Autor Thema: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ?  (Gelesen 143587 mal)

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Offline Ricka

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Ich kann mich euch nur anschließen es ist schlimm wenn die privaten Wohnbereiche nicht akzeptiert werden. Meine SM hat auch immer gerne mal Ausflüge in unsere Wohnung gemacht habe sie daraufhin angesprochen und sie hat mir geantwortet warum sperrt ihr auch nicht zu.
Es kann ja aber nicht angehen, das ich mich in meinem eigenen Haus einschließen soll .Das war der Satz, den mein Mann daraufhin zu seiner Mutter gesagt hat und ich rechne es ihm heute noch hoch an das er immer  so zu mir hält.

LG Katrin

Offline Heti

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Meine SM hatte damals ihrer Meinung ein Recht auf "Durchsuchung" unserer Räume, schließlich war der Hof ja noch nicht übertragen, nur gepachtet. Also gehörte alles noch SV und Ihr !!  :-[
Gruß Hedwig

Offline maggie

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Meine SM hatte damals ihrer Meinung ein Recht auf "Durchsuchung" unserer Räume, schließlich war der Hof ja noch nicht übertragen, nur gepachtet. Also gehörte alles noch SV und Ihr !!  :-[

liebe heti,
da hätte es bei mir aber grosses Theater gegeben - wir sind ja gleich alt, und bei mir war von anfang an klar - in unserer Wohnung hat jemand der nicht eingeladen wurde, nichts verloren - wie wir in der Wohnung der se ebenfalls nicht - wir sind gleich alt heti, und ich habe eben schon mit 26 auf den tisch geklopft - sehr zum Leidwesen von sv - sm hätte eigentlch von uns "beschützt" werden sollen, aber dazu hatte ich den mut dann doch nicht - aber sv klar die Meinung sagen was ich von seinem umgang mit seiner frau halte, das kam mehrmals vor ...
am anfang - lange bevor wir verheiratet waren, meinte er auch "du bist ja auch nicht so dumm wie meine frau" - das hat er vor seinen kindern und seiner frau geäussert auf meinen einwurf  :o
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline hildy

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Meine lieben Berufs- und Leidensgenossinnen,
Habe nun alle Eure Geschichten gelesen - die meisten mit einem verständnisvollen "wie bei uns" begleitet, denn obwohl ich jetzt eine der "unmöglichen" Schwiegermütter bin; auch ich war mal eine junge Frau, bin mit viel Enthusiasmus auf den Hof gekommen, hatte meine Vorstellungen - und wurde gebremst - wie die meisten von Euch auch!
Seit zehn Jahren habe ich selber eine Schwiegertochter im Haus - die Jungen wohnen unten, und ich im zweiten Stock in einer gut eingerichteten Wohnung.
Es war am Anfang nicht leicht für uns zwei Frauen, vor allem, weil wir vom Naturell her sehr verschieden sind, uns zusammen zu raufen. Doch ich darf heute mit gutem Gewissen schreiben, dass es bei uns gut geht. Wir respektieren uns gegenseitig und haben eine Art von Zusammenarbeit gefunden, die uns beiden etwas bringt.
Ich fühle mich nicht ausgenützt, und ich darf auch sagen, dass auch meine ST jetzt Vertrauen zu mir gefasst hat und auch mal um Hilfe fragt.
Das macht mich sehr glücklich, denn es war von Anfang an mein Ziel, diesen Teufelskreis von Missverständnissen und gegenseitiger Schuldzuweisung zu durchbrechen.
Ich sehe das so, dass es meine Aufgabe war und ist, den Frieden im Haus zu bewahren. Und ich bete darum, dass mir das auf gute Art gelingen wird, für mich selber, für Sohn und Schwiegertochter und für die Enkelkinder - und nicht zuletzt auch für das Wohlergehen des Betriebes.
Euch allen wünsche ich Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen - und den Mut, auch mal über den eigenen Schatten zu springen!
Hildy
Hildy us em Baselbiet, CH

Offline Lulu

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Hallo Hildy,

ich verfolge die Diskussion auch und finde es schön, das ihr einen Weg gefunden habt. Aber den habt ihr auch nur gefunden, weil beide Parteien es so wollten. Ihr seit da ein gutes Beispiel das es geht, wenn beide Seiten Respekt voreinander haben. Das fehlt leider oft und daher klemmt es bei vielen meiner Meinung nach auch.

Auch bei mir hat das nie hingehauen. Leider. Ich hätte mir auch nichts mehr gewünscht als ich auf den Hof gekommen bin, das meine SM mich akzeptiert und wir zusammen "schaffen". Das war aber nur einseitig und auch oft gehässig. Heute ist meine SM verstorben, aber ich fange an zu verstehen, was
damals falsch gelaufen ist und warum. Das hilft mir damit fertig zu werden und ich hoffe ebenfalls, das es mir später mit eigener ST oder SS so wie dir gelingt einen Weg zu finden, gut miteinander auszukommen.

