Autor Thema: Euter von A-Z  (Gelesen 102289 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Gertrud

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 955
  • Es gibt nichts Gutes außer man tut es!
Re: Euter von A-Z
« Antwort #120 am: 05.08.04, 11:30 »
Hallo Mathilde,

leider kann ich dir auch kein Allheilmittel empfehlen.

ich habe im STall eine Sprühmischung aus Staph.Aureus Nosode C 200 + Phytolacca C 200.

dazu nehme ich einen Hom. Injektor der Fa. www.AGRISERVISEJEUKEN.NL + Eutersalbe und hoffe, daß ich damit hinkomme. wenn bis zur nächsten Melkzeit keine deutliche Besserung sichtbar ist, dann TA oder normalen Injektor.
und immer dazu sprühen...die Mischung s.o.

ich wünsch dir viel Geduld und viel Glück
LG
Gertrud


« Letzte Änderung: 05.08.04, 11:31 von Gertrud »

Mathilde

  • Gast
Re: Euter von A-Z
« Antwort #121 am: 05.08.04, 16:55 »
Hallo,

vielen Dank . Aber die Damen haben gar keine Flocken nur Zellen  ??? ??? ::) Habe schon Brille aufgesetzt und seh trotzdem keine  8). Es ist zum wahnsinnig werden denn das geistert ja schon im ganzen Bestand herum  :o  :( :\'(

LG Mathilde

Mathilde

  • Gast
Re: Euter von A-Z
« Antwort #122 am: 08.11.04, 08:43 »
Hallo,

ich habe mal eine Frage.
Durch das Zellenproblem stelle ich nun selektiv die Kühe mit Orbenin extra trocken. Nun kalben die ersten ab und die Zellen sind zumindest im toleranten Bereich wenn auch nicht ganz super. Aber...........nun kommts: die haben ewig lange noch Hemmstoff in der Milch. Eine über 14 Tage  ??? kennt Ihr das auch?
Die zweite nun auch schon wieder  :( :o ::). Bei Benestermicyn ist das nicht so.

LG Mathilde

Offline Margit

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 90
  • Geschlecht: Weiblich
  • Bäuerinnen - find ich gut!
Re: Euter von A-Z
« Antwort #123 am: 08.11.04, 18:02 »
Hallo Mathilde,

wir verwenden Orbenin extra schon seit 2 Jahren und haben diese Hemmstoffproblem  nicht.
3 bis 4 Tage nach dem Kalben ist die Milch o.k.
 
Margit

Offline Freya

  • Oberbayern
  • Global Moderator
  • *
  • Beiträge: 8745
  • Geschlecht: Weiblich
  • no guts, no glory !
Re: Euter von A-Z
« Antwort #124 am: 08.11.04, 23:13 »
Hallo,

ich habe mal eine Frage.
Durch das Zellenproblem stelle ich nun selektiv die Kühe mit Orbenin extra trocken. Nun kalben die ersten ab und die Zellen sind zumindest im toleranten Bereich wenn auch nicht ganz super. Aber...........nun kommts: die haben ewig lange noch Hemmstoff in der Milch. Eine über 14 Tage ??? kennt Ihr das auch?
Die zweite nun auch schon wieder :( :o ::). Bei Benestermicyn ist das nicht so.

LG Mathilde

Hallo Mathilde,

wenn ich Trockensteller benutze, dann auch Orbenin und habe auch oft Probleme in letzter Zeit mit der Hemmstoffprobe. Wir dürfen erst ab dem 5. Tag eine Probe mitgeben und das mache ich dann auch. Aber bei Zwillingsmüttern oder zu früh gekalbt verstehe ich es ja noch. Ich stelle trocken ca. 8 Wo. vor Kalbedatum....

Die letzten Hemmstoffproben habe ich erst mitgegeben, nachdem ich die Kuh hömöopatisch "entgiftet" habe, bzw. das AB aus dem Körper versucht habe mit Stoffwechselmischung und Nux in 1000-er Potenz rauszuspülen ... hat funktioniert....

Schreibe aber alles auf zu Orbenin und da kriegt mein TA mal eine Statistik. Der soll sich mal an Pfizer wenden, von wegen Wartezeit 45 Tage  ;) ;)

Bin immer froh, wenn ich kein Orbenin brauche, ist zwar sehr gut, aber auch teuer .... und ewig in den Eimer melken *schlepp*
..  und ... es soll ja Leute geben, die verlassen sich drauf, daß sie die Kuh nach Abkalben schon X-Tage in die Kanne gemolken haben  und liefern dann ohne Probe ....... stell Dir vor, wir beide wären dabei  :o :o :o
Wer heilt, hat Recht.
Hippokrates

liebe Grüße
Freya

Offline Freya

  • Oberbayern
  • Global Moderator
  • *
  • Beiträge: 8745
  • Geschlecht: Weiblich
  • no guts, no glory !
Re: Euter von A-Z
« Antwort #125 am: 08.11.04, 23:27 »
Hallo Mathilde...

hab noch was vergessen.... bei "schlechtem" Futter ( voriges Jahr ) habe ich den vorgelegten Mais mit der Gießkanne mit Obstessig gegossen... Ich bin wochenlang damit gelaufen. Das bringt die Zellen im ganzen Bestand runter. Meine Kühe hatten auch keine Flocken, nur Zellen - Millionen -  :-\ ... habe aber wegen staph.aureus keine Kühe mehr "eleminieren" müssen, nur die sowieso daran verendet sind, bis wir Gegenmaßnahmen ergreifen konnten.  :'(

Deswegen nehme ich auch Orbenin zum Trockenstellen für die "alten" Kühe, die schon Juli 2002 im Bestand gemolken wurden, zu unserer "Hoch-zeit" des staph.aur.  ;D :D

Hohe Zellzahlen ist immer ein Bestands- und Fütterungsproblem  8) 8)  .... ... sobald Stress dazu kommt, kippt alles aus dem Gleichgewicht. Anfällig für alle Erreger, die sowieso da sind.....   Stress ist hohe Milchleistung, Umstallung, Rangkämpfe, Kalbung etc.... unter Anderem  ::)
Wer heilt, hat Recht.
Hippokrates

liebe Grüße
Freya

Offline Jani

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 558
  • Geschlecht: Weiblich
  • Bäuerinnen - find ich gut!
Re: Euter von A-Z
« Antwort #126 am: 09.11.04, 15:35 »
Moin !

*uiuiui* Mathilde Du Arme.......da habt ihr ja einiges zu tun......

Zu Orbenin extra: (noch) ist es DER Trockensteller bei Staph. aureus.....Aber lange Wartzeiten, das ist der große Nachteil hierbei (ähem , teuer ist er auch).

Bei Staph. muß man furchtbar aufpassen; typisch ist auch daß oft keine Flocken zu sehen sind UND die Zellzahlen schwanken, d.h. trotz Infektion die Zellen teilweise extrem niedrig sind.....

Schön wäre es, wenn Euer MR nach jeder Kuh zwischendesinfizieren könnte und das am besten noch mit PES....ist da was bei Euch machbar ? PES ist allerdings ein Problem, es ist nur begrenzte Zeit angemischt verwendbar........

Ach,ja und, wichtig: zu den Viertelgemeksproben: ist da ein Antibiogramm gemacht worden ?
Liebe Grüße von Jani

Mathilde

  • Gast
Re: Euter von A-Z
« Antwort #127 am: 11.11.04, 17:47 »
Hallo,

ich bin für heute völlig fertig. TA war da und hat mir das Ergebnis des Antibiogramms gesagt. :o :o :'( :'(

Es hilft so gut wie nichts mehr  :( :( und das obwohl ich in der Regel auf diese ganzen Medikamente verzichtet habe gegen die die resistent sind  ??? ???  XYZ z.B. verwende ich erst seit ca einem Jahr  und bei der Kuh noch nie  ::) ::)

@ Jani : der MR kann mit Peressigsäuere zwischendesinfizieren.

