Autor Thema: Bienen und die Imkerei  (Gelesen 155981 mal)

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Offline Wiese

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #75 am: 23.04.12, 20:13 »
Hallo Imkerinnen und Nichtimkerinnen

Hier unterwww.lwg.bayern.de/bienen

und unter Bilderarchiv zur Imkerei online gibts allerhand zum Lesen und
Bilder von bienenfreundliche Pflanzen Kräuter usw.

Unsere Bienen waren heute schon fleißig auf dem Löwenzahn unterwegs.

LG. Wiese
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
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Offline sandrak

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #76 am: 23.04.12, 21:10 »
Hallo,

was haben denn die Imkerinnen hier für Stockkarten und Bestandsbücher?
Ich hab bisher noch nichts passendes gefunden für Stockkartenführung!
Ist immer zu ausführlich gehalten!
Hätte hier vielleicht jemand einen Vordruck, den er selbst hernimmt und
mit weiter empfehlen kann?

Gruß
Sandra

Offline amanda

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #77 am: 24.04.12, 08:28 »
Hallo Sandra,

ich nehm ein normales Heft.
Vordruck habe ich keinen.
LG Amanda

aneins

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #78 am: 24.04.12, 19:52 »
Hallo Bienenliebhaber,

Sandra: Ich hab Carnica und auch Schwärme Rasse Wald-u. Wiesenbiene. In unserem Imkerverein ist der Ausfall ca. 30 %. Zwei Imker mit Totalausfall. Im März wurden in der Versammlung Ablegerpreise genannt, 80 € . Meine Bienchen leben in Zander BR und haben  Langstroth Im HR mit Dickwaben. Im Internet gabs Sockkarten hab sie mir runtergeladen und in DINA 5 Ringordner geheftet. Muß ehlich gestehen ich schreib glaub auch zuviel auf, bin auch auf der suche nach was einfacherem. Kann auch sein dass mit den Imkerjahren so manches eh einfacher wird weil so manches sich im Gehin gefestigt hat.

amanda: Ist der Imker(in) bei den Bienen lebt mann in einer anderen Welt, da ist was drann. Dass es für Herz, Geist und Körper ist stimmt total. Schon der Duft der einem in die Nase geht wenn die Beute geöffnet wird, herrlich. Und die Bienchen wissen was wann zu tun ist. Der Wabenbau ein Kunstwerk, der Drohnenbau wird an mehreren Stellen mit Bauen begonnen und dann zusammengesetzt und es passt. Dann dachte ich immer die Königin regiert das Volk, nein das stimmt überhaupt nicht, sie ist der Sklave des Volks........

Bei wem steht ein Bienenbaum ?

Meine Tracht : Weide, Schlehen, Löwenzahn, Spitzahorn, Linde (einpaar Bäume_wenige), Kastanien (vereinzelt), Brombeer, Weißklee, Wald und dann hats. Auser ich hab was vergessen, bin ja erst Anfänger.

Gießt ihr Kerzen ?

Wie vermarktet ihr ?


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aneins

Offline Wiese

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #79 am: 25.04.12, 08:19 »
Hallo
 

wir haben auch am Anfang mit kleine Stockkarten, die wir an unseren Kästen befestigt haben , angefangen.
Mittlerweile brauchen wir keine mehr. Am Anfang haben wir auch noch alles so genau genommen und auch viel Lehrgeld bezahlt,
aber das bleibt nie aus, denn das Arbeiten mit den Bienen finde ich, ist in der heutigen Zeit noch schwieriger geworden.
Früher wurden die Wiesen noch länger stehen gelassen und konnten ausreichen blühen, was jetzt bei der siliererei nicht mehr vorkommt.
Wir praktizieren es ja teils auch so. Deshalb sind auch die Streuobstwiesen und die wild wachsenden Pflanzen und die Wälder für unsere
Bienen ein besonderes Lebenselexier, wenn sie Nektar oder Honigtau sammeln. Eigentlich kann man sagen " Honig ist eingefangener Sonnenschein".
Und bei den Arbeiten mit den Bienen lernt man eigentlich nie aus.

LG Wiese
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Offline doretchen

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #80 am: 25.04.12, 15:59 »
Also bei uns ist es die Varroamilbe, an der die Bienen sterben. Wer bei uns mit der Bienenhaltung anfängt, muss sich bei den erfahrenen Imkern erkundigen, wie diese Milbe zu bekämpfen ist.

