Autor Thema: Rechtsstreit statt Hofübergabe - Erfahrungsberichte - Hilfe  (Gelesen 51868 mal)

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Chris2412

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Hallo Zusammen,

ich bin selbst betroffen und suche Erfahrungen, Ratschläge von BETROFFENEN bzw. die Möglichkeit sich ev. persönlich auszutauschen.

Aus diversen Gründen die ich später gerne näher erläutern kann wurde und wird mir die Hofnachfolge verwehrt.

Wer mußte gegen die Eltern gerichtlich vorgehen um die Ansprüche als Hofnachfolger durchsetzen zu können oder entschädigt zu werden?

Wer kann und möchte sich mit mir diesbezüglich austauschen? Wer kennt Betroffene die diesen unerfreulichen und schwierigen Weg als einzigen Ausweg nutzen mussten ?

Ich würde mich freuen wenn sich Betroffene melden würden um sich mit mir auszutauschen. 

Da sich der betroffene Betrieb von mir in Südbaden liegt, wäre ich natürlich besonders an Rückmeldungen aus diesem Gebiet interessiert, da jedes Bundesland eigene Regelungen hierfür hat die nicht unbedingt in ganz Deutschland anwendbar sind.

Danke & Viele Grüße

Chris2412

Offline cliff

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Hallo Chris2412,

zu dem Thema kann ich nichts sagen, aber ich würde niemals (!!!!!!!!) gegen meine eigenen Eltern klagen auf Hofrausgabe, eher würde ich gehen und mir irgendwo einen Betrieb pachten.

Cliff

Chris2412

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Hallo Cliff,

dieser Meinung und vollen Überzeugung war ich bis vor kurzem auch. Da es sich um meine Eltern handelt. Doch sie lassen mir keine andere Wahl.

Es muß auch menschlich als Sohn / Tochter erst einmal verarbeitet werden, wenn man den Eltern immer beigestanden ist und diese einem dann womöglich in Harz4 schicken, ohne dass Gründe dafür vorhanden sind und der Betrieb mehr als tragfähig für 2 Generationen wäre!!!!!!!!!!

Erklär mir doch - weshalb die Eltern erst merken, dass der Sohn / die Tochter nicht zum Hofnachfolger taugt bei einem bevorstehenden Generationswechsel.

In all den Jahren davor hat es immer prima funktioniert, wenn ein motivierter Esel zum Arbeiten gebraucht wurde! ! !  Da gab es an einer Eignung zum Nachfolger nie Zweifel ! ! !

Warum sollten die Eltern von Ihrer Verantwortung den Nachfolgern gegenüber entbunden werden, schließlich haben auch diese ihre Karriereplanung auf den Betrieb abgestimmt ???

Warum muß ein Nachfolger womöglich akzeptieren keine Frau zu finden, kein Eigenkapital bilden zu können und wer weiß was noch alles
und steht dann am Ende der Willkür der Eltern ausgesetzt da ???


Gruß
Chris2412
« Letzte Änderung: 27.07.10, 14:36 von Chris2412 »

Offline Bärbel

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Hallo

Ich habe mir mal so meine Gedanken gemacht,über alle Themen mit dem Generationskonflikt. Wir kennen immer nur eine Seite.

Bei diesem Thread z.B. wissen wir nicht,warum die Eltern nicht übergeben wollen. Sie können ja auch schwerwiegende Gründe haben der Tochter oder dem Sohn den Hof nicht zu geben.
Jetzt werde ich mal ganz krass und bitte schon mal um Entschuldigung.
Vielleicht kann die Tochter oder der SS nicht mit Geld umgehen,
oder sie oder er ist Alkoholiker,
oder sie oder er sind gewalttätig gegen die Eltern.

Wie soll das zusammenleben den verlaufen,wenn ich mein Recht (was ich vielleicht nur meine zu haben) eingeklagt habe?
Wer hat überhaupt Anspruch auf Hofnachfolge,wenn der Betrieb den Eltern gehört?
Was wenn sie alles verkaufen und ihr Geld verleben?

Ich würde meine Eltern nicht verklagen.
Und wenn ich meinen Kindern den Hof nicht geben wollte,würde ich verkaufen und mein Geld verleben.

