Bäuerinnentreff

Betriebliches => Familie und Betrieb unter einem Hut => Thema gestartet von: Flottelotte am 29.07.15, 10:04

Titel: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 29.07.15, 10:04
Hallo!

Ich bin neu hier und möchte gerne meinen Senf dazu abgeben!  :)

Gerade in diesem Moment befinde ich mich schon mit einem Fuß im "kalten Wasser", in welches ich in einem Monat reinspringen werde. Ich habe vor 1 1/2 Jahre nach langem Suchen einen netten jungen Mann kennengelernt, der auch noch ein zukünftige Hofübernehmer war. In den letzten Jahren hab ich mir immer einen Bauern gewünscht und endlich war er da!  ;D

Nach recht kurzer Zeit war klar, dass auf dem Hof einiges nicht so war, wie ich es von zu Hause kannte. Ich spreche von den Familienverhältnissen (Eltern geschieden, Großmutter wohnt noch im Haus - mit ihr ist aber kein Auskommen, usw.). Und das Ergebnis: mein Freund ist der einzige Mann auf dem Hof und macht neben der Arbeit als Installateur auch noch die ganze "Männerarbeit". Seine Mutter (es ist ihr Hof) steht zwar ihren Mann und erledigt den Großteil der Arbeit alleine, trotzdem geht's halt ohne Mann auch nicht wirklich.

Inzwischen habe ich mich recht gut eingefunden. Ich fahre mit dem Traktor und helfe mit, wo ich kann. Dank Mutterkuh-Haltung muss nicht ganz pünktlichst gefüttert werden. Bisher habe ich am Wochenende am Abend die Stallarbeit mit meinem Freund zusammen erledigt. Auch wenn mal Not am Mann war und weder die Mutter noch mein Freund Zeit hatten, bin ich auch mal alleine im Stall. Mir gefällt es wirklich gut, auch wenn ich die schwere körperliche Arbeit als "Tippse" nicht gewohnt bin.

Vor einem halben Jahr hat dann der Ausbau begonnen - mein Freund hat alles alleine (ich hab natürlich geholfen) umgebaut und uns so unser kleines Reich geschaffen. Ende August werde ich meine Sachen packen und mich auf ein Abenteuer begeben. Wie das wohl wird, wenn man bereits 6 Jahre alleine gewohnt hat und sich plötzlich in einer "fremden" Familie wieder findet? Ich freu mich drauf, habe aber auch etwas Angst. Ich liebe Herausforderungen und das ist eine weitere in meinem Leben. Ich hoffe sehr, dass die Mutter meines Freundes meine Grenzen akzeptiert. Ich ziehe sie klar und deutlich und sag auch, wenn ich etwas nicht will. Sie hat im Grunde gute Ideen (wie zB. einen Stallplan, eine eigene Türklingel, damit sie läuten muss, usw.), sitzt aber sehr auf ihrem Sohn. Er war eben lange Zeit der einzige Mann im Haus und sie will ihn wohl jetzt noch nicht ganz hergeben. Ich bin bereit, mich etwas zurückzunehmen (mit mir gehen manchmal etwas die Pferde durch.....) und mich auf die "fremde" Familie einzustellen. Andererseits muss ich aber auch meine Grenzen setzen.

Na dann - mit Anlauf ab ins kalte Wasser!

Liebe Grüße
Die Flottelotte
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: martina am 29.07.15, 10:14
Hallo Flottelotte,

schön, dass Du hergefunden hast.

Nur Mut, ich denke, Ihr schafft das, denn die Mutter Deines Freundes scheint schon bereit zu sein, Deine Grenzen auch anzuerkennen.

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Wolkentanz am 29.07.15, 13:44
. Andererseits muss ich aber auch meine Grenzen setzen.

Na dann - mit Anlauf ab ins kalte Wasser!

Liebe Grüße
Die Flottelotte

ja .......und damit sollte man nicht lange warten. man sollte gleich voin anfang an klarmachen wo denn die grenzen liegen  ;)
wer für klare verhältnisse sorgt .............hat die besseren karten
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Ricka am 30.07.15, 06:15
Hallo Flottelotte

schön das du zu uns gefunden hast und so wie du schreibst kann ich mir gut vorstellen, dass euer Zusammenleben funktionieren kann.
Wie beschrieben habt ihr ja einen eigenen Wohnbereich und du kannst auch klare Grenzen setzen. Mein Rat an dich ist Sachen die dir nicht passen gleich ansprechen und nicht erst Frust schieben.Du wirst sehen das Leben auf einem Bauernhof kann auch sehr schön sein.

LG Katrin
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 30.07.15, 07:45
Liebe Leute,

danke für euren Zuspruch, der tut so richtig gut!  :)
Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt. Beim Schmökern stelle ich fest, dass sich ja schon viele vor mir die gleichen Gedanken gemacht haben!  ;)
Das beruhigt mich und so freue ich mich, jetzt dann endlich auf den Hof zu meinem Freund zu ziehen.

Nachdem an September jeden Tag gekocht wird, bin ich auch sehr dankbar über die Rezeptebox! 😂

Danke inzwischen.. bis ich alles gelesen habe, werd ich wohl selber schon eine Schwiegermutter sein! 😉
LG
Die Flottelotte
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 16.09.15, 14:34
Solche "narrische" Zeiten gibt es am Bauernhof öfter.
Bei jedem Betrieb anders .
Da hilft nichts: entweder du hälst durch oder du lässt gleich die Finger davon.
So wie es jetzt in dieser streßigen Zeit war kommt es wieder.
Manches kann man abstellen, manches ändert sich nie.
Man sollte schon Realist sein, wer auf einen Bauernhof geht hat einen Arbeitsplatz in der Natur und das gesamte Leben und Arbeiten richtet sich danach.
Ob die Liebe mithalten kann zeigt sich dann.
Flottelotte( dein Name ist eigentlich Programm),Angst will ich Dir keine machen.
Aber nachdenken und überprüfen ob du stark genug bist für dieses Leben ist nicht verkehrt.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: KATHRINA H: am 16.09.15, 16:10
Liebe "Lotte", ich muß Maja rechtgeben, bitte nicht böse sein. Aber kann es sein, das Du vieles zu
"romantisch" siehst? Du bist erst kurz auf dem Hof, wie wird es in ein paar Jahren sein?

Ich habe gelernt realistischer zu denken, vieles kann man ändern, sehr vieles auch nicht, SE. usw.

Kathi
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 16.09.15, 16:37
Danke für eure Antworten!

Dass ich alles sehr romantisch sehe, kann schon stimmen. Aber wenn nicht jetzt, wann dann??

Ich weiß, dass auf einem Bauernhof immer Arbeit sein wird und ich scheue mich auch nicht davor, mitanzupacken und meine Freizeit nach der anfallenden Arbeit einzuteilen. Allerdings bin ich so realistisch, dass ich meine Arbeit in der Verwaltung behalten werde und nach der Arbeit mithelfe und auf dem Hof arbeite. Mehr kann ich im Moment nicht anbieten, und das wissen alle Beteiligten auch.

Was ich gelernt habe, ist, dass man zu gewissen "närrischen" Zeiten nicht empfindlich sein darf. Da herrscht ein anderer Umgangston und da ist anderes wichtiger.

Aber am Abend sollte man doch guten Gewissens zusammen auf der Couch liegen können und zufrieden sein mit der Arbeit, die man untertags geschafft hat. Wenn das (zu) romantisch ist, dann ist es halt so!  ;D :-*

LG
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: martina am 16.09.15, 16:50
 

Was ich gelernt habe, ist, dass man zu gewissen "närrischen" Zeiten nicht empfindlich sein darf. Da herrscht ein anderer Umgangston und da ist anderes wichtiger.

Aber am Abend sollte man doch guten Gewissens zusammen auf der Couch liegen können und zufrieden sein mit der Arbeit, die man untertags geschafft hat. Wenn das (zu) romantisch ist, dann ist es halt so!  ;D :-*

LG


Hallo Lotte,

ich denke, Du bist auf dem richtigen Weg. Natürlich muss man sich einen gewissen Grad an Romantik erhalten, sonst braucht man keine Liebesbeziehung eingehen.

Leider vergessen das viele Mitmenschen unter der vielen Arbeit ab und an und sehen nur noch die Arbeitskraft.

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gatterl am 16.09.15, 16:51
Das ist nicht zu romantisch. So sollte es wirklich sein.Ich gestehe, ich kann mit solchen durchknalltagen bis heute nicht umgehen,  nach 31 Jahren.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Swisslady am 16.09.15, 18:32
ja man sollte zwischendurch mal auf die Couch liegen können, aber vielleicht nicht gerade in der Erntezeit, da ist ja sowieso Ausnahmezustand und man hat nicht um 6 Uhr Feierabend :( Bei uns jedenfalls nicht.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Paula73 am 16.09.15, 22:13
ja man sollte zwischendurch mal auf die Couch liegen können, aber vielleicht nicht gerade in der Erntezeit, da ist ja sowieso Ausnahmezustand und man hat nicht um 6 Uhr Feierabend :( Bei uns jedenfalls nicht.

Ich glaube auch nicht das Lotte der Meinung war in der Erntezeit um 6 Uhr zusammen mit ihren Freund auf dem Sofa zu sitzen.
Sondern sich einfach so viel Zeit zu nehmen (auch im Sommer) den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen, noch etwas miteinander reden.....
sei es um 6 oder um 10 Uhr am Abend. Sich halt einfach noch ein wenig Zeit füreinander zu nehmen und nicht nur maulend aufs Sofa / Bett zu fallen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 17.09.15, 08:36
Zitat
Ich glaube auch nicht das Lotte der Meinung war in der Erntezeit um 6 Uhr zusammen mit ihren Freund auf dem Sofa zu sitzen.
Sondern sich einfach so viel Zeit zu nehmen (auch im Sommer) den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen, noch etwas miteinander reden.....
sei es um 6 oder um 10 Uhr am Abend. Sich halt einfach noch ein wenig Zeit füreinander zu nehmen und nicht nur maulend aufs Sofa / Bett zu fallen.

Genau der Meinung bin ich auch.
Man muss sich immer zeigen können, dass man sich gut ist ...auch im allergrößten Stress.
Am Ende vom Tag muss dann mindestens noch soviel Zeit bleiben dass man sich zusammensetzt und über den Tag und sich selbst reden kann.
Das halte ich für Leute die sich lieben selbstverständlich. Ohne wenn und aber.
Das mag für manche romantisch klingen...für mich ist das notwendig.
Keine Maschine läuft ohne Sprit, kein Pferd ohne Futter und wir Menschen brauchen eben, neben dem Essen, als Stärkung für den Leib, auch die Stärkung für die Seele.
Das muss einfach zwischen zwei Menschen von vornherein klar sein.
Männer können da schon mal drauf vergessen. Besonders wenn grad in größter Hektik auch noch Maschinen kaputt gehen, oder im Stall was passiert.
Da darf man sich aber nicht scheuen, seine Liebeszeichen zu senden und auch mal sagen: so komm setz dich zu mir, mach Pause.
Nur wer seine Wünsche und Bedürfnisse klar formuliert, darf erwarten dass sie erfüllt werden.
Das ist meine Erfahrung.
Das Wort Erfahrung heißt für mich erlebtes Leben.
Aus dem Erfahrungsschatz dürfen andere lernen.
So sie denn wollen.
Ach ja Romantik...das ist nochmal was ganz anderes für mich....dazu gehört schönes Ambiente schaffen, gute Stimmung , Musik, Blumen, auch mal im Heu sitzen am Bachrand auf der Wiese, das geht sogar für 5 Minuten zwischen der Arbeit....so man das will.
Manchen Menschen ist das nicht wichtig
manchen Menschen fehlt es - ohne dass sie es wissen
und manchen Menschen kann man es sogar noch im Alter lernen
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: pauline971 am 17.09.15, 08:50
Maria Du sprichst mir aus dem Herzen; ich bin genau Deiner Meinung. :)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 17.09.15, 10:31
Hallo!

Natürlich wird in der Erntezeit durchgebissen! ;)

Ich muss meinen Freund aber immer wieder zu Pausen bzw. mal zum niedersitzen zwingen. Das gehört sich ja nicht  ::) Aber die Liebe darf mal gar nicht auf der Strecke bleiben - ich bin nämlich hauptsächlich mal Freundin und nicht "Magd". Und das muss die meiste Zeit auch so sein und passen.

Es werden immer wieder stürmische Zeiten kommen und das werden wir alles schaffen - hoffe ich zumindest mal. Jetzt freue ich mich aber auf einen etwas ruhigeren "Rest-Herbst" und Winter!  :)

Darf ich noch eine Frage in die Runde schmeißen?

Seid ihr auf dem Bauernhof aufgewachsen oder ward ihr - wie ich - ein kleines "Nackerpatzel"? Ich frage das deshalb, weil ich mir oft blöde Sprüche anhören muss, wenn ich gewisse Sachen frage, die ja offensichtlich TOTAL KLAR und LOGISCH sind...... vielleicht hattet ihr das am Anfang auch?!

Liebe Grüße
die Flottelotte


Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Swisslady am 17.09.15, 10:57
aha das habt ihr so gemeint mit abends zusammensitzen, bei uns geht es auch so manchmal halt nur 5 Minuten. Immer im Gespräch bleiben das ist schon auch wichtig.
@ Flottelotte ich bin auf dem Bauernhof aufgewachsen und wollte nieeeeeee einen Bauern heiraten :-X
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: frankenpower41 am 17.09.15, 11:41
ich auch nicht.
@ Flottelotte, es gibt einige Bücher die die Erinnerungen von Bäuerinnen, auch aus der jüngeren Zeit schildern.
Ich denke jetzt z.B.  an "und plötzlich war ich Bäuerin" von Ursula Siegel.
Dort schreiben einige, denen es ähnlich ergangen ist wie Dir im Moment.

LG
Marianne

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 17.09.15, 11:52
@Swisslady:  ;D so kommt's dann ... davon hab ich schon öfter gehört! ;)

@frankenpower41: Danke für den Buchtipp - das Buch hab ich schon verschlungen! ;) Für weitere Vorschläge bin ich natürlich jederzeit zu haben.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: freilandrose am 17.09.15, 18:40
Hallo!

Natürlich wird in der Erntezeit durchgebissen! ;)

Ich muss meinen Freund aber immer wieder zu Pausen bzw. mal zum niedersitzen zwingen. Das gehört sich ja nicht  ::) Aber die Liebe darf mal gar nicht auf der Strecke bleiben - ich bin nämlich hauptsächlich mal Freundin und nicht "Magd". Und das muss die meiste Zeit auch so sein und passen.

Es werden immer wieder stürmische Zeiten kommen und das werden wir alles schaffen - hoffe ich zumindest mal. Jetzt freue ich mich aber auf einen etwas ruhigeren "Rest-Herbst" und Winter!  :)

Darf ich noch eine Frage in die Runde schmeißen?

Seid ihr auf dem Bauernhof aufgewachsen oder ward ihr - wie ich - ein kleines "Nackerpatzel"? Ich frage das deshalb, weil ich mir oft blöde Sprüche anhören muss, wenn ich gewisse Sachen frage, die ja offensichtlich TOTAL KLAR und LOGISCH sind...... vielleicht hattet ihr das am Anfang auch?!

Liebe Grüße
die Flottelotte



Hallo Flottelotte,
Ich bin auf einen Bauernhof hineingeboren worden und auch aufgewachsen. Habe dann später einen Nebenerwerbslandwirt geheiratet. Heute ein Vollerwerbsbetrieb. Auch ich wollte NIEEEE einen Landwirt heiraten  ::) ;D ;D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Marina am 17.09.15, 19:41
Ich komme nicht aus der Landwirtschaft. Mein Vater hatte lediglich Bienen und meine
Schwester und ich je eine Wasserschildkröte.

Ich musste sozusagen alles lernen (wobei ich bis heute nicht melken kann/können will  ;D).
Vor allem musste ich lernen, dass zuerst das Vieh kommt, dann das Vieh, anschließend nochmal
das Vieh und irgendwann mal die Familie und ich  :-\

Gruß
Marina
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Lisa am 17.09.15, 20:14
Hallo Marina,
da kann ich  dir beipflichten.Frühstück gibt es erst wenn die Tiere versorgt sind.
Irgendwie würde es mir auch nicht anders schmecken. Lisa
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 17.09.15, 20:56
liebe flottelotte,
ich bin auf einem Hof aufgewachsen, aber keine Ahnung - mein satz war immer "alles nur keinen Bauern" - na ja....!! selber schuld -

aber jetzt musst du nicht mehr auf dem Hof fragen wenn du etwas nicht weisst oder dir etwas nicht klar ist - hier "werden sie geholfen", ohne wenn und aber und ohne dumme Bemerkungen,

ich habe auch vieles erst hier erfahren, mein mann war (und ist noch immer) ein bisschen "maulfaul" (dafür kann ich es umso besser  ;D ),

gerade über's Milchvieh, da war ich sowas von blauäugig und mein mann hat mir immer nur das allernötigste erklärt ....
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Mathilde am 17.09.15, 23:36
Ich denke jetzt z.B.  an "und plötzlich war ich Bäuerin" von Ursula Siegel.
LG
Marianne

Hallo,

die Dame heisst Ulrike Siegel und die Bücher mag ich persönlich so gar nicht. Eine "Bäuerin" aus Ihrem Buch "Wie leicht hätte es anders kommen können" die kenne ich sogar persönlich. Es stimmt nicht immer ganz so wie Sie es erzählt bekommt.

LG Mathilde
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: frankenpower41 am 18.09.15, 09:14
Hallo Mathilde.
die Gefahr, dass was anders ist als geschrieben besteht immer. Das denke ich oft, wenn ich in der Zeitung was lese, besonders wenn manche alles schön reden und dann kriegt man Blick hinter die Kulisse.
Aber wie es sein kann, das kann man aus den Büchern schon herauslesen.
Wenn jemand so gar keine Ahnung hat, dann kann das Einblick gewähren.

Stimmt, den Vornamen hatte ich falsch im Kopf.

LG
Marianne
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Lisa am 18.09.15, 09:16
Auf was lassen sich Frauen ein .........
Man bekommt "LEBENSLÄNGLICH" denke ich mir immer wenn eine Bäuerin wird.
Es hat aber auch seine schönen Seiten wie überall das darf man nicht übersehen.
Nach "Harten" Tagen sollte man sich auch wieder was gönnen.In anderen Branchen
ist auch nicht alles Gold. Lg. Lisa
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Swisslady am 18.09.15, 10:07
lebenlänglich sollte eine Ehe ja sowieso sein, eigentlich oder?

@Flottelotte das wegen den Fragen, ich habe ja vor zwei Jahren das Fahrbrevet für den Pferdesport gemacht, wir haben hier noch keine Pferde und ich war mit einer jungen Frau zusammen die züchtet Pferde, Mensch ich hab die so richtig gelöchert mit Fragen rund um Zucht und Ausbildung und so....die hat mir bereitwillig Auskunft gegeben. Lass dich nicht abwimmeln und frage immer wieder.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: mary am 18.09.15, 10:54
Kann Swisslady nur zustimmen,
man hört nie auf zu lernen und nur durch Interesse und Fragen gehts weiter im Leben.
Mit unseren Bienen stehe ich auch noch sehr oft da, wie der Ochs vorm Berg-
aber ich finde zum Glück immer Menschen, die von ihrer Erfahrung und ihrem Wissen etwas weitergeben.
Lass für dich auch noch Luft und Raum für all das Schöne, was ein Bauernhof zu bieten hat.
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, habe auch schon viele Jahre Erfahrung als Bäuerin, aber auslernen tut man nie.
Nutz jede Weiterbildung, die dich interessiert- denn meist soll frau ganz schnell ganz viel können- dass die Ausbildung des Bauern über viele Jahre lief (manches bereits über die Muttermilch weitergegeben worden ist ;), wird da oft ganz vergessen. Manche Menschen können ihr Wissen gut weitergeben, andere tun sich schwer damit.
Sicher ist es ein Vorteil, manches gesehen zu haben- aber du gehst an manche Dinge vorurteilsloser ran, hat auch Vorteile.
Du hast noch dein eigenes Standbein- auch ein Vorteil - in vielerlei Hinsicht-
Viel Glück
Maria
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: silberhaar am 18.09.15, 11:08

Sali Flottelotte

Ganz ehrlich, heuen und die Maschinen sind überhaupt nicht mein Ding!

Beim Heuen merke ich, wenn ich wirklich gebraucht werde, ansonsten mache ich meine Sachen. Da bekomme ich in der Regel dann auch ein Danke.

Die Hebel bei den Maschinen muss mir mein Mann jede Saison neu erklären.
Ungeduld in dieser Sache oder gar ein etwas eigenartiger Tonfall muss ich gar nicht haben! Da bin ich dann schnell vom Traktörli" runter, Maschine abgestellt, Gang drinnen und Handbremse gezogen!

Wir beide, mein Mann und ich haben festgestellt, dass das nicht nur bei uns ist, der Nachbarin geht es bei den Maschinen genauso. Das gab dann allgemeines Gelächter unter den Nachbarn und uns¨.

Respekt in der Wortwahl Gegenseitig ist ein Muss!

An der Landwirtschaft gefällt mir das selbständige einteilen, die Naturnähe die vier Jahreszeiten und das Versorgen des Viehs. So auf die Schnell gesagt. Und natürlich, dass ich meinen Mann nicht nur am Morgen und am Abend sehe.  :-*

silberhaar
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 18.09.15, 11:21
Also dass ich den Facharbeiter jetzt mache, gefällt meinem Freund ja total. Auch ist er froh, dass ich mich (hoffentlich) mit der "Zettelwirtschaft" auskennen werde. Er blickt da nämlich nicht durch und auch seine Mutter macht das mehr als nachlässig. Ich als "Tippse" bin da halt sehr genau und mir taugt die Antragausfüllerei und Abrechnerei usw. :)

Manchmal hab ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich andere Leute um Rat frage oder mir erzählen lasse, wie es denn bei ihnen war. Ich weiß nicht genau, woher das kommt....., als ob ich meine zukünftige SM und meinen Freund "hintergehe", was ja eigentlich nicht so ist. Ich bin einfach sehr wissbegierig und ich muss mir gewisse Infos einfach beschaffen, egal wo! ;)

Mir gefallen gerade die Maschinen! Ich tu mir auch nicht sehr schwer und schaffe es halbwegs, mir die Hebel usw. zu merken, die mir einmal gezeigt wurden.

Oft wollen gewisse Leute ihr Wissen ja auch nicht weitergeben, weil sie Angst haben, ihren Status zu verlieren... das kenn ich von meiner Arbeitsstelle nur zu gut.... ;)


Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gini am 18.09.15, 11:29
@Flotte Lotte
Selber komm ich schon vom Bauernhof. Aber einen Bauern hab ich mir nicht mit Nachdruck ausgesucht. Und ich kenn einige Bäuerinnen, die ihre Sache richtig gut machen und nicht aus der LW kommen.
Lass dich nicht entmutigen, wenn nicht alles gleich klappt.
Und red und frag immer weiter, denn nichts ist schlimmer als Sprachlosigkeit in der Familie.
Beim Facharbeiterkurs wirst du sicher Gleichgesinnte finden. Die allermeisten haben die selben Probleme.
Magst du verraten, wo du den Kurs besuchst? Neugierig bin 8)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: AnniH am 18.09.15, 15:10
Ich komme von einen landwirtschen Betrieb (Hopfenbau ), ich fand es schon immer sehr interessant , wir hatten Saisonkräfte und wir Kinder mußten frühzeitig bei der vielen Handarbeit mithelfen.
Mein Vater war sehr streng und kommunal politisch unterwegs, unsere Mutter hat das ausgeglichen , wir durften alle in weiterführende Schulen ( Internat ) gehen . Für mich stand fest ich will Bäuerin werden, ich machte die Meisterprüfung, dazwischen lernte ich meinen Mann kennen, der leider kein Hopfenbauer war, sondern Milch- und Ackerbauer.
Ich fand mich schnell in meiner Rolle , habe viele Jahre Lehrlinge ausgebildet, es hat mir einfach Freude gemacht auf den Hof zu arbeiten, etwas Neues aufzubauen, unabhängig zu sein.
Natürlich hatte wir auch so manche Rückschläge, ich hatte eine sehr schlimme Generationsgeschichte, doch die Freude an der Arbeit am Hof, die Freiheit unserer Kinder die sie auf den Hof hatten, aber auch die frühe Mithilfe unserer Kinder , nicht immer freiwillig , hat unsere Kinder geprägt , zum Positiven für die Landwirtschaft.
Ich muß aber auch zugeben, der Bürokratismus war nicht so beherrschend wie heute, hat nicht soviel Zeit in Anspruch genommen
Ja ich würde den gleichen Weg wieder einschlagen, das Generationsproblem würde ich in der Form nicht mehr mittragen , aber sonst bin ich zufrieden und dankbar für das Leben, dass ich auf unseren Hof hatte, nur den Hopfen trauere ich manchmal noch nach.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 21.09.15, 08:10
Hallo!

