Autor Thema: Entrümpeln  (Gelesen 30829 mal)

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Offline Caddy

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Re: Entrümpeln
« Antwort #75 am: 08.01.22, 10:43 »
die unendliche geschichte "dachboden" trifft wohl jeden mal mehr oder weniger. ich hab ihn 2020 während des lockdowns
entrümpelt, hat mir echt spaß gemacht, tagelang wenig tv und hörfunk.
 federnbetten ohne ende, die niemand haben wollte, nach langer diskussion entlich entsorgen können, und vieles andere
unscheinbare ohne gebrauch räumen zu können, da wird die luft  oben gleich besser. und natürlich vieles brennbare
habe ich entfernt. lieb gewordene schätze mit erinnerungen durften bleiben. muß bloß aufpassen, daß es weiterhin einiger-
maßen ordentlich bleibt.
Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
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LG Imke

Offline goldbach

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Re: Entrümpeln
« Antwort #76 am: 08.01.22, 11:27 »
Im Elternhaus haben wir es so gehandhabt:
Wir sind 5 Geschwister, der Bruder bekam den Hof "mitsamt den 4 Schwestern" - so stand es im Testament!
wir Schwestern hatten bis einschl. dem 28. Lebensj ein Wohn- und Lagerrecht! 
Die älteste hat mit 23 J. geheiratet, aber es lagerten noch Sachen in ihrem ehem. Zimmer.
Als Lehrlinge und Praktikanten auf den Hof kamen, wurde sie aufgefordert das Zimmer freizuräumen.
Aber: im Sommer war es ihr zu heiß, im Winter zu kalt und dann war sie mal schwanger usw. usf.
Irgendwann hab ich ihren Krempel weg getan. u.a. ihr erstes Ausgehkleid. Sie war stinke sauer.
Kommentar meines Schwagers, sie soll sich darüber nicht aufregen, denn da würde sie nie mehr reinpassen.
Punkt. Basta. Das war's.
Die Sachen von uns anderen, wurden von uns mitgenommen und im neuen zuhause aussortiert.
Ich bin der Meinung, wenn jd. aus dem Elternhaus auszieht, dann bitte komplett.
Im Freundeskreis haben wir darüber öfters gesprochen - die meisten handhaben es auch ebenso.

Auf dem Dachboden des Bauernhauses (Bj. 1860) schlummern dennoch genug alte Sachen von den Generationen vor uns.

In meinem Haus sortiere ich alljährlich aus.
Ich meine @fanni hat mal geschrieben sie haben ein "Wurfzimmer" - es wird alles reingeworfen und 1 x jährlich entrümpelt.
Seitdem nenne ich einen Raum am Hof: Wurfraum. Es werden ab dem Herbst Sachen reingestellt, wo man nicht weiß wohin; aber im Frühjahr brauch ich den Raum wieder und er wird leer gemacht.
« Letzte Änderung: 08.01.22, 12:04 von goldbach »

Offline Morgana

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Re: Entrümpeln
« Antwort #77 am: 08.01.22, 11:50 »
wenn man keinen Bezug zu den Sachen hat geht es natürlich viel einfacher auszuräumen.

Ich habe z.B.ein komplettes Geschirr im Speicher stehen das meine Eltern von den
Nacharn zur Hochzeit bekommen haben. Warum auch immer..ich möchte es nicht wegwerfen.
Hernehman aber auch nicht.
Wir haben im Speicher das Esszimmer von meinen Eltern aufgebaut und da alles Geschirr,
Gläser, Vasenl, Sammeltassen usw. eingeräumt was wir behalten wollten.

Nichts desto trotz geht es bei uns dieses Jahr auch wieder zum Ausräumen.
Da werden etliche Wertstoffhoffahrten zusammenkommen.
Wir mussten ja in kurzer Zeit 2 Häuser räumen und da ist doch noch einiges oben was man schnell reingestellt hat. Damals habe ich alles selber gemacht, wenn ich Mann und Sohn da mit hochgenommen hätte wäre das nie was geworden. Die schwelgen da gleich in Erinnerung und oh was ist das und vom wem und warum ist das da.

Offline goldbach

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Re: Entrümpeln
« Antwort #78 am: 08.01.22, 12:05 »
...natürlich habe ich Bezug zu den angesammelten Dingen im Haus und im Elternhaus sowieso - aber irgendwann ist's mal gut mit dem aufheben!

Offline Morgana

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Re: Entrümpeln
« Antwort #79 am: 08.01.22, 12:48 »
kommt immer drauf an. Jeder sieht das anders mit dem Aufheben.
Als meine Oma ausgemistet hat, waren dort  Versandhauskataloge der ersten Ausgaben. Die flogen alle raus.
Heute wären sie was wert. Ich hätte die mit Sicherheit ordentlich in einen Schrank gelegt.

Unser altes Butterfass werde ich auch nie wegwerfen. Auch nicht die alten Heiligenbilder und Kreuze.
Die hängen bei uns fein säuberlich an der Speichertrennwand.
genauso wie die Pferdegeschirre samt Schlittenglocken, die uns vor 20 Jahren ein Nachbar gebracht hat,
weil seine Kinder das alles wegwerfen würden.






Offline Caddy

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Re: Entrümpeln
« Antwort #80 am: 08.01.22, 13:11 »
tolle idee, die heiligenbilder an die wand zu plazieren, die tristen ihr dasein bei uns im schrank, zwar o.k. wegen lichteinfall, trotzdem
möchte  ich auch welche ans tageslicht befördern. unsere alten pferdegeschirre habe ich jährlich mit lederöl gepflegt, da ich sie
gerne aufhebe, wenn man nix tut, denke ich, werden sie spröde. von diesen schweren kaltblutgeschirren habe ich eine große
achtung, wenn man bedenkt, daß sie vor langer zeit die bewirtschaftung der felder und die lebensmittelerzeugung der familien
gesichert haben, und die arbeitspferde keinen leichten job zu erledigen hatten, da sei ihnen der hafer als kraftelixier vergönnt
gewesen.
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LG Imke

Offline Morgana

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Re: Entrümpeln
« Antwort #81 am: 08.01.22, 13:47 »
bei uns gibts quasi 2 Speicher. Einmal den alten Teil über dem Wohnhaus und den neuen Teil überhalb von Stall und Tenne
Dazwischen wurde das ganz alte Stadeltor als Trennwand befestigt. Das hat einen historischen Wert- für mich zumindest.
Meine Oma hat als junge Frau an diesem Tor Axtwerfen geübt, damit sie sich im ernstfall wehren kann.
D.h. das ganze Tor hat Kerben. (und mich hat sie auch in die Technik eingeweiht)

Die Bilder haben bei uns keinen direkten Lichteinfall. Wertvoll sind die sicher nicht, aber sie gehören zum Hof finde ich.
Früher hat jedes Ehepaar ein Heiligenbild über dem Bett hängen.

Von meiner Urgroßmutter ist noch ein sehr altes Kreuz da und einige Rosenkränze,
die hängen aber nicht im Speicher sondern in unserer "Hauskapelle" da ist es dunkel und nicht zu warm.
Genauso wie die Herzjesu Figur, die wir von der selben Nachbarin zum Einzug in unser neues Haus bekommen haben.
Für mich und zum Glück auch für Mann und Sohn ist es wichtig, dass man sowas respektvoll behandelt und nicht
sagt das alte Glump.

Die Pferdegeschirre hängen ebenfalls im dunkeln. d.h. wir haben Jutesäcke drüber gehängt.
Gefettet werden die bei uns im Frühjahr und im Herbst.. Das tut ihnen wirklich gut, sonst werden die tatsächlich total
spröde. Leider wurden die vorher jahrelang nicht mehr gepflegt. Aber so konnte der Zustand wenigstens erhalten bleiben.



Offline Mathilde

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Re: Entrümpeln
« Antwort #82 am: 08.01.22, 18:47 »
Hallo,

entrümpeln kann man grad nicht sagen aber ein Befreiungsschlag im Kleiderschrank ist gerade angesagt. Pullover usw. Eine nur zweimal bei mir gewaschene Jeans in Grüntönen habe ich gerade zu meiner Tochter geschickt - ich passe da nicht mehr rein und ich hoffe sehr dass meine Tochter nicht zu dünn dafür ist. Es ist Größe 40 aber kein Stretch.

LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Morgana

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Re: Entrümpeln
« Antwort #83 am: 08.01.22, 18:54 »
so geht Entrümpeln bzw. aufräumen besser ;)
Ich habe auch ein paar Schrank-Leichen wo ich denke..da passe ich wieder mal rein.
und ich habe in der Tat auch schon was der Lebensgefährtin vom Junior abgegeben.

Ich bin grad dabei meine Weihnachtsdeko einzuräumen. Habe mir vorgenommen, dass ich heuer alles
sortiere und neu verpacke. Und das ist echt eine Menge.
Im Moment sieht es im Speicher aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.
Alles voller Kisten und kartons und ich sortiere fleißig ein.
Und natürlich ein großer Karton...das kann weg. Da ist tatsächlich schon was drin ;D ;D

Offline Mathilde

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Re: Entrümpeln
« Antwort #84 am: 08.01.22, 19:38 »
Hallo,

das habe ich dieses Jahr auch gemacht. Großzügig zerdrücktes und verklebtes (Heißkleber) entsorgt.
Da muss noch viel mehr weg bei mir.

LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Morgana

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Re: Entrümpeln
« Antwort #85 am: 08.01.22, 20:01 »
mein größtes Problem ist, dass ich gleich wieder was anschaffe in Sachen Deko :'(

Offline hosta

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Re: Entrümpeln
« Antwort #86 am: 08.01.22, 22:34 »
mein größtes Problem ist, dass ich gleich wieder was anschaffe in Sachen Deko :'(
Da wird erst mindestens dreimal überlegt, denn ich bin so begeistert von meinem freigewordenem Platz im Schrank.
Herzlichst hosta

Offline Mathilde

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Re: Entrümpeln
« Antwort #87 am: 08.01.22, 22:55 »
mein größtes Problem ist, dass ich gleich wieder was anschaffe in Sachen Deko :'(

Das Problem ist nicht das anschaffen sondern das „erben“. Von Oma, vom Mama oder Schwiegermutter.
Dann sind mittlerweile auch Geschenke hübsch dekoriert.

LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Morgana

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Re: Entrümpeln
« Antwort #88 am: 09.01.22, 08:00 »
ich habe keinen Schrank für Deko..sondern Abteile im Speicher, und zwar für Weihnachten, Ostern und Divers
Da kann man immer noch irgendwo was reinstellen ;D

Immerhin habe ich beim letzten Werstoffhofbesuch einen großen schweren Karton mit Geschirr dabei gehabt und
für nächste Woche schon wieder einen hergerichtet.

Offline Caddy

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Re: Entrümpeln
« Antwort #89 am: 09.01.22, 08:19 »
kleiderschrankmäßig entrümple ich eher selten, da ich  schnelllebige klamotten bewusst nicht kaufe,  dafür
gute qualität, leicht zeitlos aber nicht altmodisch, und ich am liebsten viele jahre meine freude daran habe. ganz eng anliegnde
kleidung, wo der letzte kugelschreiberstrich mit einbezogen ist, mag ich sowieso nicht, lieber etwas luft nach oben, aber
auch nicht schlapperig. als jugendlicher bis mittleres erwachsenesalter wurde vieles entrümpelt, das hat spuren hinterlassen,
da ich "kleiderschrankentrümpelungstechnisch" nur schrott hatte, bis auf wenige ausnahmen ( Dirndlnkleider ).
wie sieht die entrümpelungsaktion bei den "herren der schöpfung" aus, bei eueren männern?
denke, da ist die entrümpelungsaktion entspannter, unsere männer muß man mit gewalt dazu zwingen, wenn  anzieh-
sachen gebraucht werden.
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LG Imke