Hallo Reserl,
genau zu diesem Thema war vor kurzem eine Diskussion in der Münchner Runde,
der überall herumgereichte ehemalige Leiter dieser Privatschule Salem gab zu bedenken, dass die Erziehung der Kinder im Wohlstand viel schwieriger sei, als in schlechten Zeiten.
Aber was ich mich frage, diese Verwahrlosung - woher kommt sie, was läuft schief, wenn sich so eine Entwicklung anbahnt- und wer kann das Ruder noch herumreissen?
Wielange wird die Erziehung noch mal nach rechten, mal nach linken Ideologien, nach was weiß ich welchen Modeströmungen unter die Menschheit gebracht-
diese Verwahrlosung hat Christa Meves bereits vor mehr als 25 Jahren als Folge der herrschenden Erziehung vorausgesagt, es gab sicher noch genug warnende Stimmen, die sich auch ihre Gedanken über eine maßlose Lebensweise und deren Folgen gemacht haben, Neil Postmann hat schon vor langer zeit ein Buch über das Verschwinden der Kindheit geschrieben-
aber aller warnenden und mahnenden Stimmen zum Trotz-
geändert wird nichts.
Der Neurologe und Psychiater David Servan Schreiber beschreibt in seinem Buch, dass auch die Ernährung, bzw. Mängel in der Ernährung ursächlich mithelfen würden, dass sich emotionale Intelligenz nicht ausbilden kann.
Ich frag mich, wie soll das weitergehen, welche Perversitäten müssen noch per Film, DVD gemacht werden, welche Steigerungen -.
wie lange wird noch herumgestritten, ob jetzt Gewalt oder alle möglichen Perversitäten Auswirkungen auf Kinder haben oder nicht-
wenn man doch wirklich als Blinder sehen kann, ws passiert.
Die Kinder und Jugendlichen können eigentlich nichts dafür, aber wo sind die Erwachsenen und ihre Verantwortung.
Scheinbar braucht der Mensch doch Normen und Gebote, weil er sonst auf die Stufe des Tieres abzusinken scheint.
Irgendwie scheint die Seele bei solcher Bilderflut keine Chance für Entwicklung mehr zu haben.
Was wird nur passieren, wenn eine derartig herangebildete Masse von Jugendlichen ohne Moral und Werte ihren Platz in einer sich womöglich verändernden Welt finden sollen?
Ob es nicht doch sinnvoll wäre, einmal etwas genauer zu schauen, ob die Bedürfnisse der Kinder, besonders in der ersten Zeit nicht ihre Auswirkungen auf ein ganzes Leben haben?
Irgendwie scheint da einiges schief zu laufen, bzw. ist schief gelaufen, denn es muss bei den Erwachsenen einiges verkehrt hängen, sie erziehen, sie sind die Vorbilder, sie machen Geschäfte.
Herzl. Grüsse
maria