@gini:
Der Facharbeiterkurs findet in Tirol statt - heute ist die Infoveranstaltung, bin schon gespannt und freu mich schon!!  :D Offensichtlich wurde das ganze Ausbildungskonzept ja komplett umgekrempelt, damit nicht jeder alles lernen muss uns sich auf seinen Schwerpunkt konzentrieren kann. Mal schauen! :)

Ich versuche einfach, immer interessiert zu sein und alles mal selber zu probieren, wenn ich darf! ;) Gestern "durfte" ich die Egge putzen, nicht ohne vorher damit den halben Weidezaun abzulegen, da ich das Ausscheren etwas unterschätzt habe!  ;D Naja... das kostet meinem Freund gottseidank einen Lacher!

Schöne Woche 8)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gundi am 21.09.15, 09:57

Der Facharbeiterkurs findet in Tirol statt -
....in St.Johann??
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: silberhaar am 21.09.15, 10:14
Hallo Flottelotte

da waren wir im Mai bummeln.

Schöne Gegend!

Grüessli
silberhaar
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: silberhaar am 21.09.15, 10:22


Für mich war es von Anfang an klar, dass ich zu Arbeiten nein sage, die über meine fraulichen Kräfte gehen! (Wir durften so aufwachsen.)

Muss meinem Mann ein Kränzchen widmen. Er hat für solche Arbeiten den Nachbarn oder SV um mithilfe gebeten. Heute Sohnemann oder Nachbar.
Was mir aber sehr wichtig war und heute noch ist, dass ich bei einem Notfall ich betrieblich informiert bin.

silberhaar
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Christel Nolte am 21.09.15, 11:08
Hallo Flottelotte,
Dein Engagemeint in allen Ehren, aber bist Du möglicherwise zu "flott"?

Du hast  doch einen Beruf, den Du hoffentlich nicht aufgeben wirst. Der Betrieb Deiner Schwiegermutter besteht Ackerbau und Mutterkuhhaltung, verstehe ich das richtig? Wieviele Mutterkühe? Wieso fällt da jetzt im Sommer Stallarbeit an, sind die nicht auf der Weide? Was ist für den Betrieb geplant, wenn Dein Partner den übernehmen wird, wann wird das sein?

Es spricht überhaupt nicht dagegen, wenn du aus Interesse den Facharbeiter machst.
(Ob es nötig ist??? stht auf einem anderen Blatt)
Und, soweit Deine"SM" das wünscht,sie in der Büroarbeit unterstützt, die Dir liegt, aber bitte nach Absprache.
Ansonsten lass es langsam angehen, sonst fühlt sich SM überrannt/übergangen, das gibt dann Ärger:

Zitat
Es wird nämlich eher als lästig empfunden, als dass sie froh sind, dass ich Interesse zeige. Deshalb mache ich gewisse Sachen halt so wie ich sie mache und hol mir dann hinterher entweder Lob ab oder Unverständnis ab.

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 21.09.15, 11:18
@Silberhaar:
Ich hab meinem Freund schon gesagt, dass ich mich nicht zu Tode schinden werde. Ich mache das, was ich kann und alles andere muss warten. Meine "Schwiegermutter" reißt alleine auf dem Bigpack herum... das mach ich sicher nicht. Da starte ich vorher den Traktor und versuche es mit dem Frontlader! ;)
 ;D

@erika2:
Hallo Erika!
Das mit dem "lästig" sein ist eher darauf bezogen, dass gewisse Vorkenntnisse vorausgesetzt werden bzw. für meinen Freund und die SM selbstverständlich sind und "das ja Hausverstand ist". Wenn ich also frage, wie man am Besten die Egge an den Traktor anhängt, dann wäre ich froh, wenn ich es einmal gescheid gezeigt bekomme anstatt dass es einfach erledigt wird, damit sie dann halt angehängt ist.

Derzeit ist fast keine Stallarbeit, ich sehe es ja auch als Unterstützung und nicht als "Einmischen", wenn ich am Wochenende meinen Stalldienstversehen will. Ich mache den Facharbeiter für mich, damit ich mir ein Basiswissen aneigne. Die Büroarbeit überlasse ich voll und ganz der SM - die übernehme ich erst, wenn mein Freund der Pächter oder Übernehmer ist, was anscheinend recht bald sein soll, da die SM bald in Pension geht.

LG
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Sternschnuppe am 21.09.15, 15:16
@Silberhaar:
Ich hab meinem Freund schon gesagt, dass ich mich nicht zu Tode schinden werde. Ich mache das, was ich kann und alles andere muss warten. Meine "Schwiegermutter" reißt alleine auf dem Bigpack herum... das mach ich sicher nicht. Da starte ich vorher den Traktor und versuche es mit dem Frontlader! ;)
 ;D


Ich mache auch fast immer nur das was ich körperlich kann - aber manchmal bleibt einem nix anderes übrig und man packt entweder mit hin oder der Mann schafft sich alleine auf.............ich solchen Situationen waren bestimmt alle Bäuerinnen schonmal
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Heti am 25.09.15, 07:33
Die Büroarbeit überlasse ich voll und ganz der SM - die übernehme ich erst, wenn mein Freund der Pächter oder Übernehmer ist, was anscheinend recht bald sein soll, da die SM bald in Pension geht.

LG

Wird sie 65 oder kann sie´s wirkich nicht mehr ?
Pension gibt es meist in der LW nur auf dem Papier nicht wirklich, oder ?
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: silberhaar am 25.09.15, 07:55
Ich mache auch fast immer nur das was ich körperlich kann - aber manchmal bleibt einem nix anderes übrig und man packt entweder mit hin oder der Mann schafft sich alleine auf.............ich solchen Situationen waren bestimmt alle Bäuerinnen schonmal

Sali Sternschnuppe

da hast du schon recht! Wenn mein Mann ruft, kannst du mir mal schnell helfen, stehe ich doch auch bei Fuss. (,-)) Ich meinte dabei, dass das nicht jeden Tag vorkommen soll, dass man sich so körperlich so verausgaben sollte,muss.

Es gibt arbeiten, die ein Mann wegen seiner körperlichen Statur eben besser erledigen kann.

Mein Motto ist schon etwas Gutes gibt wieder etwas Gutes auf dem Hof ist es auch wie überall es ist ein Geben und Nehmen.

Grüessli

silberhaar
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Steinbock am 28.09.15, 15:38
Hallo Flottelotte,
ich weiß nicht, wie lange Du auf Durchzug schalten kannst, was SM in spe betrifft.

Was mich wirklich wundert ist, dass Deine SM mit 56 in Rente gehen würde. Wenn
sie nicht wirklich krank ist, ist das doch kein Alter für so einen Schritt. Vermutlich hat
sie wenige Interessen - musste ja den Hof erhalten - was sollte sie dann tun?

Elisabeth
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 28.09.15, 15:51
und wie geht das mit dem "überleben" -
kann ihr schon in diesem alter eine rente bezahlt werden - oder hat sie soviel vermögen angesammelt ??

wir in der schweiz haben ja eine verlgeichsweise riesige rente (in der landw, da es bei uns nur eine Altersrente gibt - für alle die selben ansätze, einfach etwa 5  - je nach einbezahlten beiträgen ...) dabei kommt dann bei den angestellten noch die Pensionskasse die von angestelltem und Arbeitgeber gem. "gefüttert" wird, selbständigerwerbende müssen da selbst schauen - entweder bei einer bank oder bei einer Versicherung !!!

aber ich hätte vor 10 jahren nie die Möglichkeit gehabt zu überleben !!!!
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: frankenpower41 am 28.09.15, 15:55
@Flotte Lotte, den Hof übergeben kann sie ja mit 56, aber ihre Rente bekommt sie ja deshalb noch lange nicht.
Von was will sie denn dann leben, oder hat sie so viele Ersparnisse um die Zeit bis dahin, immerhin noch fast 10 Jahre zu überbrücken.?
Stellt sie sich das nicht etwas zu einfach vor?
Wir haben einen guten Bekannten, Landwirt, der wird demnächst 60. Er hat wirklich gesundheitliche Probleme, sein Hof geht auch nicht weiter. Vor gut 4 Jahren hatte er Schlaganfall. Der muss auch weiter wursteln bis er 65 ist.
Vor einigen Jahren war das vielleicht einfacher, aber jetzt nicht mehr.


Marianne
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gini am 28.09.15, 16:52
Na, das fängt ja schon gut an, bei euch :-[
Kann schon sein dass es mit dem Rentegehen klappt. Ein paar Jahre ist es in Österreich noch möglich, bald in Rente zu gehen, wenn man eine gewisse Anzahl von Versicherungsmonaten beisamen hat. Wirkt sich halt auf die Höhe der Rente negativ aus.
Schade, das du den Facharbeiter nicht machst. Ob sie will oder nicht, müsste sie anerkennen, dass du interessiert bist. Dir würde sie das wahrscheinlich nicht auf die Nase binden.
Wenn dein Freund Besitzer und Bewirtschafter ist, macht das Entscheidungen einfacher, aber die emotionale Seite kann einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen.
Übergeben muss auch im Kopf geschehen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Clara am 28.09.15, 16:56
Hallo FlotteLotte,

was willst du von uns Bäuerinenn denn eigentlich wirklich wissen?

Was ist dein wahres Ziel am Hof deines Freundes? Was ist dein wahres Ziel hier im Bäuerinnentreff?

Wenn ich dich lese, dann scheinst  du ein Kommunikationsproblem zu habenund zwar ein ziemlich gewaltiges.

Deine Sprache ist alles andere als klar und abgegrenzt. Ich lese von dir Sätze wie: Ich freue mich, aber...  *Das bedeutet nix anderes, als eine Negierung= Verneinung deiner Freude in dem Falle.*

Und wenn ich deinen Eingangsbeitrag zum hiesigen Thema lese, dann lese ich daraus, dass es sich wohl eher um einen ldw. Nebenerwerbsbetrieb handelt, denn um einen ldw. Haupterwerb. Da stellt sich mir die Frage, womit willst du deinen Lebensunterhalt am Hof erwirtschaften? Was sind deine Interessen ausser Tiere streicheln und "öffentlich abkotzen" über Schwiegermutter, um es mal ganz einfach auszudrücken?

Und echt, ich mag es nimmer lesen- wie voll krass schlimm und schrecklich Schwiegerleute sind und vor allem Schwiegermütter. EINE Sache ist wohl auch der allerkrassesten Schwiegermutter gelungen- sie hat einem (oder auch mehreren) Kind(ern) das Leben geschenkt, erzogen und ins Lebens begleitet, was von einem anderen Menschen so  geschätzt (und geliebt?) wird, dass sie sich vorstellen (können) ihr Leben gemeinsam zu meistern. 

Die meisten Frauen, der Generation Mitte 50 plus, die ich kenne (und oft aus dem ldw. Umfeld kommen) sind gestandene, warmherzige, arbeitsame, familienorientierte Frauen-  vor denen ich mich verneigen kann. *Ja, mir sind auch feuerspuckende Flugobjekte in menschlicher Form bekannt... branchen-, generations- und regionenübergreifend und doch sind sie die Ausnahme.*

Und ihr Frauen hier, die ihr zur Generation der SM  Mitte 50 plus gehört, überlegt euch bitte, wie ihr über eure eigene Generation redet und auch (ver)urteilt... Stellt euch nur mal vor, es wäre eure ST in spe, die euch kaum kennt und  über euch hier schreibt und eure andere Seite nach aussen trägt....

Wie würdest du, du und auch du an andern Ende der Leitung dann reagieren?

Sehr nachdenkliche Grüße,

Anja
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Stephanie am 28.09.15, 17:15
und wenn du richtig lesen würdest wüßtest du was sie möchte und dass es ein nebenerwerb ist .
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Sternschnuppe am 28.09.15, 19:53
@ANJA
wohnst du bzw.hast schon mal mit der Sm bzw anderen Generationen auf einem Hof oder unter einem Dach gewohnt? Wenn nein dann bitte lass das schreiben hier du kannst dann nämlich nicht mitreden.

FlotteLotte hat hier nur erzählt und nicht irgendwie über die Sm boshaft ausgelassen oder?....
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 28.09.15, 20:32
Wie sie das mit der Pension macht, weiß ich nicht, ich weiß aber, dass sie ja auch außerhalb der LW gearbeitet hat. Vielleicht hat sie dort die Zeiten zusammen?!  ???
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: cara am 28.09.15, 21:30
ach, Claralein, ich verstehe ja einfach nicht, wieso du immer noch hier liest und auch schreibst, wenn wir doch alle strunzdumm sind und keine Ahnung haben, wie wir mit anderen Leuten umzugehen haben. Auf deine weisen Ratschläge hören wir ja auch immer nicht, wir widerspenstiges Volk...
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 28.09.15, 21:42
ach, Claralein, ich verstehe ja einfach nicht, wieso du immer noch hier liest und auch schreibst, wenn wir doch alle strunzdumm sind und keine Ahnung haben, wie wir mit anderen Leuten umzugehen haben. Auf deine weisen Ratschläge hören wir ja auch immer nicht, wir widerspenstiges Volk...

böse cara  :(
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: cara am 28.09.15, 21:51
Maggie,
ich kann diese Belehrungen nicht mehr hören/lesen, als ob wir hier nur kleine Kinder wären.  >:(
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: apis am 28.09.15, 21:59
Habt ihr es auch gelesen, anja-überfrau hat ihre Berufung und ihren Beruf öffentlich gemacht.
Sie ist "Bäuerin", - dabei darf doch niemand etwas genaueres über sie erfahren.

Wenn die kluge, lebenserfahrene Anja nun wirklich ihren Sermon nicht mehr zu solchen Themen abgeben würde, würden wir normalen BTs wirklich in unserer Dummheit umkommen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 28.09.15, 22:38
Maggie,
ich kann diese Belehrungen nicht mehr hören/lesen, als ob wir hier nur kleine Kinder wären.  >:(

cara,
das perlt an mir ab - ich amüsiere mich nur noch über diese "überfrau" ...
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 28.09.15, 23:54
Dass manche Leute hier meinen, Sie und nur sie,dürften alles schreiben und Anderen das gleiche Recht nicht gönnen und zugestehen ist eigentlich schlimm.

Ein Forum lebt doch von verschiedenen Meinungen.
Warum müßt ihr alles was Clara schreibt so abwerten?
Könnt ihr nicht mal versuchen es einfach so stehen zu lassen?
Eure Meinung wird doch auch akzeptiert, obwohl andere Frauen nicht mit Euch conform gehen und denken.
Maja
 
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: hosta am 29.09.15, 00:12
Bitte, Bitte
 nicht schon wieder diese Diskussion, stehen lassen und ignorieren. Wir drehen uns im Kreis und es wird sich nichts ändern. 
 
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 29.09.15, 00:15
Ach ja, ich habe mich bisher nicht recht getraut es hier zu Schreiben, dass es bei uns aufwärts geht in Sachen, Freundin meines Sohnes und mir.
Unser Verhältnis hat sich sehr gebessert.
Vielleicht, weil ich nicht weiß, wie lange die positive Flaute anhält.
Kann nur sagen wir hier arbeiten an uns.
Frauen sind ja oft sehr launisch und wechselwarm im Herzen.
Die Männer die man erzogen hat sind so gut gelungen dass  besagte jungen Frauen sich in sie verlieben. Also haben "Schwiemu`s" nicht alles grundlegend verkehrt gemacht.
Müssen sie doch einen guten Kern haben.!!!
Genau der gute Kern will eigentlich nichts Böses für die Schwieto(kommt von Schwierigkeitstochter).
Im allgemeinen wird es im "Bäuerinnentreff" so dargestellt, als wäre nur die SM die Kanaille.

Weil Clara auch andere Frauen kennt die nicht auf der Wellenlänge schwimmen, kann sie wohl diese Verallgemeinerung nicht mehr ertragen.
Ich übrigens auch nicht.
Denn wer schreibt denn hier mal über die Bemühungen die man auf sich nimmt, dass es im Familienverbund klappt,dass Harmonie herrscht auf dem Hof?
Wieviel Gemeinheit auch Schwiegermütter aushalten müssen, weil die jungen Frauen doch so total davon überzeugt sind, nur sie wären das Gelbe vom Ei.
Nicht einmal 1 % der Schreiberinnen. Oder sollten es doch mehr sein?

Vielleicht gehört mein Beitrag auch in eine andere Box, dann mögen die Mods es verschieben oder auch nicht. Ich kann nichts Gutes daran finden dass ihr hier Clara ständig so verdammt.
Das ist nicht der Bäuerinnentreff wie ich ihn mir vorstelle.
Wenn die jungen Frauen hier Toleranz einfordern, so fordere ich diese auch von ihnen.
Wer versucht sich in den Anderen hineinzuversetzen hat schon einen großen Schritt nach vorne gemacht.
Flottelotte wünsche ich, dass es auch bei ihr gelingt das Auskommen miteinander.
Die Fehler aber nicht immer nur bei der Schwiegermutter suchen und sehen , sondern sich an der eigenen Nase packen, das bringt weiter. Und Reden!!!!
Maja
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Niernderl am 29.09.15, 07:55
Flotte Lotte - ganz wichtig ist zuallererst mal dass du und dein Freund euch einig seit, wie ihr den Hof weiter betreiben wollt. Was jeder von Euch zu bewerkstelligen im Stande ist und auch im Stande sein will. Dann muss das alles durchgerechnet werden ob es sich so ausgehen kann. Es steht in Frage ob du deinen Job dann wenn der Hof mal übergeben ist in einen Halbtagesjob vielleicht umwandelt kannst, dann ist es nicht ganz so stressig für euch.

Wenn ihr euch dann einig seit und genau wisst wie ihr das alles durchziehen möchtet, dann ist ganz wichtig dies alles mit der Schwiegermutter ruhig und sachlich zu besprechen. Ob sie nun in Pension gehen kann, das muss sie schon selber wissen. Sicherlich wird sie ein Ausgedinge habe wollen wie z.B. eigene Eier und Milch oder was ihr halt so am Hof produziert und ein Fruchtgenussrecht, aber das ist ganz ihr Recht. Es muss auch geklärt werden wann genau sie übergeben möchte und ob sie dann mit euren Vorstellungen klar kommt. Wichtig reden, reden, reden!!! Hab das selber am Hof meiner Eltern mit der Schwiegertochter mitbekommen. Es wurde nie richtig geredet. Jede hat nur gejammert, meine Mutter genauso wie meine Schwägerin. Die beiden Jungen haben untereinander auch nicht viel geredet nur ihre Arbeit gemacht, mal recht mal schlecht, was dann wieder bei den Alten nicht so gut ankam. Alles in Allem ist die Beziehung zerbrochen. Mit der neuen Freundin schauts besser aus, die redet sehr viel, setzt meine Eltern immer gleich in Kenntnis wenn etwas geändert werden soll, fragt auch mal um Rat und vor allem akzeptiert auch mal die Meinung eines Älteren. Es ist schon recht, dass die Jungen etwas neu machen wollen und ändern möchten, das sollen sie auch, jedoch sollen sie auch mal eine Meinung eines Erfahrenen überdenken und nicht gleich als "Altengeschwätz" abtun. Zusammensetzen, drüber diskutieren ob es so gehen könnte, was man verbessern könnte und wie sich alle einbringen können. Jeder sollte jeden akzeptieren, das wärs eigentlich.

Es ist ein langer Lernprozess, für die Schwiegereltern genauso schwierig wie für die Schwiegerkinder und auch manchmal eigenen Kinder. Wenn man dann noch gemeinsam auf dem Hof leben muss und vielleicht auch noch die gleiche Haustüre verwendet dann wird alles nochmals schwierig, aber da muss von Anfang an geklärt werden wo die Grenzen sind, dass jeder seinen Freiraum braucht, auch wenn es schwierig erscheint.

Ich wünsche Euch dass sich alles so dreht wie ihr es euch vorstellt, dass aber auch die Schwiegermutter damit klar kommt und ihr friedlich miteinander leben und schaffen könnt.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 29.09.15, 08:24
Hallo! :)

Nachdem ja nun recht viel Meinungen kund getan wurden, möchte ich nochmal meinen Standpunkt festhalten:

Meine Schwiegermutter (in spe) war bisher die freundlichste und hilfsbereiteste Person, die man sich nur vorstellen kann. Bis wir mit unserem Umbau fertig waren, hat sie regelmäßig für uns gekocht, die Baustelle sauber gehalten und sogar unser Bad verfugt. Das hat sie alles freiwillig und unaufgefordert gemacht. Ich bin froh, dass sie ihre Leistung und auch ihr Wissen (sie hat uns die Fliesen ausgesucht, weil wir mit der riiiieeeesen Auswahl etwas überfordert waren) eingebracht hat. Sie hat sich ebenfalls den A.... aufgerissen, damit ich bald auf den Hof ziehen kann.

Leider ist es nun so gekommen, dass ihr die ganze Situation über den Kopf wächst. Ihre Tochter ist gerade ausgezogen - nun komm noch ich und nehme ihr den Sohn weg - und manchmal mach ich Dinge eben anders als sie. Meine Schwiegermutter (in spe) hat in ihrem Leben viel geleistet, für den Hof gekämpft und viel aushalten müssen. Deshalb würde ich mir nie anmaßen und sagen, dass alles, was sie bisher gemacht hat, ein kompletter Blödsinn ist.

Das Problem ist aber nun, dass von mir Dinge verlangt werden, die für mich so nicht möglich und bewerkstelligbar sind. Um zu klären, wie es nun weiter gehen soll, muss es ein Gespräch zwischen Mutter und Sohn geben. Es wird nur zusammen gehen, also hoffe ich, dass sich die Stimmung bald wieder etwas hebt und wir uns zusammen ausmachen können, wie die ganze Sache laufen soll.

Ich habe meine Schwiegermutter nicht angegriffen, ich habe nicht über sie geschimpft und ich habe auch nicht vor, mich auf irgendwelche Diskussionen einzulassen, die hier im Forum stattfinden. Jeder hat seine Meinung und soll sie hier schreiben können. Persönliche Angriffe auf Einzelpersonen (und auch mich) ignoriere ich einfach, da es mir die Energie nicht wert ist, auf gewisse Meldungen zu antworten. Aber wo viele Hühner, da auch viel Hick-Hack!  ;D

Inzwischen DANKE für eure Meldungen!

Liebe Grüße
Die Flottelotte
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Gitta am 29.09.15, 09:15
guter Beitrag von flottelotte.

in der Ruhe liegt die Kraft, und manchmal hilft ein wenig abwarten um dann in Ruhe das ein oder andere zu klären.
Manches ergibt sich auch von selber.
deine Schwiegermutter braucht ein wenig Abstand zu allem um nachzudenken.

So wie ich das lese, wird durch deine Einstellung alles wieder im richtigen Lot sein.

Gitta
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: annelie am 29.09.15, 09:40
Maja, das freut mich sehr für Euch, ich wünsche Euch, dass es weiterhin in diese Richtung läuft.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 29.09.15, 10:20
Das mit der Kur war schon mal Thema. Leider hat sie sich nicht dazu überreden lassen, jetzt noch - solange die Kühe auf der Alm bzw. Weide sind - zu fahren.

Sie konnte leider nie "entspannen", deshalb wird's ihr jetzt auch schwerfallen, wegzufahren. Ich hoffe nur, dass sie den Zeitpunkt mit uns bespricht, da wir ja dann beim Stallgehen einspringen werden.

