Autor Thema: Bienen und die Imkerei  (Gelesen 157423 mal)

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Offline ayla

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #270 am: 27.04.17, 22:06 »
Nein, damit kenne ich mich selber nicht aus. Es hat jedoch mehrere Imker in unserer Umgebung, die betreiben das als Hobby.
Ein Nachbar hat ein mobiles Bienenhaus, das stand mal einen Sommer bei uns, und das Bienenhaus einer Bekannten steht dauerhaft auf unserem Grundstück nahe einer Ökowiese. Als "Danke" erhalten wir jeweils frischen Blütenhonig...mmmmh. ;D

Nur ein Jahr, wo der Frühling ganz schlecht war, habe ich dann erst vom späteren Waldhonig bekommen. Ich glaube, den ersten Honig, eben den Blütenhonig, hat man den Bienen zur Nahrung gelassen, damit sie die lange Schlechtwetterperiode "überlebten".
ayla

Offline Tina

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #271 am: 27.04.17, 22:25 »
gatterl und alle:
Ich bin es auch leid, das wir Landwirte wegen unserer Wirtschaftsweise den Bienen schaden würden/wollen/tun
Ja, das Grünland wird öfters gemäht als früher
ja, wir haben Kulturen, die nicht bienenfreundlich sind,
aber wir wollen von unsern Betrieben leben!
Zu der Pflanzenvielfalt: ich finde, man darf nicht Bergwiesen mit intensiv geführten Wiesen vergleichen. Auch spielt die Lage eine Rolle.
Ein Beispiel: eine Bekannte freut sich jetzt im Frühjahr über die Sumpfdotterblumen. Ja, die sind schön, aber kein Vergleich mit denen, die im Mittelgebirge wachsen. Die hier bei uns wachsen, reißen mich nicht vom Hocker.

Und dann gibt es noch einen weiteren Grund, warum ich mich aufrege, das wir Landwirte nicht genug für die Bienen tun.
Geht doch mal durch die Städte oder Neubaugebiete und schaut euch die Gärten an! die sind doch teilweise steril bis zum geht nicht mehr.

Wir selber mähen unser Grünland vier mal im Jahr. Im Garten habe ich ganz viele Krokusse und Blausterne. Auf Grund der Temperaturen waren in diesem Jahr nur wenige Bienen da, es war einfach zu kalt.
LG
Tina

Offline mary

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #272 am: 28.04.17, 05:57 »
@gatterl,
ein Rasenmährobotter ist eine Arbeitserleichterung, aber grüne Rasen sind generell jetzt nicht Bienenrefugien, das fleissige Robottermähschaf macht grüne dichte Teppiche, aber wenig Blumen, aber auch die Straßenränder verändern mit der Pflegemulcherei ihren bewachsenen Bestand. Sommerwiesenblumen sind da leider weniger zu finden.
Ich will damit sagen, wir verändern uns und die Insekten müssen sich anpassen, ob sie es schaffen, ist nicht ganz unwichtig für uns.
Es bringt nix, wenn wir gegeneinander kämpfen, sondern es geht nur miteinander.

Sicher freu ich mich über Honig, wenn er goldhell aus der Honigschleuder fliesst, aber angefangen hab ich mit den Bienen, weil es ein unheimliches Gefühl war, blühende Kirschbäume im Garten zu haben und kein Summen der Bienen mehr zu hören war.
Die Bilder aus China, wo Wanderarbeiter mit Pinseln Obstbäume bestäuben müssen, sind für mich schon sehr bedenklich.
Es wird inzwischen an Drohnen gearbeitet, die angeblich die Bestäubung auch übernehmen könnten, in Gewächshäusern werden Hummeln eingesetzt, weil die schon bei früheren Temperaturen mit der Bestäuberei anfangen.

