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Der Landfrauenverein - ein Verein mit Zukunft oder

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steilufer:
Liebe Bridda, ;)

Du sprichst mir aus der Seele.Danke für Dein Statement!! :D

Liebe Grüße
Karen von der Ostsee ;)

regi:

--- Zitat von: Britta am 12.01.03, 21:41 ---Aber wo sind Themen wie Rinderhaltung von a-z, prakt. landwirtschaftl. Buchführung, wie mache ich als Bäuerin Klauenpflege....
--- Ende Zitat ---


Liebe Britta
Findet Weiterbildung über landw. Themen nicht auch beim Bauernverband oder bei der landw. Schule statt - da kannst du diese Kurse doch dort besuchen.

Ein gemeinsames Angebot für Bäuerinnen und Landwirte ist sowieso die Zukunft, nach meiner Meinung.

Im Schweiz. Landfrauenverband sind an der Spitze alles praktizierende Bäuerinnen - hoffe, wir seien auch noch die Basis!

Ich sehe dein Problem schon mit den LF. Als reine Bäuerinnenvertretung könnte man NUR für deren Anliegen einstehen und wäre stärker.

Aber im Zusammengehen von Frauen vom Land und Bäuerinnen haben wir Bäuerinnen, die immer weniger werden, auch eine Lobby - je mehr Menschen wir unsere Landwirtschaft näher bringen, desto mehr Verständnis und Rückendeckung werden wir auch gewinnen können!

mary:
Hallo Britta,

ich komme aus einer Gegend, in der es den Landfrauenverein als solchen gar nicht gibt, bei uns gibt es den Bauernverband unterteilt in Bauernverband und die Abteilung Landfrauen.
 
Die Mitsprachemöglichkeit der Bäuerinnen ist schon gegeben, aber es setzten sich einfach viel zu wenig Bäuerinnen speziell für die landwirtschaftlichen Belange ein, dass ist doch meist "Sache der Männer".

Ich bin wirklich keine Emanze, aber ich sitze in diesem Boot Bauernhof mit drinnen und wir rudern gemeinsam, da ich aber auch rudere, kämpfe ich auch auf diesem Bereich.
Und zum Thema Weiterbildung, das liegt mir auch am Herzen, speziell Themen, die die heutigen Bäuerinnen betreffen, auf Ortsebene kann man da überhaupt nichts bewegen, wir haben einen Arbeitskreis in dem Bäuerinnen aus mindestens 3 verschiedenen Landkreisen mitmachen.

Ich bin in diesem Verband als aktives und kritisches Mitglied tätig, aber ich sehe einfach, dass viele Probleme von diesem Verband fast nicht gelöst werden können.

Wie soll z.B. ein Verband die weiterführenden Milchviehbetriebe in Richtung Quote unterstützen, wenn er gleichzeitig auch die Betriebe vertritt, die ihre Quote verpachtet haben. Da treten für mich einfach totale Interessengegensätze auf.

Ich fände es wesentlich besser, es gäbe mehrere Untergruppierungen, jede Gruppierung hat dann Gewichtung. So wird das einfach immer Gulasch bleiben.

Wenn schon beim Bauernverband solche probleme auftreten, dann kann ich mir lebhaft vorstellen, wie schwierig es dann wird, wenn der Landfrauenverband die Bäuerinnen vertreten soll.

Dass im Landfrauenverband die verschiedenen auf dem land lebenden Frauen ihre Erfahrungen einbringen und es ein wertvolles Miteinander gibt, das kann ich mir gut vorstellen.

Aber man kann nur für die Anliegen gut kämpfen, die man selbst gut kennt.
Ich glaube, dass sich in Zukunft einfach gewohnte Strukturen verändern müssen, es hat sich einfach zuviel verändert.
maria

Berlinerin:
Hallo alle zusammen!

Ich finde, dass sich hier eine sehr spannende Diskussion entwickelt hat, zu der ich mich für den dlv mal zu Wort melden möchte.

Natürlich ist es richtig, wenn in einigen Beiträgen darauf hingewiesen wird, dass der dlv mit ca. 550.000 organisierten LandFrauen ein sehr breit gefächertes Themenfeld abdecken muss. Da teilt sich Interessenvertetung in den Bereich Interessen von Bäuerinnen und den Bereich Frauen im ländlichen Raum allgemein.

Aber - gegenüber den Entscheidungsträgern in Öffentlichkeit und Politik sind es jeweils 550.000 die hinter diesen Ansprüchen stehen.

Die Anzahl der Verbände und Organisation hat sich in weniger Jahren enorm erhöht. In allen anderen Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft werden fast täglich neue Organisationen gegründet, so dass allein die Lobbyliste des Bundestagspräsidenten über 2000 Verbände verzeichnet. Das sind mehr als 3 Verbände pro Bundesabgeordneten. Da spielen sich die Organisationen und ihre zum Teil auf wenige Punkte konzentrierte Ziele gegenseitig aus.

Im Bereich der Landwirtschaft gibt es mit dem Bauernverband und dem LandFrauenverband zwei mitgliederstarke Organisationen. Wenn wir den Ausgleich der Interessen innerhalb unserer Organisationen nicht anderen gesellschaftlichen Gruppen, wie den Medien und der Politik überlassen wollen, müssen Kompromisse innerhalb des Berufstandes gefunden und durchgehalten werden.

Sollten sich die Verbände im Berufsstand in viele Einzelgruppen mit konzentrierteren Interessen aufspalten, wird unsere Position in der Auseinandersetzung mit den Interessen anderer Berufsgruppen und Wirtschaftszweige geschwächt.
Beispiel aus einem anderen Beitrag: Dann kämpfen die Quoteninhaber gegen die, die die Quote benötigen.

Die Zukunft der LandFrauenvereine und deren Inhalte hängen von denen ab, die sich engagieren.

Bin gespannt auf viele Antworten!

H. Troue

suederhof1:
Hallo Frau Troue

In einigen Dingen haben Sie recht, besonders der letzte Satz.

Doch fragen Sie doch auch mal im Präsidium wer noch selbst Bäuerin ist und wieviel noch in deren Landfrauenvereinen sind.
Unser hat 3oo Mitglieder. Wenns hochkommt sind da noch 50 aktive Bäuerinnen. Gottseidank haben wir im letzten Jahr auch noch eine Handvoll junge Frauen dazubekommen.Ansonsten alles Frauen über 65 und mehr.
Fragen Sie sich nicht auch manchmal wo diese jungen Frauen bleiben.
Warum werden keine landwirtschaftlichen Angebote für diese Frauen vom Präsidium ausgearbeitet, Gemeinsam mit Landw. Schulen, Deula, und was weiß ich noch ,muß doch sowas zu machen sein.?

Viele Frauen wollen auch nicht mit den Männer an einer Fortbildung teilnehmen. :-[
Es gibt soviele Seminare, denken sie doch auch bitte an
die Frauen, die noch voll ihre "Frau" stehen.

LG Barbara

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