Autor Thema: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof  (Gelesen 15017 mal)

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Offline cara

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #45 am: 26.02.05, 14:32 »
Michi, der Unterschied zwischen Fendt und Claas ist aber schon noch da... und wenn beide gleich (zu) teuer sind, dann ist der Fendt die bessere Wahl bei gleichen Leistungsmerkmalen.... auch wenn Claas da drauf steht, ist da trotzdem z.Z. noch Renault drin... aber irgendwie scheinen das Massen der Claasfreaks zu vergessen.....  ::)

Offline Jochen

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #46 am: 26.02.05, 17:06 »
Hallo Michi..

ich BRAUCH nicht soviele Schlepper, aber mir gefällt meine Flexibilität.
Festkosten hatte ich erwähnt.. das Argument lasse ich gelten. Wartung und Reparaturen sind aber nicht vom Alter sondern von der Nutzung abhängig. Es gibt bei uns Maschinenstationen des Maschinenrings mit Leihschleppern. Aber wenn ICH einen zusätzlichen Schlepper brauch, braucht ihn JEDER.
Es gibt auch eine Güllegemeinschaft bei uns. Hochgelobt wegen angebautem Grubber und Injektoren. Dieser Januar/Februar mit genau 2 Tagen an denen Gülle sinnvoll ausgebracht werden konnte, läßt mich wieder mal mein System der Eigenmechanisierung als das Bessere erscheinen. Mal kurz nach dem Stall Abends vor dem Regen noch 3 Fässer aufs Grünland, die 2 Stunden vor dem Auftauen bei leichtem Frost morgends nutzen... alles dies bedeutet Flexibilität, die mir kein Lohnunternehmer bieten kann.

Offline cara

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #47 am: 26.02.05, 18:26 »
michi, aber so lange der Betrieb es sich noch leisten kann und es den Leuten Spass macht? Wieso nicht.. wir leisten uns auch mal eben vier Autos, davon zwei "zum Spass".... das ist auch Kosten-Leistungstechnisch niemals rentabel.....

Offline Jochen

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #48 am: 26.02.05, 19:15 »
Um eben mal 2 Fäßer Gülle zu fahren brauch ich nicht umhängen.. für diesen Zweck brauch ich wirklich nicht meine vilen Schlepper. Ich habe dies auch wegen der Alternative "Lohnunternehmer" gebracht. Selbstverständlich rechne ich meine Arbeitszeit.. genau wie die Güllegemeinschaft, die ich bezahlen muß oder bei der ich auch Arbeitszeit einbringen muß. Bei weiteren Entfernungen sind da 3 Leute mit dem Zubringfaß unterwegs und einer hockt auf dem Gülletrac. Sie bringen aber kaum die vierfache Menge aus wie ich allein. An den zwei guten Ausbringtagen habe ich insgesamt 10 Kollegen mit Eigenfaß fahren gesehen. In Zeiten voller Gruben nach der Sperrfrist kann die Güllegemeinschaft nicht überall schnell Feuerwehr spielen und an einem Tag in 4 Betriebe umsetzen. Ich habe 4 Güllegruben, von denen bei zwei kleinen die Kapazität nur für ca 10 Wochen reicht. Statt in die großen Gruben umpumpen ist es mir lieber, ich kanns gleich rausfahren.
Meine Wiesen sind  weit zerstreut. An Tagen wie kürzlich Anfang Februar mit Frost bis ca 12 Uhr kann ich kreuz und quer fahren. Morgends den Südlhang 3 km westlich vom Hof, danach den Nordhang 3 km östlich vom Hof, danach die ebenen Wiesen in allen Himmelsrichtungen, auf die ich mich auch noch getrauen kann, wenns obenrum schmierig wird.
Wintergetreide ausgangs Winter bei den letzten Frösten:
Eigenfaß jeden Vormittag bis die Reifen anfangen, dreckig zu werden.
Güllegemeinschaft: Auf einem Betrieb den ganzen Tag mit Fahrspuren, die man trotz Terrabereifung das ganze Jahr über sieht.
Mein "Hofschlepper" braucht keine bodenschonende Bereifung. Er hat einen miesen Sitz, aber er ist trotzdem gesundheitsförderlicher als die Laufställe von Hand auszumisten.
Meine großen haben trotz ihres Alters einen luftgefederten Sitz, ordentliche Bereifung bei niedrigem Eigengewicht, Vorderachsfederung und die Kabine im stoßarmen Bereich in der Mitte..
Du siehst.. ich achte auf meine Gesundheit  ;)
Mein Faß hat großvolumige De-Molen-Reifen und Lenkachse..
UND ICH KANN REINFAHREN, WENNS DER BODEN VERTRÄGT UND NICHT, WENN ICH IN DER GÜLLEGEMEINSCHFT MAL DIE WETTERBEDINGTE ARSCHKARTE GEZOGEN HAB!

