Autor Thema: Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?  (Gelesen 18625 mal)

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Offline Mirjam

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #30 am: 07.06.03, 12:59 »


Hallo Reserl,

Fabians ehem. Klassenlehrerin hat MS und sich auch deswegen einen Retriever zugelegt, damit sie viel Bewegung bekommt.

Was ich nicht wußte: Es gibt auch KURZHAARIGE goldene Retriever, die kaum Fell in der Wohnung lassen und die weichen Haare bohren sich nicht so in Teppiche usw hinein sondern lassen sich absaugen - wollt ich gar nicht glauben wie sauber die Wohnung war, nach 2 Tagen kranken Berner im Haus hab ich 6 Wochen lang geputzt  >:(.
Hat mir gut gefallen, die Hündin war auch total anschmiegsam, sportlich, gehorsam und nicht jagdtriebig!

Weil ich glaube kaum dass Du den Hund aus deinem EG fernhalten können wirst - Kinder  ;D.

Liebe Grüsse

Mirjam
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Offline Jacky

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #31 am: 07.06.03, 13:04 »
Ich kann Gitte nur zustimmen, auch wir haben einen Golden Redriever und ich möcht ihn nie wieder hergeben, obwohl ich am Anfang gar nicht dafür war. Aber die Kinder haben nicht aufgegeben und so sind wir "auf den Hund gekommen." ::)
Wenn ich draußen bin, ist er ständig bei mir, leider hört er dadurch meist nur auf mich, was aber an sich kein Problem ist, weil er  bzw. sie ( heißt Sarah) eine sehr brave Hündin ist. Der Züchter hat uns damals zu einem Weibchen geraten, weil sie angeblich leichter zu erziehen sind.
Ich hatte nie Schwierigkeiten mit ihr, es gab zwar in den ersten zwei Jahren manchmal Augenblicke da mußte ich sie scharf bremsen wenn sie ein Reh erblickt hat, aber das hat sich durch konsequente Erziehung gegeben. ;)

Heute läuft sie den ganzen Tag frei draußen herum, ihren Schlafplatz hat sie im Flur neben der Haustür.
Sie akzeptiert, daß Wohnung und Kuhstall für sie Tabu sind und hat, muß ich auch noch dazu sagen, noch nie jemanden gebissen oder gezwickt. :)

Also Reserl, laßt euch von euerer Lieblingsrasse leiten und sucht euch einen guten Züchter, denn ich denke jede Rasse hat irgendwelche Eigenheiten, die man in Kauf nehmen muß.
Liebe Grüße  Sabine

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Offline PeacefulHeidi

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #32 am: 10.06.03, 21:31 »
So heut hab ich doch tatsächlich meinen Jack-Russel-Terrier vor die Linse gekriegt. Das ist garnicht so einfach, meistens wenn ich sie im Sucher hab und dann abdrücken will, ist sie schon wieder weg. :(

Sie ist eine Mischung aus Drahthaar und Kurzhaar und sieht daher ein wenig struppig aus. ;)


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LilaLaune

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #33 am: 11.06.03, 09:24 »
Ich schliesse mich im grossen und ganzen bei der Rassewahl meinen Vorschreiberinnen an. Der Hund muss Euch gefallen und was ich ganz wichtig finde, zu Eurem Temperament passen. Wer selber ein ruhiger Typ ist, ist mit einem Temperamentsbolzen nicht gut bedient. Während der temperamentvolle Mensch bei einem phlegmatischen Hund das Grausen bekommt.

Bei der Auswahl des Welpen gibt es diverse "Prüfmöglichkeiten", den passenden Welpen zu finden. Da Euer Hund ein Kinderhund sein soll, würde ich gar nicht durchtesten und nur darauf achten keinen dominanten Welpen zu nehmen sondern eher einen mit mittelmässigem Temperament. Ist der Welpe zu schüchtern oder ängstlich, kann es sein, dass er sich zu einem Angstbeisser entwickelt.