Ich hoffe sehr, dass es wieder wird. Es soll doch wohl ein Miteinander möglich sein. Ich will ja bei meinem Freund bleiben und das geht eben nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen...
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Steinbock am 29.09.15, 10:26
FlotteLotte,

ich finde es sehr vernünftig/verständig wie Du schreibst und denkst.
Ich hoffe, dass sich Deine SM in spe wieder fängt, kann wohl auch eine Zeit dauern.
ich wünsche Dir sehr, dass es ein gutes Miteinander für Euch gibt.

Elisabeth
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gundi am 29.09.15, 10:57
Hallo Flottelotte!

Ich denke das du auch aus Österreich kommst, weil du den Facharbeiter in Lienz machen willst.
So wie du schreibst, denke ich bist du auf dem richtigen Weg, Niernderl hat es eh gut beschrieben. Wäre es für euch keine Option Jungvieh für andere Bauern aufzuziehen? Das machen hier immer mehr kleinere Nebenerwerbsbetriebe.
Für deine Schwiegermutter könnte ich mir auch gut die Erholungswochen, die für Bäuerinnen und Bauern von der SVB angeboten werden, vorstellen. Da verläuft alles ungezwungener als bei einer Kur und dauert auch nicht solange.

Ich bin auch mit 59 in Pension gegangen, wurde eigentlich von der SVB dazu "eingeladen" weil ich die Zeiten beisammen hatte. Ehrlich gesagt, leicht ist mir der Schritt nicht gefallen, aber andererseits warum sollte ich denen das Geld schenken. Überhäuft wird man mit der Rente, sowieso nicht. Aber es hat sich ja für mich nichts geändert, was die Arbeit auf dem Hof betrifft, da noch keine Jungbäuerin da ist.

Ich wünsche dir auf jeden Fall das ihr einen guten Weg für eine gemeinsame Zukunft findet.

Lg gundi
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 29.09.15, 11:03
Hallo! :)

Wir haben uns schon einige Gedanken gemacht, wie wir den Hof in Zukunft weiterführen möchten. Allerdings glaube ich, dass es dazu noch viele Gespräche und vielleicht die Hofübergabe braucht, dass meine Schwiegermutter loslassen und sich für den neuen Weg entscheiden kann.

Ich bilde mich nun in den Fachgebieten weiter, die mich für die Zukunft interessieren. Den Facharbeiter habe ich mal auf nächstes Jahr verschoben.

Hoffentlich entspannt sich die Lage bald! :) Ich würd ihr schon wünschen, dass sie sich mal erholt. Aber man kann ja niemanden zu seinem Glück zwingen!  ::)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Sternschnuppe am 29.09.15, 11:07
FlotteLotte hat in meinen Augen aber hier nicht über ihre Schwiegermutter geschumpfen oder gejammert. Sie hat einfach hier ihre Situation - in meinen Augen sehr sachlich  - geschildert und gefragt, ob jemand in einer ähnlichen Situation ist. Punkt. Nicht mehr und nicht weniger.
Und deswegen fand ich Claras Beitrag ziemlich anmassend gegenüber Flotter Lotte.

FlotteLotte einen Rat kann ich dir aber auch nicht geben. In erster Linie musst du dich mit deinem Freund zusammensetzen und überlegen was ihr beide für Vorstellungen habt.

Danke gammi - genau der Meinung bin ich auch.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 29.09.15, 11:33
Super, danke fürs Angebot! :)

Ich habe gestern die Fortbildungen vom LFI durchforstet.... und bin gleich mal fündig geworden... "Die Rechte der Frau in der Landwirtschaft" - außerdem ein Kabarettabend, bei dem Generationenkonflikte heiter betrachtet werden.... :) Vielleicht kann ich meine SM in spe mitnehmen!  ;D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: mary am 29.09.15, 12:10
@Flottelotte,
das LFI Programm habe ich neulich auch durchforstet- der Kabarettabend las sich ganz gut.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Clara am 29.09.15, 12:23
@ANJA
wohnst du bzw.hast schon mal mit der Sm bzw anderen Generationen auf einem Hof oder unter einem Dach gewohnt? Wenn nein dann bitte lass das schreiben hier du kannst dann nämlich nicht mitreden.

FlotteLotte hat hier nur erzählt und nicht irgendwie über die Sm boshaft ausgelassen oder?....

Sternschnuppe,

wie mein Nick schon verrät bin ich vollkommen geerdet! Und ich bin inzwischen alt und erfahren genug zu wissen, was ich schreiben kann und was nicht. Was meinen Wissens-und Erfahrungsshorizont zwischenmenschlich und beruflich angeht, auch da bin ich inzwischen so alt und internetterfahren, dass ich weiss mit wem ich über was reden und schreiben kann.

Mir ist hier mehrfach und wiederholt mitgeteilt worden, dass mein Wissen nicht erwünscht ist.

Nur soviel zu meiner Person, die Käseglocke, die hier manche Dame noch im recht hohen Alter umhüllt und vom Alltag 2015 fernhält, ist bei mir und meiner Generation geboren und aufgewachsen in der DDR seit dem Herbst 1989 weg. Unsere Eltern hatten nämlich anderes zu tun als uns zu pudern und huddern, sie mussten sehen, wie sie sich und die Familie zusammenhielten und durch diese wilden Zeiten brachten.
Mir und meinen ostdeutschen Freunden geht es gut, wir brauchen weder Therapie noch sonstige Lebensverdrängungsmechanismen. Wir sind gross und erwachsen und sind  unseren Eltern dankbar für ihre Begleitung ins und im Leben.

Beste Grüße und nix für ungut,

Anja
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Entlein am 29.09.15, 12:33
Und da ich mich gerade wieder als "Ostdeutsche" vereinnahmt fühle, muss ich Euch mitteilen, dass ich Anjas Ausführungen nicht in Gänze teile. Die hier beschriebenen familiären Probleme gab und gibt es auch hier. Und ich finde auch, dass FlotteLotte einen äußerst positiven Eindruck hinterlässt, sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt und auf einem guten Weg ist.

Und evtl. Therapiebedürftigkeiten liegen wohl auch nicht an einer Ost- oder Westsozialisation, sondern an länderübergreifenden Krankheitsbildern.

LG,
das Entlein
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: asti am 29.09.15, 12:55
Hallo Entlein,
sehr gut formuliert - ich stimme Dir als ebenfalls Ostdeutsche 100 % zu !

LG

asti
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Entlein am 29.09.15, 13:49
Ich möchte Euch nicht vorenthalten, dass ich eine ziemlich bösartige private Mitteilung von Anja erhalten habe, die ich am liebsten hier veröffentlichen würde, aber ich habe keine Lust auf weiteren Streit. Jetzt reicht es allerdings auch mir - sowas von sauer bin -  >:(
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 29.09.15, 13:51
Liebes "gatterl"!  ;D

Einen Verdränger habe ich auch, aber ich versuche, nicht nachzugeben.

Ich bin es gewohnt, Dinge anzusprechen und auch auszureden - ich möchte das einfach so beibehalten. In dieser Familie ist schon vieles kaputt geworden, weil eben nicht geredet wurde. Ich sehe mich zwar nicht als "Retterin", aber ich glaube, dass ich mit meiner Art schon genau am richtigen Ort bin. Bevor es allerdings an meine Reserven geht, muss ich die Handbremse ziehen. Aber noch will ich dafür kämpfen, dass wir ein normales Miteinander haben.

Schauen wir mal, wie es weiter geht. Ich hoffe, das Mutter-Sohn-Gespräch gibt's bald. So ist es nämlich gerade eher ziemlich bescheiden.

Ich möchte meine Eigenständigkeit unbedingt behalten. Auch möchte ich meine Arbeit - so lange keine Kinder da sind - noch weiterhin normal ausüben. Ich habe auch schon Pläne für den Hof - mal schauen, wie weit ich da komme.

Jedenfalls wollte ich mich bei euch allen mal bedanken für eure ehrlichen Nachrichten! :)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Swisslady am 29.09.15, 14:17
ich möchte mich den meisten von euch anschliessen Flottelotte hat es gut im Sinn und ich hoffe für dich liebe Flottelotte dass alles ins Lot kommt.

Und Clara/Anja was haben wir dir getan dass du immer gleich so aufbrausend und so verletzend schreibst? Finde ich nicht fair.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Luetten am 29.09.15, 15:24
Liebes Entlein,
ich möchte Dich bitten, die PN von Clara dem Mod- team zukommen zu lassen. Denn Beschimpfungen braucht sich hier keiner bieten zu lassen. Da hört der Spass auf!
Lieben Gruß
Lütten
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 29.09.15, 15:45
Hallo!

Bis jetzt bin ich immer recht gut mit meiner Art gefahren. Ich werde versuchen, zwar auf andere Rücksicht zu nehmen aber mir doch treu zu bleiben, denn ehrlich währt am längsten! :)

Danke für die netten Worte, auch an Swisslady! :)

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gini am 29.09.15, 16:30
Liebe Flottelotte!
Schon seit Jahren begeistern mich die Vorträge dieser Veranstaltung. http://www.landwirt.com/Baeuerinnenfachtag-Oesterreich---Das-Programm,,16393,,Bericht.html 
Es wird viel abgedeckt, Gesundheit, Konflikte, Freizeitgestaltung oder vielleicht sogar neue Ansätze in der Wirtschaftsweise.
Es lohnt sich auch eine weitere Anfahrt. Und vielleicht mag dich auch dein SM begleiten. Es sitzen da wirklich immer alt und jung drinnen. Also ich kann es nur empfehlen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Solli am 29.09.15, 18:36
Zitat
Mir ist hier mehrfach und wiederholt mitgeteilt worden, dass mein Wissen nicht erwünscht ist.
Immerhin ist Dir DAS schon mal aufgefallen! Der zweite Schritt wäre jetzt sich selbst zu hinterfragen - WARUM ist das so?
Mein Tipp - den Respekt und die Wertschätzung, die Du von anderen einforderst - selber zu zeigen. Das vermisse ich an Deinen Beiträgen! Nicht nur Du bist hier eine gestandene, lebenserfahrene Bäuerin. Das sind auch noch ganz viele andere hier! ;)

Und als ehemalige Ossi kann ich für mich sagen, ich bin auch groß und erwachsen, aber eine Begleitung ins Leben hatte ich von keinem!
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Jule1968 am 29.09.15, 19:05
 ;D ;D ;D  8) ???
Die Eine von uns macht solche Erfahrungen, die Nächste macht andere Erfahrungen. Wir sind doch hier, damit wir aus allen Erfahrungen etwas lernen können. Nur das bringt uns weiter.
Mein Leben hier auf dem Hof war auch nicht einfach, einige Jahre waren die Hölle.

Ich muss sagen, das es mir sehr viel gebracht hat hier zu lesen, das ich nicht die einzige war, der es so ergangen ist. Es hat mich getröstet und gestärkt. Auch die verschiedenen Sichtweisen und Erfahrungen hier waren für mich wichtig, um manches zu hinterfragen und zu überdenken.
Ich finde, das es wichtig ist, das jede von uns hier schreiben kann, was in ihr vorgeht und das niemand hier angegriffen wird - dafür hat ja jede ihre "Mein"ung - wenn wir alle gleich denken und fühlen würden wäre es ja eine "Allgemein"ung. ;)
Ich bin leider etwas schreibfaul und stöbere hier oft auch mit dem Tablet zwischendurch schnell, aber jetzt wollte ich auch mal etwas dazu schreiben :P

liebe Grüße .........Jule

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Sternschnuppe am 29.09.15, 20:01
Sternschnuppe,

wie mein Nick schon verrät bin ich vollkommen geerdet! Und ich bin inzwischen alt und erfahren genug zu wissen, was ich schreiben kann und was nicht. Was meinen Wissens-und Erfahrungsshorizont zwischenmenschlich und beruflich angeht, auch da bin ich inzwischen so alt und internetterfahren, dass ich weiss mit wem ich über was reden und schreiben kann.

Anja

Ich habe dich lediglich gefragt ob du schon mal mit einer SM unter einem Dach gewohnt hast  - wenn ja kannst du uns gerne gute Ratschläge geben.

Aber da du nicht in normaler Art bzw. in einem normalen Ton antworten kannst und immer in Rätseln schreibst wird dies wohl nicht der Fall sein - also bitte gib uns keine Ratschläge dazu.

Bist du eigentlich Bäuerin? Wenn ja hast du Milchvieh oder was hast du?

Wäre schön wenn du dich einfach mal ganz normal vorstellen könntest, einfach mal was von dir erzählen und von deinem Leben.

Vielleicht können wir dann deine Antworten, deine Art zu antworten etc besser verstehen.................................

Lg
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: bienchen3 am 29.09.15, 21:10
Ich kann für mich sagen, dass ich die ersten Jahre hier am Hof (ich komm nicht aus der Landwirtschaft) nicht wirklich schön waren. Meine SE haben keine Arbeit abgegeben (im Nachhinein weiß ich, dass sie mir Zeit mit den Kindern ermöglichen wollten), ich kam mir oft ziemlich nutzlos vor. Im Gegenzug wollten sie aber auch ohne jede Privatsphäre an unserem Leben teilhaben. Meine Mutter hat mir immer gepredigt, dass wir (also die Jungen) die SE (also die Alten) nicht zurückweisen dürfen, ohne meine SE würden wir die Arbeit am Hof eh nie schaffen (Meine Mutter hat von Landw. immer noch nicht wirklich Ahnung). Wir müssen uns zusammenreißen, dann funktioniert das schon. Ich hab das probiert, und teuer bezahlen müssen (blutige Hautausschläge).
Nach einem fürchterlichen Krach war dann Funkstille hier im Haus. Langsam haben wir uns angenähert und ich bzw. wir haben Grenzen gezogen und Regeln eingeführt.
Heute habe ich einen SV, der mich sein Schatzerl nennt, und eine SM, die mit mir Gespräche führt, die sie mit ihren Töchtern nicht führt.

Flottelotte - ich für mich habe gelernt, dass ein Zusammenleben nur dann gut gehen kann, wenn jeder den anderen respektiert und anerkennt. Wenn eine Partei nicht mitspielt, hat die andere Partei eigentlich nicht wirklich eine Chance.

Sabine
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gschmeidlerin am 29.09.15, 21:16
Liebe Flottelotte - da du glaub ich ja Österreicherin bist, möcht ich dich schon ermutigen den Facharbeiter zu machen, falls ihn nicht dein Partner hat, den sonst gibts beim Übernehmen auch keine Jungunternehmerprämie und auch bei allen Investitionen keine Förderung.

Ich wünsch dir, dass du deine Energie und deine positiven Gedanken behälst und dass sich alles wieder einrenkt - alles andere wird - ich weis es aus eigener Erfahrung mühsam. da gibts in der Partnerschaft nur eines - zsamm haltn!

Liebe Grüße Eva
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 29.09.15, 23:12
Zitat
Flottelotte - ich für mich habe gelernt, dass ein Zusammenleben nur dann gut gehen kann, wenn jeder den anderen respektiert und anerkennt. Wenn eine Partei nicht mitspielt, hat die andere Partei eigentlich nicht wirklich eine Chance.
Das habe ich auch erlebt.
Es ist sehr schwer da auf einen guten Weg zu kommen. Manchmal muss man auch mit dem Faktor Zeit rechnen und damit dass auch junge Frauen mal krank werden können und Hilfe brauchen. Da kann sich dann eine Chance für Gespräche und neuen Anfang geben. Man muss die Chancen erkennen und nutzen.
Für Flottelotte sehe ich auch gute Chancen.
Die SM ist vielleicht total ausgepowert und den Hof abgeben muss ja nicht sein, aber evtl. verpachten. Natürlich nur mit tragbaren Regelungen.

Der Gedanke , dass einer Mutter der Sohn weggenommen werden soll ist Quatsch. Man bekommt eher eine Tochter dazu.
Als Mutter bringe ich mein Kind bis zu einem gewissen Punkt im Leben, ab da dann geht es alleine weiter oder mit einer jungen Partnerin. Das muss jeder Mutter klar sein, dass sie nicht für ewig am Kind kleben kann.
Aber so ganz aus dem Hofleben entfernt werden, wie eine schlechte Kartoffel aus dem Sack, wäre nicht der richtige Weg.
Man braucht auch als junge Frau Hilfe in Form von geschenkter Zeit.
Ich war über jede Hilfe froh als ich jung war und jetzt habe ich ein Wissen das unbezahlbar ist. Ich könnte viel davon weitergeben, so man das abfragen möchte.
Das tut weh dass man auf die Abwrackschiene gestellt wird.
Damit muss man umgehen lernen , das kann man nicht von heut auf morgen.
Vielleicht ist das bei Flottelottes SM auch der Fall, dass sie ihre Abwrackzeit kommen sieht.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: cara am 30.09.15, 07:07
Maja, aber die SM kann doch gar nicht wissen, wie ihre Stellung auf dem Hof in Zukunft sein könnte...
Ich kann es aus Lottes Berichten nicht herauslesen, dass sie und ihre Meinung nicht mehr gewünscht wären.

Sie muss allerdings damit rechnen, dass sie nach einer Übergabe nicht mehr alles kontrollieren und bestimmen kann..
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 30.09.15, 08:25
dann äussere ich mich mal wieder als sm -
gut ich war nicht die Bäuerin aus Leidenschaft  :o - ich war Bäuerin weil ich einen Bauern angelacht habe (oder er mich ?) ???

wir sind ja 200 m Luftlinie vom "alten Hof" weg, damit habe ich schon vieles nicht mehr mitbekommen - und meine beiden Männer sind sowas von "vergesslich" - wenn ich was wissen will/soll, muss ich immer nachfragen  ::),

z.g hat mein mann unserem sohn schon vorher sehr viel selbständigkeit zugetraut, so war der schnitt nicht so abrupt, aber am anfang musste auch ich mich damit abfinden dass ich nicht mehr über alles informiert bin (gefragt werde - was mich zwar öfter mal genervt hat - "dumme weiber - wissen auch nicht was sie wollen" !!)

aber da mein mann und ich vom ersten tag an allein für alles zuständig waren, musste ich bei den Entscheidungen immer mithalten, und das ist nun vorbei, ich äussere mich generel nicht mehr zu den hofangelegenheiten - die beiden Männer handeln das unter sich aus, und wenn Junior etwas von mir will, dann kommt er schon (manchmal im letzten augenblick !!)

aber - eigentlich geht das uns nichts mehr an - wir hatten währendfast 40 jahren die Verantwortung, also, warum nicht abgeben - es kann so schön sein, wenn die schulden nicht mehr "drücken"
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Mathilde am 30.09.15, 08:35
Ich möchte schon gerne in der Zukunft gewisse Dinge einbringen können und meine Meinung sagen dürfen, ohne dass diese dann einige Wochen später kritisiert wird.

Hallo,

mit so etwas musst Du lernen zu leben und zwar immer und überall. Egal ob auf dem Hof oder im Berufsleben, wenn Du etwas entscheidest musst Du auch mit der Kritik leben können. 
Ich stehe auch  hinter meinen Entscheidungen die ich gefällt habe egal was mein Mann da hinterher dazu sagt. Es ging in dem Moment für mich nicht anders und wenn ich mit mir im Reinen bin dann kann ich auch mit der Kritik nachher umgehen.
Es gibt nirgends Friede, Freude, Eierkuchen.......
LG Mathilde
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 30.09.15, 08:40
Hallo Mathilde!

Ich habe da glaube ich vergessen, etwas entscheidendes dazuzuschreiben:

Meine Ideen, die ich bisher hatte wurden zuerst freudestrahlend angenommen und Wochen später dann zunichte gemacht.

Ich bin da halt anders. Wenn mir etwas nicht einleuchtet, dann sage ich es gleich und nicht erst Wochen später.

Von Friede, Freude, Eierkuchen sind wir gerade meilenweit entfernt. Und das gibt's wohl nirgends.... denk ich mal!  ;D

LG
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: mary am 30.09.15, 08:44
Hallo Maja,
Abwrackzeit- ein hartes Wort, aber es ist was dran.
Die Weitergabe von Wissen und Erfahrung- das wäre generell in einer anderen Box besser aufgehoben.
Mir ist vor einiger Zeit auf einem Flohmarkt ein Buch in die Hände gefallen-
mit sinngemäss folgendem Spruch- die Jungen wissen alles,
in der Mitte des Lebens ist man sich nicht mehr so sicher
und wenn man älter wird, dann merkt man, dass man eigentlich nichts weiß.
Dieser Spruch lässt mich auf alle Fälle sehr vieles viel gelassener sehen.

Ich habe mich auf alle Fälle gestern so gefreut-
habe ein Rezept für Dampfnudeln von meiner Lieblingsnachbarin bekommen, sie hat dieses Rezept auch von einer Frau  bekommen, die schon viele Jahre gestorben ist und ich so überaus geschätzt habe. Jedesmal wenn ich in Zukunft Dampfnudeln mache- werde ich mit liebevoller Freude an die Dampfnudelexpertin denken.
Was gäbe ich heute drum, wenn ich meine Mutter aber auch meine Schwiegermutter noch um Rat fragen könnte, auslernen tut man nie.
Jede Zeit hat ihr ganz spezielles Wissen, aber es gibt soviel  Erfahrungswissen, das in keinem Buch steht, selbst die Übermasse an Wissen im I-Net ist nur punktuelles Wissen.

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: annelie am 30.09.15, 08:51
Hallo Flottelotte,
ich finde verpachten auch nicht optimal, da lässt man sich als Übergeber ein Hintertürchen offen und hat immer so ein kleines Druckmittel in petto, sozusagen Übergabe auf Probe und wer nicht spurt, der hat eine ungewisse Zukunft auf dem Hof. Finde ich nicht fair gegenüber dem Übernehmer und vorallem hemmt es bei Investitionen auf dem Betrieb.
Sag ich jetzt mal ganz provokant, obwohl bei uns in den nächsten Jahren die Übergabe ansteht und mir das Altenteil winkt.....
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: geli.G am 30.09.15, 09:00
FlotteLotte, magst Du uns Deine Vorstellungen vielleicht einmal schreiben. Vielleicht können wir Dir dann auch ein paar ganz konkrete Tipps geben.

Sie hat sich doch bei ihrem allerersten Beitrag vorgestellt.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 30.09.15, 09:26
FlotteLotte, magst Du uns Deine Vorstellungen vielleicht einmal schreiben. Vielleicht können wir Dir dann auch ein paar ganz konkrete Tipps geben.

Bisher machst Du einen sehr vernünftigen Eindruck, trotzdem könnte es auch sein, dass Dir doch der ein oder andere Tipp/Erfahrung nützlich sein könnte.

Hallo gammi!

So konkret kann ich nur das Ankurbeln der Direktvermarktung nennen. Ich verkaufe zwar schon einiges an Eiern und Erdäpfel, vielleicht kommt irgendwann ein Brot dazu oder ähnliches.
Ansonsten hätte ich Vorschläge, damit die Abläufe etwas besser werden bzw. das Arbeiten einfacher. Aber es kommt natürlich nicht gut an, wenn etwas "immer schon so war" und man vielleicht recht haben könnte. Ich bin jetzt nicht der Messias in Sachen Arbeitserleichterung aber in meinem Beruf habe ich genau diese Aufgabe. Gewisse Dingen kommen mir kompliziert bzw. umständlich vor. Das müsste doch auch leichter gehen.....


Hallo Flottelotte,
ich finde verpachten auch nicht optimal, da lässt man sich als Übergeber ein Hintertürchen offen und hat immer so ein kleines Druckmittel in petto, sozusagen Übergabe auf Probe und wer nicht spurt, der hat eine ungewisse Zukunft auf dem Hof. Finde ich nicht fair gegenüber dem Übernehmer und vorallem hemmt es bei Investitionen auf dem Betrieb.
Sag ich jetzt mal ganz provokant, obwohl bei uns in den nächsten Jahren die Übergabe ansteht und mir das Altenteil winkt.....

Ja genau, das ist das Problem. Er hat schon recht viel Geld in den Hof gesteckt und den Stall umgebaut usw. Wenn das nicht geregelt wird, hat er von seinen Investitionen nichts.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 30.09.15, 09:35
Hallo gammi!

