Autor Thema: Katzenfutter  (Gelesen 4968 mal)

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Offline Ingrid2Topic starter

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Katzenfutter
« am: 09.08.06, 17:38 »
Hallo,
ich weiß nicht, in welche Box das passt - vielleicht einfach verschieben? :D

Hat schon jemand Katzenfutter in Dosen hergestellt und verkauft? Ist mir jetzt mal durch den Kopf gegangen. Oder ist das nur eine "spinnerte" Idee?
Vielleicht hat ja schon jemand Erfahrung damit.
Ich denk halt, das beim wursten ja auch Material anfällt, das für die menschliche Ernährung nicht geeignet ist, bzw. Leber und Nieren, die nicht immer komplett Verwendung finden. Das ist ja alles ncihts schlechtes - könnte man da nicht Katzenfutter draus machenß
Viele Grüße Ingrid
« Letzte Änderung: 09.08.06, 19:26 von Ingrid2 »

Offline Hamster

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Re: Katzenfutter
« Antwort #1 am: 09.08.06, 19:32 »
Die Idee hatte ich auch schon,
allerdings noch nicht umgesetzt. Bei uns geht es um Geflügelfleisch..
Haut etc.  Die Frage die mich beschäftigt:
Was müßte/darf so eine Dose oder villeicht Glas kosten
und was kostet die Herstellung????

LG
Hamster
Liebe Grüße
sagt der Hamster

Offline Ingrid2Topic starter

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Re: Katzenfutter
« Antwort #2 am: 10.08.06, 07:44 »
Hallo Hamster,
die Kosten für Herstellung bzw. Verkauf stehen bei uns noch nicht an erster Stelle, erstmal geht es eigentlich um das grundsätzliche. Auch z.B. die Wirkung auf den Kunden. Ob er akzeptiert, wenn wir neben Wurst für den menschlichen Verzehr auch noch Katzenfutter herstellen (z.B. wo platziere ich das im Verkaufswagen - neben der Wurst für den Mensch oder ganz woanders? - Dosen müssen ja gekühlt werden). Ich kann nicht abschätzen, wie die Kunden das sehen. Es geht ja immer auch um Gefühle, es ist ja nicht alles rational begründbar.

Die preisliche Kalkulation sehe ich nicht so schwierig - Kosten können ja berechnet werden und der Verkaufspreis müsste sich halt am Verkaufspreis für industrielle Ware orientieren - zumindest als Anhaltspunkt.

Viele Grüße Ingrid

manurtb

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Re: Katzenfutter
« Antwort #3 am: 15.08.06, 21:45 »
Ich würde das nicht als Katzenfutter verkaufen, sondern als Tierfutter allgemein. Die Hundehalter sind nämlich wegen der vielen Leckerchen schon ein großer Markt.
Ich kann Euch ja mal sagen, wie das bei dem Metzger ist, wo ich die Hundewurst kaufe (Wurst für Hunde, nicht aus Hunden  ;D ).
Die sieht von der Form her aus, wie Salami, also lang, gerade unten und oben zugebunden in einem Plastikdarm mit stilisierten Hunden und Katzen drauf. Die kostet pro Stange je nach Gewicht um die 4 Euro.
Drinnen sieht sie aus, wie Blutwurst, dort wird alles reingewurstet, was beim Metzger überbleibt, halt komplett ohne Gewürze.
Die Hunde bei uns sind da ganz wild drauf.
Beim Metzger hängt die nicht in der normalen Auslage, man fragt nach und bekommt sie aus dem Lager geholt (ich wette aber, dass sie da neben der Wurst für Menschen gelagert wird). Bei einem Verkaufswagen würde ich die extra legen, vielleicht hat man ja eine extra Kühlbox dafür oder so.
Der Metzger, bei dem ich die Wurst hole, der ist ca. 25 km von uns zu Hause weg und ich hole meist für 6-10 Leute, also so um die 20 - 25 Stangen Wurst, die ich dann in einzelne Portionen schneide und einfriere. Ich könnte mir vorstellen, dass das eine gute Idee ist, um sich Kundschaft zu generieren, denn zumindest bei uns haben so etwas sehr wenige Anbieter.