Schade, dass Du so weit weg wohnst, sonst hätte ich glatt bei der Hundesauswahl geholfen. Aber zum "eben mal vorbeikommen" ist es von NRW zu weit. Schaaaaaaaaade, ich war nämlich schon ewig nicht mehr in Eurer schönen Ecke  ;)

Offline em

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #34 am: 11.06.03, 10:38 »
auch n foto von unserem hund

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grüssle em

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Offline em

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #35 am: 11.06.03, 10:41 »
tom is a bissle kleingeraten auf dem letzten foto!

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grüssle em

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Offline Mirjam

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #36 am: 12.06.03, 12:47 »

Hallo liebe Hundeliebhaber,

ich weiß man soll diesen Grundnahrungsmittel verramschenden Discounter nicht noch reicher machen als er schon ist (einer der reichsten Unternehmer der Welt..), aber

nächste Woche KW 25, Mittwoch 18. Juni gibt es bei Aldi Süd Hundzubehör wie Decken, Futternäpfem, Leckerlies Bürsten und Spielzubehör, das in den "normalen" Läden ja echt fast exklusiv gehandelt wird.

Was mir noch zu dieser Box einfällt bei Rassehunden mit Papieren gibt es in Deutschland verschiedene Hundezuchtverbände mit verschiedenen Anforderungen an die Züchter und Hunde/-rassen.

Kann jemand dazu informieren?

Viele Grüsse

Mirjam


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LilaLaune

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #37 am: 12.06.03, 12:53 »



Was mir noch zu dieser Box einfällt bei Rassehunden mit Papieren gibt es in Deutschland verschiedene Hundezuchtverbände mit verschiedenen Anforderungen an die Züchter und Hunde/-rassen.

Kann jemand dazu informieren?




Das könnte ich machen, weil ich selber nämlich damit liebäugle zu züchten. Am besten kann ich auf detaillierte Fragen antworten, das schont das Forum  ;D

Denn, wenn ich einmal loslege, hält mich fast nix mehr  ;)

Offline Mirjam

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #38 am: 13.06.03, 07:24 »


Hallo

es gibt ja  (neben den Rassezuchtverbänden) das deutsche Hundstammbuch (z.B. Sitz Ansbach), die kaum Auflagen für die Zucht machen, Mitglied werden, Wurf melden, TA drüberschaun lassen und schon hat man die Papiere;

und den VDH  die genau die Welpenanzahl pro Hündin festlegen (damit der Hund nicht zur Gebärmaschine wird, hat aber - so weit ich weiss - zur Folge, dass ab einer bestimmten Welpenzahl die "unschönen entsorgt" werden, weil sie ja für diese keine Papiere bekommen).

Welcher Zuchtverein legt mehr Wert auf die - ich weiss ich nerve, aber es ist wirklich schlimm - Inzuchtkrankheiten?

Bitte berichtigen, wenn ich was falsches schreibe

viele Grüsse

Mirjam
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LilaLaune

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #39 am: 14.06.03, 11:25 »
Ich hatte gestern schon mal geantwortet (ein riesen Ding) und als ich es abschicken wollte, war es weg  >:(

Deswegen noch mal neu und in Kurzform.

An die Züchter, die über den VDH züchten, werden grössere Anforderungen gestellt als bei Züchtern des DHS.

Bei den VDH-Züchtern bestimmen die Rassehundvereine, die dem VDH angeschlossen sind, die näheren Details für die Züchter. Jeder Züchter bekommt eine Zwingerschutzkarte nachdem sein kynologisches Wissen und die Haltungsbedingungen der Hunde. Die Haltung hat den gängigen Tierschutzgesetzen zu entsprechen und meist noch ein wenig mehr. Egal wieviele Hunde in einem Wurf bei VDH-Züchter sind, es bekommen ALLE Welpen Papiere. Der Züchter, abhängig von der Rasse, hat aber Bestimmungen einzuhalten, die eine Hündin nach einem sehr grossen Wurf schonen. D. h. dass die Hündin 12 Monate Pause bis zur nächsten Belegung machen muss. Die Inzuchtquoten varieren ein wenig von Rasse zu Rasse. Häufig spielen auch die Erfahrungen des Züchters eine Rolle, wenn er einmal "extrem" inzüchtet. Diese Inzucht ist ein Thema für sich und würde hier den Rahmen sprengen. Der VDH-Züchter muss, je nach Rasse, seine Hunde gesundheitlich untersuchen lassen (z. B. HD). Auch hier gibt es wieder einen geringen Spielraum für den Züchter. Des weiteren müssen alle Hunde eine Zuchtzulassunsprüfung absolvieren und werden dann erst zur Zucht zugelassen. Diese ganzen Bestimmungen dienen dazu, einen gesunden (psychisch und physisch) Welpen zu züchten. Züchter, die sich nicht daran halten, wird die Zwingerschutzkarte entzogen.

Beim DHS geht es "lockerer" zur Sache. Dort wird mit Hunden gezogen, die sich weder einem gesundheitlichen noch ein psychischen Test unterziehen müssen. Auch dem Züchter wird nicht auf den "Zahn" gefühlt. Die Hunde werden teilweise unter Bedingungen "produziert", dass sich einem das Nackenhaar sträubt. Habe ich selber alles schon gesehen. Auch auf die ersten Lebenswochen der Welpen wird keine Rücksicht genommen. Häufig sind Hunde solcher Züchter krank (psychisch und physisch).

Der Witz an der Sache ist, dass die Hunde vom DHS nur unwesentlich weniger kosten als die Hunde vom VDH. Hinzu kommt noch, dass die DHS-Hunde nicht immer dem Rassestandard entsprechen (da wird notfalls auch mit Mischlingen gezüchtet) und man sich mit deren Papieren allenfalls den Allerwertesten abwischen kann.

Unabhängig von allen Papieren, vertrete ich die Meinung, dass jeder Hund ein wunderbares Tier ist, das es zu schützen gilt. Wen ich allerdings nicht schütze, sind sogenannte Züchter, die ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Hunde, Welpen am laufenden Band "produzieren". Auch dazu könnte ich noch einiges schreiben. Ich möchte nur alle bitten, sich über einen Züchter genau zu informieren um einen gesunden Welpen kaufen zu können oder vielleicht doch einen Hund aus dem Tierheim zu nehmen.

Natürlich beantworte ich gerne weitere Fragen. Vielleicht habe ich nicht alles ausreichend erklären können, da es ein sehr komplexes Thema ist

Offline Mirjam

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #40 am: 14.06.03, 13:15 »
Hallo

"Egal wieviele Hunde in einem Wurf bei VDH-Züchter sind, es bekommen ALLE Welpen Papiere. Der Züchter, abhängig von der Rasse, hat aber Bestimmungen einzuhalten, die eine Hündin nach einem sehr grossen Wurf schonen. D. h. dass die Hündin 12 Monate Pause bis zur nächsten Belegung machen muss."

GENAU darum geht es: Hat eine Hündin viele Welpen und der Züchter läuft "Gefahr" wegen EINEM Welpen zuviel  eine 12 Monatspause einlegen zu müssen - was wird er mit dem Welpen machen?
Was passiert, wenn die Hündin doch wieder in der 12 Monats-Pause Junge bekommt? Eine Strafe vom Verband oder für diesen Zuviel-Wurf dann doch keine Papiere?

Beim DHS MUSS der Tierarzt bei der Wurfbestätigung die Welpen auf offensichtliche Inzuchtschäden wie fehlende Zähne... untersuchen und eintragen. Und in der Beratung wird dringend die HD-Röntgung für bestimmte Rassen empfohlen.

Neue Gesetzgebung: Aus dem Pferdehandel weiß ich, dass der Käufer auf zugesicherte Eigenschaften am Tier pochen kann, dass heißt wenn HD-Freiheit im Kaufvertrag drinsteht - dann ist es Sache vom VERKÄUFER dies zu überprüfen, ggf. kann dann das Tier "zurückgegeben" werden.

Ich bin mal von jemanden geschimpft worden, weil wir bei einem Hobby-Züchter (mit Familienanschluß) kauften statt bei "Berufszüchtern", die von dem Geld (Welpenpreis) abhängig sind (weil ja die bösen Hobbyzüchter den Markt kaputtmachen)

Dazu sage ich: Lieber einen Welpen aus einer Hobbyzucht mit Haus-/Hofanschluß, wo das Tier keine Gebärmaschine ist als von einem Züchter, wo Zwinger an Zwinger steht.

Liebe Grüsse

Mirjam
« Letzte Änderung: 14.06.03, 13:18 von Mirjam »
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LilaLaune

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #41 am: 14.06.03, 14:21 »
Hallo Mirjam,

bei den VDH-Züchtern ist es so, dass der es regionsabhängig einen Zuchtwart gibt. Der Zuchtwart bekommt die Grösse des Wurfes gemeldet und besucht ihn innerhalb der nächsten Tage. Er erstellt dann ein Wurfprotokoll in dem alle gesundheitlichen "Aussergewöhnlichkeiten" festgehalten werden. Beispielsweise Einhoder, fehlende Augen, "falsches" Gebiss etc. Bei unserer Rasse taucht recht häufig ein sogenannter Canini-Engstand bei den Zähnen auf. Das hat aber nichts mit Inzucht zu tuen, sondern damit, dass teilweise zu schmale Köpfe gezüchtet werden. In den Zuchtbüchern des Rassehundevereins kann man sich dann genauer über die Würfe des vergangen Jahres informieren. Das ist sehr interessant, weil man "Theorien" zu gewissen Linien entwickeln kann. Das geht über Wurfgrösse bis zur Gesundheit. In den Wurfprotokollen und im Zuchtbuch sind auch tote Welpen eingetragen. Das macht die Züchter relativ "gläsern" und sehr gut kontrollierbar. Die Zuchtpausen werden übrigens penibel eingehalten, denn sonst ist die Zwingerschutzkarte futsch. Es werden auch keine Welpen "unter den Teppich gekehrt", denn bei unserer Rasse passiert es häufiger, dass "zu" grosse Würfe fallen. Bei den anderen übrigens auch  ;) Desweiteren bekommt jede Hündin, die 2 Würfe innerhalb eines Jahres aufzieht eine Zuchtpause von 12 Monaten. Die Zuchtpausen werden auf der Ahnentafel der Hündin eingetragen. Daher kommt auf jede Hündin im Durchschnitt ein Wurf pro Jahr.

Die Inzestzucht bedarf der Genehmigung des Zuchtausschusses und ist schwer zu bekommen. Inzestzucht ist die Verpaarung von Vater und Tochter, Mutter und Sohn, Bruder und Schwester.

Desweiteren gibt es Beschlüsse von Züchtern hinsichtlich der gesundheitlichen Aspekte, die immer einzuhalten sind. Das bedeutet bei uns, dass alle Zuchthunde unseres Vereines eine Patellaluxation benötigen. Einzelne Rassen habe wiederum ihre ganz speziellen Anforderungen. Dann gibt es noch Massnahmen gegen ganz spezielle Erbkrankheiten etc.  Unsere Zuchtordnung besteht aus 12 Seiten und etlichen Anhängen und ist eng beschrieben. Dazu kommen dann noch 27 Seiten Tierschutzgesetz und diverse Gesetze und Verordnungen. Zum guten Schluss hat man noch Wissen über die allgemeine Hundezucht, Vererbung, Anatomie, Ernährung, Wesen und Verhalten sowie den Hund im Recht nachzuweisen. Erst wenn das alles erfühlt ist, bekommt man die Zwingerschutzkarte.

Du schreibst, dass beim DHS das HD-Röntgen empfohlen wird. Bei den VDHlern ist das röntgen, je nach Rasse, Pflicht. Ohne röntgen, keine Zuchtzulassung. Dadurch wird auch der Hund bei den VDHlern relativ "gläsern". Als Käufer kann man auch einen Blick darauf werfen.

Die VDH-Züchter sind grösstenteils reine Hobbyzüchter, denn die meisten züchten nur eine Rasse und nur die wenigsten Zwinger besitzen mehr als 2 Zuchthündinnen. Geld kann man eigentlich als Züchter beim VDH nicht verdienen. Die Preise eines VDH-Hundes sind auf den ersten Blick sehr hoch aber auf den 2. Blick wird einem als Züchter schon mehr als übel  ;) Als VDH-Züchter hat man Kosten vom A wie Ausstellung bis Z wie Zuchtwart. Selbst die Erstellung der Ahnentafeln kostet ganz gut Geld.

Ob man als Züchter die Hunde im Haus oder im Zwinger hält, ist eine reine Ansichtssache. Egal welche Haltung man als VDH-Züchter bevorzugt, man hat eine Vielzahl von Auflagen zu erfüllen, die dem Wohle der Tiere dienen. Wer diese Auflagen nicht erfüllt, bekommt erst gar keine Zwingerschutzkarte bzw. bekommt diese wieder entzogen. Die meisten Züchter, die ich kenne, haben eine Kombination aus Haus- und Zwingerzucht.

Als VDH-Züchter braucht man also erstmal ein breites Wissen bevor man "loslegen" darf. Auch auf die Welpenaufzucht wird sehr grosser Wert gelegt. Wer beim VDH den ganzen Tag arbeiten geht und "nebenbei" züchtet, bekommt übrigens auch keine Zwingerschutzkarte. Damit soll die optimale Aufzucht und vor allem Prägung der Welpen gewährleistet sein.

All diese Voraussetzungen sind beim VDH Pflicht und beim DHS kann man es so machen, muss es aber nicht.

Wobei ich nicht ausschliesse, dass es beim VDH auch schwarze Schafe gibt (die aufgrund der Auflagen nicht lange schwarz bleiben). Und ebenso wenig würde ich den VDH als das Non-Plus-Ultra bezeichnen.

Ich persönlich werde wenn ich züchte, ein VDH-Züchter sein. Ich habe den Hunden und den Käufern gegenüber eine extrem hohe Verantwortung. Ich meine, dass ich damit einen "Beweis" antreten kann, dass ich diese Verantwortung sehr ernst nehme. Denn die Auflagen, die erfüllt werden MÜSSEN, sind wahrlich nicht von schlechten Eltern. Als Züchter vom VDH hat man es aufgrund dessen auch nicht immer leicht.




manurtb

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #42 am: 25.06.03, 14:49 »

Sag doch mal was zu den Rassen, die man draußen findet: Dackel, Schäfer, was hälst Du von Schnauzern, Bobtails, JackRussel,  Cainterriern, Ardails? Auf letztere steh ich  :D

Wo findest Du denn Hunde draussen?  ;D ;D Stell ich mir lustig vor, unsere Mirjam tappst so durch die Felder und schwupps findet sie nen Hund!  ;D

Ne, jetzt aber mal im Ernst! Kommen wir zu den vorgeschlagenen Rassen! Dackel kenne ich solche und solche! Absolut liebe und richtig biestige! Wobei ich da die Erfahrung gemacht habe, wer sich am Anfang richtig viel Mühe mit Sozialisierung gemacht hat (andere Hunde, Kinder etc.), der hatte danach einen Traumhund! Ich würde aber darauf achten, dass der Hund gesund ist! Die Miniaturformen, denen der Bauch am Boden aufschleift haben da einiges an Probleme! Durch die Dachsbauform haben die ohnehin öfters mal Gesundheitsprobleme!