Was mir auffällt, in den Gartencentern wird sehr viel Geschäft mit Insektenpflanzen, Saatgut usw. gemacht- es ist derzeit sehr modern zu Imkern, es gibt da auch die verschiedensten Ansätze für die Imkerei.
Für Singvögel wird inzwischen das ganze Jahr Vogelfutter verkauft, mag ja schön sein, die Piepätze das ganze Jahr am Futterhaus beobachten zu können, aber ob es sinnvoll ist, das frag ich mich. Ich erwarte von unseren Vögeln, dass sie im Sommer Insekten wegfangen, ich habe mal gelesen, dass jede Pflanze ihren Nützling und auch ihren Schädling hat.
Ich empfinde die Bienen im Obstgarten als echten Gewinn für ein gutes Leben auf dem Bauernhof, aber ich kann verstehen, warum auf den meisten Höfen die Bienen verschwunden sind. Sie machen zu der Zeit am meisten Arbeit, wo es sonst auch ziemlich dicht mit der Arbeit ist.

Ein Bienenschwarm muss eingefangen werden, will man ihn nicht verlieren, egal ob was sonst ansteht und das kann schon manchmal zeitlich  sehr knapp werden.
Und dann muss man auch noch was bedenken, das ganze Jahr gibts Obst, Beeren im Geschäft zu kaufen, man wird ja höchstens belächelt, wenn man noch eine grössere Obstvielfalt im bäuerlichen Streuobstgarten hat.
Äpfel oder anderes Obst zur Mosterei zu bringen, um sie als Mostobst zu verkaufen, da darf man seinen Stundenlohn fast nicht rechnen, sondern entweder will man diesen Saft oder man lässt die Früchte wieder zu Humus werden.
Also warum noch Obstbäume schneiden, pflegen, wenn sie keinen Wert mehr haben?
Hab mir früher auch nicht die Gedanken gemacht, für  Bienen und andere Nutzinsekten mehr Hecken anzupflanzen, aber inzwischen sehe ich es als wichtig an.
Es geistert immer der Satz von Albert Einstein herum, wenn die Bienen stirbt, würde der Mensch nur noch 4 Jahre überleben, keine Ahnung, ob da was dran ist.
Aber dass die Bestäubungsleistung der Bienen  auch für uns Menschen einen hohen wirtschaftlichen Wert hat, das glaub ich gerne. Denke, dass wir über sehr vieles auch viel zu wenig Bescheid wissen.
Wenn wie befürchtet, der kleine Beutekäfer die Bienenstöcke heimsucht, dann vermute ich, dass dann ganz viele Imker das Handtuch werfen werden.
Und ich könnte es verstehen, nur immer Geld reinzuhängen, um dann vor leeren Kästen zu stehen, irgendwann ist die Frusttoleranz auch mal zu Ende.
Hier beneide ich Inselstaaten wie z.B. Neuseeland, die sehr dahinter sind, dass nicht jedes Ungeziefer reindarf, wir werden unsere bösen Wunder mit der gloablisierten Herumhandlerei von allem und jeden noch bitter erleben, davon bin ich überzeugt.

Die Frage, ob es Sinn macht, vor Ort regional zu erzeugen, die müssen wir uns schon stellen, denn dann müssen wir über so manches vielleicht ein wenig besser nachdenken.