Messias in Sachen Arbeitserleichterung aber in meinem Beruf habe ich genau diese Aufgabe. Gewisse Dingen kommen mir kompliziert bzw. umständlich vor. Das müsste doch auch leichter gehen.....


aber, wenn es über Jahrzehnte so gemacht wurde, tritt doch mit der zeit eine gewisse "Betriebsblindheit" ein, aber - das muss man zugeben können !!! - ich weiss wovon ich rede
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 30.09.15, 09:39
Das wäre schön, wenn man das zugeben könnte! :)

Ich werde eine andere Möglichkeit finden müssen, meine Ideen an den Mann bzw. die Frau zu bringen. So direkt funktionierts nämlich nicht!  ::)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: mary am 30.09.15, 10:38
@Flottelotte,
da brauchst du Fingerspitzengefühl.
Geht mir aber auch selbst so, ich hinterfrage meine Arbeitsweise immer wieder, freut mich auch immer wieder, wenn ich etwas vereinfachen, verändern kann,
aber wenn mir jetzt jemand mit der Breithacke kommen würde, was ich alles falsch, unnötig machen würde, wäre ich vielleicht auch etwas gekränkt.
Man Rat wäre- die Aufgaben, die du machst, auf deine Arbeitsweise und Bedürfnisse zuschneiden, dann den nächsten Schritt für die weiterführenden Arbeitsschritte der anderen genauer anschauen und dann eins nach dem anderen versuchen, anzusprechen.

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 30.09.15, 10:57
Ich habe das Verpachten angesprochen weil ich es so gehalten habe.
Der Grund war aber nicht sich ein Hintertürchen aufzuhalten, sondern ich musste meine Investitionen noch abbezahlen.
Von meiner Rente als 100 % Erwerbsgeminderte= 178.€ hätte ich das nicht leisten können. Leben davon auch nicht.
Also musste ich verpachten um von der Pacht die Abzahlungen zu leisten.
Gelebt haben wir die erste Zeit nach der Verpachtung schlechter als Hartz IV Empfänger.
Das Ganze wurde uns vom Bauernverband geraten.
Mir ging es damals so schlecht dass ich die Tragweite erst gar nicht überblickte. 
Mittlerweile ist manches besser im Lot, aber noch nicht alles gut.
Betriebsblindheit ......findet sich wohl nach einiger Zeit in jedem Betrieb.
Änderungen gehen mit Anstrengungen einher, also versucht man die zu vermeiden.
Ich stell mir die Situation von Flottelotte nicht rosig vor, aber sie wird es schon machen.

Mary, das Wort Abwrackzeit hört sich hart und provokant an. Aber es ist so .
Man gibt den Hof ab, hat von einem auf den anderen Tag nichts mehr zu sagen, soll/ darf vielleicht noch was mitarbeiten( obwohl man macht ja doch alles falsch) und abwarten bis man in die "Kiste" geht.
Nicht jeder Übergeber freut sich auf diese Zeit.
Manch einer kann noch was aus dieser Zeit machen, wenn er/sie gesund ist und sich schon frühzeitig für andere Dinge als den Hof interessiert hat.
Für manchen ist es der Abgrund.
Ich fände die Übergabe gut wie es in Canada zum Beispiel abläuft. Man zahlt im Berufsleben in die Rentenkasse ein. Wenn es dann an der Zeit zum Abgeben ist verkauft man den Hof an die Kinder oder auch an Fremde und geht vom Hof. Man ist dann aber gut gestellt weil man Geld hat und auch eine Rente die monatlich läuft.
Man ist dann nicht ein Niemand sondern kann sich Träume und Wünsche leichter verwirklichen.
Ich war jünger als die SM von Flottelotte als ich den Hof verpachtet habe und hatte erst gr. Investitionen getätigt. Ich hätte mir keine Träume verwirklichen können.
Aber so ist das Leben....ein ewiger Kampf... sagte meine Oma
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gina67 am 30.09.15, 11:22
Hallo Maja
das Modell in Kanada und ich glaube in Holland ist das auch so, finde ich besser als unser System. Meine Schwiegereltern haben z.B. kaum in die Rentenkasse eingezahlt, erst als es Pflicht wurde, ich glaube ab 1970?. Da hatten sie aber schon fast 20 Jahre hier gearbeitet, das wurde zwar irgendwie angerechnet aber ja nicht so, als wenn richtig eingezahlt worden wäre. Wir mussten / müssen hohe Altenteilleistungen zahlen, was ja auch richtig ist, schließlich soll ja meine Schwiegermutter Geld zur Verfügung haben.
Aber sie regt sich dann auf, dass mein Sohn, der hier die meiste Arbeit macht x mal soviel bekommt wie sie. Der muss aber eine Familie ernähren und hat jede Menge Abgaben und spart noch, damit er sich später mal den Hausumbau hier auf dem Hof leisten kann.
Meine Schwiegermutter ist mit Leib und Seele Bäuerin, das bin ich nicht und meine Schwiegertochter auch nicht. Wir können uns auch ein Leben ohne den Hof vorstellen. Vielleicht liegt es auch daran, dass meiner Schwiegermutter der Hof gehört hat und sie nicht eingeheiratet hat.
Sicher tut es einem weh, wenn alles als falsch dargestellt wird, was lange Jahre gut und richtig war. Aber was meinst du wie es meinem Mann und meinem Sohn weh tut, wenn die Mutter/Großmutter so tut als wenn nur sie eine Ahnung von Landwirtschaft hat und alle anderen zu blöd sind. Das wir uns an Gesetze halten müssen, die es früher nicht gab, ignoriert sie. Da können wir ihr jeden Tag vorbeten, dass wir ab einem bestimmten Tag keine Gülle fahren dürfen und das wir genau darlegen müssen wieviele Medikamente verabreicht werden usw. usw.
Weißt du dieses ständige Gequengel und Genörgel kann ganz schön demotivieren. Wir sollen sie immer wegen ihrer Lebensleistung loben, das fordert sie sogar öfter mal. Aber selber wird kaum ein Lob verteilt oder eben nur so halbherzig.
Wir stehen jetzt auch bald davor, dass wir verpachten oder Übergeben. Unsere jungen Leute, besonders meine Schwiegertochter, haben Angst plötzlich mit allem alleine zu sein. Was sie ja nicht sind, wir wollen ja gerne helfen, wenn wir dürfen. Und wir sind ja längst noch keine Rentner. Andererseits will mein Sohn gerne seine Pläne verwirklichen, das geht aber nur, wenn er der alleinige Chef ist, sonst redet mein Mann ihm viel zu viel rein. Da hilft immer nur reden, reden und nochmals reden, aber mein Sohn ist so maulfaul. Das wird noch Kraft und Mühe von uns 2 Frauen kosten, die Männer auf eine Linie zu bringen.
Ich bin mir mit meiner Schwiegertochter in vielen einig und ich denke dass wir Frauen den Übergang hinkriegen.
LG Gina
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Gitta am 30.09.15, 11:31
richtig flottelotte,

ehrlich währt am längsten,  das war und ist und wird auch weiterhin mein Lebensmotto sein.

manchmal ist es schwer sich selber gegenüber ehrlich zu bleiben und für die anderen ist es auch nicht immer
einfach die Wahrheit zu verstehen und zu verkraften. Und wenn nötig, aus der Wahrheit heraus die richtigen Entscheidung
zu treffen und dann umzusetzen. Auch selber.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass nur mit dem richtigen Umgang mit der Wahrheit ein Lebensfundament geschaffen werden kann.
Dieses wünsche ich dir auch.

gitta
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: suederhof1 am 30.09.15, 11:59
Hallo FlotteLotte

Ich finde deinen Mut bemerkenswert und finde es gut, wenn du dir schon über die Weiterentwicklung des Betriebes Gedanken machst.

Mein Mann und ich bewirtschaften einen Grünlandbetrieb im Norden Deutschland, nicht zu vergleichen mit eurem, im Vollerwerb.
Ich bin hier als Gast stecken geblieben und komme auch nicht aus der LWS.
Für meine SE war ich wohl ein Lichtblick in Hinsicht auf die Frau an der Seite ihres Sohnes. ;D
Ich stamme aus dem Ruhrgebiet und haber ersteinmal versucht hier oben in meinem alten Beruf eine Stellung zu finden. was sich aber dann als nicht so einfach herausstellte.
Also war ich ein Jahr arbeitslos und wurde vom Betrieb angestellt.Es wurden alle Sozialabgaben weiterbezahlt.Meinen Beruf habe ich dann aufgegeben ,war nicht anders möglich. :-\

Ich wurde hier von Anfang an herzlich aufgenommen, war gleich mit in Haus und Hof integriert.Am Anfang ist immer alles schön und gut.
Nach der Hochzeit und Hofübergabe änderte sich dann unsere Situation. Die Kinder kamen und ich wurde in allen Dingen mehr gefordert.
Von meinen SE habe ich alles so übernommen wie es war, habe aber dann festgestell, das es nicht mein Ding ist so zu arbeiten.
Am schwiegigsten fand ich den Fremdenverkehr. Mein SV ist darin aufgegangen, aber ich mocht es nicht , das sie Gäste sich in Küche und Wohnzimmer einnisteten.
Es war ein hartern Kampf und ergab auch manches böses Wort .SV war schnell beleidigt und konnte sich darüber noch Wochen später auslassen. :(
Meine SM stand immer hinter mir, da sie als junge Frau einen sehr starken Leidensweg von wegen SM hinter sich hatte.
Sie war dankbar, das endlich jemand da war.der ihr mit der Arbeit half.Wir waren zusammen im Stall und machten die Arbeit gemeinsam.Sie lehrte mich viel und dafür bin ich auch sehr dankbar.
Dabei hab ich mir aber eigene Arbeitsabläufe zugelegt, die sie ohne murren akzeptiert hat.
Nach und nach hat sie sich dann zurückgezogen und sich auf das konzentriert, was sie gerne macht, den Garten.
Ab und an vertritt sie mich noch mit 84 Jahren, und dann muss ich das so hinnehmen ,wie sie das macht.
Wir respektiern uns so wie wir sind und das geht wunderbar.
Hier im Haus haben alle Kompromisse eingehn müssen.
Heute leben wir hier mit 3 Generationen und Gästen.
SM und ich reden viel miteinander. Sie kümmert sich auch im die Kinder, damit sie morgens aus dem Haus kommen.
Ansonsten hat sie einen getrennten Wohnbereich, das private sie von allen Seiten akzeptiert.

Ich will damit nur sagen, das, wenn alle Beteiligten sich einig sind und mit einander reden ,werdet ihr auch eine Lösung für das Problem finden.
Noch fühlt sich den SM hin und hergerissen.
Sie ist noch zu jung um aufzuhören,ganz weg will sie auch nicht, nichts mehr zu sagen haben geht nicht.
Ssie muss lernen und da kann man auch einwenig diplomatisch zu gehn, arbeit abzugeben, Vielleicht macht sie morgens den Stall und du abends.
Dann geht sie mal abends weg, oder macht einen WoEnd ausflug. ;D
Damit sie wieder Anschluss ans richtige Leben bekommt und das nicht der Betrieb der Mittelpunkt der Welt ist.

Viel Glück
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: geli.G am 30.09.15, 14:07
Ich meinte welche Veränderungen im Betrieb sie sich vorgestellt hat.


Gammi, Entschuldigung, das hab ich falsch gelesen  ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Clara am 01.10.15, 12:59
Hallo mal eben,

was zahlen denn Frauen, die auf den Hof ziehen  und ausserlandwirtschaftlich arbeiten und über ein entsprechendes Einkommen verfügen an Miete für ihre neue Bleibe?

Immerhin sind die Wohnungen ja recht gross und verfügen über Carport und Garten und sonstigen Komfort und haben auch noch eine Pferdebox im Paddock im Bedarfsfall.


Warum ich die Frage stelle, WEIL die Wohnung mglw. zum Betriebsvermögen zählt, dann einen Kosten verursacht und zum andern  von der Seniorengeneration ja auch anderweitig vermietet werden könnte- als Zubrot zur ihrer Rente quasie.

Fragende Grüße,

Anja
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 01.10.15, 13:10
Hallo!

Der Umbau wurde von uns selbst durchgeführt und finanziert. Deshalb hätte die Seniorengeneration wohl keine Wohnung zum Vermieten, wenn wir diese nicht gebaut hätten.  ::) Nebenbei bemerkt würde die Seniorengeneration ganz schön alleine mit der vielen Arbeit da stehen, wenn sie die Wohnung an jemand anderen vermieten würde.  :P

Und deshalb wurde vereinbart, dass auf dem Hof mitgearbeitet wird und die Betriebskosten monatlich an die Hausbesitzerin bezahlt werden.

Ich hoffe, ich konnte deine Fragen ausreichend beantworten,  :) fragende Anja.

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Clara am 01.10.15, 13:23
Hallo!

Der Umbau wurde von uns selbst durchgeführt und finanziert. Deshalb hätte die Seniorengeneration wohl keine Wohnung zum Vermieten, wenn wir diese nicht gebaut hätten.  ::) Nebenbei bemerkt würde die Seniorengeneration ganz schön alleine mit der vielen Arbeit da stehen, wenn sie die Wohnung an jemand anderen vermieten würde.  :P

Und deshalb wurde vereinbart, dass auf dem Hof mitgearbeitet wird und die Betriebskosten monatlich an die Hausbesitzerin bezahlt werden.

Ich hoffe, ich konnte deine Fragen ausreichend beantworten,  :) fragende Anja.

Wunderbar Lotte,

das ist genau, was Frau braucht... Handschlaggeschäfte statt klarer schriftlicher Verträge oder zumindest schriftlich fixierter Vereinbarungen. So lange alles gut geht, ist es gut. Nur was ist, wenn es anders kommt- genau, dann haben mit einem alle Gedächtnislücken und brauchen Foren und Anwälte als Brücken.

Beste Grüße und alles Gute,

Anja
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 01.10.15, 13:39
Dann hoff ich mal das Beste, dass das bei uns nicht so schlimm wird, wie bei anderen!  ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 01.10.15, 13:42
Nur was ist, wenn es anders kommt- genau, dann haben mit einem alle Gedächtnislücken und brauchen Foren und Anwälte als Brücken.

War das bei dir so?
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Mara am 01.10.15, 13:54
Hallo Anja,
also bei uns ist das Wohnhaus, obwohl Betriebsleiterhaus, schon lange im Privatvermögen. Über sonstige Wohnungen verfügen wir nicht. Da hatten wir gar keine Chance. Das wurde damals vom Finanzamt so verlangt.
Das müsste doch bundesweit so sein.

Lg mara
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: martina-s am 01.10.15, 14:06
Hallo Mara,
das stimmt! Das ist bundesweit so geregelt.
Wohnhäuser sind Privatvermögen.
Und wollte man ein neues Wohnhaus bauen muss man die Fläche dazu aus dem Betriebsvermögen herauskaufen. Außer man hat die Fläche schon früher in Privatvermögen umgewandelt (wäre bei uns beim Gemüsegarten z. B. ) so.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Daggl am 01.10.15, 14:45
Stimmt allerdings, vielleicht wissen es halt mache nicht.

War das bei dir so?
;D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Clara am 01.10.15, 15:17
War das bei dir so?

Lotte, um dich zu beruhigen: Nein.

Und ich war auch nie versessen drauf, bei einem Mann einzuziehen mit Sack und Pack und da allen klar zu machen, was sie alles zu renovieren haben und bitte anders zu machen haben, was  ihren Alltag und ihren Besitz angeht.


Ich finde es viel spannender eine gewisse Eigenständigkeit zu haben und sie mir zu bewahren- auch in unserer Partnerschaft. Ja, auch in einer Partnerschaft bin ich immer noch ich. Nach meinem Verständnis heisst Lieben von mir abzugeben ohne mich aufzugeben. Obwohl der Satz scheinbar simpel ist, ist es eine der anspruchsvollsten und herausfordernsten Lektionen des Lebens.

Beste Grüße,

Anja

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 01.10.15, 15:40
Ja und so findet jeder sein Glück.

Der/Die eine auf dem Hof, der/die andere wo anders.

Ist doch schön, wenn du eine funktionierende Partnerschaft hast, in der du abgibst.   :)

Ich bin übrigens nicht beunruhigt über diverse Zustände im Leben anderer, fremder Menschen. Ich hätte mir nur noch mehr Tipps von dir geholt. Du wolltest mich ja offensichtlich davor bewahren, mich auf nicht verschriftlichte Vereinbarungen zu verlassen, deshalb dachte ich, es sei dir so gegangen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Clara am 01.10.15, 15:49
Wahnsinn - so viele Antworten! :) :D

Sollte die SM übergeben oder verpachten (wobei ich da etwas skeptisch bin), dann würden wir gerne unsere Ideen verwirklichen. Das sich Ideen von jungen Leuten oft nicht mit den Vorstellungen der "Alten" deckt, ist sicher eine Tatsache. Allerdings wären wir natürlich froh, wenn sie uns weiterhin unterstützen würde. Ich glaube, für sie wäre es eine große Entlastung, wenn sie nicht mehr alleine alles managen müsste. Das muss aber sie entscheiden.

Was ich aber nicht will - und das ist für mich ganz klar - ist, dass ich bis zum Sankt Nimmerleinstag die "Magd" bin. Ich möchte schon gerne in der Zukunft gewisse Dinge einbringen können und meine Meinung sagen dürfen, ohne dass diese dann einige Wochen später kritisiert wird.

Ich möchte, dass die Dinge geklärt sind und es mir nicht so geht wie ihr - sie hat den Hof erst bekommen, als ihr Vater mit 80 gestorben ist. Und selbst da wurde es dann nicht so übergeben, wie es Jahrzehnte ausgemacht war.

Ich hoffe, sie macht es nicht gleich wie ihre Eltern und ich wünsche mir, dass sich das Verhältnis wieder verbessert. So ist das nämlich nicht fein.


Lotte,

wenn ich solche Sätze lese, dann kommen mir so meine Gedanken...

Was hat es denn bitte danke für dein Wohlbefinden für einen Einfluss, wem das Grundstück gehört, auf dem du im Moment wohnst?
Weisst du denn schon, ob du diesen jungen Mann jemals heiraten wirst? Ich stelle mir gerade mal so vor, was wäre wenn - wenn er ein "armer Schlucker" wäre und "nur" eine Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus im Dorf gehörte?

Und was deine Wortwahl angeht... Es heisst wohl er, dass er zu machen hat, was du dir so vorstellst...  Ach ja und Magd und Knechte gibt es in der europäischen Landwirtschaft schon lange nimmer. Wir sprechen heute auch in der Landwirtschaft von Mitarbeitern und diese werden aufgegliedert in familieneigene Arbeitskräfte und Fremdarbeitskräfte in Teil- oder Vollzeit. Und bei den familieneigenen AK gibt es noch solche "wunderbaren" Abgrenzungen wie mithelfende Ehefrau für die ldw. Mitunternehmerin im privaten und betrieblichen Alltag.

So und du bist da auf einem Nebenerwerbshof gerade unters Dach zum Junior (=Sohn) des Hauses gezogen und spricht von Mägden... und Betriebsübergaben... *Uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii, da sind wohl einige Kommunikationsproblemchen zu lösen... vor allem bei dir.*

Selbstverwirklichen... wie schön, dass wir in 2015 in Westeuropa leben, da ist Frau gleichberechtigt. Sie kann alle Schulen und Ausbildungen absolvieren wie die Männer. Sie verfügt über Wahlrecht (und das nicht nur am Wahltag, sondern auch in ihrem privaten und beruflichen Alltag!!!!) Sie kann ihr eigenes Konto bei einer Bank ihrer Wahl führen... und, und, und...
Und wenn sie unbedingt Lw machen will und nicht vom Hof kommt, dann kann Frau sich einen Hof kaufen und sich da austoben.

Für mich ist das alles nicht stimmig, was du schreibst- weder was die fachliche Thematik angeht, noch was das private angeht. Ich halte dich für ein Fake, was sich gerade köstlichst hier zu amüsieren scheint. Und falls du doch real bist, dann danke ich Gott herzlichst,  dass du weder zu meinem realen Freundes- noch Bekanntenkreis zählst!

Beste Grüße,

Anja


P.S. Pachten eines ldw.Grundstücks  ist auch machbar, schliesslich muss Frau ja nicht alles besitzen, was sie nutzen mag.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Paula73 am 01.10.15, 16:05
Hallo Anja

Ich weiß nicht ob du Lotte absichtlich falsch verstehst , ich jedenfalls lese aus ihren Beiträgen nichts davon heraus , von dem was du ihr im Bezug auf ihre SM unterstellst.
Solltest du ihre Beiträge tatsächlich dazu nutzen um bewust mit deinen Antworten zu provozieren, finde ich das sehr unpassend.

Bin übrigens auch "Ossi" so das dein Argument mit der "überbehütetten" Vergangenheit nicht fängt. Ich würde es auch bergrüßen wenn du in Zukunft die Herkunft aus den neuen BL nicht allgemein für deine Argumentation nutzen würdest.

LG Paula
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 01.10.15, 16:20
Anja,

ich bin in diesem Forum, um meine Meinung mit anderen zu teilen. Deshalb danke ich dir für deinen Beitrag. Natürlich steht es auch dir zu, dass du hier niederschreibst, was du dir denkst.

Aber da ist noch was:
Woher nimmst du dir das Recht, mich zu beleidigen, obwohl du immer wieder schreibst, dass du selber von anderen beleidigt oder gepiesakt wirst? Schlägt Frau von heute mit den gleichen Waffen zurück?

Zu meinem Bekanntenkreis gehörst du nicht - in meinen Freundeskreis hättest du es mit deiner Art nie geschafft.

Lotte
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: cara am 01.10.15, 17:16

Aber da ist noch was:
Woher nimmst du dir das Recht, mich zu beleidigen, obwohl du immer wieder schreibst, dass du selber von anderen beleidigt oder gepiesakt wirst? Schlägt Frau von heute mit den gleichen Waffen zurück?

Zu meinem Bekanntenkreis gehörst du nicht - in meinen Freundeskreis hättest du es mit deiner Art nie geschafft.

Lotte

made my day ;D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Sternschnuppe am 01.10.15, 17:59
Hab heute von Anja eine nicht so schöne Kurzmitteilung erhalten.

Wollte sie zuerst hier hineinkopieren - ist aber nicht der Rede wert - sondern eher ein müdes Lächeln.

Sie konnte mir aber nicht beantworten was ich wissen wollte

1. Ob sie schon irgendwann mal mit SM oder SV unter einem Dach gewohnt hat
2. Ob sie Bäuerin ist.
3. Wollte dass sie mehr von ihrem Leben erzählt, damit wir sie einfach besser verstehen können,


Solche Beiträge schreibt nur jemand der mit sich uns seinem Leben unzufrieden ist.

Lg
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 01.10.15, 18:36
Solche Beiträge schreibt nur jemand der mit sich uns seinem Leben unzufrieden ist.

Lg

da liest du aber ihre beiträge nie genau - laut ihrer aussage ist sie mit ihrem leben voll zufrieden und lebt so wie sie es will  ;)   ;D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Mannomann am 02.10.15, 00:05
was zahlen denn Frauen, die auf den Hof ziehen  und ausserlandwirtschaftlich arbeiten und über ein entsprechendes Einkommen verfügen an Miete für ihre neue Bleibe?

Warum ich die Frage stelle, WEIL die Wohnung mglw. zum Betriebsvermögen zählt, dann einen Kosten verursacht und zum andern  von der Seniorengeneration ja auch anderweitig vermietet werden könnte- als Zubrot zur ihrer Rente quasie.

Was zahlen Ehemänner für die Hausarbeit der Ehefrau? In einer funktionierenden Beziehung ist es doch ein geben und nehmen von beiden Seiten?
Oder gibt es dann umgekehrt einen Arbeitsvertrag wo die Hausarbeit der Frau mit abgegolten wird?
Normal wohnt doch der Sohn in der Wohnung, notfalls auch ohne Partner was soll da vermietet werden?
Wenn das Haus in der Ortschaft liegt ist Vermietung event. noch möglich. Im Außenbereich werden hier (Oberbayern) bei Um/ Neubauten sehr enge Grenzen gesetzt. Da darf das Haus nur an Betriebsangehörige vermietet werden und das ganze steht dann so im Grundbuch. Der Grundbucheintrag ist Voraussetzung für die Erteilung der Baugenehmigung. Die Zeiten sind vorbei wo das Austraglerhaus einfach größer gebaut wurde und eine Wohnung extern vermietet wurde. Selbst eigene Kinder dürfen außerhalb nicht an die Hofstelle bauen.



Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: fanni am 02.10.15, 06:51
Anja,

ich bin in diesem Forum, um meine Meinung mit anderen zu teilen. Deshalb danke ich dir für deinen Beitrag. Natürlich steht es auch dir zu, dass du hier niederschreibst, was du dir denkst.

Aber da ist noch was:
Woher nimmst du dir das Recht, mich zu beleidigen, obwohl du immer wieder schreibst, dass du selber von anderen beleidigt oder gepiesakt wirst? Schlägt Frau von heute mit den gleichen Waffen zurück?

Zu meinem Bekanntenkreis gehörst du nicht - in meinen Freundeskreis hättest du es mit deiner Art nie geschafft.

Lotte

Tip von mir:..........ich lebe sehr gut in diese Forum in die Ignore-Funktion hilft manchmal auch sehr ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Lulu am 02.10.15, 15:12
@Mannomann..........endlich bringt es mal jemand auf den Punkt. Danke :)

@ FlotteLotte........gar nicht drauf einlassen, das macht sie mit jedem der hier neu und aktiv mitschreibt. Wenn man das aushält, wirst du jede Menge Spaß hier haben.  ;D
Ich finds klasse das du hier mitschreibst.

Gruß
Lulu
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 02.10.15, 17:53
@ FlotteLotte........gar nicht drauf einlassen, das macht sie mit jedem der hier neu und aktiv mitschreibt. Wenn man das aushält, wirst du jede Menge Spaß hier haben.  ;D
Ich finds klasse das du hier mitschreibst.

Gruß
Lulu

ja lulu,
dir kam sie glaube ich auch gleich am anfang so , oder ???  ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Daggl am 02.10.15, 19:36
Nicht ärgern, nur wundern ;)
Ich versteh manche Aussagen von Clara nicht -  liegt wohl daran, dass ich nur so ein niedriges geistiges Niveau hab ;) :-X

@Lotte: Lass dich nicht drausbringen  ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Swisslady am 02.10.15, 19:40
irgendwie werde ich das Gefühl nicht los dass die schon mal hier war aber mit anderem Namen :-X
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 02.10.15, 20:59
Wen meinst du???
Flotte Lotte oder Anja??
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: SiegiKam am 03.10.15, 09:07
Hallo!
Ich habe vor 1 1/2 Jahre nach langem Suchen einen netten jungen Mann kennengelernt, der auch noch ein zukünftige Hofübernehmer war. In den letzten Jahren hab ich mir immer einen Bauern gewünscht und endlich war er da!  ;D

Hallo Lotte,

ich habe jetzt einige Zeit mitgelesen und kann dich einerseits verstehen. Andererseits irritiert mich dein Einstieg in dieses Thema. Du hast also bewusst und lange nach einem Hofübernehmer gesucht. Und jetzt ist er da, leider gehört ihm der Hof noch nicht, aber du hast schon Pläne mit dem, was ihm noch gar nicht gehört und dir schon gar nicht. Dein Nickname sagt ja schon aus, dass du dich selbst für flott hältst. Lotte, ich weiß nicht, ob du real bist, aber wenn ja, dann rate ich dir "langsam mit den jungen Pferden". Stabilisiere erst dein Verhältnis zu deinem Freund und seiner Mutter. Dazu gehört für mich auch eine Absprache, ob man heiraten will oder nicht. Wenn nicht, dann bist du außen vor und hast dich nicht einzumischen, selbst wenn du manchmal mithilfst. Wenn ja, dann müsst ihr abklären, ob und wann er den Hof bekommt. Da muss auch die SM einbezogen werden. Wenn man einen Hof hat, der ja einiges an Wert darstellt und deine ersten Sätze liest, dann wird man etwas vorsichtig um nicht einem Glücksritter aufzusitzen und nachher mit nichts dazustehen. Jede Mutter will, dass ihr Sohn jemanden findet, der ihm Liebe gibt und Unterstützung. Darum soll es in erster Linie gehen und evtl. auch darum, dass die Mutter sich vorstellen kann mit dieser ST nahe zusammenzuleben, denn wenn sie einmal übergeben hat, hat sie selbst nicht mehr viele Möglichkeiten etwas zu ändern an ihrer eigenen Lage. Ob ihr den Hof weiter bewirtschaftet und wie, das ist erst in zweiter Linie interessant und kann sich im Laufe der Jahre auch ändern. Darum ist das allerwichtigste das Verhältnis zueinander und das scheint durch deine vielen Pläne sehr zu leiden.

Siegi

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Frieder am 03.10.15, 11:01
Und ich war auch nie versessen drauf, bei einem Mann einzuziehen mit Sack und Pack und da allen klar zu machen, was sie alles zu renovieren haben und bitte anders zu machen haben, was  ihren Alltag und ihren Besitz angeht.

Da wirst du nicht mal einen Finger geschweige eine Hand brauchen, um abzuzählen, wie viele dir in deinem Leben angeboten haben, "mit Sack und Pack" bei ihnen einzuziehen. :P Da wird sich jeder nur sagen "lieber keine als so eine"! So viel Strafe wie eine wie dich um sich zu haben, das tut sich wohl kein Mann freiwillig an  ::) 
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Tina am 03.10.15, 11:16
 ;D ;D ;D

Daumen hoch
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Solli am 03.10.15, 11:21
FRIEEEEEEEEEEEEEDER !!! So kenne ich Dich ja gar nicht!  :o
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 03.10.15, 17:42
Es ist ja echt schade, dass normale Fragen so gedeutet werden, als ob ich nicht echt wäre. Da müsste mir ja schon ziemlich langweilig sein, wenn ich mich bei einem solchen Forum anmelden würde, nur dass ich mal ein paar Leute aufmische und ausfrage.

Ich hatte ja echt nette Kontakte hier. Aber das ist jetzt nicht mehr lustig. ???
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maria02 am 03.10.15, 18:18
Hallo Flottelotte,

hier waren in der tat  schon viele verrückte am schreiben,
aber bei dir hätte ich da noch keinen Gedanken verschwendet , dass du ein  fake sein könntest !

Lieber Gruß
Maria

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maria02 am 03.10.15, 18:20
Da wirst du nicht mal einen Finger geschweige eine Hand brauchen, um abzuzählen, wie viele dir in deinem Leben angeboten haben, "mit Sack und Pack" bei ihnen einzuziehen. :P Da wird sich jeder nur sagen "lieber keine als so eine"! So viel Strafe wie eine wie dich um sich zu haben, das tut sich wohl kein Mann freiwillig an  ::)

 ;D ;D ;D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Swisslady am 03.10.15, 19:03
@Maja ganz sicher nicht Flottlotte. Die Clara/Anja vermute ich, es war doch hier auch mal eine die nichts vonsich preisgab und aber über alles Bescheid wusste.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 03.10.15, 20:52
Susanna das habe ich wohl noch nicht mitbekommen
Bin ja noch nicht Bewohner hier.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: hosta am 03.10.15, 21:39
Maja
Du bist doch Vereinsmitglied, dann entfällt doch der Bewohner. 
Du bist ja ein klein wenig länger hier als ich.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Swisslady am 04.10.15, 09:50
und als ich bist du auch länger hier Maja. Aber vielleicht istmeine Vermutung nur ein Hirngespinnst.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 04.10.15, 11:04
Hab grade mal nachgeschaut
hatte ja schon 10 jähriges
Ne mir ist bisher net aufgefallen dass wer schon unter anderem Namen geschrieben hat.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: bertine am 04.10.15, 12:08

Ich denke heutzutage sind die Frauen nicht mehr so blauäugig wie wir früher oder ich zumindest. Bin seit 27 Jahren auf dem Hof meines Mannes mit einer sehr dominanten SM. Der SV ist ein halbes Jahr vor unserer Hochzeit gestorben. Mein GG Einzelkind.......... ich denke mal das sagt alles.
Badezimmer und Wohnzimmer getrennt und Küche zusammen. Alptraum und mein GG der typische Verdränger und geht jeder Meinungsverschiedenheit aus dem Weg. Mittlerweile ist SM 89 Jahre und immer noch gut dabei, aber wird ruhiger. Ich habe wirklich sehr gelitten und fast 20 Jahre gebraucht um mich durchzusetzen. Ich kann mich selbst nicht verstehen warum ich mir das angetan habe, könnte einen Roman darüber schreiben.
Mittlerweile weiss GG aber wie ich denke und wenn SM was will muss er dran glauben. Ich springe erst zuletzt ein.

LG















Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: perle am 04.10.15, 14:03
@bertine- da sagst du was von wegen blauäugig.
Und die Vorstellungen, dass eine Frau, die einen Bauern heiratet unbedingt Bäurin sein muß-
ich bin froh, dass sich da manches gewandelt hat.
Unser Sohn konnte seine Frau unter anderem damit überzeugen auf den Hof einzuheiraten,
dass er sagte, er wolle(brauche) eine Frau und keine Bäurin...
Wir sind personell und maschinell so aufgestellt dass es nicht lebensnotwendig ist, dass ST hier mitarbeitet.
Bei mir früher- bin 1986 auf den Hof gekommen, da haben wir gar nicht so viel darüber geredet, was auf mich zukommt, was von mir erwartet wird usw. Keine Ahnung, ich war jung und verliebt und dachte das geht schon.
Wobei ich sagen muß, dass ich es gut getroffen habe.
Mein SV hat mir nicht dreingeredet- es konnte schon sein, dass er mal sein Unverständnis über etwas ausgedrückt hat, aber nicht so
dass ich nicht gut damit hätte fertig werden können,
Wenns mir gar nicht gut ging, dann eher weil ich Ansprüche an mich stellte, denen ich weder gerecht werden konnte- noch wollte.
Das klingt evtl etwas komisch- war aber so.
Hab auch schnell Kinder bekommen, was die arbeiten draußen dann gleich relativiert hat...
Meine SM war eine fleißige Frau, die aber schon 2 Jahre nach meiner Hochzeit starb, sie hatte ALS und wurde quasi krank, ungefähr als ich kam - wir hatten also nicht so viel Zeit um uns evtl nicht zu verstehen.
Wir hatten auch immer getrennten Wohnbereich.
Für meine Schwiegertöchter (mittlerweile 2) hab ich mir vorgenommen, den Menschen zu sehen, und nicht unsere verschiedenen Wertvorstellungen etc. Ich mag beide sehr sehr gern, obwohl wir, wenn wir viel zusammen arbeiten müßten sicher unsre Probleme bekommen würden.
Und das Leben ist doch zum weiterlernen und -entwickeln solange es dauert- nicht?!
Allen die es schwer haben, wünsche ich gute ideen für das miteinander, eine dicke Haut und viel Geduld
und denen die es nicht so schwer haben müssen, dass sie dankbar sein können dafür und "gnädig" im Umgang mit den anderen sein können.
LG Perle

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: klara am 04.10.15, 23:19
@ Perle,
das hast du sehr schön geschrieben.
LG Klara
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Ingrid2 am 05.10.15, 10:09
Wir zahlen bei "unserem" Bauern auch 13,00 EUR für 25 kg. Der Preis ist also vielleicht doch nicht so daneben.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 05.10.15, 10:16
Hallo Ingrid!

Ich weiß schon, dass das mehr oder weniger passt. Aber immerhin sind es bei uns 26 kg. Auf die ganze Menge aufgerechnet, macht das schon was aus.... :)

LG
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Christel Nolte am 05.10.15, 10:29
Ich finde den Preis auch in Ordnung für ab-Hof Verkauf. Ob er ausreichend ist, kann man durchkalkulieren.
Das Kilo mehr habe ich auch immer eingetan, auch meine jetzige Lieferantin macht das so.

Zitat
Ich weiß schon, dass das mehr oder weniger passt. Aber immerhin sind es bei uns 26 kg. Auf die ganze Menge aufgerechnet, macht das schon was aus.... :)

Das stimmt nur dann, wenn Dir am Ende Kartoffeln fehlen, die du noch verkaufen könntest. Aber in der Regel sind genug angebaut und der Rest wird sowieso verfüttert. Das kommt es auf einen Zentner mehr oder weniger nicht an, auf zufriedene Kunden aber schon.
Ist natürlich Ansichts-/Erfahrungssache.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Ingrid2 am 05.10.15, 10:31
Ehrlich gesagt, wiege ich keinen Sack Kartoffeln nach. Ich gehe einfach davon aus, daß die Menge passt. Allerdings würd ich auch nicht merken, wenn mal weniger drin wären... ;D. Und ich bin von dem "seeehr billig" bei dir ausgegangen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 05.10.15, 11:05
Ja gerne, muss mich aber erst mal zurechtfinden und lesen lesen lesen! :)


Dann lass ich diese Box mal Box sein und grabe mich durch die Vielzahl der anderen Beiträge ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: saba am 05.10.15, 15:44
Hallo Flottelotte,
ich denke, du bist in Österreich zu Hause.
Schau oder frage dich ein wenig um bei euch zu Hause wegen dem Kartoffel-Preis ab Hof.
Es kann durchaus sein, dass das zu wenig ist, wenn du hier fragst, bekommst du Preise, die in Deutschland üblich sind.
Ich weiß nicht, ob es bei euch eine richtige "Kartoffel-Gegend" ist, macht oft viel beim Preis aus, wenn es z.B. besondere Kartoffeln sind.
LG
Saba
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 05.10.15, 16:09
Es sind natürlich die BESTEN Kartoffel die es gibt!  ;D

Danke für den Tipp. Ich werde mich mal erkundigen
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Mathilde am 29.10.15, 12:51
Hallo,

um mal wieder den Schwung zum Thema zu bekommen. Ich würde jeder Bauernfamilie mal eine zeitlang Fremdarbeitskräfte verordnen. Wisst Ihr warum? Da lernt man nämlich dass jemand etwas anders tut wir man selbst, man lernt den Mund zu halten und nicht zu bocken - sonst hatte man die längste Zeit eine FremdAK und dann, so glaube ich wenigstens hätte es manches Schwiegerkind etwas einfacher.
Ich bin grad wieder so geladen aber ich halt meinen Mund  :-X Anweisung vom Sohn missachtet und ich bin wieder die Dumme und sitz auf dem Essen...........
Ich sag nichts aber ich bin eben nachher nicht da weil ja irgendjemand auch die Sachen zum kochen besorgen muss. Essen im Backofen, Teller auf dem Tisch und die Mikrowelle kann man auch bedienen. Nachher Geschirr in den leeren Geschirrspüler räumen das kann wohl jeder alleine

LG Mathilde
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: pauline971 am 29.10.15, 15:43
Ach Mathilde... dazu sage ich, wer nicht pünktlich zum Essen ohne gute Entschuldigung erscheint, hat einfach mal Pech gehabt. Ist auch nicht selbstverständlich, dass Du Essen für die ganze Mannschaft kochst. Hoffe, Dir hat es wenigstens geschmeckt.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 29.10.15, 19:43
Nicht pünktlich beim Essen sein ist eine große Unhöflichkeit. Nicht zu entschuldigen.
Ausser es geht um Leben und Tod
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 30.10.15, 10:24
Halli Hallo!

Ich hab mich jetzt schon länger nicht mehr gemeldet, hab momentan etwas wenig Zeit, wird sich aber jetzt auch wieder ändern:

Mit meiner SM hat es sich jetzt alles gut eingespielt. Ich gehe jeden Abend mit ihr in den Stall. Seitdem ist sie viel zufriedener und auch ich bin ausgeglichener. Ich frage viel und SM ist auch sehr auskunftsfreudig. Sie gibt ihr Wissen gerne weiter, das ist sehr spannend.

Damit ich alles gut unter einen Hut bekomme, habe ich jetzt beschlossen, meine Wochenstunden zu reduzieren. Ich freu mich schon drauf - ab nächster Woche geht's etwas "lockerer".


Ich bin grad wieder so geladen aber ich halt meinen Mund  :-X Anweisung vom Sohn missachtet und ich bin wieder die Dumme und sitz auf dem Essen...........
Ich sag nichts aber ich bin eben nachher nicht da weil ja irgendjemand auch die Sachen zum kochen besorgen muss. Essen im Backofen, Teller auf dem Tisch und die Mikrowelle kann man auch bedienen. Nachher Geschirr in den leeren Geschirrspüler räumen das kann wohl jeder alleine


Das kenn ich auch... hab aber noch die Chance, meinen Freund etwas zu "erziehen" ;) Hoffentlich hilft es noch.  ;D

Liebe Grüße
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Mathilde am 30.10.15, 14:38
Hallo,

Du Flottelotte, das hat mit erziehen nichts zu tun. Das will ich gar nicht mehr und man ist ja auch einsichtig aber in diesem Fall war es so dass Sohn zu Mitarbeiterin gesagt hat sie soll bevor Sie "schütteln" geht rein gehen und Sie fuhr raus ohne zum Essen zu kommen. Ich hab nichts gesagt und dafür wurde ich dann abends "belohnt" weil Sie dann länger blieb und die ganzen Viecher gefüttert hat und noch die Kälber getränkt.

Ich meinte das nur als Beispiel denn hier lernt man echt das Mund halten und nicht überall seinen Senf dazugeben.

LG Mathilde
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Clara am 01.11.15, 14:20
Halli Hallo!


Das kenn ich auch... hab aber noch die Chance, meinen Freund etwas zu "erziehen" ;) Hoffentlich hilft es noch.  ;D

Liebe Grüße

Vergiss es Lotte, die Erziehung ist in der Regel mit Erreichen der Volljährigkeit abgeschlossen, bei manchem auch schon früher.
Und mach dir mal Gedanken, erziehen tun die Eltern, nicht die Partnerin... Also, wer willst du in der Beziehung sein? Mama´s jüngere Ausgabe oder die Frau an seiner Seite- dazwischen liegen Welten.

Schönen Sonntag,

Anja
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Clara am 01.11.15, 14:41
Hallo,

Ich sag nichts aber ich bin eben nachher nicht da weil ja irgendjemand auch die Sachen zum kochen besorgen muss. Essen im Backofen, Teller auf dem Tisch und die Mikrowelle kann man auch bedienen. Nachher Geschirr in den leeren Geschirrspüler räumen das kann wohl jeder alleine

LG Mathilde

Mathilde,

solche Kandidaten kenne ich auch... und ich weiss auch, wie ärgerlich solch eine Situation ist. Da hilft nur handeln, weil du es dir wert bist, dass du und deine Arbeit geschätzt wird. Wer nicht pünktlich zum Essen da ist, muss mit dem Vorlieb nehmen, was noch da ist und das kann auch mal NIX sein. Ich rede hier von normalen Zeiten im Betrieb.

JEDE Imbissbude hat Öffnungszeiten und wer am Nachmittag/Abend kommt, kriegt nix mehr vom Mittagessen.

Handeln- gerade bei Landwirts zeigt das mehr Wirkung als ewiges Reden. Und falls du es nicht ertragen kannst- zu Beginn der Sanktionen, dann bist du eben gerade weitläufig ausserhäusig beschäftigt. Frau kann auch mal ´ne Runde um den Block gehen am hellerlichten Tag.

Beste Grüße und gutes Gelingen,

Anja
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: geli.G am 01.11.15, 18:30

Vergiss es Lotte, die Erziehung ist in der Regel mit Erreichen der Volljährigkeit abgeschlossen, bei manchem auch schon früher.
Und mach dir mal Gedanken, erziehen tun die Eltern, nicht die Partnerin... Also, wer willst du in der Beziehung sein? Mama´s jüngere Ausgabe oder die Frau an seiner Seite- dazwischen liegen Welten.


....das glaub ich nicht. Mein Mann macht hier auch Sachen, die ich selbstverständlich von ihm erwarte. Bei seiner Mutter war das nicht der Fall, weil sie der Meinung ist, dass das "Frauensache" ist..... :-X
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 01.11.15, 19:20

Vergiss es Lotte, die Erziehung ist in der Regel mit Erreichen der Volljährigkeit abgeschlossen, bei manchem auch schon früher.
Und mach dir mal Gedanken, erziehen tun die Eltern, nicht die Partnerin... Also, wer willst du in der Beziehung sein? Mama´s jüngere Ausgabe oder die Frau an seiner Seite- dazwischen liegen Welten.


....das glaub ich nicht. Mein Mann macht hier auch Sachen, die ich selbstverständlich von ihm erwarte. Bei seiner Mutter war das nicht der Fall, weil sie der Meinung ist, dass das "Frauensache" ist..... :-X

erziehen war vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt, ich habe bei meinem mann auch einiges noch "einbringen" können - es darf nur nicht als Erziehungsmassnahme erkannt werden  :D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 02.11.15, 05:57
Guten Morgen!

Offensichlich versteht ihr es nicht, was es -zumindest da wo ich herkomme - bedeutet, wenn man ein Wort unter Anführungstriche setzt.  ::)
Schönen Tag!
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: SiegiKam am 02.11.15, 06:24
Beziehungsarbeit, ein nie abgeschlossenes Projekt  ;)

Siegi
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: fanni am 02.11.15, 06:33
jaaaaaaaaaaaaaaaaa das ist mein Satz des Tages! ;D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Trudi am 02.11.15, 09:12
   Das merkt man erst,wenn es zu spät ist,mir ist es so ergangen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: bienchen3 am 02.11.15, 09:41
Guten Morgen!

Offensichlich versteht ihr es nicht, was es -zumindest da wo ich herkomme - bedeutet, wenn man ein Wort unter Anführungstriche setzt.  ::)
Schönen Tag!

Ich bin mir sicher, dass die meisten hier das durchaus richtig verstanden haben, keine Angst ;).
 "Musterexemplare" bei Männern gibt's wahrscheinlich genau so selten wie bei den Frauen.


Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Susanna am 02.11.15, 12:34
Das kenn ich auch... hab aber noch die Chance, meinen Freund etwas zu "erziehen" ;)
Lass Dich nicht beirren. Meine Meinung ist, ich finde es gut. Versuche ruhig, ihn ein wenig "hinzubiegen" und zu "erziehen"...
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Helhof am 02.11.15, 16:56
Vielleicht versucht er das ja andersherum auch, wer weiß  ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 02.11.15, 18:05
Flottelotte wenn ihr euch gegenseitig "Hinbiegt" dann wird das was.
Wünsche euch viel Glück und ein auf und Zugeben muss einfach sein.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 03.11.15, 08:42
Wenn zwei Menschen (und vielleicht auch Welten) zusammenkommen, ist es wohl normal, dass sich jeder auf den anderen einlässt und auch mal seine Einstellung oder Gewohnheiten anpasst oder ändert.

Schlussendlich entscheidet ja jeder selbst, ob er sich "hinbiegen" oder "erziehen" lässt.  ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gschmeidlerin am 03.11.15, 20:15
Danke Doris - da kann ich dir nur zustimmen - ich mein ja immer, erziehen kann man einen jungen Hund, aber keinen erwachsenen Menschen :-X

Eva
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Andres am 03.11.15, 21:17
Macht es halt übers Bett.
Ich habe nachehelich viel besseren Sex als mit der Ex.Und ich bemerke immer wieder,daß ich mich bemühe den Frauen entgegen zu kommen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 04.11.15, 04:21
Na wenn das Bett alles sein soll was richtet??????

