Autor Thema: bekämpfung von wildkräutern  (Gelesen 31534 mal)

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Offline Nanne

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Re: Giersch - Bekämpfung
« Antwort #30 am: 04.02.08, 13:40 »
Hallo,
hatte auch Giersch in einem Lilienbeet. Bin letztes Jahr fast jeden TAg mal dran vorbeigelaufen und hab alles grüne, das sich nur irgendwie überirdisch blicken ließ, ausgezupft. Und hab ihn tatsächlich losgebracht, weiß aber nicht, ob er heuer wieder austreibt. Das geht aber wirklich nur bei kleinen Beeten. Großflächig schafft man das kaum.

Nanne

Benita

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Re: Giersch - Bekämpfung
« Antwort #31 am: 04.02.08, 15:05 »
Hallo ,
 Girsch kann man nur ausgraben .... oder man deckt diese Stelle 2 Jahre lang mit einer dicken schwarzen Plane ab.
Wenn der Girsch unter Sträuchern oder Rosen wächst, dann gehe ich mit "Kerb50" dran.
Eine gute .... Alternative .....ist auch "Concert", weiß nicht mehr welche Firma.....!Soviel ich weiß, kann man beides auch in den Rasen spritzen.Ich würde es aber nur an den Rändern machen, weil sich der Rasen doch etwas verfärbt.
Es darf aber dann keine Blumenstaude, ob mehrjährig oder einjährig daneben stehen, denn da heißts dann wieder ....  ausgraben.

LG Benita!
« Letzte Änderung: 05.02.08, 13:04 von Benita »

Benita

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Re: bekämpfung von wildkräutern
« Antwort #32 am: 04.02.08, 15:20 »
Hallo allerseits,
 ...... was den Hollunderstock angeht, ...... wenn du keinen starken Mann an deiner Seite hast, der ihn dir ausgräbt, dann stelle einfach eine leere Dose drauf.
 Je nachdem wie er groß ist, darfs auch ein Topf sein. Zuerst ganz niedrig abschneiden.
 Auf alle Fälle auch noch rundherum die Erde anhäufeln, damit keine Helligkeit ins Doseninnere dringt.
Ich habe immer solche Dosen irgendwo stehen, meisten über den von selbst ausgesähten Eschen. Man muß sie allerdings auch auf alle Fälle ein ganzes Jahr stehen lassen.


LG Benita!

Benita

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Re: bekämpfung von wildkräutern
« Antwort #33 am: 04.02.08, 15:27 »
Noch was,
mein Leib und Hausgärtner hat mir mal verraten, dass er selber bei Queckenbefall im Blumenbeet mit einem Gräsermittel dagegen spritzt.
Hab ich auch schon unter den Taglilien probiert und hat sogar funktioniert. Obwohl die selber so gräserähnlich aussehen.
Ich glaube, das Mittel heißt Fusilade, es gibt auch noch ein anderes... muß nochmal nachschauen, wie das heißt.
Es heißt Gallant, ... mein Mann sagt aber dass es dies nicht mehr gibt.
Es werden aber immer wieder neuere Gräsermittel zugelassen, sodass es kein Problem werden dürfte.
Diese Tipps sind zwar keine große Hilfe für die "Biologischen", ... aber ehrlich gesagt, im Gemüsegarten würde ich auch nicht mit sowas spritzen.


LG Benita!
« Letzte Änderung: 04.02.08, 18:18 von Benita »

Benita

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Re: bekämpfung von wildkräutern
« Antwort #34 am: 04.02.08, 16:14 »
Außerdem,
bei Befall mit "Gemeiner Zaunwinde" habe ich gute Erfahrung mit "Garlone 2" gemacht.
Mein Mann sagte, das müsse mit "Starane" auch gehen.
Ich lasse zuerst die Pflanze in ein größeres Gurkenglas wachsen, damit sich viel Blattmasse bilden kann. Eventuell ein bißchen mit einem Flies schattieren, damit die Blätter in der Sonne nicht verbrennen .... es dauert Wochen.
Alsdann ..... in das Glas aus einer Rückenspritze alle Blätter benetzen und noch tagelang liegenlassen (auf die Seite legen, dass nichts rauslaufen kann). So kann das Mittel bis zur langen Wurzel hinunterwirken, .... die kann ja durchaus 2 Meter lang sein. Mit dieser Methode kann man auch unter den Blumenstauden arbeiten.