Landwirte wurden schon mal beschuldigt. Entsprechende Untersuchungen fielen immer nagativ aus.
« Letzte Änderung: 25.04.12, 16:02 von doretchen »
es grüßt doretchen

Offline amanda

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #81 am: 25.04.12, 16:44 »
Also bei uns ist es die Varroamilbe, an der die Bienen sterben. Wer bei uns mit der Bienenhaltung anfängt, muss sich bei den erfahrenen Imkern erkundigen, wie diese Milbe zu bekämpfen ist.

Landwirte wurden schon mal beschuldigt. Entsprechende Untersuchungen fielen immer nagativ aus.

So ganz einfach wird es wohl nicht sein, die Varroamilbe ist sicher eine ganz eine schlimme, aber nur sie allein, das mag ich so nicht glauben.
Untersucht wird halt oft, dass , was man untersuchen will.
Aber abgesehen von den Pestiziden, ob nun gespritzt oder gebeizt, ist es halt einfach eine "Hungerlandschaft" die unsere Bienen vorfinden.
Es gibt doch schon lange Pflanzen, die auf die Besteubung gar nicht mehr angewiesen sind, wieso auch, die sollen sich doch nicht vermehren, die Pflanzen, weil das Saatgut kauft man ja das nächste Jahr wieder.

Wer irgendwann die Macht über das alles hat, sind sicher nicht die Landwirte.

Bienen sind die Poesie der Landwirtschaft, hat irgendjemand mal gesagt.
Vielleicht braucht es sie, vielleicht auch nicht.

Dass, die Landwirtschaft an diesem Dilemma schuld ist möchte ich nicht sagen, habe schon weiter oben geschrieben, dass diese Aussage etwas naiv ist, aber
Tatsache ist doch, dass immer mehr Bienenvölker kränkeln, sterben........der unerfahrene Jungimker ist da nicht schuld.

LG Amanda




Offline doretchen

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #82 am: 26.04.12, 15:57 »
Die Varroamilbe ist bei uns flächendeckend verbreitet. Mit asiatischen und amerikanischen Bienen ist diese Milbe eingeführt worden, in den 70er Jahren. Die asiatische Biene galt als fleißiger, was zu mehr Honigertrag führte. Diese Biene ist auch aggressiver, als die europäische Biene. Das führte dann zu Bienensterben. Erst als man die Milbe fand, wußte man, was man da importiert hatte. Mit der Milbe kann die asiatische Biene leben, die europäische Biene wird von der Milbe getötet. Ohne Bekämpfung rottet die Milbe ganze Völker aus.

Es gab mehrheiteilich Anzeigen, wo die Untersuchungen bei der Lufa negativ ausgingen. Nicht gut eingearbeitetes, gebeiztes Saatgut, war in Einzelfällen verantwortlich.
es grüßt doretchen

Offline gammi

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #83 am: 26.04.12, 16:00 »


Die Verantwortung auf die Landwirte abzuschieben ist ein etwas zu einfach, es ist wohl die ganze Gesellschaft die verantwortlich ist, dass Bienen immer weniger Nahrung finden

Da kam bei uns im Radio mal ein interessanter Aufruf: Alle Rasenbesitzer sollen bitte mehr Blümchen in ihren Garten pflanzen.
Enjoy the little things

Offline amanda

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #84 am: 26.04.12, 16:48 »

Bei wem steht ein Bienenbaum ?


Gießt ihr Kerzen ?

Wie vermarktet ihr ?


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aneins


Hallo Aneins,

nein leider steht noch kein Bienenbaum bei uns, aber was nicht ist kann noch werden.
Ich gieße Kerzen, aber mehr nur für uns, Advent u. Weihnachten....aber ich sammle fleißig das Altwachs und werde mich vielleicht im nächsten Winter damit beschäftigen.
Ich verkaufe meinen Honig, Freunden, Bekannten u. Passanten... die wollen alle Jahre mehr u. bis jetzt hatte ich immer zuwenig.

