Autor Thema: Wir haben uns getrennt...  (Gelesen 12758 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline passivM

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 1264
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #15 am: 31.10.08, 21:29 »
(Nein, wir haben uns nicht getrennt.)

ICH WAR GERADE PLATT, ALS ICH GELESEN HABE WIE SCHLECHT ES MIR VOR GUT VIER JAHREN GING !


Danach kamen noch ein paar dicke Hämmer, an denen ich lange gakaut habe,
aber hier in Meck-Pomm, wo wir seit Sommer 07 nicht nur 'nicht mehr auf dem Hof leben' sondern auch nicht mehr da arbeiten,  geht es uns besser - obwohl ich natürlich immernoch ein paar "Baustellen" sehe...

lieben Gruß
Anna


Und das ist für alle, die es brauchen:   :-*

"Ich wünsch dir jemand, der dich hält,
wenn du verzweifelst an der Welt.
Ein jeder Mensch braucht solch Begleiter,
und manchmal nur als Blitzableiter.
Wenn wir im Leben gemeinsam gehen,
dann werd ich immer zu dir stehen."

...........((_,»*¯*« »*¯*«,_))
((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))


"Ich wünsche jedem, der sich tapfer stellt,
zum Kampf mit aller Unbill dieser Welt,
ein trautes Plätzchen, wo er dann und wann
die ganze Welt vergessen kann."

...........((_,»*¯*« »*¯*«,_))
((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Offline Luise

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 130
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #16 am: 01.11.08, 20:06 »
Hallo Anna
wenn ich so lese, dann habt ihr Beide auf viel verzichtet. Vieleicht sind dann die Anforderungen auch hoch geschraubt.
 kein Mann der Welt wäre so "schön", daß ich für ihn meine Kinder verlassen hätte. Ich glaube mein,Mann hätte nie den Hof verlassen da hätte ich alle Hebel in Bewegung setzen können.
Versteh mich nicht falsch, ich meine das ist meine Sichtweise.
Mein S-Problem habe ich so aber auch behalten. Und es war für mich nie so schwer wie im Moment.
 LG Luise

Offline passivM

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 1264
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #17 am: 03.11.08, 01:56 »
Hallo Luise,

erstmal wüsch' ich dir viel Kraft für dein "S-Problem"

...aber meine Kinder hab' ich nicht verlassen. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen, als die zu ihrem leiblichen Vater gezogen sind. Ich hatte das Gefühl: Man hat mir die Kinder genommen, und zu all der Trauer habe ich mich auch noch entsetzlich dafür geschämt. Ich war, zermürbt von den vielen Kleinigkeiten auf dem Hof, nervlich total überfordert, irgenwie auch nicht stark genug, 1.) um diesen Eklat von vorn herein zu verhindern und 2.) den Auszug meiner Kinder zu verhindern. Das war ein Trauma, ein Schlag, von dem ich mich erst nach ein paar Jahren erholt hatte - die Kinder übrigens auch, nur auf andere Weise.

"Schöner" wurde mein Mann da durch nicht, eher "hässlicher". Aber ich war damals viel zu sehr am Boden, um alleine, mit unserer Kleinen neu anzufangen, und später habe ich mir gesagt: "...dann wäre der ganze Sch... ja umsonst gewesen, den ich und die Kinder erlebt habe/n..."   Und irrrrrgendwann wurde es dann tatsächlich besser. Und inzwischen lebt meine Tochter aus erster Ehe wieder bei uns. Mein Sohn ist jetzt 19, macht eine Ausbildung und ich habe (wieder) guten Kontakt zu ihm. Und unsere Kleine lebt in ihrer "heilen Welt" mit Mama und Papa auf dem Lande.

