Bäuerinnentreff

Organisation ist alles => Dokumentationspflichten zu CC und Qualitätsmanagement => Thema gestartet von: Lotta am 07.06.10, 15:58

Titel: Spritztagebuch
Beitrag von: Lotta am 07.06.10, 15:58
Hallo!
Ich wollte mal wissen, wie ihr das mit dem Spritztagebuch handhabt.
Wir lassen nur im Lohn spritzen. Bei dem einen LU bekommen wir super Angaben, Aufwandmenge je ha, Mittel, was bekämpft wird, Flächengrösse usw. als fertigen Ausdruck.
Ich trage da nur noch die Flächenbezeichnung ein und bin fertig.
Für den Weizen haben wir einen anderen und da bekomme ich immer handgeschriebene Rechnungen, wo drauf steht, die Grösse der Gesamtfläche, was gespritzt wurde, die Gesamtmenge und der Preis je Liter  ::)
Ich hier am Schreibtisch kann damit nicht wirklcih viel anfangen...besonders wenn dann bei einzelnen Mittel noch steht..nicht bei der Fläche XY

waaah..das macht mich immer wahnsinng.
Ich rechne hier Liter in ha um und weiss aber nicht, welche Flächengrösse nun mit dem einen Mittel nicht gespritzt wurde  ::)
Wie soll ich auch....
Aber dieser Spezi erzählt mir ja auch immer, wenn ich mal eine Dieselbescheinigung möchte, das er mit Biodiesel fährt und das für sich selbst abzieht  :o

Ich glaub ich such mal wen anderes für den Job *seufz
(früher hat der auch den Mais gespritzt, aber immer mind. eine Reihe plattgemacht..."dasmacht nix, der stellt sich dann schon wieder hin..")

Grussi
Lotta
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Hamster am 07.06.10, 18:08
Hallo Lotta,

wir spritzen selber und führen ein "Schlepperbuch", da wird genau eingetragen:
Wer, wann,was gemacht hat, welche Mengen, Mittel etc.
Das wird dann in die Ackerschlagkartei eingepflegt.

Und deinem "kumpel"  würde ich ganz klar sagen, was DU haben möchtest.
Entweder er richtet sich danach, oder nicht..  ;D 8)

Liebe GRüße
Hamster
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Lotta am 07.06.10, 18:37
Nix Kumpel  :o

Ich mag den eh nicht...
aber Göga meint, das er ja immer ein Auge auf unserem Weizen hat und am besten weiss, was der braucht  ::)

Ich finde ihn überheblich und doof. (besonders seitdem er zugeguckt hat, wie Töchterlein versucht hat Nachbars Kühe einzufangen und nicht von seinem Trecker abgestiegen ist um zu helfen!
Phhhhf  >:(
Er macht das ja in Lohn..ich finde er ist VERPFLICHTET dazu, die Aufwandmengen und so anzugeben.
Was weiss denn ich?
Jedes Mal muss ich alles selbst ausrechnen..das muss er doch VOR dem spritzen schon alles machen,oder wie mischt der das Zeugs zusammen?
Also muss er doch Buch führen, so wie ihr...

arrgghh...

Grussi
Lotta
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Su am 07.06.10, 19:35
Ich würd ihm ganz klar sagen: Du bekommst Dein Geld erst, wenn ich eine brauchbare Abrechnung habe.
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Ditz am 07.06.10, 20:18
Hallo,

ist man bei lohnarbeiten dazu verpflichtet, das zu dokumentieren?
was ist wenn der kunde mir sagt spritz x l/ ha mit mittel xy?

Ditz
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Bullenmafia am 07.06.10, 20:21
Hallo Ditz,
der wo spritzt also auch im Lohn ist verpflichtet zu schreiben.. also auch schuld wenn falsch gespritzt ...
Pflanzenschutz richtig zu machen (Erosion und Wasserrahmenrichtlinie, Wetter usw.) ist eh fast unmöglich... wenn unsicher, dann rufe ich eher im Amt an und frag nach.. haben da Top Leute bzw. Nachbar arbeitet für Bayer, der ist da auch recht fit..
Botschal
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Ditz am 07.06.10, 20:23
Hallo,

dann soll ich also wenn ich im lohn spritze meinen kunden auch noch die ps dokumentation machen ??? ???
na prima, wird euch das extra berechnet?
ist das dann für mich ein cc verstoß?
Ditz
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Lotta am 07.06.10, 20:35
Ditz, ich würde sagen das ist unternehmerisches Risiko!
Du musst ja nicht im Lohn spritzen, gell?
Beim Auto und allen anderen Fahrzeugen ist doch Fakt, das nicht der Halter, sondern der Fahrer für die Funktionstüchtigkeit verantwortlich ist.
Und so sehe ich das hier auch.
Egal was der Auftraggeber sagt, DU musst dich Gesetzeskonform verhalten. Würdest du Mittel einsetzen, die du nicht oder nicht in der Menge anwenden darfst??
Wieso soll der Landwirt dafür haften, das der LU zu nah am Graben spritzt, die Spritze umwirft und eine grosse Menge PSM in den Boden gelangt, oder falsche Mittel eingesetzt werden?
Und woher bitte soll der Landwirt wissen, wie hoch die Anwendungsmenge war?
Kann der LU ja viel erzählen ...
Also ich finde schon, das der LU dafür verantwortlich ist.
Wenn man das Spritzen vergibt, MUSS man doch nicht zwangsläufig das Wissen um alle gängigen Spritzmittel und die Anwendungsform haben. oder?

Grussi
Lotta
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Ditz am 07.06.10, 21:20
Hallo,

also das ich nach guter fachlicher praxis und nach geltenden bestimmungen spritze ist schon klar.
nur wenn auf der rechnung drauf steht was gemacht worden ist, denke ich das ich meine pflicht erfüllt habe, wieso soll ich dann dem kunden noch ein formular ausfüllen? dann kann ich ja für jeden kunden ne kartei anlegen ???.
und nein ich muß nicht im lohn sprizen, genauso wenig wie du kühe melken mußt ;)

Ditz
Titel: Re: Spritztagebuch
Beitrag von: Lotta am 07.06.10, 21:30
Eben...aber weil ich Kühe melke habe ich viele Dokumentationen zu erledigen  :-*

Aber ist es nicht so...du rechnest doch vorher aus, welche Menge von welchem Mittel pro ha ausgebracht wird. Dann kannst dus doch auch aufschreiben..
Woher soll ich dummes Frauchen das denn wissen..und wenns dann noch mit Sauklaue geschrieben ist, wird aus Starane womöglich was anderes und ich bin wieder schuld. ::)
Für einen LU kanns doch nicht zu viel verlangt sein, mal was mit dem PC fertig zu machen. Service ist alles  ;D
 Wird mich auf jeden Fall bei der Wahl nächstes Jahr beeinflussen- hats beim Tierarzt auch, wenn ich nur schusselige schlecht ausgefüllte Belege bekomme, hab ich da keine Lust drauf. Dafür hängt da heutzutage zu viel von ab.

Grussi
Lotta