Bäuerinnentreff

Betriebliches => Außenwirtschaft => Thema gestartet von: cliff am 30.03.09, 13:32

Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: cliff am 30.03.09, 13:32
Spitzklicker gibt es ..........

Wir, vielmehr mein Mann will sich die Jagdpacht ausbezahlen lassen, nicht zum ersten Mal! :(

Am Samstag bekamen wir dann die Nachricht, daß die Jagdpacht von ......Euro ausbezahlt worden ist, ich gleich: das kann nicht sein!

Haben diese Spitzklicker vom Jagdvorstand nur die Hälfte von der Jagdpacht ausgezahlt, weil nur die Hälfte vom Land auf seinen Namen steht!

Das Land steht auf Eheleute zu je 1/2, was sagt Ihr dazu?  ???

Mein Mann ist daraufhin zum Vorstand gefahren und hat gesagt, ist nicht schlimm, dann stimmen wir auch mit 2 Stimmen ab, das wollen die aber auch nicht, Eheleute haben nur 1 Stimme! >:(

Am Freitag ist Versammlung, ich gebe meinem Mann eine Vollmacht mit, dann kann er abstimmen mit 2 Stimmen! :D
Ist das so richtig? Hier in diesem Forum sind doch bestimmt viele Jäger und Eigentümer , wie ist das bei Euch geregelt?
Würde mich freuen, wenn ich ein paar Antworten bekäme!

Liebe Grüße von Cliff
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Mathilde am 30.03.09, 17:17
Hallo,

das versteh ich aber nicht  ??? Da muss doch dann die andere Hälfte an Dich ausbezahlt werden. Wir haben auch beide Land in der Jagdgenossenschaft und wir können beide abstimmen und bekommen beide jeweils seinen/ihren Anteil an der Jagdpacht. Das wäre ja nochmal schöner  >:(

LG Mathilde
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: cliff am 30.03.09, 18:05
Hallo Mathilde,

die haben das ja so hingestellt, daß nur(!) mein Mann den Antrag gestellt hat und ich nicht!!! :(

Das letzte Mal haben wir beide unseren Anteil bekommen, obwohl nur mein Mann den Antrag gestellt hatte! >:(

Liebe Grüße von Cliff
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: cliff am 30.03.09, 18:08
Hallo Mthilde noch was:

Steht Euer Land auch auf Eheleute?

Lg Cliff
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Lotta am 30.03.09, 18:10
Da gäbs für mich nur eins...
Jagdpacht entziehen.
dann solln sie auf der Hälfte rumballern, die sie bezahlt haben  >:(
Mich wundert bei diesem Verein hier auch nix- man wird alle 5 Jahre mal angeschrieben zur Pachtauszahlung und dann blöde angemacht, wenn man die paar Kröten wirklich abholt...
(das macht man nicht, das ist eine stillschweigende Spende...ich glaub es geht los- ich hol das ab und spendier ne Pizza für unsere Kids!)
Göga war das peinlich  ::)
Waren komischerweise nur ein paar Frauen da, die das Geld abgeholt haben  ;D
Grussi
Lotta
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: martina am 30.03.09, 18:46
Bei uns gibt es einen Versammlungsbeschluß, dass das Jagdgeld nicht ausgezahlt wird, sondern von der Feldmarksinteressentschaft für Wegebau genommen wird. Das verrechnen die beiden Organisationen untereinander und sparen sich somit den Aufwand einerseits Gelder auszuzahlen und andererseits wieder einzuziehen.
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: ELLI47 am 30.03.09, 19:07
Hallo
bei uns wird sie automatisch ausbezahlt.
In der Nachbargemeinde gibt es das vierfache an Jagdpacht.
Das ärgert meinen Mann.
  LG Elli
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: annama am 30.03.09, 19:14
Bei uns gibt es einen Versammlungsbeschluß, dass das Jagdgeld nicht ausgezahlt wird, sondern von der Feldmarksinteressentschaft für Wegebau genommen wird. Das verrechnen die beiden Organisationen untereinander und sparen sich somit den Aufwand einerseits Gelder auszuzahlen und andererseits wieder einzuziehen.

