Autor Thema: Beruf, Hof, Haushalt... wie bekomme ich es unter einen Hut?  (Gelesen 53157 mal)

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mouhkouh

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Beruf, Hof, Haushalt... wie bekomme ich es unter einen Hut?
« Antwort #45 am: 01.08.12, 10:21 »
Ach gott, ich hab meine Putzfrau ja ganz vergessen zu erwähnen....Sorry dafür. Bei uns kommt einmal die Woche eine sehr nette zuverlässige Dame, die mir beim Haushalt hilft. Die bügelt meistens und verräumt die fertige Wäsche in die Schränke, putzt aber auch mal das komplette Haus durch, wenn ich's wieder mal nicht geregelt bekomme.
Meistens ist sie vormittags von 8 Uhr bis 12 Uhr da, kommt aber auch mal länger, je nachdem wie man es braucht.

Offline Susanna

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Ich hatte jahrelang eine Putzfrau, das musste einfach sein, auch als Oma noch lebte und von uns betreut wurde.

Seit letztem November habe ich keine Hilfe mehr, weil die neue Putzfrau Putzgeld unterschlagen hat. Das ist zwar blöd, aber wir haben alle keine Lust mehr drauf (anderes Thema).
Allerdings wird es bei uns einfacher, da mittlerweile unsere Tochter ausgezogen ist, und unser Großer ja auch in 3 Wochen weg ist. Das heißt, wir sind nur noch zu dritt, das macht meine Arbeit im Haus zwar leichter, aber das Haus wird dadurch nicht kleiner.
Ich bin da sehr eigen und teilweise auch geizig und mache am liebsten alles selbst. Ich stelle mich lieber um halb zehn oder zahn abends noch hin und bügele, als dass ich an die Bügelfrau abgebe, was gemacht ist, ist gemacht.

Aber ich merke, wenn mich die Kraft verlässt, dann fange ich an, rumzueiern und an diesem und jenem zu zweifeln und werde unzufrieden. Dann ist es Zeit, langsamer zu treten.

Kathy vielleicht geht es Dir besser nach Deinem Urlaub im Herbst?!
Viele Grüße
Susanna

Offline Erika

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Ach gott, ich hab meine Putzfrau ja ganz vergessen zu erwähnen....Sorry dafür. Bei uns kommt einmal die Woche eine sehr nette zuverlässige Dame, die mir beim Haushalt hilft. Die bügelt meistens und verräumt die fertige Wäsche in die Schränke, putzt aber auch mal das komplette Haus durch, wenn ich's wieder mal nicht geregelt bekomme.
Meistens ist sie vormittags von 8 Uhr bis 12 Uhr da, kommt aber auch mal länger, je nachdem wie man es braucht.

Hallo mouhkouh, das ist doch toll, dass Du so eine gute zuverlässige Hilfe hast.

Man kann aus zeitlichen Gründen nicht alles alleine schaffen. Da bleibt mehr Zeit für Kinder und für den Betrieb übrig. Jeder muss seine Prioritäten alleine setzen. Jeder Betrieb ist anders und kaum zu vergleichen. Auch Hektarzahlen oder Kuhzahlen sagen am Ende gar nicht so viel aus.

Offline Erika

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Ich hatte jahrelang eine Putzfrau, das musste einfach sein, auch als Oma noch lebte und von uns betreut wurde.

Seit letztem November habe ich keine Hilfe mehr, weil die neue Putzfrau Putzgeld unterschlagen hat. Das ist zwar blöd, aber wir haben alle keine Lust mehr drauf (anderes Thema).
Allerdings wird es bei uns einfacher, da mittlerweile unsere Tochter ausgezogen ist, und unser Großer ja auch in 3 Wochen weg ist. Das heißt, wir sind nur noch zu dritt, das macht meine Arbeit im Haus zwar leichter, aber das Haus wird dadurch nicht kleiner.
Ich bin da sehr eigen und teilweise auch geizig und mache am liebsten alles selbst. Ich stelle mich lieber um halb zehn oder zahn abends noch hin und bügele, als dass ich an die Bügelfrau abgebe, was gemacht ist, ist gemacht.

Aber ich merke, wenn mich die Kraft verlässt, dann fange ich an, rumzueiern und an diesem und jenem zu zweifeln und werde unzufrieden. Dann ist es Zeit, langsamer zu treten.