LG Mathilde

Offline Jani

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 558
  • Geschlecht: Weiblich
  • Bäuerinnen - find ich gut!
Re: Euter von A-Z
« Antwort #128 am: 11.11.04, 22:43 »
Uiui, Mathilde.......Du : die Resistenzen können schon stallintern zustandegekommen sein und werden auch "vererbt". Mach´ Dir da jetzt mal nicht so´n Kopp drum........Nützt ja jetzt nix.
Denke ihr werdet bei den Kühe gut sortieren müssen.......und behandeln; ggf. trennen ? Ach,nee......der Robbi; geht wahrscheinlich nicht oder ? Die Infizierten der einen Box und die freien der anderen Box zuteilen ?

Peressigsäure: in jedem Fall gut; ist zwar sauteuer aber letztlich recht sparsam zu dosieren. Problem: aufgrund der Zusammensetzung spaltet es sich in (Hilfe...........wer weiß das ?) H20 und ? Auch egal jetzt  ;).
Was ich sagen wollte: die angesetzte Mischung hält nicht lange (was ja der Vorteil von dem Zeug ist......); d.h. der Robbi müßte es selbst frisch anmischen; geht das (vermute ich jetzt mal). Überlegt das; wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht (mal abgesehen von der Arbeitsintensität *nerv*)...............
Viel Erfolg und berichte mal weiter, wenn Du magst.......Drück Euch die Daumen !!!
Liebe Grüße von Jani

Offline heike

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 560
  • Geschlecht: Weiblich
  • Bäuerinnen - find ich gut!
Re: Euter von A-Z
« Antwort #129 am: 15.11.04, 22:27 »
hallo Brigitte

Ich drück dir auch beide Daumen, das es bald besser wird. Bei uns ist die Zellzahl fast plötzlich von 400000 zu 250000 gefallen. ich weiss nicht warum, vielleicht weil es kälter wird oder lag es an den neuen Mineralfutter das wir seit September probieren. Echte Euterentzündung hatten wir schon lange nicht mehr, seit 4 Monaten war kein TA mehr im Stall. Das einzige Problem war ja die hohen Z. und hoch gingen die damals richtig viel, als der Pulsator kaputt war. Dann war ja ne Reinigungsbürste die nicht lief und dann wieder nicht desinfiziert wurde.
Ich pass jetzt gut auf das alles so läuft bei den Astron. wie es soll.
Behandels du die kühe auch mit Hämøopatische Mittel? Wir verwenden eigentlich gar kein Antib. mehr auch keine Trockensteller. Das wichtigste Behandlungsmittel, auch bei Trockensteller, heisst noch von Hand sauber melken. Und dann einschmieren mit Pfefferminzcreme. Bei kränklichen Kühen bekommen sie so eine hämøop. Mischprodukt ins maul. Das soll bewirken, tut es auch, das die Kühe wieder Appetit bekommen. Kühe die fressen werden auch schneller gesund.

Ja ich weiss, das klingt alles unglaublich. Es ist ja auch unserer Weg mit den Problemen fertig zu werden. Du musst dir deine eigene Behandlungsweise finden. Aber hier im Forum sind viele die sich richtig gut mit alternativen Mittel auskennen.
Venlig hilsen fra Danmark
Heike

Offline Juett

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 186
  • Geschlecht: Weiblich
  • Bäuerinnen - find ich gut!
Re: Euter von A-Z
« Antwort #130 am: 16.11.04, 10:51 »
Hallo Mathilde,

warst Du es nicht auch, die ein Problem mit Aborten hatte ?!
versucht Ihr eine Verknüpfung zwischen Eutergeschichten und Verwerfen herzustellen ?! Mein spontaner (Fern)gedanke geht in Richtung Chlamydien. Die gehen z.T. auch ins Euter und sind dort ziemlich schwer zu "knacken".
- nur so'ne Idee-

Jutta

p.s.. Habt Ihr mal Eure Fütterung überprüft ?

Mathilde

  • Gast
Re: Euter von A-Z
« Antwort #131 am: 17.11.04, 07:23 »
Hallo Juett,

Du liegst da richtig. Die "Aborte" haben aber alle gesunde Euter und sind Kühe ohne bisherige und nachherige Probleme  ::)

Die Zeller haben meist auch Klauenprobleme was ja von den Untersuchungen her auch bestätigt wird.

Nun wenigstens meine eine Kuh konnten wir anhand des Antibiogramms wieder hinbekommen und das Viertel auch retten  :D :D (Cara  ;)).
Das zeigt doch wieder dass das herumlaborieren mit verschiedenen ABs von manchen TAs wirklich nicht in Ordnung ist.