Hier bei uns bleibt das Geld in der Jagdgenossenschaft ,es wird größtenteils für Wegebau und Sonstiges verwendet.
In der Gemarkung sind alle Wege in Ordnung ...das freut die Landwirte ,Spaziergänger und Radfahrer .
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Ditz am 30.03.09, 19:15
Hallo,

was wird denn bei euch so an jagdpacht gezahlt? wir zahlen/bekommen hier 5 euro/ha was eigentlich schon zu teuer ist.
jagdpacht wird hier jedes jahr ausgezahlt, ich finde das ne gute sache wenn das geld für wegebau oder sonstiges ausgegeben würde, aber die meisten jagdgenossen sind doch eh keine aktiven lw mehr.
hier wird immer über die jagdpächter geschimpft, dann geht doch auch mal zu den jagdgenossenschaftsversammlungen hin. wenn ihr grundstückseigentümer seid habt ihrs doch mit in der hand wer auf euren flächen jagd.

Ditz
Titel: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Luetten am 30.03.09, 19:48
Wir bekommen 1,20€ ;D und alle 3Jahre ein ganz tolles Fest, ich finde es sehr schön mal zusammenzusitzen!
LG Petra
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Mathilde am 30.03.09, 20:35
Hallo Cliff,

nein, auf Eheleute lautet da nix  8) aber bei uns hier ist das sowieso anders. Seit wir unsere Eigenjagd zurückgeholt haben ist das Verhältnis eh etwas  ::).
Bei uns sinds 2 € aber wenn da jemand glaubt dass davon Wildschaden bezahlt würde der irrt gewaltig  >:( Bei uns wühlen die "Schweine" alles um und das wars dann.

LG Mathilde
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Luise am 30.03.09, 21:23
Gerade eben habe ich die Jagdpacht überwiesen, ich weiß aber nicht wieviel das pro ha ist. muß ich morgen GöGa fragen.
Aber wir bezahlen auch jede Menge Wildschaden. Da gibt es welche, die lassen sich 20pm bezahlen. ::)
Dann gibts auch welche die drücken mal ein Auge zu. Wie im wahren Leben.
Wie es mit dem Stimmrecht ist werde ich morgen auch mal fragen, jetzt sitzt GöGa am Hochsitz. Jedenfalls bekommen die Jagdgenossen auch jedes Jahr nach der Versammlung ein Essen bezahlt.
  Luise
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Beate Mahr am 30.03.09, 21:28
Hallo

auch bei Ehepaaren gilt nur eine Stimme ... gleiches für Erbengemeinschaften

Zur Jagdpacht
Bei uns wird nicht ausgezahlt ...
der Verzehrbon an der JHV ist schon höher  :P

Wir bezuschußen z.B. Bodenproben mit 50 % 
Zünslerbekämpfung zu 100 %
Wildverbiss zu 100 %
Weiterbildung z.B. Wildschaden zu 100 %
Jedes Jahr 10 T Kalk für Wald / Grabegärten
10 T Schotter zum ausbesser der Wege
Jährlich eine Rücklage für den Wegebau
wir geben der Stadt einen Zuschuß und bestimmen den Weg  ;)
Schicherheitsfällungen im Privatwald - Wegrandsäuberung ca. 1500 Euro

Wenn die Maschinennutzer eine neue Maschine anschaffen mit 90 %

Es wurden auch schon 1000 Buchen für Waldunterbau gekauft
oder eine Pflanzaktion für Streuobst ... Schnittkurse ...

Hier sind sie damit zufrieden ...

