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Der Landfrauenverein - ein Verein mit Zukunft oder

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Beate Mahr:
Hallo

hier muss ich doch auch mal ;);)

Bei uns die Landfrauen ... :( nennen sich selbst

die Frauen vom Land

Kein Witz - traurige Wahrheit !!!!

Von den etwa 80 Damen ( Schnitt 70 Jahre )!!! ist keine AKTIVE Bäuerin :(
es gibt nur  6 Altenteilerinnen.  

Der Rest - Frauen die auf dem Land leben ....

Die den Verein als ** Club  ** für Freizeitbeschäftigen ansehen ...
sich animieren lassen ... zum sticken treffen ... usw ...

Ich frage mich WAS soll ICH dabei ???

Gut es sind hier in Südhessen ein paar junge Bäuerinnen

Die genau aus dem Grund  des ** FEHL ** am Platz sein  

versuchen einen Bäuerinnen Stammtisch aufzubauen ...

Dazu muß frau aber auch in den ** Bezirk ** gehen, oder 2 Landkreise zusammen fassen  

Eben weil zuwenig AKTIVE Bäuerinnen da sind   :(:(:(

Dazu kommt für mich !!! dass ich mich vom DLV eben  nicht vertreten fühle !!!

Aber dieses Problem habe ich mit dem DBV auch :(:(:(

Egal ob Bundes.- oder Landesebene

Ich habe so manchmal den Eindruck ...

Die Vorstände wissen nicht von WAS Sie reden ...
lassen uns mit den Problemen alleine ...

Beispiel - Nachbaugebühr

Da herrscht doch auch Intressenkonflikt !!!

der DBV knobelt mit der Treuhand einen Kooperationsvertrag aus !!!

Die die sich dagegen wehren wollen bekommen von DBV keine Hilfestellung !!!

Wie denn auch man kann ja nicht gegen etwas sein
was man selbst mit erarbeitet hat

Da kommt dann wieder das Problem der Ämterhäufung zum tragen,
weil es immer die gleichen sind die was tun ...

Aber wie kann ich die LW`S vertreten bei z.B. einem Futtermittelskandal
wenn ich z.B. bei Raiffeisen ( oder ähnliches ) im Vorstand bin :(:(:(

wir hatten hier mal das Thema  - Bäuerinnen Rente

Ihr erinnert euch an die Diskussion ...

WEM wir das zu verdanken haben

Wo war da unsere Berufsvertretung ???

Warum hat sich niemand Gedanken gemacht,
dass wir für zusammen weniger Rente das Doppelte einzahlen müssen.

Sicher wollen wir Bäuerinnen unsere eigene Rente -
aber doch nicht so wie es gekommen ist !!!

So wie es jetzt geregelt ist ...
waren die zahlenden Bäuerinnen nur gut um die
Löcher der Alterskasse  zu stopfen !!!


Sorry aber das ist meine ganz persönliche Meinung,
wobei ich hier vom eigentlichen Thema abgekommen bin.


Ich mache ganz bewußt  einen  Unterschied zwischen

Bäuerin und Landfrau

Sicher ist - kann sein - jede Bäuerin auch Landfrau !!!
nur ob jede Landfrau auch Bäuerin ist , das ist die Frage

Ich für mich habe entschieden, dass ich Bäuerin bin
und ich bin ganz bewußt kein Mitglied im DLV

Gruß
Beate


maggie:
der landfrauenverein kann gar nicht alle bäuerinnen im fachlichen bereich unterstützen - wir sind noch 2 "milchbäuerinnen" - dann hat es ferkelaufzucht - schweinemast -  kälber- und bullenmast - pferdepflege und aufzucht (vor allem pensionspferde) und natürlich nur ackerbau -

wie sollen wir da in einem dorf mit 500 einwohnern - fachliche weiterbildung ermöglichen - die wird bei uns von der landwirtschaftlichen- & bäuerinnen-schulen angeboten -  

der landfrauenverein wurde vor fast 80 jahren als vermarktungsorganisation gegründet - vor allem ging es um den eierverkauf - die wurden 1 mal die woche zusammengetragen und dann in die stadt (25 km) gebracht - damals hatte noch jedes haus eine kleine landwirtschaft und auch hühner und andere kleintiere -

später kamen dann vorallem die kurse für die "moderne" hausfrau hinzu - da kam das stereliesieren von gemüse und fleisch - dann kam das einfrieren - als in jedem dorf eine gefrieranlage gebaut wurde -

auch im gartenbau wurden kurse angeboten -

und da bei uns die bäuerin im stall eigentlich "nur" mitarbeiterin war - wurden die kurse für tierhaltung - ausser kleintieren - von den frauen gar nicht gewünscht -

