Autor Thema: Euter von A-Z  (Gelesen 102289 mal)

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Mathilde

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #105 am: 09.07.04, 10:41 »
Hallo,

früher waren die Zellen für uns kein Thema aber seit wir unsere Robbis haben   :o :o :o :o :o :o :o :o :o

Haben da andere MR Betriebe auch ein Problem oder bin ich ganz einfach zu dumm zu melken mit den Dingern. Leitwertemessung ist einfach nicht ausreichend den die beachte ich schon.

Hat von Euch schon mal jemand eine komplette Bestandssanierung durch oder ist das nur bei mir ein Problem  ???  ??? ::)

Werde nun außerplanmäßig von allen Kühen eine Zellenprobe machen und dann Viertelgemelksproben mit Untersuchung auf normale und seltene Erreger. Denke ewig herumlaborieren bringt nichts.

LG eine frustrierte Mathilde  :(

Mathilde

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #106 am: 21.07.04, 18:25 »
Hallo,

so die viertelgemelks Proben sind zur Untersuchung auf Mastitserreger und seltene Erreger weg. Uiui das waren schon ein paar  :(
Bin mal gespannt was da raus kommt  ::) hoffentlich keine Hefen  ???

LG Mathilde

Offline Freya

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #107 am: 22.07.04, 00:24 »
Hallo Mathilde,

da drück ich mal die Daumen, daß da was bei heraus kommt, mit dem ihr etwas anfangen könnt  :D ;)

Ich verstehe nichts von Melkrobotern. Ich melke im Anbindestall..... aber will dir was erzählen...

Ich habe vor 3 Jahren neue Melkzeuge gekauft. Größeres Sammelstück, andere Zitzengummis, gleiches Duo-Vac. Es gibt immer noch einige wenige Kühe, die lassen sich damit nicht melken und deswegen habe ich noch ein "altes" Harmony in Gebrauch. Speziell bei altmelken Kühen, die etwas längere Striche haben, nehme ich das noch gerne. Auch weil sie zu höheren Zellzahlen neigen. Da muß ich halt nachmelken,  "anziehen".

Erklärung habe ich dafür auch keine, aber es ist so.... Es liegt an der Technik, wenn ich bei meinem gesamten Bestand höhere Zellen habe und an der Fütterung.
So ist das bei uns...  ;) ;) ;) Stress ist auch so ein Faktor, der bei Kühen nicht zu unterschätzen ist  8) ;)
Wer heilt, hat Recht.
Hippokrates

liebe Grüße
Freya

Mathilde

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #108 am: 22.07.04, 07:50 »
Hallo Freya,

Stress haben die im MR keinen oder kaum. Treibt sie keiner, schlägt sie keiner, sperrt sie keiner ein, aber man kann dort in Ruhe Kraftfutter fressen.

Ich schiebe das eher auf die ständigen kleinen Defekte wie "Fliege unter Pulsator" und dann werden Nachts eben ein paar Kühe nicht richtig (einseitig) gemolken , bis zu 3 Stück dann macht er zu und löst Alarm aus. Oder falsch Ansetzen weil der Dummi was nicht richtig sieht oder eine die vorher geschlagen hat, hat das Melkzeug vertröddelt.

Wenn die Dinger Fehlerfrei funktonieren würden wäre das schon da non plus ultra aber..............das tun zumindest meine vom Marktführer nicht  :(

LG Mathilde

Offline martina-s

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #109 am: 22.07.04, 08:24 »
Hallo Mathilde,
hinzu kommt wahrscheinlich auch, dass die Schwarzbunten leichter zu Melken gehen und deshalb von Haus aus eine höhere Zellzahl aufweisen.
Ich beobachte das bei unseren Fleckis auch.
Wenn wir welche dabei haben, die super leicht zu melken gehen, haben die auch immer einen höheren Zellgehalt aufzuweisen.
Ich wünsche Dir auch viel Glück mit den Viertelgemelksproben. Wir haben das bei Problemkühen auch schon gemacht. Leider waren unsere Ergebnisse und die dann damit verbundenen Behandlungen nicht von Erfolg gekrönt.
Ich wünsche Dir, dass es bei Euch den Aufwand lohnt.
Liebe Grüße
Martina

Mathilde

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #110 am: 26.07.04, 11:04 »
Hallo,

eigentlich würde das ja besser unter der "große Frust des Tages" passen.

