Autor Thema: Auf welche Schule soll mein Kind?  (Gelesen 144682 mal)

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Offline Daggi

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #15 am: 20.05.03, 08:36 »
Hallo
Will nochmal kurz was dazu schreiben.
Ich finde eine gute Hauptschule unterscheidt sich eigentlich in der Vorbereitung auf den Beruf nicht so stark von der Realschule. Naja, vielleicht die zweit Fremdsprache.
Nur wie schon gesagt, obwohl wie hier auf dem Lande wohnen, haben wir auf der HS einen so hohen Anteil an fremdsprachigen Kindern und leider auch Kinder wo sich zuhause kein Schwein drum kümmert :-\
das der Lehrer die KInder unmöglich auf eine Linie bringen kann.
Meine Schwägerin hat beide Jungen dort gehabt und ist fast verzweifelt.
Erst das 10Schulj. in dem die Jungs in die Klasse kamen die den Realschulabschluss machen wollten(es waren nur noch 12!), da meint sie, haben ie richtig was gelernt.

Unsere 13 jährige hätte auch auf der HS viel lernen müssen ,mit der Gefahr dort übersehen zu werden.

Unsere 16jährige, die tut zu hause so gut wie nichts für die Schule(GYMI!).,hat also wirklich ein feines Leben.
Aber solche Kinder muss es ja auch geben.
Es können ja nicht alle Wasserhähne reparieren ;)


Tschüss,  eure Daggi.

Offline Beate Mahr

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #16 am: 20.05.03, 09:34 »
Hallo

ach ... ich ** muss ** auch mal meinen Senf dazu geben ;)

Wir haben ja hier in Hessen immer noch ** freie ** Schulwahl :(

Da entscheiden die Eltern wo das Kind eingeschult wird !!!
Es interresiert herzlich wenig was die Schulkonferenz vorschlägt :(
zur Not läßt man es per Einstweiliger Verfügung in´s Gym. einschulen
so geschehen vor 4 Jahren :(:(:(
obwohl der Schüler eine Empfehlung zur Hauptschule hatte

Der Schüler hat die 5. Gym nicht geschafft !!!
Versetzung nach 6. Real !!!
wieder nicht versetzt nach 7. Real !!!
Gewechselt nach 7. Haupt !!!
und jetzt ???
hat er **so gute ** Noten, dass der Hauptschulabschluß in Gefahr ist

Meine Meinung dazu ... tolle Leistung der Eltern  :-X :-X :-X

Wir bekommen ( Gott sei Dank ) in Hessen verschärfte Kriterien
was die Versetzung bzw. den Schulabschluß angeht ;);)
Das ** Ausgleichen ** der Noten wird ganz schön schwierig  !!!!

Außerdem werden bei uns in Haupt und Real Abschlußarbeiten
geschrieben , die nicht von Pappe sind .

Ich habe die ** Vorgaben ** gesehen für den qualifizeirten Hauptschulabschluß
da werden Sachen gefordert die vor 2-3 Jahren noch nicht mal die Realschüler hätten leisten können.

Meine Älteste ist auch den Weg des ** geringsten **
Wiederstandes gegangen ...
auch von Real auf Haupt gewechselt - gegen meinen Willen !!!
Gebracht hat es ihr rein garnichts !!! auf Real einen Schnitt von 4,7
auf Haupt verbessert :( auf 4,2 !!! mal grad so den Abschluß geschafft :(
Hätte sie die 9. Real freiwillig wiederholt hätte Sie es bestimmt geschafft - - -
sagt sie heute selbst.

So jetzt zum eigentlichen Thema

Zum einen ... finde ich ganz wichtig WAS will das Kind selbst
es muß schließlich zur Schule gehen und lernen.
Hat es ** Schwächen ** ??? z.B. LRS oder Dyskalkulie
hat es Wahrnehmungs Störungen oder Konzentrations Probleme
Ist es in der Lage selbstständig zu lernen,
ist es teamfähig
weiß es wie man lernt , fällt das lernen leicht,
Braucht das Kind ** extra ** Förderung
z.B. schon Nachhilfe in der Grundschule ?

Das alles sollte man bei der Schulwahl beachten -
also die Eltern.
Der Schulvorschlag der Schulkonferenz ist dabei sehr aussagefähig !!!
weil die unterrichtenden Lehrer die Schüler kennen
und zu 95 % richtig einschätzen

Bei alle dem sollte sich das Kind in der Schule wohlfühlen
glücklich sein und gerne zur Schule gehen.