Kathy vielleicht geht es Dir besser nach Deinem Urlaub im Herbst?!

Ich stelle es mir zumindest hier im Haus von der Arbeit her einfacher vor, wenn die Großen irgendwann einmal das Haus verlassen. Weniger Wäsche, weniger Putzarbeiten, weniger aufräumen. Aber wer weiss was dann kommt? Auf der anderen Seite fehlen sie sicher mit ihrer Hilfe, was Reparaturen usw. angeht.

Ich mag es gerne aufgeräumt und sauber, hätte am liebsten alles immer perfekt  ::)  Aber manchmal ist der Hamster im Laufrad einfach nur müde und muss seine Ansprüche runterschrauben. Und einige Arbeiten mag man ja auch gar nicht gerne vergeben, sie machen ja auch Spaß, obwohl es Arbeit ist.

Offline Tina

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Hallo Kathy,
ich habe mich jetzt durch die Box gelesen und möchte auch meinen Senf dazu geben.
Was mir ganz wichtig ist, ich könnte vom Alter auch schon Oma sein, ich möchte mich aber mal nicht von meinen Kindern später fest einplanen lassen. Ich will gerne mal die zukünftigen Enkel nehmen oder auch helfen, aber auch noch Zeit für eigene Aktivitäten haben. D.h. ich möchte auch mal sagen, heute nehme ich die Kinder nicht, ich habe was anderes vor.
Einen Tagesablauf stelle ich hier nicht öffentlich ins Netz, nur soviel, heute statt wie üblich gegen 7:30 zum Frühstück kommen, war es dreiviertel neun. Wir mußten ein Kalb holen, Kuh versorgen, Abdecker anrufen etc.
Als unsere Kinder klein waren, sind sie bei Oma und Opa gewesen (Großfamilie  - aber das ist ein anders Thema), oder ich hab sie mit im Stall gehabt.

Auch der Vater kann mal ein Kind wickeln und ins Bett bringen.

Das sind so ein paar Gedanken, die mir durch den Kopf gehen.

LG
Tina
LG
Tina

Offline Bullenmafia

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  • Ich bin wie ich bin und ändere mich nicht
nur ganz kurz von uns.

ich hab ein Kleinkind mit 17 Monaten und arbeiten?? kannst vergessen wir haben keine Großeltern in der Nähe oder sonst wer der zuverlässig aufpassen kann. und mit Kleinkind arbeiten kannst auch vergessen, den man ist nur mit nachlaufen beschäftigt.

ein Betrieb der mit 100 Kühen net auskommt, soll aufhören und verpachten, weil wenn ihr jetzt arbeitstechnisch net umkommt, dann wirds net besser und ich weiß wovon ich red.

wir haben zwar nur 22 Kühe mit Nachzucht, aber Fresseraufzucht mit 3oo Kälbern im Jahr und noch fast 100 Bullenmastplätze. wir haben das meiste auf Stroh weil die es besser für das Tier ist.
wir sind zwei feste AK (mein Mann und ein Angestellter), weil ich mit den Kids net arbieten kann, mti Haushalt und Garten und Büro hab ich trotzdem einen 7 Tage Wochen Job rund um die Uhr. wenn wir keinen Angestellten hätten, kämen wir nicht rund.

auch wenn viele über die Senioren im Haus schimpfen, aber selbst Mouhkouh weiß es erst mal zu schätzen wenn keiner mehr ihr die Kinder abnimmt und sie trotzdem die Arbeit machen MUSS. Und fest einplanen kann man niemanden als Babysitter, weil immer irgendwas sein kann. wie gesagt wir haben in den saueren und vorallem sehr teuren Apfel beissen müssen und jemand angesttellt obwohl er in keinster Weise finanziell eigentlich machbar ist bei der wirtschaftl. Situation egal wie gut ein Hof dasteht, mom. ist nix verdient.

LG Petra
Ganz liebe Grüße
Petra

Orchidee

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So, ich hab mich auch mal durch die Box gewühlt und hoffentlich nix überlesen, ansonsten einfach "schimpfen".... ;)

Ich weiss wie es ist, einen verschuldeten Betrieb wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei ist das Wichtigste: Geduld, Zeit und sich einschrenken. Ich denke, dass bist Du Dir bewusst.