Ich will mich jetzt nicht rausreden. Ich habe sicher viele Fehler gemacht, war Fehleinschätzungen erlegen - und die Folgen konnte ich dann nicht mehr verhindern, aber ich war bestimmt nicht so *sorry:* schwanzgesteuert, dass ich für einen Typ meine Kinder verlassen hätte. Schätzt du mich wirklich sooo ein?  Oder bist du nur schockiert von der ganzen Tragödie, und vielleicht kannst du es dir (verständlicherweise?) nicht vorstellen, dass ich immernoch mit diesem Mann zusammen bin....  Manchmal wollte ich, aber dann hielt ich mich davon zurück, den letzten Rest der mir noch geblieben war, auch noch kaputt zu schlagen. - Und -wie gesagt- irgendwann wurden die Zeiten dann auch besser - auch für meine Kinder.

liebe Grüße
Anna
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Offline Luise

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 130
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #18 am: 03.11.08, 11:16 »
Hallo Anna
ich möchte dich weder be-noch verurteilen. Auch ich hatte manchmal Fortgeh Gedanken.
Die ich aber immer schnell zerschlagen habe weil ich ohne Mann hätte gehen müssen,der mir das allerbeste ist. Aber ich  habe dafür auch einen hohen Preis gezahlt. Und wenn ich gerade meine Depri habe und alles so schlimm ist mit meinem SV frage ich schon was hätte ich tuen sollen?  Aber es kommen auch immer gute Tage.Davon lebe ich.
Ich verstehe das jeder seinen Weg gehen muß und die Folgen zutragen hat.
   LG Luise
« Letzte Änderung: 03.11.08, 18:23 von Luise »

Offline passivM

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 1264
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #19 am: 03.11.08, 18:09 »
Achso, jetzt hab' ich es erst verstanden. Ich dachte, du bist fort gegangen.. :-X  Da hatte ich wohl was falsch rausgelesen. - Aber, sag' mal, du klingst irgendwie sehr depri. Komm, laß' dich mal drücken.

 

liebe Grüße
von Anna,

die sich nicht von dir be-oder verurteilt fühlt  ;)  Das ist nur so 'n wunder Punkt von mir. Ich hab' dann immernoch das Bedürfnis, mich zu erklären..
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

elli13

  • Gast
Trennung und wie geht es weiter ?
« Antwort #20 am: 07.04.13, 17:24 »
Hallo zusammen,
ich habe mich heute erst angemeldet und verstehe hier so einiges noch nicht, trotz Lesen der Hilfe. Meine Frage ist aber, wem geht es so wie mir,  mein Trennungsjahr ist fast vorbei und ich suche immer noch eine Arbeitsstelle. Der Unterhalt meines getrennt lebenden Mannes wird voraussichtlich im Juli 2013 beendet sein. Ich kann zwar meine Anwältin fragen, aber hier sind doch sicher Leidensgenossinnen. Wer kann mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich habe viele Fragen, aber erstmal schauen, ob jemand hier ist, der mit mir reden bzw. schreiben kann. Liebe Grüße elli13

Offline Freya

  • Oberbayern
  • Global Moderator
  • *
  • Beiträge: 8578
  • Geschlecht: Weiblich
  • no guts, no glory !
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #21 am: 07.04.13, 17:57 »
Hallo zusammen,
ich habe mich heute erst angemeldet und verstehe hier so einiges noch nicht, trotz Lesen der Hilfe. Meine Frage ist aber, wem geht es so wie mir,  mein Trennungsjahr ist fast vorbei und ich suche immer noch eine Arbeitsstelle. Der Unterhalt meines getrennt lebenden Mannes wird voraussichtlich im Juli 2013 beendet sein. Ich kann zwar meine Anwältin fragen, aber hier sind doch sicher Leidensgenossinnen. Wer kann mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich habe viele Fragen, aber erstmal schauen, ob jemand hier ist, der mit mir reden bzw. schreiben kann. Liebe Grüße elli13

Erstmal herzlich wilkommen bei uns. ;D  Wenn Du hier immer wieder mal reinschaust, wird es sicher bald die eine oder andere Antwort oder Frage geben. Lebst Du noch auf dem Hof oder hast Du inzwischen eine eigene Wohnung ??? Hast Du Kinder ???
Neid muß man sich erarbeiten; Mitleid bekommt man geschenkt.