Gruß
Beate
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Marone am 30.03.09, 21:48
Also, meiner Meinung nach kann man da "Eheleute" nicht verallgemeinern.
Gibt Eheleute, die haben die normale gesetzliche Variante, also Zugewinngemeinschaft.
Dann, gibt es noch Eheleute mit Gütergemeinschaft und
Eheleute mit Gütertrennung.
Also, könnte mir schon vorstellen, wenn Gütertrennung vereinbart ist und jeder der beiden Eheleute einen Teil des bejagbaren Grundbesitzes sein Eigen nennt, dann sind ja prinzipiell auch zwei Besitzer da, obwohl verheiratet. Also,....zwei Stimmen.
Bei Zugewinngemeinschaft kommt es darauf an, ob einem der beiden Eheleute schon der Grundbesitz gehört hat, oder nicht? Wenn ja, dann ist derjenige der Besitzer, also auch Stimmberechtigt, obwohl der Jagdpachtschilling dann als Zugewinn gelten dürfte, also beiden gehört zu gleichen teilen.
Bei Gütergemeinschaft gehört der Grundbesitz den "Eheleuten" und sie haben gemeinsam eine Stimme, müssen aber normalerweise mit ihren beiden Unterschriften den Jagdpachtschilling beantragen.

Tja, bei uns hier ist genau ein Landwirt, der sich den Jagdpachtschilling ausbezahlen lässt. Im Gegenzug dazu fährt er aber mit seinen schweren Fahrzeugen ebenso über die Wege, die mit dem Jagdpachtschilling der anderen Jagdgenossen hergerichtet werden.  ::) :(
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Starbuck am 30.03.09, 22:02
Also wenn ich auf die Idee käme, mir die Jagdpacht ausbezahlen zu lassen- dann wäre ich morgen "draußen"! Sowas "gibts nicht", selbst der klamme "von und Zu", immerhin Patron der Kirche im Dorf geht jedes Jahr leer aus, weil er es nicht schafft, seinen Antrag rechtzeitig (4Wochen nach JHV) einzureichen. Er wird allerdings auch nicht eingeladen....

Die Jagdgenossenschaft bekommt 10EUR/ha, finanziert werden damit Wege, Heckenschnitt, Ruhebänke, Friedhofstore usw. In diesem Jahr leider auch ein völlig überflüssiger Friedhofsparkplatz, 250qm feines Pflaster für 2-3 Beerdigungen im Jahr, da ist totaler Quatsch und dient allein der Selbstverwirklichung des Genossenschaftsvorsitzenden- wäre ein Boxenthema für sich ;)

lg, Heiko
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Ditz am 30.03.09, 22:28
Hallo,

also bei 1,2 euro/ha macht das ausbezahlen wohl auch nicht viel sinn, es sei den ihr habt da einige hundert von.
ich find die leute immer lustig die höhere jagdpachten fordern, wie bei uns von 4,5 auf 5 euro. das macht bei durchschnittlich 10ha/ jagdgenosse ganze 5 euro im jahr :o
jagdessen gibt es hier auch, ich gehöre ja zu dehnen die das bezahlen müssen und das essen kommt schon nah an die pacht ran.
das schönste ist zum jagdessen kommen die leute die 2-3 qm haben mit der ganzen familie, nur auf den versammlungen da sieht man keinen.

wieso sollte der wildschaden von der jagdpacht bezahlt werden??? dafür ist der jagdpächter zuständig, kennt ihr eigentlich eure jagdpachtverträge / oder die satzung der jagdgenossenschaft??