« Letzte Änderung: 27.07.10, 14:41 von Bärbel »
Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

Reiß den Faden der Freundschaft
nicht allzu rasch entzwei
wird er auch neu geknüpft
ein Knoten bleibt dabei

Offline Ingrid2

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Und trotzdem kann es Gründe geben, gegen die eigenen Eltern zu klagen.

Bärbel: Was ist, wenn die Eltern Sohn oder Tochter immer im Glauben ließen, den Hof übergeben zu bekommen? Wenn "das Kind" all seine Arbeitskraft und Energie in diesen Hof gesteckt hat, in der Gewißheit, für die Zukunft zu planen? Haben Kinder denn keine Rechte? Haben nur Eltern Rechte?

Gerade durch die engen familiären Bindungen wird vieles "in Treu und Glauben" getan, ohne schriftliche Absicherung, einfach im Glauben, daß die Eltern es gut machen wollen. Und was, wenn die Eltern es eben "nicht gut machen wollen"?

Ingrid

Offline cliff

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Hallo Chris2412,

wenn Du schon Jahre auf dem Hof gearbeitet hast und kein Lohn/ Gehalt oder sonst eine Entlohnung bekommen hast, würde ich die Eltern verklagen auf Lohnzahlung für die geleistete Arbeit, aber nie den Hof einklagen.
Das habe ich damit gemeint, wie Bärbel schon schrieb, wenn der Hof ihnen gehört, können sie den verkaufen oder verleben oder.....

Denn es gibt nur böses Blut, wenn ihr dann auf dem Hof bleibt und die Eltern sind auch dabei.
Such Dir was anderes, weit genug weg, das ist besser für Deine Nerven.

Cliff

Offline Susanna

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Ich unterschreibe bei Cliff!!

Das gibt es - wennauch mit weitaus weniger Emotionen verbunden - auch in der Wirtschaft. Da rackern sich Menschen jahrelang ab für wenig Geld in der Hoffnung auf eine Beförderung, die dann jemand anderes bekommt.
Ich weiß, der Vergleich hinkt, aber er fiel mir so spontan ein.
Viele Grüße
Susanna

mouhkouh

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Hm, er hat doch geschrieben, das er entweder den Hof einklagen oder eine Entschädigung möchte...

Es gibt sicherlich einige im Forum, die da gut Bescheid wissen, zum Beispiel Winnipooh69. Schreib sie doch einfach mal per PM an, möglicherweise kann sie dir etwas helfen.
Ich finde, das es eine ganz schlimme Sache ist, jemanden jahrzehntelang arbeiten zu lassen und in dem Glauben zu wiegen, er bekäme eines Tages den Hof- und dann die Hofnachfolge zu verwehren, egal was auch immer da vorgefallen ist. Eltern zu sein, heißt nicht, sich alles erlauben zu dürfen.

Liebe grüße, die vom Generationenkonflikt geplagte Irina

Chris2412

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Hallo Bärbel,

all die negativen Merkmale und Mutmaßungen die Du gegen eine Übergabe an den Nachfolger stellst kann ich verneinen !!!!!!

Fakt ist: Wir reden hier nicht davon, dass Eltern einen logischen, berechtigten und nachvollziehbaren Grund (Alkohol, Gewalt etc. zähle ich dazu) haben um die Nachfolge zu verweigern, sondern einfach nur WILLKÜR !!!!

Nochmals - Ich würde mich gerne mit Gleichgesinnten austauschen die dieses Problem so oder ähnlich auch haben oder mich mit jemanden in Kontakt bringen können !!!!!

Bei den meisten gescheiterten Hofnachfolgen läuft es meist wie folgt:

Der Nachfolger:
Er arbeitet - entweder für keinen oder wenig Lohn - ständig oder in seiner Freizeit neben seinem Beruf - auf dem Hof.
Er verzichtet, in Aussicht auf den Hof, auf Teile des ihm zustehenden Lohnes ganz oder teilweise.
Er verzichtet auf eine persönliche berufliche Entwicklung unabhängig vom Betrieb, da er sein Leben auf die Belange der Landwirtschaft abstimmt.
Er verzichtet auf Freizeit und womöglich auf soziale Kontakte wenn er sich nebenberuflich angagiert auf dem Betrieb.
ER ERBRINGT VOR ALLEM VORLEISTUNG GEGENÜBER DEN ELTERN ! ! ! !

