Autor Thema: Beruf, Hof, Haushalt... wie bekomme ich es unter einen Hut?  (Gelesen 53403 mal)

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mouhkouh

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Beruf, Hof, Haushalt... wie bekomme ich es unter einen Hut?
« Antwort #15 am: 31.07.12, 22:24 »
Ich sag ja, das kann nicht echt sein...

Offline Kathy

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Kann es sein, dass du uns aufs Glatteis führen willst?
Kein Futter und kein Wasser für Kühe. Kalbinen die erst mit 6 Jahren  tragend werden? ::) 8)

Und was hat Dein Mann in der Zeit gemacht, also bevor ihr das so übernommen habt?
Und wann gedenkst Du Dein zukünftiges Kind mal zu sehen? Zwischen 22 Uhr, wenn du hundekaputt aus den Stall kommst und 6 Uhr, wenn dein Arbeitstag wieder anfängt, oder wann? 

ich weiß ja nicht.....ob mogli wohl recht hat.... ???



Ich merke schon, hier bekommt man keine vernünftigen Antworten. Ich möchte nicht über die Vergangenheit reden sondern darüber wie es jetzt läuft und das ich versuche mal mehr Freiraum zu haben, damit ich mal Kinder haben kann.

Ja meine Mutter ist krank, aberdas bezog sich aufs Melken, das kann sie so nicht. Da sie aber sonst auch noch drei Kinder bei sich hat, das wuppt, gehe ich davon aus das es mit einem weitern Kind machbar wäre. Zumal ich dann ja auch die ersten 2 Jahre zu Hause wäre.
Elternzeit würde ich nehmen und mein Elterngeld splitten.

Also letzter Versuch!
Wie ist euer Tagesablauf als Frau eines Landwirtes.

Offline Kathy

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Ich sag ja, das kann nicht echt sein...

Dann brauchst du hier ja nicht weiter zu schreiben wenn alles was du nicht kennst nicht real sein kann.

Leider gibt es wirklich noch Menschen die viel arbeiten müssen und sich den Arsch aufreißen für den Hof. Und wenn das alles nicht real war was wir geleistet haben, dann weiß ich es auch nicht.

Offline Kleopatra

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Tagesablauf:
6.00 aufstehen, Kaffee, Tageszeitung
6.15 Stall Mann hilft zu beginn, danach schickt er Tochter in Schule (Kühe reinholen, melken, Kälber) Pferde rein
9.00 Frühstück, chaten, Büro, Hof- Landarbeiten, ectect

11.00 kochen, Pferde + Kühe füttern, mist wegziehen
12.15 essen
13.00 mittagsschlaf
14.00 Büro, Hof- Landarbeiten, Seele baumeln lassen, chaten ectect
16.00 Stall (eher alleine, machmal Hilfe von Mann oder MA) (melken, füttern, Tiere auf Nachtweide, stall putzen)

20.00 muss Feierabend sein, sonst werde ich hässig, besser noch 19.00 Uhr

Früher war ich auch berufstätig, etwa so ein Pensum wie du, da habe ich nur Büro gemacht und einige male gemolken, keine Arbeiten auf Land und Feld gemacht. Habe 1 Tochter 10Jahre, sie war damals während ausserhäuslicher Tätigkeit fremdbetreut. Haus putze ich einmal Woche.

Momentan und immer wieder einige Wo pro Jahr habe ich eine Ferienaushilfe, dann nehme ich es etwas lockerer, mache mal Stallreinigung, Blacken, Jakobskreuzkraut ect. Für andere Betriebsbereiche für die mein Mann zuständig ist haben wir einen festen Teilzeitangestellten.
 

« Letzte Änderung: 31.07.12, 22:48 von SwissBäuerin »

Christel Nolte

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5:30 aufstehen, Frühstück machen, Schulbrot schmieren
.
.
.
.

19:00 beim gutem Wetter landw Arbeiten, sonst Ende oder
21:00  + - halbe Stunde :Schluss

Abweichungen, selbstgewollt oder aufgezwungen (  Kind Krank, Kuh kalbt, SV zum Arzt, ersatzteil holen und und und )
lassen das geschilderte zur Farce werden ;D ;D ;D

Alles was dann noch kommen kann, eigene Krankheit, Partner krank, Kind schwerstkrank, Rentner pflegebedüftig......denk mal drüber nach.....

Es hat seinen Zweck erfüllt, darum habe ich meinen Tagesablauf jier wieder rausgelöscht
« Letzte Änderung: 01.08.12, 08:23 von erika2 »

Offline Hamster

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Hallo Kathy,

vielleicht stöberst Du mal in den anderen Boxen um zu schauen, wie es andere tun?

Mein Tagesablauf ist sicherlich ganz anders als Deiner. Wir haben Geflügeldirektvermarktung
zwei Mädels die schon groß sind.

Was mir nicht ganz einleuchtet: Mit der Betriebsgröße müßtet ihr doch einigermaßen über die Runden kommen.

Auch wenn der Betrieb hohe Schulden hat! Aus betriebswirtschaflticher Sicht muss trotzdem zum Lebensunterhalt aus dem Ertrag etwas da sein.

Wenn Ihr Kinder haben wollt mußt Du tagsüber schon Zeit für die Kinder einplanen...
Ansonsten wächst Dir die Arbeitsbelastung mit Sicherheit über den Kopf, vor allen Dingen, wenn es jetzt schon so ist.

Liebe Grüße
Hamster
Liebe Grüße
sagt der Hamster

Offline mogli

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Tut mir leid Kathy- ich kann das nicht glauben. Eine HF-Färse soll mit gut 2 Jahren das 1. Kalb haben. Wir haben Fleckvieh und lassen sie ein paar Monate älter werden. 8) Das geht einfach nicht, die würden verfetten. Ach so, sie bekamen kein Futter. :-\ Da muß ich aber auch fragen: wo war den Mann?
Wenn man mit 100 Kühen nicht leben kann und nebenher auf Arbeit muß- dann lasst es.
Verpachtet, verkauft an Jemanden der besser finanzieren kann. Mit diesen Fakten kann ich nicht anders als zu denken: da vera...t  mich jemand.
Liebe Grüße Helga

Christel Nolte

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Ich denke genauso wie mogli

Offline Kathy

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kathy, was willst du denn genau wissen? es passt vieles unter einen hut, wenn frau will und/oder muss oder sonst was...

was machst du denn beruflich? außer frau eines landwirts zu sein?

Ich bin Angestellte im Büro. Fahre dafür tgl. 30km zum AG und wieder zurück.

Was ich genau wissen möchte? Ob noch andere Frauen neben der Landwirtschaft arbeiten gehen und anschließend die Tiere versorgen. Und wie sie es schaffen sich da zu organisieren und alles zu wuppen. Sicherlich schafft Frau viel wenn sie will, ich schaffe ja auch einiges. Merke aber das bei mir immer mehr die Kraft fehlt. Und da wir gerne mal Kinder haben möchten, wäre es schlau mal einige Strukturen zu überdenken.

Wir sind beide am Limit was die Kräfte angeht, aber es muss doch auch mal besser werden!

Offline Hamster

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Hallo Kathy,

wie heißt es so schön?

kontrollieren
delegieren
eleminieren

Strukturen kannst Du nur selber aufbauen. :  Mir helfen Arbeitsblöcke, die regelmäßig wieder kehren.
Abgucken ist gut, muss aber passen.
Schwierigkeit ist doch schon delegieren, wenn keine Alternative = Geld für MA,
wem willst Du dann Arbeit übertragen?
Wichtig ist: Wo wird das Geld/Gewinn/Ertrag  erwirtschaftet.
Welche Arbeiten kann man abgeben - einkaufen?

Kannst Du dir Unterstützung für den Haushalt holen?
Z.B. Deine Mutter, wenn sie drei Kinder versorgen kann, kann sie auch Hausarbeit übernehmen.

Gehe mal selber in den Gedanken deinen Tagesablauf durch und guck wo Du Zeit einsparen kannst.
Im Übrigen helfen auch Seminare von LWK oder Landberatung weiter.

LG
Hamster.
« Letzte Änderung: 31.07.12, 23:01 von Hamster »
Liebe Grüße
sagt der Hamster

Offline Kathy

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Tut mir leid Kathy- ich kann das nicht glauben. Eine HF-Färse soll mit gut 2 Jahren das 1. Kalb haben. Wir haben Fleckvieh und lassen sie ein paar Monate älter werden. 8) Das geht einfach nicht, die würden verfetten. Ach so, sie bekamen kein Futter. :-\ Da muß ich aber auch fragen: wo war den Mann?
Wenn man mit 100 Kühen nicht leben kann und nebenher auf Arbeit muß- dann lasst es.
Verpachtet, verkauft an Jemanden der besser finanzieren kann. Mit diesen Fakten kann ich nicht anders als zu denken: da vera...t  mich jemand.

So ist es nunmal gelaufen. Mein Mann hatte damals keinerlei Einfluss auf das Geschehen hier. Leider. Er wollte immer gerne was ändern. Konnte sich aber nicht durchsetzten. Sein Vater/Erzeuger war leider ein Arsch vor dem Herren und hat nichts gemacht.

Ja die Viecher hatten teilweise nichts bekommen, eben auch tagelang. Hier wurde immer schon gelästert das es Kuhmodels sind die auf ihre schlanke Linie achten müssen.
Das es wirtschaftlich unter aller Kanone ist die Färsen so spät erst decken zu lassen. Darüber brauchen wir uns nicht unterhalten.
So sind aber leider die Schulden entstanden. Denn da musste einiges getan werden. Aber du brauchst ja nicht weiter zu antworten wenn es dir nicht passt. Aber nicht jeder Betrieb ist super toll.
Und finanziell ist es ja schon besser geworden. Nur momentan ist es eben nicht machbar das ich meinen Job aufgebe.

Offline Kathy

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SwissBäuerin und Erika2.

Danke für eure Beiträge. Endlich mal welche die mir weiterhelfen.

Offline Kathy

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Hamster,

vielen Dank für deine Antwort. Ja klar kann ich nicht alles 1 zu 1 übernehmen. Andere Betriebsgrößen usw. das macht ja schon sehr viel aus.
Das mit der LWK werde ich mal in Angriff nehmen. Muss eh noch mit denen telefonieren, dann frage ich da mal nach.

Meine Mama kocht sehr oft für uns mit. Und die Bügelwäsche nimmt sie mir ab. Mehr mag ich ihr nicht aufbürgen. Sie kümmert sich schon um die Gören meiner Schwester und um Oma und Opa. Da hat sie genug zu tun. Sie soll ja noch leben dürfen.

Und das es viele verschiedene Einflüsse gibt, ist auch klar. Krankheit usw. kommt leider ja doch immer mal vor.
Mir geht es auch nicht darum zu erfahren was alles passieren könnte. Sondern möchte einfach mal erfahren wie es bei anderen läuft um evtl. so Anregungen zu bekommen was man noch ändern könnte.

Christel Nolte

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Das hilft Dir gar nicht. Dein Problem suchst Du an der falschen Stelle zu lösen: so ein Betrieb, auf den praktisch 2 Voll AK ohne Entlohnung arbeiten, hat keinen SInn. Das Abtragen alter Schulden hindert am Rücklagen-bilden für zukünftige Investitionen, die müssen dann wieder über Kredite finanziert werden...und das Ganze hat dann n i e ein Ende.
Ich kenne so einen Betrieb, seit dem überraschenden Tod der Oma kommt das Kind völlig zu kurz. Keine Zeit für irgendwas mit dem Kind...

Offline Kathy

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Das hilft Dir gar nicht. Dein Problem suchst Du an der falschen Stelle zu lösen: so ein Betrieb, auf den praktisch 2 Voll AK ohne Entlohnung arbeiten, hat keinen SInn. Das Abtragen alter Schulden hindert am Rücklagen-bilden für zukünftige Investitionen, die müssen dann wieder über Kredite finanziert werden...und das Ganze hat dann n i e ein Ende.
Ich kenne so einen Betrieb, seit dem überraschenden Tod der Oma kommt das Kind völlig zu kurz. Keine Zeit für irgendwas mit dem Kind...


Erika ich bin nicht schwanger und werde es in den nächsten Monaten auch nicht sein.

Erika du kennst doch unseren Hof im einzelnen gar nicht, wieso verurteilst du mich so?

Ja sicher hilft es mir mal von anderen zu erfahren wie es dort läuft. Da kann ich für mich viel rausnehmen. Aber danke das hier jeder meint zu wissen was mir hilft.
Ich glaube es war keine gute Idee mich hier anzumelden und hier eine einfache Frage zu stellen. Zu einer einfachen Antwort reicht es leider nicht.