Autor Thema: Alte Brauchtümer und Traditionen  (Gelesen 83484 mal)

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Offline martina

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #30 am: 22.02.03, 22:06 »
7-wochen-ohne? gerne ;D, wenn du mir sagst, ohne WAS ??? ::)

ohne alkohol? den trinke ich eh selten, also kein großer verzicht.
ohne süßkram? darauf verzichte ich seit einem jahr, so gut es geht, wegen der abnehmerei, wäre auch kein allzugroßer verzicht.
ohne zigaretten? bin nichtraucher 8)

verzicht soll es ja aber sein, hm: ohne internet :o? hilfe nein, bloß nicht - das  wäre nicht  nur verzicht, sondern zwangsentzug :o

also weiterüberlegen, auf was ich denn mal so 7 wochen verzichten könnte, ohne daß es mir zu sehr an die substanz geht ;) aber eben trotzdem bemerkt wird, daß es ein verzicht ist!

*hm* ich glaub, ich habs, ich würde es schon bemerken, aber so richtig an die substanz ginge es mir nicht:

7-wochen ohne schwiegermutter? DAS WÄRS!!! :D






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Offline joker

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #31 am: 23.02.03, 08:30 »

*hm* ich glaub, ich habs, ich würde es schon bemerken, aber so richtig an die substanz ginge es mir nicht:

7-wochen ohne schwiegermutter? DAS WÄRS!!! :D

stell Dir mal 7-wochen ohne BT vor, martina.  ;D  ;)
MfG
Joker

Offline Antonia

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #32 am: 23.02.03, 08:42 »
quote author=joker

7 Wochen ohne BT hat nix mehr mit fasten zu tun
- gliche einem Sträflingslageraufenthalt - :(
wenn auch nur 7 Wochen wären es 49 Tage zuviel.  :o
Für die Bäuerin von Heute unentbehrlich -   ;)
oder was meinen die anderen?
herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia

Offline martina

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #33 am: 23.02.03, 08:44 »
joker, 7-wochen-ohne-bt gingen mir zu sehr an die substanz, das hielte ich nicht durch, es sei denn,  einer nähme mir den pc weg, aber dann säße ich in der bücherei oder irgendwo im internet-cafe 8)

im dezember die woche ohne bt im krankenhaus war schon schlimm, das 7 wochen durchhalten - oh wär das leben langweilig  ;)
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Offline martina

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #34 am: 23.02.03, 08:55 »

Kennt ihr den Brauch, das die Kinder an Lüttke Fastnacht(Weiberfastnacht, also nächsten Donnnerstag) von Haus zu Haus ziehen, ein altes Lied singen und dafür Süßigkeiten bekommen?

bei uns gehen die kinder am karnevalsdienstag, das heißt bei uns FIZZELN, weil die kinder früher 8zu meinen zeiten lief es gerade aus) einen tannenzweig in der hand hatten und beim singen den leuten damit über die füße fizzelten.
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Karin

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #35 am: 02.03.03, 15:33 »
Bei uns ist am letzte Freitag vor dem Aschermittwoch immer unser Burschenball.  Dort wird auch der jährlich wechselnde Burschenpräsident gewählt.
Dieser zieht dann am nächsten Tag (also Samstag) mit den verkleideten/maskierten Burschen von Haus zu Haus. Dort bekommen sie - obwohl die meisten eh noch vom Ball genug intus haben - etwas zu trinken und Lebensmittel (Fleisch, Eier, Reis usw.) mit. Bis am Abend sind sie dann meistens fix und fertig und nicht mehr ansprechbar.
Diese Gaben werden zum Dorfgasthaus gebracht und von in diesem zu Speisen verarbeitet, welche am Sonntag beim "Gratisessen" mit Musikdarbietung von den Dorfbewohnern konsumiert werden.
Am Montag ist dann erstmal etwas Ruhe.
Am Dienstag trifft man sich dann verkleidet beim Burschenpräsidenten des Vorjahres und geht dann gemeinsam zum Wirten, bei welchem der Faschingsausklang gefeiert und um Mitternacht vor dem Gasthaus der Fasching (Strohpuppe) verbrannt wird.

Offline PeacefulHeidi

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #36 am: 02.03.03, 15:40 »
Karin das klingt ja nach Streß pur.  8)

Was für ein Glück das am Aschermittwoch alles vorbei ist oder?  ??? ;D

Offline Dette

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #37 am: 18.04.03, 08:55 »
Hallo zusammen,
wird bei euch auch heute und morgen gekläppstert?,das heißt, es gehen vor den Gottesdiensten Kinder mit  Holzklappern und Rasseln durchs Dorf, weil die Glocken an den Kartagen nicht läuten. Unser Ältester ist Meßdiener und darf  mit einem Nachbarjungen unsere Straße bis zur Kirche gehen.
Viele Grüße Dette

Offline geli.G

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #38 am: 18.04.03, 09:16 »
Bei uns nennt man das Karfreitagsratschn.
Die Ministranten gehen bei uns um die Kirche damit.
Da bin ich echt froh, dass ich nicht neben der Kirche wohne...
Ich finde es ganz interessant, wie das überall anders genannt wird.