Wann sich der Mann mit Sex steuern lässt was ist das für ein Trottel?
Das wäre mir zu blöde!!
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Helhof am 04.11.15, 10:03
Und ich meinte auch nicht erziehen im wörtlichen Sinne , oder gar zurechtbiegen; aber in einer Partnerschaft müssen immer wieder Kompromisse gefunden werden, und man nähert sich auf verschiedenen Gebieten (unwilkürlich ?) an.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 04.11.15, 12:32
Gut ausgedrückt Naima
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Mathilde am 04.11.15, 13:30
Hallo,

da würde ich mal sagen das Thema hat er verfehlt  >:(


Macht es halt übers Bett.
Ich habe nachehelich viel besseren Sex als mit der Ex.Und ich bemerke immer wieder,daß ich mich bemühe den Frauen entgegen zu kommen.

dieser Beitrag
um mal wieder den Schwung zum Thema zu bekommen. Ich würde jeder Bauernfamilie mal eine zeitlang Fremdarbeitskräfte verordnen. Wisst Ihr warum? Da lernt man nämlich dass jemand etwas anders tut wie man selbst, man lernt den Mund zu halten und nicht zu bocken - sonst hatte man die längste Zeit eine FremdAK und dann, so glaube ich wenigstens hätte es manches Schwiegerkind etwas einfacher.

bezog sich auf das allgemeine Thema oben und da gehören fast immer auch Altenteiler oder Schwiegereltern und Geschwister des Hofnachfolgers dazu. Kaum jemand ist in der glücklichen(?) Lage komplett alleine zu leben. Auch Altenteilerhäuser stehen meist in räumlicher Nähe.
Ich finde es jedenfalls besser wenn man schon früher mal bemerkt dass andere etwas anders machen und die Welt davon nicht untergeht.
Man nicht überall und für alles einen Kommentar abgeben muss und man vielleicht als SE mal Hilfe anbieten kann oder eben auch gefragt wird.
Trotzdem wird das wohl kein Friede Freude Eierkuchen sein wie neulich mal bei einer Wiederholung von "Lecker auf´s Land" gesehen mit 4 Generationen am Frühstückstisch. Herzerfrischend fand ich allerdings dass der "Herr" des Hauses trotz Kamera seine Zeitung gelesen hat während die anderen sich unterhielten und frühstückten.


LG Mathilde
die nicht beabsichtigt mit Ihrer Mitarbeiterin zusammen ins Bett zu steigen  >:( mit fehlt hier der Smilie der mit dem Kopf gegen die Wand klatscht.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 22.01.17, 17:10
Hier könnte ich doch auch mal wieder was reinschreiben...  :)
Inzwischen ist wahnsinnig viel passiert bei mir. Das Verhältnis mit der Schwiegermutter ist so, dass wir uns einfach gegenseitig in Ruhe lassen. (Es war ein aufund ei ab und das ist es immer noch!!) Mein Freund und ich sind uns einig und im Endeffekt ist das das einzig wichtige. Er steht hinter mir und ich hinter ihm und wir werden wohl den Hof übernehmen sobald nun auch der jetzige Pächter (nachdem ich die Pacht ausgeschlagen habe..steht in einer anderen box) in Pension geht. Dann werden wir weitersehen..
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: hildy am 20.03.17, 20:36
Das finde ich eine annehmbare Zwischenlösung, sich einfach in Ruhe lassen! Das Leben geht weiter, und wir Menschen können ja auch klüger werden. Kenne das Problem von beiden Seiten, ich hatte eine SM und nun bin ich selber eine.
Die Situation ist immer brisant, denn die beiden Frauen lieben ja den gleichen Menschen und wollen beide sein Bestes!
Meiner Meinung nach muss man sehen, welches Ressort man abdecken muss: die Mutter darf nicht die Rolle der Ehefrau übernehmen wollen und Vertraute ihres Sohnes bleiben. So wird sie  der Paarbeziehung im Wege stehen. Und die junge Frau soll sich auch nicht anmassen, die Mutter "wegzudrücken", denn diese hat ihren Mann geboren. Diese Verbundenheit bleibt, auch wenn der Sohn sieht, dass seine Mutter nicht perfekt ist.
Beide Frauen haben ihre Aufgaben, die verschieden sind.
Sie müssen auch nicht "beste Freundinnen" werden, denn das wäre ebenfalls eine Ressort-Überschreitung! Hildy
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: gschmeidlerin am 20.03.17, 21:02
Hildy, wie recht du einfach hast. Kann jedes Wort nur unterstreichen.

LG Eva
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 25.03.17, 18:49
Hildy, da hast du recht. Oft braucht man einfach Zeit um sich aufeinander einzustellen. Und ich finde, wir machen das gut und werden das hoffentlich so beibehalten. Wenn man sich in der Direktvermarktung ins Zeug legen will ist die Zusammenarbeit außerdem unabdingbar.
Wir wissen inzwischen beide wo unser Platz ist. Bin froh dass es sich beruhigt hat.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Maja am 12.04.17, 14:20
Hildy du hast es wieder wunderbar ausgedrückt
Man spürt eben die Erfahrung.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: katzenköddel am 16.01.18, 11:59
Danke hildy, das hat du ganz richtig ausgedrückt.
Ich hatte anfangs auch so einige Probleme mit meiner SM, die ihren Sohn so gar nicht hergeben wollte, schon gar nicht für eine aus der Stadt, die noch grün hinter den Ohren ist.
Eine richtige Aussprache, wie ich es mir gewünscht hätte, gab es leider nie jedoch haben wir uns nach mittlerweile 23 Jahren so langsam miteinander arrangiert, so könnte mans nennen :D
So langsam wird sie auch altersmüde, das heißt etwas ruhiger und sie sieht ja auch dass ich mit anpacke und  ihrem Sohnemann gut tue, das war jedoch ein langer Kampf ihren Respekt zu bekommen...
Muss auch dazu sagen dass mir das wichtig war..
Titel: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Mathilde am 29.01.18, 10:19
Hallo,

also ich bin ja immer noch entsetzt wenn ich die Beiträge in dieser  Box hier http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=55242.msg651807#msg651807 lese.

1.   ich habe meinen Mann geheiratet weil wir uns lieben und weil ich mir dachte ja, mit dem halte ich es ein Leben lang aus weil er hinter mir steht und wir gemeinsam gut an einem Strang ziehen. Ich habe Ihn nicht geheiratet weil er einen Hof übernehmen sollte oder wollte und habe auch nicht gefragt was er verdient (bin mir relativ sicher das ich mehr verdiente) und wie viel Geld er auf seinen Konten hat. Was er für ein Auto fährt und was weiß ich nicht noch alles. Auch die Buchhaltung seiner Eltern hat mich nicht interessiert geschweige denn was diese mit dem Hof machen.
2.   Haben meine Eltern uns Mädels so erzogen dass wir gelernt hab dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und sonst niemand. Das hat mir jetzt bei der Krankheit meines Mannes schon oft sehr geholfen Entscheidungen zu treffen die nicht sehr populär sind.
3.   Gehört der Hof nach wie vor meinem Mann aber wir hatten auch immer strikte Trennung bei privaten Konten. Sein Sparbuch oder mein Sparbuch ist jeweils für den anderen tabu (was nicht heisst dass wir Vollmachten gegenseitig und für zwei Kinder haben für private und geschäfliche Konten aber das hat mit Vertrauen zu tun und das haben wir seit 38 Jahren)
4.   Für meine Mitarbeit hat mein Mann andere Möglichkeiten gefunden um diese auszugleichen
5.   wäre es uns jederzeit frei gestanden den Hof nicht zu übernehmen (man kann ja unterschreiben oder nicht) man hätte einen Pachten können oder sich als Betriebsleiter für einen Hof bewerben können so wie x andere Menschen auch das ist für mich nicht Hof oder Geld abhängig sondern einzig und allein dann eine gemeinsame Entscheidung.
6.   Habe ich niemals für betriebliche Kredite den Kopf hingehalten und habe meinem Mann auch erklärt dass das überhaupt nichts mit Ihm zu tun hat sondern mit uns wenn es betrieblich schief laufen sollte. Man braucht ja was wovon und wo man lebt ;-)
7.   Kann ich bei der Erziehung unserer Kinder nicht alles falsch gemacht haben denn die würden mir was husten wenn ich mich bei Ihnen einmischen würde. *ggg*

Ich hoffe für unsere Kinder dass Sie ebenfalls einen Partner haben der Sie liebt und mit Ihnen gemeinsam etwas aufbauen möchten egal ob da im Hintergrund Millionen oder Tausender stehen.
Die die Lebensleistung der Älteren Generation sehen auch wenn man nicht mit allem einverstanden ist.
Sobald der Hof übergeben ist egal ob an einen oder als GBR an zwei oder als Stiftung (siehe Lidl Stiftung) dann werde ich mich jedenfalls heraushalten ausser man wird gefragt. Es gibt zwei getrennte Häuser und auch den weichenden Erben werde ich für meinen Teil klar legen dass man diese ewigen „Stänkereien“ zu unterlassen hat! Das werde ich denen im Gegensatz zu meiner SM auch sagen, wenn es sein muss auch mehrfach!
Mit betrieblicher Buchhaltung möchte ich dann auch nichts mehr zu tun haben ausser man fragt mich.
Verträge wird es geben und die müssen entsprechend ausgestaltet werden.

Jetzt mal Feuer frei und ich persönlich freue mich für den BT denn am Anfang waren wir die Jungen die nur Probleme mit den Altenteilern hatte und es waren keine Altenteiler vertreten, das ist jetzt anders und ich hoffe sehr dass das dieses Forum wieder etwas mehr belebt.
Also nicht erschrecken „Neulinge“ wenn es hier zur Sache geht 

LG Mathilde
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: gatterl am 29.01.18, 10:59
Das ist ein schwieriges Thema- ich hätte nicht gewusst, was ich da schreiben soll.....

und die Frage, die von Gräfi gestellt wurde kann man ja auch nicht wirklich beantworten, was soll sie tun?
Ich würde mir nicht zutrauen, da irgendwas zu raten. Jede Situation ist anders.

Aber was Du ansprichst Mathilde, mit dem Heiraten und den Beweggründen, da kann ich Dir nur zustimmen. So hab ich das auch angegangen.

Wenn man so die Antworten in der von Dir angesprochenen Box liest, welche zu Gräfis Bericht kamen- also wenn ich sie lese, dann lese ich heraus, dass hauptsächlich Frustration herrscht. Über alles und jedes. Über Schwiegereltern und Schwiegerkinder, Eltern, Kinder, Geld, Lohn, Vertrauen usw. Positives kann ich wenig lesen.

Vielleicht kein Wunder- viele von uns haben schon so einiges in alle Richtungen hinter uns in diesem Forum.

Jedenfalls ist es mein Gefühl.
Ich kann mich täuschen.

Bei uns weiss jeder von jedem so ungefähr, was er hat oder nicht hat. Wir sprechen offen darüber.....
Die Kinder und auch wir sprechen über grössere Ausgaben und holen uns gegenseitig beeinander Rat- aber einmischen, einmischen tun wir uns alle nicht. Das ist ein Unterschied.
Scheint nicht die gängige Herangehensweise zu sein.
Bei uns arbeiten alle unentgeltlich auf dem Hof, aber wir haben ja auch nur ein paar Schwänze und bewirtschaften im Nebenerwerb.

Allerdings ist die Büroarbeit usw auch hier nicht zu unterschätzen. Mit einem Riesenbetrieb kann man es natürlich nicht vergleichen und wir alle haben ja auch noch unseren Beruf, den wir ausüben und Gehalt bekommen.
Und jeder hilft jedem. Eben weil keiner bezahlt wird.

Aber die von Dir genannte Box hat wirklich so viele Antworten wie schon lange nix mehr. Scheint ein heisses Eisen zu sein.
Für manche User(innen) ganz speziell.
Mit fast keinem der Beiträge kann ich mich identifizieren. Nicht aus sachbezogener Sicht, sondern aus (zwischen)menschlicher Sicht.
Ich scheine wirklich in einer anderen Welt zu leben.

Mann hab ichs gut.





Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: martina am 29.01.18, 11:03
Danke Mathilde,

Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe den Mann geheiratet und nicht den Betrieb. Aber es war klar, dass es den Mann nur mit dem Betrieb geben wird.

Ich erinnere mich an eine Szene aus unserer Verlobungszeit, als ich ganz entsetzt von einer Bekannten (im Alter meiner SM) gefragt wurde, ob ich denn nicht täglich mit meinem Mann in den Stall gehen würde?
Damals hab ich selber noch gearbeitet und mein Verlobter/Mann war bei seinen Eltern angestellt. Ich habe die Frage verneint und wurde sehr sehr schräg angesehen dafür.
Also hab ich gefragt, ob denn die Katrin (Beispielname) wohl automatisch auch mit ihrem Verlobten auf die Baustelle gehen müsse, um ihm bei seiner Arbeit als Elektriker zu helfen? Oder ob die Sabine ihrem Mann bei Radioreparieren helfen müsse? Nein, bei jedem anderen Beruf sei es nicht automatisch vorausgesetzt, dass die Frau ihrem Mann hilft. Nur in der Landwirtschaft, da ist das so? Wir jungen Frauen waren uns aber einig, dass, wenn die Männer sich selbstständig machen wollen würden, wir ihnen den Rücken freihalten.

Ich hab damals klar gemacht, dass wir unseren Weg finden werden und ich in irgendeiner Form auch auf dem Betrieb mitarbeiten werde, wenn er denn übergeben worden ist. Und das hab ich gemacht. Nein, ich bin nicht täglich mit in den Stall gegangen, aber das Büro wurde schneller meines, als ich piep sagen konnte. Ganz einfach, weil mir das schriftliche mehr liegt als meinem Mann und weil das Büro zu wichtig ist, um dabei zu schludern.

Zu dieser Entscheidung stehen wir noch heute, auch wenn mein Mann es vielleicht gern etwas anders gehabt hätte. Aber die Kinder waren ja auch noch da. Mirjam hat mal den Begriff "alleinerziehend mit Mann" hier angebracht. So hab ich mich oft gefühlt, wenn ich mit den Kindern mal wieder allein war, weil landwirtschaftliche Dinge immer Vorrang hatten. Meinem Mann selber ist das nicht bewußt gewesen.

Ich wünsche meinen Kindern, dass sie in ihren Beziehungen glücklich werden. Ob und wie sie ihre Beziehung und ihr Arbeitsleben auf dem Hof gestalten, dass ist vorrangig ihre Sache, die sie unter sich klären müssen. So sind zumindest meine Vorsätze.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: martina-s am 29.01.18, 12:23
Tja, das ist halt immer so die Frage!

Also bei mir war klar, dass ich meinen Beruf aufgeben würde und hier am Betrieb mithelfe. Das war mit Sicherheit von meinen SE so gefordert, dass mein Mann sich eine sucht, die dieses Kriterium erfüllt.

Oh und ich kenne da einige Männer die mit dieser "Anweisung" im Hinterkopf auf Brautschau gehen oder gegangen sind.

Mein SS gehört da dazu und auch der Mann meiner Nichte.

Unser Neffe hat sich so eine gesucht. Mal sehen ob es was wird.

Ich könnte da ganz viele aufzählen wo dies zutrifft.

Ich wusste was mich als Bäuerin erwartet. Und das obwohl ich nicht aus einer Landwirtschaft stamme.

Meine Tochter wusste auch was ihr Ja zu dem Mann bedeutet. Nämlich dass sie da automatisch Kühe mit geheiratet hat und auch die SE. Obwohl da auch Trennung der Haushalte angesagt ist und nicht so wie früher alle auf einem Haufen wohnen.

Meine Nichte hat gleichen Beruf gelernt wie ich, ist aber auch in die Landwirtschaft eingestiegen. Sie hat auch immer davon geträumt Bäuerin zu werden.

Und dann kenne ich noch eine Familie bei denen muss ich auch still lächeln. Alle haben anderen Beruf gelernt. Sie haben keinen Hof mehr. Aber sie haben alle nach ihrer Ausbildung noch ländliche Hauswirtschaft gelernt und sich einschlägig weitergebildet.
Eine hat inzwischen einen Landwirt geheiratet. Die Cousine auch. Und das ist wie ein Fieber bei denen!

Und da geht es nicht unbedingt um Besitz und Auto und Konto und wie Haushalte trennen und wie Kontoführung gestalten.

Die sind alle irgendwie beseelt von der Idee Bäuerin zu werden/ zu sein.

Das ist nämlich schon ein Berufsstand den man pflegen sollte weil er in der so schnelllebigen Zeit zu verblassen schein. Weil die Liebe zu den Tieren und zur Natur eben doch noch jungen Menschen gegeben ist. Nur redet man das auch oftmals madig und nur zu gern wird der schlechte Milchpreis und die gestiegenen Lebenshaltungskosten und Anschaffungspreise dazu hergenommen, zu sagen, dass es keinen Sinn mehr macht da einzusteigen.

Und um Gottes Willen wenn man schon einen Bauern nimmt, dann ja den erlernten Beruf beibehalten!

Und ja darauf achten, dass man nicht zu viel tut, und unbedingt vermeiden, dass man ausgenutzt wird.

Ich denke aber, so kommt man in keinen Beruf weiter. Der Mensch verliert immer mehr Spaß an seinem Beruf und seiner Berufung!

Bäuerin zu sein kann ernsthaft Berufung sein. Wer es fassen kann, der fasse es! Und wenn der Mann auch noch dazu passt, warum sollte man sich nciht auf diese Bedürfnisse einlassen?

Nur immer vorwärts streben und nicht zur Seite blicken, das kann jeden Beruf vergällen!

Wenn nur noch von Mobbing die Rede ist, dann läuft gewaltig was schief in unserer Gesellschaft.
Und genau das zieht langsam durch alle schichten und macht auch vor unseren Höfen nicht halt.

Gerade die Bäuerinnen hätten es eigentlich in der Hand die junge Generation wieder für das Wesentliche, das Ursprüngliche und das Eigentliche zu motivieren.

Ein Leben mit der Natur unterscheidet sich einfach mit anderen Berufen. Es bedarf neben Now how schon auch ein bisschen feeling und Liebe dazu. SIch einstellen auf die Gegebenheiten die man nicht unbedingt beeinflussen kann!
Wenn es so einfach wäre, dann hätte man die Landwirtschaft schon lange total industrialisiert. Dann würde das jeder machen (wollen).
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: annelie am 29.01.18, 12:27
Ich wußte was mein Mann für ein Auto fährt, da brauchte ich nicht fragen, denn er kam immer mit dem Auto.  ;) Autos sind mir überhaupt nicht wichtig, Göga und ich fahren einen Renault Twingo.
Ich wußte um seine finanzielle Situation und er um meine, da wir zum Zeitpunkt unserer standesamtlichen Heirat eine GbR gegründet haben.
Mein Mann und ich wußten ziemlich schnell, dass wir heiraten werden und für uns war von Anfang an klar, dass wir alles "zusammenwerfen". Wir haben nur gemeinsame Konten, obwohl der GbR-Vertrag die Gewinnaufteilung regelt, haben wir nie was aufgeteilt. Das Finanzamt veranlagt uns gemeinsam und das macht eh 50/50.

Unsere Tochter lebt seit knapp einem Jahr mit ihrem Freund zusammen. Im Herbst 2016 haben sie begonnen eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Damals haben sie -gemeinsam- errechnet wie hoch die Miete maximal sein darf, damit ihnen noch Geld zum Leben bleibt. Unsere Tochter weiß was ihr Freund verdient und ihr Freund weiß was sie verdient, ich seh jetzt da kein großes Problem.

Wir besprechen finanzielle Angelegenheiten immer miteinander und unsere Kinder sind nicht ahnungslos. Ich fände es eher seltsam, wenn man so ein Geheimnis draus macht. Unsere Tochter und ihr Freund machen das genauso. Der Freund unserer Tochter ist in unserer Familie integriert. Unser Sohn hat noch keine Freundin.

Vor Jahren, als unser Teilzeitmitarbeiter zur Winterschule ging, hat er uns gefragt, ob er unseren Betrieb in der Schule durchrechnen darf. Er hat alle unsere Buchführungsunterlagen bekommen, für uns war das kein Problem. Er hat das dann ebenso auf der HLS genutzt. Als unser Sohn zur Winterschule ging war es ebenso.

Ich könnte z. B. nicht mit einem Mann der finanziell immer am Limit lebt, ich hab ein großes Sicherheitsbedürfnis. Da steh ich zu.

Geheiratet hab ich meinen Mann weil ich ihn mag und wir trotz Höhen und Tiefen gut zusammenpassen. In manchen Dingen sind wir sogar ein Dreamteam.... :D

... und wenn sich jemand jetzt über das "mag" wundert, ich bin kein Mensch der mit "großen Worten" kann. Ich mag lieber die leisen Töne....


Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: frankenpower41 am 29.01.18, 12:40
@MartinaS, wenn ich so lese was Du wegen Anweisung im Hinterkopf schreibst, und ich geh davon aus, dass das in der Gegend/Welt wo Du herkommst tatsächlich noch teilweise so ist dann denke ich "Bei Euch ist noch vieles anders und so wie hier vielleicht um 1970 rum.
 Ich kenne hier niemanden der so denkt, die sind alle froh, wenn die Partnerin die landwirtschaftliche Welt akzeptiert. Natürlich ist man froh, wenn sie mitarbeitet, aber hauptsächlich will man, dass der
Sohn eine Partnerin hat.  Hier gibt es einen ziemlich großen landwirtschaftlichen Betrieb mit Mitarbeitern (die waren schon vorher), die Frau ist nach der Elternzeit wieder bei der Polizei m.W. nicht verheiratet, aber Kinder.
Auch bei anderen Betrieben ist das manchmal so.  Ich würde als Mutter auch froh sein, wenn mein Sohn mit knapp 40 wenigstens noch Familie gründet. So viele Frauen die sich da drauf einlassen gibt es hier nämlich wirklich nicht und dann kommen sie meist auch nicht aus landwirtschaftlichen Familien, denn grad die, die wissen wie es läuft wollen es nämlich meist nicht.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: martina-s am 29.01.18, 12:47
Hallo Frankenpower,
ich kann das nicht beurteilen. Ich kenne auch in den neuen Bundesländern Frauen die noch in den Stall gehen. Oder eben Landwirtschaft machen wollen.

Es kommt eben immer darauf an was will man gemeinsam!

Was erwartet sich der Hofnachfolger?

Leider muss ich sagen, dass hier im Ort auch noch ältere Männer ohne Landwirtschaft zu haben sind. Oder sie haben spät dann doch noch geheiratet. Während es auch andere gibt die jung ihren Bäuerin gefunden haben.

Was mir in der Box von Gräfi einfach so aufgefallen ist, dass jeder immer Angst hat zu viel zu tun oder dass andere ausfallen könnten weil sie zu beansprucht werden und dann ersetzt werden müssten weil sie es nimmer schaffen.

Niemand will mehr zu enge Familienbande. Alle streben nach Freiheit. Nur nichts "einbringen" wo nix raus schaut!

Selbstlose Motivation geht überall den Bach hinunter. Jeder will Entlohnung und nur das tun wozu er Lust hat. Auch nichts Neues lernen.

Das spürt man auch stark im Ehrenamt.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: gatterl am 29.01.18, 12:57
Auch hier wieder die verschiedene Herangehensweise an das Thema.

Interessant.
Das ist die Sicht jedes einzelnen ( wohlgemerkt alles Frauen, die bereits Hofbewirtschafter sind und ihre Meinung kundtun )und sagt m. M. viel aus.
Nur das, was die Box fragt, kann man nicht pauschal beantworten.

Ich würde spontan auf die Frage antworten: "Jeder auf was anderes"

Ich glaube aber- verzeiht, dass ich mich dazu so äussere, als Minihobbybiolandwirtin im Nebenerwerb:
Die Ausgangslage ist immer verschieden, die Erwartungen sind es auch und die, die kommen müssen damit ihr Auskommen haben, egal in welcher Form und ich beneide niemanden darum, gerade bei grossen Betrieben.
Deshalb glaube ich, dass Vertrauen ins Handeln der Jungen, Zurückhaltung bei Einmischung bei den zukünftigen Altenteilern gefragt ist.
An erster Stelle sollten nicht die Erwarten stehen, die WIR haben.
Ich weiss ja, das ist eine Meinung, die von manchen nicht gerne gehört wird, aber die jungen werden es schwer genug haben.
Und um Landwirtschaft als Berufung zu sehen, sind heute wohl teilweise andere Kriterien ausschlaggebend als noch vor 30 Jahren.
Ob einem das passt oder nicht, dieser Tatsache sollte man schon ins Auge sehen.


Ich meine damit NICHT das finanzielle Verschleudern lassen des Geldes der Alten.
Aber das WIE eine Landwirtschaft geführt wird, ob und wie sich angeheiratete Frauen oder Männer einbringen, sollte doch hauptsächlich den betreffenden Personen überlassen sein. Wenn der Hofnachfolger damit zurecht kommt- dann ist das doch in Ordnung.


Obs gut geht?
Weiss man das je vorher?