Offline Heidi.S

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #273 am: 28.04.17, 06:43 »
Da hast was sehr wichtiges angeschnitten Mary.  Was heutzutage importiert wird an wilden Tieren oder auch Krankheiten, bewusst oder unbewusst, find ich erschreckend. 
Auch Pflanzen, die sich breit machen und andere heimische verdrängen.
Zum Thema Schnittzeitpunkt.  Wenn Gras jung gemäht wird, dann darum weil der Eiweißgehalt darin höher ist als bei jungen Gras.  D.h ich als Landwirt brauche kaum oder gar kein Eiweiß, wie z. B Soja,  zukaufen, weil genügend im Grundfutter vorhanden ist. 
Aber das mehrfach mähen verursacht auch Arbeits und Maschinenkosten, die dagegen gerechnet werden müssen.  Also was ist günstiger?  Öfters mähen oder Soja zukaufen?  Je nach Aufwuchs macht sich das eine oder andere Bezahlbar. 
Viel anders ist es übrigens auch nicht bei der Weidehaltung auf Kurzrasenwiesen.  Die Kühe sollen junges Gras fressen. 
Aber zurück zu den Bienen.  Mein Vater hat Bienen und wie gesagt manches Jahr kommen sie durch anderes nicht. Woran es liegt?  Keine Ahnung. 
Bei mir gibt's sehr viel Wildbienen und Hummeln.  Und die sind die ersten die vor dem Haus hier sind wenn ich Blumenkübel bepflanzt habe und die ersten Frühlingszwiebeln blühen. 
Aber selbst hier im Dorf werden es immer weniger die Blumenbeete, Bepflanzten Kästen oder Obstbäume pflegen.  Woher sollten da die Bienen Futter bekommen?
Liebe Grüße Heidi

Offline Heidi.S

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #274 am: 28.04.17, 07:15 »
Liebe Gatterl,
Ich finde schon das solche Fragen wie du sie stellst wichtig sind.
Oftmals sind es halt immer wieder die verschiedenen Wahrheiten die aufeinander treffen und Unmut machen. 
Aber irgendwie sollte man nicht immer nur seine eigene Wahrheit sehen, und ich finde es klasse das es den BT gibt und man sich so austauschen kann.
Ansichten ändern vom anderen kann man nicht, aber seinen eigenen Horizont erweitern schon. 
Liebe Grüße Heidi

Offline mary

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #275 am: 28.04.17, 07:25 »
Ich habe früher über Bienen nicht viel gewusst, wäre sicher auch nicht im Imkerverein, wenn da ständig über die Bauern hergezogen würde. Da gilt die Devise miteinander reden nicht übereinander.
Irgendwie sitzen wir nämlich alle im gleichen Boot.

@gatterl, verkauft ihr auch Honig in eurem Geschäft?
Ich war im Winter in München in einem Honiggeschäft auf dem Viktualienmarkt, was es da alles an Honigsorten aus der ganzen Welt zu kaufen gab.
Als ich der Verkäuferin erzählte, dass ich selbst Bienen hätte, schwärmte sie mir vom Honig frisch aus der Schleuder vor und welches Glück ich hätte, so was kosten zu können.
Hoffe ja irgendwann, dass meine vielen selbstherangezogenen Zitruspflanzen mal ganz viele Blüten haben (sie müssen noch einiges wachsen), vielleicht gibts dann mal Honig mit diesem wunderbaren Aroma oder die Lavendlhecke, die ich noch anpflanzen möchte, gibt hoffentlich  auch mal ein wenig was an Geschmack her, Thymian und Oregano sind jetzt nicht so mein Honiggeschmack.
Wenn jeder in seinen Möglichkeiten ein bisschen was tut, wäre schon viel gewonnen.
Wenn heute die Bienen rausschauen, dann werden sie sich sagen, wir gehen in die Winterruhe, es ist alles weiß draussen.
Bäh, was für ein verrücktes Wetter.


Offline Anneke

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #276 am: 28.04.17, 07:35 »
Liebe Gatterl,
Ich finde schon das solche Fragen wie du sie stellst wichtig sind.
Oftmals sind es halt immer wieder die verschiedenen Wahrheiten die aufeinander treffen und Unmut machen. 
Aber irgendwie sollte man nicht immer nur seine eigene Wahrheit sehen, und ich finde es klasse das es den BT gibt und man sich so austauschen kann.
Ansichten ändern vom anderen kann man nicht, aber seinen eigenen Horizont erweitern schon. 

Das hast du genau auf den Punkt gebracht, Heidi!

Ich habe weder Bienen noch aktive Landwirtschaft, aber einen dieser "anderen Gärten".  Und ich bin stiller Nutznieser dieser ehrlichen Diskussion hier. Verfolge mit großem Interesse die Beiträge und profitiere von den verschiedenen Sichtweisen. Manches war mir klar und einiges noch nicht.

