Autor Thema: Schullektüren  (Gelesen 16270 mal)

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Offline mamaimdienst

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Re: Schullektüren
« Antwort #45 am: 03.01.19, 18:03 »
Naja, wenn es „nur“ ums Lesen geht, sind die Kids bei solch einer Lektüre doch eher dabei.
Ich erinnere mich mit Grauen an meine 10.Klass-Lektüre: Heinrich Böll „die verlorene Ehre der Katharina Blum“  :-X
Mein jetziger 10.Klässler liest als Klassenlektüre „die Schachnovelle“
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Offline Anneke

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Re: Schullektüren
« Antwort #46 am: 03.01.19, 18:07 »
Naja, wenn es „nur“ ums Lesen geht, sind die Kids bei solch einer Lektüre doch eher dabei.
Ich erinnere mich mit Grauen an meine 10.Klass-Lektüre: Heinrich Böll „die verlorene Ehre der Katharina Blum“  :-X
Mein jetziger 10.Klässler liest als Klassenlektüre „die Schachnovelle“
In der 10. Klasse, wie Steinbock schreibt, gehts sicher nicht mehr ums Lesen, sondern um Inhalt.
Und ich geb ihr Recht, zweifelhafte Literaturgeschichte!!

@steinbock, wie sieht Töchterlein selbt das?
Zuviel nachdenken ist wie schaukeln, man ist zwar beschäftigt, kommt aber keinen Schritt weiter

Offline martina

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Re: Schullektüren
« Antwort #47 am: 03.01.19, 18:56 »
Unser Sohn hat für die Fachhochschulreife in der 12 "der Vorleser" gelesen.

Nein, er hat ihn nicht gelesen, nur die ausführlichen Inhaltsangaben und den Film geschaut ::)

Ich dachte allerdings auch, dass man für eine Schullektüre dann doch schon mehr Niveau veranschlagt, als eine heimatlich angehauchte Krimikomödie und ich dachte, es gibt von den jeweiligen Kultursministerien eine Vorschlagsliste für geeignete Lektüre.
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Offline Anneke

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Re: Schullektüren
« Antwort #48 am: 03.01.19, 19:02 »
Unser Sohn hat für die Fachhochschulreife in der 12 "der Vorleser" gelesen.

Nein, er hat ihn nicht gelesen, nur die ausführlichen Inhaltsangaben und den Film geschaut ::)

Ich dachte allerdings auch, dass man für eine Schullektüre dann doch schon mehr Niveau veranschlagt, als eine heimatlich angehauchte Krimikomödie und ich dachte, es gibt von den jeweiligen Kultursministerien eine Vorschlagsliste für geeignete Lektüre.

„Der Vorleser“ ist gut und wenn dein Sohn den hervorragenden Film angeschaut hat, war die „Lektüre“ eine gute Wahl, auch wenn sie sich die Zusammenfassung runterladen, gerade von den Jungs machen das viele
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Offline martina

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Re: Schullektüren
« Antwort #49 am: 03.01.19, 19:08 »
Ich kannte nur den Film, hab das Buch auch trotz aller guten Vorsätze immer noch nicht gelesen, aber ich fand auch, dass das eine gute Wahl für eine Lektüre ist.
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Offline Anneke

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Re: Schullektüren
« Antwort #50 am: 03.01.19, 19:10 »
Ich kannte nur den Film, hab das Buch auch trotz aller guten Vorsätze immer noch nicht gelesen, aber ich fand auch, dass das eine gute Wahl für eine Lektüre ist.

Ich habs gelesen und in dem Fall ist der Film gleichwertig (meine persönliche Meinung)
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Offline suederhof1

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Re: Schullektüren
« Antwort #51 am: 04.01.19, 07:32 »
In der 10. Klasse konnten unsere sich ein Buch selber aussuchen, lesen, vorstellen, interpretieren und Schlussfolgerungen ziehen.

Ein Buch hatten sie dann vorgeschrieben bekommen.Ich weiß nur noch ein Jugendbuch, aber ziemlich dick.
Das fanden viele gut , andere naja...
Aber alle hatten dann die wesentlichen Merkmale eines Deutschunterrichtes erfüllt .#
Alle hatten Spaß und die Lehrerin zufrieden.
Was will Mutter mehr.

Außerdem kommen die Kiddies noch mal ans lesen. Welche machen das heutzutage noch .

Offline Rohana

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Re: Schullektüren
« Antwort #52 am: 04.01.19, 08:04 »
Ich fand die Schullektüren fast durchgehend grauenhaft - und ich hab mit 12 schon die halbe Bücherei durchgelesen! Was nützt eine Schullektüre die "pädagogisch wertvoll" ist, aber keinen Schüler interessiert? Ohne Spass am Lesen wird es niemand tun... und anspruchsvolle Lektüre ist schon an sich anstrengend, da muss das Lesen wenigstens leichtfallen. Insofern ist vielleicht ein Eberhofer-Krimi nicht besonders "pädagogisch wertvoll", aber wenn er gern gelesen wird und man darüber diskutieren und ins Gespräch kommen kann und die Fragestellungen des Unterrichts erarbeitet werden - wo ist das Problem?

Offline Marina

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Re: Schullektüren
« Antwort #53 am: 04.01.19, 10:29 »
Rohanna, das ist genau auch meine Meinung. Ich kann es nur nicht so gut ausdrücken.

Lieber etwas weniger anspruchvolles lesen, als gar nicht lesen.

Offline maggie

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Re: Schullektüren
« Antwort #54 am: 04.01.19, 10:55 »
Unser Sohn hat für die Fachhochschulreife in der 12 "der Vorleser" gelesen.

Nein, er hat ihn nicht gelesen, nur die ausführlichen Inhaltsangaben und den Film geschaut ::)

Ich dachte allerdings auch, dass man für eine Schullektüre dann doch schon mehr Niveau veranschlagt, als eine heimatlich angehauchte Krimikomödie und ich dachte, es gibt von den jeweiligen Kultursministerien eine Vorschlagsliste für geeignete Lektüre.
ich musste/sollte während meiner Ausbildung zur Buchhändlerin - von Gottfried keller, den grünen Heinrich - lesen -
habe das buch bis heute nicht gelesen
es gab mal von Rowohlt eine tolle biographie reihe (romo - row monographien), daraus habe ich die Zusammenfassung genommen und den vergleichsvortrag mit einem andern buch gemacht - das andere weiss ich nicht mehr, das muss "lesbar" gewesen sein !!!

übrigens - die Kurzgeschichten von "göpfi" habe ich glaube ich alle gelesen ....  ;D
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Steinbock

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Re: Schullektüren
« Antwort #55 am: 06.01.19, 13:57 »
Also Tochterkind fand das Buch "Sauerkrautkoma" doof und zum "Fremdschämen".
Jetzt, wo ich es lese, kann ich das bestens nachvollziehen, dass das Jugendliche
NICHT anspricht. Was sich die Lehrerin dabei gedacht hat? ::)
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Offline LunaR

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Re: Schullektüren
« Antwort #56 am: 06.01.19, 14:56 »
Unsere Jungen haben ja damals die Waldorfschule besucht und die Tochter  ab 6. Klasse das Gymnasium. Auf der Waldorfschule wurden mehr Lektüren und auch anspruchsvollere gelesen. Auch in den Fremdsprachen. Parzival war auch Lektüre. Sie durften aber gewissen Abschnitte überschlagen. Es ging eben darum, dass sie Parzivals Entwicklung und Reifung nachvollziehen konnten.

Zu meiner Schulzeit gab es noch den Schimmelreiter. Wir durften uns einmal ein Buch aussuchen. Ich glaube es war 7. Klasse. Ich nahm Onkel Toms Hütte. Hatte es schon vorher gelesen und brauchte nun immer nur noch kurz reinschauen  8). Die Ausarbeitung und der Vortrag haben mir unheimlich viel Spaß gemacht. Ich war hinterher richtig angeprickt für solche Aufgaben. Meine Freundin las überhaupt nicht, empfand das als Zeitverschwendung. Sie hatte sich so ein dünnes Büchlein für 8jährige ausgesucht.  ::)
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


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Online Mathilde

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Re: Schullektüren
« Antwort #57 am: 06.01.19, 16:36 »
Hallo,

unsere Jüngste hat in der Realschule „die Wolke“ genommen. War ganz praktisch für mich den das gab‘s als Buch, Hörbuch und damals noch Video in der Bibliothek.
Wir selbst hatten Faust, Galileo Galilei und Die hl. Johanna der Schlachthöfe v. Berthold Brecht, und Wallenstein als Pflichtlektüren. Da gabs dann auch das Abi drüber, man Wüstendurchquerung
(Wow was für ein autofill) wusste nur  nicht was.

LG Mathilde
« Letzte Änderung: 06.01.19, 20:46 von Mathilde »
Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Rohana

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Re: Schullektüren
« Antwort #58 am: 06.01.19, 17:04 »
Also Tochterkind fand das Buch "Sauerkrautkoma" doof und zum "Fremdschämen".
Jetzt, wo ich es lese, kann ich das bestens nachvollziehen, dass das Jugendliche
NICHT anspricht. Was sich die Lehrerin dabei gedacht hat? ::)
Vielleicht hat die Lehrerin auch vorher mit ihrer Klasse gesprochen und die Kinder dort fanden es halt nicht zum "Fremdschämen"? Da steckt man nicht drin. Mir ist allerdings nicht bekannt dass sich irgendwer mal für Brecht und Konsorten wirklich erwärmt hätten...  und ein Buch um es *allen* recht zu machen muss vermutlich eh noch erfunden werden.

Offline Anneke

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Re: Schullektüren
« Antwort #59 am: 06.01.19, 20:29 »
Wenn sich Schüler die Lektüre aussuchen dürfen, ist das auf jeden Fall eine gute Möglichkeit um schon mal verschiedene Stoffe/Themen im Unterricht aufzugreifen. Außerdem wird den Schülern nicht ein Themenbereich übergestülpt, der ihnen überhaupt nicht liegt. Dabei sehe ich es gar nicht mal zwingend an, dass die Schüler das Buch lesen. Ob sie nun lesen, sich übers Internet informieren oder gar den Film sehen, wäre mir dabei egal als Lehrkraft. Wichtig ist, dass die Schüler sich mit dem Inhalt der "Lektüre" auseinandersetzen. Es muss ja keine Novelle sein. Hier sind doch schon etliche interessante "Bücher" angesprochen worden.

Ein Lokalkrimi derart wie in dem Ausgangsbeitrag erwähnt gehört nicht in diese Auswahl, meine Meinung. Und auch die jetzt allzu beliebten Fantasyromane finde ich da auch nicht passend.
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