LG Benita!
« Letzte Änderung: 04.02.08, 18:15 von Benita »

Offline klara

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Re: bekämpfung von wildkräutern
« Antwort #35 am: 04.02.08, 22:43 »
Benita,
Fusilade,kannst Du nur bei allen spitzen Gräsern anwenden,besonders Flechtgras,ist das zugleich Quecke ????
Allen runden Blättern macht es nix aus.
LG Klara
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Offline klara

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Re: Giersch - Bekämpfung
« Antwort #36 am: 04.02.08, 23:04 »
Hier:http://www.gartenzeitung.de/sucherat/us_sucherat1.php3?rat_id=1315
hab ich nochmal einen link dazu. Vielleicht ist dieser hilfreicher.
LG Klara
Carpe diem,nutze den Tag

Benita

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Re: bekämpfung von wildkräutern
« Antwort #37 am: 05.02.08, 09:14 »
Hallo Klara,
.... eben .... allen runden Blättern macht es nichts aus. Aus diesem Grund würde ich es genauso auf oder unter die Buschnelken, Hosta, Rosen, Pfingstrosen, Rittersporn, Strahlenastern spritzen,  ......ja sogar bei den Iris hab ich auch schon gespritzt , .... wenn es unbedingt sein muß. Kann ja sein daß es sogar der Schnittlauch überleben würde, ... ist ja eigentlich kein Gras. Taglilien, Iris,und Schnittlauch haben aber spitze Blätter .... also kann man sich an dieser Aussage auch nicht orientieren.
Ich muß aber zu meiner Ehrenrettung sagen, dass ich niiiiicht überall Quecken habe, das wäre ja ganz schlimm. Für einen Landwirt ist ein von Quecken verseuchtes Feld ohnehin eine Schaaaaaande.

Wenn du diese Pflanze Flechtgras nennst, dann kanns schon sein, .... denn es flechtet sich ja durchs Feld (besonders am Feldrand).
Wir in Niederbayern sagen dazu Schußwurzeln oder ganz nach Dialekt "Schuuswiaz"!
Früher hatte ich mal einen Fleck mit Bodendeckern (Cotoneaster), die waren so mit Quecken verseucht, dass es zum Weinen war. Ich hatte damals noch nicht die Kentnisse von jetzt und habe mal ganz tapfer mit Starane drübergespritzt. ----- Das hätte ich nicht tun sollen! ---- Alles war kaputt....!!!

Wenn ein Ziergras daneben steht , dann hast du evtl. schlechte Karten, (vielleicht hilft Abdecken, beim Spritzen,...... mit einer großen Pappe)..
Es werden aber trotzdem nicht alle spitzen Gräser davon vernichtet, ... das habe ich gemerkt, als ich eine Seggenart neben den Taglilien sah  (die ich gespritzt hatte), ... die hats ausgehalten. Aber das ist ja eh ein Ziergras, die Segge hat kantige Halme, ..... oder hat sie total runde Halme  ??? ....  Aber dann gehört sie anscheinend nicht zu den üblichen Grasarten.
Du sollst aber beachten, dass die Quecken kurz vor dem Spritzen auch ...... viel Grasmasse haben, .... aber auch nicht etwa erst Ende Oktober spritzen, wo eh fast kein Wachstum mehr da ist. Da kann dann das Herbizid evtl. wieder nicht bis zu den letzten Wurzeln ziehen. Auch Anfang April ist nicht so gut, ... ich würde bis Mitte oder Ende Mai warten.
Ich muß ehrlich sagen, anfangs war ich auch sehr skeptisch und hab mir gedacht, .... "jetzt opfere ich mal diese Taglilien" ....., die vermehren sich eh so stark, dass es "polizeilich verboten gehört".
Und es hat dann doch geklappt!