Danke gatterl für das Anstoßen, ich finde nicht, dass das ein Fettnäpfchen war, es war ein ehrliches Hinterfragen und keinerlei Angriff. Es ist ein Thema mit Brisanz, das stimmt.

Solche Themen machen den BT aus, auch wenn ich sachlich nichts beitragen kann. Bitte, bitte weiter so.

Übrigens, ich habe zwei Hobby-Imker in der Nachbarschaft. Einer davon hat die Bienen vom Vater übernommen und sowas von einem nicht bienen-freundlichen Garten, geschniegelt bis zum Gehtnichtmehr. Beim anderen darf vieles wachsen.
Zuviel nachdenken ist wie schaukeln, man ist zwar beschäftigt, kommt aber keinen Schritt weiter

Offline cara

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #277 am: 28.04.17, 08:13 »
passend zu dem Thema gab es heute den Bericht über die 90-Jahr-Feier des Bieneninstituts Celle. Ich habe jetzt ein Screenshot vom pdf gemacht, dass ich es hier hochladen kann. Für die Qualität war das allerdings nicht förderlich.
Interessant übrigens der Grund, dass es 1927 gegründet wurde...
LiGrüss cara

It's a magical world, Hobbes, ol' buddy...
Let's go exploring!

Offline Rohana

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #278 am: 28.04.17, 09:06 »
Ich sag nur O tempora, o mores! Hört sich aber gut an der Artikel, danke fürs Einstellen!

Offline ayla

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #279 am: 28.04.17, 10:15 »
Liebe Gatterl,
Ich finde schon das solche Fragen wie du sie stellst wichtig sind.
Oftmals sind es halt immer wieder die verschiedenen Wahrheiten die aufeinander treffen und Unmut machen. 
Aber irgendwie sollte man nicht immer nur seine eigene Wahrheit sehen, und ich finde es klasse das es den BT gibt und man sich so austauschen kann.
Ansichten ändern vom anderen kann man nicht, aber seinen eigenen Horizont erweitern schon.

Genau! Und bei diesen verschiedenen Wahrheiten gibt es nicht "richtig" oder "falsch".

Wenn ich mich in einem quadratischen Raum der Reihe nach in die vier Ecken stelle, sieht der Raum aus jeder Ecke betrachtet anders aus - aber jede Sichtweise ist richtig.
Manchmal muss man die Ecke wechseln, um die Sichtweise des Anderen verstehen zu können.

Kürzlich hat ein Lastwagenchauffeur bei uns was abgeladen, und ich bin kurz mit ihm ins Gespräch gekommen. Er hat sich sehr für die Landwirtschaft interessiert und erzählte, dass er als Hobby Bienen halte.
Nur, der Bund mache inzwischen so viele Vorschriften, dass es einem bald Verleide, vor allem ältere Hobbyimker seien sich am überlegen, wieviel und wie lange sie da noch mitmachen wollen. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, unterstehen sie auch einer gewissen Aufzeichnungspflicht, wie es hier in der Landwirtschaft ein "Muss" ist. Ich habe keine Ahnung, ob sie dafür etwas Fördergelder erhalten, aber die ganze Bürokratie finde ich übertrieben, und ob es sich dann als Hobby überhaupt noch lohnt...?

