Was es sonst noch gibt > Taufe, Kommunion/Konfirmation, Firmung..

Firmung ab 16!?

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mamaimdienst:
Steinbock, da unterschreib ich!

goldbach:
@ steinbock: genauso haben wir heute mittag darüber gesprochen.

Neulich war eine Umfrage in der Zeitung bzgl. Erstkommunion.
Da bin ich schon erschrocken, denn die meisten bringen es mit einer Feier / mit einem Event in Verbindung.
Wie Weihnachten: es geht um Geschenke und nicht um das Wesentliche.
Ich hab mit meiner Stieftochter schon vor vielen Jahren diskutiert, warum sie sich kirchlich trauen lassen, denn beide hatten keinerlei Bezug zur Kirche. Antwort: weil das dazugehört...
Na gut, nach zwei Jahren war's vorbei.
Nun ist sie mit einem ungetauften Atheisten (standesamtlich) verheiratet, beide Elternteile haben wirklich überhaupt nichts mit der Kirche am Hut, aber die Kinder wurden getauft.
Die Älteste hatte vergangenes Jahr Erstkommunion - da ging es nur ums Feiern und um Geschenke.
Schade.
Ich geh davon aus, dass keine Firmung erfolgen wird.

LunaR:
Hier fing die späte Firmung schon bei unseren Kindern an. Der Älteste wird 32. Er wurde mit 16 Jahren gefirmt. Es geht darum, dass jemand ganz bewusst JA sagt zu seinem Dasein als Christ und Kirchenmitglied. Unter dem Gesichtspunkt ist die späte Firmung richtig. Es ist  auch verständlich, dass sich nicht alle firmen lassen. Sind wir doch genau genommen zwangsweise Mitglied der Kirche geworden. Das muss nicht jeder  für sich richtig und gut finden. Auch darf man eine andere Überzeugung entwickeln, finde ich.

Wir wurden damals in der 5. Klasse gefirmt. Die wenigsten davon sind dauerhafte Kirchgänger geblieben. Wer einen anderen Weg gehen will/muss, tut das irgendwann, egal, ob früh oder spät gefirmt.

Was mich enttäuscht ist, dass so wenig Wissen vermittelt wird. Spielerisches Lernen ist ja ganz nett. Findet schon vor der Erstkommunion statt. Aber vor der Firmung hätte ich einen höheren Anspruch erwartet, einmal Wissensvermittlung und dann evtl. auch noch etwas, was ich mal als christliche Aktion bezeichnen möchte. Kam beides nicht  :-\  Kann man m. M. beides von so großen erwarten. Ich denke sogar, sie würden sich gerne intensiver einbringen.

Es erschreckt mich, wie wenig Kenntnisse die jungen Leute heute von ihrem Glauben haben.

Achja, noch mal zum Alter. Unser 2. Sohn hatte von Anfang an wenig mit Religion und Gottesdienstbesuch im Sinn  :-[. Leider lief die Vorbereitung zur Erstkommunion für ihn auch nicht so toll ab. Als sein Jahrgang gefirmt wurde, wollte und hat er nicht mitgemacht.  Da er dann aber Trauzeuge bei einer kirchlichen Trauung werden sollte, ist er dann mit 20 Jahren im Nachbarort mit zur Firmung gegangen, was mich erstaunt hat. Allerdings hat er im letzten Jahr mit 28 Jahren der Kirche den Rücken gekehrt und ist ausgetreten. Jeder hat eben so seinen eigenen Weg zu gehen.

LG
Luna


PS: Diese Tendenz, von der Goldbach schreibt, sehe ich hier auch immer häufiger und mag sie gar nicht. Habe einmal an einer solchen Trauung teilgenommen. Die Braut wurde bei der Gelegenheit auch noch getauft. Es war alles auf Event ausgerichtet.  ::)

martina:
Wenn ich das richtig verstehe, ist bei Euch Katholiken die Firmung eine Bestätigung der Erstkommunion, oder?


Religionsmündig ist man mit 14 Jahren, von daher finde ich die Firmung in der 5. oder 6. Klasse, von der weiter oben geschrieben wird, zu früh. Mit 16 wissen die Kinder doch schon eher, was sie wirklich wollen.

Unsere evangelische Konfirmation ist so angelegt, dass sie in der 8. Klasse stattfindet und der Konfirmand dann möglichst 14 Jahre alt sein soll, oder in dem Jahr eben noch wird. Dann gehen aber mindestens 1 Jahr Unterricht vorweg, in der Regel 1,5 Jahre. Selbst, wenn die Konfis ins 3wöchige KFS fahren, müssen sie noch ein 3/4 Jahr Vorbereitung mitmachen.

Wiese:
Ich glaube auch, das es weniger Firmlinge geben wird.
Mit der Taufe haben die Eltern und der Pate entschieden das das Kind ein Christ werden soll und mit der Firmung
darf der Jugendliche selber entscheiden, ob er weiterhin ein Christ sein möchte.

Mit 16 Jahren selbst zu entscheiden, da kommt einiges auf die Jugendlichen zu.
 
Die meisten kommen aus der Schule oder lernen weiter
womöglich ganz woanders. Oder fangen eine Lehrstelle an, vielleicht auch woanders und dann möchten sie Abends auch öfters unterwegs sein, in Disco, Vereine usw.
Wer will sich da noch groß Zeit nehmen und in den Firmunterricht zu gehen zur Vorbereitung.
Dann die Suche nach einen Firmpate, dieser muss auch gefirmt worden sein.

Wie ist es dann, wenn sie nicht gefirmt worden sind, können sie sich später noch kirchlich trauen lassen?

Ja und es gibt solche die sieht man nach der Firmung in der Kirche weiter hin, aber auch solche die nur ab und zu
wie Weihnachten und Ostern in die Kirche gehen oder eben gar nicht mehr.

Und es gibt auch dann junge Familien mit kleinen Kindern, die man nach langer Zeit auch wieder öfters in
der Kirche sieht, so wie zur Taufe, Kommunion und Firmung ihrer Kinder.

Um wieder mehr gäubige Christen in die Kirche zu bringen, glaube ich muss sich auch in der Kirche was ändern.

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