Betriebliches > Betriebliches

Dokumentarfilm über die Sorgen und Nöte in der Landwirtschaft

<< < (2/23) > >>

Beate Mahr:
Hallo Christian

ich denke mal es kommt auch darauf an welches ** Gebiet ** du dastellen möchtest.

Du kommst doch aus Südhessen ... grins ...
was hätlst du vom Rhein Main Gebiet ???

Wir haben im Planungsverband diskutiert www.planung-verbindet.de wie das Rhein Main gebiet zukünftig aussehen soll ...
da ist von allem die Rede nur nicht von gesunden regionalen Lebensmitteln :(

Lies doch mal hier was ich zum Thema => Zukunft der Landwirtschaft  gepostet habe

http://ditopro.ais.fraunhofer.de/zeno/forum?action=editArticle&id=2231&view=print

das ist die Nachfrage zu diesem Thema

http://ditopro.ais.fraunhofer.de/zeno/forum?action=editArticle&id=2531&view=print

Gruß
Beate

mary:
Hallo Christian,
eine Anmerkung hätte ich noch- vielleicht für einen weiteren Dokumentarfilm :-).
Einen Film über die Sorgen und Nöte der Bauern zu machen - finde das eine sehr gute und wichtige Sache und beim Senden werden sich viele Bäuerinnen und Bauern den Film anschauen, sich verstanden fühlen und eben merken, dass sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht alleine sind.
Die übrige Bevölkerung wird das auch sehen- bei ein paaren bleibt vielleicht was hängen- und dann geht es weiter zur Tagesordnung.
Kannst Du nicht einen Film machen, der Bauern- und vor allen Bäuerinnen und Verbraucherinnen ins gemeinsame Boot holt?
Ich erlebe es immer wieder, dass ich als Zwischenglied- die Sorgen und Nöte der einen wie der anderen Gruppe verstehen kann.
Wir können nur Veränderungen bewirken wenn wir nicht mehr übereinander reden sondern miteinander.
Bauern und Verbraucher sind so weit auseinandergerückt- die Berührungspunkte sind entweder negativ, oder postiv bei einem Tag des offenen Hofes oder bei Kinderfreundschaften zwischen Bauern- und anderen Kindern-
aber im ganz normalen Leben ist der Dialog zwischen Stadt und Land doch sehr brüchig.
Wenn Bauern und Verbraucher wieder ein Gesicht bekommen- dann besteht die Hoffnung, dass vieles rüberkommt, egal ob es um Arbeitsplätze, um die Schwierigkeiten des Bauer seins-
aber auch um das Verständnis füreinander ist.
Aus einem Verständnis heraus greift der Verbraucher dann vielleicht auch an der Ladentheke zum Produkt aus der Region- weil er vielleicht begriffen hat- dass zwar billige Lebensmittel aus aller Herren Länder zu uns hereingeliefert  werden können, aber die Landschaft, die bäuerliche Kultur, aber auch die Nahrungssicherheit nicht importiert werden kann.
Dass daran auch eine Menge Arbeitsplätze hängen- das ist ein weiterer wichtiger Faktor.
Herzliche Grüsse
maria

Pierette:
Guten Morgen, Christian!
Auch ich finde, dass eine gute Dokumentation zu diesem Thema längst überfällig ist. Ich hielte es für wichtig, dass das breite Spektrum der Frauen in unserer deutschen Landwirtschaft dargestellt wird.
Und dass auch  unsere Geschlechtsgenossinnen Künast und Höhn endlich sehen, dass nicht nur Frauen in Bio-Betrieben existieren.
Es war nämlich meine größte Enttäuschung, dass aus dieser Ecke eigentlich nie politische Unterstützung und Anerkennung kam, nachdem ich jahrelang schön grün gewählt habe. Grün steht ja auch für Frauenpolitik.
Während BSE und MKS hätte ich mir eine etwas vernünftigere Haltung gewünscht, aber es hat nur Schläge gegeben und wie Mirjam bereits erwähnte, haben mir diese Ereignisse wie vielen Bäuerinnen auch schwer zugesetzt.
Es muß endlich klar werden, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern noch einige Schattierungen dazwischen.

Und diese Schattierungen werden geprägt durch
a) die äußeren Bedingungen wie
-   die regionalen Unterschiede (Nord-Süd, Ost-West) und lokale Besonderheiten
-   Produktionsschwerpunkte (Viehhaltung, Ackerbau, Bio, Nicht-Bio, Vollerwerb-Nebenerwerb etc.)
-   wirtschaftliche Rahmenbedingungen (EU, Globalisierung)
-   Anforderungen durch Politik und Gesellschaft (Preise, Qualität, Umwelt)

b) die internen Verhältnisse
-   Familie, Partnerschaft
-   Ausbildung
-   Arbeitsalltag, Freizeit(oder auch nicht)
-   Gesundheit
-   Stellung im Betrieb und und und

Das war jetzt nur ein kurzes brainstorming, das ließe sich sicher noch intensiv fortführen.
Ich sehe nur leider das Problem, dass diese Dokumentation den Zeittrahmen von 45 Minuten haben wird und zur Oberflächlichkeit verurteilt ist.
Das war`s von mir, ich wünsche einen schönen Tag.

albert:
hallo Christian..
da es " die " Landwirtschaft heute nicht mehr gibt,sondern eine Viehlfalt...
bin ich ja mal gespannt ob auch die sogenannten "nicht zukunftfähigen landwirtschjaftlichen Betrieb " in ihrer Dokumentation vorkommen??
LG albert

Mirjam:
Hallo Christian,

ich bilde mir ein einen groben "Überblick" über die Vorschriften und Vorgaben die LW betreffen zu haben: Von der Berufsgenossenschaft bis zu den BimSch/UVP-Genehmigungsverfahren, von der Tierhaltung bis GFP-Pflanzenschutz.

