Autor Thema: Einladung zur Mammographie  (Gelesen 37176 mal)

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Offline WieseTopic starter

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Einladung zur Mammographie
« am: 18.02.12, 13:34 »
Hallo

heute habe ich wieder mal eine Einladung zur Krebsvorsorgeuntersuchung vom
Mammographie-Screening Bayern bekommen.Da das Mammobil alle zwei Jahre hier
Untersuchungen durchführt, werde ich nun das zweite mal daran teilnehmen.
Gehe immer mit gemischten Gefühlen zu dieser Untersuchung, mit der
Hoffnung, dass ein gutes Ergebniss dabei rauskommt.

Wie geht es euch dabei?
Nehmt ihr das Angebot der Vorsorgeuntersuchung an?
Hat schon mal jemand negative Erfahrung damit gemacht?
Denn jede Screening-Mammographie hat Vor- bezw. auch Nachteile.
Wie seht ihr das?

LG Wiese
« Letzte Änderung: 20.02.12, 19:44 von Wiese 1 »
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
                     " Pestalozzi "

Offline ELLI47

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #1 am: 18.02.12, 14:07 »
Hallo Wiese
Ich habe nun auch das zweite Mal dran teilgenommen.
Habe grad die gute Nachricht bekommen,alles in Ordnung.

1992 wurde bei mir etwas festgestellt,da waren meine Kinder noch klein.OP gemacht,aber alles gut.
Bin dann alle 2 Jahre los gewesen .
Nun ist es einfacher, weil ich einen Termin kriege.

Ich finde es eine gute Einrichtung.
Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
    
        Elli

Offline SiegiKam

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #2 am: 18.02.12, 14:29 »
Ich gehe nicht hin. Warum wird die Brust auf Krebs untersucht und nicht auch die Lunge, die Bauchspeicheldrüse, die Lymphsysteme? Will man uns Frauen einreden unsere weiblichen Attribute Brust und Gebärmutter wären ein gesundheitliches Risiko? Kürzlich kam eine Reportage, die Wissenschaftlerin stellte dar, dass die Erfolgsraten der Untersuchungen verschwindend gering sind, viele Frauen aber behandelt werden, obwohl sie keinen Krebs in sich tragen bzw. der Krebs geruht hätte und vielleicht niemals zum Tragen gekommen wäre. Wievielen Frauen wurde die Gebärmutter entnommen, weil ca. zehn Jahre lang Ärzte der Meinung waren, das wäre für sie das beste (oder für die operierenden Ärzte). Ich gehe zu meinem Hausarzt, wenn mir etwas fehlt und habe auch Vertrauen zu ihm. Aber grundsätzlich habe ich der Medizin eine Portion Misstrauen gegenüber, weil hier so viel Geschäft gemacht wird. Diese Angst schon vor dem Termin, dann wenn man im Wartezimmer sitzt, wenn ein verdächtiges Ergebnis kommt und man nochmal hin muss, die allein ist schon ein Krebsfaktor.

OT: Mein Augenarzt hat mich fünf Jahre lang alle Vierteljahr antreten lassen um mich wegen Augeninnendruck zu untersuchen und mir entsprechende Tropfen zu verschreiben. Ich habe den Arzt gewechselt, der neue hat die Möglichkeit die Hornhautstärke zu messen und siehe da, meine Hornhaut ist etwas dicker, daher darf auch der Innendruck etwas höher sein. Ich brauche nicht mehr behandelt zu werden. Mein ehemaliger Augenarzt hat mit Sicherheit gut mit mir verdient.

