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Schwiegereltern in Pension - wie gehts weiter!

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Sonnenblume2:
Hallo ihr,

nur ganz kurz - bei uns wurde an meinen Freund vor Weihnachten der Hof übergeben, weil SM in Pension geht. SV hat die Pension bereits seit 2 Jahren.

Gestern war der erste Tag, an dem mein Freund zum erstenmal Hofbesitzer und Bewirtschafter (war) ist. Wir beide haben am Abend kurz darüber gesprochen, wie es nun weitergehen soll. Es sind zwar "nur" Kleinigkeiten, aber trotzdem.

Derzeit haben SE bzw. eingentlich SM immer zu Mittag die Kälber gefüttert und am Nachmittag den Milchtank gewaschen. Oder SV ist am Abend, wenn schon alle beim Abendessen waren noch einmal in den Stall hinaus um die Kälber auszulassen und einen letzten Rundgang zumachen, ob alles in Ordnung ist.

Eigentlich sind das nun unsere (seine) Pflichten. - Auch an den Sonn- und Feitertagen.  :-\  Aber genau das ist der Punkt. Ich will nicht den ganzen Sonntagnachmittag herpassen, bis der Tankwagen kommt (14.30 Uhr) um dann den Tank zu waschen, den mit diesem kurzen Nachmittag ist nichts mehr anzufangen.

Weiters hätte mein Freund gemeint, wenn ich von der Firma aus Urlaub habe, dass ICH mit ihm in den Stall gehen soll - SE dann nicht, um ihre "Pensionszeit" zu geniesen. Ich sehe das nicht ganz so, denn ich nehme mir nicht Urlaub von der Arbeit um dann zuhause zu arbeiten - dann könnte ich gleich in der Firma weiterarbeiten. Wie seht ihr das?
An den Wochenenden helfe ich eh mit, aber unter der Woche muss es nicht zusätzlich zur Arbeit sein. Natürlich, wenn SE Urlaub machen wollen, oder wenn jemand krank ist, oder zu Zeiten wie Ernte, Silien ..., dass ich dann schon mithelfe, auch unter der Woche und auch während meines Urlaubs?

Wie war das bei euch, als Eltern/SE beide in Pension waren? Hat sich die Arbeitsteilung sofort geändert oder erst allmählich, wenn SE aus alters- doer gesungheitsgründen nicht mehr arbeiten konnten?
Haben sie sich gleich aus allem zurückgezogen, oder hat sich in der ersten Zeit des Pensionsantritts in der Arbeitsaufteilung fast garnichts geändert?

Bitte um viele Ratschläge und Tipps wie ihr diesen neuen Abschnitt gemeistert habt, denn wir werden uns in den nächsten Tagen mal zu viert an einen Tisch setzen und über dies reden, wie es nun weitergehen soll.
Welche Vorstellungen SE haben und was die unsern sind.

schönen Tag noch - Sonnenblume

P.S.: In einigen von euch bin ich noch eine Antwortmail auständig bzw. Hobübergabe, kommt aber noch!  ;)



Danny:
Hallo Sonnenblume,

HIer bei uns ist das alles etwas anders, SV ist in Pension, läßt sich aber nicht aus dem Stall vertreiben, bloß machen wir jetzt als Hofeigentümer eben kräftig mit (ich bin Hausfrau, kann also eigentlich immer mithelfen, was ich auch gern mache - zur Zeit geht es nur leider nicht, weil ich mich "schonen" muss).

Was mich bei Deinem Posting sehr gewundert hat, es klingt so, als hättet ihr vor der Hofübergabe noch nie über das Thema geredet, was ich nicht so recht verstehen kann. Bei uns war das schon zwei Jahre vor dem eigentlichen Termin Gesprächsthema, und nicht nur zwischen meinem Mann und mir, sondern auch zwischen uns und seinen Eltern, so dass jetzt alles ganz gut geregelt ist.

Landmama:
Hallo liebe Sonnenblume,

also sei mir jetzt bitte bitte nicht böse, aber wenn du jetzt schon so redest von "du hast keinen Sonntag mehr weil du den Tank reinigen mußt ( hat deine SM ein Leben lang gemacht) oder wenn du Urlaub hast, dann hast du auch Urlaub...dann darft du keine Frau von einem Landwirt werden, das wird auf die Dauer nix !!!!!!


Ich bin auch auf einer Landwirtschaft aufgewachsen, hab mir immer geschworen, daß ich nie und nimmer Bäurin werde ;D...nun ja ne richtige Bäurin bin ich zwar nicht geworden, aber unsere Pferde wollen auch versorgt werden...ich war auch über die ganzen Feiertage am Nachmi im Stall und hab jeden einzelnen im Sandplatz bewegt und ausgemistet ...sowie ich jetzt auch wieder in den Stall gehe...ich hab aber nebenher auch noch drei Kinder.

so darfst du nicht denken, was glaubst du was auf dich noch zukommt, eines Tages mußt du Oma und Opa pflegen....

frankenpower41:
Hallo  Sonnenblume

Ich denke nicht, dass deine Schwiegereltern, nur weil jetzt der Hof übergeben ist, von heute auf morgen nichts mehr tun wollen. Sie bleiben ja weiterhin am Hof leben, oder?
Auch für das mittägliche Tankspülen findet sich sicher eine Lösung.
Mein Mann hatte den Hof ja schon als wir uns kennenlernten. Da sind die meisten arbeiten erst im Laufe der Jahre an mich übergegangen. Auch heute würde SM noch im Stall mitarbeiten, wenn sie könnte und wir es wollten.
Unsere Nachbarn haben letztes Jahr übergeben, und auch da ist es so, dass die Altenteiler noch mitarbeiten. Sicher liegt die Verantwortung jetzt bei den Jungen. Aber von einem Tag auf den anderen die Hände in den Schoß legen geht wohl auch nicht.  Nicht umsonst bekommen ja viele Arbeitnehmer wenn sie in Rente gehen und kein richtiges Hobby haben oft psychische Probleme, weil sie sich plötzlich nutzlos vorkommen.


Marianne

amanda:
hallo, wir haben den Hof vor 15 jahren übernommen.
1990 -Januar hofübernahme, 1990 september heirat u. Familiengründung.
2005-wir werden immer noch nicht für voll genommen: 3 KINDER;15, 13, 7 Jahre.
Hofübernehmer u. ich Ehefrau: gediegene Ausbildung in allen landwirtschaftrlichern Bereichen,
seit 15 Jahren selbstständige Hofführung,
selbständiges Arbeiten, Schwiegereltern arbeiten nur wann sie wollen,
jegliche Anerkennung : weit entfernt.

WARUM: WEIL MAMA NICHT WILL.
Fazit. Weil Mama nicht will und sich für die einzig kompetente  Hof"Meisterin" hält.
Gerne würde ich mit kompetenten Hofübergeberinnen diskutieren die der Meinung sind , dass die Jung zu jung, zu schwach oder einfach nicht geeignet ist.

ich freue mich

Amanda

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