Offline Ingrid2Topic starter

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Re: Katzenfutter
« Antwort #4 am: 17.10.06, 15:00 »
Hallo,
also ich wollt mich mal wieder melden bezüglich der Herstellung von Tierfutter.
Ich hab jetzt einfach mal beim Veterinäramt angerufen und mich kundig gemacht (ist ja eigentlich auch der einfachste Weg). Es ist so, daß Tierfutter nicht in den gleichen Betriebsräumen wie Wurst für den Menschen hergestellt werden darf. Ebenso dürfen die Dosen natürlich auch nicht im gleichen Raum wie andere Wurstdosen gelagert werden (so ein Schwachsinn).

Dies gilt immer dann, wenn auf dem Etikett draufsteht, daß es sich um Tierfutter handelt.

Anders sieht es aus, wenn ich genau die gleiche Masse nehme und auf das Etikett z.B. draufschreibe: Schweinefleisch, zerkleinert, ungewürzt.

Es darf nur nicht draufstehen, daß es für den "tierischen Verzehr" bestimmt ist. Es darf auch nicht draufstehen, daß es nicht für den menschlichen Verzehr gedacht ist. Nach dieser Auskunft haben wir uns entschlossen, die Herstellung von Katzenfutter nicht weiter zu verfolgen. Es ist kostenseitig für uns wohl total unrentabel.

Allerdings: Für unsere Katzen machen wir das weiterhin - und die finden das Futter klasse - das ist doch auch schon etwas.

Mich ärgert allerdings, daß hier schon wieder Auflagen gemacht werden, die solche Betriebe wie wir einfach nicht erfüllen können und auch wollen. Grundsätzlich läuft doch alles nur noch auf Großbetriebe hinaus oder sehe ich das falsch?

Viele Grüße Ingrid

manurtb

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Re: Katzenfutter
« Antwort #5 am: 01.12.06, 17:20 »
Ist ja echt süss, was man da für Auflagen hat. Ich kaufe die Wurst für den Hund (im Plastikdarm mit Hund und Katze drauf) in einer Metzgerei. Die holen dann von hinten die Wurst und reichen die normal über die Theke. Was die wohl machen bei der Herstellung?

kraut_ruebe

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Re: Katzenfutter
« Antwort #6 am: 08.12.06, 07:18 »
hallo ingrid,

es wäre schade, wenn ihr das fleisch, das auch als katzenfutter geeignet ist, nicht mehr anbietet. (hab ich das nicht schön formuliert ;D ?)

es besteht wirklich bedarf an tierfutter, für hunde als auch für katzen. ich bin bei weitem nicht die einzige, die ihre tiere roh füttert und die händeringend nach möglichkeiten sucht, das fleisch nicht aus der supermarkttheke holen zu müssen.

mir als konsument ist es total "wurscht", wie das fleisch genannt werden darf, ich weiß ja, welche fleischteile meine tiere gerne fressen und wenn ich eine möglichkeit finde, gutes fleisch bzw. innereien zu beziehen, bleibe ich auch treu und kaufe dort viele jahre (und empfehle gerne weiter  :D )

die wichtigste frage, die sich hier stellt ist: wie finden angebot und nachfrage zueinander?

wenn du lust hast, das thema nochmal anzudenken: im barfer-forum auf   dubarfst.de   finden sich sehr viele roh-fütterer zusammen um ihre rezepte und bezugsquellen auszutauschen. vielleicht ein anhaltspunkt für dich?

liebe grüße, angela

PS: weil vielleicht noch nicht so bekannt: BARF ist die abkürzung für Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung oder auch Bones And Raw Food.
barfen ist die fütterungsweise für jene, die ihre haustiere ganz oder zumindest teilweise mit rohem fleisch und mit passenden ergänzungen wie vitaminen füttern.


agromind

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Re: Katzenfutter
« Antwort #7 am: 08.12.06, 22:29 »
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir über das Marktpotenial von Tierfutter noch nie gedanken gemacht habe. Aber wenn ich mir Eure Beiträge so durch lese, denke ich, das es wirklich eine gute Idee sein könnte.

Wir haben selber eine nach Koch- und Backschinken fanatische Katze. Da wir noch keine Kinder haben, ist diese natürlich von hinten bis vorne verzogen, so dass sie sich ihr Futter schon ganz genau aussucht. Innereien und klassiche Katzenwurst vom Direktvermarkter frisst sie nicht. Sie ist jedoch Fanatisch nach allem vom Schwein - und da gibts kein Dosenfutter, da dies das so ziemlich das einzige Tier ist, wo alles für menschliche Nahrung verwendet wird. Da jedoch die Nachfrage nach fettem extrem abnimmt (Wammerl z. B.) wäre hier evtl. potential da. Dies ist jedoch nur eine Einschätzung meinerseits.

