Autor Thema: Hausgartenbetreuung überbetrieblich  (Gelesen 22809 mal)

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Offline goldbach

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #45 am: 30.09.11, 20:50 »
Bin auf das Thema gestoßen worden, weil ein befreundetes Paar die folgende Variante ausgeheckt hat. Es wird der Stundenlohn einer verläßlichen, gut qualifizierten Person gezahlt. Herausgefunden haben sie auch noch, wieviel Arbeitszeit für bestimmte Tätigkeiten (Putzen, Wäschemachen, etc. ) im Monat aufgewendet wird. In ihrem Falle zahlen beide in den Topf ein. Allerdings, und das kommt mir ziemlich sympathisch vor, ist es so, dass sich auch hauseigene Personen aus dem Topf bezahlen können, wenn sie es lieber selbst machen, anstatt jemanden außerhäuslichen zu bezahlen. Er und sie haben Zuständigkeitsbereiche.

.....d.h. heißt also:  Wenn ich die Hemden meines Partners bügle würde das im Monat € 80.--kosten, wenn es eine gut qualifierte Person übernimmt - also bekomm ich die Kohle aus dem gemeinsamen Topf; schließlich bin ich gut qualifiziert!!  Und mein Partner übernimmt am WE das Kochen  - kostet pro WE  nur  € 20.--, weil er dbzgl. keine gute Qualifikation hat (!!); also darf er sich aus dem gemeinsamen Topf € 80.--/ Monat nehmen.
Also geht alles wieder auf: € 80.-- für Dich --- € 80.-- für mich. Wäre er gut qualifiziert (wie ich es mit Meisterinnenbrief bin) würde er dann mehr erhalten.... das könnte ja zum Zuverdienst werden! 
Verzeih' Alois Burgstaller: so viel Quatsch hab ich selten gelesen! Entweder wir leben in einer Partnerschaft zusammen und dann macht jeder das, was er gerne macht bzw. kann; und was getan werden muß;  ohne die ganze Aufrechnerei. Oder ich lebe eben nicht in einer Partnerschaft sondern in einer Art WG mit o.g. Abrechnungssystem.
Seit Du das Thema aufgemacht hast, werden hier von gut qualifizierten Bäuerinnen alle möglichen Thesen durchgeackert - schließlich ging's ja um die evtl. überbetriebliche Hausgartenversorgung - und dann kommt diese Erklärung...
 Mann oh Mann!    goldbach

Offline schlepperbandeTopic starter

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #46 am: 30.09.11, 23:08 »
Liebe(r) Goldbach, die Arbeit wird ohne Ansehen des Geschlechtes bewertet!

Offline goldbach

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #47 am: 30.09.11, 23:13 »
 ??? ::) ??? ::) ??? ::) ??? ::)

Offline mary

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #48 am: 01.10.11, 08:12 »
Hallo goldbach,
endlich wird der nichtgeldmässig bewertete Haushalt und  der Garten auch in Geld gerechnet. ;D
Das ist doch die Chance, diesen riesigen Markt auch ins Bruttosozialprodukt zu integrieren.
Stell dir vor, was da alles möglich wird:
Zuerst braucht man eine Menge Leute, die diese Arbeit bewerten, dann eine weitere Menge, die Kontroll- und Sicherungssysteme einführen, damit das auch richtig gemacht wird, dann brauchts noch die Vermittlungsagenturen, für Beratung und Coaching ist sicher auch noch genügend Handlungsbedarf. ;D ;D ;D ;D ;D
Das Einzige, was alle in Zukunft machen können, ihr Konto schön auffüllen, um diese Dienstleistungen vom Konot abbuchen zu lassen. ;D

Die interne Verrechnung ist um einiges schwieriger-
wenn der Landwirtschaftsmeister die Autoreifen wechselt, ist das nach dem landw. Tarif oder nach dem der Autowerkstätte zu verrechnen, ;D
das Gericht aus dem Rezeptbuch vom Schuhbeck Fonsi müsste doch dann einen höheren Wert haben als das von einem simplen Kochbuch, ;D
mir ist nur noch nicht klar, wie die Bewertung mit den Convinieceprodukten abläuft,
beim Garten weitere Streitpunkte, der Erholungsgarten wird nach Ermessen höher bewertet, Gemüse- und Obstgarten mit minderer Bewertung. ;D
Was meinst du, was da noch an Mediatoren gebraucht wird, um diese Meinungsverschiedenheiten zu befrieden.
Nein, ich hab mich übers Outing von Alois nicht geärgert, sondern musste von Herzen lachen, auf was man doch alles dank BT kommt.
Herzliche Grüsse
maria


