Bäuerinnentreff

Direktvermarktung => Direktvermarktung => Ideen, Produkte und Technik => Thema gestartet von: Kleopatra am 03.12.12, 09:55

Titel: Butterherstellung?
Beitrag von: Kleopatra am 03.12.12, 09:55
Hat jemand Erfahrung mit Butterherstellung aus stark fetthaltiger Milch. (+-8% Fettgehalt)Rahm ist also extrem stark konzentriert. Vermutlich Fettgehalt +-70%.
Welche Temperatur ist ideal?
Gebt ihr Milch oder Wasser zum verdünnen hinzu?
Butter ist extrem weich und cremig, wie trenne ich ihn von der wenigen Buttermilch?
Wie alt darf Rahm max sein?

Soll ich Milch besser gleich nach wenigen Stunden die oberste Schicht grosszügig abrahmen um so Rahm mit tieferem Fettgehalt zu gewinnen?


danke für eure Erfahrungen und Tipps!
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 03.12.12, 11:01
Hm..
also ich hab noch nie Probleme gehabt mit stark konzentriertem Rahm. Hab meine Zentrifuge sehr "streng" eingestellt. Wir haben zwar nur halb so viel Fett in der Milch; und manchmal nicht mal das. Aber ich mag den Rahm lieber dicker. Dann lässt er sich schneller zu Butter verarbeiten.

Brauche ich mal Schlagsahne für Kuchen, dann gebe ich etwas abgekochte, gekühlte Milch dazu. Das ist mir lieber. Sonst hab ich so viel Masse rumstehen.

Ich erhitze den Rahm auf 76°Hinterher abkühlen lassen und evt. Dickmilch als Säurewecker zugeben. Mit Säurewecker noch einen Tag bei Zimmertemperatur stehen lassen biss der Rahm aromatisch nach Sauerrahm duftet.
Für Süßrahmbutter entfällt  der Tag Aufenthalt bei Zimmertemperatur natürlich. Ihn gebe ich gleich nach Abkühlen in den Kühlschrank. Den Sauerrahm eben erst nach der Säuerung.

Vorher erhitzter Rahm hält sich schon einige Tage im Kühlschrank. Man kann ihn aber auch einfrieren und später verarbeiten. Das hab ich auch schon praktiziert wenn ich es vor dem Urlaub bsp. nicht mehr geschafft hab ihn zu Butter werden zu lassen.

Ich rühre meinen Rahm allerdings schon seit bald Jahrzehnten mit einer großen Bosch Küchenmaschine und nicht mehr mit dem Butterfass. Liegt aber daran, dass ich nur ein Standbutterfass habe das von der Bedienung her nicht so toll ist. (hat einige negative Eigenschaften)

Mit der Küchenmaschine auf Stufe 3 geschlagener Rahm wird zuerst etwas dicker wie Schlagsahne von der Konsistenz. Dann beginnt die Milch auszufallen; d. h. die Butter wird leicht grießelig. Zu dem Zeitpunkt schalte ich auf Stufe 2 zurück und reagiere auch sofort, wenn der Butter größere Klumpen bildet (Stufe 1 der Küchenmaschine). Den Zeitpunkt wenn man übersieht, dann "verrührt" man die Butter.
Diese Form kann man dann höchstens nochmal kühlen und später erneut rühren. Letzteres kommt mir so vor, wie die Konsistenz, die Du von Deinem Butter berichtest.

Buttermachen ist eine Gefühlssache. Aber wenn man den Dreh mal raus hat, ist es das Einfachste Ding der Welt.

Hoffe, ich konnte Dir weiter helfen...



Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Kleopatra am 03.12.12, 11:25
Hallo martina. danke.

Beschreibung: Also ich habe aus dem gleichen Rahm in zwei Portionen Butter gemacht.  

