" kommen. Schließlich kann sich das nicht jeder leisten! :-\

Noch etwas: Hat hier schon jemand von einer osteopathischen Behandlung im Zusammenhang mit den Zähnen gehört?
« Letzte Änderung: 06.04.04, 21:14 von geli.G »
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Viele Grüße von Geli

Offline Ingrid2

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Hallo geli,

hast du schon mit deiner Krankenkasse selbst Kontakt aufgenommen? Es kann durchaus sein, daß die Kasse das schon bezahlt, würde mich da nicht so sehr auf den Kieferorthopäden verlassen.

Bei meiner Beate kamen z.B. die Backenzähne zu früh, der Zahnarzt hat gesagt, das Versiegeln der Zähne wird erst ab dem 6. Lebensjahr bezahlt (sie war damals 5). Wir haben bei der Kasse nachgefragt und gemotzt, dann ging es und wurde komplett bezahlt (eigentlich musste die Kasse wirklich nicht zahlen).

Ich denke, einen Versuch wärs wert, für mein Gefühl haben die Krankenkassen durchaus einen Ermessensspielraum. Nicht gleich aufgeben und vom Sachbearbeiter abwimmeln lassen, im Zweifelsfall den Vorgesetzten verlangen. Ich weiß, das kostet sehr viel Überwindung, aber wenns hilft!

Viele Grüße Ingrid


Viele Grüße Ingrid

Offline Anemarie

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An Geli,

wie ist der Unfall mit den ausgeschlagenen Zähnen passiert? Vielleicht gibt es eine gegnerische Versicherung oder eine Betriebshaftpflicht oder ähnliches , die für Unfallfolgen auch nach Jahren zahlen muß. Auf jeden Fall würde ich auch ganz deutlich mit der Krankenkasse reden, und wenn es dir möglich ist, auch gleich mit einem Wechsel drohen. Ich selbst bin zur Zeit auf der Suche nach einer privaten Zusatzversicherung, da ab nächstes jahr Zahnersatz sowieso komplett selbst versichert werden muß. Zähne werden immer teurer und mit der billigsten Kassenversion möchte ich nicht rumlaufen.  Wenn du weitere Informationen braucht, melde dich bei mir.

Liebe Grüße
Annemarie
hoch lebe die Arbeit, so hoch, daß keiner rankommt.

Offline Erika

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Unser Sohnemann (14) trägt seit 2 Jahren eine Zahnspange, die komplette Behandlung dauert insgesamt 3 Jahre. Die Fehlstellungen am Gebiss waren sehr wahrscheinlich so gross, dass die Krankenkasse den Antrag genehmigt hat. Im Alter von etwas mehr als 1 Jahr hatte er sich die oberen vier Zähne so angeschlagen, dass sie leider gezogen werden mussten. (Krankenhaus mit Vollnarkose)
Im Kostenplan der Krankenkasse (LKK) stehen voraussichtliche Gesamtkosten in Höhe von ca. 3500 Euro.
Wenn ich das komplett bezahlen müsste, würde ich erst bei einem anderen Kieferorthopäden vorstellig werden und trotzdem versuchsweise einen Antrag an die Krankenkasse schicken.

Offline Margret

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Hallo,
ich war neulich auf Anraten unseres Zahnarztes mit unserer Tochter (fast 9 J.) zur Erstuntersuchung bei einer  empfohlenen Kieferorthopädin.  Das was bei unserer Tochter gemacht werden muss , ist wohl was Größeres und auf jeden Fall zwingend notwendig (Zähne momentan "dreistufig" im Kiefer).  Die Kieferorthopädin hat mir empfohlen, dass wir uns in ca. einem halben Jahr (wenn die noch unausgegorene Rechtslage im Gesundheitswesen klarer ist) informieren und möglichst eine Zusatzversicherung für Kieferorthopädie anbieten lassen und abschließen.   Es hat schwer danach geklungen, dass einiges nicht standardmäßig abgedeckt wird von der normalen KV.  Da bei unserer Tochter aber erst vollends die Milchzähne rausfallen müssen usw.  haben wir uns noch nicht weiter darüber informiert.
Grüße   Margret

Offline anja

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Hallo,

eine kieferorthopädische Behandlung wird uns auch bald ins Haus stehen  - unsere Zahnärztin hat uns auch schon vorgewarnt, dass die Korrektur wohl zu gering *winkzugeli* ist, um von der Kasse übernommen zu werden  ;-(((, Termin beim Kieferorthopäden ist aber erst im Mai, also heißt es erst mal abwarten.....

Hat einer von Euch schon so eine Zusatzversicherung für Zahnkorrektur und wie hoch sind die Kosten hierfür ?

Bye, Anja

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wie ist der Unfall mit den ausgeschlagenen Zähnen passiert?


Katharina ist in der Küche mit dem Stuhl umgekippt. Es gibt also keinen Unfallgegner.


Auf jeden Fall würde ich auch ganz deutlich mit der Krankenkasse reden, und wenn es dir möglich ist, auch gleich mit einem Wechsel drohen.


Geht nicht, wir sind alle bei der Lkk! ::)


@an alle

Vielen Dank für eure Antworten.

Ich war inzwischen mit den Kindern beim Zahnarzt. Der gab der Kieferorthopädin recht, was die Zahlungen angeht, meinte aber dass es bei Christina noch nicht so pressiert.
Erst werd ich sie noch einer Osteopathin zeigen und dann sehen wir weiter.
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Viele Grüße von Geli

Offline sonny

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Unser Johannes hat seine kieferorthopädische Behandlung abgeschlossen (Beginn Jan. 01).
Er soll noch 3- 4 Monate seine lose Spange nachts weiter tragen!
Als Alternative empfiehlt er ein auf  der Innenseite der Zähne angeklebter sog. Retainer-Draht. Vorteil solle eine fast 100% Langzeitstabilität der Zähne sein.
Hat von euch schon jemand Erfahrung mit diesem Retainer-Draht?
Müsste dies aber privat bezahlen! ???
Habe nun auch ein Schreiben, das ich bei der KK einreichen kann, damit ich den geleisteten Eigenanteil zurückerstattet bekomme!
Ein paar hundert Euro kommen da hoffentlich wieder zurück! ::)
Liebe Grüße
sonny

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Offline geli.GTopic starter

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Jetzt geht´s weiter mit der Geschichte...

Ich war jetzt mit Christina bei einer Zahnärztin die für ihre ganzheitliche Methode bekannt ist. ;)

Sie hat sich alles angeschaut und dann vorgeschlagen einen "Bionator" einzusetzen.

Sie meinte, dass die Behandlung in ca. einem halben oder dreiviertel Jahr beendet wäre.
Das ganze ist natürlich auch selbst zu bezahlen, wäre aber erheblich billiger als die erste Möglichkeit unserer Kieferorthopädin (ca. 35oo € :o)

Außerdem hat sie zu einer zweimaligen osteopathischen Behandlung vor dem Abdruck geraten.

Jetzt werden ich mich mal mit meiner Kieferorthopädin in Verbindung setzen und schauen was die dazu sagt... ::)

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Viele Grüße von Geli

Offline geli.GTopic starter

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Hallo Walburga,

hier hab ich noch einen Link darüber http://www.zhkplus.de/berichte/T21.shtml

Ganz unten steht, dass es auf ca. 1500 - 2500 € kommen würde..... :o
Aber immerhin 1000 € günstiger als die andere Methode und statt drei Jahre nicht mal ein Jahr... ::)
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Viele Grüße von Geli

Offline geli.GTopic starter

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Da fällt mir noch was ein....

Die Zahnärztin hat gesagt, dass es bei meiner Christina schon höchste Zeit ist um mit dem Bionator anzufangen......Sie wird im August 11!
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Offline geli.GTopic starter

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Für eine Behandlung sollten die Milchzähne erst alle raus sein.


Hallo Walburga,

da hast du schon recht, wenn es um Fehlstellungen der Zähne geht.
Meine Christina hat aber recht schöne Zähne, nur mit dem Oberkiefer einen Vorbiss....und das könnte man schon viel früher regulieren, weil das nix mit den Zähnen zu tun hat..... ::)

Hab ich auch nicht gewußt, sonst wäre ich schon viel früher zum Kieferorthopäden gegangen. ::)
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Viele Grüße von Geli

lallemande

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Meine Christina hat aber recht schöne Zähne, nur mit dem Oberkiefer einen Vorbiss....und das könnte man schon viel früher regulieren, weil das nix mit den Zähnen zu tun hat..... ::)

Hab ich auch nicht gewußt, sonst wäre ich schon viel früher zum Kieferorthopäden gegangen. ::)


Hallo, zusammen!
Ich war vor 2 Wochen mit meinem Kleinen ( 5 1/2 Jahre)
erstmals beim Zahnarzt, unser bisheriger Zahnarzt hat sich geweigert, einem so kleinen Kerl nur zur Kontrolle in den Mund zu schauen,  ich habe uns darum einen neuen Arzt gesucht.
Der hat nach Kontrolle der Milchzähne (noch alle vorhanden, keiner wackelt) dann gleich Kiefer, Schädel und Handknochen geröntgt und danach dringend zum sofortigen Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung geraten.
Der Vorbiss könne in diesem Alter schon behandelt werden und Platz für die vorderen bleibenden Zähne im Unterkiefer könne am besten geschaffen werden, solange das Wachstum des vorderen Unterkiefers noch nicht abgeschlossen ist. Dies sei normalerweise mit ca 6 - 7 Jahren der Fall, danach wäre eine Dehnung nur noch hinten im Backenzahnbereich möglich.
Da unser Sohn ein Knochenalter von ca. 3 1/2 Jahren hat, kann noch vorne Platz geschaffen werden, was lt. diesem Arzt günstiger ist, als erst mit ca. 11 Jahren eine Behandlung anzufangen.
Ich war sehr erstaunt, in Deutschland habe ich bisher von einem so frühen Behandlungsbeginn nie gehört!
Bisher kannte ich nur, dass gewartet wird, bis die bleibenden Zähne da sind und der Kiefer ausgewachsen ist!?
Was sagt Ihr dazu?
Liebe Grüsse
lallemande


Offline martina

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Lallemande,

von der Methode hab ich auch noch nix gehört, aber irgendwie klingt es logisch, weil ja die Milchzähne auch Platzhalter für die Bleibenden sind.

Warum weigert sich Dein Ex-ZA den Kleinen zu kontrollieren?

Wir bekommen hier sogar für die Einjährigen bis Kindergartenalter schon vom Gesundheitsamt Zahnkontroll-termine, wo die Zähne kontrolliert werden, Zahnputzübungen durchgeführt und die Eltern beraten werden usw. Das Kind wird angeschrieben, Hallo sowieso, Dein pers. Kontrolltermin bei mir ist dann und dann... und eine Kleinkindgerechte Zahnbürste ist auch immer dabei. Bei den Terminen wird man dann auch noch mal mit Zahnbürsten eingedeckt, Zahncremetuben und Putzbechern, zT auch für die großen Geschwister gleich mit.

Die gleiche Ärztin kommt auch in die Kindergärten und Schulen.

Lasst uns miteinander reden - wir freuen uns auf Beiträge.
Bei uns geht Kontakt ohne Maske und Abstandsregeln. Draussen nicht!

lallemande

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Hallo, Martina!
Ja, so kenne ich das auch noch von meiner Tochter.
Bis einschliesslich 2. Schuljahr ist die in Deutschland zur Schule gegangen und da gab es diese Aktionen regelmässig und mein damaliger Zahnarzt hat ihr auch alle 6 Monate ein Kärtchen geschickt und zum Nachgucken eingeladen.
Dann sind wir nach Frankreich umgezogen. Mein Sohn ist hier geboren und hier ist im Gesundheitswesen so manches anders als in Deutschland!
Das reine Nachgucken wird hier von den Krankenkassen nicht bezahlt, der Zahnarzt darf nur "richtige" Leistungen abrechnen. Viele Zahnärzte nehmen Kinder also erst dran, wenn Karies o.ä. vorliegt. Ausnahme sind die 14 - 18 jährigen, da wird auch die Prophylaxie bezahlt.
Bei den kleinen Kindern kommt nur 1 mal im Jahr ein Schularzt, der Augen, Ohren, Zähne usw. grob abcheckt, bei Zweifeln oder Auffälligkeiten bekommt das Kind ein Kärtchen = Überweisung zum Haus-oder Facharzt.
Dieses System hat zur Folge, dass die meisten Kinder eine Zahnarztpraxis hier erst kennen lernen, wenn es weh tut und dann auch als Erwachsene aus Angst nicht regelmässig, sondern erst wenn es zu spät ist zum Zahnarzt gehen.
Zahnpflege wird hier weder im Kindergarten noch in der Grundschule gezeigt. Kinder, deren Eltern nicht richtig gelernt haben die Zähne zu putzen, lernen es halt meist auch nicht.
Meine beiden (5 und 16) haben bisher keinen Karies :) und sind hier immer wieder die vielbestaunten Ausnahmen ??? :o!
Lieben Gruss
lallemande