Das ist und war das oberste Gebot bei der Schulwahl für meine Beiden.
Ich stoße auf sehr großes Unverständnis,
wenn ich sage, dass Felix als Hochbegabter auf die Hauptschule geht.
Er hatte eine Empfehlung zur Real. da wußte ich von der HB aber noch nichts.
Aber ich war mir sicher, dass er in eine Klasse mit 33 Schülern untergeht.
Deshalb auf die Haupt, mit maxi. 12 Schülern ;)

Und siehe da er geht mit Begeisterung zur Schule,
wird dort gefordert und gefördert
fühlt sich wohl und ist glücklich .

Außerdem sollten wir eines nicht vergessen !!!
es gibt immer noch den 2. Bildungsweg
und der ict für so manch einen dann genau das richtige
vorallem wenn es ** Spätzünder ** sind.

Warum nicht
- - - > Hauptschulabschluß
- - - > eine gute Lehre
- - - > Fachhochschule
- - - > Studium

Als ohne Abi auf der Straße und den Eltern auf der Tasche

Gruß
Beate

Fall Jemand Fragen zum Schulrecht für Hessen hat ... gerne
Entscheidend ist nicht, ob man kritisiert wird;
entscheidend ist, ob die Kritiker die Mehrheit bilden.

© Ernst R. Hauschka

Gertraud

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #17 am: 20.05.03, 10:03 »
Hallo Beate!
Ich finde Deine Einstellung richtig. Es gibt immer noch
Möglichkeiten später was nachzuholen, wenn einen
der Ehrgeiz packt.
Unsere Tochter (4. Kl., Bayern) geht nächstes Schul-
jahr auch aufs Gymi. Hab aber gewaltige Zweifel, ob
sie es packt.
In unserer Nachbarschaft sind auch 2 Mädchen, die
auf dem Gymi angefangen haben und bis zur Haupt-
schule durchgereicht wurden. Muss ja sehr aufbauend sein.
Jetzt hat jede den Hauptschulabschluss und macht eine
Lehre. Hätten das bestimmt mit weniger Frust auch
haben können.
Unsere Tochter ist nicht zu bremsen. Redet schon seit
2 Jahren(!) nur vom Gymi. Möchte Lehrerin werden.
Schau mer mal.
Unser Sohn wird vielleicht mal Bauer, wies schulisch
mit ihm ausschaut kann man noch nicht sagen.
Momentan macht er bei der VHS Deutschförder.
Ist aber nur damit  in den ersten beiden Klassen das
Grundwissen auch wirklich sitzt. Hat mir seine Lehrerin
ans Herz gelegt. Bei Lernzielkontrollen ist er aber immer
gut.
LG Gerdi

Rabenmutter

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #18 am: 21.05.03, 15:03 »
Mein Sohn geht jetzt das zweite Jahr in die Hauptschule (  bei uns in Österreich  sind die Schulverhältnisse ganz anders  als in D ), obwohl er laut seinen Lehrern aufs Gym hätte gehen können. Mir ist aber wichtiger, dass er ein guter Hauptschüler ist, der einigermassen gerne in die Schule geht,  als ein schlechter Gymnasiast, der nicht gern hin geht und sich jeden Morgen quälen muss...wenn er später drauf kommt, dass er doch lieber weiterlernen möchte, kann er das ja noch tun, und es wird dann sicherlich leichter gehen, als wenn ich ihn jetzt dazu zwingen müsste. Bei meinen Töchtern wird es in zwei Jahren auch so sein, da, wo sie lieber hingehen wollen ( natürlich immer vorausgesetzt, sie können das überhaupt schaffen von den Leistungen her ), können sie auch hingehen, und bei den kleinen Brüdern auch ( aber die müssen erst mal in den Kindergarten).

Offline Daggi

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #19 am: 22.05.03, 08:34 »
Hi
Ich noch mal.

Also, so ganz eurer Meinung bin ich nicht.
Ich finde ein KInd kann mit 10 Jahren noch nicht alleine beurteilen was gut für es ist und ich glaube auch nicht das es richtig ist den Kindern beizubringen das man immer den leichteren Weg wählen sollte.
Im Berufsleben geht das doch auch nicht.

Sicher sagt ihr, dass das  dann noch früh genug ist, aber es gibt meines erachtens nicht umsonst das Sprichwort
"WAS HÄNSCHEN NICHT LERNT; LERNT HANS NIMMER MEHR"
Natürlich ist der andere Weg auch für die Eltern leichter, man braucht sich kaum zu kümmern.

Dann kommt noch der Aspekt, das die KInder oft den Weg wählen wollen den z.B. die Freundin geht, egal ob es zu den schulischen Leistungen passt.

Steh ich denn mit dieser Meinung wirklich alleine da ???
Tschüss,  eure Daggi.

Offline Dette

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #20 am: 22.05.03, 10:12 »
Hallo zusammen,
bei uns steht diesen Sommer der Schulwechsel unseres 2. an. Wir hatten uns eigentlich schon für die Hauptschule entschieden, aber bei dem Beratungsgespräch in der Grundschule hat uns die Lehrein empfohlen, ihn auf die Realschule zu tun, da er selber auch dahin möchte, werden wir es wagen.
Der Große geht zum Gym, tut fast nichts und hat recht gute Noten. Ob man es richtig macht, weiß man sowieso erst hinterher.
Liebe Grüße Dette

Offline Daggi

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #21 am: 22.05.03, 10:34 »
Hi Dette
Genau so war es bei uns.
Die Erste geht durchs Gymi wie Butter.
Sie wollte aber eigentlich mit den andern auf die Realschule, aber die Klassenlehrerin sah das anders.
Nach 6Wo Gymi war die Trauer vorbei .

Die Zweite wollten wir auf die Hauptsch. schicken, aber die Lehrerin meinte dort kümmert sich keiner(Zumindest auf unserer Hauptsch.)
Also ging sie zur Real. Ich muss zugeben die esten zwei Jahre waren nicht leicht, aber jetzt packt sie es gut, denn sie ist sehr fleißig.
Tschüss,  eure Daggi.

Offline Erika

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #22 am: 22.05.03, 19:47 »
Und so ist es bei uns gelaufen: Der älteste Sohn bekam die Empfehlung zur Realschule, war dort immer in der Mitte dabei. Im Moment hat er die Null-Bock-Phase, tut zu wenig, lässt sich nicht gerne helfen. Wenn er Pech hat, wird er wohl mal eine Klasse wiederholen müssen. Mit einem kleinen bisschen Fleiss wäre er ein guter Realschüler.

Für den jüngeren Sohn standen Hauptschule und Realschule zur Auswahl. In Deutsch hatte er Schwierigkeiten und sollte deshalb wohl eher zur Hauptschule. Der Ruf dieser Schule ist/war seit Jahren nicht der Beste, es kommt dort eben sehr vieles zusammen.
Da er gerne zum Bruder wollte, haben wir uns mit der Lehrerin zusammen für die Realschule entschieden. Im Fach Deutsch gehörte er auf einmal zu den besten Schülern  :o

Die Realschule hatte schon seit längerem grosse Probleme mit Lehrermangel. In fast jeder Klasse sind über 30 Schüler, eine Änderung kaum in Sicht. Platzmangel, Lehrermangel, jede Menge Stundenausfall.
Zum Halbjahr der 7. Klasse hat Sohnemann zur Hauptschule gewechselt. Er ist kein Sprachenkind, Englisch geht noch aber Französisch hat ihm den Hals gebrochen. Fast alle anderen Fächer haben sehr darunter gelitten, Motivation im Keller.

Auf der Hauptschule sind etwa 20-25 Schüler in einer Klasse. Man bemüht sich diese Klassenstärke nicht zu überschreiten um ein angenehmes Lernen zu ermöglichen. Die Ordnung dort, das Sozialverhalten, der konsequente Umgang mit den Schülern - bis zum Nachsitzen bei fehlenden Hausaufgaben.....  da kann sich die Realschule des Ältesten eine dicke Scheibe abschneiden.

Am wichtigsten ist mir aber immer noch, das die Kinder gerne zur Schule gehen und sich dort wohlfühlen. Der jüngere Sohn gehört jetzt wieder zu den guten Schülern und strebt nun auf der Hauptschule seinen Realschulabschluss an.

Offline Jacky

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #23 am: 22.05.03, 20:07 »
früher war ich auch der Meinung, daß es Unsinn
ist Kinder in eine Schullaufbahn zu zwingen, die
sie nicht wollen.