liebe Grüße
Freya

Offline susabe68

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 39
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #22 am: 11.05.20, 13:21 »
Hallo ihr Lieben,
ich lebe jetzt fast ein Jahr von meinem Mann getrennt.
Er hat vor unserer Eheschließung den Hof übergeben bekommen und steht im Grundbuch alleine. Ich habe eingeheiratet und NICHTS mit in die Ehe gebracht.
Die ersten sieben Jahre war ich mitarbeitende Ehefrau ohne Lohn, dann haben wir eine GbR gegründet, in der jeder 50% Anteil hat. Diese besteht auch zur Zeit noch und ich arbeite noch auf dem Betrieb und bei der Pflege meiner Schwiegereltern mit.
Ich bekomme monatlich 1000,00 € vom Betrieb, bin aber immer noch nicht angemeldet.
Hat jemand von euch eine Ahnung wie sich mein Zugewinn errechnen könnte oder was mir zustehen würde. Momentan gehen mein Mann und ich sehr vertrauensvoll miteinander um und wollen auch im Falle einer Scheidung nur einen Anwalt nehmen.
Unser Sohn möchte gerne den Betrieb übernehmen, was mein Mann nicht will, weil er sich nicht so verhält wie es mein Mann will bzw. den Betrieb nicht so führen will wie es mein Mann will. Mein Mann will fremd verpachten und der Sohn soll leer ausgehen.
Wenn der Sohn doch weiter machen könnte, würde ich auf meinen Zugewinn verzichten, möchte aber weiterhin monatlich Geld bekommen und auch Altenteil oder so.
Habt ihr Erfahrungen mit solcher Konstellation oder könnt ihr mir Ratschläge geben?

Offline Erika

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 1223
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #23 am: 11.05.20, 14:08 »
Ich kann mir vorstellen, dass beim Zugewinn nur ein Anwalt helfen kann.

Aber zum eventuellen Verzicht auf den Zugewinn...

Ich habe letztens mit einer ehemaligen Landwirtin gesprochen, die vor vielen Jahren vom Hof gegangen ist, weil ihr Mann eine neue Freundin hatte. Auch dort sollte der erwachsene Sohn den Hof übernehmen. Es sollte außerhalb vom Dorf ein neuer Stall gebaut werden und für den Sohn hat sie auf den Zugewinn verzichtet. Fazit heute, so erzählte sie, der neue Stall ist nie gebaut worden, Sohn und Ex-Mann haben den Hof aber noch. Der Sohn hat schon lange keinen Kontakt mehr zu ihr. Der Ex fährt oft mit seiner Freundin in den Urlaub.

Zu Ehezeiten hat es selten bis gar keinen Urlaub gegeben, immer nur Arbeit.

Ein Verzicht auf Zugewinn muss mehr als gut überlegt werden. Wie ist das bisher mit den Rentenzeiten gewesen, sehr wahrscheinlich nur Alterskasse… und wie man liest, auch jetzt keine angemeldete Tätigkeit. Da wird der Zugewinn irgendwann dringend fürs Rentenalter gebraucht....

Selbst wenn der Sohn den Hof doch pachten kann, wer sagt denn, dass die Sache gut wird und wie lange sie dauern wird, bis er vielleicht aufgibt, weil er dem Vater nichts recht machen kann. Bloß nicht leichtfertig einen Anspruch aufgeben, er dient der eigenen Sicherheit und ist ein Ausgleich für viele Jahre unbezahlte Arbeit !!!!!!

Offline annelie

  • Bayern
  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 3492
  • Geschlecht: Weiblich
  • Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #24 am: 11.05.20, 14:10 »
Lass Dich von einem Rechtsanwalt, der auf landwirtschaftliche Scheidungen (Scheidung in der Landwirtschaft birgt ganz andere Fallststricke wie eine "normale" Scheidung) spezialisiert ist, beraten und bedenke, dass wenn Dein Mann den Rechtsanwalt beauftragt der vorrangig für Deinen Mann arbeitet und wenn Du den Rechtsanwalt beauftragst, arbeitet er vorrangig für Dich, selbst wenn Dein Partner mit beraten wird.  ;)

Ganz wichtig ist es im Vorfeld mit dem Eurem Steuerberater zu reden, besonders wenn Dein Mann den Betrieb verpachten möchte, falls es später doch zu einer Übergabe an einen von Euren Söhnen kommt, kann das zu einer hohen Steuerlast kommen.

