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Betriebsauflösung?

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Mathilde:

--- Zitat von: AnnaAnna am 19.04.06, 10:30 ---
Ich denke, ich rufe doch mal beim BV an, hinter seinem Rücken...


--- Ende Zitat ---

Hallo Anna,

nicht hinter seinem Rücken sonder offen und gerade deswegen weil es Dich auch berührt und trotz des Widerstandes Deines Mannes.
Gibt zwar gleich Ärger aber Ärger gibts so und so und Ärger hat jeder der etwas bewegen will  ;)

LG Mathilde

passivM:
...hab' angerufen ;)

Beim BV meinten sie, er solle eine genaue Aufstellung machen, was er alles eingebracht hat - unbezahlte Arbeit, weiterbezahlte Kridite, Nebenkosten vom Mietshaus seiner Eltern, Schlachten für ALLE u.s.w. - das evtl. mit Hilfe des Steuerberaters. Im Zweifel einen Anwalt einschalten.

Der Steuerberater schob - neben einem wirklich blöden Spruch, über den ich mich geärgert habe - den schwarzen Peter allein meinem Mann zu. Der solle seiner Mutter/seinen Geschwistern ein Konzept vorschlagen, soll genau sagen, was er will. Aber er wisse ja selbst nicht, was er will - mal hü mal hott. Zur Aufstellung der erbrachten Leistungen: Das ginge nicht. Ich hab' ihm gesagt, dass jede Gurke gezählt wird, die einer eingebracht oder rausgenommen hat, falls so was vor Gericht landet. Da habe es schon Urteile gegeben. Da meinte er, mein Mann müsse konkretere Dinge benennen, die man dann eventuell raussuchen könnte.

Wenn er kein Konzept macht, dann würde SM alles laufen lassen, Motto: nach mir die Sinnflut. Da könnte mein Mann am Ende mit fast nichts dastehen. Das habe er meinem Mann auch schon gesagt.

Ich hab' meinem Mann das ausgerichtet. Er hat sich nicht weiter geäußert. Ich hoffe, er denkt drüber nach - und handelt endlich.

Ich kann da nicht viel machen, weil ich damit ---nach Meinung des Steuerberaters--- eigentlich nichts zu tun habe. Letzteres finde ich eine Frechheit. Die nächste Steuererklärung unterschreibe ich NICHT mit. Dann werden wir mal sehen, ob ich damit nichts zu tun habe, oder doch.

liebe Grüße

Anna

Jochen:
Wenn Ihr die Sache geregelt habt, sollte die allererste Aktion der Wechsel des Steuerberaters sein......

Mirjam:
Hallo Anna,

weil mich das was du schreibst doch etwas beschäftigt hat mal provokant-nachdenklich gefragt:

- was für (große)  betriebliche Veränderungen hat dein Mann in den letzten 10 Jahren entschieden/Entscheidungen getroffen?

- vor was könnte er sich "fürchten"/ vor welchen Konsequenzen, da er klärende Worte mit SM "meidet", was steckt hinter dieser "Sprachlosigkeit"?

- hat dein Mann Angst vor der Variante: Zukunft ohne Hof, vor der Welt "da draussen" z.B. als Arbeitnehmer, so dass er lieber den "nicht-entschiedenen" status quo weiterlaufen läßt?

Manchmal liegt die Antwort der Probleme der Gegenwart in der Vergangenheit und meist geht es auch bei solch "klaren, betriebliche, sachlichen" Entscheidungen - um ganz andere zwischenmenschliche Dinge, oder?

lieben Gruß und *eine-Tüte-Nerven-schick*

Mirjam

passivM:
Angst vor der Variante: Zukunft ohne Hof?

Ich hab' ihn grad gestern vor der von ihm (zur Zeit ::) ) ins Auge gefassten Variante gewarnt: Mutter löst Betrieb komplett auf. Bezahl den für solche Fälle vorgesehenen halben Steuersatz (etwa 20 Prozent), verteilt den Erlös oder die Bauplätze an alle Kinder. Mein Mann führt den offiziell aufgelösten Hof dann trotzdem weiter.
Bin kein Anwalt, aber ich vermute, das ist Steuerbetrug!
Wenn das Finanzamt dahinter kommt, dann dürfte er die anderen 20 Prozent Steuern wohlmöglich alleine nachzahlen...   eventuell auch noch eine Strafe?

Ich hatte gesagt, er solle sich doch zwei seperate Bilanzen machen lassen, eine für den Betriebszweig Ackerbau (ER ist Pächter der meisten Flächen, ihm sind auch die Maschinen und die Maschinenhalle im Außenbereich) und Betriebszweig Viehaltung (der meiner SM gehört). Dann könnte er nach einer eventuellen Auflösung wenigstens den Ackerbau weitermachen.

Aber er hört ja nicht auf mich... ::)   Andererseits bin ich seit heute wieder megasauer. Mein Sohn aus erster Ehe ist zu Besuch, hat mit ihm gesprochen. Aber er ist trotzdem nicht bereit, ihn bei uns wohnen zu lassen. (Er versteht sich nicht mit seiner Stiefmutter und es wird darauf hinauslaufen, dass er deswegen ins Betreute Wohnen, sprich: "Heim" geht.) Am liebsten würde ich jetzt wegen der Betriebsauflösung? Überschreibung? oder was auch immer? gar nichts mehr zu ihm sagen, ihn einfach "auflaufen" lassen. Aber dann muss ich die Suppe ja mit auslöffeln. :-\

Ich denke, ich werde die nächste Steuererklärung NICHT mitunterschreiben - vor allem dann, wenn es keine zwei getrennten Bilanzen gibt.

Was meint ihr ?

liebe Grüsse

Anna

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