Von meiner Seite ein wichtiger Punkt ist einfach: Es ist heute einfach unmöglich, alle Vorgaben der Arbeit, Pflanze, Tier, Technik betreffend umzusetzen oder jederzeit so zu erfüllen wie gedacht.

Beispielsweise sind die Landwirte schon seit Jahren verpflichtet eine Gesundheitsrisikoanalyse für den Betrieb (Staub/Lärmbelastung..) zu erstellen, jährlich! ihre HD- und Elektrikanlagen von einer sachkundigen Person durchmessen/prüfen zu lassen usw. (manche Vorgaben davon kennt/kann man nicht kennen bei der Fülle).

Aus diesem Frust heraus habe ich hier für den BT mal den "selbstkontrollierenden Agrarsheriff" skiziiert, vielleicht als Anregung, vielleicht mal zum Schmunzeln, wenns denn so zum Schmunzeln wäre:

Ich stelle mir grad den Agrarsheriff der Zukunft vor:

Grundbild im Arbeitsoverall & Gummistiefel:

1. das Head-Set
zur Dauerkomunikation und ständigen Erreichbarkeit - es könnte ja grad ein EU-Kontrolleur unangekündigt den Hof mit seinem gechipten Auto befahren, sofort wird der Betriebinhaber vom Hoftorscanner benachrichtigt.

2. linke Hand:
der Palm mit GPS-Anschluss zur lückenlosen Dokumentation der Ackerwirtschaft kombiniert mit der Arbeitszeiterfassung, direkt in den AfL-PC und KTBL und der EU-Kontrolle der Föderungsabteilung.

3. rechte Hand:
der Iso-Scanner zur sofortigen Erkennung von Tierbewegungen, gekoppelt mit einem Ohrthermometer, wiederum vernetzt mit dem Bestandstierarztes und dem Schlachthof

4. um den Hals:
die Bestandsbuchkladde nach dem (Tam-)TamNog, leider noch schriftlich (der Stift dazu ist ergonomisch zwischen die Zähne geklemmt)

5. linker Oberschenkel
der small-Fax-Gerät für die sofortige Übermittlung der Bestandbucheinträge an das Gesundheitsmanagementkontrollsystems des Amtsveterinärs

6. rechte Hosentasche:
Der Geldbeutel mit (über dem Palm) vernetzter EC-Karte, wo direkt die Bußgelder siehe Punkt 2, 3, 4 und 5 abgebucht werden

7. linke Hosentasche:
Kreditkarten für das Bezahlen von Rechtsanwälten, Baugenehmigungen, Immissionsschutzgutachten und Nachbaugebühren

8. Rücken
der Rucksack mit den wichtigsten Gesetzestexten auf CD-Roms, dürften derzeit 40 Gesetze und 80 (EU-)Verordnungen sein oder umgekehrt, egal, hat auf Papier keinen Platz mehr. Dazu die 19 Cross-Compliance-Umsetzungen mit Terminen.

9. Gesicht
Gefahrenschutzmaske bzw. Beißkorb nach BG-Vorschrift 2005/08/15 für aggressive Landwirte (insbesondere anzuwenden, wenn Punkt 1 Meldung macht)

10. Knie
Knieschoner für Anfragen und Anträge bei Behörden aller Art

11. linkes Fußgelenk
vor(sorglich)montierte Fußfessel aus Edelstahl extra stark nach DIN ISO 8020 (wenn Punkt 6 leer) , für renitente und handwerklich begabte deutsche Bauern für Vergehen siehe Pkt. 8 und 9; Einsatzgebiete von straffällig gewordenen Landwirten: Arbeitslager in Naturschutzgebieten oder staatlichen Biobetrieben ohne maschinelle Unterstützung.

12. rechter Fuß
Marantonschuh, denn der Landwirt hat zukünftig einen 36 Stunden Tag (will er ein 1-Person-Haushalt ernähren) und kann sowieso keine großen Sprünge mehr machen.

13. Ringfinger rechte Hand
nicht vorhanden, als Genprobe in der Datenbank in Brüssel zu hinterlegen, sowieso außer Benutzung, weil er sowieso keine Frau mehr kriegt

14. Gedächtnisspeicherchip linke Gehirnhälfte
Dauerticker der aktuellen Wettervorhersage, Gesetzesänderung und Produktbestellung des Großhandels

15. Kommunikations-Chip Internet
zum gedankliche Austausch mit der Familien (die er sowieso nicht mehr sieht vor lauter Arbeit und wegen Punkt 9 sowieso eingeschränkt ist)  incl. Datenspeicher für den BND, denn auf was für Gedanken ein Landwirt kommt, weiss man ja nie! Alternativ: Kurzfristig umgeschulte Studenten als "Bauernspione" für die Feldbeobachtung!

16. um den Hals
Tele-Tac (Halsband mit ferngesteuerten Stromstößen) des Finanz- und Arbeitsamtes zur Erinnerung an die  prompte Abgabe der Einkommenssteuererklärungen und Mitarbeitermeldungen

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln