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verwaiste Eltern

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Sunna:
Hallo,

ich suche Gedankenaustausch mit Müttern, die ein Kind verloren haben.
Unser 5. Kind kam nach einer unkomplizierten Schwangerschaft tot zu Welt. Das ist jetzt drei Jahre her und belastet mich immer noch.
Welche Bäuerin hat ähnliches erlebt und möchte sich mit mir darüber unterhalten?

Elsa

mary:
Hallo Elsa,
das finde ich eine gute Idee, einen Erfahrungsaustausch für Eltern, die ein Kind verloren haben.
Ein Kind zu verlieren und das Leben verändert sich, es wird nie mehr so wie es war.
Auch wenn die Zeit Wunden heilt, das Leben einfach weitergeht, ein Kind ist ein Teil von einem selbst-
ihm ins Grab schauen zu müssen- diese bittere Erfahrung wird vielen Müttern und Vätern nicht erspart.
Herzl. Grüsse
maria

Sunna:
Hallo Maria,

danke für Deine Antwort! Ich habe schon mehrere Beiträge von dir gelesen und würde mich gern öfter mit dir unterhalten.
Für ein persönliches Kennenlernen wohnen wir wohl zu weit auseinander - ich komme selten wohin und wenn dann nicht recht weit (zwischen morgens und abends im Stall...).
Du hast mal angedeutet, dass Du durch ein schweres Schicksal deine Lebenseinstellung geändert hast - wenn ich dich da richtig verstanden habe?
Vielleicht magst Du mir mehr darüber erzählen? Hast Du auch ein Kind verloren?
Ich würde mich freuen, mehr von dir zu hören!

Herzliche Grüsse von

Elsa

meike:
Hallo Elsa

Nach langem überlegen habe ich mich doch noch entschhlossenDir zu antworten.
Bei mir ist es schon etwas länger her als bei Dir,
aber es schmerzt immer noch.
Mein 4 Kind starb in der 42 Schwangerschaftswoche,
davor hatte ich in der 22 Schwangerschaftswoche eine
Fehlgeburt.
Beide Kinder kamen auf „natürlichem Weg“ zu Welt.
Ein Trauma das mir jetzt beim schreiben wieder so
richtig zu Bewusstsein kommt.

Da ich aber mit meinen Mitmenschen bei diesem
Tabuthema keine guten Erfahrungen gemacht habe,
würde ich mich lieber auf anderem Weg  mit Dir
Unterhalten und Gedanken austauschen.

M.G. Meike

mary:
Hallo Elsa,
hallo Meike,
ich habe auch gemerkt, wie auch nach langer Zeit längst verheilt geglaubte Wunden wieder aufbrechen, als ich letzte Woche eine Karte zum Lesen bekam, eine Abschiedskarte für ein verstorbenes Kind.
Es ist ein Tabuthema und ich hätte mir gewünscht, dass es so etwas wie eine Gruppe oder irgendwas gegeben hätte, wo man über seine Trauer und alles sprechen hätte können.
Wer das nicht selbst erlebt hat, der kann sich da einfach gar nicht hineinfühlen.
Vor einer Weile hat eine Bekannte erzählt, dass sie ein Kind im Kleinkindalter verloren hat und vor ein paar Jahren ihren Mann. Sie haben eine gute Ehe geführt und sich sehr gut verstanden, der Tod des Ehemannes ging sehr tief und doch ist die Wunde und der Verlust um das vor vielen Jahren verlorene Kind sehr viel tiefer.
Da scheinen einfach viel tiefere Schichten des Seins angesprochen zu sein.
Ich hab mich nur oft gefragt, wie früher Mütter damit fertig geworden sind, soviele Kinder auf die Welt zu bringen und dann auch teilweise wieder zu verlieren.
Ich denke auch, dass wir über  dieses Thema lieber im privatem Rahmen schreiben, Trauer und Verlust hat eher in der Stille ihren Platz.
Ich merke, wie es mich noch heute traurig macht.
Herzliche Grüsse
maria

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