Offline mary

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #49 am: 26.02.05, 20:00 »
Hallo Michi und Cara,
nur so zum Spass steht nirgends ein Trekker rum, wir haben den Versuch hinter uns, Gülle ausbringen zu lassen, denn genau wie Jochen schreibt, Gülle gehört dann auf die Flächen, wenn es der Boden zulässt und in einer Güllegemeinschaft oder beim Lohnunternehmer hat man eben Glück oder Pech -
es wird doch zu Zeiten gefahren, wo es der Boden nicht verträgt.
Wir haben sowieso schon viel zu viel Bodenverdichtung, da brauchts dann Jahre, bis sich solche Spuren wieder einigermaßen geben und dafür muss man dann noch tief in den Düngersack greifen.
Bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit wird immer viel zu einseitig gerechnet- oder bestimmte Dinge nicht gerechnet-
Wir haben auch 4 Schlepper, einen kleinen 19 er GT, einen 6o er für die mittleren Arbeiten, den Hofschlepper für Silokamm mit Frontlader für alle Arbeiten, die anfallen und einen grösseren für die Ackerarbeiten-
sicher im Winter stehen sie öfter in der Garage, aber im Sommer gehts rund.
Auf dem Papier lässt sich vieles berechnen, aber in der Praxis schauts dann doch oft wieder anders aus.
Unser 19 er GT ist trotz seines Alters ideal zum Weidemachen, Holzreinfahren, damit haben unsere Kinder das Treckerfahren gelernt und trotz seiner vielen Jahre auf dem Buckel - ist er noch tadellos in Schuss.
Zum Spass steht keiner rum,
aber wenn alle Arbeiten vergeben werden müssen, weil keine Traktoren mehr vorhanden sind,
dann braucht man schon auch einige Kilo Milchquote und Kühe mehr, um diesen Aufwand zu bezahlen,
ich bin auch feste am Kostenreduzieren, aber da finde ich ganz andere Potentiale, wo wirklich was dabei herauskommt.
Denn in der Kostenrechnung wird der Bodendruck und die Verdichtung mit Sicherheit nicht berechnet-
Ich habe keine Lust, mich die ganze zeit um die Güllebaktis zu kümmern und dann brettert der Lohnunternehmer über unsere Äcker, da sind wir geheilt.
herzl. Grüsse
maria

Offline Frieda

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #50 am: 26.02.05, 21:11 »
einen kleinen 19 er GT

Hallo Maria,

so einen haben wir auch noch.  :D Ideal zum Holzrausziehn, damit kommt mein Mann überall durch. Für andere Arbeiten nehemen wir ihn eigentlich nicht mehr, er hat nicht mal mehr eine eigne Batterie, wenn er gebraucht wird muß man ihn anschleppen. Schlecht ist nur, wenn er dann im Holz draußen abstirbt, da hat mein Mann schon ein paar unfreiwillige Spaziergänge heim gemacht. Jetzt nimmt er das Handy mit. ;)

Das mit dem Arbeiten vergeben seh ich genauso. Wenn ich beobachte, wann da zum Teil Gülle ausgebracht wird :-\
Deswegen haben wir uns vor drei Jahren einen neuen spendiert: Fendt Vario . Unsere ältern sind jetzt 29 und 22 Jahre alt. Der 19 GT ist noch älter, da hab ich jetzt grad nachschaun müssen: Ganz genau heute ist er 45 Jahre  :D
Viele Grüße,

Jesus verspricht: Ich bin bei euch alle Tages eures Lebens bis ans Ende der Zeit (Mt 28,20)

Offline geli.G

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #51 am: 26.02.05, 21:15 »
Hallo,

mein Sepp hat mich beauftragt hier mal Erkundigungen einzuholen.  ;)

Wir gedenken uns einen "neuen" Schlepper zu kaufen.