5.45 Uhr 10 Minuten geschlagen ergab dicken Rahm, Hälfte in Kühlschrank gestellt, Kuhmilch aus Kühlschrank zum verdünnen dazugegossen, 10 minuten geschlagen, gewartet, Kuhmilch dazugegossen nochmals 10 Minuten geschlagen, dann Stallarbeit, (Butter vergessen ;D). 9.30 Uhr Heidi (Buttermaschine) eingeschaltet, 10 min geschlagen, relativ körniger Butter so in Kühlschrank gestellt, dann in kaltem Wasser gewaschen, sieht sehr schön aus. Aber es gab keinen Klumpen so wie ich aus dem Butterherstellen mit dem Handrührglas auf der Alp kenne. Ausbeute viel

2. Hälfte aus dem Kühlschrank genommen, 2 mal Wasser vom Hahnen dazugegeben, 2 mal 10 Minuten geschlagen, ergab sehr feinkörnigen Butter der sich sehr schlecht auswaschen lässt da die Körner gleich auch mitweggewaschen werden. Ausbeute weniger.

Also erste Prozedur muss ich weiterverfolgen. Ausbeute von knapp aber nicht gemessenen 2 Liter Rahm 435 Gr Butter. Aber..

Ist es die Temperatur?  Ist es das Wasser? Warum gibt es keinen Butterklumpen?
Vielleicht sollte ich auch meine Kenwood nehmen? Nächstes mal werde ich Rahm vorher wägen und Milchmenge wägen und Temperatur messen und und und
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: mary am 03.12.12, 14:08
Hallo martina-s
ich mach Butter nur für die Butterschmalzherstellung,  hab dafür auch die grosse Bosch. Manchmal wird die Butter ein Traum und manchmal ein Alptraum.
Welche Temperatur soll eigentlich der Rahm haben, wenn man buttern möchte?
Entweder liegt es an der Temperatur, am Stand des Mondes??????
Da das selbstgemachte Butterfett zum Kochen nicht zu verachten ist, probiere ich immer wieder. Und meist geht es auch 5 mal so gut, dass ich meine, ich würde das beherrschen und das nächste Mal rührt die Küchenmaschine ewig, entweder er wird griesslig oder es lässt sich die Buttermilch nicht gut trennen. Ich mach Sauerrahmbutter.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Fuchsia am 03.12.12, 15:59

Hallo SwissBäuern
Also ich mache auch Butter.Rahm auf 75 Grad erhitzen, abkühlen lassen,
2-3Tage in Kühlschrank .Dann aus dem Kühlschrank nehmen und stehen lassen bis er Zimmerwärme hat.
Ich fülle den Rahm in ein Mixerglas von 1 1/2 Lt. Inhalt gut halbvoll.Mixxer auf höherer Stufe laufen lassen
und wenn der Rahm sich scheidet auf niedrige STufe stellen,bis es einen Mocken gibt.Buttermilch abgiessen
und im kalten Wasser aus kneten bis es nicht mehr milchig ist.Wasser zwei bis drei mal wechseln.
Wenn er körnig wird g ist der Rahm meistens zu kalt,dann giesse ich warmes Wasser dazu,lasse den Mixer
auf njedriger Tour laufen bis die Butter zusammen geht.
       
                Fuchsia






Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Heidi.S am 03.12.12, 17:27
Hallo Swissbäuerin
schau mal hier http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,26488.0.html (http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,26488.0.html), da wurde das Buttern schon mal beschrieben.
Der Rahm trennt sich schlecht von den Butterkörnern wenn er zu warm ist. Wenn er zu kalt ist braucht er länger zum schlagen. Jetzt im Winter ist die ideale Temperatur 16°C zum schlagen.
Schwierigkeiten kann es im Winter auch mit dem Buttern geben wenn das Futter zu " mager " ist, d.h. die Fettzusammenstellung nicht passt.Dann wird die Butter meist zu hart und lässt sich schwer verarbeiten. Oft hilft da etwas Leinsamen mit zu verfüttern.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Kleopatra am 03.12.12, 18:57
Hallo zusammen, danke für die Ideen. Das ich auf die harte Butter wegem Winterfutter nicht selber gekommen bin, dabei haben wir das in der Landwirtschaftsschule gelernt. ;D

