Hallo,
ich will das nicht unter allgemeinem Frust verloren gehen lassen.
Was mir mit einem Versicherungsvertrag meiner Mutter passiert ist, finde ich schon sehr grenzwertig.
Ich arbeite da gerade alles Schriftliche auf, bin auch Postempfängerin inzwischen.
Schrieb dies der Versicherung in die Zentrale an den Kundenservice bereits Ende April, hörte aber monatelang nichts.
Jedenfalls kam neulich (zufällig um den Sterbetag meiner Mutter herum) ein dicker Packen von dieser sehr rennomierten Versicherung aus unserem Bundesland. An meine Mutter, aber an mich als Empfangsbevollmächtige, also war meine Post von Ende April angekommen. Es war sogar ein Ausdruck meiner Mail angehängt.
Diese Versicherung und auch die örtliche Agentur gibts schon immer, meine Eltern hatten da mehrere Verträge immer laufen und der Bezirksvertreter, der da draufsteht als zuständiger Ansprechpartner, ist einer, den es "schon immer" gibt am Ort. Diese beiden Faktoren erschrecken mich auch besonders und dass der dennoch so agiert hat.
Jedenfalls hab ich kaum durchgeblickt, warum es da zu einer Änderung kam und las alles genau durch.
Jetzt steht da, es wurde der Vertrag abgeändert aufgrund telefonischer Anfrage durch den Kunden und nach telefonischer Beratung.
Gesprächspartner Bezirksvertreter xy und "--" ! Hä, das gibts doch nicht. Ich habe da nicht angerufen und sonst auch keiner und er hat ja auch keinen benennen können, deshalb bloß "--" hin geschrieben ! Bei mir wurde auch nie versucht anzurufen. Die Versicherung hatte ja seit Ende April meine Zuständigkeit und all meine Telefonnummern und Adresse usw. Habe auch Generalvollmacht.
Von unserem betrieblichen Versicherungsmakler kenne ich das nur so, dass man erst das Protokoll unterschrieben zurücksenden muss wenn man was telefonisch in Auftrag gibt, erst dann mit dieser Absicherung für beide Seiten wird die Versicherung tätig.
Der Bezirksvertreter war nicht erreichbar und ich hatte auch keine Lust mit ihm zu reden und rief in der Zentrale der Versicherung an.
Erst drucksten sie herum, dann gab der Mann am Telefon unumwunden zu, dass dies manche besonders "tüchtigen" Vertreter so machen würden. Denn dann sei dies ein neuer Abschluss und es gebe frisch Abschlussprämie dafür. Diese Außendienstler seien halt arg im Druck, genug Abschlüsse zu bringen und hättens echt schwer... Soso !
Übrigens hat er auch gleich 5 Jahre Vertragsdauer rein geschrieben - bei einer 85-jährigen...

Aber der Servicemitarbeiter wies mich darauf hin, dass es wegen des Sterbefalls ein außerordentliches Kündigungsrecht gebe.
So habe ichs jetzt gemacht, die "Rache der kleinen Frau":
alles gekündigt, was dort bestand. Natürlich entsprechend geschaut, was noch nötig ist übergangsweise und wo ich es wie abschließen kann.
Das ist doch hoffentlich nicht normal, oder wie sehr ihr das ?
Gerade wenn man Leute hat, die jahrzehntelang brav mehrere Versicherungen dort hatten.
Mich erschreckt das.