Habe gesessen wie ich mir die Ergebnisse angehört habe.
Staph.aureus, und aescolinspaltende Streptokokken  :o
Was mach ich bloß jetzt  ::) ::)
Ob die Behandlung von Erfolg gekrönt sein wird  ??? ::)

LG Mathilde
« Letzte Änderung: 26.07.04, 15:02 von Mathilde »

Offline Tina

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #111 am: 28.07.04, 13:33 »
Hallo mathilde,
das tut mir leid. Staph. aureus ist langwierig, läßt sich wohl auch nicht immer ausheilen. Der andere Erreger sagt mir nichts.
Viel Glück beim Behandeln.
LG
Tina
LG
Tina

Offline martina-s

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #112 am: 28.07.04, 14:34 »
Hallo Mathilde,
wie viele Tiere sind denn von den Erregern betroffen? Und wie gehst Du da nun weiter vor?
Hast Du schon Behandlungsvorschläge?
Liebe Grüße
Martina

Mathilde

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #113 am: 28.07.04, 19:23 »
Hallo Martina,

nach Befund war ich beim TA und der hat mir (wirkungslose  ??? ::)) Mittel für die Kühe mit Befund mitgegeben zur Behandlung. Habe heute Schalmtest gemacht aber........zzzzzzzzzz ??? :(
Aber schau mal nach unter Staph. Aureus da hats interessante Sachen drunter nach denen werde ich verfahren.

LG Mathilde

Online Heidi.S

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #114 am: 28.07.04, 20:20 »
Hallo Mathilde,
Ich habe vor 2Jahren die Herde meiner SM übernommen als wir in den neuen Laufstall eingezogen sind. Die Herde war auch mit Staph. Aureus  übersäät.Habe  gut 1Jahr gebraucht bis ich wieder eine Zellzahl der Ablieferungsmilch unter 100tsd hatte.Manche Kühe sprachen gut auf eine Kompination von Mastipen und Neoclox an, andere konnten nur über den Kopf saniert werden ???. Homöopatisch ging es auch bei einigen. wichtig war bei mir die Zwischendesinfekion mit Preessigsäuere zwischen den einzelnen Tieren und Dippen mit einem jodhaltigen Mittel sowie  Einmalfeuchttücher zur Euterreinigung.Weiß´allerdings nicht wie sich das am MR machen läßt.Auch eine gut ausgerechnete Futterration ist wichtig, da einseitige Ernährung sowie warmes Futter auch die Zellen in die Höhe treibt. Außerdem stelle ich nach wie vor noch die Kühe mit einem Trockensteller trocken.Musste auch viele Rückschläge mit manchen Tieren einstecken und die Milchleistung in diesem Jahr war niederschmetternd, aber man kann es schaffen.Nur Kopf hoch, danach ist man ein ganzes Stück größer.
Viel Glück Heidi
Liebe Grüße Heidi