Die Eltern:
Haben eine billige und willige Arbeitskraft !
Einen über alle Maße hinaus loyalen Mitarbeiter !!
Sparen beim Lohn und bei den Steuern.
Haben mehr Möglichkeiten durch die billige Arbeitskraft und den finanziellen Vorteil den Betrieb nach vorne zu bringen !!
SIE NEHMEN DIE VORLEISTUNG DES NACHFOLGERS WILLIG IN ANSPRUCH ! ! ! !

Um diese als Vorleistung genannten Werte die nicht immer leicht zu beziffern sind geht es hier.

Wer jahrelang mit dem Ziel einen Betrieb zu übernehme sich aufgeopfert hat sollte eine Entschädigung dafür enthalten !!!

Ich selbst wurde von meinen Eltern angesprochen nichts bisher auf dem Betrieb geleistet zu haben.
Eine einfache Aufstellung nur über die Lohndifferenz zwischen der bezahlten "Freizeitarbeitsstunde" auf dem Betrieb und einer Überstunde die in dieser Zeit ev. als Arbeitnehmer geleistet
worden wäre bringt bereits ohne Zins und Zinsesezins hohe Summen zusammen.

Summen die die Geschwister selbst verdient haben, wenn sie in dieser Zeit am Arbeitsplatz gearbeitet haben statt auf dem elterlichen Betrieb.

Beispiel:

20 Std. /Woche Arbeit auf dem Hof  * 52 Wochen  * 5€ Lohndifferenz  = 5200,00€ / Jahr * 20Jahre = 104,000,00€  mit Zins und Zinseszins sogar noch weit mehr !!!
Rentenversicherung etc. hierauf müssen auch noch gerechnet werden, da die Beträge auch als Rent im Alter fehlen ! ! ! ! ! !

Eine Entschädigung für die Entbehrungen die der gegängelte Nachfolger hatte und die Enttäuschung von den eigenen Eltern so vera.... zu werden,
kann nicht in Geld aufgewogen werden !!!!

Es ist an der Zeit auch dies zu erkennen ! ! !

Die Eltern konnten von Anfang an für klare Verhältnisse sorgen. Haben sie dies nicht getan so ist es nicht richtig nur die "Nachfolger" an den Pranger zu stellen und dafür büßen zu lassen!!!!


Gruß
Chris2412

Offline Sonnenblume2

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Hallo Chris2412
hast du dich schon mal von der Landwirtschaftskammer beraten lassen, wie die solche Fälle sehen. Vielleicht kennen sie ähnliche Fälle und deren Lösungen/Ausgänge.
Frag mal bei einer kostenlosen Rechtsberatung nach, wie die Chancen für dich stehen würden, wenn du deine Eltern auf Entlohnung einklagen würdest.

Eine einfache Aufstellung nur über die Lohndifferenz zwischen der bezahlten "Freizeitarbeitsstunde" auf dem Betrieb und einer Überstunde die in dieser Zeit ev. als Arbeitnehmer geleistet
worden wäre bringt bereits ohne Zins und Zinsesezins hohe Summen zusammen.

Beispiel:

20 Std. /Woche Arbeit auf dem Hof  * 52 Wochen  * 5€ Lohndifferenz  = 5200,00€ / Jahr * 20Jahre = 104,000,00€  mit Zins und Zinseszins sogar noch weit mehr !!!
Rentenversicherung etc. hierauf müssen auch noch gerechnet werden, da die Beträge auch als Rent im Alter fehlen ! ! ! ! ! !

Wieso rechnest du mit der Lohndifferenz? Rechne die Arbeitsstunden am Hof mit Maschinenringtarif (den kannst du dir erfragen in der LWK, beim Maschinenring; liegt glaub ich bei so ‚Hausnummer’ 14€/Stunde ...) + den Sozialversicherungsbeitrag +++
und du bekommst noch ganz andere Summen heraus!

wenn Du schon Jahre auf dem Hof gearbeitet hast und kein Lohn/ Gehalt oder sonst eine Entlohnung bekommen hast, würde ich die Eltern verklagen auf Lohnzahlung für die geleistete Arbeit, aber nie den Hof einklagen.
*unterschreib*
Und ich denke mir mit der „Summe“ = Entlohnung kannst du dir wahrscheinlich schon einen recht stattlichen Hof kaufen!
Lg Sonnenblume
   

sabine78

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Hallo chris,
bei uns steht auch ein übergabe bevor, mit allen hürden u ösen u haken u was es nicht alles gibt
mit einem übergabevertrag der eher einen kaufvertrag gleicht.
mein mann ist 39 u hat sein ganzen leben hier am hof gearbeitet mit sicherheit auch zu einem tarif
der wenn man ihn auf die stunden um rechnet lächerlich ist ;-)!
nur wir werden diesen vertrag nicht so unterschreiben, dann gehen wir vom hof das ist uns lieber!!
so nun meine frage was würde passieren wenn du verzichten würdest einfach nicht mehr dort
arbeiten würdest, könnten sie dann das ganze noch bewerkstelligen???
bei uns wäre eine betriebsführung ohne unsere arbeitskraft u wissen nicht einfach also
wir unterstellen mal mehr als schwierig.
du hast nämlich keinen anspruch auf den hof bzw. du bekommst deinen pflichteil wenn sie mal nicht mehr sind
mehr aber auch nicht.
ausser es ist in dem übergabevertrag an deine eltern irgendwas geschrieben wobei ich nicht weis
wie das dann wieder rechtlich ist.
deine stunden u das ganze müßtest du vermutlich über das arbeitsgericht eingklagen, wobei ich nicht weis
wie sich das mit essen u klamotten waschen wohnen usw. was ich mal denke was deine mutter für dich erledigt oder??? verrechnet
lg sabine




Offline winnipooh69

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Also Chris, ich sehe das ähnlich gerechnet vom Maschinenring hier bei uns kostet die Std. knapp 15,00 Euro...
Sehe das auch so entweder Deine Eltern entschädigen Dich oder Du bekommst den Hof - allerdings hast Du dann die Altenteiler auf den Hals...mein Mann hatte auch den Hof bekommen, allerdings schon sehr früh nebnbei seinen "eigenen" Betrieb gegründet und auch bin ich erst aus meinen schönen Oberbayern hierher nach Oberfranken gekommen, als schon alles im Herbst über die Bühne gegangen ist...damals hat allerdings der "betriebseigene" Fuhrpark bis heute nur idellen Wert gehabt...alles was noch früher da ist war zum Übegabezeitpunkt nur Schrottwert oder gar nicht mehr da und wurde nur pro Forma in den Inventurlisten verewigt...
So wie Dir weiss ich nur einen Pferde-Pensions-Betrieb nahe München...der sohn machte aus dem Betrieb - nur Bauland... ;) und einmal hörte ich von einem Betrieb nahe Augsburg da hatte sich dann der Hofnachfolger nach langem Gerichtsprozeß aufgehängt...hörte man damals...
Sont weiss ich keinen Betrieb meist geht der "Hofnachfolger" freiwilig mit leeren Händen vom Hofe um den Stress zu vermeiden...
Wie gesagt es ist ein schwerer Gang...ich würde wenn ich Du wäre mal mich an die Presse wenden oder mal ein Gespräch zusammen mit einem Rechtsberater zusammen auf neutralen Boden führen wie hier in Bayern beim Bauernverband...vielleicht kann man da auch mal die andere Seite sehen der der Eltern und die Probleme gemeinsam probieren zu beseitigen...weil ich denke bis vor kurzem wurde auch "gemeinsam zusammen gearbeitet".
Allerdings kenne ich auch einen jungen Mann der einen Hof bewirtschaftet den er vom Vater pachten muss...und der wohnt nicht so weit weg...weil es sehr grosse Problem bezüglich Auszahlung und Erbe gegeben hat...

Vielleicht haben Deine Eltern nur Angst vor dem Altwwerden ...

Liebe Grüsse ;)

Offline Steinbock

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Ja, ich kann Chris schon verstehen, dass er mehr als enttäuscht ist. Die gearbeiteten Stunden auf dem Hof lassen sich vermutlich einklagen auf Maschinenringtarif. Vielleicht hat Chris aber in Aussicht auf den Hof, manch Weiterbildung in seinem Beruf nicht mitgemacht (weil er ja abends zu Hause mitarbeitet und später eh ganz Landwirt ist), manch Freizeitveranstaltung/Urlaub sausen lassen, vielleicht eine Beziehung (nach weiter weg) nicht gewagt, weil der Hof usw. usw. Das ist hart. :'(

Was mag die Eltern "geritten" haben, nun plötzlich die Hofübergabe zu blockieren???
Sind sie etwa krank??? Werden sie aufgehetzt von "weichenden Erben", von Nachbarn, von???

Das sind alles so flüchtige Gedanken, die mir bei dem Thema kommen?

Chris, gibt es niemand vertrauten in der Verwandtschaft, mit dem/der Du reden kannst?
Der/Die zwischen Dir und den Eltern vermitteln könnte?

Elisabeth
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)

Offline Mucki

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hallo,
meine erfahrungen werden wohl keinem weiter helfen,aber ich möchte sie doch niederschreiben,
bei dem versuch den Hof meienr Mutter zu übernehmen bin ich gescheitert,und als wir eien termin beim Notar hatten um zu erfragen ob ich mein vatergut einklagen kann ,wurde ich krank,es dauerte lange bis die Ärzte wusten was ich habe es war eien entzündung im magen und danch als da weg war hatte ich noch bakterien im darm,dise krankheiten ahben mich 10 kg gekostet(hat nicht geschadet) und wo kommt sowas her die Ärzte sagen aufregung,nun frag ich mich ob ich mir es wirklich antun soll und mich so zu streßen ,aber ich glaub ich lass es und warte bis meien Mutter stirbt(klingt hart aber das ist die realität)egal wie lang es dauert,den wen ich mich gesundheid lich ruihniere hab ich nix davon,nun muß sie halt sehn wie sie mit dem papierkram vertig wird.
Wir reden so wieder ganz normal miteinander,nur das Tema Übergabe wird nicht mehr besprochen.
Aber es tut bis ins herz weh wen amnn von den eigen Eltern so viel mistrauen beckommt,und es frist eien innerlich auf.
Ob prozesieren der richtig weg ist muß denke ich jeder für sich entscheiden.
Hätte mein Mann damald nicht mit eienm kleien trik den Hof beckommendann hätte er prozessiert,da er auch jahre lang ohne Lohngearbeiette hat,aber uns kam der zufall zu hilfe und wir heben den zufall genutzt und seien Eltern etwas unter druck gesetzt.
(wer näheres wissen wil kann mir eine PM schiken) Nur öffendlich möchte ich das nicht so preisgeben.
LG Mucki
Am Ende des Tunnels ist immer Licht!

Chris2412

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Hallo Elisabeth,

Ja, ich kann Chris schon verstehen, dass er mehr als enttäuscht ist. Die gearbeiteten Stunden auf dem Hof lassen sich vermutlich einklagen auf Maschinenringtarif.

Die Stunden einklagen ist schwierig, denn mir wurde schon von den Eltern angekündigt, dass niemand die Stunden "gegengezeichnet" hätte, eine Forderung daran scheitern werde !!!


Vielleicht hat Chris aber in Aussicht auf den Hof, manch Weiterbildung in seinem Beruf nicht mitgemacht (weil er ja abends zu Hause mitarbeitet und später eh ganz Landwirt ist), manch Freizeitveranstaltung/Urlaub sausen lassen, vielleicht eine Beziehung (nach weiter weg) nicht gewagt, weil der Hof usw. usw. Das ist hart. :'(

Ja ich habe jahrelang in meiner Freizeit auf dem Hof gearbeitet, gegen zu geringe Entlohnung ( Gründe siehe weiter oben), den Urlaub trotz Familie ganz auf dem Hof verbracht, selbst keinen Urlaub gemacht - nie hat es genügt !! - Weiterbildungen im Beruf wg. des Hofes nicht wahrgenommen.
Habe nach der landw. Lehre als 2. Beruf einen ungeliebten kfm. Beruf gewählt den ich nur erlernen wollte um in der Landwirtschaft vom Wissen profitieren zu können - nicht aber um meinen Lebensunterhalt damit bestreiten zu müssen..... über 20 Jahre habe ich diesen Beruf zum Lebensunterhalt ausüben müssen.......dann gab´s ne Firmenschließung..........
Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich einen technischen Beruf erlernt und wäre heute "ein gemachter Mann" und dieses Thema hier würde mir am Gesäss vorbeigehen.
Aber es ist nunmal anderst !!!!!!!