LG Benita!
« Letzte Änderung: 07.02.08, 15:59 von Benita »

Benita

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Re: Giersch - Bekämpfung
« Antwort #38 am: 05.02.08, 13:09 »
hallo mathilde,
 Melde würde ich nicht fürchten, die läßt sich ja gut rausreißen, man muß nur aufpassen, dass sie nicht absamt.
LG Benita!

Offline Vöglein

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Re: Giersch - Bekämpfung
« Antwort #39 am: 05.02.08, 20:01 »

 Melde würde ich nicht fürchten, die läßt sich ja gut rausreißen, man muß nur aufpassen, dass sie nicht absamt.


Hallo Benita,

ich habe Samen der Roten Melde bekommen.........sollte etwas besonderes sein  ::) ::)

Zitat
Die Gartenmelde in der Küche [Bearbeiten]

Melde wird entweder zubereitet wie Spinat oder junge Blätter werden im Salat verwendet. In Frankreich isst man die Gartenmelde mit Sauerampfer. Beim Kochen der roten Varietät verlieren die Blätter die Farbe nicht, obwohl das Kochwasser noch eine Suppe färben kann.

Der Geschmack der Blätter ist angenehm mit einer bitteren Komponente. Für Kinder ist Melde angenehmer als Spinat, wohl wegen des geringeren Oxalsäure-Gehalts.

Bereits im Mittelalter wusste man, dass Melde die Haare schwarz und Stoffe grün färben kann.


Sollte ich diese doch lieber in der Tüte lassen ?
Liebe Grüße Andrea Maria

...man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise
zu Ende !

Benita

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Re: Giersch - Bekämpfung
« Antwort #40 am: 05.02.08, 21:46 »
Hallo Vöglein,
 so eine Meldesaat kannst du auf alle Fälle aussähen. Es handelt sich ja hier nicht um Rizome, die  plötzlich nicht mehr zu beherrschen sind. Wenn du merkst, dass sie euch schmecken, dann kannst du sie ja ruhig weiter kultivieren. ...... Melde ist normalerweise eine Unkrautpflanze, die sich auch schnell wieder ausmerzen läßt.

Benita!

Benita

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Re: bekämpfung von wildkräutern
« Antwort #41 am: 06.02.08, 08:30 »
hallo Mary,
 ... ich muß mich schon wundern, dass du immer so viel mulchen kannst. Das geht bei mir gar nicht. Sofort sind noch mehr Wühlmäuse da und machen sich einen Vergnügungspark drunter.
Besonders der Rindenmulch hätte es mir angetan, weil es dann auch immer so gut riecht. Auf den Gartenwegen könnte man sich das ja erlauben,.......... bei mir geht das aber einfach wegen der Wühlmausplage gar nicht. Ich muß immer die Beete schön frei halten.
Früher hab ich mal Rindenmulch auf die Rosen gegeben ( weil ich auch einige Ecken habe, wo die W.mäuse nicht hinkommen), ..... das war keine gute Idee. Sie haben fast ganz zu blühen aufgehört, weil sie anscheinend die Gerbsäure, die in der Rinde enthalten ist nicht mögen.
Nachdem ich den R. entfernt hatte, sind sie wieder schön geworden.

LG.Benita!

