Autor Thema: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels  (Gelesen 24797 mal)

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Offline Lotta

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #15 am: 20.01.15, 17:41 »
Hallo Benita!
Doch ich habe schwer körperlich gearbeitet..das ist der Grund, warum meine Wirbel jetzt dermassen degeneriert sind. Das Röntgenbild sieht aus, wie ein  Puzzlespiel.
In der Kindheit blieb es ja unerkannt, erst nach der Geburt meiner Tochter fand man das heraus. Ich habe mich mit Schmerzmitteln die direkt vor Morphium angesiedelt sind, über Wasser gehalten und meine Arbeit versucht anzupassen...Ich hab den Trecker mit dem gefederten Grammer Sitz genommen und beim melken keine schweren Eimer geschleppt. Und hatte immer eine Möglichkeit zum sitzen mit im Melkstand.Bei Kalbungen und anderen Sachen hatte ich dann auch keine Scheu, mich ins Stroh zu setzen, damit ich alles geschafft habe.
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Offline Benita1

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #16 am: 23.01.15, 17:53 »
Hallo Lotta,

Hab dir eine Mail geschrieben aber dein Postkasten ist scheinbar voll.

Glaubst du denn, dass du auf absehbare Zeit bei deinem Riesenproblem so ohne OP auskommst. Wie alt bist du denn jetzt?
Du kannst mir auch eine Mail schicken.
Was sagt der Arzt zu deinem Krankheitsbild?

Je näher bei mir der Termin kommt, desto unwohler wird mir aber ich möchte die OP auf alle Fälle machen lassen.

Benita

Offline coni

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #17 am: 23.01.15, 21:41 »
hallo benita
meine schwägern hat sich sschon vor jahrenversteifen lassen ist sehr zufrieden damit und arbeitet in einer uniklinik in der ambulanz
das einzige was sie nicht mehr macht mit dem hubschrauber raus zu den unfällen
ich ginge an deiner stelle nach münchen
coni

Offline Gislinde

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #18 am: 26.01.15, 15:34 »
Hallo,
ich war heute in der chirurgischen Ambulanz in Ulm, da habe ich die gleiche Feststellung bekommen,
dass eine Wirbelversteifung die Lösung ist.
Aber davor zögere ich noch, wenn ich es mit einer Schmerztherapie und geeigneten Tabletten erst mal hinausschieben kann,
ich werde mich bei schweren Arbeiten zurücknehmen.

Falls eine Verschlechterung kommt mit Lähmungen an den Beinen oder anderen Beeinträchtigungen,
muß doch schneller operiert werden.
Mit lieben Grüßen
Gislinde

Offline Benita1

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #19 am: 15.02.15, 21:00 »
hallo zusammen,

meine OP ist jetzt vorbei und es ist alles sehr gut verlaufen. Gleitwirbel, und LS 3/4 und 4/5 verschraubt. Außerdem wurde an der Spinalkanalstenose gefräßt.
Bis jetzt wollte ich nicht so lange vor dem Computer sitzen aber dieser kleine Text geht schon
Hatte zwar 2-3 harte Tage, nicht zuletzt wegen der komischen Betten in der Klinik.
Die Rahmen dieser Betten sind nur mit einem Federstahlgeflecht bespannt, außerdem darunter einige Platen und Stege angeschweißt. ; da wird es allmählich ziemlich übel, denn mit hin und her bewegen geht ja fast gar nichts und den Hintern bekommt man wegen Kraftmangel eh nicht kurz mal hoch um eine andere Stelle einnehmen zu können.
An den Seiten der Betten hatten sie in Schulterhöhe schon irgendwelche Teile angebracht, an denen man sich dann beim Versuch etwas zur Seite zu rutschen unterstützt wurde aber jetzt ist dieses Thema erst mal abgeschlossen.
Ich bin eigentlich 2 Tage eher raus gegangen, weil ich ständig von meiner wunderbaren Matratze zu Hause träumte und jetzt fühle ich mich bedeutend wohler. Bin in einem Liegend-Transporter nach Hause gefahren worden.
Sonst hat alles gepasst aber wir sind zu dritt nach München gefahren, weil man in die Tiefgarage dieser Klinik nicht so schnell hineinkommt.
da sind Wartezeiten von 30 - 50 Minuten keine Seltenheit. So sind wir also erst mal zu zweit mit einigem Gepäck ausgestiegen und zum Aufzug in der Tiefgarage gegangen. Der Sohn folgte dann als er endlich auch grünes Licht für die Einfahrt bekam.

Habe eine ganz nette Dame kennengelernt, die drei Bandscheiben im Halsbereich bekam. Das war eigentlich recht dramatisch, denn sie ging eh gleich nach dem Bemerken der Gefühlstörungen im Arm zum Prof. und trotzdem war da nicht gleich eine großartige Verbesserung nach der OP.

So kenne ich auch einige andere Leute, die einfach zu spät zur OP gingen und seither einen Vorderfußschwäche haben, die sich nach der OP rein gar nicht mehr löste.


Liebe Grüße von Benita
Meine Reha kann ich erst am Freitag  ::) antreten, also dann wird wieder nichts gemacht. Vielleicht lasse ich mich dann am Samstag gleich mal über das Wochenende von meinem Mann abholen.

Offline maria02

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #20 am: 15.02.15, 21:13 »
Gut für dich Benita das die Op so vorbildlich verlaufen ist!
Wünsche dir gute und schnelle Genesung wenig schmerzen und eine erfolgreiche Reha!

Liebe Grüße
Maria

Offline Gislinde

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #21 am: 16.02.15, 19:50 »
Hallo Benita

Für Deine Reha wünsche ich Dir viel Erfolg, wie ist es mit der Bewegung?
Sitzen darf man da wenig oder? Stehen ,laufen und Liegen, keine Belastung für ein paar Wochen
so habe ich es von einer jungen Nachbarin gehört, die schon mit 30 operiert wurde , danach den Beruf wechselte
Mit lieben Grüßen
Gislinde

Offline Benita1

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #22 am: 16.02.15, 21:05 »
Hallo Gislinde,

Sitzen darf man soviel man will aber anfangs tuts eben noch nicht längere Zeit gut. Gehen mache ich mit 2 Krücken, kann aber auch schon mit einer gehen.
Belastung geht natürlich nicht aber ich habe schon was gekocht und auch aufgeräumt.
 
Es wird alle Tage ein klein wenig besser. Der Arzt sagte, dass ich mich so weit bücken darf, wie es mir noch gut tut.
Deswegen stelle ich mir einen Stuhl hin, wo ich etwas vom Boden aufnehmen möchte, lege die flache Hand auf die Sitzfläche und strecke den Fuß nach hinten gerade weg, sodass die Zentimeter zum Fußboden nicht mehr so weit sind. Das geht erstaunlich gut.
Heute habe ich mir im Sanitärladen einen Bauchgurt geholt, der mir die Bauch- und Rückenregion gut stützt. Den bekam ich verschrieben.

Außerdem haben wir uns das Pflegebett (gehört uns) von meiner SM in den Türrahmen der breiten Schiebetüre zum Wohnzimmer gestellt. denn es besteht außerdem auch noch ein zweiter Zugang zum Wohnzimmer. Wenn das Bett nicht sichtbar sein soll, dann wird die Schiebetüre geschlossen und niemand sieht etwas. Ich will mich doch nicht die halbe Zeit ins Eheschlafzimmer legen im Obergeschoß legen. Das Bett hat einen automatischen Auf und Ab Mechanismus und ist Gold wert.
Nach so einem Bett hatte ich mal inseriert als meine SM noch kein Pflegefall war aber schon dringend so etwas brauchte.
Es ist aus Eiche und sieht recht unauffällig aus zu unserer übrigen Eicheneinrichtung aus. Ist auch entsprechend hoch, dass man gut selbständig aufstehen kann.
So einen automatischen Rahmen kann man nicht in jedes Bett legen, denn es muß genügend Bodenfreiheit vorhanden sein.
Mein Mann hat die Ehebetten mit einem Lattengerüst höher gemacht; es stand aber eh immer als Kastenbett direkt auf dem Boden.