Offline Stadtkind

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #49 am: 01.10.11, 10:25 »
Hallo zusammen,
ich finde dieses Thema sehr spannen und möchte noch ein paar weitere Gedanken einbringen und zwar die vielen Kleinigkeiten, die man im Haus und Garten machen muss, wie z.B. Rasen mähen oder Äpfel pflücken oder Schnee schippen.
Ich persönlich hätte mich als Kind/ Jugendlicher sehr gefreut, wenn ich in der Nachbarschaft/ Ort die Chance gehabt hätte mir was dazuzuverdienen für meine Freizeitausgaben, aber es gab kein Angebot!
Ich denke außerdem, dass z.B. die Kinder heutzutage, wie viele unserer Banker  8), einfach auch den Wert von Arbeit nicht mehr sooo schätzen und eben auch nur die super gut bezahlten Nebenjobs haben wollen und nicht unbedingt daran denken, dass z.B. sehr hohe Flexibilität gefordert ist oder die Anfahrt Zeit und Geld kostet...
D.h. auch wenn man sich mal entscheidet Arbeiten nach aussen zu vergeben, ist es meines Erachtens schwierig eine geeignete Person zu finden, da entweder der Lohn zu niedrig ist oder die Kosten für den Anbieter zu hoch oder die Qualifikation oder Flexibilität nicht gegeben ist.
Ich denke zum Schnee schippen oder Rasen mähen kann man jeden anlernen, aber gerade für die Hege und Pflege von oftmals liebgewonnenen und teuren Pflanzen nicht, da eben sehr viel know how dazugehört und dieses ist nicht nur bei der Unterscheidung zwischen Unkraut und gewollten Pflanzen nötig, sondern auch beim Gießen....
Und da die Pflanzen teuer sind, würde ich da auch nicht jeden hin lassen, aber wenn es z.B. darum geht große Bäume mit der Motorsäge zu fällen, da hole ich mir einen Fachmann, da ich Bammel davor habe, die Geräte nicht habe und eben der Fachmann wissen sollte, wie man es richtig macht und auch die nötigen Werkzeuge/ Schutzausrüstung/ Erfahrung haben sollte und habe ich dann auch kein schlechtes Gewissen.
Ich könnte mir auch gut vorstellen Hemden zum Bügeln zu geben oder auch Essen auf Rädern kommen zu lassen, aber in die Wohnung jemand reinlassen, der meinen Dreck wegmacht.... mhh.... ich glaube da hätte ich jetzt ein Problem.... nicht dass da nachher noch jederman im Ort tratscht...
Aber mein Nachbar hat schon jahrelang eine Hilfe im Haushalt, ist ein Geschäftshaushalt, und die Ehefrau hat gesundheitliche Einschränkungen, so, dass z.B. putzen auf dem Knie nicht das Wahre wäre... da finde ich das mehr als okay.
Ich könnte mir z.B. auch vorstellen bei meiner schwangeren Freundin mal zu Putzen oder wenn das Baby da ist öfters mal mit einem gekochten Essen oder Brötchen vorbei zu kommen.... aber mehr nicht.
Eigentlich sollten noch mehr Menschen Leute einstellen für Kinderbetreuung, Waschen/ Putzen/ Bügeln, Schnee schippen, Äpfel ernten um vielen Frauen, die oft wegen Haus/ Hof/ Kindern einen kleinen Nebenjob suchen die Chance zu geben einen kleinen Nebenverdienst zu bekommen.
Aber das große Problem, dass ich sehe ist, dass man mit dem eigenen 100% Job den Betrag x erwirtschaftet mit Fahrten und der notwendigen Garderobe nur noch y übrig hat und das y wird u.U. von den nicht selbst ausgeführten Arbeiten aufgefressen (z.T. auch von der Steuer), also Kinderbetreuung im KiGa, Hausaufgabenbetreuung, extern Essen in der Schule, Gartenbetreuung, Winterdienst, Hemden bügel, Putzen..... und das finde ich dann schon irgendwie hinderlich, denn oftmals hat frau einen tollen Beruf mit gutem Gehalt und wenn man diesen dann wahrnehmen will, bleibt eigentlich nichts übrig.
Zurück zu eigenem Obst und Gemüse oder gekauftem - ich liebe die alten Sorten sehr, gerade, weil die oftmals bessere Eigenschaften haben, wie die hochgezüchteten Sorten, aber einige der alten Bäume etc. sind irgendwann auch mal kaputt.... und dann ist es vorbei... Ich mache gerne eine Mischung aus eigener Ernte und gekauftem. Ich denke es ist irgendwie die eigene Entscheidung was einem wichtig ist - selber machen und die Arbeit und Freude daran haben oder einfach das Zeug kaufen was im Supermarkt angeboten wird und dann eben u.U. auch gespritzes nehmen müssen oder Dinge kaufen, die aus der ganzen Welt kommen, was die Ökobilanz einfach schlechter macht. Ist eine Lebenseinstellung und eine Preisfrage...
Aber vielen ist es egal, weil sie nicht wissen, was regional und saisonal ist oder wie man ein gutes/frisches Essen zubreitet, weil es eben schneller ist unterwegs mal irgendwo einzukehren...
Ciao