Werde das nächste mal Ideen von euren Inputs nehmen, vorerst ist ja alles nur für den Hausgebrauch. Morgen wag ich mich mal wieder an eine Käseproduktion. ;D


Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 03.12.12, 19:51
...also ich habe mir angewöhnt den Rahm nach seinem "Kühlschrankaufenthalt" nimmer noch mal stehen zu lassen um ihn auf z. B. 16° zu bringen. Meiner Erfahrung nach und mit Hilfe meiner Küchenmaschine geht das auch aus dem Kühlschrank heraus sehr gut. Ich messe auch keine Temperaturen.
Vor allem Sauerrahmbutter lässt sich besser verarbeiten wie Süßrahmbutter. Vor allem im Sommer.

Aber ich bin nicht die, nach der man sich richten muss. Hab halt so meine Methode gefunden. Und ich hab nur sehr, sehr selten Fehlergebnisse. Da muss ich schon mal nicht aufpassen weil ich nebenzu noch was anderes im Kopf hab und nebenher die Küchenmaschine rührt und rührt ::) :-\
Aber da liegt der Fehler dann nicht an der Temperatur oder am Rahm sondern an meiner Unaufmerksamkeit.

Auch verbuttere ich oftmals Rahm der nur einen Tag im Kühlschrank verbracht hat. Ich kann da keinen Unterschied feststellen. Lange Lagerzeiten vom Rahm finde ich, sind eher Qualitätsminderung.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Heidi.S am 03.12.12, 20:02
Hallo Martina
wenn man einmal seine Methode gefunden hat die klappt, sollte man auch nicht dran rütteln. Es spielen wirklich viele Aspekte zusammen, von der Fütterung, über die Art der Rahmgewinnung, Fettgehalt,Säuerung , auch erhitzter Rahm verhält sich anders als Rahm aus Rohmilch, da die Eiweißstruktur verändert ist.
Die Lagerezeit beim Rahm spielt nur in der Säuerung eine Rolle. Damit kann man bestimmen ob es mildgesäuerte Butter oder Sauerrahmbutter werden soll.Bei Süßrahmbutter ist eher eine schnelle Verarbeitung sinnvoll.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 03.12.12, 20:09
Hallo Heidi,
wegen der Lagerung bin ich eigentlich auf den Beitrag von Fuchsia eingegangen weil sie doch schrieb,  dass sie den Rahm 2-3 Tage im Kühlschrank lässt.
Bin aber von der Lagerung im Kühlschrank ausgegangen. Also was die Säuerung betrifft, das ist der Prozess davor wenn man Sauerrahmbutter machen will.
Und den Sauerrahm tu ich nach Säuerung ja eben auch mind. einen Tag in den Kühlschrank.

Hab auch noch nie feststellen können, dass der Mond da eine Rolle spielt.
Viel mehr macht mir der Süßrahmbutter im Sommer Mühe ihn nach dem Buttern in Form zu bringen. Der Sauerrahmbutter geht da viel flotter und hab da auch immer schöne geformte Stücke. Heißt ja eigentlich die Butter... ;)
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina am 24.01.13, 16:41
Die Thermomix-Butter-Beiträge hab ich jetzt mal in die entsprechende Fanbox (http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,33258.0.html) verschoben, hier ist Direktvermarktung und da geht es ja wohl um andere Mengen:
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: pauline971 am 24.01.13, 20:42
Ich hab nur mal interessehalber eine Frage zur Butter an sich: Süßrahmbutter macht man aus Sahne. Ist mir klar und hab ich auch schon gemacht, wenn Biosahne im Angebot war im Supermarkt. Ich hab ein altes Model von meiner Mutter und ich liebe es, wenn ich das mal zum Einsatz bringen kann. Aber ok, das war nicht die Frage. Wie geht denn dann Sauerrahmbutter? Läßt man da die Sahne stehen bis sie sauer wird? Entschuldigung, ich hoffe, die Milchbäuerinnen schmeißen sich jetzt nicht weg vor Lachen. Aber ich rätsel da immer mal wieder derüber, wenn ich Butter einkaufe und überlege, für was ich die brauche und dann entscheide, ob Süß- oder Sauerrahmbutter.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 24.01.13, 23:39
Hallo Pauline,
bin zur Zeit etwas gestresst sonst würde ich besser ausführen... :)
Aber schau mal meinen zweiten Beitrag von oben. Aus dem mit Dickmilchstarter entstandenen Sauerrahm mach ich dann praktisch Sauerrahmbutter
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Kleopatra am 25.01.13, 05:27
Ich hab nur mal interessehalber eine Frage zur Butter an sich: Süßrahmbutter macht man aus Sahne. Ist mir klar und hab ich auch schon gemacht, wenn Biosahne im Angebot war im Supermarkt. Ich hab ein altes Model von meiner Mutter und ich liebe es, wenn ich das mal zum Einsatz bringen kann. Aber ok, das war nicht die Frage. Wie geht denn dann Sauerrahmbutter? Läßt man da die Sahne stehen bis sie sauer wird? Entschuldigung, ich hoffe, die Milchbäuerinnen schmeißen sich jetzt nicht weg vor Lachen. Aber ich rätsel da immer mal wieder derüber, wenn ich Butter einkaufe und überlege, für was ich die brauche und dann entscheide, ob Süß- oder Sauerrahmbutter.

Wen du deine Süssrahmbutter impfst und bei Zimmertemperatur einige Stunden stehen lässt dann sinkt der ph des Süssrahm, es wird Sauerrahm. Du kannst das mit Naturjoghurt machen, aber wen du den Rahm eh kaufst dann kannst du auch gleich eine Dose Sauerrahm kaufen.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: pauline971 am 31.01.13, 20:23
Danke für die Erläuterungen. Wieder was dazu gelernt  :D
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 31.01.13, 21:00
hmmmm, ich hab zur Zeit wieder lecker Quark und wenn ich wieder zentrifugiere, dann gibt es wieder Sauerrahmbutter. Hatte jetzt einige Zeit keine Kultur mehr.
Nun fang ich aber wieder voll an mit meiner Molkerei.

Eigentlich schon was Feines wenn man unabhängig ist und seine Sachen selber machen kann... :)
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Kleopatra am 01.02.13, 11:00
Es stimmt, langsam beginnt mir das auch Spass zu machen. Zudem merke ich das ich bedeutend kleinere Mengen einkaufen muss. Butter, Joghurt, Rahm und Brot fallen weg. Da spart man sich eine Einkaufstüte. Preiswerter ist es wohl nicht, da ich ja meine Arbeit auch rechnen sollte.

Zusätzlich spüre ich, je mehr ich probiere desto sicherer werde ich. Ich habe nun auch begonnen, Protokoll zu führen.

Ach ja, nach einem Kurs. Jetzt kann ich sogar Seife mit Milch herstellen.  ;) ;)

Nur beim Joghurt, da ist die Qualität immer noch nicht auf dem gewünschten Stand. Griessig ist er immer noch. Sogar wen ich die Milch vorher mit der Zentrifuge entrahmt und mit tieferer Temperatur bebrühtet habe. Aber das kriege ich auch noch hin.  >:( ;D
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 01.02.13, 11:09
Da bin ich neugierig mit Deinem Joghurt.
Ich hab da schon viel probiert. Aber letztendlich hängt da auch ganz viel davon ab, welche Kultur man hat.
So ganz zufrieden war ich nie. Entweder er säuert mir zu schnell nach oder was ich noch schlechter finde, er ist nicht stichfest sondern eher schleimig.

Ich für meinen Teil habe befunden, dass es den Aufwand nicht wert ist.

Dagegen Dickmilch mache ich sehr gerne. Die brauche ich ja als Starterkultur und impfe immer weiter. Und essen mag ich die fast lieber wie Joghurt.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: hadu am 03.02.13, 15:38
Ich hab ne blöde Frage:
Warum impft Ihr die Milch, damit sie sauer wird?
Für gewerblich verstehe ich es. Damit es immer der exact gleiche Geschmack ist. Aber für den Eigenverbrauch??