Aus eigener Erfahrung würde ich vorerst, soweit ich gelesen habe tust Du das auch, auf Kinder verzichten. Ich war damals noch nicht so reif und hatte schnell Kinder (und nein, ich bereue es auch nicht, trotzdem ist es auch nicht zu empfehlen)... dies bedingte dass es langsamer ging und die Zeiten schwerer waren als dass es nötig war.

Was mir noch nicht wirklich einleuchtet, was tut Dein Mann abends? Warum musst Du alleine melken? Geteilte Arbeit ist halbe Arbeit und meist viel schneller erledigt. ;)

Ich für mich, habe in den ersten Jahren z.B. noch fleissig im Garten gearbeitet. Mich dann jedoch dazu entschieden, ihn aus arbeitstechnischen Gründen, einfach aufzugeben. Ich vermisse bis heute nichts, war eine meiner besten Entscheidungen.

Haushalt lass ich die fünfe heute grade sein. Und auch mein Mann "darf" mitanpacken, wenn Stresszeiten angesagt sind. Schliesslich lebt auch er hier. ;D

Meinen Tagesablauf aufschreiben bringt Dir nix. Denn der ist fast täglich anders und heute ganz anders, als damals als ich in den Betrieb gekommen bin. Wir haben zwischenzeitlich den Tierbestand total verändert.

Von dem her nur so viel: mein Mann arbeitet heute zu 100% auswärts, hilft abends im Betrieb mit, an Freitagen sowieso und ist für die Feldarbeiten zuständig. Ich bin zu 100% zu Hause, kümmere mich in der restlichen Zeit um den Betrieb inkl. Administration, führe den Direktverkauf, Haushalt, betreue die 3 Kinder (wovon 1 nicht "gesund") und arbeite hi und da noch ehrenamtlich.
« Letzte Änderung: 01.08.12, 12:15 von Orchidee »

Offline gammi

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Bei mir ist es auch schon eine Weile her und wenn ich so zurück überlege, dann gab es ganz viele verschieden Tagesabläufe. Zum einen waren sie von außen beeinflusst. Eine zeitlang kam z.B. das Milchauto bei uns kurz nach 6 Uhr morgens. Da sind wir um 5 Uhr aufgestanden - die Kinder haben geschlafen und gar nix gemerkt. Nach dem Melken war ich im Haus bis sie aufgewacht waren.
Genauso gab es auch Zeiten, da musste ich um 10 unsere Milchtanks noch zur Straße raus schieben. Solange haben sie sich dann die Nase am Fenster platt gedrückt und auch mal geschrien. Auch gab es Zeiten da bin ich 10-20 mal aus dem Melkstand raus und ins Haus rein, weil sie nur gestritten haben................

Alle Zeiten sind irgendwie vorbei gegangen. Mal mehr, mal weniger stressig.

Auch kommt es auf die äußern Umstände an. Ich hatte das Glück, dass der Kindergarten direkt hinter dem Haus war. so konnten meine Kinder sehr bald alleine zum Kindergarten und zurück. Essen habe ich meist erst gekocht, wenn sie schon daheim waren. Da sassen sie dann eben in der Küche und haben nebenher erzählt was sie erlebt haben.
Solange sie ganz klein waren hab ich abends stallzeit und stillzeit so gut es ging angepasst. Und ich hatte Glück, dass meine dahingehend pflegeleicht waren.
Als sie größer waren, waren sie eben auch mit draußen oder sie saßen eben vor dem Fernseher. Vielleicht nicht das optimale, aber anders wärs auch nicht gegangen.
Nach dem stall war dann Kinderzeit angesagt............meist hab ich dann noch mit ihnen im Bett gekuschelt.......und in den allermeisten Fällen war ich die erste, die eingeschlafen war.  ;D

Die Zeit war sehr, sehr stressig, aber ich möchte sie trotzdem nicht missen.

Wie ist dein verhältnis zu deiner Schwester? Vielleicht könnt ihr euch ja arangiern.......du nimmst die Kinder morgens, deine Schwester abends?

Was ich nicht ganz sicher verstanden habe: Habt ihr 100 Milchkühe (also zum melken)  oder insgesamt 100 Stück Vieh im Stall und mit welcher Technik melkt ihr.
Enjoy the little things

Offline Kathy

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Also mir geht es nicht nur darum wie es mit Kind sein könnte, sondern auch wie ich mich jetzt schon besser organisieren kann. Evtl. Hilfe bekommen kann. Ich glaube auch das mein Anspruch an mich selber oft zu hoch ist.