Offline mary

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Re: bekämpfung von wildkräutern
« Antwort #42 am: 06.02.08, 08:49 »
Hallo Benita,
bei Johannisbeerstäucher, Himbeeren, mulche ich mit Hackschnitzel und oben drauf  Mist,
bei den Rosen mit Heu und altem Mist
und im Garten und Gewächshaus mit Heu.
Letztes Jahr hatte ich das erste mal mit Wühlmäusen zu kämpfen, aber soweit ich von anderen Bekannten mitbekommen hab-
war letztes Jahr ein Wühlmausjahr.
Mobby Dick wurde von unserer  Katze gefressen, jetzt hoffe ich, dass heuer wieder friedliches Gärtnern geht.
Aber eine Frage, macht das einen Unterschied, wenn die Beete freigehalten werden?
Ich hab mich gefragt, was Wühlmäuse und Maulwürfe fressen und warum es letztes Jahr soviel gab?
Das einzige was ich nicht mehr machen werde, Bokahsi vergraben, das zieht Neugierige an.
Bin leider eine faule Gärtnerin und mit der Mulcherei spare ich mir viele Jäterei und Hackerei.
MIr ist vor 5 Jahren im Herbst was ins Kreuz gefahren und ich konnte nicht mehr umgraben. Freiwillige waren auch nicht gerade zur Stelle und in der Leihücherei hab ich zufällig ein Buch von Ruth Strouth über ihren Mulchgarten gefunden-
seither mulche ich im Garten.
Die Johannis- und Himbeersträucher mulche ich schon viel länger,
ich stand vor der Entscheidung, den Garten zu verkleinern oder zu vereinfachen.
Dank mulch brauch ich wenig rupfen. Vom Rindenmulch bin ich wieder abgekommen, denn Hackschnitzel hab ich gratis, der Rindenmulch ist bei uns ziemlich teuer.
Und für den Heumulch ergattere ich mir die Quaderballen, die mal nicht so toll geworden sind.
Der Heumulch vom letzten Jahr ist im Gewächshaus inzwischen vollkommen von den Regenwürmern und Bodentieren aufgefressen worden und ich brauch dadurch um einiges weniger giessen.
Die einzige Kultur, die auf einem anfangs ungemulchtem Beet steht- sind Karotten, aber wenn sie mal einigermaßen sichtbar sind, bekommen sie auch Heu ab.
Meine grössere Befürchtung waren die Schnecken, aber die sind erstaunlicherweise jedes Jahr weniger geworden.
Nur wenn es hagelt, dann kommen sie wieder in Scharen.
Herzliche Grüsse
maria




Benita

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Re: bekämpfung von wildkräutern
« Antwort #43 am: 06.02.08, 11:33 »
Hallo Mary,
es macht auf alle Fälle Sinn, die Beete frei zu halten.  Man merkt es auch am Rasen, .... wenn ich mal  länger nicht zum Mähen kam und ging dann über den Rasen, dann war alles so weich zu treten ..... weil die W.mäuse schon wieder viel Arbeit geleistet hatten ( alles unterminiert).
Ich glaube deine Wühlmaus vom vorigen Jahr wird bestimmt nicht unfruchtbar gewesen sein  ;)

LG Benita!

Offline passivM

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Re: Giersch - Bekämpfung
« Antwort #44 am: 15.05.08, 01:04 »
Den Giersch hab ich auch überall.
Es bringt Euch ja auch nicht weiter, wenn ich zugebe, dass ich das Zeug auch nicht los werde. Habe im letzten Herbst das gesamte Gemüsebeet tüchtig durchgegraben, und ich dachte, ich hätte ALLES raus bekommen. Aber: Pustekuchen. Jetzt reiße ich es halt immer wieder so weit wie möglich raus.
An einer Stelle im Garten hab' ich wohl mehr Giersch als Rasen. Aber da geht der Mäher drüber. Basta. Wenn 's kurz ist, stört es mich nicht so sehr. Das gilt auch für Löwenzahn...

lieben Gruß
von Anna,

...die jetzt endlich die nötige Bettschwere erreicht hat. Gute Nacht.
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern