Autor Thema: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"  (Gelesen 48347 mal)

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Offline reserlTopic starter

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Es vergeht kaum ein Tag, an dem man in der Zeitung nicht von vernachlässigten
und verwahrlosten Kindern liest. :o

Heute habe ich einen Online-Artikel gelesen, wo es um die sexuelle Verwahrlosung von Kindern und Jugendlichen geht.

Hat das tatsächlich schon solche Dimensionen erreicht?   ??? :-[
Wo sollte man ansetzen, dass man solchen Entwicklungen gegensteuern kann?
lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Christel Nolte

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #1 am: 01.05.07, 20:30 »
hallo reserl, ich hab das schon vor längerem im Stern gelesen und es hat mich einfach nur erschreckt.
Meine großen Töchter (18+20) hatten davon noch nichts gehört, aber da ist Göttingen vielleicht (glücklicherweise) noch Provinz - oder sie sind halt in anderen Kreisen unterwegs. Mich würd mal interessieren, von welchen Dimensionen die da ausgehen, prozentual meine ich, obwohl ja der geringste Prozentsatz schon zu viel ist.

Offline gundi

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #2 am: 01.05.07, 20:40 »
Hallo reserl!

Ich verfolge auch immer mit Sorge und teilweise Bestürzung die Entwicklung vieler Jugendlichen. Viele befinden sich weit weg vom Weg der Realität.Haben "Null Bock" auf die Gegenwart. Ihr "Traumberuf" ist ein Star zu werden wie es ihnen heute ja zur Genüge vorgespielt wird--siehe DSDS, Modelshow, in Österr. "Starmania", und wenn ich dann sehe was die sich von der Jury alles sagen lassen, da denke ich mir  wie weit läßt sich ein Mensch erniedrigen um sein Ziel zu erreichen? Vor kurzem wurde ich an einer Bushaltestelle Zeuge einer Unterhaltung zweier Mädchen-- ca.11 -12 Jahre alt-- deren "Grufties" seien so was von ätzend, die eine meinte sie habe schon mit dem Leben abgeschlossen wenn sie nur 16 Jahre alt wird, sei ihr das auch scheißegal, denn sie schafft sowieso nichts, auch die Lehrer seien alle doof usw.Also so was von negativ eingestellt wie die beiden waren, das hat mir lange zu denken gegeben. Und dabei haben die Mädchen nicht ausgesehen als ob zu Hause Sparefroh wäre.
Es ist also auch hier auf dem Land nicht mehr alles in Ordnung, aber doch noch nicht so schlimm wie es in diesem Zeitungsartikel zu lesen ist.
Wohin steuert die Gesellschaft???

nachdenkliche Grüße
gundi

Es ist kein Herr so hoch im Land, der nicht lebt vom Bauernstand!