Schäferhunde finde ich im Moment diese Hochzuchtform mit Porscheheck einfach schrecklich! Und vom Wesen her sind die wenigsten das, was man von früher gewöhnt ist, nervös und unausgeglichen! Vielleicht sind da die geraden besser, aber die muss man natürlich suchen! Sehr gut gefallen haben mir die weissen Schäferhunde, die stellen für mich das dar, was ich von früher noch von den Schäferhunden kenn!

Schnauzer sind sehr schöne Hunde, genauso wie Airedaleterrier. Da diese beiden Rassen im Moment nicht so in sind, hat man gute Chancen, einen vernünftigen Hund zu bekommen!

Bobtails, da graust mir persönlich vor der Fellpflege! Und es sind halt Hütehunde, die Beschäftigung haben wollen! Aber ansonsten schöne Hunde (habe schon gescherte im Sommer gesehen!).

Jack-Russel ist mir zu wuselig! Die sind immer in Action, halt typische Terrier! Das ist jetzt aber halt meine persönliche Einstellung dazu, wer sowas gerne hat, der hat einen Traumhund gefunden. Cairnterrier sind etwas ruhiger, als Jack-Russel! Aber beide normalerweise Raubzeugscharf! Erfordert einiges an Aufwand, wenn man die mit Kleintieren zusammengewöhnen will!

Ich finde das so richtig schade, dass durch Vorurteile so viele schöne Hunderassen aus der Auswahl rausfallen! Ich verstehe es absolut, dass man sich auf einem Bauernhof mit Publikumsverkehr nach den Leuten richtet, aber schade ist es doch!

manurtb

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #43 am: 25.06.03, 14:53 »

Mein Hund lässt sich auch von unseren Kindern alles gefallen. Fremde Kinder muss sie erst kennenlernen. Waren die aber zweimal da ist das schon kein Problem mehr. Haben die Kinder aber Angst vor Hunden ist das sehr wohl ein Problem. Hatte ich ja auch schon geschrieben.

Hallo Heidi,
ich wusst garnicht, dass unser Hund auch bei Euch wohnt! Das ist auch unser größtes Problem, dass unsere Hündin Zeit braucht, sich an Menschen und Tiere zu gewöhnen! Danach läßt sie sich alles gefallen, aber jemand, der auf sie gleich zusticht und meint, sie gleich knuddeln zu können! Das geht nur im dichten Gedränge, da läßt sie alles kalt!  ;D

manurtb

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Re:Hund - ein Spielgefährte für die Kinder?
« Antwort #44 am: 25.06.03, 14:57 »

Ja, und was ist überhaupt mit Pudel/-mischungen?

Ganz ehrlich? Würde ich sofort nehmen! Pudel sind Menschenhunde, unheimlich gelehrig! Normalerweise wenig Jagdtrieb und gibt es in unterschiedlichen Größen!


P.S. ach ja, JEDE Hündin die ich bisher sterilisiert sah wurde unmöglich FETT, aber ein dominanter Rüde ist nicht jedermanns Sache; meine Eltern bereuen die Sterilisation der Berner-Hündin  (die nun eher Mastschweincharakter hat), alternativ kann man einfach einen Kalender führen und die Hündin alle halbe Jahre spritzen lassen.

Du meinst sicher kastrieren, oder? Die wenigsten Hunde werden sterilisiert!
Ich kenne wenige Hündinnen, die fett geworden sind! Unsere ist immer noch rank und schlank. Das kommt, meiner Meinung nach auf die Futterzufuhr an! Und auf dem Bauernhof ist das natürlich schwer zu kontrollieren, liegen ja überall leckere Dinge rum, oder? (Getreide, Kot etc.)
Spritzen würde ich absolut abraten. Ich kenne keine Hündin, die davon nicht Krebs bekommen hat! Unsere Tierärzte raten davon auch ab, weil die Belastung für den Hund mit der Chemie einfach enorm sind und das Krebsrisiko unheimlich hoch ist!