Autor Thema: Der gute Hirt  (Gelesen 2027 mal)

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Offline LuckyLucyTopic starter

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Der gute Hirt
« am: 22.04.18, 10:31 »
Der gute Hirt von Kalle Grundmann

Joh 10,11-18

Immer mehr Schäfer geben auf. Es gibt immer weniger Hirten in unserm Land. So war vor Kurzem in den Tageszeitungen zu lesen. In ganz Deutschland sind es nicht einmal mehr 1000 Berufsschäfer. Dabei sind sie so wichtig. Sie betreiben aktiven Tier- und Umweltschutz. Schafe auf wechselnden Flächen weiden zu lassen, ist viel artgerechter als Tiere in großen Ställen zusammenzupferchen: Tierschutz. Und dort, wo Schafe grasen, bleibt die Landschaft offen und viele Biotope bleiben erhalten: Umweltschutz. Der Beruf des Schäfers, des Hirten,ist ein ganz normaler Lehrberuf. Viele Menschen aber verbinden damit eine gewisse Romantik: Ein Naturidylle, in der die Welt noch in Ordnung erscheint und die aus einer längst vergangenen Zeit kommt.

In der Bibel ist oft von den Hirten die Rede. Sicherlich ohne jeden Hauch von Romantik. Denn damals wusste jeder, dass Hirte-sein ein Knochenjob ist, der dazu noch schlecht bezahlt wird. In den katholischen Gottesdiensten wird heute die Stelle aus dem Johannesevangelium vorgelesen, in der sich Jesus selbst als einen guten Hirten bezeichnet. Und er nennt zwei Kriterien, woran man einen guten Hirten erkennt: Zum einen liegt ihm was an seinen Schafen, er setzt sich für sie ein, ja er geht sogar soweit, dass er sein Leben riskiert für seine Schafe. Wenn der Wolf kommt, lässt er die Schafe nicht allein. Und das zweite Kriterium: Er kennt seine Schafe. Er weiß, wie es ihnen geht. Ob sie krank sind oder gesund, ob ihnen das Gras schmeckt oder nicht und wer gerade mit wem Krach hat.   

Pfarrer und Pfarrerinnen werden gerne auch Pastor oder eben Pastorin genannt, was nichts anderes bedeutet als Hirte. Und der Bischofsstab in der katholischen Kirche ist nichts anderes als ein Hirtenstab. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Kirchen sollen also wie Hirten sein. Die Kriterien für gute Hirten hat Jesus benannt: Einsatz für die Schafe und Wissen um ihre Nöte und Sorgen.  Eigentlich ist es ein wunderschöner Beruf – Hirte oder Hirtin zu sein.

« Letzte Änderung: 22.04.18, 10:34 von LuckyLucy »
LuckyLucy

Offline gammi

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Re: Der gute Hirt
« Antwort #1 am: 22.04.18, 10:42 »
Ich hab das Bild zwar schon einmal gepostet. Aber es passt hier so schön dazu.
Enjoy the little things

Offline Daggl

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Re: Der gute Hirt
« Antwort #2 am: 22.04.18, 11:26 »
Sehr tröstlich "Schaf" bei dem guten Hirten zu sein.
Auch schon im alten Testament, bekannt Psalm 23, weniger bekannt z. B Ezechiel ( oder Hesekiel) 34.
Viele Grüße, Dagmar

Jesus verspricht: Ich bin bei euch alle Tages eures Lebens bis ans Ende der Zeit (Mt 28,20)

