Autor Thema: Hofübergabe  (Gelesen 125540 mal)

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Offline amazone

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Re: Hofübergabe
« Antwort #240 am: 17.06.09, 19:00 »
.....Ich kenne inzwischen eine Reihe von Landwirten mit erfolgreiche Betriebskonzepten und  "Wachstumsbetrieben", die einen deutschen Betriebsleiter suchen, nicht nur 08/15 Hilfskräfte, jemand auf den sie sich verlassen können, wenn sie mal auf länger DLG-Tage oder ins Ausland fahren und der bereit ist Verantwortung/Entscheidungen zu übernehmen, die Stalltechnik wuppt oder ein Betriebsteil komplett eigenständig zu führen.
viele Grüsse
Mirjam

ich stimme mirjam voll und ganz zu, solche führungskräfte werden gesucht und verdienen auch richtig gutes geld.

ehrlich jara, ist es das alles wirklich wert? tradition hin oder her....
ihr kommt doch nie wieder auf einen grünen zweig, wenn ihr soviel geld ausgeben müsst, was der betrieb (alls vorraussicht nach)
bei der pflichteilssumme in zukunft NICHT abwerfen wird.
anhand der pflichtteilssumme kann man erkennen, wieviel wert der betrieb hat.

lieber ein ende mit schrecken, als ein schrecken ohne ende!  :-\

Offline streuobst

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Re: Hofübergabe
« Antwort #241 am: 17.06.09, 20:29 »
Hallo Jara,

heute habe ich deine "Geschichte" hier gelesen. Wenn das alles mal vorbei ist, kannst du ein Buch schreiben.
Mich erinnert das auch an eine Familie in unserem Ort. Zuerst wurde der Betrieb nicht übergeben, weil der Sohn/Betriebsleiter keine Frau hatte, als er mit fast 50 geheiratet hat, wurde der Betrieb nicht übergeben weil er "so" eine Frau hatte. Dann starb der Vater, die Mutter konnte sich natürlich immer noch nicht durchringen, dann starb auch sie, und nichts war geregelt. Nun streiten 3 Geschwister um den Hof. Der Betriebsleiter hat natürlich die A-Karte, denn seine Geschwister haben Berufe und leben weit weg, die wollen jetzt Geld sehen und zwar nicht wenig. Das ist das Ende des Betriebs.

Vielleicht sollten sich deine SE einmal klar werden darüber, ob sie wollen dass der Betrieb weitergeht, dann sollten sie aber schleunigst übergeben.

streuobst


Offline Paula73

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Re: Hofübergabe
« Antwort #242 am: 17.06.09, 21:12 »

Ihre größte Angst ist, dass sie die Kinder nicht mehr sehen darf, dafür tut sie alles.




Das kann ich allerdings nachvollziehen. Ich finde es das aller letzte wenn die Kinder (Enkel) als Druckmittel benutzt werden. Vor allen wenn es nur um Geld geht.  >:( >:( >:(

Offline Mirjam

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Re: Hofübergabe
« Antwort #243 am: 18.06.09, 13:49 »
Hallo Paula,

hätte ich Stress mit meine Bruder oder seiner Partnerin - würde ich mir schon überlegen ob oder wann ich dort auf den Hof fahre bzw. mit meinen Kindern/den Enkelkindern und man braucht ja nicht zu glauben/hoffen, dass die Kinder das nicht mitkriegen und sich dann auf den "Bauernhofbesuch freuen können"  ::).

Wenn die Senioren dann selbst nicht mehr mobil sind oder das weit-weg-zu-Besuch-fahren nervlicher Stress ist, kann ich die Problematik schon verstehen:

Was haben denn die älteren Betriebsleiter meist den noch ausser Arbeit am Hof selbst wenn er übergeben ist? Meist keine großen Bekanntenkreise, keine Hobbys - kein Wunder dass sie an den Kindern oder den eigenen Töchtern (die einer Mutter ja wohl zugegebenermaßen näher stehen dürfen als die ST, einer ST steht die eigene Mutter ja auch näher...!) hängt und deren Besuch, dem "gut-verstehen", dem "jemanden zum Reden haben - und sei es noch am Telefon".

Gruß Mirjam

Offline Selina

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Re: Hofübergabe
« Antwort #244 am: 18.06.09, 16:16 »
Hallo meine Lieben,

hier sieht man inzwischen, das "manchen Menschen einfach nicht zu raten ist". :'(
Du wirst doch in deinem Alter so eine Entscheidung treffen können.

Mach dich doch nicht total unglücklich!!!