Viele Grüße von Geli
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Sahra

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #39 am: 18.04.03, 10:12 »
Hallo,

bei uns Opf. heisst´s auch Ratsch´n,nur vor der Kirche(so wie halt die Glocken sonst) wird aber schon am Gründonnerstag damit begonnen,während der Hl.Messe.Und Orgel verstummt auch bis zur Auferstehung.

Wie werden den bei Euch die Fusswaschungen abgehalten ???(wenn überhaupt) ???bei uns begleiten die angehenden Firmlinge,die Komunionkinder zur Fusswaschung.Mit den Worten"Wir jungen Christen begleiten unseren Bruder zur Fusswaschung,und stellen ihn unserer Pfarrei vor,er heisst..........."

finde diese Handlung,feierlich,wenn auch die Messe dann dementsrechend länger dauert(in den nachbarpfarreien,werden den älteren Leuten die füsse gwaschen,wer diese auswählt weis ich aber ned ;)

Offline Anita2

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #40 am: 18.04.03, 11:35 »
Hallo, bei uns heisst es rätschn, unser Josef macht als Ministrant auch mit, wie zwei seiner Schwestern früher. Er ist heute schon vor 6.00 Uhr früh losgefahren, die Zugezogenen in der Neubausiedlung wollen das allerdings nicht so gern, wenn sie an ihren freien Tagen um diese Zeit geweckt werden. Ich habe schon den Verdacht, dass die Ministranten in den Straßen besonders lang herumfahren und ihren Spaß haben, Gruß Anita

silvia

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #41 am: 18.04.03, 13:10 »
Bei uns heisst das auch ratschn.Lisa ist Ministrantin und hat sich heute auch schon recht früh auf den Weg gemacht.

Die Ministranten ziehen in zwei Gruppen durchs Dorf und zwar morgens um 6,mittags um 12 und abends um 18 Uhr.

Am Karsamstag gehen sie dann statt um 18 Uhr schon um 15 Uhr.Sie haben ein Sprüchlein auswendig gelernt und ziehen dann von Haus zu Haus zum sammeln.

Eine Fusswaschung gibt´s bei uns nicht.
Die Orgel verstummt aber bei uns auch und die Glocken schlagen das letztemal am Freitag früh um 6.

Den Siedlungsleuten bei uns gefällt das Ratschn sicher auch nicht ;D,ich für meinen Teil find´s aber super.

Offline martina

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #42 am: 18.04.03, 14:50 »
was es alles gibt???

das hör ich alles zum ersten mal, also MEINE  ;)kirchenglocke läutet auch zum karfreitagsgottesdienst!
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Offline geli.G

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #43 am: 19.04.03, 21:37 »
"Die Kirchenglocken sind nach Rom geflogen"

So sagt man bei uns vom Gründonnerstag bis zur Osternacht.
Es soll sogar schon Kinder gegeben haben die sie fliegen sahen.  ;D

Viele Grüße von Geli
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Viele Grüße von Geli

Offline geli.G

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Re:Alte Brauchtümer und Traditionen
« Antwort #44 am: 19.04.03, 22:05 »
Jetzt hab ich noch was für euch.

Ihr dürft mich aber nicht schlagen..... ;)

Als ich das vor 10 Jahren das 1. Mal gehört habe, konnte ich´s selbst fast nicht glauben.

Bei uns werden die Eier, die am Gründonnerstag gelegt werden, "Antlaßeier" genannt. Diese werden auch gefärbt in die Kirche zur Speisenweihe mitgenommen. Eines dieser Antlaßeier wird nur mit der Jahreszahl beschrieben und auch im Korb in die Kirche mitgenommen.
Danach liegt es in einer Eierschachtel für ein ganzes Jahr in meiner Speisekammer.
Und ihr werdet´s nicht glauben: Jedes Jahr am Karfreitag wird das Ei aufgeschlagen (keine Angst, es stinkt nicht) und irgendwo ins Essen gemischt. Der Dotter ist immer noch sehr schön und vom Eiklar ist mal mehr und mal weniger noch da.
Bei uns wird das schon seit Generationen gemacht.

Dieses Jahr hat´s meine SM in eine Nudelsuppe gerührt und wir haben ALLE davon gegessen!!!

Bin ja mal gespannt, ob diesen Brauch noch jemand kennt. (Meine Eltern kannten´s jedenfalls auch nicht, stammen aber beide auch aus der Landwirtschaft.)

Ein gesegnetes Osterfest wünscht euch Geli
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli