Autor Thema: Hofübergabe 2  (Gelesen 91294 mal)

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Offline fanni

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #105 am: 12.02.13, 16:33 »
Weißt du gammi, es funktioniert wohl so: Wenn alle fair miteinander umgehen, dann gibt es kein Problem. Wenn niemand nur den eigenen Vorteil sieht sondern auch den anderen "leben lässt", dann ist ein friedliches miteinander problemlos.

Wenn aber einer "falsch spielt", dann funktioniert das nicht mehr. Und dann ist es egal, ob es die junge oder alte Generation ist, ob Schwiegermutter oder eingeheiratete Frau. Dir fehlt der Respekt vor der älteren Generation, was ist mit dem Respekt gegenüber den (jungen) Frauen, die zurückstecken für die neue Familie, die die eigene Karriere dem Hof unterordnen?

Es ist wie schon oben geschrieben, ein geben und nehmen und ein Gebot der Fairness.

du triffst es Ingrid. Im Prinzip ist jeder selber dafür verantowrtlich, wie es ihm einmal im Alter geht. Man kann sich aber nie absichern bis ins letzte, denn sonst nimmt man den nachfolgenden Generationen die Luft zum Atmen.

Es wird sicherlich immer Enttäuschungen geben.  Ein Erlebnis hatte ich mal vor so 10 Jahren. Ich besuchte eine alte Dame aus dem Dorf, schwerkrank..........und sie flüsterte mir leise zu, wie sehr gut sie von ihrer Schwiegertochter (auch verwitwet) versorgt würde. Ich wußte aber, dass sie selber diese Schwiegertochter zeitlebens schon sehr schinkaniert hatte........ich sagte dann zu ihr "und hast es ihr schon mal gesagt, dass du dankbar bist".........sie darauf.........."nein, um Gottes Willlen"............in dem Moment kam die Schwiegertochter auch dazu und zwinkerte mir zu "passt schon, wir brauchen uns gegenseitig......". Diese zwei Frauen haben doch noch ihren Frieden miteinander gemacht, sowas gibt es auch.
Herzliche Grüße von Fanni

Offline Maja

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #106 am: 13.02.13, 00:19 »
fanni dein Beitrag liest sich gut.
Macht ja wohl Hoffnung.
Bei uns steht wohl auch Hofübergabe in den nächsten Jahren im Raum. Wenn ich zum heutigen Zeitpunkt abgeben müßte würde ich die PArtnerin meines Sohnes ausschließen aus allem. Aber vielleicht ändert sich ja noch was.
Wie es schon Imogen und Ingrid schreiben muss man immer neu bedenken wie es werden soll und auch den Mut haben zu ändern was nicht gut läuft.
Auf jeden Fall muss man für sein Alter selber vorsorgen und nicht angewiesen sein auf die Schwiegerkinder.
Meine Nachbarin sagte mir mal....."auf dein eigen Fleisch und Blut  kannst du dich verlassen,was dazu kommt passt oder passt nicht".
Es ist vor allen Dingen bei allem guten Willen ein schweres Stück Arbeit den Hof zu übergeben und hernach vernünftig weiter leben zu können.

Clara

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #107 am: 27.02.13, 16:47 »
Hallo in die Runde,

an dieser Stelle danke ich einem Juristen für seine Gedanken...  Seine Ausführungen lauteten sinngemäss: "Schreiben Sie sich einen Brief, was Sie sich dereinst von Ihren Übergebern wünschten. Diesen Brief verschliessen Sie und öffnen ihn dann, wenn Sie die Abgeber sind."

Ich halte es für ganz wichtig, dass die Nachfolge zu Lebzeiten klar und eindeutig geklärt wird, alles andere ist Murks. Es gibt aus meinem Verständnis viele Wege der Übergabe. Zum einen Pacht, zum andern Verkauf oder eine testamentarische Reglung.

Es macht mich nachdenklich und traurig, wenn die Abgeber ihre eigene Übergabebiografie wiederholen.

Ich halte die Nachfolgereglung für wichtig, weil davon ssssssssso vvvvvvvvvvvvvvvvvviele Dinge abhängen.

Hier nur mal einige kleine Beispiele...
Zum einen aus betrieblicher Sicht: solange die Nachfolge nicht eindeutig geklärt wird, laufen Investionen bzw. die betriebliche Weiterentwicklung nur auf Sparflamme. Kreditwürdigkeit für Geld, Waren und Dienstleistungen sind  eingeschränkt, weil durch solche betrieblichen Situationen  sind auch Geschäftspartner erst mal verhaltener  als sonst.
Alle Beteiligten leben ewig und drei Tage in einem Schwebezustand, der dem Familienfrieden bedingt zuträglich ist. Keiner plant wirklich in der Zeit- die einen wollen es nicht mehr, und die anderen können es (noch) nicht...

Wann darf denn die nachfolgende Generation erwachsen werden und Verantwortung übernehmen? Ist es nicht besser, wenn die abgebende Generation noch beratend und hier und da auch helfend die Übernahme begleitet? Ist es nicht auch beruhigend zu wissen, dass alles in den besten Händen ist im Falle eines Falles?
Vielleicht ist manches Schwiegerkind gar nicht mehr so schwierig im Umgang, wenn alles klar ist.

Die weichenden Erben, ähm Geschwister, weil Erben sind sie erst mit Eintritt des Trauerfalls ... ein durchaus sensibles Thema... Wenn sie lernen müssen, dass sie nicht mehr alles nutzen können wie bisher. Und das nicht jede offene Tür für alle offen ist.  Ein Hof ist eine Wirtschaftseinheit, ein Unternehmen und kein entgeltloser Selbstbedienungsladen. Ist die Situation  klar und eindeutig, ist auch diese Frage klar beantwortet.
Sie kriegen genug vom Hof, auch wenn sie kein Land bekommen. Denn Betreuungszeiten der Enkel, Hilfe beim Hausbau oder was Mama und Papa im Laufe des Jahres zustecken in Form von Naturalleistungen wie Milch, Eiern, Käse, Wurst sind auch Geldwerte. Wer da meint, er/sie kriege nicht genug, der muss sich halt öfter mal daheim sehen lassen... UND nicht zu vergessen,dass Mama und Papa in der Regel in die jeweilige Ausbildung und den Erwerb von Eigentum auch großzügig unterstütz(t)en.
Und den Geschwistern, die alles besser wissen und sssssssssssssssssssicher vieles, wenn nicht gar alles ganz anders und vor allem besser machen würden (man beachte an dieser Stelle den KONJUNKTIV!), stelle ich die Frage, warum hast du dich dann für deinen ausserlandwirtschaftlichen Weg entschieden? Warum bist du 300 km von heim weggezogen, statt in der Nähe zu bleiben?

Ganz wichtig ist aus meiner Sicht auch, dass die Frage der PFLEGE SCHRIFTLICH beantwortet wird von ALLEN Beteiligten. Mama und Papa haben im ldw. Kontext meist mehr als ein Kind... und somit sind ALLE Kinder in der Pflicht, wenn die Eltern Pflege brauchen. Wer sich nicht vor Ort engagieren kann oder will, kann das finaziell ausgleichen, damit der, der die Pflege im Alltag leistet sich die nötige Unterstützung von aussen zukaufen kann.

Was die Einheirat angeht... Ich würde mir das ssssssssssssehr gut überlegen, ob ich mich freiwillig solchen Arbeitsbedingungen aussetz. Da komm ich drei Mal besser weg, wenn ich extern arbeite, denn da gibt es einen ArbeitsVERTRAG, der alles regelt. Und ich finde es auch nicht allzu prall, wenn der Betrieb mich einerseits als Voll-AK brauchen könnte, andererseits ist mein Status nur Aschenputtel. Wie das gemeinsame Leben als Paar und als Familie sich unter solchen Bedingungen gestaltet? Nun ja, hier gibt es ja genug Antworten auf diese Frage... Ach ja, meine Überlegungen gelten für beide Geschlechter.

Soweit  meine Gedanken dazu  und allen einen guten Abend,


Anja
« Letzte Änderung: 27.02.13, 16:49 von Clara »

Offline Maja

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #108 am: 28.02.13, 01:06 »
Hast ja ganz schön nachgedacht , liebe Clara.
Nur den Aspekt wovon die "Alten" leben sollen, den hast du nicht so ganz beleuchtet?

Offline Ingrid2

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #109 am: 28.02.13, 08:17 »
Hallo Maja,

wovon sollen die "Alten" leben? Ganz krass gesagt, von dem was sie sich als Altersvorsorge auf die Seite gelegt haben. Weißt du, ich finde es sehr schwierig, die Übernehmer sollen den Betrieb übernehmen, weiterführen, Investitionen stemmen, nicht zu vergessen - auch noch selbst leben - und noch die Altenteiler mitversorgen. Ich habe es bei uns vor über 20 Jahren erlebt - wir haben oft nicht gewusst, wie wir das alles zahlen sollen. Ehrlich gesagt, das möchte ich meinen Kindern nicht zumuten.

Offline annelie

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #110 am: 28.02.13, 09:13 »
Hallo Klara,
ich finde Deinen Beitrag sehr gut, nur diesen Satz verstehe ich nicht richtig:


Ich halte es für ganz wichtig, dass die Nachfolge zu Lebzeiten klar und eindeutig geklärt wird, alles andere ist Murks. Es gibt aus meinem Verständnis viele Wege der Übergabe. Zum einen Pacht, zum andern Verkauf oder eine testamentarische Reglung.


Meinst Du Verpachtung und Verkauf an Familienmitglieder/Kinder? Verpachtung  an eigene Kinder finde ich persönlich nicht so dolle, den auch das kann die Betriebsentwicklung hemmen und als -vielleichtmalirgendwann- Übergeber kann ich so Druck auf den -eventuellgegebenenfalls- Übernehmer ausüben, ebenso eine testamentarische Regelung, wenn ernst nach meinem Tod ein Kind den Betrieb bekommt, dass den Betrieb weiterbewirtschaften möchte.

Anders ist die Sachlage natürlich, wenn kein Kind den Betrieb weiterführen möchte, dann sind die 3 Wege natürlich eine gute Option.
Vielleicht kannst mir erklären, was Du ursprünglich damit gemeint hast.

« Letzte Änderung: 28.02.13, 09:51 von annelie »
Liebe Grüße
Annelie

Offline Susanna

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #111 am: 28.02.13, 10:43 »
Clara, es ist zwar lobenswert, dass Du das alles niedergeschrieben hast.

Aber Du erzählst hier nichts Neues, das sind alles Dinge, die wir schon wissen, deshalb kann ich leider aus Deinem Beitrag überhaupt nichts mitnehmen.
Viele Grüße
Susanna

Offline SiegiKam

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #112 am: 01.03.13, 19:32 »
Zum Nachdenken:
Ich habe 2 Töchter und einen Sohn. Unseren Hof haben wir an unseren Sohn übergeben. Ich wohne seit 30 Jahren dort, mein Mann  noch länger.  Nun erbe ich noch zusätzliche Fläche . Die überlasse ich nun meinem Sohn.
Nun stirbt plötzlich mein Sohn. Seine Frau und Kinder bekommen nun alles. Es ist ihr zu Hause, sie sind dort daheim. Irgendwann lernt meine Schwiegertochter - mit der ich mich nicht so besonders verstehe - einen neuen Mann kennen. Er hat auch eine Familie. Die fühlen sich hier auch zu Hause.
Meine Enkelkinder studieren und ziehen dann hinaus in die weite Welt.

Und ich?.............vielleicht sitze ich dann mit lauter fremden Leuten in meinem zu Hause und blätter in den Prospekten über die Pflege in Thailand.

Vielleicht würde jetzt sogar eine von meinen Töchtern sehr gerne wieder in ihr zu Hause zurück kommen......

Aus der Sicht kann ich eine solche Verzichtserklärung schon verstehen.

Gammi, was hättest du getan, wenn deine Schwiegereltern vor der Übergabe auch so gedacht hätten und du völlig unabgesichert gewesen wärest im Todesfall deines Mannes? Diese Problematik haben doch alle, die übergeben. Man kann allenfalls das Austragshaus ziemlich unabhängig vom Hof bauen, aber man kann doch die "junge" Familie nicht nach beispielsweise zwanzig Jahren vom Hof jagen wenn der Hoferbe verstirbt.

Siegi
Leben und leben lassen

Offline Sasa

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #113 am: 01.03.13, 23:40 »
Also, nachdem was ich noch aus meiner Ausbildung weiß, ist es völlig egal, ob Nelly eine Verzichtserklärung unterschreibt oder nicht. Wenn die SM ein Stück Land ihrem Sohn schenkt/überträgt, was auch immer, dann fällt das nicht unter den Zugewinnausgleich in einem Scheidungsverfahren. Genauso müsste Nelly, die ein Haus einer Verwandten während der Ehe erbt, nicht bei Scheidung das Haus verkaufen, um dem Ex-Gatten die Hälfte des Wertes auszuzahlen.

Nur- verkauft Nelly das Haus während der Ehe und bekommt dafür....200.000 Euro, dann ist das wieder Zugewinn, der einberechnet wird. Oder- das Stück Land wird Bauland und Nellys Ehemann verkauft das Grundstück. Der Erlös käme dann auch wieder in die Berechnung.

Schenkungen/Erbausgleich/Erbschaften bleiben bei der Berechnung des Zugewinns außen vor.

Clara

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #114 am: 05.03.13, 16:58 »
Anders ist die Sachlage natürlich, wenn kein Kind den Betrieb weiterführen möchte, dann sind die 3 Wege natürlich eine gute Option.
Vielleicht kannst mir erklären, was Du ursprünglich damit gemeint hast.



Hallo Annelie,

es sind mehr als 3 Wege mit meinen Optionen offen. Somit ist für jeden eine betriebsindividuelle Lösung realisierbar.

Mehr kann und werde ich dazu nicht sagen, weil ich keine Juristin und auch kein Steuermensch bin, sondern Landwirtin und das sehr, sehr gern. Setz dich einfach mal hin und nimm Stift und Papier und schreib die Möglichkeiten auf, die dir einfallen.

Guten Abend,

Anja

Molly

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #115 am: 19.05.13, 11:05 »
Hallo und einen schönen Pfingstsonntag zusammen  :)
Ich möchte hier gerne eine Frage stellen, was die Hofübergabe u.s.w. betrifft.
Um es kurz zu machen: Meine SE bewirtschaften den Hof mit meinem Mann ( Angestellt) und dieser soll ( so haben wir es rausgehört  ???) 2015 übernehmen. Das Problem ist, das noch nie irgendwelche Gespräche statt gefunden haben, also zwischen meinem Mann und SE, auch bevor ich hier auf dem Hof war nicht...

Ich bin , wie viele hier viell. , meinen SE ein Dorn im Auge. Vor allem meinem SV! Wir haben letztes Jahr geheiratet und ich habe zwei Kinder mithergebracht...naja, mehr brauche ich ja nicht erwähnen.

Ich tauge nix, ich will alles verändern, meine Kinder fressen sich überall durch (O-Ton)....Nun ist es so, dass mein Mann sich nur in geringem Maße währen kann, so denkt er, weil der SV immer wieder damit droht , uns vom Hof zu schmeißen, wenn wir nicht so wie er will.
Mich beeindruckt das weniger wie meinem Mann...verständlich, schließlich hat er hier 25 Jahre für einen geringen Lohn seinem Vater als guter Mitarbeiter gedient.
Das Problem sehe ich vorrangig in der Ahnungslosigkeit meines Mann und das sich nachziehende ängstliche und duckende Verhalten.
Sicher gibt es da jetzt viel zu zusagen und evtl. zu fragen. Ich möchte gerne wissen, was könnt ihr mir dazu sagen, ob er wirklich uns alles "wegnehmen" kann, also meinem Mann die Hofnachfolge abwenden kann z.b. durch verkaufen?
Wenn verkauft wird, bevor der HOf übergeben wird, bekommt mein Mann dann evtl. nur den Erbteil( drei Geschwister) oder kann er für die letzten Jahre, wo er nur den geringen Lohn bekommen hat, damit alles in den Betrieb fließen kann, den er ja "angeblich" übernehmen soll, rückwirkend einklagen? Z.b. Lohnausgleich/Urlaubsanspruch?

Gerne erzähle ich noch mehr, wenn euch etwas nicht klar ist.
Ich habe einen Termin beim Notar gemacht, für ein Beratungsgespräch, weil mich diese Ungewissheit fast den Verstand kostet. Mein Mann ist natürlich einverstanden, weil er dann ja nun auch wirklich Klarheit hat und ich mir so wünsche, das er dann erkennt, das er nur klein gehalten wurde und er keine Angst mehr haben muss!!

Vielen Dank im Vorraus!
Molly
« Letzte Änderung: 19.05.13, 11:07 von Molly »

Molly

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #116 am: 19.05.13, 11:15 »
Ich habe grade noch ein paar Beiträge gelesen und muss feststellen, das ich für oder gegen gar nichts abgesichert bin.... :o Was ist denn, wenn meinem Mann was passiert...dann jagen die mich hier mit meinen Kindern vom Hof!!!

Molly

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #117 am: 19.05.13, 21:27 »
Nein, das haben wir nicht...ich habe mich auf meinem Mann verlassen. Das mein Mann aber vor lauter Angst keine Anzeichen macht , mal Informationen einzuholen b.z.w. keinen Plan hat wie das hier laufen soll, liegt an der sehr dominanten und herrischen Art meines SV. Der sieht immer gleich seinen Besitz in Gefahr...dabei hat mein Mann ja ein Recht auf Informationen,

Tja, mich ärgert das schon alles genug, das es da keine klaren Ansagen gibt...ich werde warten, was der Notar dazu sagt. Der Mann meiner Freundin war auch Angesteller bei seinem Vater, dann gab es Ärger, weil er Tiermedizin studieren wollte...er ist dann zur Kammer und die haben für einen Monat Stundennachweise verlangt. Er wurde für 40 STunden bezahlt, hat aber jeden Tag 14 Stunden gearbeitet. Da musste der Vater nachzahlen...mmhh, na wir werden sehen.

Danke für deine Antwort :)

Offline annelie

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #118 am: 20.05.13, 09:06 »
Hallo Molly,
arbeitest Du noch in Deinem Beruf und bekommen Deine Söhne Unterhalt von ihrem Vater? Dann wärst Du nicht so ganz auf Deinen Mann angewiesen.
Zahlt ihr Miete, Nebenkosten, habt Ihr Lebensmittel vom Hof (Milch, Kartoffeln usw.), hat Dein Mann ein eigenes Auto oder wird das vom Betrieb finanziert, tankt er fürs Auto Diesel vom Hoftank usw., auch solche Dinge würden den "Lohn" Deines Mannes erhöhen, bzw. schmälern.

Naima, zu einer GbR müssen aber die Eltern bereit sein oder der Nachfolger muss sie einfordern und selbst bei einer GbR muß das Einkommen nicht höher sein, wenn die Gesellschafter beschließen, dass ein Großteil vom Gewinn in den Betrieb fließt. Wie die Mehrheiten in einer GbR sind, ist ausschlaggebend wer bestimmt.... Jemand der sich schwer von der alleinigen Verantwortung trennen kann, wird auch in der GbR bestimmen, einen GbR-Vertrag kann man auch wieder lösen, der muß nicht zwingend in einer Übergabe enden.

Liebe Grüße
Annelie

Molly

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Re: Hofübergabe 2
« Antwort #119 am: 20.05.13, 09:34 »
Hallo :)
Nein, ich arbeite im Betrieb mit, habe keine andere Geldeinnahme. Für einen Sohn bekomme ich Unterhalt , für den anderen nicht mal mehr Unterhaltsvorschuss ( wurde 72 Monate gezahlt).
Wir haben einen eigenen Wagen, der NICHT über den Betrieb läuft und tanken KEINEN Diesel. Milch habe ich jeden Tag 1 Liter. Hühner oder andere Tiere, wo wir deren Produkte nehmen könnten, haben wir ja nicht.

Miete zahlen wir nicht, nein. Das könnten wir auch so gar nicht. Wir liegen gaaanz knapp über den Hartz4 Satz.

Eine GbR war wohl mal im Gespräch, bevor ich hier war. Und es wäre auch so, wie du es angesprochen hast: Er wäre trotzdem der, der alles entscheidet oder entscheiden will.
Meine Schwägerinnen haben schon gesagt: Der wird auf dem Papier übergeben, aber im Kopf niemals und das wird er auch raus hängen lassen.

Danke für deine Antwort. :)