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Photovoltaik-Freiflächen!?

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reserl:

Inzwischen vergeht kaum eine Woche, wo in der Zeitung nicht von Gemeinderatsbeschlüssen für oder gegen geplante Solar-Freiflächenanlagen zu lesen ist.

Wo seht Ihr in solchen PV-Anlagen "auf der Wiese" das Für und Wider?

Marone:
Hallo Reserl,

wie es der Zufall will, bin ich heute schon an einer PV-Anlage vorbeigefahren, die auf einer Wiesenfläche (schätzungsweise 1/2 ha) aufgestellt ist. Tja, vom ersten Eindruck her,.........sehr gewöhnungsbedürftig. Liegt wohl daran, dass man bisher eigentlich nur solche Anlagen großteils auf einem Dach gesehen hat.
Nun, ein Vorteil liegt wohl darin, dass man jede Menge Fläche zur Verfügung hat, Reperatur- bzw. Instandhaltungsarbeiten leichter ausführen kann.

frankenpower41:
Hallo

ich habs hier ja anderswo schon reingeschrieben, aber da unser Nachbar  erst vorhin da war und gesagt hat, dass gestern endgültiges "Ja" zum Bau kam, schreib ich es nochmal.

Wir bekommen jetzt (direkt vor meinem Esszimmer- bzw. Küchenfenster)  eine 20 Hektar Freiflächenanlage.
Baubeginn ist im September.  Hier im Dorf ist dadurch der Frieden ganz schön gestört.  ich seh es eher neutral und hab hab kein Problem mit, dass der jetzt schon ziemlich viel Pacht einnimmt. (angeblich mehr als das Dreifache, dass ein Landwirt hier im Durchschnitt zahlt).  Ich würde jetzt nicht gerade sagen, dass mir der Anblick gefällt, aber andererseits fördert der Staat solche Anlagen ja auch sehr stark, ob es umbedingt richtig ist, ist eine andere Frage.

marianne

Mathilde:
Hallo,

also bei Freiflächen da geh ich nicht mit  >:(
Bei Dachflächen oder vorher schon versiegelten schon. Wir hätten soviel Dachfläche da muss nicht auch noch der Boden herhalten. Wann lernt dieser Staat sich endlich mal aus der Wirtschaft herauszuhalten und nur Rahmenbedingungen zu stellen? Kann doch nicht wahr sein dass alles und jedes jetzt gefördert wird und nachher wars gar nicht gut.
Am Beispiel unseres ersten gemeinsamen Autos ist das nachzuvollziehen. Das war im ersten Jahr steuerfrei weil E1 Norm und heute ist es angeblich die größte Dreckschleuder  ::)
Wir haben im übrigen auch eine Anlage auf einem Hallendach und die produziert soviel Strom, wenn nicht sogar mehr, wie wir als Betrieb und Familie verbrauchen.

LG Mathilde

Rosi K:
Hallo!
Also, ich seh das ein bisschen anderst. Wär vielleicht eine Möglichkeit für viele, die jetzt Probleme mit dem Milchpreis haben, doch noch überleben zu können. Ich glaub, wir müssen da ein bisschen umdenken. Sicher, für die Schönheit der Landschaft ist es nicht unbedingt toll. Aber wir haben zum Beispiel eine total ebene Wiese (ca. 65 ar) 15 km von unserem Hof entfernt (auch noch aus Zeiten der Milchviehhaltung vor mehr als 20 Jahren). Früher hat die Familie immer gedacht, das wird mall Bauland. Von wegen: Wasserschutzgebiet ist es geworden ::).
Nach Ende der Viehhaltung haben wir Zwetschgen darauf gepflanzt, jede Menge Arbeit mehr und damit sicher in Wirklichkeit noch keine müde Mark (Verzeihung Euro ;D) wirklich verdient. Mal sind die Zwetschgen zu klein, mal erfrieren sie, mal hängen sie proppevoll und der Preis ist im Keller, mal gibts Hagel.....Diesjahr hängen sie wieder mal proppevoll. Da hast du nun eine Anfahrt von 20 Minuten zum Düngen und Spritzen und Mulchen und Ernten und Auflagen ohne Ende. Also, da hab ich schon oft gedacht, so ne Photovoltaikanlage die wär sicher grundwasserneutral und wir könnten endlich was mit der Wiese anfangen. Verkaufen brauchst du sie übrigens auch nicht, die will ja im Wasserschutzgebiet niemand, höchstens die Stadt und die zahlen nur ein Almosen. Ich hätt mich ehrlich gesagt schon erkundigt, ob sowas geht, aber mein Mann ist leider auch der Meinung, dass man nicht alles zubauen darf. Aber was ist die Alternative?????
Manchmal glaub ich, von der Schönheit allein können wir Bauern halt einfach nicht mehr überleben und deswegen, wenn landwirtschaftliche Produkte wirklich nichts mehr wert sind.....
Nachdenkliche Grüße
Rosi K

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