Gruß
Lulu

Offline Maja

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Hildy ich bewundere dich schon seit unserem ersten Treffen bei einer JHV in Bad Hersfeld.
Schon damals dachte ich so will ich es auch halten wie Hildy.
Man kann es selbst noch so gern wollen....Das Gegenüber muss es aber zulassen.
Ich  kann sagen, dass ich für mich einen Weg des Umgangs mit der Partnerin meines Sohnes gefunden habe.
Aber es ist nicht gut wie es hier läuft, denn SIE will es nicht.
Meiner Meinung nach kann sie es auch nicht.
Es gehört eine Portion guter Kinderstube und Achtung vor den Menschen überhaupt  und Liebe dazu, um gut miteinander auszukommen.
Es gehört vor allen Dingen auch dazu, einer Sache zu dienen.
Und in diesem Wort "Dienen" steckt die Crux..........nämlich dienen will niemand mehr.
Schon gar nicht junge Frauen.
Sie haben alle, nein die meisten, nicht alle.!!!.... einen Anspruch an das "Haben wollen."
Wo und wie es herkommt ist egal.
Bei uns ist es so.....sie ist nicht zufrieden weil sie an den Hof nicht ran kommt und ich bin nicht zufrieden weil es nicht rund läuft.
Ich kann nicht mehr so arbeiten wie ich es wollte, bzw. darf nicht mitarbeiten weil sie mich nicht sehen will,und sie alleine kann die Arbeit nicht bewältigen, weil man das mit Händen in den Hosentaschen einfach nicht kann.
Ich spreche mit ihr wie ich mit jedem fremden Menschen auch sprechen würde, freundlich und höflich.
Dafür bekomme ich nicht mal ein "Guten Morgen" oder "Guten Tag" oder "Hallo" zurück.
« Letzte Änderung: 26.05.15, 11:31 von Maja »

Offline Swisslady

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jetzt wird mir einiges klar Maja, wieso du mich so zurechtgewiesen hast. Nur weil deine ST so ist, heisst das noch lange nicht dass ich so bin wie sie. Es sind nicht immer nur die Jungen die schuld sind.
Denn ich hatte als junge Frau mir auch vorgenommen, mit meiner SM gut auszukommen, aber da habe ich die Rechnung auch ohne sie gemacht.
Und jetzt als SM nehme ich mir auch wieder vor mit meinen Schwiegerkindern ein gutes Verhältnis zu haben.
Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden.

Offline Mathilde

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Bei uns ist es so.....sie ist nicht zufrieden weil sie an den Hof nicht ran kommt und ich bin nicht zufrieden weil es nicht rund läuft.

Hallo Maja,

bist Du Dir sicher dass Sie überhaupt an den Hof "ran"kommen will? Vorsicht, das haben mir meine Schwägerinnen/Schwager auch gerne unterstellt dass ich es auf "IHR" Geld abgesehen habe. Wer heiratet denn  sonst einen Bauern und Arbeit  ::)
Irgendwie läuft die Beziehung zwischen Euch Beiden gar nicht rund ...........kann das auch mit an Deinem Sohn liegen?
Ich finde es in so einem Fall am besten wenn er weder Ihre noch Deine Partei ergreift aber mit Ihr und mit Dir normal redet. Ich weiss schon da gibt es sehr viel zerschlagenes Porzellan. Sehe das auch bei uns in der weiteren Familie meines Mannes. Da soll der Sohn nicht mit den Enkelkindern die Oma besuchen.........."sonst lasse ich mich scheiden". Das ist ein no go so etwas; ich sag da immer SIE braucht ja nicht hin (ist schon ein bisschen besonders meine Schwägerin und ich weiss ja nicht was Sie zur ST gesagt hat)

LG Mathilde
Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Maja

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@swisslady      Nein es sind nicht immer nur die Jungen...aber auch nicht immer nur die Alten.
                      Und wenn einer nicht mitmacht im Spiel wird es nichts.
                      Du darfst mir glauben, ich habe es probiert weil mir mein Sohn wichtig ist.
                      ein Satz von ihm hat mir sehr weh getan und ich rede mit ihm nichtmehr über das was mich bewegt, weil es nichts bringt.
                     
@Mathilde        Wer ist sich schon immer sicher.
                      Es sieht aber ganz so aus, denn ihr Name taucht überall zuerst auf und nur sie ist wichtig.
                      Aber das führt zu weit hier alles auszubreiten.
Eines muss ich aber hier klarstellen: Es liegt mir fern hier jemand zu kränken oder weh zu tun.swisslady sollte das bei Dir passiert sein, tät es mir leid.
               

Offline Lulu

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Hallo Maja und @ All,

mach dir keinen Kopf. Es ist durchaus gut, auch die "andere" Seite zu sehen, das es auch eine SM geben kann, die zwar versucht, aber doch scheitert ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen zur ST. Das gibt es eben auch.

Ich nehme mich selber auch nicht raus. Habe damals auch Fehler gemacht mit meiner SM. Aber die Grundgehässikeit und Abneigung ging von ihr aus und da konnte ich machen, was ich wollte.

So ist es überall anders.