daneben gab es  dann noch den gemeinnützigen frauenverein - doch bald waren einfach alle frauen in beiden vereinen mitglied -

und vor etwa 50 jahren - die unterlagen sind leider nicht mehr vorhanden -  schlossen sich die beiden vereine zum landfrauenverein zusammen -

wir verstehen den lfv auch als verein für die frauen vom land -
d.h. es sind familien mit mehreren kindern, meist wohnhaft im eigenen haus und mit garten für gemüse, früchte und blumen

und vielleicht noch einige bäume mit obst -

er ist eigentlich keine beruforganisation  mehr- vor allem an der basis - die kantonalen und die schweizerischen vorstandsmitglieder kommen normalerweise aus der landwirtschaft -

siehe regi - im kanton aargau....

unser verein könnte nur mit bäuerinnen nicht existieren - und unsere kurse die wir anbieten - stehen doch noch oft im zusammenhang mit der landwirtschaft -

-- kochen und backen mit milch und milchprodukten

-- niedertemperaturgaren von fleisch

-- dann all die verschiedenen backkurse
       brote, kuchen, torten , kleingebäck

das sind unsere nahrungsmittel aus der region die da verarbeitet werden - ich finde das gehört auch zur aufgabe eines landfrauenvereins -

was nützt es wenn wir das beste fleisch liefern und die liebe hausfrau weiss nicht wie zubereiten....

martina:

--- Zitat von: maggie am 14.01.03, 21:41 ---

was nützt es wenn wir das beste fleisch liefern und die liebe hausfrau weiss nicht wie zubereiten....


--- Ende Zitat ---


Hallo Maggie,

mit dem Satz hast Du auch wieder Recht!

Ich bin ja nicht drin im LFV und eben fiel mir noch spontan ein, als ich Deinen Beitrag las, "es gibt ja auch noch den Hausfrauenbund?!"

Aber ich glaube, der ist hier bei uns auch reichlich überaltert. Und dann gibt es hier noch einen "Arbeitskreis junger Landfrauen" bin ich auch nicht drin, vielleicht wenn die Kinder größer sind? Bislang habe ich von denen aber auch noch nie ein Programm bekommen, was die machen und wann sie sich treffen. Mein Mann wird vom AK junger Landwirte immer eingeladen, bzw. bekommt ein Winterprogramm, er geht aber auch nicht hin. Die treffen sich immer Dienstags, da hat er FFW, außerdem ist er sowieso schon oft genug unterwegs, irgendwann hat die Aufnahmekapazität für Weiterbildung und Information auch ein Ende, oder?

regi:
Danke, Maggie, dass du mir die Stange hältst!

In CH ist es wirklich noch nicht lange üblich, dass ein Grossteil der Bäuerinnen intensiv und auch in Eigenregie auf dem Betrieb arbeitet.

Es war zB. lange nicht üblich, dass die Bäuerin gemolken hat. Jetzt, mit Rohrmelkanlage oder Melkstand, ist ja melken kein Kraftakt mehr, deshalb ist es zunehmend Frauensache.

Von daher hat es sich auch nicht aus der Tradition ergeben, dass der LFV sich um betriebswirtschafltiche Themen kümmert, das nahm eben der BV oder die landw. Schule auf.

Wenn die jungen Bäuerinnen aber nicht beim LFV sind, gibt es keine Aenderung der Weiterbildungsthemen. Schliesslich muss an einer Hauptversammmlung oder so erst mal Interesse bekundet werden, damit vielleicht der bisherige Vorstand drauf kommt, dass andere Themen gefragt sind.

Und Vorstände sind meistens froh um Wünsche und Anregungen/Reklamationen von der Basis!



Annette:
Hallo  :),

zuerst einmal, ich bin auch nicht im LV. Das hat drei  Gründe:
1. Von den aktiven Damen hier in der Gegend bin ich noch nie so recht zum mitmachen eingeladen worden - da denke ich manchmal, die haben genügend Damen .
2. Da unser Terminkalender so schon oft überläuft, muß ich mir das nicht auch noch antun. Denn nur so Mitglied sein und dann doch Zuhause bleiben, dass ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache.
3. Zur Weiterbildung suche ich mir Kurse bei der LWK für Betrieb und Haushalt oder auch bei der VHS aus.

Ob der LV noch eine richtig starke Interessenvertretung für uns Bäuerinnen ist, bezweifel auch ich, da der "Quotenanteil" der "richtigen" Landfrauen wohl nicht so hoch ist. Damit will ich nicht sagen , dass die "anderen" Landfrauen  kein Verständnis bzw. Fachwissen  für/über unseren Beruf mitbringen: denn wenn zwei genau dasselbe sagen bzw. tun ist es immer noch das gleiche.

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