Mein Mann macht abends Reperaturen, baut was, füttert die Kühe usw. Also er ist auch auf dem Hof komplett eingebunden. Wir kommen meist zur gleichen Zeit rein.

Teilweise überlege ich ob er nicht melken kann und ich füttere. Aber daran traut er sich nicht. Denn die großen Maschinen und dann ne Frau... Ach elendige Diskussion.

Ich verzichte momentan bewusst auf ein Kind, eben weil das Geld nicht da ist. Aber das läuft ja schon gut an und wird ja auch besser. Nur jetzt können wir nicht darauf verzichten.
Nur mir läuft auch die Zeit weg noch Kinder zu kriegen und darauf verzichten möchte ich nicht und mein Mann auch nicht.
Daher werden wir das auch angehen. Eine Sache sind Kinder für mich nicht. Ich weiß das es auch anders kommen kann als gedacht.

Mit meiner Schwester habe ich ein sehr gutes Verhältnis.
Und sie will eben auch öfter mal das Kind nehmen.
Meine Mutter möchte von sich aus gerne das Kind regelmäßig betreuen. Da sitze ich nicht hinter und sage ihr das sie es muss. Also das sind schon freiwillige Angebote.

Und wie gesagt, die ersten Jahre bin ich auch zu Hause und gehe nicht gleich wieder arbeiten. Einschränken werde ich mich dann müssen, klar. Bekomme dann aber auch bald eine Geldanlage ausgezahlt, davon kann man dann erst noch leben.

So ich muss mich leider für heute hier verabschieden. Danke für eure lieben Berichte und nochmal bei uns ist leider alles real.

Ich melde mich morgen wieder. Wir müssen heute noch zu einem Polterabend, mal eine Auszeit, was aber auch wieder viel Aufwand bedeutet.

Und ja, ich hoffe meine Damen sind nicht zickig und meinen es gut mit mir, damit wir es zeitlich auch schaffen. Aber meist merken die ja wenn man los will und dann klappt gar nichts. Und fängt eine an, dann zieht es sich so durch.

LG

Offline Swisslady

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wir haben auch Schulden auf unserem Betrieb und wir gehen beide auswärts arbeiten, haben aber Jobs die man manchmal gut zwischen Betrieb und auswärts einplanen kann, also zum Teil flexible Arbeitszeiten.
Das mit Aushilfen, Putzfeen und Angestellten, geht mir noch nicht ganz auf. Einerseits müsst ihr auswärts arbeiten und dann für zu Hause jemanden anstellen, schaut euch dann unter dem Strich noch etwas raus?
Ah noch was, Kathy meine Kinder hätte ich niemals weggeben zur Betreuung, nur damit ich soviel arbeiten könnte (auswärts), mein Job war super ich konnte die Kinder mitnehmen.
Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden.

Offline annelie

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Wie groß sind eure Höfe. Wir haben Milchvieh und melken ca. 100 Kühe im doppel 6er Fischgrätenmelkstand. Ich brauche alleine immer so gute 4 Stunden, mit saubermachen usw. Kälber ist immer sehr schwankend. Momentan brauche ich fürs Fütten, einstreuen und tränken so gute 1,5 Stunden.


Liebe Grüße
Annelie

Offline Susanna

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Arbeits- hilfe- und betreuungsmäßig bist Du doch gar nicht so schlecht aufgestellt, Kathy. Du hast Oma in den Startlöchern und sogar Deine Schwester würdest Du melken lassen, wenn Du es könntest - oder warum ging das nochmal nicht - ich müsste nachlesen.
Da hast Du schon viele Menschen, die Dir helfen.

Allerdings, meinem Mann würde ich was föten, wenn er abends reparieren und "was bauen" würde während ich melke, ganz ehrlich.
Das kann er doch auch tagsüber machen. Ich glaube also, auch Dein Mann braucht ein angepasstes Zeitmanagement.