Ditz
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Biobauer am 31.03.09, 14:37
Hallo, lustig was hier so einige schreiben, nur mal nen paar richtigstellungen.
-wildschaden ist laut gesetz sache der jagdgenossenschaft, wird nur meist freiwillig vom pächter übernommen .
-ob und was ausbezahlt wird bestimmt die jagdgenossenschaft, das hat mit dem jäger null zu tun ,man solte aber da auch mal auf den versammlungen erscheinen
-wer jagdpacht bekommt steht im jagdkataster, wird hier zwar auch alle paar jahre erneuert, aber es sollten die eigentümer schon auch mitarbeiten dran, woher wil der kassier wissen wer was zb vererbt bekommen hat.
- jeder jagdgenosse im katatser hat eine stimme,egal wieviel fläche
-rehessen etc sidn auch freiwillige leistungen, ich habs zb abgeschafft, geht auch
 ich empfehle soweiso allen jagdgenossen langsam ein bissl umdenken , ich sehs hie rbei mir in de rgegend das die ersten jagden nicht mehr verpachtbar sind wegen wildschäden bzw unverschämter pachtforderungen. folge für die genossen , sie müssen den abschuss auf eigene rechung erledigen lassen , wildschäden selbst tragen . fatal wirds  dann wenn zb ein jagdgenosse der seit jahren verpachtet hat udn jedes jahr 5 euro pacht bekommt auf einmal mit 300 euro für schaden einstehen soll.
servus
l
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: strop am 31.03.09, 14:46
Hallo,
na, es wird doch unterschiedlich mit der Wildschadensregelung gehandhabt - je nachdem, wie es bei Vertragsabschluss verhandelt und vereinbart wurde. Schön ist es natürlich, wenn der Jagdpächter den Wildschaden komplett übernimmt, aber in manchen Regionen weigern sich mittlerweile bei Neuverträgen die Jagdpächter - manchmal wohl auch zu recht.
Bei meinem letzten Vetragsabschluss wollten die zwei Pächter meiner Eigenjagd zuerst nicht den Wildschaden übernehmen, ich allerdings auch nicht, hab in meinem Fall schließlich noch weniger Einfluss darauf wie sie, da ich die Flächen dort nicht selber bewirtschafte. Wir haben uns dahingehend geeinigt, dass wir ein Konto gegründet haben, auf das beide Parteien jedes Jahr einen Betrag x einzahlen, der für Wildschaden verwendet wird. Bis jetzt war noch kein Schaden. Wenn weiterhin kein Wildschaden auftritt, wird beim Auslaufen des Jagdpachtvertrages bzw. bei Neuverpachtung das Konto aufgelöst und das Geld zurück gegeben.
Aber zurück zum Thema:
bei uns in der Genossenschaftsjagd wird die Jagdpacht aufs Konto überwiesen, nix lecker Jagdessen, Wegebau etc. oder so - es gibt 3 €.
In der anderen Jagd findet einmal jährlich die Versammlung statt. Es gibt tolles Essen und beinahe das ganze Dorf kommt, es ist immer lustig. Der Jagdvorstand hat die Jagdpacht in Fonds etc. angelegt, so wurde letztes Jahr glatt die doppelte Pacht ausgezahlt, weil so viel "überschüssiges" Geld in der Kasse war. Das Fest wird davon gezahlt, auch Wildschadensbekämpfungsmaßnahmen wie Weidezaungerät etc.
LG
strop
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Beate Mahr am 31.03.09, 16:38
Hallo

ähm ...

Bei uns ist der Wildschaden Sache der Jagdpächter.
Wird eigentlich * unter der Hand * geregelt.

Richtig wäre allerdings ein andere Weg nämlich der offizielle  :-\
Der Wildschaden ist in Wochenfrist bei der Kommune ( Liegenschaftsamt ) anzumelden
jeder Folgeschaden ist binnen einer Woche nachzumelden

Die Kommune beruft einen * Schlichtungstermin * ein - Protokoll anfertigen !!!

Wenn der ohne Erfolg bleibt kommt es zu einem Schätztermin mit dem Wildschadensschätzer
Der Schätzer erstellt eine Bewertung => gibt die an die Kommune => erstellt ein Protokoll

Das Protokoll  kommt einem vollstreckbaren Titel gleich

Eben ist es in Mode gekommen die Jagd ohne Wildschaden zu pachten
bzw. der Schaden ist ab Höhe der Pacht gedeckelt.

Also immer schön aufpassen was im Vertrag ausgehandelt wird  ::)  :-X

Gruß
Beate
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Ditz am 31.03.09, 21:01
Hallo,

wer wildschaden bezahlt sollte im jagdpachtvertrag ja wohl eindeutig geregelt sein.
das dort in einigen revieren eine höchstgrenze rein muß sollte wohl auch klar sein.

Ditz
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: Hopfi am 23.10.19, 21:25
Zum Thema  Jagdpachtschilling
Der Jagdlikör : "Mümmelmann" vom Aldi paßt gut zum Abschluß eines Rehessens!
Titel: Re: Jagdpachtschilling
Beitrag von: goldbach am 24.10.19, 10:21
 ??? :-X ??? :'(