LG Amanda



Offline sandrak

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #85 am: 05.06.12, 22:15 »
Hallo,

muss euch jetzt mal berichten:
Habe gestern meinen ersten Honig geschleudert.
Sind doch glatt zwei Eimer geworden!!!
Habe die Eimer jetzt stehen und warte darauf, dass sich diverse Wachspartikel etc. oben sammeln und ich diese dann abschöpfen kann.
Reichen da drei Tage mit warten? Oder ist das zu lange?
Und wie oft soll ich dann rühren???
2 mal am Tag für 5 Min. mit Akkuschrauber und wie viele Tage?
Und dann danach gleich in Gläser abfüllen?
Jeder sagt etwas anderes (Pate:Verein)!
Danke für eure Hilfe!

Gruß
Sandra

Offline Wiese

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #86 am: 06.06.12, 08:30 »
Hallo Sandrak

es reichen 3 bis 4 Tage um die Wachspartikel bezw, Schaum abzuschöpfen.

Ich habe auch schon öfters gerührten Honig mit Bohrmaschine gerührt, dass dauert eine Ewigkeit, bis es die richtige Konsistens
hat und schön cremig wird und du in Gläser abfüllen kannst. Da muss du schon öfters und viel länger rühren, ansonsten kandiert dir der
Blütenhonig zu schnell und der Akkuschrauber schaft das rühren nicht mehr.

Ich leih mir jetzt immer von unseren Imkerverein die Rührmaschine aus. Da läuft die Maschine mit Temperatur und Rührwerk gute zwei Tage oder auch länger. Je nachdem wie viele Eimer ich in das Rührwerk schütte.
Diese schaltet sich mit der Zeituhr selber aus und ein und rührt somit den Blütenhonig cremig.
Dieser cremige Honig sollte dann von selber ins Glas fließen, so cremig gerührt sollte er sein. Ansonsten wenn er zu wenig gerührt ist und du vom Glas Honig entnehmen willst, ist er ziemlich fest und du kannst ihn schlecht aufs Brot streichen.

Ist schlecht zum erklären, aber mit der Zeit findest du das schon herraus.

Wieviele Völker hast du?
Haben bei dir schon welche geschwärmt?

LG. Wiese
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Offline doretchen

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #87 am: 06.06.12, 19:16 »
sandrak, das hat Wiese gut erklärt. Die Motoren, der Haushaltsmaschinen können nicht so lange laufen.
es grüßt doretchen

Offline sandrak

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #88 am: 06.06.12, 21:25 »
Hallo,

danke für die Antwort.
Ich habe mir heute einen Rühraufsatz für die Bohrmaschine gekauft. Mal probieren. Eine vom Imkerlehrgang hat mit Kochlöffel und Hand gerührt...22 kg....???....
Beim Kurs haben sie gesagt 3-4xam Tag für ca. 5 Min. und mein Pate sagt was von einmal richtig reicht aus.
Soviel dazu. Frage drei Imker und du hast mind. 4 Meinungen!  :-D

Wiese1:
Ich habe seit Mitte April 2 Völker. Eines vom Verein leihweise (Probeimkern) und einen Ableger von 2011 hab ich mir zum Glück noch gekauft.
Hätte ich nämlich nur das vom Verein, dann hätte ich wahrscheinlich schon lange aufgehört!
Volk ist sehr aggressiv, ewig viel Drohnenbau, Weiselzelllen ohne Ende, hatten aber Königin und auch viel Platz.. (Pate meinte, dass es keine Königin von 2011 ist/war)
sind natürlich auch geschwärmt, kamen aber wieder zurück, da Königin kaputt gegangen ist....habe dann Weiselnäpfen vom Paten (=Königinnenzüchter) reingehängt,
Bienen haben aufgebissen und Königin beseitigt. Haben jetzt wieder eigene Weiselzellen gebaut ...
Honigeintrag katastrophal schlecht, ca. 6-7 kg. Mit meinem Volk zusammen waren es 26 kg Blütenhonig.

Wie schaut es bei dir aus? Wie viele Völker hast du und wie war der Ertrag?

Gruß
Sandra

Offline Wiese

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #89 am: 12.06.12, 08:25 »
Hallo

bin ein bißchen spät dran mit der Antwort, hab die Seite nicht mehr gefunden.

@ sandra: Wir hatten über 20 Völker und sind mittlerweile wieder auf 5 Völker.
               Hatten erheblichen Ausfall, wegen der Varroramilbe.

              Trotzdem konnten wir schon 25 kg Blütenhonig schleudern.
               Hab mir schon einen Honigmet angesetzt.

@ evi: ich glaube auch, dass es den guten Honigertrag vom Vorjahr nicht geben wird.
         
LG. Wiese
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