Autor Thema: Jens Spahn ist Vater geworden  (Gelesen 1263 mal)

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Offline InternetschdrielerTopic starter

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Jens Spahn ist Vater geworden
« am: 18.07.26, 09:56 »
Es ist eigentlich keine politische Meldung, wenn jemand Vater wird. In dem Fall, aber mein ich, aber doch.
Spahn und sein Ehemann sind Eltern geworden. Wie geht denn dass, habe ich in Bio mal nicht aufgepasst?
Also, dass mal alle Vorurteile aus dem Weg geräumt sind. Jeder und jede soll nach seiner Fassion glücklich werden. Aber wenn ich A sage, muss ich auch B sagen.
Gleichgeschlechtliche Paare können auf "üblichen" Weg nicht Eltern werden. Meiner Meinung nach bleibt da nur der Weg einer Adoption.
Dann kann ich dem Kind auch später einmal und darauf hat es ein Recht, wer seine Eltern sind.


Offline frankenpower41

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #1 am: 18.07.26, 10:50 »
Ich freue mich dass das hier wer anspricht/schreibt.
Ich hätte es nicht gemacht weil hier ja eh fast keine Antwort kommt zu ernsteren Themen.

Ich höre im Moment nebenher bei Ronzheimer Interview mit Spahn zu dem Thema, ganz neu.
Er ist noch in den USA

Ich sehe das alles sehr gespalten und sehe bei ihm auch eine gewisse Doppelmoral und  so dass sich das eigentlich nur Reiche leisten können.

Vor Jahren hab ich mal in unserer Zeitung (leider hab ich das nicht aufgehoben) einen Bericht über eine Familie hier aus der Ecke gelesen die das auch gemacht haben. (Osteuropa)
Das verstand ich damals voll.  Der Sachverhalt war da aber doch ein anderer, die Zwillinge, die müssten jetzt so um die 10 Jahre alt sein, waren genetisch von beiden Eltern.
Bei Spahn hört man jetzt nur von der Leihmutter, wer die genetische Mutter ist, wird wohl unbekannt bleiben da Eizellenspende.
Könnte mir schon vorstellen dass das für das Kind mal problematisch werden kann.  Das ist auch mit ein Grund warum das hier verboten ist.

Es ist wohl jeder Fall anders und ich kann auch gut nachvollziehen dass unerfüllter Kinderwunsch ein Schicksal ist, das ich nicht hätte haben wollen.  Es kennt wohl jeder Paare die es betrifft und für manche ist das eine sehr, sehr große Belastung.

Aus christlicher Sicht fand ich gestern den Podcast vom Passauer Bischof gut.

Ansonsten bin ich bei Dir Georg.  Irgend einen Grund wird es schon haben wie sich die Natur eingerichtet hat.

Online Marina

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #2 am: 18.07.26, 11:14 »
Marianne, dein letzter Satz stößt mir sauer auf. Du weißt, warum  :-X

Ich habe gestern lange mit meinem Mann über das Thema Spahn diskutiert.
Richtig finde ich eine Leihmutter/Schwangerschaft grundsätzlich nicht.
Aber will/kann ich mir ein Urteil erlauben? Das Politiker heute ihr Geschwätz
von gestern nicht mehr interessiert, weiß mittlerweile jeder. Ich denke, er wusste
auch, das mit der Veröffentlichung der Leihmutterschaft seine politische Karriere
vermutlich zu Ende ist.

Ansonsten halte ich mich mit einer Meinung zurück, einfach aus dem Grund, weil ich
keine eindeutige Meinung habe. Es reißt mich tatsächlich hin und her.

Offline frankenpower41

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #3 am: 18.07.26, 11:21 »
Marina, um nicht falsch verstanden zu werden , ich sehe es wie du gespalten.
Wenn er jetzt von Linie seiner Partei und seinem Privatleben spricht, dann kommt mir das einfach nicht richtig vor.
Gut finde ich, dass er von Anfang an offen damit umgeht, was hätte es gegeben wenn da in einigen Wochen Presse so drauf gestoßen wäre.
 
Der Schlusssatz bezog sich darauf, dass es einfach 2 Geschlechter braucht um Kinder zu bekommen.
Was nicht heisst dass auch gleichgeschlechtliche Paare keine Kinder haben sollen/dürfen.
« Letzte Änderung: 18.07.26, 11:24 von frankenpower41 »

Online Marina

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #4 am: 18.07.26, 11:30 »
Marianne, so bin ich ganz bei dir.

Adoption wäre auf alle Fälle die bessere, bzw. die richtigere Option in meinen Augen gewesen.
Und ich denke auch, wenn er es verheimlicht hätte, wäre es irgendwann heraus gekommen. So
ist die Kacke halt jetzt gleich am Dampfen.

Mir ging gestern auch das Wort "Eltern" dagegen. Für mich bedeutet Eltern: Vater, Mutter, Kind.
Das ist vielleicht eine kleinliche Einstellung, da komme ich aber nicht gegen an. Gleichgeschlechtliche
Paare mit Kind sind für mich Mutter, Mutter, Kind oder halt Vater, Vater, Kind.

Offline Steinbock

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #5 am: 18.07.26, 11:45 »
Ich habe in Gedanken schon längst hier im BT geschrieben  :D

Ich finde das Unmöglich! Hier in D ist etwas verboten. Zurecht nach meiner Meinung.

Der Herr Spahn ist ein prominenter Vertreter der Partei, die dieses Verbot befürwortet.

Und nur, weil er wohlhabend (und ???) ist, kann er es sich einfach leisten, dieses Verbot zu übertreten.

Ganz abgesehen von der Leihmutter, die das vermutlich nicht "aus Spaß" macht.
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Offline Mathilde

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #6 am: 18.07.26, 12:31 »
Hallo,

grundsätzliches zuerst. Leihmutterschaft oder ich kaufe mir ein Kind ist ethisch völlig indiskutabel.
zweitens hätte ein Politiker mit gutem Charakter seine Ämter vorher alle zurückgeben können alles andere ist Kalkül.
Mir ist das völlig egal ob das ein homosexuelles oder heterosexuelles Paar ist, das ist nicht richtig.
Da lobe ich mir den Patrick Lindner der nie ein aufheben um seine Sexualität gemacht hat, ein Kind adoptiert hat und für seine an Demenz erkrankte Mutter da war auch wenn diese später im Heim war.
Der Gerechtigkeit halber muss man allerdings sagen dass es Frauen da etwas einfacher haben.
Wie die Kinder das später finden ist nochmal was anderes. Dürfen die eigentlich Ihre „Gebär“ Mutter suchen und die Daten erhalten?

LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline frankenpower41

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #7 am: 18.07.26, 13:46 »
dass es so schnell geht dachte ich nicht.

fast schon zum schmunzeln  "sein persönliches Glück eine Familie zu gründen ist zeitlich nicht mit seinem Beruf vereinbar"  (sollte man im Vorfeld planen)
Für das Kind vielleicht gar nicht mal so schlecht.

Merz forderte Spahn zum Rücktritt auf.

gerade Eilmeldung

Offline goldbach

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #8 am: 18.07.26, 14:09 »
...Spahn ist als Unions-Fraktionsvorsitzender  zurück getreten.

„Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.“ (lt Tagesschau24)

Nix für unguat:  schwimmen unsere Politiker bzw. andere tonangebende CEO's bzw NGO's  nur in der eigenen Suppe bzw. leben in der oft zitierten eigenen Blase?
Es kann doch nicht sein, dass ich Wasser predige und Wein trinke!

Offline cara

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #9 am: 18.07.26, 18:02 »
doch, genau das ist für einen großen Teil der Spitzenpolitiker inzwischen Gang und Gäbe.
Wasser predigen, Wein saufen.

Ich gönne ihm sein Familienglück von Herzen, auf dass das Kind zwei tolle Papas hat.

Ich hätte auch weniger (!) ein Problem, wenn der Jens schon vor Monaten gesagt hätte, dass er seine Meinung zur Leihmutterschaft geändert habe und er das doch befürworte.
Aber da zu stehen und zu sagen, Leihmutterschaft in D gibt es aus ethischen Gründen nicht und gleichzeitig den, wenn auch legalen, Weg einer amerikanischen Leihmutter zu wählen, geht gar nicht.
Zudem wurde es eh Zeit, dass der wegkommt, der hat schon genug angerichtet in seiner Politikerzeit.
Ich wüsste einige, die könnte er gleich mitnehmen ::)
LiGrüss cara

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Online martina

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #10 am: 19.07.26, 11:32 »
Nun, er ist als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten. MdB mit allen Bezügen ist und bleibt er trotzdem. Vielleicht hat er jetzt etwas mehr Zeit fürs Kind.

Ich sehe es wie Cara, wenn er gesagt hätte, "ich habe meine Meinung geändert, weil ich in den letzten Jahren viel nachgedacht habe..." dann wäre das so glaubwürdig. Aber hier im Frühjahr noch mal zu betonen, dass man voll hinter dem Leihmutterverbot in D steht und dabei ist in den USA das eigene Kind in der Entstehung, das ist sowas von gruselig und scheinheilig.
Wenn er "normal" ein Kind adoptiert hätte, hätte wohl keiner was gesagt.

Einem Männerpaar, welches in den USA ein Kind durch Leihmutterschaft bekommt und dem in den USA nach deren geltendem Recht die Elterneigenschaft auf der Geburtsurkunde eingetragen wird, wird diese Eigenschaft auch in Deutschland nach derzeit geltendem Recht anerkannt. Beide Partner in dieser Beziehung gelten als Väter des Babies, egal, ob sie genetisch daran beteiligt sind, oder nicht.

Bekommt ein lesbisches Paar in Deutschland ein eigenes Baby, beispielsweise durch Samenspende, gilt nur die biologische Mutter, als Mutter. Also die Frau, die das Kind ausgetragen hat. Die zweite Mutter muss dieses Kind dann adoptieren, damit sie eine Elterneigenschaft zugesprochen bekommt. Dieser Adoptionsantrag darf wohl auch erst nacht 8 Wochen gestellt werden.


Online Marina

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #11 am: 19.07.26, 12:28 »

Bekommt ein lesbisches Paar in Deutschland ein eigenes Baby, beispielsweise durch Samenspende, gilt nur die biologische Mutter, als Mutter. Also die Frau, die das Kind ausgetragen hat. Die zweite Mutter muss dieses Kind dann adoptieren, damit sie eine Elterneigenschaft zugesprochen bekommt. Dieser Adoptionsantrag darf wohl auch erst nacht 8 Wochen gestellt werden.

In der Nachbarschaft zieht im Herbst ein lesbisches Paar zu. Sie bekamen im Juni in Wien, ihrem bisherigen Wohnsitz, ihr Kind. Mir wurde gesagt,
sie wollen unbedingt in Wien entbinden, weil da beide als Mutter eingetragen werden, was in Deutschland nicht der Fall wäre. In Deutschland müsste die
nicht biologische Mutter adoptieren, wie Martina oben schreibt.

Obs so stimmt, weiß ich nicht.

Offline frankenpower41

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #12 am: 19.07.26, 14:40 »
ich habe jetzt nochmal wegen der Familie aus unserer Ecke gegoogelt.

Die Frau hat ihre Geschichte aufgeschrieben.  Das Buch ist auch zu bekommen. (Amazon usw.)

Die Wunschkinder  von Jessica Geißdörfer.
es finden sich auch Zeitungsartikel  von 2018

Ein sehr schwieriges Thema.  Hier sind die Eltern auch beide die biologischen Eltern.
Verurteilen kann ich das jetzt nicht.   Das Paar hat wirklich alles ausprobiert, auch Adoption, was ja auch schwierig ist, gerade wenn man sich ein Baby wünscht.
« Letzte Änderung: 19.07.26, 18:28 von frankenpower41 »

Offline fanni

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Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #13 am: 19.07.26, 19:00 »

In der Nachbarschaft zieht im Herbst ein lesbisches Paar zu. Sie bekamen im Juni in Wien, ihrem bisherigen Wohnsitz, ihr Kind. Mir wurde gesagt,
sie wollen unbedingt in Wien entbinden, weil da beide als Mutter eingetragen werden, was in Deutschland nicht der Fall wäre. In Deutschland müsste die
nicht biologische Mutter adoptieren, wie Martina oben schreibt.

Obs so stimmt, weiß ich nicht.

JA dasmit Wien stimmt, bzw. eben Österreich.........weiß ich wirklich ganz aktuell  aus erster Hand von der betroffenen Mutter in Spe........
Herzliche Grüße von Fanni

Online LunaR

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  • Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall
Re: Jens Spahn ist Vater geworden
« Antwort #14 am: 25.07.26, 18:50 »
Jetzt bin ich etwas spät dran ... nochmal ein paar Gedanken von mir.

Rechtlich kann man Spahn nichts vorwerfen. Sein Lebenspartner soll der biologische Vater sein. Der Rest passt aber auch zu seinem schon länger bekanntem Bild, egoistisch, selbstherrlich und diese Haltung, was ich mache ist alles richtig und ist es das nicht, so kann mir aber keiner was, weil ich es eben bin. Irgendwie schmeckt es für mich auch nach Kalkül. es klingt doch besser, dass man zurückgetreten ist, wegen des so nicht erwarteten Drucks in der Öffentlichkeit und weil ihm seine Familie über alles gehe, als wenn dieser Schritt in Zusammenhang mit einem Gerichtsurteil wegen der Maskenkrise unausweichlich wird.

Merkwürdig auch die Aussage ausgerechnet von Merz, dass es in der Politik auch auf die Glaubwürdigkeit ankommt.  ::). Wer war das nochmal, der noch vor seinem Amtsantritt alle Glaubwürdigkeit verspielt hat?

Was mich bei diesem Thema Leihmutterschaft/Babyimport, -handel sehr stört, dass so wenig von den Kindern gesprochen wird. Entweder geht es um den Kinderwunsch oder die Frau, die man doch machen lassen soll, wenn sie es denn selbst will. Die Wünsche der Erwachsenen verdienen demnach Gehör und Erfüllung. Wo steht es, dass man ein Recht darauf hat, dass jeder Wunsch erfüllt wird, ein Recht auf ein Kind hat oder ein Recht darauf, den  Lebensunterhalt mit dem Austragen und dann weggeben von Kindern zu verdienen? Den Erwachsenen mag man nicht zumuten, solche Wünsche aufzugeben. Die Kinder können sich nicht wehren. Was bewirkt es, wenn ein Kind so früh von dem einzigen Lebewesen getrennt wird, den es kennt? Was davon nehmen sie  als Last/Trauma ins Leben? Wie geht es ihnen später bei der Suche nach ihren Wurzeln, wenn sich ihre Herkunft in den Wirren der biologischen Möglichkeiten verliert? Und warum prüft in solchen Fällen kein Jugendamt, ob die Adoptiveltern geeignet sind, während das bei einer regulären Adoption der Fall ist?

Es sind nicht nur einfach so Wunschkinder. Das geht noch weiter mit dem Wunsch nach einem makellosen Kind. Die dort nicht hineinpassen finden sich im Waisenhaus wieder.

Um wieder auf Jens Spahn zu kommen. Er fällt mit seine Rücktritt weich. Es bleibt ihm sein Bundestagsmandat mit einem guten finanziellen Beitrag zum Familieneinkommen. Das Kind erwarten 2 sehr gut verdienende Väter, die sicherlich auch zeitlich sehr eingespannt sind. Aber was solls, dann leistet man sich halt eine Nanny oder auch zwei ...
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


Verschwendete Zeit ist Dasein.
Gebrauchte Zeit ist Leben.