Autor Thema: Liquiditätsplanung??  (Gelesen 4682 mal)

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Offline BiobauerTopic starter

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Liquiditätsplanung??
« am: 10.02.08, 11:10 »
Hallo, ich mach für mich persönlich ca alle halbe jahre so eine planung ,ist manchmal ganz interessant zu sehen ,wann man geld hat ,wann es knapp ist ,wie man gegensteuern kann. mann sollte aber wirklich ehrlich sein und sich nicht selbst behumpsen dabei. dann kommt man auch erstaunlich gut hin,bei mir stimmte das die letzte zeit meist auf nen paar euro hin oder her.
nun hab ich abe rfolgends problem,ich machte dies bis jetzt immer mit eienr excel tabelle ,die man bei topagrar umsonst downloaden konnte. hab die auch wo gespeichtert,bloss find die cd nicht mehr. und bei topagrar ist seit ihren update auch nix mehr zu finden davon .
wo gibts  speziell für lw so ne sache ,sollte nicht allzu aufwendig sein ,aber schon aussagekräftig auch .
servus
Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962

Offline Eifelfreund

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Re: Liquiditätsplanung??
« Antwort #1 am: 10.02.08, 13:11 »
Hallo
Die Tabelle gibt es noch bei Top-Agrar Betriebswirtschaft Excel Datenblätter
Viele Grüße
Werner

Offline Melitta

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Re: Liquiditätsplanung??
« Antwort #2 am: 05.02.10, 08:13 »
Hallo,

da ich finde, dass meine Anfrage mit dem obigen Thema gut zusammenpasst, habe ich mal diesen alten Thread ausgegraben. Auch ich bin gerade mittendrin, eine Liquiditätsrechnung aufzustellen, allerdings gibt es da einen Faktor, den ich als absolut wichtig erachte, von dem ich keine Ahnung habe, wie ich ihn ansetzen soll.

Der Faktor Zeit!

Durch die Wanderschafhaltung, haben wir i.d.R. jeden Tag andere Betriebsabläufe, die in meinen Augen aber wesentlich effektiver und kostengünstiger zu gestalten wären, wenn man sich den Zeitfaktor besser vor Augen halten würde. Ich gehe mal nicht davon aus, dass hier jemand eine Formel parat hat (was natürlich klasse wäre), aber ich würde mich sehr über Anregungen freuen, wie man sich dem Zeitfaktor nähern kann. Was habt Ihr für Vorschläge?

Viele Grüße

Melitta

Offline mary

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Re: Liquiditätsplanung??
« Antwort #3 am: 05.02.10, 08:33 »
Hallo Melitta,
ob ich dir als Kuhbäuerin hier einen Tip geben kann ?????
Ich hab den Zeitfaktor bei uns im Betrieb zuerst erfasst als Istzustand und dann geschaut, wie ich hier was ändern kann.
Am Anfang war jeden Tag Arbeitszeiten aufzuschreiben- gewöhnungsbdürftig, aber mit einem kleinen Notizblock oder heute ganz modern mit den auf den Markt befindlichen Palms usw.
Es gibt sicher auch Formeln, aber nach meiner Erfahrung ist der Umgang mit lebenden Wesen und mit Formeln schlecht in Einklang zu bringen.
Was ich immer wieder beachte- das Paretto -Prinzip mit der 80 /20 Regel und nicht mehr als 50 bis 60 % der Zeit zu verplanen. Arbeitsabläufe, die ich aus eigenem Erleben und Antrieb ändere- bleiben meist dauerhafter verändert, als wenn von aussen "gute Ratschläge" kommen.
Es gibt auch die KTLB-Hefte, in denen genau berechnet ist, wie lange bestimmte Abläufe dauern dürften.
Hab da auch schon mitbekommen, wie die Zeitdaten ermittelt werden und deswegen- glaub ich nur der Statistik, die ich selbst gefälscht hab. ;D
Aber in einem kann ich dich nur bestärken, der Faktor Zeit ist ein oft unterschätzer Faktor- und ein noch wesentlich noch mehr unterschätzter Faktor ist der Faktor- Mensch und Zeit.
Wir sind keine Maschinen.
Herzl. Grüsse
maria

manurtb

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Re: Liquiditätsplanung??
« Antwort #4 am: 05.02.10, 10:00 »
Melitta, entwickel Dir die Formel selbst.

Was willst Du denn genau machen? Tätigkeiten Zeiten gegenüber stellen? Sollen die Tätigkeiten oder Zeiten noch irgendwie bewertet werden?

Das wären dann für den Anfang die Spalten Deiner Tabelle.

Was ist das Ziel dieser Planung? Was willst Du damit erreichen?