Ich glaube, den Galgen werde ich die restlichen Jahre meines Lebens dort beibehalten, denn der ist einfach sooooo praktisch.
Ich glaube, auf lange Sicht werden wir uns aber eh ein höheres Bettgestell vom Schreiner machen lassen, denn jetzt "schwimmen" die Matratzen eher über der Bettkante  ;)
Mein Mann will allerdings noch einen Versuch starten und nochmal eine Blende rund herum machen.

Wann sollst du dich denn operieren lassen?
Warte nicht zu lange damit, denn ich kenne einige Leute, die wegen zu langem Hinausschiebens der OP eine Vorderfußhebeschwäche haben. Die vergeht dann nicht mehr. Auch recht müde Füße sind kein gutes Zeichen, denn dann ist der Nervenbereich auch schon geschwächt.
Ich kenne einen Landwirt, bei dem war dies das erste Zeichen. Weil er vor 30 Jahren nicht viel von Ärzten hielt, ging er erst mal zum Chiro-Therapeuten Als er nach Hause kam musste er alle 10 Minuten zum Pipi-Machen ???
Dann gings aber ab zu einer guten Fachklinik. Mittlerweile hat er schon den ganzen Rücken verschraubt und arbeitet immer noch in der LW mit. Leider blieb die Schwäche in seinen Füßen zurück und jetzt geht er schon lange einen ganz schlimmen Watschelgang und kann sich auch deswegen gar nicht mehr ganz aufrichten. Der Rücken schmerzt ihn aber rein gar nicht mehr.
So sitzt er jetzt am Liebsten auf dem kleinen Trecker und erledigt damit eben dann jene Arbeiten, die er damit gut machen kann.
Er hat einen ganz tüchtigen SS und seine Tochter, die den Betrieb auch lenkt, sind ihm eine große Beruhigung.
Leider hat sich inzwischen sein Vorderfuß derart verformt, weil er von Anfang an mit seiner Kraftlosigkeit in den Beinen eher immer auf der Außenkante des Vorderfußes ging.
Jetzt hat er an beiden Füßen einen orthopädischen Schuh ohne den er rein gar nicht mehr könnte.

Am Freitag gehe ich aber eh schon zur REHA weg, das Bett muss allerdings vorerst bleiben, denn was weiß ich, wie gut ich hernach beisammen bin.
Neben dem Klo haben wir Griffe angebracht, damit ich gut aufstehen kann und über dem Ehebett hängt jetzt auch so ein Galgen, wie man ihn in den Krankenhausbetten sehen kann. Den hat mein Sohn einfach mittels Bohrmaschine als Schwerlasthacken an der Decke befestigt. Kostet im
 Internet nur 10 €. An der Badewanne hatte ich eh schon 2 stabile Griffe aus dem Sanitärhaus aber da macht mir mein Sohn jetzt auch noch so einen Schwerlasthacken hin, weil ich da eine Leiter befestigt haben will, an der man sich dann klein weise nach oben hangeln kann. Dieses Stück haben wir auch im Internet gesehen.
Schmerzen halten sich in Grenzen. Heute bekam ich so ein extra Rezept vom Arzt, wofür ich ein ziemlich starkes Opiat bekomme. Das kann ich aber so nach und nach wieder absetzen und später mit harmloseren Tabletten ersetzten. Vom Krankenhaus her bekam ich eh noch für 3 Tage Medi´s mit, denn es war ja nach meiner Heimfahrt gleich mal Wochenende.

