Autor Thema: Ich bin traurig... 10  (Gelesen 30344 mal)

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Offline Maja

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #105 am: 16.01.22, 22:36 »
meine Freundin hätte ein Aneurysma im Kopf.war an so blöder Stelle man konnte nicht operieren. ( heute würde es vielleicht doch gemacht. )
Sie sagte immer: " Wenn ich mal irgendwo bewusstlos liege, dann lasst mich liegen bis ich tot bin!"
Sie wusste wenn das Ding im Kopf platzt wird nichts mehr gut.
So kam es dann auch, sie war in einem Pflegeheim   unter Aufsicht und doch ist es da zum Schluss so gekommen.
Vor 2 Tagen ist im Nachbarort ein Familienvater an einer Hirnblutung gestorben. Er hinterlässt 3 Kinder im Grundschulalter.
Er hat bei der Arbeit über starke Kopfschmerzen geklagt und ist nach Feierabend nach Hause gefahren. Nicht sehr weit vom Arbeitsort ist er in die Strassenböschung gefahren (Schneemauer). Ca.30 Minuten später hat ein vorbeifahrender angehalten, da war er schon tot.
Heute bin ich per Zufall an der Stelle vorbei. Das ist eine Nebenstrasse, die aber doch rege befahren ist. Macht schon nachdenklich, dass es 30 Minuten dauert, bis jemand anhält. Ein Auto, das mit brennendem Licht im Schnee steckt, warum fährt man da drumherum?
Für die Familie ist es sehr schlimm, dass der Vater tot ist , ob er allerdings hätte gerettet werden können ?..? bezweifle ich.
Es gibt so viele tragische und traurige Schicksale.

Offline Morgana

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #106 am: 17.01.22, 09:24 »
Die angeheiratete Tante von meinem Mann hatte zu Hause plötzlich starke Kopfschmerzen, sagte das noch ihrem
Mann, der meinte willst du eine Tablette nehmen. Sie antwortete  das wird nichts mehr helfen.
Das war der letzte Satz und in dem Moment ist sie gestorben. Gerade mal 29 Jahre alt.

Eine Bekannte von uns hatte mit 32 Jahren plötzlich sehr starke Kopfschmerzen.
Sie hatte aber vorher schon immer wieder schlimme Kopfschmerzen.
Ihr Mann ist Sanitäter, hat sofort den Rettungswagen gerufen. Sie war in kürzester Zeit im Krankenhaus
und wurde behandelt. Ihr Mann hat sie mit den Kindern (beide noch nicht in der Schule) besucht.
Sie hat sie erkannt, es hieß es würde ihr besser gehen. Am nächsten Tag fiel sie ins Koma und
seitdem liegt sie in einem Pflegeheim und ist nie wieder aufgewacht.

Die Kinder sind längst erwachsen, Ihr Mann hat eine neue Partnerin und ein gemeinsames Kind mit ihr.
Der Mann und die Kinder besuchen sie regelmäßig in der Pflegeeinrichtung, aber es hat sich überhaupt nichts verändert.
Sie ist seit über 25 Jahren immer im gleichen Zustand.

Offline frankenpower41

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #107 am: 17.01.22, 09:35 »
dann besser ein Ende mit Schrecken.

Wer will so dahin siechen?. Aber wer hat in dem Alter eine Patientenverfügung.
Die damalige LG meines  Cousin hatte das vor über 20 Jahren auch,  der Hausarzt hat als die anriefen gleich Hubschrauber bestellt.
Sie lag wochenlang im Koma und man wollte schon Geräte abstellen. 
Dann wachte sie auf, sie hatte nichts, keinerlei Ausfallerscheinungen. Die Ärzte meinten das ist ein Wunder.
Sie hat später (einen Anderen) geheiratet und 2 Kinder.

Offline Annina

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #108 am: 17.01.22, 09:46 »
Nein, laut aussage seines Vorgesetzten hätte es ihn auch nicht gerettet, wenn es schon bei der Arbeit passiert wäre. Und wie du sagst, Marianne, lieber ein Ende mit Schrecken. Unser Nachbar wurde "gerettet", er ist seit bald 7 Jahren Pflegefall.
Mir gibt es einfach zu denken, dass viele um ein offensichtlich verunfalltes Fahrzeug fahren. Er ist auf der Gegenfahrbahn raus, das heisst, die einen sind rechts an ihm vorbei, die anderen musste ihm ausweichen. Jemand mit Herzinfarkt z.B. hätte doch sehr gute Chance, so etwas ohne bleibende Schäden zu überleben, wenn denn Hilfe geleistet würde.
Liebe Grüsse, Annina

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.  Aristoteles

Offline Maja

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #109 am: 17.01.22, 12:23 »
ja Annina das gibt zu denken.
Hilfsbereitschaft stirbt aus.
Nur schnell weggucken ,ich hab nichts gesehen! ich doch nicht sollen andere machen , die werden dafür bezahlt. Alles Sprüche die man hören kann.
Dabei ist es sogar ein Delikt....unterlassene Hilfeleistung. Strafbar!,
Mir hilft eigentlich nur der Gedanke, dass einem Hilfe von oben kommt, wenn sie denn kommen soll.
Gottvertrauen .

Offline martina

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #110 am: 17.01.22, 12:33 »
Meine Ex-Kollegin mit gerade mal 40 Jahren und 8jähriger Tochter lag 3 Tage im Koma und an dem Tag, als ihre Mutter sich entschlossen hatte, die Geräte abstellen zu lassen, war sie von allein gestorben. Weil sie aber in der Klinik lag und einen Organspendeausweis hatte, konnte sie mit ihrem Tod noch 3 Personen das Leben retten, die alle dringend auf ein Spenderorgan warteten.
Lasst uns miteinander reden - wir freuen uns auf Beiträge.
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Offline zwagge

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #111 am: 17.01.22, 14:19 »
Mein Onkel hatte vor 10 Jahren auch eine Hirnblutung. War auch noch den ganzen Tag in der Arbeit, abends zuHause meinte er nur, komisch, es zieht hinten am Hals so rauf. Hat dann aber noch lange am Computer gearbeitet. In der Nacht hat ihn dann meine Tante gefunden, da lag er am Boden und nur die Hand klopfte auf die Fliesen (von dem Geräusch ist meine Tante wach geworden und hat nachgesehen).
Er war dann mind. ein halbes Jahr zwischen Himmel und Erde und war seitdem ein Pflegefall.
Meine Tante hat ihn jetzt 10 Jahre gepflegt. Der Wahnsinn. Er konnte nicht mal mehr alleine sitzen. Essen ging, wenn man ihm alles kleingeschnitten hat.
Im November´21 durfte er dann nach 2 Schlaganfällen gehen. (ich denke ja, er hat noch auf seinen Sohn gewartet, der lange Zeit nicht daheim war. Ein paar Tage vorher kam er wieder nach Hause und dann war es eigentlich schnell vorbei)

Es war eine Erlösung für alle.

Wir haben oft darüber geredet, dass es für meinen Onkel auch nicht schön war. Er war ja immer sehr aktiv.
Wie hat er mal zu meiner Tante gesagt, in guten wie in schlechten Zeiten.... jetzt kommen die schlechten.  :'(

Ganz liebe Grüße
Birgit

Offline Morgana

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #112 am: 17.01.22, 15:24 »
Manche haben Angst anderen zu helfen, was falsch zu machen , selbst mit der Situation überfordert sein.

Ich hatte vor Jahren ein Erlebnis, das mich in die Situation gebracht hat, nach der ich dachte, das nächste mal fahr ich weiter.
Im Wald lag eine Stoßstange, man sah dass ein Auto einen Unfall hatte. Ausgestiegen, kein Auto gefunden,
obwohl alles sehr frisch aussah. Wir haben die Polizei gerufen, und geschildert was wir gesehen hatten.

Weitergefahren, ein Mann ging unsicher am Fahrbahnrand entlang.
Angehalten, ausgestiegen,gefragt ob ich ihm helfen kann, und ob er den Unfall hatte. Nein kein Unfall
Nein geht schon..bin eine Weile neben ihm hergegangen,
weil ich Angst hatte, dass er in den Graben fällt oder in ein Auto läuft. Ich dachte der hat einen Schock.

Plötzlich kam von der anderen Richtung ein Paketdienst, hielt an, steigt aus..alles gut, er nimmt den Kollegen mit.
Wir haben der Polizei gemeldet, dass die Person abgeholt wurde.
Es hieß wir sollen heimfahren, sie schauen mal nach.

Das Ende davon, ich hatte es mit einer rumänischen Diebesbande zu tun, musste 6 mal zur Verhandlung,
wurde mehrmals ernsthaft bedroht. Die standen abends vor unserer Tür und ähnliche Dinge.
Weil ja bei jeder Zeugenaussage groß und breit die Angaben zur Person gemacht werden.
Da war ich bedient.

Ich würde trotzdem  nach wie vor nicht einfach weiter fahren, sondern auf jeden Fall Rettungskräfte rufen.



Offline Maja

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #113 am: 17.01.22, 18:59 »
Das braucht auch keiner Morgana , da hast du Recht

Offline gammi

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #114 am: 18.01.22, 10:29 »
Eine zeitlang waren bei uns auch gehäuft Leute unterwegs, die eine Panne vorgetäuscht haben und dann die Leute im anhaltenden/helfenden Auto ausgeraubt haben.