Ich hole immer Rohmilch vom Biobauern. Der hat so nen Automat, wo die Milch nach Geldeinwurf direkt aus dem Tank kommt.
Die Milch lass ich einen Tag in der warmen Küche stehen und am nächsten Tag ist sie sauer.
Oben der Rahm der sich abgesetzt hat schmeckt kräftig nach Sauerrahm und darunter ist sauere Magermilch.
Lass ich sie noch nen Tag stehen, dann ist sie dick. Nicht gleichmäßig cremig, sondern so, dass es dicke Bestandteile gibt und wässerige Molke.
Wenn ich das vom 2. Tag schüttele / rühre , kann ich es wie nicht stichfesten Joghurt essen.
Wenn ich es weiterhin stehen lasse, wenns sehr warm ist im Sommer im Kühlschrank, dann kann ich schließlich die Molke abgießen und trinken oder verkochen und das Dicke kann ich wie sehr weichen Mozarella verwenden. Salz ist halt keines drin.

Als ich mal ne Flasche Miich, die nie draußen stand, im Kühlschrank vergas, war die Milch nach einer Woche etwa auch sauer. Nicht kaputt. Angenehm sauer, wie sonst die 1-Tag-draußen-Milch. Und weil ich gerade keine Verwendung für sie hatte, blieb sie noch eine Woche unbeachtet im Kühlschrank. Dann hatte sie die 2-Tage-draußen-Konsistenz und ich habe sie als Joghurt mit Müsli gegessen.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 03.02.13, 15:56
Hallo Haduwy
um gleichbleibende gute Qualität und keine Verluste zu haben pasteurisiert man die Milch und da bei diesem Vorgang neben den schlechten auch gute Bakterien vermindert werden muss man den Rahm, die Milch für Dickmilch und Quark wieder mit guten Bakterien versetzen, damit sie wieder säuern kann.

Deine Methode kenne ich auch. Die ist aber von vielen Faktoren abhängig und man hat je nach Wetterlage auch mal Ausfälle. Der Topfen bäht sich und ist bestenfalls was für den Misthaufen.

Die Sahne wir unter Umständen bitter...

Auch schmeckt z. B. Sahne oder Quark naturbelassen ganz anders und hat auch andere küchentechnische Eigenschaften die nicht immer erwünscht sind.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: mary am 03.02.13, 16:44
Hallo martina-s,
was machst du mit der Buttermilch? Im Sommer mag ich sie sehr gerne trinken, im Winter ist sie mir einfach zu kalt.
Ins Brot, zum Einlegen für Fleisch, jetzt hab ich mal einen Versuch mit Kochkäse gestartet, ein Rezept gefunden, bei dem man aus Buttermilch Frischkäse machen kann????
Heute fallen nicht mehr die Mengen an Buttermilch im Haushalt an, aber dennoch überlege ich, wie wurde früher die Buttermilch verwendet?
Herzl. Grüsse
maria
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 03.02.13, 17:55
Hallo Maria,
ja, ich geb sie auch manchmal einer Frau im Ort die in größerem Stil Brot bäckt.
Oder zur Nachspeise : errötendes Mädchen  :)
Momentan mach ich ohnehin mehr Süßrahmbutter. Unsere Schweine mögen diese Buttermilch auch.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: mary am 03.02.13, 19:44
Hallo martina-s,
danke für die Anregung, diese Nachspeise hab ich schon lange nicht mehr gemacht. Beeren warten noch in Hülle und Fülle in der Gefriertruhe. :)
Ich spiel mich die nächste Zeit mit dem Termomixi und probiere mit der Buttermilch ein wenig herum.
Das selbstgemachte Butterschmalz schmeckt mir sehr gut, damit  Kochen ist es sehr praktisch, dazu noch das saure Schmalz für die Dampfnudeln und wenn ich aus der Buttermilch auch noch was hervorzaubern könnte-
da freuen mich unsere Butterhirschen gleich doppelt so viel.
Ich hab vor Jahren schon mal einige Versuche mit Sauermilchkäse gemacht, dann lässt man es eine Weile und vergisst wieder sehr vieles.
Geht der Süssrahmbutter einfacher zu machen, ich hab bisher nur immer Sauerrahmbutter gemacht.
Meinen Buttermodel muss ich auch mal wieder hervorholen.
Herzliche Grüsse
maria
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 03.02.13, 19:50
Hallo Maria,
Süßrahmbutter mache ich wenn ich keine Kultur mehr hab. Und wenn ich viel Rahm hab zum Verbuttern, dann mach ich Sauerrahmbutter weil wenn der Kühlschrank voll ist (ich habe dafür extra Kühlschrank) dann kann der Sauerrahm zum Ansäuern draußen stehen und ich hab Zeit wieder ein paar Schüsseln Süßrahm zu verbuttern.