Offline SiegiKam

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #50 am: 01.10.11, 23:41 »
@stadtkind:
Wenn man einen tollen Job hat und gutes Geld damit verdient, dann hat es durchaus auch Sinn, sich diesen über die intensive Zeit der Kinderbetreuung zu erhalten ohne dass effektiv etwas übrig bleibt. Zum einen sichert man sich den Job für die Zeit, wenn Kind keine Hilfe mehr bei den Hausaufgaben braucht, zum zweiten zahlt man die ganze Zeit in die Rentenversicherung ein und zum dritten bleibt man fachlich am Ball. Und nicht zu vergessen, hat Frau einen anderen Wind um die Nase und kann die Erkenntnisse aus der Berufswelt auch zuhause einbringen.

@Alois Burgstaller: Ich bin jedoch kein Freund vom Gegenrechnen innerhalb einer Partnerschaft, die bei mir zuhause Ehe genannt wird. Wenn man damit einmal anfängt, dann wird das schnell ein Tüpfchenzählen und ein Gegeneinander statt ein Miteinander. Im Gegenteil habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, einfach etwas zu erledigen ohne langes Murren oder Jammern, das wird anfangs nur gesehen und registriert, später nehmen sich die anderen daran ein Beispiel. Meine Kinder kennen zum Beispiel meinen Standardsatz "viele Hände - schnelles Ende", den ich immer anbringe, wenn sie mir helfen und dabei merken, dass es gemeinsam einfach schneller geht. Bei uns gibt es kein getrenntes Konto oder getrennte Aufgabenbereiche. Wer etwas kann oder gerne macht, der machts, wenns keiner kann, wird Hilfe geholt, wenns beide können, teilen wir die Arbeit. Ich sehe da keinen Unterschied, ob man sich Hilfe holt bei Steuererklärung, Malern, Reifen wechseln, Schreinern  oder beim Putzen, Gartenarbeit, Bügeln. Was man nicht selbst schaffen kann, oder will, kann man in Absprache erledigen lassen. Aber gegenrechnen würde ich das nicht.

Siegi
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Offline gammi

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #51 am: 02.10.11, 13:24 »
Aber gegenrechnen würde ich das nicht.

Siegi

Da gebe ich Dir recht!!!! Das Gegenrechnen ist ein sehr großes Problem in vielen Familien.

Ist zwar offtopic:
Da waren bzw. sind meine Kinder sehr große Helden. Wir hatten ewige Diskussionen darüber dass z.B. eines eine Bierflasche weggeräumt hat, das andere eine "viel schwerere" Sprudelflasche.
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Offline fanni

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #52 am: 02.10.11, 17:48 »


Verzeih' Alois Burgstaller: so viel Quatsch hab ich selten gelesen! Entweder wir leben in einer Partnerschaft zusammen und dann macht jeder das, was er gerne macht bzw. kann; und was getan werden muß;  ohne die ganze Aufrechnerei. Oder ich lebe eben nicht in einer Partnerschaft sondern in einer Art WG mit o.g. Abrechnungssystem.
Seit Du das Thema aufgemacht hast, werden hier von gut qualifizierten Bäuerinnen alle möglichen Thesen durchgeackert - schließlich ging's ja um die evtl. überbetriebliche Hausgartenversorgung - und dann kommt diese Erklärung...
 Mann oh Mann!    goldbach

mir geht genauso ich blick da nicht recht durch, was er eigentlich will........wir machen das auch so, jeder macht was er kann ohne Gegenrechnung......was bei der einen vielleicht der Garten ist, ist beim Partner die Werkstatt. Manche kochen gerne und manche nicht so.soll ich jetzt jedes Schnitzel mit 10€ ansetzen, denn das hab ich heute bezahlt.........grübel

diesen Herbst streich ich Fenster........ich rechne einfach so, wenn ich es selber mache hab ich viel Arbeit :P :P :P :P :P spar ich mir einen Maler, denn mein Stundenlohn ist garantiert nicht höher als dem seiner.....und ich hab kein Geld übrig und streichen tzu ich so einigermaßen gerne  8). Was getan werden muß muß eben getan werden -so ist es in einer Familie nun mal.


und Alois ganz ehrlich bitte berichte wieder mal , wie es mit dem System deiner Freunde so klappt. Sind schon Kinder da, oder Eltern zu versorgen, vedienen beide oder nicht, hat denn jeder einen persönlöichen Buchhalter oder ermitteln sie das nach irgendwelche Sätzen, also mir wäre das zu kompliziert. ;D

« Letzte Änderung: 02.10.11, 17:50 von fanni »
Herzliche Grüße von Fanni

Offline mary

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #53 am: 02.10.11, 18:26 »
Hallo fanni,
man kann mit Sicherheit nicht alles selbst machen, bzw. manches liegt einem nicht so.
Da ist es  dann praktisch, wenn der Partner das besser kann. ;D
Malern und Streichen mag ich auch gerne, es sieht danach wieder schön aus, jedesmal wenn man an dieser fertigen Baustelle vorbei kommt- lächelt sie einem an und hat Bestand.
Ich werde nie einen Fernsehbericht vergessen, wo ein Filmteam in einer reichen Villengegend in USA die Häuser filmte,
einer der Hausbesitzer hatte sich seinen eigenen, in meinen Augen windschiefen Hühernstall selbst zusammengezimmert,
Geldmangel war mit Sicherheit nicht die Motivation, aber die Begeisterung über die paar Hühner und die legewarmen Eier sah ziemlich echt aus. Das Argument des glücklichen Hühnerbesitzers, dass etwas selbst zu tun, eine ganz wichtige Erfahrung für ihn geworden sei, da können wir uns doch glücklich schätzen, das wir vielen können.

Deshalb liebe ich meinen Garten, weil ich da auch vieles ernten kann, was ich sonst so erntefrisch nicht hätte. Morgen gibt es nochmals Artischocken, ich glaube nicht, dass ich dieses Luxusgemüse kaufen würde, ebenso den derzeit erntereifen Romanesco.
Ausserdem vom Garten geholt und sofort verarbeitet, schmeckt anders.
Selbstgemacht ist ja nicht nur Arbeit, es macht Freude.
Allerdings - der Tag hat 24 Stunden- und neben Broterwerb brauchts auch Erholungsphasen.

In einem Beitrag zum Erntedank ist im LW-Wochenblatt ein Artikel über das Wegwerfen und das Haushalten.
Hier scheint eine gewisse Grundfertigkeit in haushaltstechnischen und handwerklichen Bereichen nicht ganz umsonst zu sein.
Was man gut kann, macht man in der Regel lieber und dann kommt weitere Übung dazu, dann gehts besser von der Hand.
Fällt mir schon bei manchen Gerichten auf, wenn man sie längere Zeit nicht mehr gemacht hatte, dauert es länger.
Bis ein Musikinstrument einigermaßen hörbar klingt, hängt auch einiges an Übung dahinter.

Autoreifenwechsel wird nie zu meiner Lieblingsbeschäftigung werden und mit dem grossen Gespann herumzufahren, wohl auch nicht.