Gruß
Lulu

Offline Mucki

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[quote author=Maja link=topic=14041.msg556571#msg556571 date=14326874
 Es sieht aber ganz so aus, denn ihr Name taucht überall zuerst auf und nur sie ist wichtig.
  Aber das führt zu weit hier alles auszubreiten.
[/quote]



Hallo Maja,
hab lange nachgedacht über den Satz, auf Briefen ist es normal wen das zuerst die Frauen Name kommt dann der des Mannes.
Wen dein bei deinem Sohn ihr Name an erster Stelle steht finde ich auch richtig,den für ihn sollte sie der wichtigste Mensch in seinem Leben sein.

Du schreibst sie ist nicht zufrieden weil sie an den Hof nicht rankommt, wie meinst du das? Als besitz? oder hat sie andere Iden?
Habt ihr den Hof an euren Sohn schon überschrieben? Dan dann gehört er doch den beiden ?

Auch mir wurde immer unterstellt das ich den Hof will, und bekamm zu Hören mit so einer können wir den Hof nicht übergeben.

Ich wollte hir nie etwas verändern,anders machen,betimmen, ich hab es nicht gelernt, die überlis ich alles meien Mann ,aber egal was er ändern wollte es war angeblich auf meinem Mist gewachsen.
Es ist noch Heute so das mein Mann über die Landwirtschaft selbst bestimmt, ich sag zwar meine Meinung dazu , er aber bestimmt.
Ich wollte nie bestimmen, das Haus ist mein Reich ,hir regier ich ,da will er garnicht mit reden , nur bei gröseren anschafungen auf beiden seiten wird gemeinsam entschieden.

Meine SM wirft ihm aber ständig wieder vor er unter meinem einflus Steht und wen er ihr mal die Meinung sagt ist das ja nur meine Meinung die er nachplappert. Ja sie denkt so weil mein Mann Jahre nicht wieder redete , aber als sie anfing über mich schlecht zu reden , da ist ihm mal vor Jahren der Kragen geplatzt er hat ihr die Meinung gesagt , das sie das nichts angehe was ich tue, mache, oder auch nicht mache, da war sie beleidigt schuld war wieder ich .


An den meisten Tagen reden ich und meine SM über nicht wichtige dinge, sie tut was sie will, und ich tu was ich will.
Das funktioniert bis sie wieder mit Meinem Mann Zoff hat dann ist sie 14 Tage beleidigt und redet garnicht mit uns ( auser mit den Kindern sonst würde sie ja nicht mehr alles mitbekommen. ;)

Füher hab ich versucht auch da an sie rann zu kommen um ihr zu erklären das ich nicht schuld bin , mitlerweile ist es mir wurst was sie denkt.

lg Mucki
Am Ende des Tunnels ist immer Licht!

Offline mogli

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Mucki- soviel ich weiß ist Majas Sohn nicht verheiratet.
Liebe Grüße Helga

Offline maggie

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Hallo Maja,
hab lange nachgedacht über den Satz, auf Briefen ist es normal wen das zuerst die Frauen Name kommt dann der des Mannes.
lg Mucki

wisst ihr was - in der schweiz steht bei den steuern immer zuerst der mann - wir (meine Schwestern u. ich) wollten das ändern, da jene steuern eigentlich mit meinem mann nichts zu tun haben, das vermögen ist unseres, auch wenn wir keine Gütertrennung haben (frauengut -wie es hier heisst), aber die steuerrechnung kommt immer an meinen mann u. alle andern unterlagen auch -
wir haben es schon öfters versucht - wir bringen die jedesmal auf die "Palme" - das geht nicht, sagen sie, ist so im System (wer's glaubt)

und wenn wieder ein schreiben kommt, rufe ich an.. - vielleicht bringt es mal was  ::)
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Maja

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Stimmt,mogli.

Ich weiss, dass meine Aussage in dem genannten Punkt bei vielen jetzt rüberkommt,als würde ich der jungen Frau nichts gönnen.
Keine Angst so ist es nicht.

Sätze wie: So lange der Hof noch mir gehört.....
oder solange ihr die Beine unter meinen Tisch stellt...oder dergl. liegen mir auch fern.
Aber wie gesagt ...es würde zu weit führen.

Online frankenpower41

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@Mucki, ich finde nicht, dass der Hof zwangsläufig wenn übergeben ist den Beiden gehören muss.
Ich hatte kürzlich Gespräch mit unserem Steuerberater wegen einen gemeinsamen Erwerb. Mir gehört nämlich nichts und ich habe auch kein Problem damit. Der meinte "ihr wart damals schon fortschrittlich", heutzutage wird in den wenigsten Fällen der Hof an beide Ehepartner übergeben. Dazu ist das Risiko bei einer Trennung, dass der Hof draufgeht viel zu groß. Absicherung, Erbvertrag ist was anderes als Übergabe an beide Ehepartner.

Ich kann Maja schon verstehen und wie ich es verstanden habe, geht es dort auch nicht um die Umsetzung eigener Ideen.

LG
Marianne