Offline Daggl

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Re: Der gute Hirt
« Antwort #3 am: 22.04.18, 15:15 »
Israels schlechte Hirten
1 Wieder empfing ich eine Botschaft vom HERRN. Er forderte mich auf: 2 »Du Mensch, richte den führenden Männern von Israel diese Worte aus! So spricht Gott, der HERR: Wehe euch, ihr Führer Israels! Ihr solltet für mein Volk wie Hirten sein, die ihre Herde auf eine gute Weide führen. Aber ihr sorgt nur für euch selbst. 3 Die Milch der Schafe trinkt ihr, aus ihrer Wolle webt ihr euch Kleidung, und die fetten Tiere schlachtet ihr. Aber um eure Herde kümmert ihr euch nicht! 4 Den schwachen Tieren helft ihr nicht, die kranken pflegt ihr nicht gesund; wenn sich ein Tier ein Bein bricht, verbindet ihr es nicht. Hat sich ein Schaf von der Herde entfernt, holt ihr es nicht zurück; und wenn eines verloren gegangen ist, macht ihr euch nicht auf die Suche. Stattdessen herrscht ihr mit Härte und Gewalt. 5 Weil die Schafe keinen Hirten hatten, liefen sie auseinander und wurden von wilden Tieren zerrissen. 6 Viele irrten auf den Bergen und Hügeln umher. Nun sind meine Schafe über das ganze Land verstreut, niemand sucht nach ihnen und kümmert sich um sie. 7 Darum, ihr Hirten, hört meine Worte: 8 Ich, Gott, der HERR, schwöre, so wahr ich lebe: Jetzt ist Schluss damit! Meine Schafe wurden geraubt und von wilden Tieren zerrissen, weil kein Hirte für sie sorgte. Anstatt euch um die Herde zu kümmern, habt ihr nur an euch selbst gedacht. 9 Darum lasst es euch gesagt sein, ihr Hirten: 10 Ihr bekommt es mit mir zu tun! Ich ziehe euch zur Rechenschaft für alles, was ihr meinen Schafen angetan habt. Ihr sollt nicht länger ihre Hirten sein. Ich lasse nicht mehr zu, dass ihr nur für euch selbst sorgt; ich rette die Schafe aus euren Klauen, damit ihr sie nicht mehr auffressen könnt!«
Gott, der gute Hirte
11 Denn so spricht Gott, der HERR: »Von nun an will ich mich selbst um meine Schafe kümmern und für sie sorgen. 12 Wie ein Hirte seine Herde zusammenbringt, die sich in alle Richtungen zerstreut hat, so werde auch ich meine Schafe wieder sammeln. Ich rette sie aus all den Orten, wohin sie an jenem dunklen, schrecklichen Tag vertrieben wurden. 13 Aus fremden Völkern und Ländern führe ich sie heraus und bringe sie wieder in ihr Land. Dort lasse ich sie weiden, in den Bergen, an den Flüssen und in den Tälern. 14 Ja, ich gebe ihnen gute und saftige Weideplätze auf Israels hohen Bergen, wo sie sich lagern und satt fressen können. 15 Ich selbst werde ihr Hirte sein und dafür sorgen, dass sie in Ruhe und Sicherheit leben können. Das verspreche ich, Gott, der HERR. 16 Ich suche die verloren gegangenen Schafe und bringe alle zurück, die sich von der Herde entfernt haben. Wenn sich eines der Tiere ein Bein gebrochen hat, will ich es verbinden, und den kranken helfe ich wieder auf. Die fetten und starken Tiere aber lasse ich nicht aus den Augen1! Denn ich bin ein Hirte, der gut und gerecht mit seinen Schafen umgeht. 17 Ihr Israeliten – ihr seid meine Herde, und ihr sollt wissen: Von nun an will ich selbst, Gott, der HERR, bei euch für Recht sorgen. Ich nehme die Schafe voreinander in Schutz und weise die starken Widder und Böcke zurecht: 18 Ist es euch noch nicht genug, dass ihr die guten Weideplätze abgrast und als Erste das klare Wasser trinkt? Müsst ihr auch noch den Rest der Wiese zertrampeln und im Wasser mit euren Hufen den Schlamm aufwühlen? 19 Sollen meine Schafe etwa das Gras fressen, das ihr zertrampelt habt? Sollen sie von dem verschmutzten Wasser trinken? 20 Ihr werdet sehen: Ich, Gott, der HERR, bin ein gerechter Hirte, ich richte zwischen euch fetten und den mageren Schafen. 21 Ihr habt die Schwachen mit euren Schultern von der Weide gedrängt, sie mit euren Hörnern gestoßen und von der Herde vertrieben. 22 Doch ich rette meine Schafe vor euch und eurer rohen Gewalt. Jedem Einzelnen verhelfe ich zu seinem Recht.«
Das Friedensreich
23 »Ich will meiner Herde einen einzigen Hirten geben: einen Nachkommen von König David, der mir einst gedient hat. Er wird sie auf die Weide führen und für sie sorgen. 24 Ich, der HERR, werde ihr Gott sein, und dieser neue David wird mitten unter ihnen leben und ihr König sein. Darauf gebe ich, der HERR, mein Wort. 25 Ja, ich verspreche: Ich schließe einen Bund mit den Israeliten und gewähre ihnen meinen Frieden. Die Raubtiere verjage ich aus dem Land; dann können die Menschen sogar ohne Angst in der Wüste leben und in den Wäldern schlafen. 26 Ich segne sie und das ganze Land rund um meinen heiligen Berg. Zur rechten Zeit lasse ich heilsamen Regen fallen, 27 damit die Bäume viele Früchte tragen und die Felder reichen Ertrag bringen. Ja, mein Volk wird vollkommen sicher in seinem Land wohnen. Ich zerbreche das harte Joch, das auf ihnen lastet, und rette sie aus der Gewalt ihrer Feinde, die sie jetzt noch versklaven. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin. 28 Für andere Völker sollen sie keine Beute mehr sein, und die wilden Tiere werden sie nicht mehr zerreißen. Sie wohnen in Ruhe und Sicherheit und brauchen nicht zu befürchten, dass sie jemand aufschreckt. 29 Ihr Land mache ich zu einem fruchtbaren Garten, der weithin berühmt ist. Sie müssen nicht länger hungern, und kein feindliches Volk wird sie verspotten. 30 Dann werden sie erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott, ihnen beistehe und dass sie, die Israeliten, mein Volk sind. Mein Wort gilt! 31 Ja, ihr seid meine Herde, und ich bin der HERR, euer Gott; ich führe euch auf gute Weide. Darauf könnt ihr euch verlassen!«
Viele Grüße, Dagmar

Jesus verspricht: Ich bin bei euch alle Tages eures Lebens bis ans Ende der Zeit (Mt 28,20)