Was mag die Eltern "geritten" haben, nun plötzlich die Hofübergabe zu blockieren???
Sind sie etwa krank??? Werden sie aufgehetzt von "weichenden Erben", von Nachbarn, von???

Es ist eine Mischung aus "wenn ich alles aus der Hand gebe bin ich wertlos...." und aufhetzten von Geschwistern und anderen mehr oder weniger (Un)Beteiligten.
Die Schwester als eine die im Streitfall alles erben könnte ist genauso scharf darauf, dass alles daneben läuft, wie jeder umliegende Landwirt der es auf die Felder abgesehen hat.
Da die Eltern jetzt über 70 sind, befinden wir uns ja auf einer Art Zielgeraden d.h. weder die Schwester noch die Landwirte müssen lange warten, bis die "Fette Beute" verteilt werden kann.

Ein Tip für Unbeteiligte: Bei solch einem Bauern immer etwas "präsent sein" damit man sofort zur Stelle ist wenn´s notwendig wird sich die Flächen unter den Nagel zu reißen !!!

ES MUSS ABER AUCH GEFRAGT WERDEN:
WAS HÄLT DIE ELTERN DAVON AB EINFACH EINEM KIND DIE WEITERE EXISTENZ AUF DEM HOF ZU GEWÄHREN WENN MAN SELBST EIGENTLICH SCHON LÄNGST IM RENTANALTER IST (RENTE WÄRE ca. 900-1000€) OHNE DIE "VORGESCHICHTE" DASS DIESES KIND VORHER AUF DEM HOF MITGEARBEITET HAT - ES SICH EIGENTLICH SCHON LÄNGST VERDIENT HAT ??

Es kann sicher nicht daran liegen, dass ich in diesem Falle ungeeignet bin um den Betrieb weiterzuführen - wäre dies der Fall gewesen dann hätte schon seit mehreren Jahren ein "Aussenstehender" in die Betriebsnachfolge einsteigen können.  Aber auch dies ist nicht passiert !!!

Das Problem liegt also nicht am mangelnden Nachwuchs sondern eindeutig an der mangelnden Bereitschaft zu erkennen, dass die Zeit für die nächste Generation gekommen ist.

Sich diesem Problem nicht zu stellen kann nicht auf dem Rücken eines Hofnachfolgers bis zum Tod oder zum totalen Streit womöglich vor Gericht ausgetragen werden.

Wer als Betriebsinhaber so weit geht, dass er die Hofnachfolge in Aussicht stellt, und die Gegenleistung der Nachfolgergeneration annimmt, kann und darf sich nicht aus der Verantwortung mit Scheinargumenten stehlen.

Darum geht es mir und hierfür suche ich Gleichgesinnte. Menschen die mir Tips geben können zur erfolgreichen Betriebsübernahme oder zu einem entsprechenden Ausgleich.


Chris, gibt es niemand vertrauten in der Verwandtschaft, mit dem/der Du reden kannst?
Der/Die zwischen Dir und den Eltern vermitteln könnte?

....hab ich schon alles probiert - ohne Erfolg, denn es gibt einen Punkt ab dem jeder merkt, dass mit dem Gegenüber einfach nicht zu verhandel ist. Viele die sich bemüht haben,
hatten zuvor noch geglaubt etwas bewirken zu können - sie sind alle gescheitert. Egal ob "alte Freunde der Eltern" oder Verwandte die sogar "vom Fach" sind.
Nicht einmal eine fast schon tötliche Erkrankuzng des Betriebsinhabers konnte das Ruder herumreissen!!! Mitlerweile geht es diesem wieder sehr gut......na ja der Rest ist Grund um hier
Hilfe und Gleichgesinnte zu suchen.



Gruß
Chris2412