Wenn ich jedoch an meine Besuche im Tiersupermarkt nachdenke, wo Leute für eine Hand voll Mini Dosen Gourmet-Katzenfutter soviel bezahlt haben, wie ich für meinen Katzenfutter und -Streu Monatseinkauf, denke ich schon, dass insbesondere für Direktvermarkter, welche in städtisch geprägten Regionen verkaufen, ein großes Potential vorhanden sein könnte.

Wenn da nicht die Richtlinien wären.
Bei den Sätzen von Ingrid krieg ich mal wieder eine Krise. Wir haben einen Fleisch-Skandal nach dem anderen. Wenn jedoch ein kleiner ehrlicher Landwirt auf sein püriertes Wammerl "Katzenschmaus" drauf schreiben will, darf er es nicht.

Also als Menschennahrung deklarieren - und es den Kunden durch persönlichen Verkauf schmackhaft machen. Hier gilt es in der Nische nach Lücken zu suchen.

Liebe Grüße
Marion

Offline sabi(e)ne

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Re: Katzenfutter
« Antwort #8 am: 08.12.06, 22:44 »
Ich barfe (roh ernähren) meine Hunde, und hatte auch schon mal mit so etwas geliebäugelt.
ABER: Hersteller von Heimtierfutter müssen vom Reg-Präs dafür zugelassen sein.....
Ich hatte schon genug Theater, zu meiner gewerblichen Honigküche (andere sagen Schleuderraum dazu, Benutzung an 10 Tagen im Jahr!) eine extra Seifenküche einrichten zu müssen, ich hätte keine 4. Küche ( ich hab ja auch noch meine private) mehr verkraftet.
Wir sind halt in Deutschland, und alles was an Ideen und Eigeninitiative hervorlugt, wird gnadenlos plattgemacht.
Vor etlichen Jahren war ich sehr aktiv im Bogenschießen, sowohl olympisch mit HighTec als auch mit selbstgebauten bare-bows, aber selbstgemachte Lederköcher verkaufen zu wollen, hat mir schweren Ärger mit der Handwerkskammer eingebracht (betroffen waren: Täschner, Sattler, Kürschner, und noch was).

Ich würde mittlerweile gar nicht mehr fragen, sondern machen... 8)
Wo kein Kläger, da kein Richter.
Liebe Grüße, Sabi(e)ne

Offline Hamster

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Re: Katzenfutter
« Antwort #9 am: 08.12.06, 23:26 »
Hmm, Hundefutter verkaufe ich nicht!

ABER ich verkaufe frische Hühenrhälse :),
die sind zum Barfen geeignet ;)  8)

Allerdings mache ich dafür keine Reklame,
d.h. soo groß ist der Markt dann auch wieder nicht  :-\

Aber DANKE für Eure Gedankenansätze... Frau fällt bestimmt was ein   ;D

Liebe Grüße
vom Hamster
Liebe Grüße
sagt der Hamster

Offline Ingrid2Topic starter

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Re: Katzenfutter
« Antwort #10 am: 09.12.06, 21:52 »
Na ja, unsere Idee ist noch nicht ganz ad acta - eher "in den Schubladen nach hinten geräumt" - wenn ich das jetzt so lese, vielleicht fangen wir ja doch nochmal an drüber nachzudenken - manche Dinge brauchen eben ein bißchen länger ;)

Einen schönen Abend noch zusammen
Ingrid

manurtb

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Re: Katzenfutter
« Antwort #11 am: 14.12.06, 14:06 »
Naja, für so einen Rohfütterer gibt es viele leckere Dinge, die andere Leute vielleicht nicht so gerne haben. Wir bekommen die Abfälle immer von dem Bauern, von dem wir unser Fleisch kaufen.

Wenn man sich überlegt, dass man für 1 getrocknetes Schweineohr 50 Cent zahlt, für eine Rindergurgel 1 Euro und für ein Rindermaul 2 Euro, dann ist da schon was zu verdienen (muss man dann allerdings noch trocknen, ist dann eher was für Metzger).