Bei uns an der Bushaltestelle (mitten in der Gegend) sass mal ein weinendes Mädchen. Es hatte zwar schon ein Auto angehalten. Ich dachte, die hat sicher den Bus verpasst.
Die Frau, die bereits angehalten hat war von weiter her. Das Mädchen sah sehr jung aus und vor lauter Weinen wollte sie erst gar nicht reden.
Sie wäre schon 19 und ihr Freund hätte sie nicht mehr lieb...............sie sass ohne Jacke und nur mit einem Kuscheltier sozusagen auf der Straße. Sie wohnte bei Ihrem Freund und ihre Eltern weiter weg. Sie kann aber niergends mehr hin. Ihr Freund hat sie nicht lieb, ihre Eltern haben sie nicht lieb.
Die andere Frau ist dann weitergefahren und ich wusste echt nicht was machen. War gerade auf dem WEg meiine Tochter abzuholen. Ich konnte das Mädchen dann überreden zu mir ins Auto zu steigen. Und ganz langsam kam bruchstückhaft ihr Problem heraus. Sie war bereits in psychologiser Behandlung.
Aber ich wusste tatsächlich nicht was ich jetzt mit dem Mädchen im Auto machen sollte...........es kam dann heraus, dass sie auf einem nahen Pferdehof arbeitet. Da sind wir dann hingefahren. Ich hoffte dort herauszufinden wo ihre Eltern wohnen.
Die Frau dort wusste wohl auch von den Problemen und hat sie dann um das Mädchen gekümmert.

Das Mädchen sass da aber auch schon ne ganze WEile weinend bis jemand angehalten hat und sie sah wirklich erst wie 10 aus. Und jetzt könnt ihr lachen. Ich hab mir von ihr den Ausweis zeigen lassen. Den hatte sie tatsächlich dabei.

Sie wohnt wohl noch immer bei ihrem Freund. Ich seh sie immer wieder mit dem Fahrrad zum Pferdestall fahren.

Enjoy the little things

Offline Morgana

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #115 am: 18.01.22, 11:21 »
das gabs bei uns auch mal eine Zeitlang, dass Unfälle oder Pannen vorgetäuscht wurden.
Die Polizei sagte damals zu mir, es würde mir niemand übel nehmen, wenn ich sage,
da steige ich jetzt nicht alleine aus, aber sofort die Polizei informiere.

Es ist immer eine totale Ausnahmesituation. Ob es ein Unfall ist oder jemand mit psychischen
Problemen. Man ist erstmal ziemlich hilflos.
Freilich hatte man einen erste Hilfe Kurs, oder sogar noch Auffrischungen.
Aber wenn einen die Realität einholt ist es nochmal was ganz anderes.


Offline frankenpower41

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #116 am: 31.01.22, 10:35 »
... Bekannter (Polizist) hat in seinem Status Trauerflor.
Ich hatte das erst gar nicht kapiert sondern nur das Landeswappen gesehen.

Einfach schlimm, 2 Polizisten sind heute Nacht in Rheinland-Pfalz erschossen worden.
Furchtbar, ein junger Mann und eine junge Frau. Beide noch keine 30. Bei einer Routine Verkehrskontrolle.
Den Angehörigen gehört mein Mitgefühl.

« Letzte Änderung: 31.01.22, 15:59 von frankenpower41 »

Offline annama

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #117 am: 31.01.22, 11:08 »

Heute  wurde in ULMET im Kreis Kusel RLP

 bei einer Kontrolle am frühen Morgen eine Polizistin 24 Jahre und ihr Kollege 29 Jahre brutal

erschossen  :'( :'( :'(

Traurige Grüsse
Gerade wenn eine Frau meint ihre Arbeit sei getan
wird sie Grossmutter

Liebe Grüsse annama

Offline Beate Mahr

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #118 am: 31.01.22, 11:35 »
2 Polizisten bei einer Verkehrskontrolle erschossen


Hallo

grad gelesen ...

Sie kontrollierten Täter wegen totem Wild im Kofferraum

Zitat

Die beiden Polizisten hätten zur erwähnten Uhrzeit über Funk zunächst durchgegeben,
dass sie totes Wild im Kofferraum entdeckt hätten und nun eine Kontrolle durchführen,
wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Kurze Zeit später hätten sie "Die schießen auf uns" gefunkt.
Dann sei der Kontakt abgebrochen.

Unfassbar ... mein Gedanken sind bei den Angehörigen

Bleibt gesund
Beate

Ich habe mal eine Überschrift eingefügt, damit man auch weiß, worum es geht, wenn man den Link nicht anklicken kann aus Zeitgründen.
« Letzte Änderung: 31.01.22, 13:59 von martina »
Entscheidend ist nicht, ob man kritisiert wird;
entscheidend ist, ob die Kritiker die Mehrheit bilden.

© Ernst R. Hauschka

Offline Meta

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Re: Ich bin traurig... 10
« Antwort #119 am: 31.01.22, 14:48 »
ich habe es heute früh im Radio in den Nachrichten gehört......
einfach unfaßbar !
Was geht in einem Menschen vor, der 2 junge Menschenleben auslöscht ????
Ich bin tief geschockt.