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Abendmahl f. Konfirmanden und deren Familie/Gäste

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Margret:
Wie wird in euren Gemeinden das Konfirmanden-Abendmahl gegeben ?
Wann und in welchem Rahmen  und in welcher Weise ?  Wer darf alles ebenfalls das Abendmahl empfangen ?

In unserer Gemeinde war es wohl früher immer am Spätnachmittag des Konfirmationstages, was keinen sehr gefreut hatte.
Die Leute mochten nicht gerne die Familienfeier unterbrechen und es gingen nur wenige aus der Familie bewusst mit in die Kirche.

Deshalb wurde es hier vor vielen Jahren so eingeführt,  dass alle Gäste (die wollen) das Abendmahl in die Reihen gebracht bekommen (per Brotkörbchen und Einzelkelch  mit Traubensaft, die durchgereicht werden ,  denn es würde unendlich lange dauern, bis sich alle aus den vollgestopften Reihen "gefaltet" hätten und nach vorne begeben.

Dem Kirchengemeinderat (KGR) war wohl besonders wichtig, dass es ja Aufnahme in die Gemeinde sein soll und dass alle teilhaben können.

Die Konfirmanden selber bekommen das Abendmahl   "normal" im Halbkreis um den Altar,  als erstes.
Danach  ebenso die Mitglieder des KGR, die anschließend austeilen.

Theoretisch finde ich den Ansatzt sehr gut ,  praktisch ist die Darreichung in dieser Form recht chaotisch und würdelos (finde ich).  Seit ich als Mitglied im KGR beim Austeilen helfen muss, empfinde ich das so krass.
Jedes Jahr lehnen mehr Leute ab,  es kommen so Aussprüche wie  "Prost" usw.
Der eigentliche Sinn des Abendmahles scheint mir  so manchmal weit weg.

In meiner Heimatgemeinde  war das Abendmahl im Gottesdienst am Sonntag danach.
Das führt natürl. dazu,  dass auswärtige Gäste eher nicht mehr teilhaben können.
Außerdem wird befürchtet,  dass manche Konfirmanden nach dem Konfirmationstag gar nicht mehr wiederkommen... :-\

In vielen Gemeinden wird das Abendmahl am Samstagabend, also am Tag vor der Konfirmation ausgeteilt.

Welche Form hat sich bei euch eingebürgert ?
Was findet ihr gut daran,  was schlecht ?

Danke im Voraus.

margret

martina:
Wir haben ja immer nur sehr wenige Konfirmanden, deshalb wird bei uns in der Gemeinde das Abendmahl während des Konfirmationsgottesdienstes gefeiert.

Jeder Konfirmand stellt sich einzeln vor den Altar und seine Famile kommt dann dazu, die Gruppe ca. 8 Personen aus Platzgründen. Möchten aus dieser Familie mehr Leute gehen, bekommen sie eine 2. Gruppe, das kommt aber eigentlich nur bei meiner sehr großen Familie vor. Meist gehen eben die Eltern und Paten mit.
Wir reichen Oblaten und Traubensaft im Gemeinschaftskelch, der zwischendurch mit Alkohol desinfiziert wird.


Mich stört viel mehr, dass der gesamte Konfirmationsgottesdienst Samstags mittags stattfindet, weil viele Eltern meinen, man könne dann "besser" feiern. Eine Sonntagskonfirmation finde ich wesentlich feierlicher!

Tina:
Hallo Margret,
bei uns feiern die Konfis mit Eltern, Großeltern und Paten, soweit schon angereist, Samstagabend vor der Konfirmation. Es ist ein Abendgottesdienst um 18 oder 19 Uhr.
Hat sich mal so eingebürgert, weil es manchmal eine große Gruppe Konfirmanden gab, und es ist für die Familie ein abschluß mit den Vorbereitungen zur Feier, denn am Sa Abend ist Gottesdienst.
Zum der Diskussion Gemeinschaftskelch oder Einzelkelche: ich persönlich finde die Einzelkelche nicht gut, ich fühle mich dann wie in der Gastwirtschaft, wo ein Schjluck nach dem Essen gereicht wird.
Wir haben hier auch einen Gemeinschaftskelch, der nach 4 oder 5 Personen mit Alkohol gereinigt wird. Beim Austeilen sind neben dem Pastor immer 2 Kirchenvorsteher dabei, einer teilt mit aus und der andere reinigt die Kelche. Wir teilen Wein und Traubensaft zusammen aus, Kanzelseite Wein und Lesepultseite Saft, dann haben wir jeweils 2 Kelche, damit das Abendmahl nicht zu lange dauert.
Ich finde das für unsere Gemeinde eine gute Lösung. Konfirmation ist am Sonntag.
@Martina: Konfirmation am SaNachmittag, ich würde als KVler auf die Barikaden gehen, das geht m.E. überhaupt nicht.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen besinnlichen Karfreitag.
LG
tina

Margret:
Danke für eure ersten Antworten !