Offline mary

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #3 am: 01.05.07, 21:57 »
Hallo Reserl,
genau zu diesem Thema war vor kurzem eine Diskussion in der Münchner Runde,
der überall herumgereichte ehemalige Leiter dieser Privatschule Salem gab zu bedenken, dass die Erziehung der Kinder im Wohlstand viel schwieriger sei, als in schlechten Zeiten.
Aber was ich mich frage, diese Verwahrlosung - woher kommt sie, was läuft schief, wenn sich so eine Entwicklung anbahnt- und wer kann das Ruder noch herumreissen?
Wielange wird die Erziehung noch mal nach rechten, mal nach linken Ideologien, nach was weiß ich welchen Modeströmungen unter die Menschheit gebracht-
diese Verwahrlosung hat Christa Meves bereits vor mehr als 25 Jahren als Folge der herrschenden Erziehung vorausgesagt, es gab sicher noch genug warnende Stimmen, die sich auch ihre Gedanken über eine maßlose Lebensweise und deren Folgen gemacht haben, Neil Postmann hat schon vor langer zeit ein Buch über das Verschwinden der Kindheit geschrieben-
aber aller warnenden und mahnenden Stimmen zum Trotz-
geändert wird nichts.
Der Neurologe und Psychiater David Servan Schreiber beschreibt in seinem Buch, dass auch die Ernährung, bzw. Mängel in der Ernährung ursächlich mithelfen würden, dass sich emotionale Intelligenz nicht ausbilden kann.
Ich frag mich, wie soll das weitergehen, welche Perversitäten müssen noch per Film, DVD gemacht werden, welche Steigerungen -.
wie lange wird noch herumgestritten, ob jetzt Gewalt oder alle möglichen Perversitäten Auswirkungen auf Kinder haben oder nicht-
wenn man doch wirklich als Blinder sehen kann, ws passiert.
Die Kinder und Jugendlichen können eigentlich nichts dafür, aber wo sind die Erwachsenen und ihre Verantwortung.
Scheinbar braucht der Mensch doch Normen und Gebote, weil er sonst auf die Stufe des Tieres abzusinken scheint.
Irgendwie scheint die Seele bei solcher Bilderflut keine Chance für Entwicklung mehr zu haben.
Was wird nur passieren, wenn eine derartig herangebildete Masse von Jugendlichen ohne Moral und Werte ihren Platz in einer sich womöglich verändernden Welt finden sollen?
Ob es nicht doch sinnvoll wäre, einmal etwas genauer zu schauen, ob die Bedürfnisse der Kinder, besonders in der ersten Zeit nicht ihre Auswirkungen auf ein ganzes Leben haben?
Irgendwie scheint da einiges schief zu laufen, bzw. ist schief gelaufen, denn es muss bei den Erwachsenen einiges verkehrt hängen, sie erziehen, sie sind die Vorbilder, sie machen Geschäfte.
Herzl. Grüsse
maria

manurtb

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #4 am: 03.05.07, 12:35 »
Hat das tatsächlich schon solche Dimensionen erreicht?   ??? :-[
Wo sollte man ansetzen, dass man solchen Entwicklungen gegensteuern kann?
Ganz offen und ehrlich: Wir hatten jetzt ein paar Jahrzehnte andere Dimensionen.
Aber die überwiegende Zeit in unserer Gesellschaft war die 'Verwahrlosung' ein ganz normaler Zustand einer breiten Bevölkerungsschicht.

Wie könnte man dagegensteuern? Ich denke, man müsste ab dem Kindergarten ansetzen und ein engeres Netz an verantwortlichen Menschen schaffen.
Aber wie soll das gehen, wenn schon von Lehrern weggeschaut wird, wenn Kinder verprügelt oder angetatscht werden?
Ich weiss es nicht.

Ich frag mich, wie soll das weitergehen, welche Perversitäten müssen noch per Film, DVD gemacht werden, welche Steigerungen -.
wie lange wird noch herumgestritten, ob jetzt Gewalt oder alle möglichen Perversitäten Auswirkungen auf Kinder haben oder nicht-
wenn man doch wirklich als Blinder sehen kann, ws passiert.
Ich glaub, ich bin blind.
Ich seh die Zusammenhänge nicht.
Was ich sehe: Wenn ich ein Kind vor dem Fernseher parke, dann ist es wurscht, was ich dem zeige. Es verblödet.

Wenn ein Mensch, der austicken will, sich irgendwelche Gewaltspiele oder -filme reinzieht, dann ist das sicher nicht der Auslöser für sein Austicken. Und andersrum: nicht jeder, der sowas macht, tickt aus.
Ganz ehrlich: Manche Darstellungen von Gewalt finde ich richtig gut. Der Soldat James Ryan war z.B. ein Film, bei dem deutlich wird, warum Krieg nicht sein sollte. Und da wird es hoffentlich Leuten schwer gemacht, Krieg zu verherrlichen.
Oder die Passion Christi (hiess der so? Der von Mel Gibson). Da versteht man erst so richtig, was er auf sich genommen hat...
« Letzte Änderung: 03.05.07, 12:42 von manurtb »

Offline Swisslady

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #5 am: 03.05.07, 17:54 »
Keiner ist mehr für den andern da, es geht nur noch um`s Geld, Materielles, das ist kurz und bündig zusammengefasst, was mir in den Sinn kommt zu diesem Thema.