Im Sommer ist mir zum Machen der Sauerrahmbutter lieber weil der besser aus der Model geht.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: mary am 03.02.13, 20:02
Hallo martina-s,
nimmst du  mich mal für eine Weile als Azubine, ich glaub, von dir könnt ich sehr viel lernen. ;)
Bei mir ist der Mälzer schuld, dass ich wieder mit dem Buttermachen angefangen habe,
seine Schnitzel sahen so zum Anbeissen aus und ich hatte kein Butterschmalz mehr im Haus, also hab ich aus ein paar Stück gekauften Butter nach längerer Pause Butterschmalz gemacht. Seither nie wieder ohne.
Herzliche Grüsse
maria
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 03.02.13, 20:14
Hallo Maria,
aber nur für Butter, Topfen, Sauerrahm und Dickmilch! Für was anderes bin ich nicht zu gebrauchen  ;D
Brot könnte ich zwar backen - bin aber zu faul. Ich tausche Butter, Quark und dgl. gegen Brot. Jemand im Ort hat sich dafür eingerichtet und sie kann keinen Butter machen (da fehlen die Kühe ;) ) Also ist uns beiden geholfen.
Aber Garten z. B. hab ich gar keine Lust.
Käsen tu ich auch nicht. Da fehlt mir der geeignete Reifekeller.
Und was Schlachten und so angeht, da hätte ich zwar Metzger im Haus. Aber dessen Schweine feiern jetzt dann bald 1. Geburtstag.... ::)
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: mary am 04.02.13, 07:55
Hallo martina-s,
das wird dann ein ganz besonderes Schweinefleisch, a la Parmaschinken und du hast Abnehmer für die Buttermilch. ;)
Ich hab gestern versuchsweise die Buttermilch erhitzt und dann abgeseiht, war echt überrascht, welche Menge Sauerquark dabei herausgekommen ist.
Hartkäse macht mir zuviel Arbeit und Aufwand, hab auch kein Werkzeug und keinen Keller, von Zeit zu Zeit packt mich der Rappel und dann mache ich versuchsweise Quark, Frischkäse usw.

Heute werd ich den Kochkäse testen, ob ich auch einen Sauermilchkäse auf die Reihe bringe, der seinem Name Ehre macht, wir werden sehen.
 Der Garten ist meine Insel, Erholung und noch einiges, das ist für mich keine Arbeit, sondern Ausgleich usw.
Zum Glück können wir heute selbst bestimmen, was wir gerne machen.
Wie bringst du die Butter am Besten aus den Holzmodeln, schaut einfach fürs Auge schön aus, wenn die Butter so geformt ist, meine Schwiegermutter hat mir noch gezeigt, wie man die Laibe mit dem Löffeln formt.
Herzl. Grüsse
maria
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 04.02.13, 08:08
Hallo Maria,
meine SM hat in ihrem ganzen Leben noch keine Butter selber gemacht.
Gut dass es eine Tante von meinem Mann gab. Von der holte ich mir Tipps.