@ Martina:  Konfirmation am Samstag - das hab ich außer bei dir noch absolut nie gehört und finde ich auch sehr seltsam...
Läuft das darauf hinaus,  dass dann samstags bis tief in die Nacht Konfirmation in der Familie gefeiert wird oder am Sonntag nochmal ?!

Bei uns haben sich die Einzelkelche sehr eingebürgert,  es gibt viele Leute, die bei Gemeinschaftskelch nicht mitfeiern wollen.
Das mit den Einzelkelchen ist für uns so oder so aber eher nicht das Problem.

Margret

martina:
Tina,

da kannst du reden, was Du willst. Das wird schon seit über 15 Jahren so gemacht.

Der damalige Propst hat das mal eingeführt in der Stiftskirchengemeinde. Dort sind mittlerweile über die Hälfte der Eltern wieder für den Sonntag und es sind
genügend Konfirmanden, dass man da gut teilen kann.

Tja, wenn der Propst das so macht, kann der Landpfarrer schlecht dagegen an und der KV in unserer Gemeinde hat sich damals dafür ausgesprochen. Die anderen 3 Doppelgemeinden des Pfarrverbandes konfirmieren Sonntags und in meiner Gemeinde hat sich dieser doofe Samstag hartnäckig gehalten und wir kommen nicht dagegen an.
Für 2011 wurde jetzte in Sonntagstermin bekanntgegeben, prompt laufen die Eltern wieder Amok und haben schon eine schriftliche Eingabe an den KV gemacht. Zudem haben wir dann am Muttertag Konfirmation, da streikt jetzt unser Gastwirt, weil ihm durch die 3 oder 4 Konfirmationsgruppen die 120 Mittagstischgäste flöten gehen.

ICH bin ja schon lange für den Sonntag, aber da kann ich mir den Mund fusselig reden. Unser Pastor gibt den Eltern dann doch meistens wieder klein bei ::)

Früher hatten wir Samstags abends vor der Konfirmation für Eltern und schon anwesende Paten einen Bußgottesdienst vorab, der fiel der Samstags-
konfirmation auch schon zum Opfer.


Meine Schwägerin hat mal ihren Teich samstags mittags saubergemacht und kippt das ihren Weg vorm Haus runter, damit es in der Gosse wegfließen kann. In dem Augenblick kam eine Familie vorbei, die zum Konfirmationsgottesdienst wollten. Die hatten Glück, dass die diesen grünen wasserschwall nicht über die Füße gekippt bekommen hatten.
Wir hatten auch schon einen Nachbarn, der hat Brennholz gemacht während des Konfirmationsgottesdienste. Rasenmäher sind auch regelmäßig zu hören. Aber das stört die Leute nicht, Hauptsache, sie können abends bis in die Puppen feiern und haben den Sonntag zum nachfeiern oder ausruhen und müssen keinen Urlaubstag nehmen am Montag.

Eine Mutter meinte mal zu mir, Sonntags müsse man die Eltern ja mit DREI Mahlzeiten bewirten, Mittagessen, Kaffee und Kuchen und Abendbüffet ::) Andersrum wenn Samstags mittags um 13 oder 14 Uhr 2 Stunden Gottesdienst ist, muß man den Leuten schon Schnittchen oder Suppe vorab anbieten, sonst kippen die ohne Mittag ja um. Dann so gegen 16 Uhr Kaffee und Kuchen und abends 18 Uhr warmes Essen? Paßt auch alles nicht zusammen.
Ich selber habe kein Problem damit, eine Sonntagsfeier nach dem Kaffee auslaufen zu lassen und für die hartnäckigen Gäste reichen abends nach der Völlerei auch ein paar Schnittchen 8)


Hallo Margret,

ja, Sonntags wird dann immer eine große Nachfeier für die Nachbarn und so gehalten... Diese Feier ist vielen bald wichtiger, als die eigentliche Konfirmation. LEIDER!

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