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Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

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Valerie:
Hallo!
Seit einigen Wochen schon denke ich über die neue Option nach, die uns die Fortschritte der Medizin in der jüngsten Zeit gebracht haben: Frau kann sich nun mittels einer Imfpung möglicherweise und unter den üblichen Einschränkungen gegen das Zervix-Karzinom (oder allgemeinläufig: Gebärmutterhalskrebs) impfen lassen.

Seit kurzer Zeit ist ein Impfstoff gegen HPV (humane Papilloma-Viren) zugelassen, wodurch eine primäre Immunität erreicht werden könnte.

Fakt 1: Impfung mit ihren für und wider haben wir hier ja schon genug diskutiert, also würde ich mal das ganz außen vor lassen
Fakt 2: Gebärmutterhalskrebs ist ja nur eine Art von Krebs - macht es da also überhaupt Sinn?
Fakt 3: Aber gerade diese Art ist eben sehr häufig und viele Frauen können dadurch keine Kinder mehr bekommen oder noch schlimmer: diese Art führ sehr häufig zum Tod der betroffenen Frau:
Krebs verhindern

Fast jeder Gebärmutterhalskrebs wird durch eine anhaltende Schleimhautinfektion des Gebärmutterhalses mit ganz bestimmten HP-Viren ausgelöst. Rund 6.500 Frauen erkranken pro Jahr an diesem Tumorleiden, über 1.600 davon verstarben daran allein im Jahr 2004 (statistisches Bundesamt). Damit ist Gebärmutterhalskrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei jungen Frauen.

Diese Zahlen könnten in den kommenden Jahrzehnten deutlich sinken: "Bei einer flächendeckenden Impfung" mit dem neuen Impfstoff könnten einige Jahre später "etwa 70 Prozent der operativen Eingriffe" zur Behandlung von Vorstufen des Gebärmutterhalses vermieden werden, prognostiziert Hillemanns. Er macht dies deutlich an der Behandlung krebsverdächtiger Gewebeveränderungen am Muttermund, die ausgeschnitten werden müssen (Konisation). Bei schätzungsweise 50.000 Konisationen pro Jahr in Deutschland wären das 35.000 Eingriffe weniger.
Dieser Text und mehr infos im netdoktor.
Fakt 4: Die Kasse hat unter Einbezug der derzeitigen Wissensstände eröffnet, dass besonders Frauen im Alter zwischen 15 und 25 von einer primärinfektion betroffen seien, bzw. der größte Effekt einer Imfpung noch vor dem ersten sexuellen Kontakt eintreten würde. Daher zahlt die Kasse die Impfung nur den Frauen im Alter von 11 bis 18 Jahren.
Fakt 5: die Kosten dieser Impfung sind nicht unerheblich - wer kann sich das leisten?

Diese und andere Gedanken kreisen mir derzeit im Kopf und auch das Beratungsgespräch beim Gyn des Vertrauens hat mir noch nicht ganz geholfen. Ich habe um Bedenkzeit gebeten, denn mir geistern so viele Gedanken im Kopf herum diesbezüglich.

Habt ihr euch schon informiert? Was wurde euch geraten? Habt ihr impfen lassen oder wollt ihr noch?
Würde mich sehr über einen Austausch freuen an dieser Stelle!

Sindy:
Hallo, habe kürzlich bei meiner Krebsvorsorge auch HPV-Viren Test machen lassen.
Dieser kostete bei meinem Frauenarzt 62 Euro. Der Test ergab, dass ich mit 2 verschiedene HPV-Virenarten von einigen mehr infiziert bin. Impfung bringt ja ´nichts wenn man die Viren schon mal hat, bekomme dafür alle 6 Monate eine Krebsvorsorge.
HPV-Viren tragen viele in sich, man muss deshalb nicht unbedingt  Krebs bekommen.

                                         lg Sindy


                                                               

Beppa:
Ich sehe es mal so. In Deutschland gibt es XY-Millionen Frauen im Alter zwischen 11 und 80. Davon sterben jährlich 1.600 an Gebärmutterhalskrebs. Eigentlich ein verschwindent geringer Anteil. Da ist die Wahrscheinlichkeit beim Hausputz zu sterben wohl größer. Und dann wäre da noch die Frage, ob diese 1600 Frauen auch regelmäßig beim Frauenarzt waren und somit eine Früherkennung stattfinden konnte. Mit würden da einfach noch zu viele Fragen offen bleiben, um auf Grund dieser Zahlen eine Entscheidung treffen zu wollen.

Wer natürlich schon von der Vorgeschicht in der Familie belastet ist hätte damit zumindest eine Möglichkeit sein Risiko zu vermindern. Und wenn es nur zur Beruhigung dient.

Beppa:
Das sind wirklich ungwöhnlich viele. Das wäre dann der Fall, wo ich es vorsorglich schon machen würde bzw. als sinnvoll erachte. HP Viren lösen zwar die Krankheit an sich aus, aber es muss ja auch eine Ursache geben, warum der Körper plötzlich nicht mehr alleine damit klar kommt. Und bis diese Ursache nicht gefunden ist, sollte man jede Möglichkeit der Vorsorge nutzen.

Was kostet so eine Impfung eigentlich ?


Im Fernsehen habe ich mal einen Bericht gesehen, da ging es darum, dass in einer Straße überdurchschnittlich viele Personen an verschiedenen Arten von Krebs erkranken. Während in den benachbarten Straßen die Anzahl der erkranketen Person den durchschnittlichen Werten der Statistik entsprachen. Nach langem Hin und Her hat sich herausgestellt, dass diese Straße genau im Strahlungbereich eines Funkmasten lag.
Vielleicht gibt es es ja auch bei euch etwas, dass eine Schwächung des Immunsystems verursacht?

Sindy:
Hallo Beppa, das sind ingesamt 3 Impfungen die kosten 500 Euro . Soweit ich weis ist man für  5 Jahre geschützt. Aber die Lkk übernimmt jetzt bei jungen Mädchen bis 18 Jahre die Kosten.



                                              LG Sindy

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