Autor Thema: Probleme tierhaltender Betriebe - jeder schaut weg? Nichts fällt auf?  (Gelesen 5518 mal)

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Offline LunaR

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Weiß denn jemand, was mit dem Besitzer war? Der muss doch zumindest das Schreien gehört haben. Ich kann mir das nur vorstellen, dass er nicht in der lage war, sich zu kümmern.
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


Verschwendete Zeit ist Dasein.
Gebrauchte Zeit ist Leben.

Offline mamaimdienst

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Das müssen nun wohl die Ermittler herausfinden.....
Bevor man seine Feinde liebt, sollte man netter zu seinen Freunden sein. - Mark Twain-

Offline Annina

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Ich hab mal einen Haushalt erlebt, der ging schon in Richtung Messie-Wohnung. Im Schlafzimmer überall Kleider gestapelt, in der Waschküche Wäscheberge ohne Ende. Im Kühlschrank wars ganz arg, da war vergammeltes Gemüse drin und verpackte Lebensmittel, die schon 3 Jahre abgelaufen waren. Ich war noch "ein Junges Ding" und hab einfach wenn ich Gelegenheit hatte gewaschen und geputzt (und mich etwas entsetzt über den Zustad).
Jetzt ist es viel besser dort. Ob und was ich mehr hätte tun sollen weiss ich nicht.
Wie würdet ihr in einer solchen Situation reagieren?
Liebe Grüsse, Annina

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.  Aristoteles

Offline Steinbock

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Ich mache mir auch so meine Gedanken über den Vorfall...

Als erstes hoffe ich, dass dadurch den Tierhaltern nicht generell noch mehr Mißtrauen entgegengebracht wird.

Ich kann mir nur vorstellen, dass der Landwirt selbst in einer sehr schlimmen Situation war und ist, so dass er
nicht mehr arbeiten und das Geschehen hat verhindern können. Das Gebrüll der Tier muss zwischendurch
fürchterlich und erbärmlich gewesen sein. Und es hat ihn nicht erreicht

Dass man selbst von abgelegenen Gehöften so gar nichts hört bei den nächstgelegenen Häusern ist schwer
vorstellbar. Vielleicht ging es auf dem Hof öfter laut zu (Tiergebrüll nach Einstallen/Umstallen) und das
Gebrüll der Tiere wurde nicht als "Alarm" gedeutet?

Vielleicht war der Tierhalter sehr zurückgezogen/abweisend und hat sich nicht "reinschauen" lassen
(obwohl er vielleicht Hilfe angeboten bekommen hätte).

Dass der behandelnde Arzt/Notarzt nicht nach dem Umfeld frägt, wundert mich nicht. Die haben zum
einen so viel zu bedenken und dokumentieren, zum anderen sind sie immer öfter von weit her und
kennen die Situationen hier (in Bayern, auf dem Land, usw.) nicht.


Vermutlich haben wir alle schon Situationen erlebt, wo wir nicht wussten, ob man das noch gutheißen
darf... und wenn nicht, an welche Stelle/Person sich wenden... dazu die Sorge als Denunziant, Gschaftlerin,
Bösewicht dazustehen.
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Offline frankenpower41

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... man hört hier überhaupt nichts mehr über den schlimmen Fall.
Kürzlich war hier wer der ziemlich nah dran wohnt, sagte das auch.


Offline Marina

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https://www.br.de/nachrichten/bayern/bewaehrungsstrafe-im-prozess-um-verendete-rinder-in-erlbach,T2su0VH?UTM_Name=Web-Share&UTM_Source=Link&UTM_Medium=Link

Heute wurde das Urteil über den Landwirt gesprochen.
1 1/2 Jahre zur Bewährung und lebenslanges Halteverbot von Nutztieren.

Man kann es immer noch nicht verstehen. Es wird vieles geredet: über den Landwirt und über seinen
Vater (den kennen wir persönlich  :-X).
Mir fehlen da einfach die Worte.




Offline klara

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Hallo Marina,
was ich nicht versteh:die Tiere müssen doch vor Hunger geschrien haben. Hier in unserer Gegend hättest sofort ne Anzeige an der Backe.
LG Klara
Carpe diem,nutze den Tag

Offline frankenpower41

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Das ist ja das was sich alle fragen, obwohl ich mal gelesen gehört hab, ab einem gewissen Punkt brüllen sie nicht mehr.
Trotzdem, da gibt es für mich so viele Ungereimtheiten wenn ich nachdenke.

Offline Morgana

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das glaube ich auch, dass die Tiere ab einer gewissen Zeit nicht mehr brüllen..können.

Trotzdem vorher schreien die doch vor Hunger und Durst.
Dass da nie jemand vorbei kommt und das merkt ist schwer vorstellbar.
Der Stall war vielleicht abgelegen, aber Spaziergänger oder Radfahrer sind wirklich überall unterwegs.
So ein Hof in der Größenordnung hat doch normalerweise einen Tierarzt der meist schon jahrelang kommt.
Ist dem auch nicht aufgefallen, dass er da keine Rechnung mehr stellt?

Bei uns gbits nicht mehr viele Tierhalter, aber ich komme bei jedem ab und an vorbei,
wenn ich mit einem Hund die Runden drehe, Da würde mir schon auffallen, wenn der Stall nicht mehr offen wäre,
die Tiere brüllen würden.
Außerdem muss es da doch bestialisch gestunken haben.


Offline frankenpower41

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Furchtbar.
Schon wieder wurden verendete Kühe gefunden.
Meldung BR, 8 tote Kühe wurden nach einem anonymen Hinweis im Niederbayerischen Bogen entdeckt.
Ich versteh es einfach nicht.  Grund ist noch nicht bekannt, selbst wenn  gehäuft welche eingehen, ich hol doch TA und vertusche so was nicht.
...und das Schlimme dran ist, dass wir alle unter Generalverdacht kommen.

Es gibt schon Spezialbetriebe, oft Junggesellen, bei denen Chaos herrscht und öfter Veterinäramt kommt,
da fehlen dann halt Ohrmarken oder es läuft wo Gülle oder so, aber denen traue ich allen nicht zu dass die ihre Tiere vernachlässigen.
Die vernachlässigen eher sich selbst.
« Letzte Änderung: 15.04.22, 15:09 von frankenpower41 »

Offline saba

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Meiner Meinung sind das wirklich meist Alleinstehende, wo so was passiert.
Wäre noch eine zweite Person anwesend, würde ja was geschehen, wenn zB der Betriebsleiter Depressionen, Burnout oder dgl. hat und zu nichts mehr fähig ist.

Marianne, du hast sicher Recht, dass die Betroffenen sich selber zuerst vernachlässigen.

Furchtbar allemal.
Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück!

Offline Steinbock

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Bogen nicht Boden

Ich kenne mindestens einen "Junggesellen", der auch so eine Wurschtelwirtschaft am Rande betreibt.
Wann ist die Grenze erreicht?? Was genau muss passieren, bis man einschreitet...
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Offline frankenpower41

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Aus dem Grund verstehe ich ja den Fall der jetzt verhandelt und verurteil wurde so gar nicht. (Nachbarlandkreis)
Der Mann war Gemeinderat, Kirchenvorstand, verheiratet und Kind, ind das Ganze zog sich nicht nur über Monate, sondern länger.

Aber was da ablief werden wir wohl nie erfahren.
Bei Jemanden der allein lebt und vielleicht eigenbrötlerisch geworden ist kann ich das noch eher nachvollziehen.

@Steinbock, war Tippfehler, hab es geändert.   

« Letzte Änderung: 15.04.22, 15:11 von frankenpower41 »

Offline Steinbock

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Ach ja richtig... in dem Fall in Franken... wurde da nicht auch die Ehefrau/Partnerin befragt,
ob sie was bemerkt hat. Gut, sie wird sich auch ihre Schweigepflicht berufen.

Wenn der Mann im Gemeinderat war, könnte auch aufgefallen sein, dass er anders war...
und dann könnte man mal fragen, wie das zu Hause mit der Arbeit so geht
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Offline Steinbock

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Man kann es immer noch nicht verstehen. Es wird vieles geredet: über den Landwirt und über seinen
Vater (den kennen wir persönlich  :-X).
Mir fehlen da einfach die Worte.

Lebt der Vater auch auf dem Hof? Konnte der noch raus (in den Stall)?
Ist der Vater "schwierig"?
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