Ich brühe die Holzmodeln vorher. Dann spüle ich sie kalt aus und dann gebe ich die Butter rein. Deshalb buttere ich auch ziemlich mit kaltem Rahm. Gleich 5 mm vom Rand weg einstechen mit der breiten Seite der Teigkarte und hochziehen.
Manchmal funktioniert es gut. Manchmal weniger.

Wenn es gar nicht geht und die Butter nur für uns ist, gebe ich sie schon mal in meine Buttergläser oder ich gebe Frischhaltefolie in die Model und drück da den Butter rein. Dann sind halt die Motive nicht so klar. Aber geht schnell und es ist weg gearbeitet.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 04.02.13, 11:13
Hallo Lucia,
das schon. Aber wir wollen hat die Butter in den Original Modeln. Das gerade ist ja das Typische von selbstgemachter Butter.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Heidi.S am 04.02.13, 12:07
Hallo Lucia,
das schon. Aber wir wollen hat die Butter in den Original Modeln. Das gerade ist ja das Typische von selbstgemachter Butter.
Hallo Martina,
zum Butter ausformen geb ich die Form immer vorher in ganz heißes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel damit evtl. Fettreste entfernt werden. Dann in ganz kaltes Wasser legen, damit sie sehr kalt wird, am besten Eiswürfeln oder das Wasser raus in den Schnee stellen.( wir haben momentan mal wieder genügend davon...)
Ich hab zum ausformen immer einen 5 liter Eimer mit kaltem Wasser, bis gut zum Rand gefüllt ( oder etwas darunter).
In diesem kalten Wasser schwimmt dann mein Holzmodel. Das Model heraus nehmen und die Butter fest rein kneten. Dann mit einem Messer,das in heißem Wasser war, die überstehenden Butterreste vom Model abschneiden. das Model dann mit dem Rand auf den Rand vom Wassereimer schlagen, sodass die Butter in das kalte Wasser plumst. So wird nichts von der schönen Butterform beschädigt.Die Butter aus dem Wasser nehmen und auf ein Plastikgitter oder ähnlichen abtropfen lassen.Das Holzmodel nach jedem Butterstück wieder im kalten Wasser schwimmen lassen,damit es nicht warm wird und nichts dran kleben bleibt.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: maria02 am 04.02.13, 14:42
ich kann mich nur an daheim erinnern, wenn meine mutter gebuttert hat und dann die butter in der form hängen geblieben ist - trotz wässern.
ich glaub, so wichtig ist mir dann die form doch net, dass ich mich beim arbeiten auch noch ärgern muss  8)

Hallo Lucia

ich hab bei Anna in Osttirol zugeschaut wie die ihren Butter gemodelt hat das war richtig genial!
Die gibt Frischhaltefolie ins model dann den Butter rein,
das ging ratzfatz der Butter war perfekt in aussehen und vom Geschmack
sowieso unschlagbar!

Lieber Gruß
Maria
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Kleopatra am 04.02.13, 16:09
und Dickmilch! Für was anderes bin ich nicht zu gebrauchen  ;D

Was macht man mit Dickmilch? Wie schmeckt die?
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: martina-s am 04.02.13, 16:34
Also die Dickmilch wird auch "Sauerwecker" bezeichnet. Ich verwende die um den Rahm zu impfen um die Magermilch zu impfen für Quark oder wie wir sagen für Topfen.

Ich mach die Dickmilch immer wenn ich praktisch die Magermilch impfe für Quark. Da nehm ich dann ein Literglas weg bevor ich das Lab in die Magermilch für Quark gebe. Praktisch wie bei Brotteig wo man einen Rest Sauerteig zurückbehält um wieder weiter kultivieren zu können.

Nach 12 Stunden ist das dann wieder Dickmilch und ich kann das wieder weiter verwenden.
Selber esse ich das auch gerne anstatt Joghurt. Und weil bei mir aus Magermilch auch nicht so Kalorien - reich.
Titel: Re: Butterherstellung?
Beitrag von: Kleopatra am 04.02.13, 20:23
ok, mal sehen ob ich das mal versuche. Danke