Offline Melitta

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Re: Liquiditätsplanung??
« Antwort #5 am: 05.02.10, 10:30 »
Hallo Manu,

das Ziel ist es, zu errechnen, wieviel ein Lamm letztendlich in der Weideschafhaltung bringt und dem gegenüber, wieviel in der Koppel- bzw. Stallhaltung. Wieviele Schafe können/ müssen letztendlich gehalten werden, um einen angemessenen Erlös zu erzielen. Dabei spielen unendlich viele Faktoren eine Rolle, aber auch gerade die Zeit ist bei der Wanderschafhaltung nicht zu unterschätzen, z.B. die Fahrten, im NSG muss man hüten und den ganzen Tag dabei stehen, wir müssen deswegen auch viel im Lohn machen lassen, weil wir einerseits nicht die Zeit haben und deswegen (aus meiner Sicht) nicht das Geld, um Maschinen zu kaufen und mehr selber zu machen. Ein Kreislauf, den ich durchbrechen will. Außerdem ist meinem Mann nicht beizubringen, dass man in einem Betrieb nicht einfach jeden Tag nur beim Frühstück plant (was natürlich auch sein muss), sondern auch vorausschauend gearbeitet werden muss und Ausgaben auch auf Einnahmen (zeitlich) abgestimmt werden müssen.
Wir haben z.B. für 1200 € Stroh gekauft, den Transport noch einmal 500 € bezahlt, das Ende vom Lied war, er blieb einfach in einem Gebiet, wo gutes Futter war und hat z.B. im Dezember für die Fahrten noch mal 1000 € an Sprit verballert, agesehen von der Zeit, die er hätte auf dem Hof gehabt für Reparaturen etc., wenn wir aufgestallt hätten und er gefüttert hätte, anstatt zu hüten. Die 4 Raufen für 640 € kamen somit auch nicht zum Einsatz.
Jetzt liegen jetzt noch 70 Ballen Silo und 60 Ballen Heu da, von denen niemand weiß, wer sie fressen soll. Unsere 6 Rinder bestimmt nicht bis Mai.

Letztendlich geht es hier darum, dass ich argumentativ " .. das ist wichtig, denk daran..." nicht weiter komme, sondern anscheinend Zahlen sprechen lassen muss.

Ich habe einen Rechner entdeckt, der die vielen Faktoren umfasst, allerdings ist Zeit da auch nicht vorgesehen.

Viele Grüße

Melitta
« Letzte Änderung: 05.02.10, 10:34 von Melitta »

manurtb

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Re: Liquiditätsplanung??
« Antwort #6 am: 05.02.10, 13:57 »
Hallo Melitta,

ich versteh natürlich nichts vom Schafgeschäft und versuche Dir, Ideen für Planungsmöglichkeiten zu geben. Also nicht zu ernst nehmen, wenn ich Unsinn schreibe.

Wenn ich das richtig interpretiere, gehts Dir nicht so sehr um die Liquidität, als vielmehr um die Rentabilität, richtig? (Zumindest im ersten Schritt)

3 Rechnungen, richtig? Weideschafhaltung, Koppelhaltung, Stallhaltung?
Ich würde mir da 3 Excelblätter machen, für jede Haltungsart eine.

Dann kommen die Sachen in das jeweilige Excelblatt, was für die jeweilige Haltungsart eben anfällt an Zeit- und Geldaufwänden.
Je nachdem, ob Du Euch gleich reinrechnen willst, setzt Du da was an oder aber Du rechnest am Schluss raus, was bei Euch dann pro Zeiteinheit über bleibt an Geld...
Dann kannst Du auch die Grenzen ausloten. Vielleicht gibt es pro irgendwas eine maximale Anzahl von Schafen und eine minimale Anzahl von Schafen, die man braucht?
Nebenprodukt wäre dann, dass Du Grenzwertrechnungen ganz einfach machen kannst, als was passiert, wenn wir noch 10 Schafe mehr hätten oder 10 Schafe abgeben würden.

Vielleicht brauchst Du noch eine Unterscheidung zwischen den Jahreszeiten? Das würde ich dann auch jeweils auf einem extra Excelblatt machen.

Somit kannst Du dann, wenn Du die eingebbaren Werte offen lässt, immer schön vorrechnen, was wieviel kostet und was wieviel Zeit von Euch kostet.

Kann Dir das weiterhelfen?

Fly

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Re: Liquiditätsplanung??
« Antwort #7 am: 05.02.10, 15:38 »
ich hab da was bei top agrar gefunden

http://www.topagrar.com/index.php?option=com_docman&task=doc_details&gid=280&Itemid=428

vielleicht ist das ja schon mal nen anfang

Offline Melitta

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Re: Liquiditätsplanung??
« Antwort #8 am: 06.02.10, 10:30 »
Hallo,

@flyy danke, die Blätter habe ich schon gefunden.

@Manu das ist eine super Idee, die Zahlen mal gegenüberszustellen, wenn man verschiedenen Herdengrößen berücksichtigt. Auf den Gedanken bin ich noch nie gekommen. Ich habe immer nur bestehende Vorgaben übernommen. Mit der Rentabilität hast du sicher recht, ich sag da nur Mathe 1 Punkt und das war der Anwesenheitspunkt, den ich in der Oberstufe bekommen habe. Logisches Denken und Zusammenhänge sind nicht meine Stärke.
Dankeschön für die Anregungen.

Viele Grüße

Melitta