Jetzt möchte mein Mann gerne wissen, ob hier jemand einen Deutz- Agroplus fährt. Wie seid ihr damit zufrieden und was ist nicht so gut an dem Traktor?

Hallo, damit wir uns hier nicht am Agroplus aufhängen will ich euch mal zeigen was wir genau suchen:

Schlepper 60 - 75 PS, höchstens 2,45 m hoch, nicht breiter als 2 m, Fronthydraulic, wird für den Silokamm und für Grünland gebraucht.
Wir sind gar nicht auf eine bestimmte Marke fixiert. Sepp hat nur gemeint, dass der Agroplus diese Voraussetzungen erfüllen würde...
Bin froh über jeden anderen Vorschlag. ;)
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline zara

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #52 am: 27.02.05, 00:01 »
*zara sich jetzt auch mal outet (auch auf die Gefahr hin, sich bei manchen hier sehr unbeliebt zu machen)*

Also, bei uns stehen auch vier Schlepper, und zwar grüne mit roten Felgen *lach*.

Und auch wenn manche vielleicht anderer Meinung sind, jeder davon wird gebraucht. Klar, keiner davon läuft 365 Tage im Jahr, aber jeder Schlepper hat seine Aufgaben, und diese wären mit einem anderen nicht bzw. nur sehr schlecht zu erledigen.

Sicher ist Fendt sehr teuer – aber auf der anderen Seite weiss man, was man hat. Wir haben (bis auf den Kleinsten) alle Schlepper neu gekauft – ernsthafte Probleme hatten wir bisher nie. Und das mittlerweile in der dritten Generation – es gab hier noch nie was anderes als Fendt.

Vorteile sind wie gesagt vor allem die Qualität, aber auch der Wertverlust ist meiner Meinung nach bei Fendt geringer als anderswo. Wenn man dazu noch die Reparaturen weitgehendst innerhalb des Betriebes selbst durchführen kann, ist man schon ganz gut gestellt.

Ich kann heute schon mit Sicherheit sagen, dass auch der nächste Schlepper ein Fendt sein wird – wann und welcher steht momentan aber noch in den Sternen.






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Offline mary

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #53 am: 27.02.05, 06:46 »
Hallo Macmichi,

in unserem Büro hängt ein Spruch von Sören Kierkegaard:

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Beginn der Unzufriedenheit.

Deshalb möchte ich mich auch nicht von Beispielen beeindrucken lassen,
aber eines würde mich interessieren,
der von Dir beschriebene Betrieb mit 15o ha und 2 Schleppern,
wie funktioniert die Silagekette und welcher der Trekker fährt die Silage in den Stall?
Während der Grassilage wird bei uns der Hofschlepper auch benötigt, aber dass auch noch passend Silage in den Stall kommt, wird dann oft schwierig.
Der eine ist mit dem Mähwerk unterwegs, der andere mit dem Kreiselheuer und der dritte mit dem Schwader- klein GT steht dann noch in der Garage, aber der packt die Silagereinbrinung in den Stall dann doch nicht.
Sollten wir einen unserer Traktoren nicht mehr benötigen, hätten wir keinerlei Problem, einen zu verkaufen.
Aber ich bin leider etwas misstrausich bei betriebswirtschaftlichen Berechnungen-
wie heißt es so schön: glaub nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast,
einer unserer Bekannten ist Betriebswirtschaftler und es ist immer interessant, die offizielle Version zu hören, die nach draussen gegeben wird und die inoffizielle, die ist ganz anders.

@zara, genau diese Marke scheint süchtig zu machen :-), mein Mann und unsere Tochter haben diesen Virus schon ewig erwischt- ich bin imun dagegegen, aber irgendwie macht es auch mir Spass, mit dem grossen Schlepper zu fahren.
Das lustigste Erlebnis war, als wir einen Grosschwader gekauft haben, er stand in der Nähe des Herstellungsortes von "Xaverl".
Der Transport mit einem Lastwagen bzw. Tieflader wäre damals nicht ganz billig gewesen,
so haben wir uns entschlossen, ihn mit dem Traktor zu holen.
Eine etwas spassige Bemerkung meines Mannes hat mich veranlasst, mich selbst auf den Weg zu machen.
UM 2 Uhr mogens bin ich los gefahren- war ein schönes Erlebnis durch das nächtliche Oberbayern zu fahren, den Sonnenaufgang in den Bergen zu sehen, Beneditkbeuren im Morgendunst-
und vor allem die erstaunten Blicke meiner schwäbischen Berufskollegen, als ich am frühen Morgen durch schäbische Dörfer gefahren bin, scheinbar ist eine Frau in aller Hergottsfrühe mit einem weit entfernten Kennzeichen einen 2. Blick wert :-)))
Wir sind die gleiche Strecke ein paar Tage zuvor mit dem Auto gefahren, aber ich war mehr als erstaunt, was ich beim 2. mal alles gesehen habe, scheinbar sieht man auf dem Traktor vieles aus einem anderen Blickwinkel.
Mit grossem Schlepper und Schwader bin ich gut nach Hause gekommen, war am frühen Nachmittag wieder daheim-
abends hatten wir noch Karten für die Oper "Carmen"- gut dass die Musik so mittreissend war,
sonst wäre ich wahrscheinlich auf dem Stuhl eingeschlafen.

Vielleicht wäre eine eigene Box für Erlebnisse und Geschichten rund um die Landtechnik möglich,
es ist schon faszinierend, wenn man 1oo Jahre Entwicklung Landtechnik sieht,
was sich in dieser kurzen Zeit verändert hat-
und nach dem Blick zurück, vielleicht eine Diskussion um die zukünftige Landtechnik.
Unser ältester Traktor ein 19 er GT ist fast so alt wie ich, in unserer Nähe hat ein privater Sammler eine Menge alter Traktoren gesammelt, die alte Technick ist bestimmt nicht verächtlich zu betrachten.
Aber wohin die Reise geht- da bin ich selbst gespannt-
Ein Satz eines Bodenbiologen wurde in einer Veranstaltung sehr hitzig diskutiert:

Je grösser und höher die Schlepper werden, umso mehr Abstand bekommt der Bauer vom Boden.

Nach meiner Erfahrung ist was wahres dran-
da müssen wir dagegensteuern- denn letzendes geschehen alle Arbeiten, um von den 2o cm Boden leben zu können.
herzl. Grüsse
maria

Offline cara

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #54 am: 27.02.05, 10:39 »


Deshalb möchte ich mich auch nicht von Beispielen beeindrucken lassen,
aber eines würde mich interessieren,
der von Dir beschriebene Betrieb mit 15o ha und 2 Schleppern,
wie funktioniert die Silagekette und welcher der Trekker fährt die Silage in den Stall?
Während der Grassilage wird bei uns der Hofschlepper auch benötigt, aber dass auch noch passend Silage in den Stall kommt, wird dann oft schwierig.

Hallo Mary!

ich weiss nicht genau, wie das bei Michi oben ist, aber bei uns hier in der Gegend wird gar keine Silage gemacht, denn wir sind eine reine Ackerbaugegend.. die Böden der Börde sind zu wertvoll, um sie für Vieh "zu vergeuden"... hier wird das Geld mit den Rüben gemacht.. ein viehhaltender Betrieb ist hier die Ausnahme und daher gibt es hier auch genug 150ha-betriebe, die mit nur einem Schlepper auskommen... Getreide- und Rübenabfuhr wird hier dann meist von LU unterstützt..
und soweit ich weiss, hat Rüdi auf seinem 500ha? Betrieb in der Magdeburger Börde auch nur zwei Schlepper (aber auch Fendts ;o)) ) laufen...

