Autor Thema: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ?  (Gelesen 143128 mal)

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Offline Margret

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@Luetten:

es gibt Dinge, die kann man sehr wohl  der Kontrolle entziehen. Stimmt soweit.

Aber es gibt leider viel zu viele Dinge, bei denen das eben nicht geht.
Wer das schon so erlebt hat, weiß genau, was ich meine.  Wer es nicht erlebt hat, kann es wohl nicht verstehen.

Es kommt eben auch auf die jeweiligen Gegebenheiten an wie  Persönlichkeitsstrukturen,  Wohnsituation,  finanzielle Lage,  Familienstiution, Hilfsbedürftigkeiten, Leidensfähigkeit ....

Margret

Offline maggie

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da muss ich mich Margret total anschliessen -

liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Luetten

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Ja Magret, da hast du sicherlich recht! Ich habe auch das Glück gehabt dass mein SV immer auf meiner Seite war.
LG Lütten
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Offline Mathilde

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Wenn man im selben Haus wohnst und die SE in der unteren Etage. Du musst an der Küchentür vorbeigehen, um das Haus zu verlassen. Die Küchentür steht offen und die Frage kommt: Wo gehst Du hin?
Was machst Du dann? Und bitte eine realisierbare Antwort und nicht: Ein neues Haus bauen.

Hallo,

zuerst würde mich mal der Ton der Frage dabei interessieren und dann würde ich meine Gedanken nach Gedanke und Wirklichkeit durchforste.
Kleines Beispiel: Habe am Di abend einen Salzleckstein bei den Kühen ins Fach gemacht weil leer war. Eigentlich macht das immer Mitarbeiterin aber mir fällt ja auch kein Zacken aus der Krone. Dann gestern morgen: Sie steht am Futtertisch und verteilt Futter und ich hole im Stall die Kühe zum Robbie und sehe dass die Kühe schon eine richtig Kuhle geleckt haben am Stein. Ich sage: uiiii guck Dir das an (und meine die Kuhle) und bei Ihr kommt ein Vorwurf an wie: warum hast gestern nicht den Salzleckstein aufgefüllt?
Ich habs gleich richtig gestellt und wir haben gelacht darüber.
Warum ist das dann bei SM so schwer anhand des Tons nachzufragen ob Sie was mitgebracht haben möchte oder man ruft belanglos und nett rein "Eis  essen soll ich Dir ein mitbringen?"
Auch bei Drachen kann man das aber es gehört viel Selbstbewusstsein dazu und einen Mann der hinter einem steht oder zumindest völlig neutral bleibt.
Ach ja ich habe das lange selbst mitgemacht in einem Haus und der Küchentür und einem Eingang wo man meine Gäste erst unten abgefangen hat.
LG Mathilde
Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Swisslady

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Sm sind da manchmal heikel wir Frauen haben ja ihren Sohn genommen.... sie sind nicht mehr die Nummer 1 in ihrem Leben.
Eltern oder SE die den Hof oder das Geschäft geführt haben, haben sicher viel Herzblut einfliessen lassen und wenn sie sich nicht bewusst entscheiden, sich rauszuhalten und das kürzertreten zu geniessen,  dann wird es für die Jungen schwierig.
Dazukommt meine ältere Generation, arbeitete bis zum Umfallen und brachte es zu etwas, und sie leben nach dem Motto das Alter wird geehrt.

Wir wohnen ja nicht mit SE am Hof, aber die können das heute nach 27 Jahren immer noch nicht akzeptieren, wann ihr Besuch für uns günstig ist. Einmal habe ich sie gebeten zu einer andern Zeit zu kommen und SM meinte dann wenn du nicht willst lass es sein, sie sind nicht erschienen.
die kommen immer so kurz vor den Mahlzeiten aber mitessen wollen die meistens nicht. Eben es muss nach ihrem Kopf gehen und das ist glaube ich das Problem.
Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden.

Offline Maja

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Susanna ich könnte mir vorstellen, dass sich deine SE nicht willkommen gefühlt haben.
Man hört ja auch nicht den Ton mit dem es gesagt wurde.

Offline gina67

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Hallo
meine SM isst bei uns mit am Tisch und verschwindet immer kurz vorher in den Garten oder sonst wohin. Jahrelang haben wir aus Höflichkeit gewartet bis sie gekommen ist, manchmal eine halbe Stunde. Oft war das Essen kalt. Das machen wir nicht mehr. Wenn Göga kommt, essen wir, egal ob SM da ist oder nicht.
Was sie da täglich veranstaltet ist ein Zeichen von Unhöflichkeit und Nichtachtung meiner Arbeit. Das nehm ich nicht mehr hin.

LG Gina

P.S. ich würde mich nie wieder auf eine gemeinsame Küche einlassen.

Offline Maja

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Zitat
Warum sollte sie willkommen sein, wenn sie zur Essenszeit stört und nicht mitessen will?
Für mich ein Gebot der Höflichkeit, nicht uneingeladen beim Mittagessen irgendwo reinzuschneien.
 
Naima, nimms mir nicht für übel, aber ich vermisse in dem Fall auch die Höflichkeit und den Respekt, den man seinen eigenen Eltern sowie den SE gegenüber hat.
Die Höflichkeit, die eigentlich normal ist.
Ich habe es mein Leben lang noch nicht erlebt, dass mir jemand, nur weil ich beim Essen sitze, nicht willkommen ist.
Wenn ein Gast dazu kommt, wird der eingeladen mitzuhalten(ungeachtet der Person die da kommt), und wenn er dankend ablehnt, dann wartet er mit seinen Bitten und Fragen bis man mit dem Essen eben fertig ist.
Heutzutage kann man es ja auch nicht an der Uhrzeit festmachen wann irgendwo gegessen wird.
Bei uns ist das an manchen Tagen um 14.00 Uhr, an wenigen Tagen um 12.00 Uhr und manchmal gibt es gar kein Mittagessen.
Wie soll dann jemand wissen wann er willkommen wäre und wann nicht?
Ich habe das Gefühl, manche Leute machen sich das Leben selbst unnötig schwer und messen einfach 
den Dingen zuviel Bedeutung bei, oder messen mit zweierlei Maß.
Zitat
Jahrelang haben wir aus Höflichkeit gewartet bis sie gekommen ist, manchmal eine halbe Stunde. Oft war das Essen kalt. Das machen wir nicht mehr. Wenn Göga kommt, essen wir, egal ob SM da ist oder nicht.
Inga , warum solltet ihr nicht essen , wenn dein Mann da ist?
Das ist doch ganz normal , man richtet sich in seiner Partnerschaft ein:
Deine SM wird wohl auch nicht erwarten , dass auf sie selbst gewartet wird, oder?
Sie kommt eben dann , wenn es für sie passt.
Wenn sie keine andere Form der Höflichkeit kennt, dann ist das eben so.
Es wird ja erst ein Problem daraus wenn dem Umstand , dass SM nicht da ist, Wert zugestanden wird.
Man kann auch Essen schlingwarm essen und das will deine SM vielleicht auch??

Offline Maja

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Eigentlich will ich damit nur sagen....man kann alle Dinge so und so sehen.

Aber eine Grundhöflichkeit und Respekt machen das Leben leichter.
 

Offline Mathilde

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P.S. ich würde mich nie wieder auf eine gemeinsame Küche einlassen.

Hallo,

das habe ich von Anfang nicht gemacht. Ich bin erst eingezogen wie 2 Küchen im Haus waren und dann hat SM von mir Küchenverbot bekommen ;-)
Aber eigentlich hat Sie schon unsere Privatsphäre respektiert. Ich kann mich nicht erinnern das SV jemals ohne Einladung bei uns oben gewesen wäre und schon gar nicht wenn wir nicht da waren.
Wenn SM im Urlaub war habe ich für SV mit gekocht aber Bett machen musste er dann selbst das hab ich nicht gemacht.........waren ja auch beide noch rüstig  ;)
LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline frankenpower41

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.... da warst Du halt nicht mehr so naiv wie ich damals.
Wir haben zwar schon seit über 20 Jahre 2 Küchen, aber SM frühstückt in meiner Küche und trinkt abends ihren Kaffee unten. Darf auch so sein, denn total abschieben will sie ja niemand.
Nur tagsüber ist sie oben und kocht sich dort das Mittagessen. Mitkriegen tut sie alles. Wir hatten erst dieser Tage wieder Disput weil sie unbedingt meinte, dass unsere Geflügelknochen dem Hund gehören müssten. Und glaubt nicht, dass der was entgeht.

Marianne

Offline frankenpower41

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@Doris, das ist ja schon heftig. Also Schlüssel hat hier schon jahrzehntelang niemand mehr.
Das würden die Geschwister meines Mannes, die für meine Verhältnisse sowieso sehr selten kommen, schon gar nicht wollen.
Sie wissen schon, das es für uns nicht immer einfach ist und sind froh, dass sie ihre Ruhe haben.
Rein reden tut uns da niemand.
Meine Schwägerin klingelt an der Haustür, aber ich habe ihr schon öfters gesagt, dass sie durch den Hintereingang rein könnte.
In unsere Räume würde da nie jemand gehen, höchstens in die Küche weil SM sagt, sie sollten Eier aus der Speisekammer holen.
Seit ich die Hühner mache zahlt Schwägerin sie auch, wobei sie das nicht müsste, anderen schenke ich ja auch mal welche.

Marianne

Offline Swisslady

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@Maja, ich hab sie jeweils eingeladen mitzuessen, aber das wollten die ja nicht und im übrigen weiss man nach einer gewissen Zeit wann die junge Familie Kinder ins Bett bringt oder beim Essen ist, das hat auch mit Achtung zu tun. Meine SM weiss immer alles besser und kann sich schlecht einordnen das ist nun mal so damit lebe ich schon viele Jahre, wie viele andere hier auch.
Es ist einfach extrem wie meine ältere Generation, seien es meine Eltern , Schwiegereltern oder Onkels und Tanten mit über 75 immer noch denken die Welt drehe wegen ihnen etwas schneller.
Für mich ist es auch nicht nachvollziehbar, wenn man unter den SE am Hof oder sonstwo gelitten hat, man dann mit seinen Nachkommen genau gleich verfährt.
Ich möchte mich als SM nicht so wichtig nehmen und die Jungen ihr Leben so leben lassen wie sie es möchten. Auch wenn ich damit in Gefahr laufe, nicht immer alles zu wissen, die Enkel nicht dauernd bei mir zu haben, nicht mehr der wichtigste Mensch im Leben meiner Kinder zu sein.  Aber mich daran freuen dass sie ihr Leben meistern.

Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

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Offline Swisslady

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Ja da kommt mir noch was in den Sinn, mein Onkel der hier aufgewachsen ist, hat auch die Angewohnheit einfach reinzukommen, sei es vorne an der offiziellen Türe oder hinten beim Nassraum der direkt an unser Bad grenzt. Eben so kam er mal hintenrum und mein Mann kam gerade aus der Dusche.....
Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

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KATHRINA H:

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Hab hier bis jetzt nur mitgelesen, hab ja im Vereinseck meinen Kasten, wo ich auch öfters meine
Probleme mit meinen SE reinschreibe...
Vor allen Schreiberinnen die mit SE in einem Haus wohnen, natürlich mit eigener Wohnung, aber gemeinsamen
Eingang UND gemeinsamer Küche, HUT AB, das könnte ich niemals akzeptieren, wie schafft ihr das?
Wir wohnen im Bauernhaus, meine SE, in einer schönen Austragswohnung, übern Hof...

Wenn wir uns besuchen ;) wollen können wir das, wollen wir unsere Ruhe und SE auch, ists auch OK, wir kochen
und essen getrennt, außer es ist jemand krank oder ich hab einen Termin, dann kocht SM mal mit, aber nur selten...
Wir, Göga und ich, haben 2,5 Jahre mit SE in einem Haus gelebt UND Schwägerin, komisch war, das es sehr gut ging, es gab keinen
Streit, ja es hat mich manchmal direkt gewundert ::)
Aber es war eng, wir hatten zwei Zimmer, der ältere Sohn schlief mit ihm Schlafzimmer, im anderen Zimmer war eine
Küchenzeile, Sofa, Eckbank, ein kleines Bad mit Dusche WC, teilten wir uns mit Schwägerin, das nervte mich am meisten...

Meint ihr, die hat mal das Bad geputzt oder ihre Kosmetika auf die Seite geräumt, und oft hat sie ewig, ja, war so, die
Dusche blockiert, aber unsre beiden Zimmer waren sehr geräumig, hell, wurden früher vermietet...
Aber trotzdem wars auch schön, möcht nicht alles verteufeln...
Nur mir sind getrennte Bereiche unheimlich!! wichtig, jetzt ist es auch so...
Meine Mama hat jahrzentelang unter ihrer SM gelitten, meine Oma, und Opas Schwester lebte auch im Haus, die beiden
Oma und Großtante konnten sich nicht leiden, jeden Tag gabs Streit...

Meine Eltern hatten nur ihr Schlafzimmer für sich, sonst saß immer Oma daneben, ja, heute noch, weint sie wenn sie mir
von damals erzählt, auch mußte sie immer für alle kochen, aber anscheinend war das früher normal... ::)
Wenn ich als Frau auf einen Hof komme, lasse ich mich, so wars bei mir, auf neue Familienstrukturen ein, z.B.
wie geht der Vater, mein SV, mit seiner Frau, SM, um, für mich war das ein Schock, wir haben anfangs miteinander
gegessen, SV hat teilweise SV richtig fertig gemacht, nur das Essen kritisiert, aber wie :-X

So etwas kannte ich nicht, hätten wir zuhause nicht gemacht, auch der rauere Ton untereinander, war für mich auch
ungewohnt, ach kann ich hier nicht alles aufzählen...
Aber ich bin immer noch hier, aus Liebe :-* ;)

Kathi