Unser Mädchen stand in der 4. Klasse vor der
Entscheidung Realschule oder Gym. Die Lehrerin
ließ keinen Zweifel daran, daß nur das Gym in
Frage käme. Unsere Tochter war da aber ganz
anderer Meinung. Nach einigem hin und her
haben wir ihr ihren Willen gelassen.
Heute geht sie in die 7. Klasse Realschule, ist
Klassenbeste und bereut manchmal sehr, daß
sie sich vor drei Jahren nicht doch fürs Gym
entschieden hat. ::)
Liebe Grüße  Sabine

Wer lächelt statt zu toben, ist immer der Stärkere

Offline Anita2

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #24 am: 22.05.03, 20:48 »
Als unsere Älteste in der 4. Klasse war, gab es an unserem Gymnasium noch eine Orientierungsstufe, war der Rest von einem Schulversuch einer Gesamtschule(in Bayern),die Oreintierungsstufe ging über 2 Klassen, also 5. und 6. Klasse, in der 5. konte man nicht sitzenbleiben, da war es egal, welche Noten man hatte, am Ende der 6. bekam man dann eine Empfehlung, für welche Schule sich das Kind eignet. Das hat mir damals sehr bei meiner Entscheidung geholfen, unsere Große ins Gymnasium zu schicken. Die zweite Tocher hatte in der 3. u. 4. Klasse eine Lehrerin, die nicht allzu streng war, die Folge war, daß von 24 Kindern 14 nach der 4. den Notendurchschnitt fürs Gymnasium hatten und sich auch anmeldeten. Daraufhin hat sie bis zum Ende des Schuljahres versucht, den Kindern Angst zu machen, was im Gymnasium alles auf sie zukommt und dass sie bis um 22.00 Uhr jeden Tag lernen müßten usw. Da war ich froh, dass ich schon ein bißchen Erfahrung hatte, was im Gymnasium auf sie zukommt. Diese Tochter hat heute die letzte Prüfung beim Abitur gehabt, die große studiert schon seit zwei Jahren. Bei der dritten war das alles kein Thema, da sie die beste Schülerin von unseren dreien war. Bei unserem Sohn ist es auch kein Thema, der lernt so wenig und ist ein so schlechter Schüler, dazu noch Legastheniker, dass ich froh bin, wenn er durch die Hauptschule ohne Ehrenrunde kommt. Ihn interessieren nur Maschinen und Englisch verweigert er total, weil er der Anischt ist, das braucht er als Bauer sowieso nicht. Vor kurzem versuchte ich ihm klarzumachen, dass heutzutage bei einem Bauern das Betriebswirtschaftliche viel wichtiger ist als die praktische Arbeit, daraufhin hat er gleich bei der großen Schwester angefragt, ob er sie für die Büroarbeit einmal anstellen kann, so dumm ist er also auch wieder nicht.
Wenn ein Kind den erforderlichen Notendurchschnitt hat, würde ich es auf alle Fälle in eine weiterführende Schule schicken, denn besonders anspruchsvoll ist die Hauptschule nicht, kommt aber auch auf die Motivation des einzelnen Lehrers an.  

Offline Irmgard3

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #25 am: 22.05.03, 22:25 »
Ich würde ein Kind immer auf die Schule schicken, auf die es gerne möchte.  Meist wird das ja auch durch die Meinung der Lehrer unterstützt. Mit 10 Jahren wissen meines Erachtens Kinder schon sehr gut wo sie hingehören. Jedenfalls war es bei meiner Tochter so. Wenn dann auch noch gute Noten angesagt sind, dann kann man es nicht verantworten, dass Kind nicht zum Gymnasium oder zur Realschulle zu schicken.
Mit einem Hauptschulabschluss sind die Berufsmöglichkeiten doch von vorne herein stark eingeschränkt. Der 2. Bildungsweg ist immer nur ein Kompromiß und gestimmt nicht leichter.
Mit einem Abitur in der Tasche steht einem die ganze Welt offen. Das sollte man sich immer vor Augen halten. Wer will kann ja damit auch noch Landwirt oder Elektriker werden.  Wichtig ist das Kinder motiviert und sie fördert. Manchmal überfordern allerdings Eltern auch Ihre Kinder aber andererseits gibt es auch Fälle wo Eltern befürchten sie müßten sich mehr um Ihre Kinder kümmern wenn sie zu einer weiterführenden Schule gehen. Also aus Bequemlichkeit zur Hauptschule.
Auch heute git es noch keine Chanchengleichheit, ist jedenfalls meine Meinung.
Meine Tochter war in Aachen die einzige, die aus  nicht akademischem Elternhaus, also vom Bauernhof, die ihr Hochschulstudium abgeschlossen hat. Das finde ich sehr  erschreckend.
Kinder aus Akademikerhaushalten werden schon von Geburt an mehr gefördert, sei es durch Sprachen, Reisen, Theater, Kunst, Kultur etc. Weil dort ein anderes Verständnis für viele Bereiche zum Alltag gehört. Auch ist für diese familien nicht Eigentum sondern Bildung das Wichtigste.
Meiner Meinung wird es nie eine Chanchengleichheit geben.
Geschafft hat es meine  Tochter nur mit ihrem Ehrgeiz und Talent.
Lebe, wie  du wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
(Christian Fürchtegott Gellert)

