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Mitarbeit auf dem Hof?

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Sternschnuppe:

--- Zitat von: nordlicht49 am 17.10.08, 13:32 ---Hallo Simo, solange alles freiwillig ist, find ich das in Ordnung. Es ist doch schon etwas, wenn ein junges Mädchen heute akzeptiert, dass ihr Freund Landwirt ist und nicht immer pünktlich Feierabend hat. Aber die Zukunft des Betriebes darauf aufzubauen ,dass die junge Frau mitarbeiten muss!!!, find ich persönlich nicht so gut.
Nordlicht 49

--- Ende Zitat ---

Hallo Nordlicht,

wir haben einen größeren Milchviehbetrieb und ohne meine Mithilfe würde es auf Dauer nicht funktionieren. Ich kann ja schlecht zusehen und mein Mann arbeitet !!!.

Ich geh ja auch noch einen Tag die Woche arbeiten und meine SE sind auch noch volleinsatzbereit, aber wenn die Älter werden, kann ich mir nícht vorstellen, dass ich den einen Tag rauskomme

L gSimo

streifenigel:
Also ich finde es geht auf den "normalen" Familienbetrieben schlecht, das die Frau Vollzeit woanders arbeitet. Auswärts arbeiten ist meistens arbeitsintensiver. Irgendwie hört sich das schräg an, aber vielleicht versteht ihr ja was ich meine. Während man auf dem Hof sich seine Zeit selber einteilen kann und nicht ständig den Chef im Nacken hat.
Daher ist man nach Vollzeit arbeiten ganz froh übers WE, ich aber wäre nicht der Typ, der dann Füße hochlegen könnte, während Mann und SE (alt, aber noch rüstig) arbeiten.
Da mir die Arbeit hier Spaß macht, waren wir uns einig, dass ich voll auf dem Hof mithelfe.

Und noch etwas von der wirtschaftlichen Seite, wenn die Arbeit auf dem Hof der Frau gefällt und für sie machbar ist, ist es doch irgendwie irrsinnig, wenn sie arbeiten gehen würde und dafür eine Arbeitskraft bezahlt werden würde. Außerdem haben wir Ferkelaufzucht, da ist es gar nicht so einfach eine passende Arbeitskraft zu finden.

Klar gibt hier auch paar große Betriebe, wo die Frau nicht auf dem Hof mitarbeitet, aber die haben generell 5 oder noch mehr Angestellte. Aber für die kleinen und mittelständischen Betriebe ist es glaube ich besser, wenn die Familie den "Laden" schmeißt. 

Melkerin:
Das Thema hatten wir ja schon mal woanders: aber wenn der Betriebsleiter ausfällt,
SE nicht mehr fit sind und es auch sonst niemanden mehr gibt, dann steht die Frau schon richtig blöd da, wenn sie sich nicht auskennt. Und auskennen tut man sich am besten, wenn man -zumindest ab und zu- mitarbeitet.
In Handwerksberufen ist eine solche Situation vielleicht nicht ganz so schlimm, dann hat die Baustelle halt mal eine Woche Pause, aber in der LW, wo die Tiere halt versorgt werden müssen, wo es einen ganz bestimmten Erntezeitpunkt gibt etc., da ist das schon dramatisch.
Und wenn es auch Betriebshelfer gibt - daß sofort einer zur Verfügung steht, der auch richtig arbeitswillig ist und sich in dem Fachgebiet auskennt .... darauf kann man sich nicht verlassen.
So jetzt aber genug, ich denke ihr wißt, wie ich es meine.

Danny:
Nix gegen Mitarbeit auf dem Hof - wenn ich gebraucht werde, helfe ich gern (in den Stall muss ich nicht, der ist schon mit den 2 - 3 Mann, die drin arbeiten, völlig überbesetzt, einer würde locker reichen, seit wir nicht mehr melken), aber es NERVT mich wahnsinnig, dass die Männer, allen voran SV, immer ganz spontan entscheiden, dass sie jetzt das und das machen (und dabei natürlich unbedingt Hilfe brauchen) bzw. es schon Tage zuvor entschieden, aber kein Wort darüber verloren haben!
Heute, beim spontan von SV angesetzten Almabtrieb (weil, die armen Tiere würden ja verhungern, wenn sie ein, zwei weitere Wochen auf der noch recht gut bewachsenen Weide darben müssten), war die halbe Familie nicht da, wir mussten uns zu viert (einer davon ein LW-fremder Helfer mit seeeeeehhhhhr viel Respekt vor Rindern) abmühen, die Viecher in den Stall zu packen und ich hätte eigentlich jede Menge andere Pläne für den heutigen Tag gehabt, die ich allesamt knicken konnte, weil man wieder mal über meinen Kopf hinweg entschieden hat.

Vielleicht hat SV es heute aber mal endgültig gelernt, er hat nämlich zuerst von SM einen Anschiss bekommen, dann noch ein paar kritische Worte von GöGa selbst und dann noch meine ebenfalls kritischen Worte (auch von GöGa vermittelt) ;D

martina:

--- Zitat von: Tormenta am 17.10.08, 19:03 ---Stellt euch mal die andere Frage, wenn einer eine Autowerkstatt hat, setzt dann der Vater auch voraus dass die Freundin seines Sohnes nun Autos repariert. Glaube auch in der Farmerei muss hier umgedacht werden, das heisst wenn die Frau nicht mitarbeiten will, dann muss das ganze so organisiert werden, dass es auch ohne Ihre Mithilfe geht. Finde man sollte die Frau fuers Herz finden und nicht die Frau fuer den Hof. Wir sind doch nicht mehr im Altertum da sowas normal war.

Tormenta

--- Ende Zitat ---

Hallo Tormenta,

 DAS sage ich auch oft. Von einer Frau eines Elektrikers wird auch nicht automatisch erwartet, dass sie Strippen ziehen kann und das auch macht. Aber eine FREUNDIN des Hofnachfolgers soll automatisch gleich mitarbeiten?

Ok, schön wenn sie das macht, aber dann erwarte ich vom Hofeigentümer, sprich Vater des Nachfolgers, dass er seiner zukünfigen Schwiegertochter auch Lohn dafür bezahlt, wenn sie regelmäßig zum helfen kommt!

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