Offline mary

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #115 am: 29.07.04, 06:56 »
Hallo Mathilde,
wieviel % der Herde müsstest Du behandeln?
Den Leidensweg von Staph. Aureus Behandlung mussten wir auch mitmachen, vom ersten Schock, dann der Behandlungsplan- mit einer gleich von vorneweg prophzeiten schlechten Erfolgsprognose, wir haben schön brav alles gemacht, haben im Melkstand umgebaut, x mal die Melkanlage überprüfen lassen, alles gemacht, was so der derzeitige Stand der Melktechnik und der Melkarbeit ist- haben unsere besten Kühe verkauft, weil bei der Nachuntersuchung keine Verbesserung rauskam-
haben dann lange gemeinsam gemolken, weil der ganze Aufwand von einem gar nciht mehr zu schaffen war- was haben wir gedippt, desinfiziert, und noch alles gemacht, um eine Keimfreiheit im Stall und beim Melken zu erreichen,
haben unwahrscheinlich viel Milch weggeschüttet-
und der Erfolg war äussert bescheiden.
Ein inzwischen leider verstorbener Tierheilpraktiker hat uns dann mit naturheilkundlicher Behandlung geholfen,
und mit seinen Aussagen fingen wir an umzudenken.
Er begann uns zu lehren, dass das Kreisläufe seien, dass mit der AB-Behandlung alles wieder in der Gülle sei, auf die Wiesen rauskäme und dort auch den Grasbestand schädigen würde. Derartige Faktorenerkrankungen würden wir so niemals losbringen.
Es kam in unserem Betrieb so ziemlich alles auf den Prüfstand-
von der Gülle, Düngung, Fütterung, Haltung- Desinfektionsmaßnahmen, Mineralfutter usw.
ich bin mir damals als vollkommener Depp vorgekommen,
aber es hat geholfen.
Die Eutergesundheit und die generelle Tiergesundheit hat sich um vieles verbessert, aber eines muss ich dazu sagen, es hat eine Weile gedauert, Staph-Aureus kam nicht übernacht- und verging auch nciht übernacht.
Bevor Du Dich in die Behandlung stürzt, schau Dir nach möglichen Alternativen.
Der Robbi ist wahrscheinlich genauso unschuldig- wie damals unsere Melkanlage, bzw. nur mitschuldig.
Herzliche Grüsse
maria

Offline Tilly

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #116 am: 29.07.04, 11:17 »
@Heidi u. Mary,

könntet ihr uns hier verraten, welche homöopathischen Mittel ihr angewendet habt?
Wir haben auch ein paar hartnäckige Fälle unter unseren Damen.
Viele Grüße

Tilly

Online Heidi.S

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #117 am: 02.08.04, 11:06 »
Hallo Tiller,
das mit den homöopathischen Mitteln lässt sich schlecht festlegen und ist von Kuh zu Kuh unterschiedlich. Manche reagierten am Anfang gut auf Coenzym comp. andere auf Engystol oder Aconit oder Belladonna. Wenn die erste Entzündung etwas abgelungen war hab ich meist mit Calcium sulfuricum noch ein Ganzes Stück lang weiter ausgeleitet auch wenn keine akuten Symtome mehr zu sehen waren.Ob was bei Deinen Kühen davon wirkt, kann ich Dir nicht sagen.Auf längere Zeit gesehn, hilft meist wirklich nur der Abgang von der Herde auch wenn es einen oft das Herz darüber zerreisst. Viel Glück wünscht Heidi
Liebe Grüße Heidi

Mathilde

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #118 am: 05.08.04, 09:35 »
Hallo,
eigentlich gehörts in die "Frust" Box.

Von 5 behandelten Kühen ist eine in Ordnung und hat nur nur noch 45 Zellen. Die anderen sind alle Millionäre geblieben  :( :(
Von 5 nur 1 das sind wohl immerhin 20% wenn man das Zahlenspiel wie bei den Arbeitslosen betreiben will  :( >:(
Wenigstens ists die mit der Höchsten Literleistung  :D
Motivieren tut mich das ganze aber nicht

Frustrierte Grüsse von Mathilde

Offline Freya

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #119 am: 05.08.04, 10:41 »
Hallo Mathilde,

in unserem Bestand hat das Medikament Synulox von Pfizer geholfen gegen staph. aur. ....

Mittlerweile mache ich aber ganz viel mi homöop. Nosoden. Mache sie selbst für die einzelne Kuh oder Globuli von der Staufen Pharma Staphylokokcinum aur. oder so ähnlich in der D-200. Kannst in der Apothek bestellen. Dazu natürlich Ausleitmittel.

Wünsche viel Geduld..... Es wird besser werden im Herbst, wenn es nicht mehr so heiß ist......  ;)
Wer heilt, hat Recht.
Hippokrates

liebe Grüße
Freya