Lass Dir Deine Rente ausrechnen, nur so kannst Du ermessen ob und wie Du später über die Runden kommen wirst, bevor Du auf irgendetwas verzichtest.

Versuche soviel fachliche Beratung wie nur möglich zu bekommen und vorallem keine Schnellschüsse, da kann dann das dicke Ende nachkommen.

Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist ein Geheimnis
und jeder Augenblick ist ein Geschenk.

Liebe Grüße
Annelie

Offline Mathilde

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 2266
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #25 am: 11.05.20, 14:36 »
Hallo,

ich würde niemals auf den Zugewinn verzichten. Das muss sich doch anders regeln lassen. Z.B. ein Teil der Flächen des Betriebes gehört dann Dir, bleibt aber im Betrieb und wird nur verpachtet. Damit hättest Du dann auch ein Pfand in der Hand wenn der Hof auf den Sohn übergeben werden sollte. Ich persönlich würde das auch nur wegen unserem Sohn so regeln damit Männe oder ein "Anderer Kopf" nicht einfach den Hof verscherbelt und die kinder gucken in die Röhre.
Also ich habe neulich einen Windpachtvertrag prüfen lassen. Das sind Rechtsanwälte mit landwirtschaftlichem Hintergrund. Den Vertrag mit dem Windkraftunternehmen werden wir so nicht unterschreiben!
Ich werde jetzt, nachdem mein Mann ja immernoch nicht so ganz gesund ist (das ist jetzt sehr stark untertrieben) mal von denen eine Hofübergabe in Angriff nehmen.
Wenn Du magst würde ich Dir dann auch die Adresse geben.
In Deiner Situation würde ich allerdings zuerst zum Steuerberater gehen bei dem  unsere Tochter gearbeitet hat..........das ist ein anderer wie der den wir jetzt noch haben. Verzichte nicht auf das was Dir zusteht. Man kann nur dann in der Ausübung des Rechts variieren.

LG Mathilde
Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Irmgard3

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 694
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #26 am: 11.05.20, 21:40 »
Mathilde, Erika und  Annelie sehen das, meiner Meinung nach richtig. Verzichte nicht, du mußt abgesichert sein und kannst dann selbst verfügen wie du später vorgehst. Gutheit ist leider oft Dummheit.
Lebe, wie  du wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
(Christian Fürchtegott Gellert)

Offline susabe68

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 39
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #27 am: 13.05.20, 10:56 »
Ihr Lieben,
vielen Dank für eure Gedanken und Infos.
Ich werde mich jetzt erstmal alleine beraten lassen von einer Fachanwältin, die sich mit Landwirtschaft auskennt.
Ich bin aber auch gerne noch für eure Anregungen und Tipps offen.
Bleibt gesund und liebe Grüße an alle
Susanne

Offline artischocke

  • Neuling
  • *
  • Beiträge: 5
Re: Wir haben uns getrennt...
« Antwort #28 am: 13.05.20, 12:06 »
hallo susabe 68,

aus eigener erfahrung kann ich dir nur sagen, NICHT verzichten ......... es steht dir zu ........ wenn du auf deine ansprüche verzichtest hast du kein mitspracherecht mehr.........und es wird schnell vergessen, dass es eine gemeinsame leistung war.........glaub mir es ist auch besser für das selbstwertgefühl,  erst zu besitzen und auch mal zu sehen wie die arbeitsleistung in bewertet wird, und dann zu verteilen , weil dann kommt es bewusst von dir und wird auch so wahrgenommen ......

gute nerven und weiterhin ein guter umgang miteinander, auch wenn du deine ansprüche nicht aufgibst

wünscht

 artischocke