Viele Grüße
Susanna

Offline Stephanie

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hallo
ich hab da auch mal alles gelesen.......warte bis meine milch für die kälber fertig ist.....
also es erscheint mir doch eine sehr lange melkzeit. 4 stunden für 100 kühe im doppel 6er. und dann noch mal 1,5 stunden für die kälber...wenn ich das richtig verstanden habe.
auch das finde ich sehr lange. also ich hab grad sehr wenig kälber. 25 in den einzeliglus...heute 4 neue zugänge.....28 in den großraumiglu und noch ca.60 kälber  bis 6monate die keine milch mehr bekommen. für das reine füttern, tränken, wasser auffüllen und evtl. iglus streuen benötige ich auch ca. 1,5 std.
ich mache aber nebenher immer noch iglus abwaschen, eimer grundreinigung, büroarbeit, blumen gießen, im forum sein. bin also genauso lange im stall wie die anderen.

also, vielleicht könnt ihr ja ohne viel finaziellen aufwand da auch noch was optimieren dass die arbeit rationeller von der hand geht.
ansonsten ist schon alles gesagt, auch was ich denke.
viel erfolg stephanie...die auch 2 jahre lang morgens um 4 aufgestanden ist und abends um 9 aus dem stall gegangen ist. aber das war als wir unseren betrieb vergrößert haben und wir wußten das das nicht länger als 2 jahre dauert und dann konnten wir leute einstellen und jetzt gehts mir gut.
man kann nur leben, indem man oft genug nicht macht, was man gerade tun sollte.

Offline Imogen

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Was mir immer noch nicht runtergeht Kathy ist, dass dein Mann ja so wie ich das jetzt verstanden habe, immer mit auf dem Hof war............und egal was für ein Tyran sein Vater war.......aber Tiere ohne Fressen und Wasser ...........auf dem Hof sein und dabei zuschauen bzw, zuhören.......also unsere Tiere machen schon Geschrei, wenn sie mal noch ein paar Tage auf einer etwas leergefressen Weide sind.............wie geht das denn????.........wurde er vom Vater eingeschlossen, damit er sich nicht ums Vieh kümmern konnte????

Also ein bißchen merkwürdig hört sich das für mich schon an......aber gut hat nichts mit der täglichen Organisation zu tun....kann hier nichts raten hab nur ein paar Mutterkühe aber mein Mann geht morgens und abend mit in den Stall, arbeitet Vollzeit außer Haus.......und danach wird gebaut und repariert.....

Imogen die sich irgendwie schon auch wundert
Viele Grüße
aus dem Tal der Liebe

Offline Paula73

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Hallo Kathy

Noch einmal mein Rat - sucht euch professionelle Hilfe. So wie ich das verstanden habe hat dein Mann noch nie außerhalb des Betriebes gearbeitet.
Das ist in betriebswirtschaftlicher Sicht und so wie es bisher bei euch gelaufen ist absolutes Gift. Wenn die Zustände unter seinem Vater so waren wie du es beschreibst, woher soll er dann gelernt haben wie es richtig geht ? Auch wenn ihr in den letzten Jahren schon viel erreicht habt, ist die Spanne zwischen Gewinn und Verlust in Der LW so schmal das ihr schnell ins Abseits geraten könnt.
Schon wenn euch in den letzten 2 Jahren kein Geld zum Leben geblieben ist, ist das trotz eurer Ausgangslage ein Zeichen das irgendwo etwas falsch gelaufen ist - zu hohe Tilgungsraten o.ä..
In absehbarer Zeit wirst du dich wohl entscheiden müssen Arbeit oder Betrieb. 100 Kühe + Nachzucht macht man nicht nebenher.

Wir haben 120 Kühe und ich teile mir mit meiner Schwägerin, Mutter und einem Azubi die Arbeit , Langeweile kommt trotzdem keine auf. Ich habe 2, meine Schwägerin und die Azub je 1 Kind.

Kinder brauchen Zeit und haben heute ganz andere Ansprüche als "früher". Mit einfach nebenher laufen lassen tust du weder dir noch deinen Kindern einen Gefallen.

Als meine klein waren, hatte ich noch meine Oma die sie wärend der Arbeitszeit (von 6-12 Uhr) betreute, bzw. sie waren in der Kita.
Nachmittags und jedes 2. WE habe ich frei. Am anderen WE geteilte Schicht (früh+ abends melken).
Vor den Kindern habe ich auch von 6 - 19 Uhr gearbeite mit Kinder jetzt nur noch in Ausnahme Fällen z.B. Silieren.
Inzwischen fangen wir um 5 Uhr an zu melekn und ich sehe zu das ich vor dem Mittag zu hause bin (wohne nicht auf dem Betrieb) . Nach einer Mittagpause gehört die Zeit dem Haushalt und der Familie. Mir ist diese Trennung auch sehr wichtig.