Siegi

Leben und leben lassen

Offline menno

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #3 am: 18.02.12, 19:42 »
Hallo
Ich habe auch für nächste Woche einen Termin zum
Mammographie -Screening. Da werde ich auch hingehen,
wie in den letzten Jahren auch .Sicher ist man ein bischen
unruhig ,bis das Ergebnis da ist .Aber wenn ich nicht gehen würde
hätte ich auch ein mulmiges Gefühl.
LG  Menno

Offline Lotta

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #4 am: 18.02.12, 21:25 »
Ich sehe das wie Siegi!
Wenn man alle Krebsarten ausschliessen möchte, lebt man nur noch für Vorsorgeuntersuchungen und mit der Angst, das was sein könnte.
Wer sagt mir, dass wenn ich bei der Mammographie sitze, nicht gerade ein Hirntumor wächst, ich auf dem Weg dorthin einen Unfall habe oder ich einen Gehirnschlag bekomme?
Dass ich keinen Krebs im Magen habe oder in den Knochen?
Sterben kann man auf so vielfältige Weise und das Leben mit der Angst, die durch diese ganzen Vorsorgeuntersuchungen geschürt wird, ist wirklich umstritten.
Ich bin auch beim Hausarzt und fühle mich dort ausreichend betreut, wenns mir schlecht geht.
Ich muss dazu sagen, dass ich mal eine Depression hatte, die auf genau diesen Ängsten gründete...
Was da an Leben an mir vorbeigezogen ist, kann ich nie wieder aufholen.
Schuld daran war ein Arzt.....  :-\

Grussi
Lotta
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Offline LunaR

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #5 am: 18.02.12, 21:40 »
Ich gehe auch nicht in das Screening-Center, sondern lasse die Mammografie bei meinem Frauenarzt machen und zwar einmal im Jahr (naja, manchmal überziehe ich auch  :-\), da ich zu einer Risikogruppe gehöre.

Das ganze Geschäftsgebahren, wie es bei unserem Zentrum abläuft, gefällt mir nicht. Einmal dieses Anschreiben und der feste Termin, als ob es eine staatliche Einrichtung wäre, zu der ich gezwungen bin zu gehen. Erinnert mich an die Röntgenreihenuntersuchungen, die vor langer Zeit auch einmal Pflicht waren. Dann wird damit geworben, dass man eine Tasse Kaffee gratis bekommt. Menno, das ist doch kein Besuch beim Frisör. Zum einjährigen Bestehen der Einrichtung ein großer Artikel mit Fotos und der großen Überschrift so und soviel Frauen wurden in diesem Jahr schon gerettet. Darüber hat sich mein Gyn. furchtbar aufgeregt, wie unseriös das ist. Ein entdeckter Krebs ist nach einem Jahr noch nicht sicher verschwunden. Das kann man erst eine Reihe Jahre später sagen.

Zu meinem Gyn. habe ich Vertrauen, er hat die Mammografie bei mir schon vor der Eröffnung des Zentrums gemacht. Bin aber auch der Meinung, egal wo, absolute Sicherheit gibt es nicht, wie bei allem im Leben.

Luna

Luna
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


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Offline Munike

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #6 am: 20.02.12, 07:21 »
Kürzlich kam eine Reportage, die Wissenschaftlerin stellte dar, dass die Erfolgsraten der Untersuchungen verschwindend gering sind, viele Frauen aber behandelt werden, obwohl sie keinen Krebs in sich tragen bzw. der Krebs geruht hätte und vielleicht niemals zum Tragen gekommen wäre. Siegi

Siegi, das unterschreib ich.

Die Reportage habe ich auch gesehen, sie war sehr interessant. Es heißt immer, daß bei 30 % der Untersuchungen was festgestellt wird, das heißt für den Laien, 30 % der Frauen haben Krebs. In echt ist es aber ein klein wenig anders: der Prozentsatz, bei dem "echter" Krebs festgestellt wird, der ein Problem geworden wäre, liegt bei nur etwa 0,2 %.

Die 30 % werden wieder vorgeladen, bei (grobe Hausnummer) 20 % wird festgestellt daß nichts ist, bei den restlichen 10 machen sie eine Biopsie. Wobei wieder welche wegfallen ODER wo man "vorsichtshalber" gleich richtig opereriert.

Da leben einige Praxen recht ordentlich davon...

Ich bin noch unter 50, aber für mich steht heute schon fest daß ich nur röntgen lasse wenn was ist.

Viele Grüße, Munike
Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden...

Offline amazone

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #7 am: 20.02.12, 07:41 »
ich gehe sehr regelmäßig zur mammographie.
vor jahren, als ich einen "oberirdischen" auffälligen pickel auf der brust hatte, hat der gyn auf eine mammographie "bestanden",
um zu sehen, wie weit der ins brustgewebe geht.
dabei wurden unregelmäßigkeiten an anderer stelle festgestellt, die aber NOCH harmlos sind. (und hoffentlich auch bleiben!)
ich möchte das beobachtet haben und mein gyn auch.

geld verdient daran niemand. mein gynäkologe ist der ehemann meiner freundin und er würde nichts machen, was mir schadet bzw.
was unnötig erscheint.

es ist eine form der vorsorge, die ich bereit bin zu nutzen.



Beste Grüße von
Amazone

Offline mary

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #8 am: 20.02.12, 08:01 »
Hab gestern im Fernsehen eine Buchbesprechung "Der König aller Krankheiten" mitbekommen.
Krebszellen scheinen unsterblich zu sein. Macht nicht gerade ein gutes Gefühl.
Hier muss wohl jeder für sich seinen Weg zwischen Angst und Verdrängung finden.
Mir haben die Bücher von Johanna Budwig sehr geholfen, um nach dem Tod meiner Mutter mit dem Thema Krebs wieder unbefangener umgehen zu könnnen.
Herzl. Grüsse
maria

Offline Susanna

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #9 am: 20.02.12, 12:28 »
Es macht Sinn, weil Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen ist.
Aus Jux und Dollerei wird das nicht gemacht.

Ich gehe sowieso immer hin, auch ohne Einladung.
Viele Grüße
Susanna

Offline Ginchen

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #10 am: 20.02.12, 20:54 »
Mammographie habe ich schon etliche male gemacht. Manchmal jährlich dann wieder alle zwei Jahre, wies mein Frauenarzt verschreibt.
Meine erste hatte ich mit ca 32 Jahren. Da ich zu einer Risikogruppe gehöre lass ich es auch immer machen. Kombiniert mit Ultraschall. Ist zwar nicht angenehm aber wenns sein muß.
Für mich gehörts schon dazu wie jährlich einmal zum Frauenarzt und so alle zwei Jahre Gesundenuntersuchung.
Da denk ich aber vorher nicht daran das da was gefunden werden könnte, es gehört ganz einfach dazu.
Sonst meid ich Arztbesuche da muß schon was extrem lästiges sein damit ich zum Doktor fahr.

Liebe Grüße
Regina
Herzliche Grüße aus Niederösterreich
Regina

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Offline doretchen

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #11 am: 21.02.12, 11:26 »
Mir geht es wie Luna, ich komme mir da bevormundet vor. Ich bestimme über den Frauenarzt, wann ich zur Mammografie gehe. Stattdessen werde ich da hinzitiert, ohne das ich am Termin was ändern kann. Ich gehe ziemlich regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, aber das will ich bestimmen!
es grüßt doretchen

Offline Imogen

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #12 am: 21.02.12, 15:45 »
Also ein Anruf genügt.....und schon hast du einen anderen Termin..........Termin vorschreiben lassen...bzw. hinzitiert werden....ist bestimmt nicht das eigentliche Problem an der Sache

Imogen
Viele Grüße
aus dem Tal der Liebe

Offline Tina

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #13 am: 21.02.12, 16:07 »
Îch weiß auch nicht, wo hiewr das Problem ist. Viele Krankenkassen bezahlen ein Mammographie doch nicht oder nur bei Risikopatienten. Und wenn ich hier die Möglichkeit habe, kann ich sie doch wahrnehmen, und wenn der Termin nicht passt, kann ich ihn problemlos umlegen.
Ichj war schon zweimal dort, kaum Wartezeiten, nettes Personal, was will ich mehr?
Die Entscheidung muß jeder für sich selber treffen..
LG
Tina
LG
Tina

Offline Susanna

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Re: Einladung zur Mammographie
« Antwort #14 am: 21.02.12, 16:14 »
Ich verstehe auch absolut überhaupt nicht, wo es hier ein Problem gibt.

Statt froh zu sein, dass es angeboten wird... ::)
Viele Grüße
Susanna