Da haben wir die Vorschrift, eine gewisse prozentuale Fläche als Ökoflächen stehenzulassen (für Flora und Fauna, also auch für die Bienen), andererseits macht man den Imkern (und den Landwirten sowieso) das Leben schwer mit unzähligen Auflagen und Vorschriften... ::)

Offline ayla

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #280 am: 28.04.17, 10:25 »
Stimmt!  ;D ;D ;D

Offline Heidi.S

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #281 am: 28.04.17, 21:29 »
Was mich mal noch interessieren würde, keine Ahnung ob die Imker hier Bescheid wissen, ist
Wenn es Futterknappheit gibt, bei Bienen, Wildbienen und Hummeln.... Wer hat da bessere Chancen im Kampf um die Blüten? 
Ich meine, bekommen sich da die Tierchen in die Haare?
Wer ist da widerstandsfähiger, die Wildbienen oder die gepäppelten Honigbienen? 
Liebe Grüße Heidi

Offline mary

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #282 am: 29.04.17, 05:45 »
Soweit ich weiß haben Bienen, Wildbienen und Hummeln verschiedene Blütenpflanzen, die sie besuchen. Angeblich beissen z.B. aber Honigbienen Röhrenblüten, an die sie normalerweise nicht kommen, auf, um an Nektar zu kommen.

Derzeit scheinen Bienen aber auch ein grosses Geschäftsfeld zu sein, jeder Verlag bringt ein Buch raus (hab ein paar Bücher durchgeblättert, da such ich mir lieber ältere Bücher mit wirklichen Inhalten), wie man Insekten im Garten mit Pflanzen füttern kann, überall wird Saatgut für Insektenpflanzen angeboten. Selbst in der neuen Ausgabe vom landw. Wochenblatt wird  über  Balkonkastenschmuck mit insektenfreundlichen Pflanzen berichtet. In der neuesten Ausgabe der Imkerzeitschrift steht ein Bericht über die Zusammenarbeit von  Imkern und Landwirten, aber auch nur wieder so, dass man nicht viel dabei rauslesen kann.
Das ist es, was mich als Bäuerin und als Imkerin manchmal furchtbar ärgert, jeder hockt in seinem Elfenbeinturm und sieht nur von seiner Sicht aus-
« Letzte Änderung: 29.04.17, 05:52 von mary »

Offline Heidi.S

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #283 am: 29.04.17, 05:55 »
Was man aber immer mehr hört, ist das Hummeln in großen Treibhäusern zum bestäuben der Pflanzen eingesetzt werden. 
Anscheinend sind die leichter zu handhaben wie Honigbienen und verrichten die gleiche Arbeit. 
Aber es gibt schon, vorallem in meinem Kräuterbeet Pflanzen, die mit Vorliebe eher von Wildbienen und Hummeln besucht werden und weniger von Honigbienen. 
Liebe Grüße Heidi

Offline mary

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Re: Bienen und die Imkerei
« Antwort #284 am: 29.04.17, 06:20 »
Hummeln können bereits bei tieferen Temperaturen bestäuben und sie sind leichter händelbar. Ich mag die dicken Brummer auch im Garten, ärgere mich nur, wenn sie   Zitronenblüten so zerfleddern.
Bei den Taubnesseln im Garten sehe ich nur Hummeln als Bestäuberinnen, Bienen können an die langen Röhrenblüten gar nicht ran. Ich vermute einfach mal, dass jede Blüte ihr passendes Insekt zur Bestäubung hat, es wird viel über die Bienen geforscht, aber auch die Wildbienen und Insekten haben ihre Aufgaben.

Irgendwie sind Hummeln auch sehr interessant, nur die  Hummelkönigin überlebt den Winter  und muss im Frühjahr einen Bau suchen, für Nachwuchs sorgen. Da war ein Film über eine Hummelkönigin, die in den Bau einer Maus einziehen wollte, wie sie um diesen Mäusebau so lange kämpfte, bis die Maus schliesslich genervt aufgab.
Bei den Wespen weiß ich nicht, was deren Aufgabe in der Natur ist, ich kenne sie nur als lästige Tiere, die an Früchte, Trauben und Kuchen gehen, die ein schwächeres Bienenvolk auch gleich meucheln, bei den Hornissen hab ich auch keine 'Ahnung, die sind im Spätsommer ganz scharf auf Bienen, um genügend Eiweiß zu haben.
Aber wirklich viel weiß ich da auch nicht über sie.