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Taufpaten

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reserl:

Welche Aufgaben verbindet ihr mit dem Patenamt?
Seid ihr selbst Taufpate/Taufpatin?

Nach welchen "Kriterien" habt ihr die Taufpaten für eure Kinder ausgesucht?

Seht ihr es als eine "Ehre", wenn man das Patenamt übernehmen darf/soll?

Margret:
Hallo,
bei uns in beiden Familien ist es üblich, dass Geschwister der Eltern (also Tante und Onkel des Kindes)  Paten werden.   Da wir mit allen  "gut"  sind,  war das auch unser Wunsch.   Wir haben bewusst bei beiden Kindern dieselben Paten,  falls es nach einem "Ausfall"  von uns Eltern mal zum  "Ernstfall" käme,  was wir nicht hoffen...
Sonst hat eine Patenschaft nicht zwingend weitergehende Verpflichtungen für mich.   Man kann ja dadurch kein engeres Verhältnis oder weitergehendes Sichkümmern  einfordern.    Sowas muss schon von Onkel od. Tante von selber kommen.

Margret

Astrid:
Hallo zusammen,

das ist doch eine interessante Frage, die Reserl da gestellt hat.
Heute bat mich mein Ex-Freund (!) Taufpatin bei seinem zweiten Kind (Alexander) zu werden.
Wir waren vor 15 Jahren knapp zwei Jahre zusammen; über all die Zeit ist der Kontakt nie ganz abgebrochen. Wir haben recht selten Kontakt, man sieht sich höchstens zweimal im Jahr, zum Einen wohnen wir weit auseinander und zum Anderen ist er beruflich sehr viel unterwegs, und doch meint er, ich sei die Richtige für dieses Amt.
Wie sind denn heutzutage "Rechte" und "Pflichten" von Taufpaten? Im Gegensatz zu früher hat sich doch einiges verändert, denk ich.
Kann man es mit dem Gewissen vereinbaren, "pro forma" den Paten zu geben und sich dann nicht mehr kümmern?
Darf man so eine Anfrage überhaupt ablehnen?
Ich weiß wirklich nicht, wie ich mit einem solchen "Antrag" umgehen soll. :-[

engel:
Hallo Astrid,
ich bin 23 und habe einen sehr engen Kontakt zu meiner Taufpatin. Sie ist die Cousine meiner Mutter und gleichzeitig auch eine sehr gute Freundin von ihr.
Meine Taufpatin hat sich immer viel um mich und meine Geschwister gekümmert, wir waren oft dort in Ferien und haben auch viel zusammen unternommen. Mein Taufpate dagegen hat sich kaum um uns gekümmert. Es gab immer nur "Pflichtgeschenke" zu Ostern und Weihnachten...
Ich finde es schon wichtig, dass die Taufpaten sich um die Kinder kümmern und auch mal was unternehmen und so. Und so kann man doch auch Werte übermitteln, so wie das doch eigentlich die Aufgabe der Paten ist, oder???
Mein Chef auf meinem Ausbildungsbetrieb hat die Patenschaft für seinen Neffen abgelehnt, weil er auch dachte, er könne der Aufgabe nicht gerecht werden. Vorallem deshalb, weil sie auch sehr weit voneinander entfernt liegen und er nicht die Zeit hat, sich um sein Patenkind zu kümmern. Er war aber sehr gerührt, dass sein Bruder überhaupt an ihn gedacht hat, bei der Wahl des Patenonkels.
Liebs Grüßle das Engele

Maja:
Taufpate zu werden ist eine Ehrensache. Aber dieses Amt ist so gewichtig,dass derjenige dem das Patenamt angetragen, sich schon wirklich prüfen sollte ob er den Ansprüchen gerecht werden kann.
was sind die Ansprüche? Nicht große Geschenke. Nein- eher ist es die Tatsache dass man zu seinenm Patenkind ein gutes Verhältnis hat,ihm nach oder neben  den Eltern zur Seite steht und ihm Hilfestellung gibt im Laufe des Lebens und Erwachsenwerdens.
Es ist vor allem ein dem Glauben und der Religion zu Grunde gelegtes Amt. Aber was spricht dagegen auch ohne selbst kirchlich getauft zu sein ein Patenamt zu übernehmen. Ich allerdings würde meinem Kind dann noch einen zweiten Taufpaten dazu wählen der dann kirchlich getauft ist.
Maja

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