Liebe Grüße von Benita
« Letzte Änderung: 17.02.15, 10:06 von Benita1 »

peppels24

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #23 am: 16.02.15, 21:33 »
Hallo,

ich wurde nach 2 Wirbelbrüchen (unabhängig voneinander) versteift. Bei der 1. OP war ich 30j. da sind einige Betroffene hier wohl etwas älter (ohne jemandem zu nahe treten zu wollen!), die Heilung ist sicherlich mit jedem Lebensjahr das man hinter sich hat, etwas schwieriger oder länger. Ich kann jedem nur raten, am Anfang wirklich Ruhe zu halten und vor allem das Heben am besten ganz sein zu lassen. Das fiel mir sehr schwer, ich habe auch manchmal über meine Grenzen gehoben, das habe ich dann auch merken müssen.
Alles in Allem kann ich mich heute nicht beklagen. Mir geht es gut, ich muss Sport machen, da durch die Narben die Muskeln doch sehr beeinträchtigt sind, aber ich fühle mich heute in keiner Weise eingeschränkt, kann mich aber auch nicht mehr erinnern wie es vorher war ;-)

Ich denke, es muß jeder für sich entscheiden und man muß auf jeden Fall ein gutes Gefühl haben, auch bei der Klinik/ dem Arzt, aber man sollte sich nicht grundlegend ohne sich wenigstens Gedanken dazu gemacht zu haben, gegen eine OP entscheiden. Es gibt viele Menschen, denen dadurch die Schmerzen erfolgreich genommen wurden.

Benita, ich wünsche Dir eine gute Genesung und Geduld, wenn es mal schwer erscheint!

Offline martina

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #24 am: 17.02.15, 07:06 »
Am 03.02. kam im NDR in der Sendung Visite ein interessanter Beitrag zu dem Thema. In der Mediathek finden sich einige Beiträge dazu.

Lasst uns miteinander reden - wir freuen uns auf Beiträge.
Bei uns geht Kontakt ohne Maske und Abstandsregeln. Draussen nicht!

Offline Benita1

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #25 am: 17.02.15, 10:11 »
Hallo Peppels,

 Ich kann mir gut vorstellen, dass Heben und Tragen am Anfang rein gar nicht vorstellbar ist.
Ich meißle ich es mir ins Gedächtnis, denn wenn der Mai kommt und die Blumenkübel ihren angestammten Platz wollen dann muss ich eben warten, bis mir jemand das Macht.

Benita

Offline Maja

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #26 am: 17.02.15, 11:19 »
Bei mir werden die Blumenkübel seit meiner BWS -Geschichte vom Gärtner gepflanzt und aufgehängt. Das kostet zwar etwas mehr als wenn ich es mache, aber es bewährt sich für meinen Rücken.
Mann muss eben in allen Dingen Abstriche machen, aber das Leben geht weiter.
Benita ich wünsche Dir für die Reha alles Gute und hebe meinen Zeigefinger zur Vorsicht!!!!
Mache nicht was dir nicht guttut. Auch in der Reha wissen die Therapeuten nicht wie DU dich fühlst. habe schon manche Frischoperierten schlimmer von der Reha kommen sehen als sie hingingen. Man will nicht jammerig ausschauen und macht mit obwohl es schmerzt.
Will dir keine Angst machen ....aber sei vorsichtig.!!!
Gute Genesung
wünscht Dir Maja

Offline Benita1

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Re: Wirbelsäulenoperation Fixierung eines Gleitwirbels
« Antwort #27 am: 18.02.15, 21:30 »
Hallo Maja,

vielen Dank für deinen Tipp. Meine Bettnachbarin gab mir den gleichen Tipp.
Lieber weniger als mehr leisten, denn bei ihr ist in der Reha nach einer Bandscheibenvorfall bei der Wassergymnastik wegen Überanstrengung gleich nochmal die Bandscheibe weiter nachgerutscht. Im Wasser ist man soooo leicht, da übernimmt man sich echt ganz unbemerkt.
Heute habe ich noch einige Teile für die Reha gekauft, morgen wird gepackt und übermorgen geht's dann Richtung Rottal.

Drei Wochen sind schnell vorbei.
Momentan fühle ich mich als wenn ich eine Nieren-OP gehabt hätte, Schwäche, Schwäche .............

 @ Mucki: Wäre schon gerne mal an den Tegernsee gefahren aber das ist eher unsinnig für mich, denn mein Mann ist in einer knappen Stunde in Gr......., zumal ich dazwischen auch noch eine Woche daheim sein konnte.

Benita