Der Schuldentilger soll ja wieder helfen, kam letzte Woche im Fernseher, diese Familie die dort gezeigt wurde hatte alles und dazu noch Schulden. Die Frau sagte immer wieder ja das brauchen wir sonst sind unsere Kinder nicht im Trend!!!! Meine Frage ist nun bekamen diese Kinder aber auch die nötige Liebe und Aufmerksamkeit oder waren Mama und Papa nur damit beschäftigt Geld auszugeben um möglichst viel Wohlstand zu zeigen?!?
Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

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brit

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #6 am: 03.05.07, 19:02 »


ich glaub die verwahrlosung in der wohlstandsgesellschaft hat auch zu tun,  mit der schere zwischen ärmer und reicher.., zwischen mehr bildung und weniger bildung etc.
dem sichtbaren presenten teil der bevölkerung gehts immer besser (alle können sich viel leisten, das niveau steigt und steigt).. ein wachsender eher unsichtbarerer teil der bevölkerung kann da überhaupt nicht mithalten..
und beginnt je länger je mehr zu kompensieren.
womit auch immer..

ich find ein ganz wichtiger teil ists oder wäre es , den kindern dieses *immer wieder durch die netze fallen* zu erschweren, das heisst hinzugucken wenn ein kind auffällt, probleme macht, schule schwänzt, sonst auffällig wird, usw...hingucken, probleme aufnehmen, wenn nötig intervenieren..   eltern und kinder und lehrpersonen  begleiten..und so versuchen das empfinden für die eigne verantwortlichkeit und möglichkeiten zu verbessern.

und angebote und jobs schaffen für jugendliche!! 

hängt nämlich viel zusammen





Offline Swisslady

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #7 am: 03.05.07, 19:45 »
Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr!!!
Es beginnt doch schon beim Baby, geht immer weiter und rächt sich später, Kinder sind doch nicht einfach da weils gerade Spass gemacht hatte. Wir übernehmen Verantwortung für mehrere Jahre, zum Wohle des Kindes müssen liebevoll Grenzen gesetzt werden, dem nachgehen (wie Brit schon sagte) wenn jemand auffällt....
Dann können hoffentlich möglichst Viele die Kurve kriegen und zu Menschen heranwachsen die selber Verantwortung übernehmen können. Dann sind vielleicht auch wieder mehr Betriebe bereit Lehrstellen anzubieten.
Aus meiner Sicht, eine ganz einfache Lösung, aber vielleicht nicht die Einzige!
Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

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Offline fanni

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #8 am: 04.05.07, 09:08 »
Ich möchte mal was positives berichten!

Hatte diese Woche Elternsprechtag. Die Klasse unseres Ältesten ist äußerst schwierig. Es sind viele Sitzenbleiber vom letzten Jahr und auch wieder viele potentielle kanididaten für dieses Jahr drin. Die Leistungen sind unter aller Kanone und einige Lehrer weigern sich inzwischen mit dieser Klasse was zu machen, weil viele ein unmögliches Benehmen an den Tag legen.

Waren bei früheren Sprechtagen eher die Schwächen meines Sohnes Thema der Gespräche: Er ist zu schlampig, er träumt rum, er schwätzt...............war diesmal von allen Lehrern eine wahre Lobesarie zu hören:

- er sticht in seinem Verhalten positiv aus der Klasse raus, sagte der Chemielehrer, er kennt das Wort "Bitte" und "Danke". Grüß Gott" und "Auf Wiedersehen"

Gutes Benehmen zahlt sich aus, sie mögen ihn alle und das wirkt sich seit neuestem auch auf die Noten aus, ich möchte jetzt nicht behaupten, dass sie ihn bevorzugen, er tut schon selber was für seine Noten,  trotzdem ist momentan alles bei uns positiv, zumindest in der Schule, während andere nur Klagen haben, wegen dieser Klasse.