Offline joseva

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #26 am: 24.05.03, 14:16 »
Hallo zusammen,

bei meiner ältesten war alles ganz klar Kind, Schule und Eltern waren für das Gymnasium. Da haben wir sie dann auch hingeschick. Jetzt ist sie in der 11 und es geht im großen und ganzen ganz gut.

beim zweiten sah die Sache schon ganz anders aus. Da er nur 1,5 Jahre älter ist als seine kleine Schwester, hat er immer alles mit der kleinen zusammen gemacht.
In der Grundschule hat er dann einen ganz blöden Lehrer bekommen der zwar ausgebildeter Sonderschulpädagoge ist aber von den Kindern keine ahnung hat.  Ortentliches Zähneputzen und wandern waren ihm viel wichtiger als  korrekte Rechtschreibung.
Am Eltenabend bekamen wir von ihm gesagt das unsere Kinder so schreiben dürfen wie sie wollen, wir sollten auf keinem Fall sagen das etwas falsch ist oder noch schlimmer das Falschgeschriebene Wort korigieren.
Mein Sohn entwickelte dazu noch eine massive Schulangs. Als ich den klassenlehrer nach den Osterferien fragte ob ich ihn nicht ein Jahr zurückstellen könnte ,so das er das erste Schuljahr mit seiner kleinen Schwester noch mal machen könnte. bekam ich nur zu  hören; wenn er nicht dafür ist habe ich sowieso keine Chance das durchzusetzten und er ist nicht dafür.

Mittlerweile ist mein Sohn fast 16 Jahre und er geht auf die Realschule.  Trotz seine LRS kommt er ganz gut mit.
Die Schulangst hat sich in der 5. Klasse noch einmal gemeltet. Seit anfang der Pubertät hat sie aber immer mehr nachglassen.


Meine kleine geht mittlerweil auf die Hauptschule. Dort sollte sie auch auf den Rat der Klassenlehrerin hin. Aber da ja alle Mädchen aus ihrer Klasse auf die Realschule gingen musste sie auch dorthin.


Eins haben meine drei aber gemeinsam.
Die große macht als erstes ihr Abitur mit 5 Prüfungsfächer( bis jetzt noch drei)

Der Sohn macht als erstes eine Abschlußprüfung in der Realschule.

Und die kleine macht als erstes einen qualifizierten Hauptschulabschluß.


Bis bald
joseva
Ich komm wieder keine Frage


Alles Liebe von  Joseva

Offline reserlTopic starter

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #27 am: 02.08.03, 13:09 »
In der Mailingliste diskutieren wir gerade wieder über dieses Thema.

Seit der Einführung der sechsstufigen Realschule in Bayern ist der Leistungsdruck an der Grundschule wesentlich verschärft. :o

Ist die Hauptschule nur noch ein "Abstellgleis"?  :( :-\
lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Offline geli.G

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #28 am: 02.08.03, 13:48 »
Bei uns war´s bis jetzt schon so, dass viele Kinder auf´s Gymi mussten, nur um nicht in die Hauptschule zu gehen. ::)

Nach zwei Jahren sind viele dann auf die Realschule gewechselt.

An unserer Hauptschule gibt´s den M-Zug, und mit dem Abschluß hat man auch gar nicht so schlechte Chancen.

Wir haben noch ein Jahr Zeit, mal schaun wo´s dann hingeht. ;)
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline PeacefulHeidi

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Re:Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #29 am: 02.08.03, 13:48 »
Kann mir armer Niedersachse mal jemand von den Bayern erklären was die 6stufige Realschule ist? ???

Gibt es da einen Unterschied zwischen "normaler" und 6stufiger?

Bei uns gibt es die Hauptschule bis 9. Klasse, die Hauptschule bis 10. Klasse = qualifizierter Hauptschulabschluss und die Realschule bis 10. Klasse.

Noch ein Schuljahr also bis 2004 haben wir noch die Orientierungsstufe (5. und 6. Klasse) für alle Schüler. Danach (ab 7. Klasse) erst die Aufteilung in Haupt-, Realschule oder Gymnasium.

Leider wissen wir immer noch nicht wie es 2004 weiterlaufen soll ohne die OS. Denn was sie stattdessen machen, hat noch keiner entschieden. Nur soviel, daß die OS 2004 abgeschafft wird. Was in meinen Augen auch ganz sinnvoll ist.