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: mary am 29.01.18, 13:11
Zum Glück weiß man nicht, was im Leben alles so daherkommt, was in der Schicksalswundertüte alles enthalten ist.
Egal wie jung oder wie alt man ist.
Denk mir mal, dass das ziemlich egal ist, ob mit oder ohne Hof.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: gatterl am 29.01.18, 13:12
Zum Glück weiß man nicht, was im Leben alles so daherkommt.
Egal wie jung oder wie alt man ist.

Da hast Du recht Mary, aber gerade deshalb sollte man versuchen, offen zu sein. Ich habe schon so oft gemerkt, dass meine Vorstellung noch längst nicht die der anderen entspricht.
Und wer bestimmt, was richtig oder falsch ist?
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Tina am 29.01.18, 14:17
Also ich steh dazu, das man/frau weiß, worauf sie sich finanziell einläßt, wenn sie auf einen Landw. Betrieb oder in eine Firma heiratet.
Und das hat in meinen Augen nichts mit Liebe oder mögen zu tun. Ich denke jeder sollte in dieser Hinsicht wissen, woran er/sie ist. Das hat ja auch einen Einfluß darauf, kann ich es mir leisten, meinen Beruf an den Nagel zu hängen?

Ja, ich hab das wissen wollen und ich liebe meinen Mann und wir sind mittlerweile fast 40 Jahre verheiratet und ich habe meine Arbeitskraft dem Betrieb gewidmet. Und wir haben auch gemeinsame Konten ich  bin "Finanzminister ;D.

Und ich erwarte nicht, von meiner ST, das sie ihren Beruf an den Nagel hängt. Das ist ihre Entscheidung und ich werde einen Teufel tun, und mich da einmischen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: martina-s am 29.01.18, 14:24
Hallo Tina,
ich mische mich auch nicht ein. Nur ich hab ein Problem wenn ich immer so kurz vor knapp über irgendwas (nicht) informiert werde und dann einspringen muss.
Ich habe schon den Eindruck das C. unsere Arbeit gerne macht und auch in den Stall geht wenn sie kann.
Aber momentan bin ich immer sehr hin und her gerissen weil ich mit so mancher Spontanität nicht klar komme.
Daran gilt es noch zu arbeiten

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Tina am 29.01.18, 16:52
Das mit der Spontanität ist im Moment auch ein kleines Problem. Wir wollen die Mittagsmahlzeiten gemeinsam einnehmen, um auch bettrieblich immer auf dem gleichen Stand zu sein.
Aber ST mit Stillen, da klappt das nicht so, das müssen wir noch dran arbeiten.
Ansonsten sind wir in der glücklichen Lage. Termine rechtzeitig abzusprechen und dank PC Kalender auch immer auf dem Laufenden zu sein. Das läuft sehr gut.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: annelie am 29.01.18, 16:58
Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?

- auf einen Partner der nicht immer geregelte Arbeitszeiten hat
- auf einen Partner, so er/sie selbstständig ist., Schwankungen im Einkommen hat
- auf einen Partner der auch mal "Urlaubssperre" hat
- auf einen Partner der betriebswirtschaftlich denken kann und deshalb auch mal unbeliebte Entscheidungen fällt

Gatterl entspricht diese Antwort mehr dem Boxentitel?
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: gatterl am 29.01.18, 17:24


Gatterl entspricht diese Antwort mehr dem Boxentitel?

 :-*

Eher, wobei eben noch individuelle Kriterien dazukommen.
( siehe die vielen Konfliktpotenziale, die im grossen und ganzen verschärft in der Landwirtschaft vorkommen. Aber durchaus auch woanders, wo ein alteingesessener Betrieb besteht, in dem Schwiegereltern und Geschwister aus und ein gehen und man miteinander auskommen möchte/soll/muss. Was nicht immer an der selben Partei scheitert und- so glaube ich- das schwierigste ist.)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: gammi am 29.01.18, 17:56
Das ist aber auch in allen anderen Bereichen so. Es gibt auch nicht DIE Verkäuferin, die Büroangestellte. Überall werden andere Prioritäten gesetzt und es muss auf ganz andere Dinge geachtet werden.

Bei Landwirtschaft und auch Handwerk oder anderer Selbstständige ist halt der Unterschied, dass sich Privat und Betrieb vermischt und somit mehr Konfliktpotential vorhanden ist.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: cara am 29.01.18, 19:08
Ich denke, jeder sollte sich einen Bereich suchen, der ihm liegt.
Wenn jemand seine Berufung im Stall findet, ist es toll, aber wenn nicht, ist es auch okay.
Es kann auch nicht unbedingt schaden, finanziell in eine andere Richtung abgesichert zu sein - und das gilt nicht nur für landwirtschaftliche Betriebe.

Wenn da ein Zwang hinter ist, kann auch ganz schnell die Partnerschaft darunter leiden und dann kann auch irgendwann die größte Liebe nicht mehr wettmachen, was im Alltag kaputt gegangen ist.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Bergli am 30.01.18, 07:35
Was ist eine "Bäuerin"?
Das ist eine gute Frage.

Da sind doch alle Bäuerinnen anders, jede einzelne, jede Betrieb ist anders und doch sind wir im Herzen alle gleich; Bäuerin  :D
und die "perfekt" Bäuerin gibt es nicht, weil wir alle anders sind. Und was ist "perfekt"?

Da ist mir ein Spruch in den Sinn gekommen:
Man kann Glück nicht kaufen, aber man kann Bäuerin sein, was sehr nahe dran ist (Verfasser unbekannt)

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Milli am 30.01.18, 08:40

Super Spruch Bergli,da ist auf jeden Fall viel Wahres dran. ;)

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: frankenpower41 am 30.01.18, 09:08
naja, ::)
Heute Morgen würde ich das nicht sagen, Kuh mit Euterverletzung, geschlagen wie blöd, wer das kennt weiß was ich meine.  Ob ich das als Glück bezeichnen kann?
Da könnt ich jetzt noch viele Dinge schreiben, wobei ich ja nicht bestreite dass es auch schöne Seiten hat.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: saba am 30.01.18, 09:51
Ich denke, jeder sollte sich einen Bereich suchen, der ihm liegt.
Wenn jemand seine Berufung im Stall findet, ist es toll, aber wenn nicht, ist es auch okay.

Na, ja, und von wem wird der Rest erledigt? Gerade, wenn Arbeitskräfte nicht im Übermaß vorhanden sind.  ::)
Also, ganz ehrlich meine Meinung, nur das zu machen, was einem liegt und man gerne macht, da würde wohl viel liegen bleiben auf einem Bauernhof.  :-\
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: martina am 30.01.18, 09:55
Vielleicht einigen wir uns auf "vorrangig das machen, was einem liegt"?

Das ungeliebte Arbeit auch gemacht werden muss, ist ja eigentlich klar. Aber es sucht sich doch jeder seine Nischen und Betätigungsfelder.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Mathilde am 30.01.18, 10:32
Das ist doch überall so oder glaubt hier jemand allen Ernstes dass Bettpfannen leeren zu den Lieblingsbeschäftigungen der Pflegekräfte gehört.

Wisst Ihr was mich stört ist dieses ewige „Alleinstellungsmerkmal“ das heute nicht mehr vorhanden ist.
Dieses Anspruchsdenken dass die folgende Generation es genauso zu machen hat. Mir ist dabei schon bewusst dass es Gegenden gibt wo kein Ackerbau möglich ist aber wie Die neue Generation arbeiten und leben möchte ist doch nicht meine Aufgabe das vorzuschreiben.
Selbst bei den Enkeln muss man doch bereit sein Kompromisse zu machen. Wenn kein TV erlaubt ist geht man eben in den Tierpark.

Nochmal: die Kühe waren meins und wie ich gemerkt habe dass das so nicht gewünscht ist habe ich diesen Betriebszweig eliminiert. Noch ein bisschen Mastvieh ist noch da und auch das wird gehen.
Neulich meinte Unser Sohn dazu: den Stall habt Ihr ja genial gebaut da könnte man … ich unterstütze wenn aber mein Part ist das nicht das müssen Sie schon selbst entscheiden ich habe für mich noch andere Pläne und die sind nur noch halb betrieblich weil ich ja Stroh und Heu und Boxen brauche  ;)

Gatterl ich bin nicht frustriert aber glaub mir ST würde mich komisch angucken wenn Sie die Kündigung erhalten würde denn Sie wurde hier eingestellt (übrigens für die Kühe) da hat weder Sie noch unser Sohn im entferntesten daran gedacht mal zusammenzuziehen  ;D Sie prüft mit Sohn auch die Angebote für Landmaschinen und bekommt sehr wohl mit was wir finanzieren und was wir so „wuppen“.

Ich vermisse hier die Neuzugänge. Schade ich hätte gerne mal eine junge Sichtweise gelesen. Selbst wenn es mir nicht in den Kram passt. Wie steht so schön auf einer Karte die ich gekauft habe: Solange man sich verändern kann, braucht man keine Angst vor dem Leben haben.

LG Mathilde

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Rohana am 30.01.18, 11:40
Tja, was soll ich so sagen als "junge Sichtweise" die jetzt 1 Jahr mit aufm Hof lebt...

Kommunikation ist das schwierigste hier. Die Leute sind sowieso maulfaul und dann auch noch sich irgendwie mit einer weiteren Person arrangieren müssen, das scheint äusserst schwierig. Auf der einen Seite wird gejammert weil ja soviel Arbeit ist, auf der anderen Seite haben sie dann immer keine Lust wem anders sagen zu müssen was zu tun ist bzw. wann, was, wie - dann wirds eben selber gemacht und weiter gejammert.  ::)

Dies nur ein kleines, aber wichtiges Detail meines Hoflebens. Wenn's nämlich an irgendwas hakt, dann daran; "sie" ist vorrangig mein Partner, der Juniorchef.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: mary am 30.01.18, 12:17
@Rohana,
darf ich dich fragen, hast du einen landw. Hintergrund - so aufwachsensmässig geprägt oder was hat dich ausser der Liebe zu deinem Bauern dazu bewogen, dieses Leben zu wagen?
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Rohana am 30.01.18, 13:47
Stadtrandkind. Ich arbeite gerne mit, im Stall kann ich mittlerweile auch alles, so dass ich ohne Probleme eine Person ersetzen kann (wenn der SV mal im Krankenhaus liegt, die SM die Oma pflegt, oder der Freund krank ist z.B.).
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: ayla am 31.01.18, 00:28
Interessant und spannend, das Thema. Ich wüsste da auch was zu schreiben, bin jetzt aber zu müde und verschiebe das deshalb auf später mal.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: mary am 31.01.18, 07:08
@Rohana,
du bestätigst etwas, das ich immer öfters sehe,- junge Frauen, die auf einen Hof der Liebe wegen gegangen , sehr tüchtige Bäuerinnen geworden sind.
Mich würde bei deinem Blick von Aussen interessieren, was muss oder müsste sich aus deiner Sicht  auf den Bauernhöfen ändern?
Vor ein paar Tagen hatte der Maschinenring mit einer Bank gemeinsam eine Veranstaltung zum Thema Burn out organisiert-
es wurde der grösste Saal im Landkreis dafür verwendet, aber soweit ich mitbekommen habe, waren mehr als 200 Leute auf der Warteliste, weil es eben nicht mehr Plätze gab.
Es macht schon nachdenklich, dass trotz der Technik die  Arbeitsbelastung nicht weniger wird, dass ein Hof nach dem anderen aufgibt.
Sicher ist jeder Hof anders, macht es so wie es die Leute meinen, aber irgendwie läuft etwas gewaltig schief und das scheint mir, ziemlich global bzw. weltweit.
Hab neulich bei den Imkern mit einem anderen Imker diskutiert, er war wie jedes Jahr bei seinem Cousin, der Bauer in Brasilien ist, was er so erzählte, nicht gerade ein Land für "Landwirte".
Von China bekommt man nicht viel mit, aber ab und an kommt doch was, dass man sich ein Bild machen kann, wie es den Bauern draussen auf dem Land geht- die wollen alle weg, weil die Wertschätzung für die Landwirtschaft sehr unterdurchschnittlich ist- ihnen gehört das Land nicht, die können jederzeit vertrieben werden und dann sind sie eben die billigen Wanderarbeiter.




Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Bergli am 31.01.18, 07:36
naja, ::)
Heute Morgen würde ich das nicht sagen, Kuh mit Euterverletzung, geschlagen wie blöd, wer das kennt weiß was ich meine.  Ob ich das als Glück bezeichnen kann?
Da könnt ich jetzt noch viele Dinge schreiben, wobei ich ja nicht bestreite dass es auch schöne Seiten hat.
@frankenpower: du erlebst sicher jeden Tag auch etwas (wenn auch kleines) positives, schönes. z.B. schaut dich das Kätzchen lieb an, die Kälbein springen munter herum, die Sonne lacht, der Nebel streicht durchs Land etc. Lassen wir uns doch nicht von etwas schlechtem den Tag vermiesen. Ich weiss schnell geschrieben, aber lange nicht so gemacht. Geht mir nicht immer so. Probiere es jeden Tag. Mal besser, mal weniger  ;)
Wir haben doch der schönste Beruf, sind frei und können (oder fast) machen, was uns Spass, Freude macht.  :D

Eine ganz andere Frage: Würden wir den gleichen Weg wählen, wenn wir nochmals am Anfang wären? Wenn wir wüssten, was auf uns zu kommt? Hab es mir gestern überlegt, ich würde sagen JA. der Liebe wegen und dabei denken, sicher nicht bei uns, wir sind stark! Aber zum Glück, sind wir nicht wieder am Anfang   ;D. Es ist gut, wie es ist.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: mary am 31.01.18, 08:45
@Bergli,
die Frage ob ich noch einmal Bäuerin werden würde, hab sie mir auch schon öfters gestellt.
Ich würde sagen, ja, aber........
bestimmt nicht mehr den 10 Gang zu oft benutzen,
mich über so manches überhaupt nicht mehr aufregen.

Dieses Suchen nach den kleinen Freuden, nach dem was machbar ist, das sehe ich auch als ganz wichtig an.
Mich freuen die Möglichkeiten auf dem Hof, ich kann in den Obstgarten  Bienen reinstellen und muss nicht irgendwohin zu ihnen fahren, es regt sich kein Nachbar wegen der Bienen auf, niemand meckert wegen unseres Hahnes,
ich brauch nicht auf der Terasse nur über Bla Bla reden, weil nebenan der Nachbar alles mithören könnte.
Wir haben eine sehr gute Nachbarschaft, aber ich bin froh, dass wir uns nicht in die Suppenschüssel schauen können.
Heute freue ich mich, weil ich einen Geschenkkorb zum Geburtstag hergerichtet habe, alles kommt aus dem, was auf dem Hof wächst.
Dieses nahe dran sein an den Lebensmitteln, das find ich für mich sehr erfüllend.
Manchmal hab ich das Gefühl, dass wir uns im Laufe der zeit alles wegrationalisieren oder wegrechnen liessen, was uns innerlich erfüllt und Freude macht.
Denn rein rechnerisch könnte ich um das was ich mit den Bienen tue, seeeeehr viel besten Honig beim Imker kaufen.
Aber diese Freude, dieses wunderschöne Gefühl, wenn aus der Honigschleuder der flüssige Honig rinnt- wenn er mittels Rühren sich immer mehr verbessert-
aber es gibt eben auch die andere Seite, der Frust, wenn es im Frühling so still ist,
wenn es nicht regnet, alles zusammenhagelt, wenn die Tiere krank werden, wenn Sturm im Wald grösste Schäden macht.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: frankenpower41 am 31.01.18, 09:01
@Bergli, ich würde wieder hierher ziehen, aber nur wenn wir getrennte Wohnung hätten.
Ob ich mich auf die Landwirtschaft einlassen würde, ich geb ja zu hat auch schöne Seiten, das würde ich die meiste Zeit verneinen.  Kürzlich kam Rentenbescheid.  Ich war 10 Jahre berufstätig, da hatte ich einen 8 Stunden Tag und 6 Wochen Urlaub, WE frei.  Die Erziehungszeiten für die Kinder sind dort angerechnet.
Seit 30 Jahren bin ich jetzt am Hof, kann an einer Hand abzählen wenn ich da mal 3 Tage nicht am Hof war, länger war ich nie mehr weg, Samstag, Sonntag sowieso immer aufgestanden und Stall, auch wenn ich krank war hab ich mich hingeschleppt.  Das, was ich mal an Rente bekomme, ist weniger als das aus der Zeit meiner Berufstätigkeit  (haben auch privat vorgesorgt).  Dann das Negativ-Image der Landwirtschaft, grad jetzt wieder der Aufwand wegen der neuen Düngeverordnung.  Auch wenn es nicht immer schlecht ist, ich würde es mir viel mehr überlegen als damals, als ich sehr naiv an die Sache rangegangen bin.  Zu der Zeit gab es auch noch im Bekannten- Freundeskreis einige die auf Höfe geheiratet haben, die, auch ihre Männer, machen schon lange was anderes.
Ob diese Entwicklung richtig und gut für unser Land und Gesellschaft ist, ist ein anderes Thema.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Mucki am 31.01.18, 09:07
Also unser Betrieb läuft ja aus wie viele hir schon wissen.
Habe auch oft gedacht ob ich des nochmal alles durchmachen Möchte ,nun die Tiere, die Arbeit ja sofort wieder.
SM und das drum rum nein nie wieder
Jedoch muß ich sage das uns der Ärger immer mehr zusammen geschweißt hat.

Mein Mann sagt er würde den Hof nicht wieder nehmen, zu viel Stress mit Seinen Eltern,und auch die immer schlimmer werdenden Einschränkung vom Staat lassen sein Freude an der Arbeit gewaltig zu Rück gehen.
LG Mucki
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Rohana am 31.01.18, 11:51
@Rohana,
du bestätigst etwas, das ich immer öfters sehe,- junge Frauen, die auf einen Hof der Liebe wegen gegangen , sehr tüchtige Bäuerinnen geworden sind.
Mich würde bei deinem Blick von Aussen interessieren, was muss oder müsste sich aus deiner Sicht  auf den Bauernhöfen ändern?
Was mich oft stört und was ich nicht verstehen kann (vermutlich stört es mich WEIL ich es nicht verstehe): "Ist halt so". Kein Wunsch, kein Streben, kein Bedürfnis nach Veränderung und/oder Optimierung. Klar, viele Dinge gehen einfach unter den derzeitigen Umständen nicht. Kein Platz, kein Geld, keine Kapazitäten. Aber muss man sich deshalb einfach damit abfinden, dass es nie anders werden könnte/sollte? Will man sich nicht verbessern, fortbilden, entwickeln? Kann ein "immer weiter so" wirklich das Ziel sein?

Diese dickfellige "Zufriedenheit" auf der einen Seite, aber auf der anderen das jammern und nörgeln über die Politik, die Verbraucher, die Nachbarn, ... (nicht unbedingt unberechtigt!) - das passt für mich einfach nicht zusammen. Allerdings weiss ich nicht ob das nur mein persönliches Empfinden ist, oder ob andere das auch so sehen und erleben?

Ich komme aus einem anderen Umfeld und durch mein Studium (ja, ich bin sone dämliche Studierte) und meine langjährige Tätigkeit an der Uni neige ich dazu, zu hinterfragen. Das wird hier so oft als lästig, nervig, negativ dargestellt. Ich möchte wissen warum etwas so gemacht wird, warum Dinge so sind - so funktioniert nachhaltiges lernen. Und nicht nur stumpf tun und tun und tun. Andererseits teile ich bereitwillig mein Wissen, wenn es der andere vielleicht gebrauchen kann. Auch das ist wieder nicht recht - dann bin ich ein "Gscheithaferl".  Das stört mich persönlich schon sehr. In Kombination mit der schwierigen Kommunikation ist es vermutlich das, was mir - wenn überhaupt - die Sache verleidet.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Heidi.S am 01.02.18, 13:59
Rohanna, ich kann dich da sehr gut verstehen, mir ging es auch so ähnlich als ich auf dem Hof kam. Ich war zwar keine Studierte, aber eine gut ausgebildete Dorfhelferin, die auch in ihrem Leben viel gesehen und gelernt hatte.
Wenn ich im Nachhinein die Lage so betrachtet, dann war es eigentlich so eine Art Selbstschutz von den SE nicht so viel zu hinterfragen und einfach nur zufrieden zu sein. Irgendwie haben sie ja in ihrer Generation den Hof doch weiter gebracht, so daß sie darauf stolz sein konnten. Es war ihr Lebenswerk und damit gaben sie sich ihr Selbstwertgefühl und ihren Stolz.

Und dann kam ich und stellte so viel in Frage und hatte ganz andere Sichtweisen. Das war schon befremdlich. Nicht jeder hat soviel Selbstwertgefühl um damit locker umzugehen. Für sie war da wirklich Existenzangst.
Im altbewährten zu bleiben und auf andere zu schimpfen war irgendwie sicherer.
Versuche das einfach im Hinterkopf zu haben und lass frage sie auch öfters mal wie es ihnen ergangen ist als sie noch jung waren.




Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: gschmeidlerin am 01.02.18, 19:43
Rohana, du sprichst hier sicher ganz was wichtiges an!

An vielen Betrieben gibt es sicher eine Betriebsblindheit die zum Himmel schreit. und ja, man ist auch unzufrieden und schimpft, jammert und nörgelt, denkt aber nicht nach, denn dann müsste man vielleicht aus den vertrauten Alltag raus, und dann kommt da eine fremde Person in Form einer Schwiegertochter daher und fängt an unbequeme Fragen zu stellen, anstatt dass sie mitjammert.

Oft ist es sicher auch der vielen Arbeit geschuldet, dass man ganz einfach nicht zum Nachdenken kommt. Oft ist es aber sicher auch ganz einfach Sturheit oder man fühlt sich angegriffen, nicht wertgeschätzt, wenn man hinterfragt wird.

Eva
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Rohana am 02.02.18, 19:21
Oh, ich kann auch mitjammern, das tu ich mittlerweile auch gerne und viel! Aber... ich möchte es eigentlich nicht dabei belassen.  ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Flottelotte am 02.02.18, 20:30
Ich habe ja die letzte Box mit diesem Titel eröffnet....

Die Betriebsblindheit bzw. die “ungemütlichen“ Fragen waren hier das Hauptthema. Außerdem neige ich dazu, mich in Sachen so richtig reinzuhängen, was auch nicht gut ankam. Also habe ich nach viiiieeelen Tränen und kräfteraubenden Diskussionen beschlossen, mich erst in den Betrieb einzubringen, wenn auch wir das Sagen haben.

Nachdem bei uns sowieso die Wohnbereiche getrennt waren, hat es hier keine Berührungspunkte gegeben. Jetzt ist es total fein mit der SM, weil sie sich gerne auch mal um den Junior kümmert, wenn ich einen Termin habe.

Sie managt ihren Betrieb alleine und wenns zum Mithelfen ist, mache ich das, wie eine “Außenstehende“ und mische mich nicht weiter ein. In die Finanzen habe ich keinen Einblick, das ist mir auch gar nicht wichtig!

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Gräfi am 06.02.18, 14:43
Hallo,

erst einmal bin ich überrascht, was ich mit der erneuten Aufnahme des verlinkten Themas hier ausgelöst habe.
Hier äußere ich mich nur mal als Außenstehende, die seit über 1,5 Jahren auf dem Hof wohnt.

Mir ist aufgefallen, dass die Themen Kommunikation und unterschiedliche Erwartungshaltungen schwierig sind.

Meine SE sagen einerseits, dass sie meinem Freund freie Hand in der Zukunftsgestaltung des Hofes lassen. Darunter verstehe ich, dass mein Freund den Hof nach seinem Belieben weiter so betreiben oder eben auch Veränderungen vornehmen darf. Andererseits kommen sie dann mit dem Vorschlaghammer an: So wie es im Moment läuft überschreiben wir den Hof nicht. Um ihm dann anschließend nun doch ihren Willen anzutragen.
In „unserem“ Fall hat es sich so gestaltet, dass mein Freund ursprünglich den kompletten Hof übernehmen sollte. Jetzt, soll seine Schwester mit ihm zusammen den Hof bekommen. Er darf zwar entscheiden, ob es ihm recht ist, aber eigentlich hat er keine andere Wahl.

Als Außenstehende finde ich es schade, dass man auf diesem Weg miteinander redet, statt von vornherein die unterschiedlichen Erwartungen untereinander auszutauschen. Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.

LG Gräfi
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: maggie am 06.02.18, 14:55
liebe gräfi,
hast du nicht geschrieben dass seine schwester nicht landw. ist ?, und dass die beiden sich nicht sooo gut verstehen -
na da begreiffe ich die Eltern aber nicht -

übrigens unser sohn hat den betrieb 2014 übernommen -

vor ca. 10 jahren mussten wir uns entscheiden einen neuen milchviehstall zu bauen -
Junior hätte das eigentlich gerne weiter geführt

als der erste Kostenvoranschlag für den Neubau kam, war gerade kurz vorher ein recht grosser abschlag des milchpreises bekannt geworen - das fragte er sich, soll ich mir das antun (z.g. nicht, denn seit damals fiel der preis noch "einige male  :o" !!!

es wurden hähnchenmastställe gesucht - er meldete sich - es war Juniors Entscheidung, er war damals ende 20 - und ich muss sagen, wir haben ihm freie Hand gelassen -

und es war die beste Entscheidung unserer - damals - ganzen 35 jahren als Eigentümer ....

natürlich sind wir mit seinen Entscheidungen nicht immer einverstanden, d.h. eher mein göga, aber dann soll er das klären mit ihm, ich finde einfach, er soll es versuchen

und ich muss sagen - er war immer sehr sparsam ....
beim Neubau des betriebsleiterhauses mussten st u ich ihm sehr zureden - zum glück - der abruch des hauses konnte mein mann mit unserem kleinen bagger selbst bewältigen - aussser staub und etwas dünnen Backsteinen und mörtel blieb nichts übrig ...
wir liessen dann die steine mahlen und haben damit den keller aufgefüllt und ein rest wurde noch für andere Auffüllungen gebraucht ....

warum, können so viele "alte" (ich zähle mich auch dazu, darum wage ich es zu schreiben) den jungen nicht mal freie Hand lassen -
und bei einem normalgrossen betrieb, sollte es wenn immer möglich nur einen Eigentümer geben ....

viel glück, ich hoffe, da klärt sich noch einiges, die aussagen deiner se tönen ja immer wieder anders -
gut - wir haben auch ca. 4 jahre an der übergabe gearbeitet, aber weil ich mit unserem Buchhalter (der zugleich auch noch schätzer war) das meiste allein besprochen habe und anschliessend dann an meine Männer weitergeleitet habe -
ich glaube - wir sind im Endeffekt schlechter gefahren, als Junior (aber wir können es uns erlauben, finanziell)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Gräfi am 06.02.18, 15:29
Hallo maggie,

seine Schwester hat keine landw. Ausbildung, wenn du das meinst. Sie kennt sich aber gut aus. Die beiden verstehen sich privat gut. Ob das beruflich/betrieblich der Fall sein wird, weiß ich nicht. Der ein oder andere Zwischenton ihrerseits lässt mich daran etwas zweifeln.
Mein Freund liebt den Betrieb und die Worte seiner Eltern haben ihn schwer getroffen, sodass er ein paar Augenblicke lang alles und jeden infrage gestellt hat. Er würde so ziemlich alles tun oder akzeptieren, um seinen Traum leben zu können.

Um mal auf das eigentliche Thema „Worauf man sich einlässt…“ zu kommen. Aus meiner Sicht:
 - Auf dem Hof wohnen (4 Generationen in einem Haus)
 - Bei der eigenen Arbeit zurückstecken
 - Wenig Zeit mit dem Partner
 - Urlaub kaum möglich
 - Betrieb steht an erster Stelle
 - Aufnahme in eine große Familie

Nicht alles, was ich geschrieben habe, lege ich nur negativ bzw. nur positiv aus. Jeder Punkt hat etwas von beidem.

LG
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: Mathilde am 06.02.18, 15:55
Ich habe ja die letzte Box mit diesem Titel eröffnet

Tut mir leid. Ich beanspruche keinerlei Rechte an dieser Box. Vielleicht führt die jemand zusammen.
Hatte die Suche genommen und war dabei nur auf die geschlossene Box von Nelly gekommen.

LG Mathilde
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?
Beitrag von: annelie am 06.02.18, 16:04
Hallo Gräfi,
zur Sache kann ich nichts beitragen, da ich die genaue Situation nicht kenne. Ich weiß nicht warum sich Deine SE so entscheiden wollen, gibts da eine Begründung?
 Ich bin ja in der Generation Deiner SE und unser Betrieb wird, wenn wir in Rente gehen voraussichtlich auslaufen. Unser Sohn ist 22 Jahre alt und hat sich nach abgeschlossener landwirtschaftlicher Ausbildung (Meister) entschlossen einen anderen Beruf zu erlernen. Die neue Arbeit gefällt ihm sehr gut, er hat keine Partnerin. Unsere Tochter ist 24 Jahre alt und hat vor knapp einem Jahr ihr Studium beendet, sie hat noch mindestens 1,5 Jahre Referendaritat vor sich und freut sich endlich ein Einkommen zu haben, von dem sie leben kann. Sie lebt seit fast 4 Jahren nicht mehr bei uns, aber in der Nähe und schaut gerne mal mit oder ohne ihren Partner vorbei.

Aber ich freue mich sehr das Du weiterhin hier schreibst.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: martina am 06.02.18, 16:13
Ich hab die Themen zusammengefügt.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Gräfi am 06.02.18, 17:04
Hallo annelie,
ich kann nicht genau sagen wieso seine Eltern ihre Meinung geändert haben. Zumindest keine, außer, dass er den Betrieb, wie er im Moment besteht, nicht alleine bewirtschaften kann. Wenn das der Grund ist, dann sollte aber mein Freund derjenige sein, der sich Gedanken darüber macht, wie es weitergeht (meine Meinung).

Danke  :) Ich kann zwar nicht immer regelmäßig schreiben, aber ich tue mein bestes  ;D
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 06.02.18, 22:22
So wars nicht gemeint, nur dass ich zu diesem thema auch was beitragen kann, nachdem ich mal eine box eröffnet habe...  ;)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 07.02.18, 01:11
Hallo annelie,
ich kann nicht genau sagen wieso seine Eltern ihre Meinung geändert haben. Zumindest keine, außer, dass er den Betrieb, wie er im Moment besteht, nicht alleine bewirtschaften kann. Wenn das der Grund ist, dann sollte aber mein Freund derjenige sein, der sich Gedanken darüber macht, wie es weitergeht (meine Meinung).

liebe gräfi,
ja das frage ich mich auch - entweder müssen alle 4 zusammensitzen und sich darüber intensiv unterhalten, aber eigentlich ist es ja der landw. der am besten bescheid weiss und der sollte darüber entscheiden -
und wenn sie sich privat verstehen, seine schwester aber eine andere Ausbildung hat und anschliessend müssen sie zusammen entscheiden -

- es tut mir leid, aber ihr wird einiges an wissen fehlen was für die Führung des betriebes wichtig ist ....

gestern z.b. habe ich gelesen, dass in de die meisten Handwerker die ein eigenes Geschäft führen wollen, den Meisterbrief haben müssen, und in der landw. kann eine junge frau, die auch nicht 100% im betrieb mitarbeitet, sich als gleichwertige Partnerin des sich seit jahren zu über 100% einsetzenden bruders bezeichnen -
tut mir leid, da verstehe ich deine se überhaupt nicht ... - sie müssen ja noch jünger sein als ich, da ja auch noch die Oma im hause ist (ich bin 69) und mir wäre es nie in den sinn gekommen so einen Unsinn nur schon mitzuteilen ...!!!!

haben deine se überhaupt noch eine Ahnung was alles verlangt wird - sind sie, oder einer von beiden voll im Büro einsatzfähig, d.h. auch mit all euren papieren -
mein mann und ich haben das schon vor jahren unserem sohn übergeben, er hat seine Ausbildung zum grossen teil mit den neuen Verhältnissen abgeschlossen, bei uns hiess es noch "mehr, mehr, mehr",

und heute muss man ja schauen dass man das richtige macht um leben zu können, Produktion ist ja heute 2. rangig, ich denke auch in Deutschland .... - und dieses wissen fehlte uns einfach -
darum - die Entscheidungen müssten bei den jungen liegen -

du darfst das deinem Partner ruhig zum lesen geben -

eine andere frage, wenn dein Partner nun nicht spurt wie seine Eltern wollen und sie den betrieb an seine schwester übergeben - kann sie dann überhaupt überleben -
in der schweiz brauchst du eine landw. Ausbildung dass du überhaupt direktzahlungen bekommst, einen kl. teil kann man auch erhalten ohne Ausbildung, aber das würde nie reichen um von einen vollerwerbsbetrieb zu leben -
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: annelie am 07.02.18, 06:15
Maggie, sehr viele in der Landwirtschaft tätige Frauen, zumindest in Familienbetrieben, sind Quereinsteigerinnen. Die meisten von ihnen, weil sie einen Bauern geheiratet haben. Ich würde ihnen nicht die Kompetenz absprechen. Ein großer Teil kümmert sich um die Finanzen , eine sehr wichtige Aufgabe. Gerade auf Milchviehbetrieben sind sie oft für das "Herdenmanagement" zuständig und tragen ausschlaggebend zum Betriebserfolg bei.

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: mary am 07.02.18, 07:33
Mir ist aufgefallen,
dass oft die Frauen, die keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben,
sehr, sehr aktive Partnerinnen auf den Bauernhöfen sind.
Das Problem sehe ich eher in der Sichtweise-
die lange landw. Ausbildung der Männer, die sehr intensiv auf die wirtschaftliche Grundlage gelegt ist(was ja auch sehr wichtig ist)
und dann soll Frau dagegen halten, wenn sie eine andere Sichtweise im Betrieb auch gewichten möchte.
Letzte Woche war bei unserem Maschinenring eine Veranstaltung- Begeisterung statt Burn out-
um die 600 hatten einen Platz bekommen, weit über 200 standen auf der Warteliste.
Macht schon ein wenig nachdenklich, dass bei der ganzen Diskussion um Tierwohl usw.
so ein Thema so einen Zulauf hat.
Im landw. Wochenblatt stand ein Bericht über eine Veranstaltung auf der Grünen Woche- über die Lebenszufriedenheit von Frauen auf den Höfen- kurz Bäuerinnenwohl-
ein paar Sätze sind da schon betrachtenswert:
Ohne Wirtschaftlichkeit schaffen wir es nicht, ohne Menschlichkeit ertragen wir es nicht.
Wenn es den Frauen auf den Höfen gut geht, geht es der Familie gut und auch dem Hof.
Wir haben doch heute eher die Realität auf den Höfen, dass die Töchter eine gute Ausbildung haben und sehr wenige der Liebe wegen, einen Bauern wählen,
die grössere Zahl der jungen Frauen auf den Höfen kommt aus dem nichtlandwirtschaftlichen Umfeld und darauf wird meiner Meinung nach viel zu wenig geschaut.
Diese jungen Frauen steigen oft hochmotiviert in dieses Lebensmodell ein- aber sie leben ja nicht im luftleeren Raum.

Lebensqualität Bauernhof - in Österreich hab ich da einiges drüber gehört- in unserem Land eher wenig.

Heute lässt sich viele Arbeit über Technik lösen, der Melkrobotter, der Fütterungsrobotter, der Spaltenbuttler, hochtechnisierte Landmaschinen,
aber ist damit die Lebensqualität oder -lebenszufriedenheit wirklich um so viel besser geworden?
Frägt man heute Bauernkinder, wie es ihnen in der Schule geht, kommt manchmal erschreckendes zu Tage-
manchmal sind nur noch ein oder 2 Kinder von einem Hof in der Klasse.

Das Zusammenleben mit der Familie ist sicher ein sehr schwieriger Part-
aber ich hab manchmal das Gefühl, dass das, was von uns von Seiten der Gesellschaft aufgedrückt wird,
uns in die Knie zwingt, Lebensqualität und -freude nimmt.
Die schwankenden Preise, die Herausforderungen mit dem Wetter, die Gesundheit der Tiere im Stall, das Wachstum auf dem Acker, damit kamen und kommen wir klar,
aber so manches kommt mir vor wie ein Gang übers Moor,
im Bauernhausmuseum in Ammerang war viele Jahre eine Ausstellung - Stallhaltung einst und jetzt.

Man sah die viel kleineren Rinder, die teilweise mit der Schubkarre auf die Wiese im Frühjahr geschoben werden mussten, weil sie so entkräftet waren, die dunklen Löcher von Ställen,
da haben heute die Tiere ein Leben, von dem manchmal die Bäuerinnen und Bauern nur träumen könnten.
Aber ich höre nichts mehr als noch mehr Labels, noch mehr Tierwohl, noch mehr Vorschriften, noch mehr Kontrollen.

Nur hab ich nicht ein einziges mal von der Lebensqualität für die Bäuerinnen und Bauern was gehört-
und wenn eine Veranstaltung so eine ellenlange Wartelieste hat- wie neulich die Maschinenringveranstaltung,
dann gibt mir das zu Denken.
Musste ich mal los werden.




Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Rohana am 07.02.18, 07:46
Zitat
Diese jungen Frauen steigen oft hochmotiviert in dieses Lebensmodell ein- aber sie leben ja nicht im luftleeren Raum.
Und die Familie kann einen ganz schön demotivieren. Aktiv oder passiv wird einem das Gefühl gegeben dass man ja eh "nix kann" und dass was man macht (z.B. Herdenmanagement, oder einfach mit gucken, mitdenken, Ideen einbringen) "nichts nützt" oder gar überflüssig wäre, weil wurde früher auch nicht gemacht.

Die Gesellschaft ist gar nicht mal der grösste Knackpunkt.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: mary am 07.02.18, 08:26
@Rohana,
ist sicher nicht einfach- wie sieht dein Traumprinz den Platz an seiner Seite?
Bin wohl eher im Alter der Eltern deines Mannes-
so ein paar Dinge sind mir da aufgefallen-
man nimmt sich in erster Linie immer selbst mit-
Höfe gibts in unterschiedlichster Ausprägung:
Und jeder Hof hat so sein Motto-
bei uns war Leistung, Anstrengung, alles für den Hof zu tun, dass es passt-
sicher eines der Hauptachsen.
Beim Blick in die Geschichte unseres Hofes wurde mir klar, warum das so war-
anders hätte dieser Hof die Schicksalsschläge nicht überstanden.
So verrückte Dinge - Pferde, Bienen, einen grossen Obstgarten-
dafür war am Anfang eher wenig Begeisterung zu spüren.
Ich brauch z.B. auch nicht mit meinen Bressehühnern meinen, dass so ein geschlachteter Bressehahn, auch entsprechend zubereitet,  allergrösste Verzückung im  Gourmethimmel meines Mannes hervorruft-
den mache ich mit Schweinebraten, Knödel oder Dampfnudeln bzw. Apfelstrudel viel glücklicher.
Freie Zeit draussen verbringen, im Garten, bzw. unter dem Apfelbaum und draussen Frühstück, Mittagessen usw. zu geniessen-
da war eine längere Zeit der Überzeugungsarbeit nötig.
ich hab mich gefragt, wie gings mir, wenn jetzt alle Obstbäume, die ich mühsam herangepäppelt habe, bei der nächsten Generation als unsinnig angesehen und mit der Motorsäge entfernt werden würden?
Wenn die Bienen oder Hühner stören würden?
Wenn es heissen würde, der Garten muss weg, es gibt keinen mehr, gibt eh alles jederzeit zu kaufen?
Ich weiß nicht, wie das Miteinander der Generationen besser gelingen könnte, es ist äusserst schwierig.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Mathilde am 07.02.18, 08:47
ich hab mich gefragt, wie gings mir, wenn jetzt alle Obstbäume, die ich mühsam herangepäppelt habe, bei der nächsten Generation als unsinnig angesehen und mit der Motorsäge entfernt werden würden?
Wenn die Bienen oder Hühner stören würden?
Wenn es heissen würde, der Garten muss weg, es gibt keinen mehr, gibt eh alles jederzeit zu kaufen?
Ich weiß nicht, wie das Miteinander der Generationen besser gelingen könnte, es ist äusserst schwierig.

Solange Du Dich noch selbst darum kümmern kannst ist das ok. Sobald es aber ausartet indem Du vorschreibst dass ST Deine Hühner versorgen soll, am besten noch zu der Zeit die Dir passt oder nach den Bienen schauen - Dein Hobby nicht Ihres. Wenn Du dann noch kommst jetzt  muss das Obst geerntet und haltbar gemacht werden weil Du es nicht mehr kannst, dann ja dann wird es kritisch.
Irgendwann werde auch ich nicht mehr unsere Pferde versorgen können… dann ist Schluss mit lustig.
Aber solange man noch aufstehen kann und das nötigste selber tun geht’s immer noch.

Ich finde es schade dass Rohanna da abgeblockt wird mit neuen Ideen, denn neue Ideen können nur gut tun -auch Misserfolge.

LG Mathilde
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Gräfi am 07.02.18, 09:47
Guten Morgen maggie,

natürlich fehlt ihr einiges an Wissen. Mein Freund hat seinen Meisterbrief und sie einen Bürojob.
Mein Freund wäre mit einer gleichberechtigten Partnerschaft (50/50) nicht einverstanden. Zum einen hat er die entsprechende Ausbildung zur Leitung des Betriebs, zum anderen kann seine Schwester, zumal mit Kleinkind und bald Baby, gar nicht die gleiche Leistung bringen, wie er. Das verlangt er auch nicht von ihr.
Meine SE sind beide Mitte/Ende Fünfzig. Oma und Opa leben beide noch ;) Das Büro macht zum großen Teil meine SM. Mein Freund und SV haben da aber auch noch zu tun.
Mein Freund erwartet/wünscht sich, dass ich später das Büro übernehme. Ich habe ihm zugesichert, dass ich ihm helfe, aber meine Arbeit behalten möchte (hat ja auch Vorteile: Sozialversicherungen bezahlt, sicheres Einkommen etc.). Ich bin natürlich auch gewillt, ihm draußen zu helfen, sofern mir möglich, aber eben eher als Aushilfe, da ich ohnehin genug zu tun habe. Wie sich das nun entwickelt, wird sich zeigen.
In nächster Zeit werde ich das Thema nicht ansprechen. Wir hatten erst eine größere Besprechung mit seinen Eltern, bei der bereits geschriebenes herausgekommen ist. Letztlich wird das ganze sowieso nochmal aufgelegt, wenn es ans tatsächliche „Übergeben“ geht. Der SV gibt den Hof erst ab, wenn er das Rentenalter erreicht hat.
Die Schwester könnte nur die Kühe weiterführen. Ackerbau usw. lässt sich ohne entsprechende Führerscheine nicht umsetzen.


@Mathilde: Da kann ich dir nur zustimmen. Meine SM hat damals ihr Hobby, das Singen, aufgegeben. So sind im Laufe der Zeit die Hühner und die Kühe zu ihrem „Hobby“ geworden. Ich hoffe nicht, dass sie von mir erwartet, dass ich ihre „Hobbys“ übernehme und meine womöglich nach und nach aufgebe.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: maggie am 07.02.18, 11:13
Maggie, sehr viele in der Landwirtschaft tätige Frauen, zumindest in Familienbetrieben, sind Quereinsteigerinnen. Die meisten von ihnen, weil sie einen Bauern geheiratet haben. Ich würde ihnen nicht die Kompetenz absprechen. Ein großer Teil kümmert sich um die Finanzen , eine sehr wichtige Aufgabe. Gerade auf Milchviehbetrieben sind sie oft für das "Herdenmanagement" zuständig und tragen ausschlaggebend zum Betriebserfolg bei.

anneli,
das annerkenne ich auch - und ich sage oft, ich habe hier die ersten 2 jahre mehr gelernt über Milchvieh als vorher die fast 30 jahre von meinem mann - gut ich habe ihn wahrscheinlich auch nicht so viel gefragt ...
aber - mir geht die frage durch den kopf ob eine quereinsteigerin ohne Ausbildung die zahlungen vom Staat bekommt - bei uns geht das nicht !
und zudem finde ich es eigentlich eine Frechheit von den Eltern, dem sohn m. Ausbildung die schwester mit weniger Fachwissen gleichberechtigt zur seite zu stellen ... -
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: apis am 07.02.18, 11:26
Bei einer Hofübergabe an zwei Geschwister sollten beide in Ausbildung, Arbeitsleistung und Interesse möglichst gleich sein. Ansonsten ist ständiger Ärger, der letzten Endes den Betrieb in Frage stellt, vorprogrammiert. Ich kenne da zwei Beispiele, es ist noch viel schlimmer als Generationenstreit.

Hier gibt es einen alten Spruch: Zu jedem Hof gehört ein Misthaufen und auf jedem ordentlichen Misthaufen kann nur ein Hahn krähen. Hat sich scheinbar seit Generationen bewährt.   ;D ;D

Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Gräfi am 07.02.18, 11:34
@apis: Was ist in diesen beiden Fällen passiert, wenn ich fragen darf?
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: apis am 07.02.18, 13:22
In einem Betrieb hat einer der Brüder ohne Rücksprache sehr hohe Investitionen getätigt, obwohl der andere Bruder damit nicht einverstanden war. Beide hatten ja auch die finanzielle Vollmacht. Dann fiel der Milchpreis auf sein niedrigstes Niveau, Maschinen und Gebäude konnten nicht mehr abgezahlt werden. Die Insolvenz drohte, man verfeindete sich total und der Betrieb wurde zwecks Teilung verkauft.

Im zweiten Fall waren Bruder und Schwester gleichberechtigte Eigentümer. Die Schwester wollte ihren langjährigen Freund heiraten. Ihr Bruder ängstigte sich um den Hof und seine Wohnung. Schließlich beendete er sein Leben.

In beiden Fällen hatten die Geschwister eine gute, bzw sehr gute ldw. Ausbildung.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Rohana am 07.02.18, 17:32
Ich finde es schade dass Rohanna da abgeblockt wird mit neuen Ideen, denn neue Ideen können nur gut tun -auch Misserfolge.
Teils ist es durchaus begründet - ist ja nicht immer alles umsetzbar, klar. Aber der (gefühlt!) kleine Horizont meiner neuen Familie in mancher Hinsicht, das ist schon Kulturschock. Ist ja in Ordnung, aber leicht isses nicht...  ich weiss halt nicht wo die Grenze ist, wieviel ich mich wirklich zurücknehmen *muss*. Und damit fühle ich mich ziemlich allein gelassen. Vielleicht hab ich zu hohe Erwartungen, man kann ja nicht alles haben.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: geli.G am 07.02.18, 19:51

und zudem finde ich es eigentlich eine Frechheit von den Eltern, dem sohn m. Ausbildung die schwester mit weniger Fachwissen gleichberechtigt zur seite zu stellen ... -

Hat Gräfi das geschrieben, dass die beiden Geschwister gleichberechtigt den Hof weiterführen sollen?

Ich finde, dass in solche doch sehr persönlichen Familiengeschichten oft recht viel hineininterpretiert wird, das man als nur hier Lesender niemals wissen kann.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: cara am 07.02.18, 21:08

Hat Gräfi das geschrieben, dass die beiden Geschwister gleichberechtigt den Hof weiterführen sollen?


hat sie, vier oder fünf Beiträge vor diesem hier.

Gräfi,
wie sieht es denn die Schwester deines Lebensgefährten? Will sie denn auch mit in den Hof rein oder ist das mehr der Wunsch der Eltern?
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Flottelotte am 08.02.18, 08:35
@Rohana:
Das kenn ich auch! Irgendwann weißt du wo deine Grenze ist. Das ist nicht leicht, ich hab auch schon viele Tränen deswegen vergossen. Da kann einem manchmal echt die Lust auf Landwirtschaft vergehen!  ::)
Aber es wird besser...  :)
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: apis am 08.02.18, 20:07
@Rohana, u. Flottelotte, schade das es heute noch solche Situationen gibt. Mir ging es vor fast 40 Jahren auch so. Als sich die Situation auf dem Hof dann grundlegend geändert hatte war es für manche Entwicklung einfach zu spät.
Last euch nicht kleinreden, habt den Mut euch auch mal durchzusetzen.
Titel: Re: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II
Beitrag von: Gräfi am 08.02.18, 20:42
@cara: Sie will helfen, ob nun als Angestellte oder als Partner. So habe ich das verstanden.