Hat jemand von Euch schon mal eine Pyogenes Kuh wenigstens bis zum Abkalben durchgebracht  ???. Ich melke aus was das zeug hält aber der Erfolg ist gemischt. Das Allgemeinbefinden geht jedenfalls noch  ::) ???

Bisher hatten das bei mir eher Kühe die gerade abgekalbt hatten (@ Heike stelle nie mehr eine ohne TS trocken das habe ich auch lange ) und die gingen dann gleich zum Schlachter  :(

Übrigens meine 2. Orbenin Dame ist seit gestern ohne Hemmstoff nach 14 Laktationstagen aber der Schalmtest war ok  :)

LG Mathilde

Offline Jani

  • Vereinsmitglied
  • *
  • Beiträge: 558
  • Geschlecht: Weiblich
  • Bäuerinnen - find ich gut!
Re: Euter von A-Z
« Antwort #132 am: 17.11.04, 18:26 »
Hallo Mathilde !

Zur Pyogenes-Kuh: wir haben sogar eine mal 2 LA gemolken, erst auf drei Strichen, dann leider nur noch auf zweien (sie war *natürlich* bereits wieder tragend, als der 2.Strich symptomatisch wurde).
Da sie nach Abheilung Zellzahlen um 80.000 hatte und richtig gut Milch (auf nur ZWEI Vierteln *staun*) haben wir es durchgezogen..... Ende der 2.LA allerdings war sämtliche Milch nur noch in einem Hinterviertel, welches dann nicht mehr ohne Aufwand auszumelken war; das war dann das Ende.
Sicherlich für einen größeren Betrieb nicht machbar, aber diese Kuh war nie wirklich allgemein krank; das Viertel muß allerdings irgendwann Ruhe geben sonst läuft man Gefahr andere Kühe anzustecken..........Früher konnte man dazu ja noch das gute Rivanol nehmen............*dumdidum*.....
Liebe Grüße von Jani

Mathilde

  • Gast
Re: Euter von A-Z
« Antwort #133 am: 25.11.04, 07:05 »
Hallo Jani,

hast Du eine Ahnung was größere Betriebe auch so manchmal machen (was unterstellen damits bei den Zweistrichen nicht abfällt und und und ?????????????????????????) Natürlich sind die über kurz oder lang weg aber bis ................wenn Männe nicht selber mellkt  :(
Habe aber noch eine andere Frage.

Harnstoffgehalt in der Milch und Zellzahlen hängen ja auch zusammen. Wer hat da auch schon beobachtet wie man das am besten in den Griff bekommt. Habe nämlich sofort den netten Herrn von der Molkerei, die bei uns seit neuestem vom LKV diese Werte geliefert bekommt, zu Männe geschickt. Wir schieben nämlich unsere Zellen gerne hin und her  ;D.

Die letzten Sammelmilchproben waren ja wenigstens aufbauend so um 200 aber fragt mich nicht wieviele ich noch behandle und separiere  ::)
Bin schon froh wenn es keine "Neuen" mehr gibt.

LG Mathilde

Offline Juett

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 186
  • Geschlecht: Weiblich
  • Bäuerinnen - find ich gut!
Re: Euter von A-Z
« Antwort #134 am: 25.11.04, 16:27 »
Hallo Mathilde,

bitte lasst Eure Fütterung mal von einem Profi überprüfen ! Harnstoffgehalt in der Milch hängt grob gesagt mit dem Eiweissgehalt und der Energieversorgung in der Ration zusammen. Bei massiven Bestandsproblemen (nach dem es bei Euch klingt: Verwerfen, Klauen, Zellgehalt usw, Fruchtbarkeit auch ? weiss ich jetzt nicht so genau) muss man hinter die Fütterung gehen. Man kommt sonst auf keinen grünen Zweig mehr, da kann man spritzen und tropfen und schmieren soviel man will - das freut dann aber nur die Pharmaindustrie.

Sucht Euch einen guten Fütterungsberater. Das Geld, was der verdient, ist schnell wieder reingemolken !

Nix für Ungut

Liebe Grüsse
Jutta