Offline mary

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #55 am: 27.02.05, 11:55 »
Hallo Otto,
ein super Idee. Wenn Du vom hohen Norden ins südliche Bayern kommen solltest, dann bist ganz herzlich eingeladen, dein Dieselross darf bei uns  rasten und für dich fällt bestimmt eine selbstgemachte typische bayer. Brotzeit ab. :-))))
Wäre nicht zu verachten, eine Deutschlandreise mit dem Trekker und Wohnwagen-
vielleicht würde die eine oder andere BTlerin nicht schreiend davonlaufen- wenn sie unser Gespann sehen würde :-)), Sepp müsste mir den entbehrlichen kleinen kabinenschlepper überlassen.
Im wohnwagen wäre auch Platz für ein oder 2 Hunde,
@Gitte, frag mal deinen Max, ob er mitfahren würde?
Herzliche Grüsse aus dem tiefverschneiten Oberbayern,
es schneit momentan, was runterfallen kann.
maria

Offline cara

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #56 am: 27.02.05, 14:34 »
Bei uns am Gelände der Gemüsebauschule in Ahlem läuft so ein Ding von Fendt... der ist aber sicherlich auch schon bald 10-15 Jahre alt... und klötert wie blöd...
da wird aber auch eher nur Gerümpel von A nach B kutschiert... manchmal noch Saatgut... und früher, als wir noch die drei kleinen Getreidefelder hatten, haben die damit das Getreide abgefahren...  8) (kann man sich ja vorstellen, wie klein die sind... viermal fahren war das Getreide wech..)

Offline mary

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #57 am: 27.02.05, 19:24 »
Hallo Clara,
ja das merke ich auch, dass Frauen einen ganz anderen Bezug zur Technik haben.
Bei Autos ebenso wie bei Traktoren.
Es wurde die Frage nach GT gestellt, ich vermute, dass unser kleiner 19 er GT wahrscheinlich schon mehr geleistet hat, als jeder andere Trekker bei uns auf dem Hof.
Auch heute noch ist unser kleiner fast jeden Tag im Einsatz, ich fahre das Brennholz rein, Sepp nimmt ihn als Motorsägen und weiteres Waldzubehörschleppgerät, eigentlich für alles und jedes, es gibt noch die alte Technik für Kartoffelbau, so kann ich mein Hoby auch noch nutzen,
mal schnell zum Nachschauen auf den Feldern usw.
Unser 2. GT ist als Hofschlepper für Siloreinbringen, die ganze Frontladerarbeit wird mit ihm gemacht-
was sich die Fendlter dabei gedacht haben, diese Baureihe der GT´s einzustellen, das würde mich echt interessieren.
GT´s das ist mehr als ein Traktor, das ist einfach eine praxistaugliche Fahrmaschine mit Vielfachnutzen.
Beim Lesen und Schreiben habe ich gemerkt, dass der Fendtvirus auch bei mir seine Spuren hinterlassen hat.
Die betriebswirtschaftlichen Berechnungen um Flächen und Technik-
die Sichtweise um Blumentöpfe und riesigen Flächen in Polen.
Auch wenn die Schlagkraft noch so hoch sein sollte,
bei unseren Klima mit vielen Niederschlägen und der kurzen Zeit zum Silieren und bei vielen anderen Arbeiten auf dem Feld-
wir dürfen hier nicht vergessen, dass wir in Deutschland vermutlich auch verschiedene Klimazonen haben-
in Gegenden mit Kontinentalklima mag das sicher anders ausschauen als bei unserem voralpenländischen Klima.
Mir reicht der Stress, den Häcksler richtig zu erwischen- die ganze Silierkette vom LU abhängig zu haben- gut, dass wir da doch noch viel selbst machen können-
es reicht dann wieder der Stress um einen Mähdrescher, Maishäcksler passend zu bekommen-
die Vorstellung - für alles von LU und MR abhängig zu sein-
da bräuchte ich sicher Literweise Baldrian.
Der Vergleich der verschiedenen Betriebsgrössen bringt überhaupt nichts-
jeder Betrieb ist ein eigener "Organismus"- jeder hat Stärken und Schwächen-

@Otto, rühr Dich rechtzeitig, hoffentlich kommst nicht mitten unter der Silageernte, sonst wirst mit Deinem Trekker bei uns noch eingespannt :-)))
Wenn Du eine Woche Zeit hast, dann zeigt Dir mein Mann ein paar oldtimerische Landtechnkischnäppchen. Wann gehst Du in Rente?