Der Hammer war ja letztes Jahr folgendes: 2 Mädels (wirkliche Früchtchen, sind bereits 2 Jahre älter als die anderen, also 16) haben ihren gut entwickelten Busen in eine sehr kleines Top gezwängt und für den Englischlehrer sehr gut sichtbar auf den Tisch gelegt, dazu provozierende Gesten und Posen. Das ging über Wochen und war kein Einzelfall. Der Mann hat dann ein paar nicht ganz hasenreine Bemerkungen abgegeben (ich meine 16jährige können das schon verkraften!) und wurde natürlich prompt wegen sexueller Belästigung von den "aufgebrachten" Eltern belangt. Da war was los. Gott sei Dank haben wir eine gute Klassensprecherin und auch eine gute Elternsprecherin, die hier einiges gradegerückt haben. Und es wurde mal den Lehrern geholfen.
Die Mädels gehen jetzt per Anordnung etwas mehr bedeckt in die Schule, was auch nicht schadet. Wenn eine wieder mal meint, sie muss Germanys Next Top Modell sein und bei diesen Temperaturen halb nackt in der Schule erschient, kriegt sie vom Direx ein schönes rosa T-Shirt XL ausgehändigt.

Glaubt mir, die Kleidermoral ist um 100% gestiegen.

Fanni
« Letzte Änderung: 04.05.07, 09:10 von fanni »
Herzliche Grüße von Fanni

Offline Sasa

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #9 am: 04.05.07, 09:52 »
Was diese Geschichte mit den zu knappen Klamotten angeht, hatten wir bisher noch Glück. Unsere Große ist zwar 15, kämpft aber ein bißchen mit Übergewicht, daher geht sie eher "verhüllt" los. Was ich teilweise sehe, finde ich aber auch unmöglich. Selbst, wenn sie wollte, käme sie so nicht los, ich finde, es ist ein Unterschied, ob man in die Schule geht oder in die Disco. Teilweise denken die Mädels auch einfach nicht nach: Diese Sprüche-Shirts, z.B. Mit der Aufschrift "Zicke" kann ich ja leben, sind sie ja meist auch, aber neulich habe ich ein Mädel mit nem T-Shirt gesehen, auf dem stand: "williges Vergewaltigungsopfer" :o Wie kann man denn freiwillig mit so nem Shirt rumlaufen, vor allen Dingen, wie die Tochter so rumlaufen lassen??

Die "zu knapp, bauchfrei, Minirock" Mode geht ja schon bei den Kindergrößen los.Unsere 9jährige ist recht groß und trägt daher Gr. 152. Es ist schon schwierig, ein normales Unterhemd in der Größe zu finden, meistens gibt es dann nur Bustiers, und die will sie (verständlicherweise) nicht. Im Winter wollte ich Sachen für sie kaufen. Aber bei den Langarmshirts ( wir hatten Mitte Januar , da gibts meist nur noch Frühjahrsware hier) für Mädchen war wieder alles zu kurz am Bauch und zu lang an den Armen. Die Hosen sassen alle auf Hüfte usw. Die Verkäuferin nahm mir die Tochter ab und zog sie an. Als sie wieder zum Vorschein kam, lachte ich mich fast kringelig: Das Shirt war am Bauch nabelkurz, darunter guckte die Strumpfhose mitsamt Unterhemd raus. Die Verkäuferin meinte, mit diesem Unterzeug sei das auch kein Wunder: Man trüge daher weder Unterhemden noch Strumpfhosen! Ich bin allerdings der Meinung, es muß ja noch mehr Mütter geben, die ihre Töchter nicht mit Nierenverkühlung rumlaufen lassen wollen...Lustig war auch immer der Anblick im Schulbus, wenn die Teenie-Mädels die Arme hoben, um sich festzuhalten: Dicke Daunenjacken an, wie die Michelin-Männchen, aber darunter tauchte dann ein nackter Bauch auf ( und der hätte so manches Mal verpackt besser ausgesehen!)... Daher fände ich eine Kleiderordnung wie von Fanni beschrieben schon in Ordnung!