Ja, mich würde der Berechnungshaushalt in Alois Umfeld auch in seiner Weiterentwicklung interessieren.
So ein vollkommen berechnter Haushalt ist sicher eine "kostbare" Angelegenheit.
Wird bestimmt auch mal Compi-Programme geben, dass man das ganz schnell ausrechnen kann,
ausserdem gibts doch schon den Robotterrasenmäher und -staubsauger, in Japan arbeiten sie an Pflegerobottern.
Herzl. Grüsse
maria





Schneekristall

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #54 am: 05.10.11, 12:13 »
Ich finde es gut dass Alois die Diskussion über die "Hausgartenbetreuung überbetrieblich" angeregt hat (die "Arbeitsteilung" des genannten Ehepaares war ja nur der Auslöser für dieses Thema).


Gut finde ich solche Ideen und Diskussionen deshalb weil dadurch die Haus- und Gartenarbeit vielleicht bei dem ein oder anderen wieder einen höheren Stellenwert bekommt. Für uns Bäuerinnen/Landfrauen ist es was selbstverständliches dass selbsterzeugte, regionale Produkte einen grossen Wert haben, ebenso ein gut geführter Haushalt.
Aber wie oft heißt es dann nach 20 Jahren vom Ehemann "Ich hab das Geld verdient, meine Frau hat nichts gearbeitet..."  :-X


Wieder zum Thema zurück, da stellt sich mir noch eine andere Frage:
Was verstehen wir unter einem "tollen Job und gutes Geld"? Eine Ärztin, Rechtsanwältin oder auch eine Büroangestellte, Krankenschwester?
Mein Lebensgefährte meinte nämlich als wir über das Thema "Hausgarten überbetrieblich bzw. Putzhilfe" gesprochen haben, es wäre lächerlich wenn z.B. eine Büroangestellte eine Putzfrau kommen lassen würde. "Gutes Geld" heißt bei meinem Freund z.B. der Anwaltsberuf usw., und nur da sieht er es gerechtfertigt dass frau die Haus- oder Gartenarbeit fremd erledigen lässt.
Aber wieviele Landwirte sind mit Anwältinnen verheiratet?  ;)

Offline gina67

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #55 am: 05.10.11, 12:48 »
Was verstehen wir unter einem "tollen Job und gutes Geld"? Eine Ärztin, Rechtsanwältin oder auch eine Büroangestellte, Krankenschwester?
Mein Lebensgefährte meinte nämlich als wir über das Thema "Hausgarten überbetrieblich bzw. Putzhilfe" gesprochen haben, es wäre lächerlich wenn z.B. eine Büroangestellte eine Putzfrau kommen lassen würde. "Gutes Geld" heißt bei meinem Freund z.B. der Anwaltsberuf usw., und nur da sieht er es gerechtfertigt dass frau die Haus- oder Gartenarbeit fremd erledigen lässt.
Aber wieviele Landwirte sind mit Anwältinnen verheiratet?  ;)

Ich finde das es garnichts damit zutun haben sollte. Wenn frau nicht gerne putzt, warum sollte sie sich dann keine Hilfe holen? Egal ob sie auswärts arbeitet oder nicht. Ich spiele so langsam mit dem Gedanken mir ab und zu einen Fensterputzer zu gönnen, Zeit es selber zu machen habe ich, aber meine Fenster haben ein nicht zu öffnendes Mittelteil und ich muss jedesmal von aussen auf der Fensterbank herumklettern.  Ist schon ein bisschen gefährlich.
Gina   

Offline gammi

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #56 am: 05.10.11, 13:46 »
Ich denke auch, dass man das nicht an der Höhe des Gehaltes festmachen sollte.
Ich würde z. b. nicht gerne eine Putzfrau einstellen, da ich nicht will, dass jemand MEINEN Dreck wegmacht. Zumindest solange wie ich es selber machen kann.
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Offline mary

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Re: Hausgartenbetreuung überbetrieblich
« Antwort #57 am: 13.10.11, 09:09 »
Wer Hilfe sucht, kann sich mit der Liste schon ein wenig über die dafür benötigten Arbeitszeiten auseinander setzen.
http://www.vz-nrw.de/UNIQ131848601108783/link342312A.html
Herzl. Grüsse
maria