@Geli, ich drück Euch die Daumen für einen passenden Schlepper.
Herzliche Grüsse
maria


Offline Mirjam

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #58 am: 27.02.05, 19:32 »
Weils hier reinpaßt  :D:

Gebet eines Bauern
 
Herr, du bist Herr über Himmel und Erde, über Natur, die Sonne und den Regen. Du hast alles erschaffen - die Kühe, die Kälber und den Menschen.
Gib, dass sie immer gut Milch geben, nie krank werden und gleich wieder "aufnehmen".
 
Herr, Du hättest die Macht, lass die Futtermittelpreise sinken und die Förderungen steigen....!
Ich weiß, Herr, es ist eine freche Bitte, aber lass, wenn es möglich ist - nur einmal die "Goidl" die beste Leistung haben vom ganzen Verein.
Lass sie mehr Milch geben als die "Dora" vom "Fuchshuber". Wahrscheinlich hat er ja eh gschwindelt, dieser Gauner .....!
Herr, verzeih, "dieser Gauner" ist mir nur so herausgerutscht.
 
Du lässt es Abend werden, Herr, wenn die Sonne untergeht und Nacht, wenn es dunkel wird...... Alles gehorcht Dir: Die Tiere, die Kühe und die Menschen.
Einige jedoch versuchen Dich zu hintergehen, Herr. So einer ist auch der "Fuchshuber". Wenn der Milchmesser kommt, geht er eine Stunde später melken ......!
 
Herr, es gibt den Himmel, das Fegefeuer und die Hölle. Lass, wenn es an der Zeit ist, uns alle in den Himmel kommen......;
Den Bio-Kontrolleur ins Fegefeuer und die Grünen und den "Fuchshuber" in die Hölle. Herr, verzeih mir diese Gedanken, ich weiß, du weißt selbst, wer wo hin gehört.
 
..........................................................................

Eine kleine Bitte hab´ ich noch, Herr:

Gib mir den Mut, diesen neuen Traktor zu kaufen. Ich weiß, er kostet dreimal mehr als ich habe ......
Und heile - Herr, ich bitte dich - meine Frau von dem verwegenen Gedanken ...... sie stürzt mich in tiefe Besorgnis: Sie träumt - immer öfter - von einem ..... Geschirrspüler!
Diese verdammte "Fuchshuberin" hat auch einen!

..........................................................................
 
Herr, gib mir wieder Mut und Kraft, Deine Schöpfung zu schauen und zu begreifen - die Sonne, den Mond und die Kühe .......
Ich danke Herr, dass es Dich gibt und alles andere .....
Lass alles wachsen und gedeihen .....
bis in alle Ewigkeit ..... Amen
 
Sepp Kahn
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Offline suederhof1

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Re: Traktoren - die Kraftmaschinen auf dem Hof
« Antwort #59 am: 27.02.05, 20:10 »
Moin moin

Um mal wieder auf die Trecker zurück zu kommen....

In unserem Betrieb laufen auch nur 2 Trecker und ein Radlader.
Der kleine Deutz ist über 30 Jahre alt. Für ihn haben wir den Futtermischwagen gekauft. Er zieht die Heu- und Strohhänger.

Dann haben wir seit letzten Sommer einen Fend , PS weiß ich im Moment nicht aus dem Kopf, etwas größer und kräftiger .Der fährt den Güllewagen und Miststreuer , Mäht mit Front und Heckmähwerk,kreiselt,schwadet,presst.

Silofahren nehmen wir eine LOhnunternehmer, geht viel schneller...
Teilweise Gülle ausbringen nehmen wir uns auch einen Lohnunternehmen.
Was sollen wir dann mit einem großen Fuhrpark ?

Der Radlader ist für alle anderen anfallenden Arbeiten da, Futteraufladen, Zäune reparieren ,Siloballen transportieren  und viele Dinge mehr.
Das Gerät ist ständig in Gang. ;D

Wir sind amit zufriedenn und mein Göga kann viele Sachen selber reparieren und wir haben eine gut ,kleine Landmaschinenreparaturwerkstatt in der Nähe.

LG Barbara