brit

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #10 am: 04.05.07, 15:32 »
hallo fanni,

das find ich mal ne massnahme mit humor..(rosa-xl) find ich super.
klar wird da die erziehung bissel übernommen.. oder delegiert..aber hauptsache ist doch , dass es erfolge gibt.. :)

lg  brit

brit

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #11 am: 04.05.07, 19:13 »
in dem artikel von reserl und jetzt von dir luna zu  lesen wo und wie man anscheinend überall pornos findet ist schon denkwürdig..

so ein quark..

ich find einfach da müssen hersteller und anbieter verantwortung übernehmen,
wenn nötig per gesetz..

und ich denk mit den pornos ists wie mit den trickfilmen , je abgehärteter wir werden, umso gestörter kommt das ganze daher..
und  fährt den kids umso ärger ein..


es ist vermutlich blond zu glauben, wenn kinder gewalt gucken, fördere dies nicht gewalt, und wenn kinder all den pornoquark gucken animiere das dann zum hausaufgaben machen.. (blond ist ja ne schöne farbe :) )
aber die verantwortung liegt definitiv nicht bei den kids..



Offline Sasa

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #12 am: 04.05.07, 19:51 »
Ich wurde neulichst von einer Mama schon schief angesehen, als meine Töchter ihr erzählten, RTL 2 dürften sie nicht sehen ( da läuft nachmittags immer so ein Manga-Krams, keine Ahnung, worum es da geht. Mir ist nur mal aufgefallen, hört man die Sendung mal nur und guckt nicht hin, merkt man erst, was für ein Krach/Hektik da herrscht...Und  die Beiden sind aufgedreht genug. Sie dürfen am Tag eine Stunde Fernsehen, da muß man schon gezielt auswählen!). Und eigene Fernseher hätten sie auch nicht. Sie wurden wirklich bedauert! In dieser Familie gibt es 5 Fernseher ( Vater, Mutter, ein Sohn, 6 Jahre und ein Sohn, 8 Monate)!!

Außerdem: Man beachte das "Nachtprogramm" der Sender!! Wenn dann so ein Fernseher im Zimmer läuft und Kind schläft dabei ein und wacht in der Nacht bei laufenden Programm auf, ich weiß nicht...


Offline Margret

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #13 am: 04.05.07, 22:28 »
Gestern abend war bei unseren Viertklässlern Elternabend zum Thema  " Trau dich - Kinder stärken gegen  (sexuelle) Gewalt ".

Die Kinder werden mit den beiden Referenten (Sozialpädagogen mit entspr. Zusatzausbildungen und Erfahrung,  eine Frau und ein Mann)  2 x 2 Stunden Workshop haben.

Jedenfalls haben die beiden erfahrenden Pädagogen  genau das erzählt:
sie beobachten und erfahren immer öfters
von der Verrohung des Sexuellen,  von der Loslösung von Gefühlen bei Sexualität durch  entspr. Porno-Konsum oder Medien-Berieselung in jeglicher Form.

Fand ich echt schockierend und ich erinnerte mich an Reserls ersten Eintrag  unter dieser Überschrift !
Scheint leider Trend zu sein !  Eigentlich unvorstellbar,  aber  häufiger als befürchtet.

Margret

Offline geli.G

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Re: Verwahrlosung in der "Wohlstandsgesellschaft"
« Antwort #14 am: 04.05.07, 22:43 »
Fand ich echt schockierend und ich erinnerte mich an Reserls ersten Eintrag  unter dieser Überschrift !
Scheint leider Trend zu sein !  Eigentlich unvorstellbar,  aber  häufiger als befürchtet.

Hallo Margret,

ich hab mir Reserl´s Link auch durchgelesen und vor kurzem eine Reportage im Fernsehen mit genau diesem Thema gesehen. :o

Mir geht es da wie dir. :'(   Was tun diese Eltern ihren Kindern da an? Ich kann das nicht verstehen. Da muss doch in deren Erziehung schon einiges schief gelaufen sein, oder? :-\
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli